Indiana Tribüne, Volume 17, Number 282, Indianapolis, Marion County, 30 June 1894 — Page 2
Jndiana Tribüne. Erscheint Täglich und OonntagS.
Die tägliche Zrldac" koyrt durch den Träge, i EestI per Woche, die eonntagITribüne- 5 SentZ per Woche. Beide zusammen 15 Senti oder j S5?entl per Monat. Per Vo geschickt ubezahlung ' er Jahr ssikk . -' - , Indianavolrs Jno 30 Juni 1894. I Falschmünzerei im Große. Sa der telegraphisch gemeldeten Aufhebung einer Falschmünzerbande im Vorort Eimsbüttel sind folgende öinzilhciten mitzutheilen: Seit etwa
i rei Jahren waren falsche Pfund- und kö Aarnoten im Umlauf, ohne daß es len jetzt möglich war, die Verfertiger ?eser Falsificate zu entdecken. Auf llen Handelsplätzen kamen die Noten I or, überall wurden sie für echte ange
bmmen. Ein merkwürdiger Zufall .ahrte zur Entdeckung der Fabrik" der Fabrikanten". Die Bank von England erhielt eins dieser Falsifikate zugleich mit einem echten Schein, der i dieselbe Nummer trug. Die Noten wanderten in's Directorenzimmer und h von da an die Vrüfunasstelle. von der
eine sofort als falsch, aber als vorzüg liche Nachahmung erkannt wurde. Ein ähnlicher Zufall bewirkte 'die Entdetfung der Falsifikate in einer New 'Vorker Bank ungefähr zu derselben Zeit. Durch das bekannte Abkommeil der Banken, sich gegenseitig aus FalstslFkate aufmerksam zu machen, erfuhr . nrn Yi N.in? hnn (5nrtTrtnh hnn hn
V V V WW W lVV V W W falschen Dollarnoten. Sofort wurden , sämmtliche größere Banken der Welt ersucht, auf falsche Noten zu achten. Nach einiger Zeit wurde festgestellt, daß bei den Banken insgesammt schon Falsifikate im Betrage von mehr als eine , Million Mark eingelaufen waren. Alle diese Sckeine. die nack London ae-
, - w , , J sVtnM VitSn slnrnmWn ftit2 tn itnV. utkv ivutvvtt iuiiuiuiii vtt . derselben Werkstätte. Jetzt galt es. den Verfertiger der falschen Banknoten zu ermitteln. Die Bank von England und die New Aorker Bank rüsteten, weil am meisten interessirt, eigene De tectives 'aus, welche ihren ganzen Scharfsinn aufboten, um der Verbrecher habhast zu werden. Die Detectives, zwei Amerikaner, Namens Polson und Brown, sowie zwei englische College, Derbley und Croqueble, hatten im Juli 1892. nachdem ihre Bemühung:n bis dahin fruchtlos geblieoen waren, eine Zujammenrunsl m London, wo über weitere Schritte berathen wurde. Man kam überein, zunächst 'nach dem 'Kaplande zu reisen, weil von einer dortigen Bank die telegraphische Meldung eingelaufen war. daß für 10.000 Dollars falsche, noch ganz neue Noten eingegangen seien. Aber auch in Kapstadt erwiesen sich die Recherchen als vergeblich. Bon hier .aus reisten die Polizeibeamten nach ,?u-Süd-Wales und kehrten im Fe5lar vorigen Jahres nach London zurück, ohne etwas entdeckt zu haben, etzt wurde der Continent bereist, jede .''di, aus welcher die Meldung kam, aß falsche Noten eingegangen seien, :rfreute sich des Besuchs der vier Be.mten. . Im August vorigen Jahres .raf in London die Meldung ein. daß in Hamburg falsche Pfund- und Dol'larnoten in großer Masse in Umlauf seien, aber auch hier erwiesen sich die Recherchen der Detectives als erfolglos. Am 7. September begaben sie sich nach London' zurück.; Die Hamburger Eriminalpolizei gab die Sache jedoch nicht so ohne Weiteres auf, und namentlich war eS der Criminal Commissar vom Vorort Eimsbüttel, Herr Hell, der die Angelegenheit weiter verfolgte. Alle Anzeichen deuteten darauf hin. dak die
Fabrik der Falsisikate sich in Hamburg befinde. Der in Eimsbüttel wohnende Lithograph Rodemeyer machte sich besonders durch große Geldausgaben verdächtig, und als der Beamte, der von Rodemeyer nicht erkannt wurde, in einem Wirthschaftslocal einmal, wie durch Zufall, einen Blick in das Por temonnaie des Genannten warf, be- ' merkte er, daß dasselbe mit Banknoten voll gespickt war. Nunmehr wurde der Verdacht, daß Rodemeyer schon vermöge seines Berufes die Falsifikate angefertigt habe, noch reger, und schritt man daher ohne Weiteres zu seiner . Verhaftung. Bei einer Durchsuchung seiner in der Osterstraße belegenen Wohnung bot sich ein überraschendes Resultat. Für nahezu zwei Millionen Mark Dollar- und Psundnoten. die - täuschend nachgemacht waren, laqen zur Ausgabe bereit. Sämmtliches Ma , terial, wie solches zur Falschmünzerei verwendet wird, fand man in den rbeitsräumerr des Lithographen vor, $f auf die an ihn gestellten Anfragen keine Antwork 92b. Die bei ihm vorgefundenen Briefschaften sührten indessen dahin, daß der Hamburger Kaufmann Thieß wegen Verdachts der Mitthäterschaft in Untersuchungshaft genommen wurde. ES ist seh? wahrscheinlich, daß auch an ausmärt!aen Plätzen zahlreiche Verhaftungen in
dieser Sache vorgenommen werden. Wiihtiaes Handbuch. Große Hoffnungen für die Förde,rung deö Handels unseres Landes mit k central- und südafrikanischen Staaten werden auf ein vom Büreau der amerikanischen Republiken- in unserer Bundeshauptstadt herausgegebenes Handbuch gesetzt, von welchem dieser Taae der erste Band erschienen ist. Dieses Werk, das e r st e seiner Art, soll ein vollständiges Wörterbuch sür den gesammten Ceschäftsverkeh? zwischen den Ver. Staaten und den latei-nisch-amerikanischen Ländern liefern. Uneingeweihte haben gar keine Vorstellung von der colossalen Arbeit, welche die Zusammenstellung dieses Buches erfordert. Gerade wegen der damit verbundenen riesigen Arbeit ist . dergleichen noch nie zuvor versucht
worden, obwohl dieses Werk alles Andere eher, als überflüssig ist! Zu den größten Schwierigkeiten für die importirenden Kaufleute Südamerikas und die exportirenden Fabrikanten und Ländler der Ver. Staaten gehörte von jeber die Unkenntniß der verschiedenartigen landläufigen Ausdrücke für die betreffenden Waaren. Wer etwa glaubt, daß man da einfach mit einem Bischen Svanisch" auskommen könne, der irrt sich sehr. Es gibt z. B. in den spanisch-ame-rikanischen Ländern ungefähr ein Dutzend verschiedenartige Bezeichnun-
aen für eine Serviette, und was in Mexico Serviette" bedeutet, das bedeutet in Chile ein Tischtuch, in Ecuador ein Bettlaken, in Venezuela ein Taschentuch u. s. w. Natürlich muß daraus endloser Wirrwarr und Verlust entstehen. Hoffentlich wird das neue Handbuch gut benutzt. Dressur derNaudthiere. Der Thierbändiger von Fach unterscheidet zwei Arten der Dressur, die wild?, bei der Peitsche. Pistolenschuß und heftiges Wort, die das Thier erschrecken und in steter Furcht vor dem Manne halten, die Hauptrolle spielen, und die handsame", das heißt milde Dressur, bei der ein vorwurfsvolles Wort, ein Wink oft genügen, um die Bestie zur Raison zu bringen. Tiger. Panther und in der Menagerie nicht geborene, das heißt in Freiheit gesanqene, störrische und angriffslustige Löwen gehorchen nur in wilder Dressur; in der Menagerie geborene Wölfe und Löwen werden jjanbsarn", d. h. mild dressirt. Die Dressur des Löwen ist in ihrer Zeitdauer unbeschränkt; von hundert Löwen sind durchschnittlich neunzig dressurfähig. Der Wolf ist. sobald der Bändiger ihn aufgezogen hat, leichter zu dressiren, als ein bösartiger Hund; wenigstens ist er zu Springen schneller zu bringen. Panlher, Tiger, und Eisbär sind nur bis zu den Jahren der Mannbarkeit dressurfähig, dann muß ihre Dressur zum Aufhören gebracht w:rden. Die Thiere brutalisiren, mit der Peitsche regieren, mit ihnen ohne Plan experimentiren, ist überaus unklug, gefährlich und ausschließlich Sache der Essecthascherei. Jedes Thier hat ein besonders geartetes Begriffsvermögen; der eine Löwe z. B. ist handsamer als der andere; alle dasGleiche lehren zu wollen, wäre Heller Wahnsinn, wie es Dummbeit wäre, die Bestie durch Mißhandlung zur Arbeit zu zwingen'. Der zielbewußte Bändiger kennt und berücksichtigt den Werth der Thiere; er hat darauf Rücksicht zu nehmen. Man kommt deshalb, wenigstens beim Löwen. von der wilden Dressur, welche Thieren hart zusetzt, ihre Nerven zerstört und in sie den Keim derSchwindsucht pflanzt, immer mehr nd mehr ab. Daher ist auch die elektrische Peitsche, von der ein englischer Bändier s. Z. lange, sachgelehrte AbHandlungen schrieb, untersagt; sie schützt in der Gefahr den Mann nicht und gefährdet unnöthiger Weise das Thier. Bei der Löwendressur ist die wilde Dressur" schon des Publikums halber nicht ganz auszustoßen. Noch bringt man der vornehmeren Art, der milden, bandsamen Arbeit nicht allenthalben das richtige Verständniß entgegen. Wir sind eben nervös und unsere Nerven beherrschen uns. Bevor der Bändiger sich zum Beispiel in den Käfig zweier der .gewohnten Freiheit beraubten Löwen begeben kann, muß er die Thiere an sich gewöhnen, ihre schwache Seite studiren, sie beobachten, ihre Sympathien und Antipathien kennen lernen. Dann erst kann er es wagen, in den Käfig zu treten. Die Thiere stutzen, brüllen, sperren den Nachen auf, ducken sich zum Sprunge. Ein Schuß! Noch ein Schuß.... Besinnungslos, auf's Tiefste erschreckt springen die Bestien im Käfig umher; noch ein Schuß! Und nun beginnt ein eigenartig Spiel der Katze mit der Maus; die Bestien versuchen nun, ih?en Gegner an- und umzuspringen; doch der Bändiger ist auch hier dank gewohnter Gewandtheit der Meister. Er weiß, daß der Löwe niemals zuerst mit dem Gebiß anfällt, daß er im Gegensatze zum Tiger, der im Sprung das G'biß einschlägt" und denMann anreißt", nur mit der mächtigenTatze angreift, ihn niederschlägt und dann erst sein furchtbares Gebiß in Aktion treten läßt. Der erste Besuch dauert denn auch nur wenige Sekunden, aber der Bändiger .kennt jetzt seine Pappenbeimer. Beim zweiten Besuche wiederholt sich der Angriff; nach dem dritten Besuch läßt in den meisten Fällen der ungemein gefährliche Ansprung nach; die Thiere zeigen zwar noch die Zähne und siud angriffslustig, meistens aber sind sie dressurreif. Die Bestie, die nach dem dritten Besuch noch anspringen sollte, wird als dressuruntauglich ausgestoßen. Die wilde Dressur ist in künstleri scher Hinsicht undankbar; die Bestien werden kaum mehr als den Sprung über Barriere und durch den Feuerrcif lernen, während die handsame Dressur interessante Abwechslungen aufweist. Der handsame Löwe ist geduldig.großwüthig, willig und lernbegierig. Der Wustenritt auf Pferd und Kameel das Pistolenabschieben, das Sichtodtstellen, der Kuß, das den Kopf in den Rachen stecken", das Schaukeln u. s. w., das sind in der That Ergebnisse der Raubthierdressur, würdig der k'oniglichen Katze. Am gefährlichsten ist dieDressur des Panthers. Diese Bestie ist auch in der Gefangenschaft verrätherisch, hinterlistig, schlau und unberechenbar im Angriff, der geborene Verbrecher unter den reißenden Thieren, mordlustig und blutdürstig. Wenn der Bändiger einen Panther zum Gehorchen bringen will, muß er, wie beim Eisbären, der Hinterlist mit größerer List begegnen. Ein anderthalbjähriger, mannbar gewordener Panther ist unbezähmbar. Nur, ganz junge Thiere können gebändlgt' werden. Schon die junge Bestie, die kaum ihre Milchzähne erhalten hat. beißt und schlägt um sich, aber sie sehnt sich nach Gesellschaft, langweilt
sich, will spielen und unterhalten sein. , Darauf baut der Bändiger seinen -Plan. Er begibt sich zu dem jungen. Thiere in den Käfig, leistet ihm stundenlanq Gesellschaft und spielt mit ibm. Wenn das launische Raubthier im Spiel grob" wird, den Bändiger mit Zahn und Kralle belästigt, dann muß es sofort energisch angeschlaqen", d. h. scharf gescholten werden. Das Thier scheut dann sofort zurück: sein Auge beginnt heimtückisch zu fun lein: iedt muß der Bändiger derBestie
wieder gute Worte geben, zärtlich und scheinbar unterthänig" sein, um sie zu versöhnen. Mit der Peitsche darf er sie unter keinen Umstanden bearbeiten, das würde nur unnöthigerweise den Rachedurst in ihr erwecken; es gilt, ihr spielend die gewollte Nummer beizubringen, den großartigen Sprung; und im Spiel mit seinem Bändiger lernt denn auch der Panther! Doch j kann man eher Berge ahtragen und j Flusse zum Stillstand bringen, als einen Panther dauernd dressurfähig erhalten. Der Pantherdressur in der Gefahr steht am nächsten die Tigerdressur. Hagenbeck. der namhafte ThiergroßHändler und ausgezeichnete Kenner der wilden Thiere, gewiß urtheilberechtigt, bat wiederholt und eindringlich vor den Gefahren dieser Dressur gewarnt. Er hat selbst seinen Schwager Reis in den 80er Jahren auf grauenhafte Art verloren. Reis producirte sich damals mit feinen allerdings großartigen Tigern in Berlin und wurde während der Vorstellung vor den Augen des Publikums, trotzdem er alle Vorsicht Watten ließ, von seinem Lieblingstiger angefallen, im Käfig umhergeschleppt, von den andern Bestien angerissen" und zerstückelt. Prü,icFrauencharaktert. Die modernen amerikanischen Frauen des Ostens machen sich besonders durch das Streben bemerklich, in die höheren Berufsarten ihrer Gatten oder Brüder einzudringen. Ihre Gefchechtsgenossinnen auf den fernwestlichen Prairien können weniger mit der Feder oder Schreibmaschine oder mit elektrischen Apparaten umgehen, aber sie zeichnen sich in anderen Richtungen noch mehr aus und we?den maßgebend für ihre Umgebungen. Meist erstreckt sich der Ruhm der Frauen der Prairie nicht über ihre Nachbarschaft hinaus, was freilich in dünnbesiedelten, wilden Grenzgegenden auch schon etwas heißen will. Die ErÖffnungen von Oklahoma und den Ehe-rokesen-Landstreifen für die weiße Besiedlung haben viele sehr bemerkenswerthe Leistungen von Evastöchtern entwickelt, theils einzelne Bravour-Äcte, häufiger aber bewundernswerthes Sichbehaupten im Allgemeinen unter denungünstigsten und unangenehmsten Verhältnißen. Einen ausgedehnten Ruf hat sich z. V. im Cherokesenstreifen Frl. Minnie Duval erworben, welche den besonderen Beinamen der weibliche Cowboy" führt. Ihre aus Missouri stammende Familie kam in das Jndianerterritorium, als die. jetzt 20jährige Tochter erst 1 Jahr alt war, und die Güte von Indianern gestattete ihr, sich am Saw-ley-Creek niederzulassen. Duval be gann 1875 die Viehzucht mit 25 Stück Hornvieh; heute ist die Heerde auf mehr als 500 Stück angewachsen, und Minnie, das einzige Kind Duvals, ist zugleich seine Hauptassistentin in der Fürsorge für dieße große Heerde. Unter sehr vielen Schwierigkeiten und Gefahren widmet sie diesem Werk den ganzen Tag, und kein männlicher Eowboy" überbietet sie an Geschicklichkeit, Kühnheit und Ausdauer. Sie ist eine der besten Broncho-Reiterinnen und Lassoschwingerinnen, die sich mit ihrer Heerde ost 30 und mehr Meilen von Hause entfernt, und unterstützt von zwei wohlgeübten Hunden, leistet sie ganz Erstaunliches, und es gibt keinen verläßlicheren Cowboy, als sie. In ihrer Cowboy-Tracht sieht sie sehr malerisch aus. und mit dem Revolver kann sie unheimlich gut umgehen. In Anerkennung ihrer Schneidigkeit haben ihr unlängst ihre männlichen Collegen einen prachtvollen Sattel verehrt, nachdem sie die wildesten und besonders toll gemachten Stiere um die Wette gebändigt. Zur Zeit des wilden Andranges in den Cherokesenstreifen gründeten dort eine Anzahl Frauen unter Führung von Frl. Annette Daisey, einer Kentuckyerin. ein weibliches Utopien", eine Jdealcolonie ausschließlich für Evastöchter. Erst wurden sie von den anderen Buhmern" ausgelacht, aber sie haben sich allgemeinen Respect zu verschaffen gewußt, und ihre Gründung gedeiht. - Einer schon in früheren Jahren in Dakota angewendeten, von dortigen grauen erfundenen Methode, folgend, haben sie ein enges Zusammenwohnen ermöglicht, ohne das Gesetz zu verletzen, das von jedem Heimstättler verlangt, auf der betr. Heimstätte auch zu wohnen, bei Strafe des Verlustes derselben; denn sie haben einfach an einer Stelle, wo die Heimstätten der Einzelnen zu sammengrenzen. gemeinsame, sich über die verschiedenen Seiten der Grenzen erstreckende Hütten aufgeschlagen. Sie arbeiten ohne allen männlichen Beistand. Die alltäglichen Erfahrungen und Leistungen mancher einzelnen Grenzerinnen sind nicht minder Bemerkenswerth. Unter den CherokesenstreifenBuhmer war auch eine Wittwe mit zwei oder drei Kindern. Sie hatte schon wochenlang in einem elenden PrairieSchooner" sehnsüchtig auf den Eröffnungstag gewartet. Nachdem sie die Mißlichkeiten der Registrlrung und das viele Meilen weit sich erstreckende, höchst gefährliche Wettrennen überstanden, bemerkte sie ein anscheinend noch nicht in Beschlag genommenes Stück und hielt die Pferde an. Als sie das schlichte Abendbrot eingenommen, ging sie einen kleinen Hügel hinauf und sah auf der anderen Seite ein weißes Zelt, vor tselchem etn Mann
gcmukyllch rauchtt, wahrend ein Diener über einem Feuer ein Mahl bereitete. Irgend etwas fiel ihr auf. Sie ging auf den wohlgekleideten Herrn zu, und dieser ließ sich nach längerem Unterhandeln .endlich bestimmen, ihr 80 Acres von dem Stück zu lassen; zwischen den beiden Lagerstätten sollte die Grenzlinie laufen. Während sie noch sprachen, ergriff der Diener einen Spaten, lockerte nicht weit davon die Erde, und eine Quelle süßen Wassers schoß aus dem Boden. Sosort wandte sich die Wittwe um, und ehe es der Herr verhindern konnte, fragte sie den Arbeiter: Wann habt ihr diese Quelle entdeckt?" Gestern", war die unschuldige Antwort. Das war genug. Blitzschnell zog die Wittwe einen Revolver und zückte ihn auf den Herrn. Sie waren schon gestern hier," sagte sie, Sie sind ein Zuvorkömmling und haben gar kein Recht auch nur auf einen Fuß dieses Landes. Dies Alles gehört mir. Wenn Sie nicht- augenblicklich weggehen, schieße ich." In der That zwang sie den Buhmer zum Nachgeben, und sie besitzt jetzt eine der schönsten Viertelsectionen im Cherokesenstreifen, mit einem vortrefflichen Wasserquell. Prairie-Frauen waren auch die Ersten, welche einen Frauen-Cooperativ-Kochclub nach Bellany'scher Idee nicht nur gründeten, sondern schon seit 4 Jahren mit achtunggebietendem Erfolg durchführen. Es gehören Verheirathete und Unverheiratete zu diesem Club. Vielleicht am meisten erproben die Prairie-Frauen ihre Ausdauer in dem strapazenvollen, furchtbar öden Winter mit seinen Blizzards" und seiner Abschlossenheit von allen Geselligkeit. Teutsche LoealNaHrityten.
Provinz Srandnburg. Berlin. Die Zahl der unvermie theten Wohnungen in Berlin betrug im . L Quartal d. I. 26,262 und war ge ' gen das Vorjahr um 5675 gestiegen. Ein Concert-Drucker hat sich hier mit seiner schwarzen Kunst in einem Vergnügungsgarten auf dem Gesundbrunnen niedergelassen. Der moderne Jün- ' zer Guttenberg's fertigt vor den Augen
des Publikums auf emer Handtlegel-druck-Maschine in fast unglaublich kurzer Zeit für 10 Pfennig 10 Stück Visitenkarten, währenddessen er dazu noch obenein die Mundharmonika bläst. Die hiesige königliche Münze ist gegenwärtig mit Aufträgen nach dem Aus lande überhäuft. Für Italien hat sie nicht weniger als 4000 Centner Nickel zu verarbeiten, die bis zum 1. August d. I. geliefert werden müssen. So wie der Arbeitsauftrag sür Italien erledigt ist. wird eine große Ordre der rumänischen Regierung in Angriff genommen, vorauf die Herstellung deutscher Reichsmünzen vorgenommen wird. Einen bedeutenden Verlust hat die FirmaHerz, Löwenberg & Co. am Werderschen Markt 4 dahier erlitten. Wie der Kaufmann Moritz Herz der KriminalPolizei anzeigte, sind seinem Lehrling Rudolf Hetznik um 11 1-2 Uhr im Kassenraum der Bank tes Berliner Kassenvereins in der Oberwallstraße 20.000 M. in Tausendmarkscheinen entwendet worden. Angermünde. Unter dem hier garnisonirenden Bataillon des Jnfan terieregiments No. 64. ist der Typhus ausgeörochen. Die Zahl der Erkrankungen beträgt über 100 und steigt fortwährend. R a t h e n o w. Kurz vor derTrauung wahnsinnig geworden ist der hier in der Vurgstraße wohnende Fabrikant Sch. Vrovinx Vöuvit. Jnowrazlaw. In die hiesige Gemeindeschule schlug während des Un terrichts der Blitz ein. Es entstand eine große Panik; Verletzungen sind nicht vorgekommen. Die unverehelichte Emilie Spichalska von hier hatte in Argenau ein Zehnmarkstück gestohlen. Als sie merkte, daß sie ertappt sei. ließ sie das Goldstück in ihrem Munde verschwinden. Der Bestohlene griff rasch nach ihrer Kehle, aber zu spät, denn die Diebin hatte das Goldstück bereits verschluckt. Da die Spichalska bereits zwölf Mal vorbestraft ist, verurtheilte sie die hiesige Strafkammer zu fünf Jahren Zuchthaus und Ehrverlust auf gleiche Dauer. S ch i v e l b e i n. Die hiesigeSchü tzengilde begeht am 2. Juli das Fest ihres 150jährigen Bestehens. 1742 wurde ihr das Privileg ertheilt und gleichzeitig vom König Friedrich dem Großen bestimmt, daß die Gilde alljährlich 20 Thaler zum Königsschießen aus der Staatskasse erhalten sollte. Vrovink Vosen. Posen.. Der wegen Verdachts der Ermordung und Verstümmelung des 2 12jährigen Arbeiterssohnes Stanislaus Klies verhaftete neunzehnjährige Arbeitsbursche Anton Rybak hat jet das Geständniß abgelegt, daß er die That begangen. Alt I a b l o n k e. Durch das Scheuen seiner Pferde passirte dem 24jährigen Sohne des Stellenbesitzers Dopieha das Unglück, daß ihm eine Sense in den Unterleib gestoßen wurde. Nach zweitägigem qualvollen Leiden ist der Verletzt: gestorben. - Vrovink stprenffen, . Elbing. Unsere Stadt hat jetzt Mädchen in Männerkleidung auszuweisen. Es sind dies die Meierinnen der hiesigen Molkerei, die Kniehosen und Blousen, die durch einen Gurt zusammengehalten werden, tragen. Die Tracht ist gewählt, um die Verrichtung der Molkerei-Arbeiten zu erleichtern. Marienburg.. In einemMoore der hiesigen Umgegend wurde eine Frauenleiche aufrecht stehend mit zusammen gebundenen Händen aufgesunden. Die Frau ist erdrosselt und dann in'S Moor geschafft worden. Die staatsanwaltschaftliche Untersuchung ist eingeleitet. provin, Sassen. M a L d e b u r g. Eine rieslaeLrau
oegtng eine ichreckltche Verzweiflüngsthat, deren Grund nach der Angade des Ehemanns in der Schuld der Frau zu suchen sein soll. Sie begab sich mit ihren vier Kindern nach dem KleinenMrder, hier stieß sie erst die beiden ältesten Kinder im Alter von 6 und 8 Jahren von der steil nach der Elbe abfallenden Verladerampe von der Hubbefchen Strecke in's Wasser, dann wurde das dritte Kind hineingestoßen, hierauf folgte die Frau mit einem Kinde auf dem Arm. Der Bootsmann eines unterhalb des Thatortes vor Anker liegenden Fahrzeuges war durch das Geräusch der fallenden Körper aufmerksam gemacht worden; es gelang ihm, die drei älteren Kinder zu retten, während die Mutter mit dem jüngsten Kinde den Tod fand. Halle. Erschossen hat sich der Kaufmann Otto Zuber. Der Verstor-
bene ist bei der Kasse des landwirthj schaftlichen Zentral-Vereins angestellt gewesen und hat 1200 Mark unterschlagen. In dem Dorfe Leipa brach Feuer aus, durch welches sechs Gehöfte dollständig eingeäschert wurden. Dabei kam der Gutsbesitzer Zöllner in den Flammen um. Viel Vieh ist verbrannt. Es soll Brandstiftung vorliegen. Zeitz. Der in der Lehr-und ErZiehungsanstalt untergebrachte 17jährige Lehrling A. Breche!, der mit noch drei anderen Lehrlingen in einer Zelle mit Rohrflechten beschäftigt war, hat den 16jährigen M. Schoof, mit dem er in Streit gerathen war, erdrosselt. VrVinx Kchlesten. Warnsdorf. Die Spinnerei der Brüder Perutz ist völlig niedergebrannt. Der Direktor und der Spinnmeiste? haben bei den Rettungsarbeiten durch Erstickung das Leben eingebüßt. Der Schaden wird auf eine halbe Million Mark geschätzt. Vrovlnk Kchienig-Solstein. Altona. Das Landgericht verurtheilte den Rechtsanwalt von Alten wegen Unterschlagung anvertrauter Gelder zu vier Monaten Gefängniß. Kiel. Durch den Bau des Nord-Ostsee-Kanals erfährt Schleswig-Hol-stein manche wesentliche Veränderung in geographischer Beziehung. Sämmtliche linken Nebenflüsse der Eider, die Wehrau, die Jvenau, die Luhnau u. s. w., werden beispielsweise ourch den Nord-Ostsee-Kanal von ihrem Hauptstrome abgeschnitten und münden jetzt in den Nord-Ostsee-Kanal. Diese Nebenflüsse fließen, sobald der Abfluß des Wassers aus dem Kanal bei der Westmündung ermöglicht ist, in die Elbe, so daß die genannten Nebengekasser der Eider nach Fertigstellung des Nord-Ostsee-Kanals thatsächlich Zuflüsse der Elbe werden. , NliinprsV!nx. Düsseldorf. Ein Groß-Kauf-mann und Consul, der für sehr reich galt, hat seinen Concurs angemeldet. Er hat ein nettes Vermögen in seiner Orchideensammlung stecken, auch soll er in letzter Zeit viel in Börsenspeculationen verloren haben. Köln. Die Gartenbau - Gesellschaft Flora", deren herrlicher Park eine der schönsten Sehenswürdigkeiten Kölns ist, hat im vergangenen Jahre wiederum ein Deficit von ca. 32.000 M. zu verzeichnen. Es ist beschlossen worden, daß die Aktionäre durch NachZahlung von 60 M. pro Aktie einen Betrag aufbringen, um eine Anzahl durchgreifender Verbesserungen auszuführen, damit das herrliche GartenEtablissement mit den übrigen Gärten concurriren kann. Die Bilanz des Gartens schließt mit der Summe 798,911 M. ab. St. Goar. Beim Abfahren von einem Schleppboot waren die Lootsen Schwarz mit ihrem Nachen umgekippt und der bejahrte Vater nebst dessen Sohn in's Wasser gestürzt. Ersterer entging mit knapper Noth dem Ertrinkungstod, der Sohn jedoch ertrank. Trier. Die hiesige Strafkammer verurtheilte den Bürgermeister von Hilbringen, der in einem Gemeinderaths beschluß den Namen eines fehlenden Mitgliedes zur Erzielung ' de r Beschlußfähigkeit eingetragen hatte, zu einem Monat Gefängniß. Vrovin, Mestkalen. Gelsenkirchen. Hier erstach auf offener Straße ein polnischer Bergmann, ein junges Bürschchen, den ruhig, und ahnungslos seines Weges gehenden Schneidermeister Iahn, begab sich dann nach Hause, legte das Mordmesser unter sein Kopfkissen und sich in das Bett, aus dem ihn die Polizei jedoch bald holte. Den Iahn hat der Stich in'sHerz getroffen und sofort getLdtet. H ö r d e. Als neulich bei dem Gesangwettstreit in Herbede der stärkste Verein, Liederfreund"-Hörde (55 Mann), auf die Bühne trat, brach dieselbe unter der auf ihr ruhenden Last zusammen. Aber Scherben bedeuten bekanntlich Glück. Nachdem die Ruhe im Saale wieder hergestellt war, ersangen sich die Hörder auf den Trümmern der Bühne den 1. Preis der 1. Klasse. Siegen. In der Walpersdorfer Waldung hatte der Förster B. ein Rencontre mit einem Wilddiebe. Dieser, vom Förster angerufen, ergab sich scheinbar dem Beamten, als dieser je poch nahe herangekommen war, schoß der Wilddieb zweimal, ohne zu treffen. Nun schoß auch der Förster, traf auch, nichtsdestoweniger aber ist de'x Wild? dieb entkommen, doch ist man ihm aus der Spur. S t e i n h e i m. Eine grauenhafte Blutthat wurde von rohen Messerhelden, welche von dem Oeynhauser Schützenfeste nach Sandebeck zurückkehrn, auf einer zwischen diesen beiden. Orten liegenden Weide ausgeführt, indem der Zimmermann Borgmeier aus Sandebeck von einem fremden Eisenbahnar beiter, mit welchem derselbe Streit angefangen hatte, durch einen Messerstich mitten in's Herz getroffen und sofort getödtet wurde. Der Mörder und die übrigen sechs Messerhelden sind bereits verhaftet. 's , '
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Vrovin, SessenZ.!assau. Frankfurt a. M. Bei einer Wittwe im vierten Stock eines Hauses det Heiligkreuzgasse wohnte schon seit 15 Jahren das seit 16 Jahren verheirathete, aus Bayern stammende Joh. Eichner'sche Ehepaar, brave, fleißige Leute, die sich, er als Bäckergehilfe, ste als Waschfrau, redlich durchschlugen und schon einige 1000 M. erspart hat ten. Vor fünf Jahren jedoch erkrankte Eichner an Rheumatismus, der ihn vollkommen arbeitsunfähig machte, und vor drei Jahren wurde auch die Frau arbeitslos, und nun zog bei ihnen, nachdem die Ersparnisse aufgezehrt waren, die Noth ein. Sie erhielten zwar Unterstützung, schließlich aber, als die .Heimathgemeinde Eichners, Kulmbach, für ihn aufkommen und Eichner auf deren Verlangen nach Kulmbach zurückbefördert werden sollte, beschlossen ste, zu sterben. . Eichner erschoß zuerst seine Frau und dann sich selbst: beide hatten überdies vorher Phosphor zu sich genommen. Eichner war 52, die Frau 50 Jahre alt. W i e s b a d e n. Der 15 Jahre alte Real - Gymnasialschüler Eugen Mouraues, Sohn des Dieners im hiesigen Königlichen Schlosse, ist spurlos verschwunden. Freie KtLdte. Hamburg. Den Helfern in der Noth den Aerzten, welche im Jahre 1892 die Cholera - Epidemie in Hambürg bekämpfen halfen, sind jetzt von dem Hamburger Krankenhaus - Collegium Erinnerungs - Medaillen verliehen worden. Diese zeigen auf der einen Seite das hamburgische Wappen, umgeben von einem mit Eichenlaub durchflochtenen Dornenkranz und der Unterschrift: Das dankbare Hamburg 1892". Die andere Seite zeigt einen Herkules mit seinem Wagenlenker Joleus im Kampfe mit der lernäischen Schlange und der Unterschrift: Den Helfern in der Noth". Aufsehen erregte die Verhaftung eines bekannten Börsenmaklers wegen Unterschlagung von 30.000 M. Mekienbrg. Malchin. Ein Störchecongreß" fand im sog. Kibitzwinkel auf den hiesigen Stadtwiesen statt. Hunderte von Störchen waren von weit und breit herbeigeeilt und pflogen unter lautem Geklapper eifrig Rath. Die Umwohner können sich diese zur jetzigen Jahreszeit noch nie beobachtete Erscheinung gar nicht erklären. Krttnslj),vetg. L a n g e l e b e n. Zwei Kinder von hier, ein 2jähriger Knabe und ein 3jähriges Mädchen, sind neulich von hier auf räthselhafte Weise verschwunden. Da alles Suchen nach denselben vergeblich war, nahm man an, daß sie von durchziehendenZigeunern geraubt worden seien. Auch die Staatsanwaltschaft erließ Bekanntmachungen in der Annähme, daß ein Kindesraub vorliege. Jetzt nun ist das Dunkel gelichtet. Etwa dreiviertel Stunde von hier entfernt, in dem Landholze von Evessen, fand ein Landmann beim . Abfahren von Holz die beiden Kinder als Leichen. In einem zerfahrenen Hohlwege lagen sie dicht neben einander, der Knabe auf dem Rücken, das Mädchen mit dem Gesicht gegen den Boden. Die unglücklichen Kinder hatten sich also verlaufen, sind ermattet auf dem Wege liegen geblieben und jämmerlich Hungerö gestorben. In Stein furth bei Eberswalde hat jüngst die kirchliche Trauung eines bereits seit fünfzehn Iahren verheiratheten Ehepaares und gleichzeitig die Taufe der vier Kinder dieses Paares stattgefunden. Bereits vor mehreren Jahren hatten die beiden Leute die Absicht gehabt, sich trauen zu lassen; sie waren bereits im Hochzeitsstaat (der Pfarrer hatte der Frau dazu ein schwarzes Kleid geschenkt) in der Kirche und knieten vor dem Altar; als aber der Pastor in der Traurede ihnen Vorhaltungen wegen ihres bisherigen unkirchlichen Lebenswandels machte, stand der Ehemann plötzlich auf, nahm seine Frau beim Arm Komm Olle!" nd verließ mit ihr schnurstracks die Kirche. - . - : Bedenken Sie, daß die Wikconson Central Bahn unbedingt das Zutrauen deö Publikums besiht, da sie bei Weitem die populärste Linie zwischen Chicago, Milwaukee, St. Paul, MinneapoliS und dem Nordwesten ist und fernerhin als die Pullman Linie zwischen Chicago, Milwaukee, Ashland, Duluth und den Platzen am Superior See angesehen wird. Bedenken Sie ferner daß die WiSconfin Central die bedeutendsten Punkte in Wisconsin berührt, mehr Geschäftsplähe erreicht als irgend eine andere Linie im Nordwesten, daß der Speisewagen feiner ausgestattet ist als irgend einer der anderen Linien. Für weitere Auskunft als, Raten, Routen, wenden Sie sich an den nach-
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Ikoenlg's
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