Indiana Tribüne, Volume 17, Number 285, Indianapolis, Marion County, 3 July 1894 — Page 1

mf X to lesen Sie die Offerte der Tribüllc" für die -6: 3. Juli 1894. Vl A I v JS O rlC K0 rlC O A ftflfts$ ' r ..1. V VIII Tribüne Coupon für die 2 Isllig Um! V O W O k W i y 4 !i - Ausstellung Im! ii Jahrgang 17. Office : No. 18 Süd Alabama Straße No. 285 Indianapolis, Indiana Dienstag, den 5. Juli 8g. I .

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Offizieller Bericht

der

Mercliants National Bank

Indianapolis, den 4 Mai 1804.

Aktiva. Anleihen, $ 588,20135 Vereinigten Staaten Bonds 250,000 00 Stadt Indianapolis, Marion und andere County BondS 586,156 40 Baar an Hand und in Banken (Gold $11,000 00) Wl,300 45 Bond-Prämien $13,500 00 Gewölbe, Geldsörank und Möbeln ic 18,000 00 12,450,218 20 Passiva, eingezahltes Kapital $ 300,000 00 Ueberschuß-Fond und Gewinne 86,808 53 Nationalbank-Noten im Umlauf 225,000 00 Depositen 1,8.W,409 67 $2,450,218 20 John P. Frenzel, Präsident. Otto N. Frenzel, Kassirer. O. F. Frenzel, Assistent-Kassirer.

Todes-Anzeige. Freunden und bekannten die traurige $)lit theilung, daß unsere geliebt Mutier, Susanna Kartheuser, heute Morgen nm 4 Nh.-. in kllter roa 62 Jh en verschiede st. Die'Beerdigung findet Tonnerslig Nackmittaz. 3 Uhr, om Tca uerhauie. 52 iTor o.i Straße statt, wozu tnlaten Christian 5kartbeuser neb,' Ktadern. c Danksagung. Allen Freunden und Gekannten, die t ei dem BegrZbn q unsere) lieben Tohn und Bruder Vouis Bilger. ihre Theilnahme d'w esen' besonder? Herrn Paslsr Pekerö lüc seine tröst r ien LZorle im Hause und om örabe. sowie den Sängern der ZioaS-(Ä'm;inde und den zahl reiche freundlihen Blumenspendern sagen wir unsern herzlichen Dank. Kresentia Bilger. Mutter, im Namen der Hinrerbliebe en. George Hermann Brz) MSMM Seichenbeftaiter, Office : 26 Züd Delavareftr. euae: 120, 122, 124, 126, 128 Oft Pearlftr relevio QH. Oiken Ta., unk Neckt. Indianapolis Msennerchor. Durch den Tekretär de Unabhängigen Turn Vereins ist die freundliche Einladung ergangen, 0 deren EommernachtS-est im Warten neben der Halle theilzunehmen. Ich ersuche daher sämmtliche Tamen und Herren, von dieser Einladung möz'ichst zahlrei ch:n Gebrauch zu machen. Rudolvk Müller. ZtUaäx. .tzerculannm Park, gegenüber dem Etaats-Fair-Grund. Beginnend Mittwoch, den 4. Jnli. llaniiltoii & Hcnuloiis großartiges Spektakelstück Letzte Tage von Pompeii ! 30 Mitwirkende 300 aus der Bühne. Prachtvolle Kostüme, hübscheScenerien Großes Ballet von 100 Damen. Allgemeiner Eintritt 23c. Phönix Garten A m nach st e n Dienstag Abend, den 3. Juli findet in diesem geräumigen schönen Vergnügungslokale ein großes Instrumental-Konzcrt verbunden mit brilliantcm Feuerwerk Eröffnung ! PairviewParfc ES wurde eine Kiiche einzer'.chtit und Frau ! Eberman isi vorbereitet Besucher zu bedienen. Auch wurde am östlichen Eingang zum Park ein Platz eingerichtet, wo Pferde angebunden werden können und wird dafür nur der nomi nelle Preis von 5 Cents für jede in dem efährt befindliche Person gerechnet.

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Editorielles. Der republikanische Schuhzoll und der demokratische Freihandel sind Zwillingskinder des Kapitalismus, die einander auffallend ähnlich sehen. Sie lernen eben nichts, weil sie nickts lernen wollen. Die New Aor-

Iker Evening Post" will für daö Attentat auf Carnot alle Reformer vereint wortlich halten, welche Anklagen gegen die bestehende Gesellschaftsordnung erheben. Wie dumm ! Nach unserer Ansicht und nach der Ansicht jedes Sehenden sind im Gegentheile Die dafür verantwortlich, welche eine Gesellschastöordnung, die sich überlebt hat und unaufhaltsam ihrem Untergänge e.itgegengeht, mit allen Mitteln der Gewalt aufrecht zu erhalten bestrebt sind. Der Congreß hat die Arbeiterfraze gelöst. Er hat den Labor day zu einem gesetzlichen Feiertag gemacht. Zeht werden die Arbeiter glücklich sein, eS wird k'i.cn Streik, keinen Boycott mehr geben, es wird das Millenium kommen oder auch nicht ! Mit solchem Quark versucht man die Arbeiter zu füitern. ES ist lächerlich. Aber lächerlich ist auch die Thatsache, daß es unter den Arbeitern wirklich viele giebt, die mit solchem Tassy zufrieden sind. Sie sind, wie die Babies, die zufrieden sind, wenn man ihnen nur etwa? in den Mund steckt, woran sie saugen können. -- Die fünfte Nummer deö "Ame rican Federationist", der von der American Federation of Labor herausgegebenen Monatsschrift ist uns zugekommen. 3n der Ausstattung ist das Blatt hübsch, dem Inhalte nach ist es sehr armselig. Es hat weder Saft noch Kraft, und ist einer großen Drganisation, wie die American Federation of Labor gänzlich unwürdig. Samuel GomperS wird als Redakteur derselben genannt. Man kann ein sehr guter Eigarrenmacher und doch ein sehr schlechter Redakteur sein. Das Blatt athmet den Geist eineS konservativen Führers, dem nicht? lieber ist, als seine Ruhe. Der berüchtigte Lynch, Superintendent der Frick'schen Eoke-Anlage Valley Works, sehte kürzlich eine englische Familie, bestehevd aus Mann Frau und vier Kindern, daö fünfte sollte daS Licht der Welt erblicken, mit der Erklärung auf die Straße, daß ein KompagniehauS keine Gebüranstalt für die Frau eineS StreikerS sei ! DaS Kind wurde auf der Straße geboren. Eine andere Frau, die diesen unmenschlichen Akt der Hinaussehung beobachtet hatte, öffnete aber die Thür deö HauseS wieder, warf Decken in dasselbe und trug die Frau wieder zu rück. Ob nun die Frick EokeCompagnie diese Frau wegen Einbruchs anklagen wird, bleibt abzuwarten; möglich ist es schon, da von dieser Seite aus jede Gemeinheit erwartet werden kann. (PiltSb. Volköztg ) Nachdem eS dem Zucker-Trust gelungen ist, die Herren Volksvertreter" in Washington seinem Willen gefügig zu machen und sich ein Beutestück zu sichern, dessen Werth nach Duhenden

von Millionrn abzuschähenist, soll nun auch der Whisky-Trust eine nationale Liebesgabe erhalten, die der Errungenschaft jener Sippe in nichts nachsteht. Der Senat hat nämlich beschlossen,

die Schnapösteuer von 90 Cents auf' $1.10 die Gallone zu erhöhen, wodurch die Schnapsfürsten in den Stand geseht werden, an ihren aus 200,000.000 Gallonen geschätzten Vorräthen, die noch nach der alten Rate versteuert, aber nach der neuen Rate verkauft werden können, die Kleinigkeit von $40,000,000 zu verdienen." , DaS ist eben eine der unVergleichlichen Schönheiten unseres Regierung?fystems, daß es der Regierung Gelgenheit giebt, ihre Freunde zu beglücken, ohne sich den Vorwurf deö PaternalismuS zuzuziehen. Wie schade, daß die Arbeiter nicht daS Glück haben, zu diesen Freunden ihrer Diener" und Vertreter" zu gehören! (Chic. Arb. Ztg.) Drahtnachrichten Inland. Wetterau sichten. Schönes Wetter. SchisselS Wassertemperatur 84Grad. HM D e r Eisenbahnstreik. Chicago, 2. 3uli. Die Richter Großcup und Woodö erließen heute einen Einhaltsbefehl gegen die Streiker. In Blue Island wurden 200 Deputy Marschalls von 2000 Streikern umzingelt. Einer der Marschälle erhielt einen Messerstich und die Uebrigen zogen sich zurück um einen blutigen Kampf zu vermeiden. Der Autorität der Bundeöbehörden -wurde Troh geboten und die Rock Island Bahn gab für heute die Absenkung eine? Zugei auf. Eine Anzahl Züge wurden da und dort zum Entgleisen gebracht und die Streiker machen durch Abnahme einzelner Theile Wagen unbrauchbar. Tonnen von Früchten, Gemüse und dergleichen befinden sich in . Frachtwagen unter der heißen Sönne und Niemand kümmert sich darum. Auch Vieh leidet auf dem Transport und Preise gehen hinauf. Richter Woodö sagt, daß wenn die Marschälle nicht im Stande sind, deö Streikes Herr zu werden, dann werden Bundestruppen berufen. Chi cag o, 2. Juli. DieBundeStruppen in Fort Sheridan wurden zum Abmarsch beordert. Der BestimmungSort ist noch unbekannt, wahrscheinlich Blue Island. DebS erhielt heute eine Depesche von Sovereign, dem General Master Workman der K. of. L. deS Inhalts : Ist irgend etwa? ungeschehen ? Ich bin bereit, einen allgemeinen Streik anzuordnen. Er erhielt serner eine Depesche von Columbuö, O. worin sich die National Association der Straßenbahnleute bereit erklärt zu streiken." Loge No. 228 der Brüderschaft der Heizer ist auS lehterer ausgetreten und hat sich der American Railway Union angeschlossen. Chicago, 2. Juli. Die Lage wird immer drohender für die Stadt. Der Stadtrath beschloß Mayol HopkinS und vier Mitglieder deS Stadtraths zu einem Comite zu ernennen, welches eine Schlichtung des Streikes versuchen soll. Eleve land, 2. Juli. Chief Arthur hat ein Rundschreiben erlassen, worin er die Mitglieder der Brüderschaft der Lokomotivführer davor warnt, sich von dem Streiksieber erfassen zu lassen. Die Association der EisenbahnManagers" hat hier ein Bureau eröffnet, um Leute anzuwerben, welche die Stellen der Streiker einnehmen wollen. Terre Haute, 2. Juli. Der erste Zug seit Freitag mit einem Pullman Wagen auf der Chicago und Eastern Illinois Bahn ging heute unter Führung des RundeSmarfchallk HawkinS ab. In Brazil konnte bis jeht kein Zug befördert werden und Postsachen und Expreßgüter häufen sich an. San Francisco, 2. Juli. Der ganze Eisenbahnverkehr ist blockirt und südlich von Portland steht der Verkehr an der ganzen pacisischen Küste still. In Sacramento erwies sich der Bun desmarschall und seine Mannschaft machtlos und BundeSmilitär wurde zur j Hilfe gerufen.

S t. L o u i S, 2. Juli. Der Frachtverkehr ist hier vollständig unterbrochen. Personenzüge gehen regelmäßig ab. (Eine Menge Depeschen von kleineren Plähen melden, daß dortselbst die

Mitglieder der American Railway Union am Streik seien.) Der Congreß beschäftigt s i ch m i t d e m 2 t r e i k. Washington, 2. Juli. Der Streik hat eine Ausdehnung gewonnen, daß sich endlich sogar CongreßMitglieder bemüßigt suhlen, sich darum zu kümmern. Vor allem soll untersucht werden. So wurden denn im Senate sowohl, wie im Repräsentantenhaufe Resolutionen eingereicht, die Ursachen deS Streiks zu untersuchen, und Comites aufzustellen, die geeignete Vorschläge zur Beilegung desselben und zur Verhinderung derselben in der Zukunft machen sollen. Eiue mehr direkt eingreifende Resolution reichte der Populist Kyle im Bundessenate ein. Dessen Resolution wurde von DebS und Hayes dem Generalsekretär der KnightS of Labor indofsirt. Dieselbe bestimmt, daß Postzüge auS einer Lokomotive, Tender, Kabuse und Postwagen bestehen sollen, daß die Eisenbahngesellschasten zwar das Recht haben, andere Wagen anzuhängen, daß dieselben aber gesetzlich keinen Bestandtheil deS Postzuges bilden. Präsident Cleveland meint, diese Bestimmungen seien nicht nöthig, denn Justizsekretär Olney hat b ö jetzt nicht gehört, daß Postwagen dazu benützt werden, um Pullman Wagen befördern zu können. WaS alle Welt weiß, daS weiß eben die R-l,ierung nicht. Vielleicht hört sie bloß, waS sie hören will. ' Das Defizit. . Washington, 2. Juli. Die Einnahmen der Regierung während des am 30 Juni beendeten FiskaljahreS beliefen sich auf $296,96,336 und die Ausgaben auf $366,593,359. Es ergiebt dies ein Defizit von Z69,63Z,023. Die Zvllelnnahmen waren um ungefähr $71,000.000 geringer wie im Vorjahre und die Inlandsteuer-Ein-nahmen um $14,000,000 kleiner. Die Ausgaben des Kriegs-Del tttSi nents waren um ungefähr $4, 500,(ljs größer und diejenigen deS Marine-Departe-ments um ungefähr $1,500,000 größ Die Pensionszahlungen waren um ungefähr $18,000,000 kleiner wie im vorigen Jahr. VuSland. AuS der Hauptstadt Frank r ei ch S. Paris, 2. Juli Die sämmtlichen hiesigen Zeitungen sind heute deS LobeS für den Kaiser Wilhelm voll, weil er die Freilassung der beiden bisher in der Festung Glatz internirten' französifchen Offiziere Dagony und Nalevas, die beim Spioniren in Kiel abgefaßt und zu je sechs Iahren Festungshaft verurtheilt worden waren, anbefohlen hat. Die sozialistischen Organe drängen die Regierung, daS edle Beispiel deS deutschen Kaiser? nachzuahmen und den französischen politischen besängenen Amnestie zu gewahren. SchulratbSsiHung. 3n der Sitzung de? alten Schulrath?, die gestern Abend stattfand. präsidirte John P. Frenzel zum letzten Male. Nach Erledigung einiger minder wichtiger Berichte, darunter der deS Komite? für Gebäude und Liegenschaften, wurde der Bericht de? Komite? für Gehälter und Lehrerstellen, worin die Anstellung von Geo. Rink al? Leiter de? deutschen Unterricht? und von Frau Pearl Wilkinson al? Leiterin de?Musikünterricht? zu einem Gehalt von $1500 für jeden, empfohlen wurde, angenommen. Kurz bevor sich der alte Board nun vertagte brachte, Schulrath Martindale eine Resolution vor die Versammlung, worin den ausscheidenden Schulräthen, vor allem aber dem Präsidenten Iren zel für ihre ausgezeichneten Diensie ge oanrr wuroe. wt tbt lautet wie folgt : Beschlossen, daß der Schulrath seine höchste Anerkennung für die Dienste de? scheidenden Präsidenten deS Schul

Hiesiges.

ratheö die Herrn Frenzel auszudrücken wünscht, sowie für daö' Entgegenkammen und dieUnparteilichkeit mit welcher er seinen Psiichten alsPräsident nachzekommen ist. Während der zwölf

Jahre, während welcher Herr Frenzel dem Schulrathe angehört hat. hat er die ledeutendsten Fähigkeiten als Leiter der Schulangelegenheiten bewiesen. ES ist seiner ernsten unablässigen Arbeit zu verdanken, daß die Legislatur sich dazu verstand den Grund und Boden zu üb.rlassen, welchen nunmehr die herrliche öffentliche Bibliothek ziert. Er war der Urheber und Vorarbciter der Bewegung zur Errichtung einer Handfertigkeitöschule, die jetzt festen Boden gewonnen hat und ohne Zweifel wird der Besitz einer solchen Schule die Stadt Ändianipolis in die erste Reihe der Städte unseres Landes stellen, die Ausbildung in Handfertigkeit als einen Theil deö freien Schulsystems ansehen. Fernerhin wünscht der Schulrath, seinen Dank für die Dienste des Hrn. Clemens Vonnegut auszudrücken, einem Herrn, der nach einer Arbeit von achtundzwanzig Iahren auS dem Schulrathe scheidet. Während dieser langen Reihe von Iahren habe er als Schultrustee und Commissär eine ernste Ergebenheit den Schulangelegenheiten gegenüber bewiesen. Beschlossen für die Dienste des Herrn John B. Conner zu danken, dessen neunjährige Thätigkeit dem Interesse der Schule gewidmet war. Herr Conner unterstützte nach Kräften die Arbeiten des Comites für die Hand fertigkeitSfchule, dem er beigegeben war. Herr Frenzel antwortete in einer längeren Ansprache. Er gab einen Rückblick aus die Entwicklung des hiesigen Schulwesens, das unter seiner Amtsführung sich quantitativ nahezu verdoppelt habe. Er zollte vornehmlich dem Lehrercorps, das sich seiner Ansicht zufolge mit jedem andern des Lande? messen könnte, das höchste Lob und empfahl eS dem Wohlwollen des neuen Boards. , Während seiner Amtsführung seien Lci wichtige Unterrichtszweige dem allgemeinen Lehrplan eingefügt worden, daS Turnen und der Handfertigkeilsunterricht. Für das erstere müsse noch mehr gethan werden, während die Stadt in der neuen Handsertigkcitsschule ein Institut ersten Ranges in dieser Beziehung ins Leben zu rufen am Werke sei. Es sei jedoch drittens immer sein Wunsch gewesen,daß auch die allerelementarste Erziehung, der Kindergarten, dem öffentlichen Schulwesen einverleibt werde, denn der Staat habe die Pflicht, die Erziehung seiner Bürger von der frühesten Jugend bis zur Hochschule und zur Universität zu leiten und zu überwachen. Nach einigen Schlußworten, in denen er versicherte, daß er seinen Platz nach bestem Wissen und Gewissen auszufüllen bestrebt gewesen wäre, vertagte sich der alte Schulrath und Herr Russe wurde zum temporären Vorsitzer erwalt. Die neuerwählten Schulräthe Frank Blackledge, Franklin Vonnegut, H. C. Hendrickson und Fred. Appel hatten soeben ihre Sitze eingenommen, da erhob sich Blackledge um eine Resolution zu verlesen, wurde aber vom Vorsitzenden bedeutet, daß das außer Ordnung sei. Zu Beamten wurden sodann erwählt: Präsident 3. Martindale. Schahmeister I. C. Adam unter $100,000 Bürgschaft. Sekretär F. D. Appel. Gegenkandidaten waren Hendrickson, Blackledge und Vonnegut. Die Nomination von Blackledge zum Schahmeister wurde von Vonnegut damit begründet, daß Blackledge unter dem bestimmten Versprechen gewählt worden sei, für die Verzinsung de? Schulfonds Sorge zu tragen. Blackledge versuchte hier wieder seine Resolution einzuführen, wurde aber wieder außer Ordnung erklärt. Die erwählten Beamten waren garnicht nominirt worden, ein Zeichen dafür, daß die Wahl schon vorher ausgemacht war. Zur Assistentin deS Sekretärs wurde Frl. Ridenour per Akklamation erwählt und daS Amt des Anwalts erhielt wieder Chas. Dryer gegen W. L. Taylor. Dann beantragte Russe, daß die Ez-Schulräthe Frenzel und Conner, weil sie mit den Plänen und Absichten j am besten vertraut seien, beim Komite

für die Handfertigskeitsschule beibehalten würden. Dies wurde von den Neulingen, natürlich außer Appel, be-

kämpft, mit der Begründung, daß das dem Board ein Armuthszeugniß ausstellen hieße. Der Antrag ging jedoch durch und da erhob sich Blackledge wieder mit seiner Resolution. Doch diesen Fall wußte man zu erledigen. Adams stellte einen Vertagungsantrag. der bekanntlich undebattirbar ist, und trotz aller lauten Proteste Blackledges, ver agte sich die Sitzung. Die Majorisirung war gelungen und wird wohl auch später gelingen und mit den Schulfonds bleibt alles beim Alten. Diese Mundtodtmachung nennen einige Leute parlamentarisch, andere bezeichnen es als herrschsüchtig und unehrenhaft. Die Resolution von Blackledge, die den Freunden Frenzels ein solcher Dorn im Auge war, befürwortete die höchstmögliche Verzinsung der Schulfonds und die Revidirung aller am 2. Juli 1S94 vom Board eingegangenen Obligationen und Noten. 2Naß halten in Allen Dingen ist räthlich. Trinken Sie daher Schmidts Budweiser maßweise. Der Prozeß beginnt G.stern Morgen wurde mit den Verhandlungen in dem Prozesse der Stadt Indianapolis gegen den Commercial Club in der Circuit Court begönnen. Als Richter sungirt John L. Rupe, da Richter Brown, der selber Mitglied des Commercial Club ist, sich nicht für vorurtheilssrei hält. Es handelt sich, wie bekannt, dabei um die Wiedererlangung von $75,000, welche der Klub in Händen hält und die von einer durch Subskription von den Bürgern für das Grand Army Encampment aufgebrachten Summe von $75,000 übrig geblieben sind. C. W. Smith eröffnete die VerHandlungen mit einer Darlegung des Stundpunktes, den sein Klient, der Commercial Club, einnimmt. Er resumirtc die Geschichte der Schaffung deö $75,000 Fonds. Im folgten in kurzen Ansprachen W.W. Woolen und Edward Daniels für die Verklagten und Stadtanwalt Scott. Letzterer sagte, " daß der Commercial Club kein Recht an dem Gelde habe, da weder die Stadt, noch die Legislatur einem Privatklub Geld überweisen dürfe, es sei denn zum Nutzen der Stadt. 5ai3 auf den Schwanz streut man Vögeln, um sie zu fangen. Zu dieser wie jeder anderen Thätigkeit ist's aber augenblicklich zu heiß. Kuhlen Sie sich daher ab mit S ch m i d t's Budweiser. Volizeigericht. William Davis, ein von Dctcktiv Thornton in Chicago gekapcter gefährlicher Einbrecher, wurde den Großgeschworenen überwiesen. Dasselbe Schicksal widerfuhr dem Wm. Bullett, der gestern die Nancy Zion zu nothzüchtigen versucht hatte. Der Landstreicker Geo.Suttcn wurde zu 35 Tagen strengem Arrst verdonnert und Jas. West, Wm. Baker und Jcchn'Stcvens, drei Marktlcute, die sich verhauen haben sollten, wurden freigesprochen. Die meisten Fälle wurden verschoben. Der Spion Sutphen verhaftete gestern den Wirth Wm. Seidensticker, Ecke East Straße und Virginia Ave., sowie den Clerk des Apothekers Jsaac Clark, Ecke Brookside und Clifford Ave., Charles Hoster mit Namen, wegen sonntäglichen Bierverkaufs. Beide Fälle kommen Mittwoch zur Verhandlung. Macht den Schwachen stark. Indianapolis, 25. Mai 1894. Wir haben drei Flaschen Hood's Sarsaparilla genommen. Ich war Anfang? sehr schwach und wurde nach der dritten Flasche kräftiger und fühle mich jetzt so kräftig, wie je. Edward Veaupre, 93 Sander? Str. - Hood'? Pillen sind rein vegeta bil. Nach einer beim Bezirksvor ort eingegangenen Depesche ist die Tagsatzung deö Nordamerikanischen Turnerbundes in Denver, auf unbe stimmte Zeit verschoben worden. Ursache ist vermuthlich der Eisenbahn Streik.

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