Indiana Tribüne, Volume 17, Number 295, Indianapolis, Marion County, 14 July 1894 — Page 1

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fHr n sefen Sie die Offerte der Tribune" - für - Unsere Aleltausstellung ! OÄ o riC CV sZi Lesen Sie die Offerte der Tribune" - für - Ilnsere Wettausstellung ! K A A V i w w w w Jahrgang 17 Office : No. 18 Sud Alabama Straße No. 295

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sozial. Station ! Sonntag, den 13. Juli 1894, Abends 8 Uhr,

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Editorielles. Die Tarifbill befindet sich in den Händen deS Konferenz-ComiteS und

dasselbe kann damit nicht vorwärts kommen. Ob wohl überhaupt em neuer Tarif zu Stande kommt ? 3n Chicago ist eine große sittliche That geschehen. Man hat einen Verrückten gehängt, und der gute Bürger kann ruhiger schlafen. Sein Rachedurst ist befriedigt. - Der Streik der American Railway Nnion kann als verloren betrachtet werden. Darüber kann kaum mehr eine Täuschung herrschen. AuS dem angekündigten Massenstreik ist nichts geworden und wird wohl auch nichts werden und die Arbeiter sind um eine Erfahrung reicber. Nun fällt eS unö gar nicht ein, Moral predigen zu wollen und zu sagen, daß dieS verkehrt, jenes fehlerhaft war. daß daS Resultat im VorauS zu sehen und der Streik eine Thorheit war. Daö alles hätte gar keinen Zweck. Streiks ommen wie eine Naturerscheinung. Sie kommen, weil es nicht in der menschlichen Natur liegt, sich blindingS einem Unrecht zu fügen, weil sich das Bewußtsein erlittenen Unrechtes auflehnt gegen die Gewalt, selbst in der Voraussicht deS Unterliegens. Da vergessen die Arbeiter für den Augenblick hre Schwäche gegenüber der gewaligen Macht deS Monopols und deS onzentrirten Kapitals und stürzen sich blindlings in den Streik, weil ihnen ür den Moment ja doch nichts anderes übrig bleibt. Auch ist eS nicht zu vermeiden, daß in solchen Verzweiflung? ampsen Ausschreitungen vorkommen. Die Führer dürfen tausend Mal davor warnen, sie ereignen sich eben doch. Rathschläge sind in solchen Fällen billig wie Brombeeren, aber sie sind zwecklos. Wenn indeß ein solcher Streik vprüber ist, tpenn an Stege der Leidenchaft wieder die ruhige Ueberlegung zu reten beginnt, dann ist man wohl berechtigt zu Philosophiren und Schlüsse zu ziehen, da stehen wir keinen Augenblick an zu sagen, daß für die Sache der Arbeiter eine Niederlage immer besser ist, als ein kleiner unbedeutender Crfolg. Denn die Niederlagen ind es, welche zum Denken anregen. und die Bewegung aus fortschrittlichere Bahnen lenken. Der Streik war noch nicht lange im Gange, da war Vermittlung, "ardi tration" Alles was Debs verlangte. Da nr.ij) man sich doch wirklich fragen, ob selbst im Falle des Erfolges das Resultat entsprechend einer solch riesigen Krastanstrengung gewesen wäre, ob bloße "arbitsation" ein genügendeS Ziel fsir ein solches Aufgebot von Energie ist, und rnan tylrd sich die Frage mit Nein beantworten müssen. Solchen Bewegungen fehlt der höhere Inhalt. Sie scheitern nicht'bloß an der größeren Gewalt der feindlichen Seite, sondern an dem Mangel eines begeisternden Inhalts. So lange mit der wirthschaftlichey Bewegung der Arbeiter nicht die selbständige politische Bewegung vorhanden ist, wird das nicht anders. DebS hat vielleicht dar aus gerechnet, daß die Mitglieder der verschiedenen knserpgtlven Brothex hoodS", die Leute elneS Chies Arthur, Sweeneh, Sargeant u. s. w. ihm bei springen werden. Die Rechnung schlug fehl, mußte fehl schlagen. So lange daö Klassenbewußtfein und die poli tische Erkenntniß fehlt, ist auch ge meinsames Handeln der verschiedenen, besonders aber rivalisirender Arbeiter Organisationen eine Unmöglichkeit. 3n dieser Richtung jedoch hinterläßt ein solcher Streik mit Unglück lichem Ausgang immer eine große Lehre, und darin liegt seine Bedeu tung. Der kapitalistische Charakter der staatlichen Gewalt tritt immer deutlicher zu Tage, die Kluft zwischen den besitzenden und arbeitenden Klassen wird nach und nach auch dem blödesten Auge bemerkbar, und jeder solch verlorene Streik ist ein Schritt näher zu unabhängiger politischer Aktion. . --4 Drahtnachrichten Inland. Wetterauksichten. Schönes Wetter heute Abend und

am Sonntag.

Der große Strei!. Chicago, 13. 3uli. Die Con-

feren, deö Srekutiv.ComiteS der Ame - , u rican Federation of Labor endete mit einem Beschluß, keinen allgemeinen Streik anzuordnen, trotzdem mehrere der Theilnehmer entschieden dasur waren. ES wurde beschlossen, eine Adresse an daS Publikum zu erlassen und die Stellung der A. F. L. zu erklären. ES heißt darin, daß eö der Zweck der TradeS UnionS sei, Diejenigen zu chützen, welche unter dem gegenwärtigen wirthschaftlichen System leiden, und daß der Kamps zwischen den Erzeugern deö Reichthum? und den Sammlern desselben unvermeidlich sei. Ein allgemeiner Streik würde unter der gegenwärtigen geschäftlichen Lage nichts nützen, und sich bloß für die Organisationen schädlich erweisen. Dann beißt eS : 3n dem Streik der A. R. U. erkennen wir einen Protest gegen die wachsende Macht der Plutokratie. Pullman hat durch seine Brualität sich als ein Feind deö Volkes gezeigt. Unser,Herz ist mit der A. R. U Dieser Streik zeigt, welche Macht dem Kapital zur Unterdrückung der Arbeit zu Gebote steht. Seit 3ahren haben die Eisenbahncorporationen die Gesetze außer Acht gelassen, und das interstAte commerce law mit Hohn und Spott behandelt. .Dadurch haben sie Anarchie geschürt. Trotzdem, und obald ihnen die Arbeiter gegenüber tehen, die Hülfe des Staates und der Regierung in Anspruch zu neqmen. Die Regierung erläßt Einhaltsbefehle, verwendet Marschälle und' Soldaten und gebraucht die ganze GesetzesMaschinerie zu Gunsten der Korporaionen. Gegen diese bewaffnete Gewalt und gegen die brutale Geldmacht wäre es Unsinn in diesen Zeiten mit einem Streik vorzugehen. Wir müssen unS .besser organisiren und unsere Rechte am Stimmkasten wahren, wir müssen als freie Mqnner ftjmmen, den Plutokraten die Gewalt abnehmen und sie in die Häude des Volkes legen. Die Conferenz nahm auch eine Resolution an, worin sie sich gegen die republikanische und die demokratische Partei und zu Gunsten der Volkspartei erklqrhe. tzlOOO wurden für die Vertheidigung Debs' bewilligt. V - Zurückgewiesen. Chicago, 13. Juli. DebS und College hatten den Vorschlag gemacht, den Streik aufzuheben, unter der Bedingung, daß die General Managers Association" auf die von Präsident Cleveland vorgeschlagene Vermittlung e'ngehe und zweitens, daß die Streiker, mit Ausnahme derjenigen, welche sich kriminelle Handlungen zu Schulden fommen ließen, wieder eingestellt werden. Der Vorschlag wurde vom Mayor und einigen Aldermn übermittelt und zur Annahme empfohlen. Die Eisenbahndirektoren weigerten sich )n entgegenzunehmen und zu wagen und schickten ihn ohne Antwort zurück. Orendorf, der General Adjutant von Illinois empfiehlt die Zurückziehung dir Miliz, falls die Eisenbahnen den Vorschlag nicht annehmen. Ein Zug zum Entgleisen gebracht. ? e r re Haute, 13. Juli. Streiker öffneten heute eine Weiche und brachten sechs Frachtwagen zum Entgleisen. Verletzt wurde dabei Niemand. Hu ES wird weiter geschossen. San Francisco. 13. Juli. Der BundeSmarschall hat in Sakra mento Kriegsrecht proklamirt. Er be fahl den Einwohnern in ihren Woh nungen zu verbleiben, bis der Trubel vorüber sei. Heute feuerten die Strei ker auf eine Compagnie Soldaten, welche eine Lokomotive begleiteten. Die Soldaten erwiderten daS Feuer und mehrere Männer stürzten zu Tode getroffen zu Boden. Wie gewöhnlich waren eS Leute, die mit der Sache gar nichts zu thun hatten. (Die Soldaten schießen zwar gut, treffen aber schlecht.) Kavallerie kam herbei und säuberte die Straße.. Die Aufforderung des Marshallö, daß die Leute in ihren Wohnungen bleiben sollen, findet keine Beachtung. ., , Waö riu'n? Chicago, 13. 3uli. DebS und Sovereign erklären, daß wenn die

' Managers" den Vorschlag DebS' nicht annehmen, der Streik bis zum bitteren ...- t i. a. ... ; v

. ne weuer gesuari roiro. - Sechs Monate Gefängniß. Cincinnati, 13. 3uli. F. W. Phelan, Beamter der American Railway Union, wurde von Richter Taft wegen Mißachtung des Gerichtshofes zu sechs Monaten Gefängniß verur theilt. Phelan, sagte der Richter, habe sicherlich gewußt, daß die Cincin nati Southern Bahn sich in Händen eineö Receivers befinde. Es habe sich auch nicht um einen Streik gehandelt, sondern um einen Boycott und ein olcher sei ungesetzlich. Es sei eine Verschwörung gewesen, den ganzen Eisenbahnverkehr zu verhindern. Das Gericht sei eS sich und dem Publikum schuldig, sich selbst zu be schützen und seinen Anordnungen Ge horsam zu verschaffen. , LlnSland. Complott gegen den Czar. St. Peter S bürg, 13. Juli. Die Polizei von Kirpatschnaja arretirte kürzlich einen Studenten der als Nihiist verdächtig war. Die Haussuchung örderte eine Bombe, zum Vorschein. WeitereNachforschungen setzten diePoli ei in den Stand einen anderen Studenen und dessen Schwester zu verhaften. Diese drei sollen nun, wie man wissen will einen Anschlag auf daS Leben des Czaren gemacht haben. .. V . Viele Cholera fälle. Bt. Petersburg, 13. Juli. Gestern wurden hier 145 neue Fälle und der Tod von 8t Kranken angemeldet. Hiesiges. Gen F Kelsey's Industrie ArmeDer große Eisenbahnstreik hat die Bewegungen der 3ndustrieArmee so n den Hintergrund gedrängt, daß daS Eintreffen von Gen. Kelsey in Vsayor DennyS Ofsice ganz unerwartet kam. Der Empfang, welchen der qlte Beteran hier bekam, war durchaus kein reundlicher. Der Vaor lich. sofort den Poliieisuderintendenten Powell herbeirufen. ??ach einer kaum eine Minute dauernden Konsultation der Häupter wurde General Kelsey aufgeordert, näher zu treten und Mayor Denny erklärte ihm, daß er entschlossen ei, seinem Heer den Eintritt in die Stadt weher einzeln noch als ein Ganzes zu gestatten. Wir haben genug mit unseren eigenen Leuten hier zu thun und wollen nicht wieder in eine ähnliche Lage komnun wie mit FryS Armee erklärte der Mayor. Ich halte eS für unnöthig. nich in ein. Argument einzulassen. Die ganze Bewegung hat keinen Zweck. Glaube nicht, daß wir von der humanen Seite die Sache betrachten sollen." Powell siel hier ein und erklärte, daß er tbwt Ut den 4 Meilen Umkreis betrete, verhaften lassen werde. Sie sind verantwortlich für ihr Thun", erklärte Powell, worauf Kelsey erwiederte, daß sie kein Gesetz überträten. Powell gleichgiltig, wollen Euch yicht hier. Wir wollen nicht, daß die Bürger durch eine andere organisirtt Gesellschaft belästigt werden. Der Mayor wieS noch darauf hin, daß eS die Streiker ermuthigen könnte. 3n weniger wie 5 Minuten war der General abgefertigt. Er meinte, daß ihm ein solcher Empfang noch nirgends zu Theil geworden sei. Seine Armee zählt nur noch 80 Mann, während er mit 155 vonOmaha ausgerückt und war wird von Col. S. A. Walker kommandirt. Sie werden gegen 4 Uhr an der Stadtgrenze eintreffen und während dieser Zeit wird sich General Kelsey mit Freunden der Sache, über die Schritte berathen, welche er einschlagen wird. Manchmal gar lustig Und oftmals betrübt. Häusig sehr durstig Und immer verliebt. Dieser schöne VerS ist ebenso alt als oft erprobt. Für Stadium No. 3 halten Sie sich an L i e b e r S S e e i a l Brew. - Harrison Williams, ein 40 Jahre alter Arbeiter, wurde heute Morgen für wahnsinnig erklärt. Er wähnt sich von Feinden verfolgt.

Grundstelnlegnng. Der Grundstein für die Kirche der evangelischen reformirten EmanuelS Gemeinde, Ecke New 3ersey und Coburn

Straße, wird Sonntag Nachmittag um 3 Uhr unter entsprechenden Feierlich keiten gelegt, bei denen die Pastoren Stern, Steinert, Kalbfleisch, Helming, Barth und Kekler mitwirken werden. Die Kirche wird auö Bricksteinen er baut und etwa $9000 kosten. Den Kontrakt für den Bau hat Baumeister 3. F. Preufch. Mozart Halle. Heute. Abend echte TurtclSuppe. Henry Victor. Volizelgericht. Der erste Passagier deö neuen PolizeiwagenS, der bedeutend leichter gebaut ist und ein gefälligeres Aussehen hat als der alte, war der wegen seines fortwährenden, großen DursteS wohlbekannte Eugene Harris. Eugene ist Faktotum und RauSschmeiser in einer hiesigen SchnapSdistille, ein Amt, daß er aber manchmal wegen allzu großer Benebeltheit nicht gut ausführen kann. Auf die Thatsache, daß er den neuen Hotelwagen eingeweiht hatte, war er nicht wenig stolz, doch ließ dieser Stolz etwas nach, als ihm der Kadi 20 Tage Arbeitshaus verschrieb. Lou Leslie erhielt wegen Trunkenheit und Widersetzlichkeit gegen den Polizeidiener Sutphen 55 Tage ArbeitöhauS. Wolf Hecht hatte den Namen 3t vahS unnützlich geführt, .weöhalb ihn ein frommer Hebräer. anzeigte. Da aber daS Fluchen indem deutschjüdischpoln.schen Jargon stattgefunden hatte, dessen Verständniß sich den Kenntnissen deS Kadi natürlich entzog, so kam Wolf dieömal noch so davon. Wegen heimlichen Waffentragens wurden Paul Clug und LouU Hart zu je $ Buße deruttheilt. 3ohn Sullivan, der in Michael Lucids Saloon an der West Str. eingebrochen r?ar wurde der Grand Jury überwiesen. Der Hellene 3osephoS TemeroS wurde wegen Sachbeschädigung, er hatte dem Guildmos Kora ein Fenster eingeschlagen, mit $1 und den Kosten bestraft. .. Fast ein Wunder. Die Aerzte sagten, ich hätte den Krebs und würde nie gesund werden. 3ch nahm Hood's Sarsaparilla und es that mir gut. Ich bin stärker, als ich vor 10 Zähren war. Es scheint fast ein Wunder. 3osie eimzruber, 92 Geisendorf Str., Indianapolis, 3nd. ElJ 3m Carpenter-Hauptquartier iu den Zimmern 3 38 Hubbard Block findet morgen Vormittag um 10 Uhr eine Versammlung von ArbeiterVertretern statt zwecks Besprechung einer angemessenen Feier des Labor Day. X7 Die Leiche des in dem Eisenbahnunglück bei Fontanet umgekommenen Lokomotivführers Moehrman ist hier angelangt. Alö verdächtig, die Entgleisung herbeigeführt zu haben, verhaftete Marshall Hawkins in Fontanet gestern zwei junge Leute. Thomas Williams, 50 3ahre alt, der heute Morgen erst von Chicago hier zugereist kam und in StubbS Hotel, Ecke 3llinoiS und Georgiä Str. seine Wohnung nahm, wurde ein paar Stunden darauf in seinem Zimmer todt aufgefunden. WC7" Gestern hatte das Straßenkomite des Stadtraths eine Sitzung. Von 3nteressenten wurde gegen die ASphaltpasterung von West und Pearl Str. protestirt. Die Angelegenheit wird vor den Stadtrath kommen. Außerdem wurden einige Aenderungen an dem vorgeschlagenen Lauf der Feuergrenzen vorgenommen. QO Der SteuerreoisionSrath schätzte unter andern gestern folgende Einkommen ab: Commercial Club $89,000, Indianapolis Brewing Co. $800,000, 3ndianapoliS Chair Mfg. Co. $91,000, 3ndianapoliS Cofsin Co. $50.000, Indianapolis GaS Co. $1,050,000 ($250,000 weniger als im Vorjahre), Indianapolis Light & Power Co. $225,000 und die Premier Steel Co. $138,800 (gegen $256,150 im 3ahre vorher).

3ohn C. Schasser hat den Noah 3. Clodfelter auf einen Wechsel für $2200 verklagt. fiXT Gestern heirathete Herr Fred. Kroeckel, Sohn des bekannten Wirthes

an der Süd Meridian Straße, Fräul. Cora Aldrich. Squire Daniels vollzog die Trauung. WCT Patrick Ferriter, ein alter, in der Nähe von Castleton wohnender Farmer, fuhr gestern bei Malott Park über das Eisenbahngeleise während ein Zug heranbrauste. Der Ingenieur hatte das Fuhrwerk nicht beobachtet, hätte auch wohl nicht mehr anhalten können und traf das Gefährt mit voller Wucht. Ferriter und sein Pferd wurden augenblicklich getödtet. Man brachte die Leiche hierher und der Coroner benachrichtigte die Frau und Tochter des Verstorbenen. 2Ö Der Board of Public Works weigert sich ein Rechnung des Klemp nerö Wallace Donnan, der für die Ausbesserung der Hälfte des DacheS $439.25 verlangt, auszuzahlen. Don nan hatte die Arbeit auf Geheiß deö Marktmeisters Koehne, der keine Befugnis hat Kontrakte zu vergeben, gethan. Wm. Ehrich reparirte dann die andere Hälfte des Daches und seine Forderung wird kaum $200 erreichen, also nicht die Hälfte der Donnanschen Rechnung. Falls Donnan nicht seine Forderung entsprechend zurückschraubt, wird er wohl überhaupt nichts bekommen. Die Herren Baase, Requett, Ruft und Sandmann, bekannter unter dem Namen Big Four Consolidation" gaben gestern ein Privatpicknick in Hammonds Grove. Dabei ging es, wie nicht .anders zu erwarten war, urfidel her. Ein Vergnügen eigener Art, ist doch eine Wasserfahrt, das sollten nämlich noch bei der Gelegenheit drei wackere deutsche Landratten, ein Wirth und zwei Schriftseher, an ihrem Leibe erfahren. 3n einem schwanken Boot begaben sich die drei, die schon selber nicht mehr allzu balancirt waren, auf den kleinen Ententeich und kentert.. Zum Glück war das Wasser daselbst noch ziemlich seicht. Die so unfreiwillig Getauften brauchten au ihrem Schaden für den Svott nicht zu sorgen, deshalb nennen wir auch keine Namen. etttscheöLangerfest in Rumä nien. Auf dem Gute Plopen! 'öei Ploiesti in Rumänien hat an einem der letzten Sonntage em deutsches Fest von solchem Umfange und von so qanz eic;enartiges Veranstaltuna stattqefunden. daß dasselbe als ein schätzenswerther Beitrag zur Entwlckelungsgeschichte deutschen Wesens in Rumänien in weiteren Kreisen bekannt zu werden verdient. Gutsbesitzer zfriedrich Bossel in Plypeni, der. von einer angesehenen deutschen Familie Rumänies abstammend, in dem ihm verliehenen rumänischen Burgerrechte durchaus keine Veranlassung sieht, sich vom deutschen Volksthum loszusagen, hatte dem unter seiner thätigen Mitwirkung zu Stande gekommenen Deutschen Sangerbund in Rumänien" nicht blos ein prachtvolles Banner aewidmet. sondern hatte auch alle deutschen Vereine RumänZenZ und Siebenbürgens zu der auf seinem Gute und auf seine Kosten veranstalteten Bannerweihe eingeladen. Nicht weniger als zwölf deutsche Gesang-, Turn-, Unterstützungs- und Geselligkeitsvereine aus Rumänien waren dieser Einladung gefolgt, der Delegationen gar nicht zu gedenken, von denen namentlich eine 'Abordnung des Siebenbürgischen Sängerbundes und des Kronstädter Männergesangvereins aus dem benachbarten Siebenbürger Sachsenlande hervorzuheben ist. Die Zahl der zu Plopeni anwesenden Feftgäste, zu deren Empfang ein reich dekorirtes, mit der entsprechenden' Anzahl von Tischen, Bänken und Gedecken versehenes Niesenzelt mitten im herrlichsten Eichenwalde errichtet worden war. wird auf 200 Köpfe geschätzt. War ja doch aus Bukarest allein ein aus fünfzehn Waggons bestehender Separatzug nach Plopeni abgegangen! Trotz des während der Ceremonie des Nägeleinschlagens ausbrechenden furchtbaren Ungewitters verlief das den ganzen Tag in Anspruch nehmende deutsche Bundesfest in herrlichster Weise und fanden die vollen Akkorde des deutschen Liedes im Eichenwalde auf rumänischem Boden ein ebenso wunderbares Echo, wie irgendwo im deutschen Bergwalde. Das neue Banner zeigt auf der einen Seite in rothem Grunde die die mit Eichenlaubgewinden umgebene farbenprächtig: Figur der Germania. Die andere Seite zeigt m Loorbeerumrahmunq Schwan und Lyra mit dem Bundessängerspruche: Wo stolz zum Meer die Donau "zieht, kling' fui und hehr das deutsche 2ied!-..

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