Indiana Tribüne, Volume 17, Number 279, Indianapolis, Marion County, 27 June 1894 — Page 1

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o nC Ä- i? i 27. Juni 1894. OO 0 ks n Tribüne Coupon für die Welt Ausstellung Pcrlfis! w iy w v o ov v Jahrgang 17. Office: No. 18 Süd Alabama Straße No. 279 Indianapolis, Indiana Mittwoch, den 27. Zun: S,

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Indianapolis Mannerchor Jahresversammlung Mittwoch, den 27. Zuni 1894, Abend 8 Uhr.

Beamtenwahl u. Wahl von 3 Trustees. Um Z'l,?reicbes Erscheinen der pamven und atiipcn Mirglieder wiro ersucht. Si. Vk. Müller. Sekretär. Jakfsraduiig u. himiW der Indianapolis Teutsche Gegen. Feuer Versicherunös'Gefellschast, am Vienstag. den 17. Iult im Marion Cirnnty ourLt HllusO, (ircuit llourt Zimmer.) Nfag7u,r Abend-. T i ni dtii - llirlirnmlnnii nirh rtnin her I Wahl abgehalten, 1 1 vl 1 I . Geschäft .Ordnung: l. Verlesung deS Prot.koll der letzten Jahre. l2riArnmsitnii I viwmHiit erlesungeS Jahresbericht. I a. uuiiins wiiaiuui. m er ir i, I in iede, Mitglied ist ,u einer Etimme derech. ttgt. bwefende vtttgllkder können durch stell-1 Vertreter uprornj iiiminen. imaicni oaue haben sie zehn Tage vor der Wahl bei dem Sekre tär mit Angabe der ummer ihrer Police schrift zi den Namen ihres Stellvertreter itjuthet lc. Mitglied kann mehr als ein andere Dttitgli,d vezstrkfen. V. QNermeyer. Präsident. Vkarlotte Tinkelker, Tcktärin. Großes pick-Nick deZ Detttsch. MilitärVereitts in ETGl.TO5"fö(HsIi, am Sonntag, den . 3uli Erpr ßivagen verlassen halbstündlich das E. de der Süd Meridian Straßenbahnlinie. Für Vergnügen ist besten? gesorgt. Phönix Garten während der Sommermonate 1 findet in diesem geräumigen schönen! Vergnügungslokale I . c rj. cvf r. . ..U jeden Donnerstag Abend ein großeö Jnstrttmental.Nonzert statt. Beiistctine Cordial, fabrizirt von CHR. ROEPPER, No. 55 Ost Ularyland Straße. Großhändler in Alten WlttskieS, Weine I und Liqnören. .Neue Cigarrenfabrik ! Zlsus Vsfen ixcfyxcn gut ! Wir offeriren einige neue Sorten, welche 10 Cent! das Stück kosten sollten, sür nd empfehlm besonders "New Thing" und "Rivals". Wirthen und Cigarrenhändlern offeriren wir elegante Waaren von 1 25 auswärts. AlleS Union'Cigarren. Wm. Gottlieb, 496 Virginia Avenue und 30Z & 305 Massachusetts Ave. föeorge Herrrnann tsjtähnsd Zsichenbeftatter, Lk . Oft Tnftattfh ' Cte: 120, 1W, i'JA, vn, iö up LtkNs VIZ. vssen az und Naqt.

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Editorielles. Das Attentat auf den Präsidenten Carnot wird auf's Neue zur Folge

haben, daß die Machthaber aller Na tioncn Ut zusammenstecken und nfc i?:tt., r... hn Ysr iiut iittiiti juuui w.vvitw im ' chismus zu verhindern. Sie haben daS schon oft gethan, ohne daß etwas GescheidteS dabei herausgekommen ist, und es sind so weit keine Anzeichen dafür vorhanden, daß sie klüger ge worden sind. Guillotine und Strick, Garotte und Kugel, das sind die einzigen Mittel, welche sie bis jetzt haben entdecken können. Was hat es gehol fen ? Man hat dem Navachol den Kopf abgeschlagen, auf ihn folgte Vaillant, man köpfte auch diesen und eö kam $tnx. Kaum ist daS Blut Henri'S I von oem VJittl oer Uillvilne ge i. cm rr c . in wischt, so kommt Santo. Sechs Anar chjsten sind vor einigen Tagen in Spastuf tnma etf0(fcn worden, Und 1 I I ' WÜNto lüM 000). o x:c o v-- ra.nT v. uuuiujmp 111 wipu Propaganda der That ij: eine Form politischen Wahnsinns. 9licht jeder politische Mord ist eine That deö Wahnsinns, ja der politische Mord kann unter Umständen eine große That sein. Wo die NegierungSform eine despotische ist, ist sie das auch meist. Da aber, wo die NegierungSform einen mehr oder weniger demokratischen Charakter trägt, und eS in der Macht P.tn.i litt T rt ffl.vsrtvt Tt.rtf St Pi . stehende Gesellschaftsordnung zu andern, trohdem Einzelne für die bestehenden gesellschaftlichen Uebel verantwortlich zu halten und sie als Opfer der Rache herauszuholen, ist dies nicht mehr rationell gedacht, ist eS umso tot Niger, weil der gewünschte Zweck nicht erreicht werden kann. Geistesgröße und Wahnsinn liegen jedoch hier so nahe bei einander, daß man wohl mit Sicherheit annehmen darf, daß sich in dem Kopse des Propagandisten der That der 9iei; des MqrtyriumS, Sifelfeis und Grßßenlpahn in 'umvllem Durcheinander mi, tm Verständniß der wirthschaftlichen VerHältnisse und dem Hasse gegen die bestehende Ordnung besinden. cm r. t - fc Alt .'tan mag einen nocy 10 großen empsinden, man wird doch immerhin nicht in Abrede stellen können, daß bei einer solchen That die Elemente deö gemeinen Verbrechens fehlen. Weder ist eS Haß gegen da? betreffende Opfer, noch die Befriedigung des RachegesühlS dadurch, daß mqn dem Opfer persönlich schaden will, noch die Erlangung eine pekuniären oder anderen Vortheils, wa zur Tbat veranlaßt. In dem Falle des Präsidenten Earnot mag allerdings die Sache etwas anders liegen. Die Rache mag ihm persönlich dafür gegolten haben, daß er nicht den Muth hatte, Vailant dem Schaffotte zu entziehen, trohdem durch dessen That kein Menschenleben verlorn ging, aber im Grunde genommen war er darin doch nur das Werkzeug seiner Klasse Klar aber ist, daß man keinen Wahn sinn, politischen oder anderen mit i p zvcoroma inen rurixen rann, seoe Erscheinung muß als eine Wirkung aufgefaßt werden, und man kann daß Mittel, sie zu verhindern, nur dann finden, wenn man ihren Ursachen nachspürt. Die Form, in welcher der politische Wahnsinn sich zeigt, exgiebt sich nicht von Ohngesähr. Sie wird immer veranlaßt durch Zustände, welche als n.bel empfunden werden, und auf ein- . hxr,h d,r in ifir-n 1 V w ftvv V V 9 wm ijwvff Folgen eine solch starke Wirkung aShen. daß sie den Seist von den ftblichen Pfaden des Denkens ablenken und Wahnsinn erzeugen 3n den ethischen Motiven liegt zwar ein Unterschied zwischen Suiteau, dem Mörder GarfieldS und Prendergaft, dem Mörder deS Mayor Harrifon von Chicago einerseits und den Anarchisten der That anderseits, aber hier wie dort liegt dem Verbrechen politischer Wahnsinn zu Grunde, der auf gesellschaftliche Mißstände zurückzuführen ist. Ohne daS Beutesystem in unserem po litischen Leben hätten wir keinen Gui teau und keinen Prendergaft gehabt. Ohne ein wirthschaftliches System, daS Millionäre und Bettler erzeugt, Man gel, Elend und Noth ohne Schuld her vorruft, eine herrschende Klasse schafft, die ihre Privilegien erbarmungslos ausrecht erhält, gäbe eS keinen politi scken Wabnsinn in der Form deS ' ,.. ' ' znarvmu.

Auf die Nachricht von dem Attentäte hin, fand sich auch im amerikanifchen Repräsentantenhause sofort 3emand, der die Gesellschaft retten will. Er brachte eine Bill ein, welche den

Anarchismus desinirt und die TodeS strafe darauf fetzt. WaS nützen aber alle Gesetze gegen Leute, welche den Tod nicht scheuen, sondern ihn suchen und sich für Märtyrer einer großen Sache halten? Für solche Leute hat die Todesstrafe keine Schrecken, für sie wird sie im Gegentheil Veranlassung zum Verbrechen. Gegen den Anarchismus schützt nichts als ernste gesetzgeberische Versuche, die Lage des Volke?, speziell der arbeitenden Klassen zu verbessern und eine vernünftige, selbstständige politische Bewegung der arbeitenden Klassen zu diesem Zwecke. Nur wo die Arbeiter dieö nicht begreifen, findet der AnarchismuS eine Heimath. Nicht durch Brutalität, nur durch Menschlichkeit kann der Anarchismus besiegt werden. - Drahtnachrichten Inland. Wetteraussichten. 3m Allgemeinen schönes Wetter, jedoch mögen sich zu irgend einer Zeit Gewitter einstellen. Schissels Wassertemperatur 82 Grad. 3n Washington angelangt. Washington, 25. Juni. Nach einem Marsch von 2600 Meilen ist daS Californier Kontingent der 3ndustrial Army unter General Fry, 125 Mann stark, heute Abend gegen 8 Uhr auf seinem Kanalboot in Georgetown eingetroffen und zum Cocy' scher. Lager bei BladenSburg marfchirt. , , Die Eoxeyiten. Washington, 26. Juni. Die ursprüngliche und erste Cozey-Armee kommt den Neuangekommenen Cammoqncalers in nicht sehr brüderlicher Weise entgegen, hauptsächlich weil sie selber nichts mehr zu essen haben und es mit den taglichen Mahlzeiten sehr schlecht bestellt ist. Der Marschall Eal Browne hat die am Sonntag müde, hungrig und esend angekommene Frische Armee auS seinem Lager gewiesen. Fry begab sich mit seinen Leuten in daS eine Meile entfernte Lager GalvinS, wo sie von dem Bäckerdutzend von, her Armee noch izhrig gebliebenen Soldaten willkommen geheißen t?urden. Die Galpiniten hatten ihren neuen Kameraden aber auch nizr we.nig zu bieten. Die Cozey'fchen Brigaden schmelzen langsam zusammen; daS Publikum hat aufgehört, 3nteresse daran zu nehmen und LebenSmittel beizusteuern. Der Pullman-Bahcott. Chicago, 26. 3uni. Die American Railway Union hat den Boycott gegen die Pullman ßo. beschlossen. Die Leute der 3llinyiS Central Bahn wurden beordert, die Arbeit niederzu legen, so lange Pullman Wqgen benutzt werden. Die Leufe sind entfchlos sey., keine Pullyian Wagen zu hantie ren. Die ästeren Organisationen der Eisenbahnleute unter Führung von Arthur, Sargent u. s. w. gehen wemg Ermuthigung nd werden schwerlich mitthun. An einigen Zügen in Colorado und Neu Mexiko wurden die Pullman Wagen von den Streikern abgehängt. Prendergast'S Prozeß. Chicago, 3ll:, 26. Juni. Richter Payne gab heute in dem Faste deS MßxderK Prendergaft eine wichtige Entscheidung ab. Er erklärte nämlich, er würde die Geschworenen dahin instruiren, daß die Vertheidigung beweisen müsse, datz Prendergaft seit seinem letzten Prozeß irrsinnig geworden sei, Widrigen Falle? die frühere Entschkidung aufrecht erhalten werden würde, selbst wenn Prendergaft jetzt wirklich irrsinnia befunden werden soffte. ! ! Die That eine? Wahnsinnig gen. Millville, N. 3., 26. 3uni. Joseph Whitfett von hier stach heute Nachmittag seine tfrau mtk nnet Schmiedefeile in den Rücken, schnitt seiner Tochter mit einem Rasirmesser den HalS ab, steckte fein HauS an und versuchte sich mit demselben zu ver

brennen. Frau Whitselt wird mit dem Leben davonkommen, ihre Tochter wird aber sterben. Vater, Mutter und Tochter saßen nach dem Mittagessen ruhig beisammen

als Wbitsett vlöblick eine lange Schmiedefeile ergriff und sie seiner Frau in den Rücken stach. Die Frau flh . daraufhin mit ihrer 19.3ahre alten ... Tochter 3ennie, um Hülfe rufend, auS dem Haus, von dem Gatten und Vater verfolgt, welcher daS Mädchen gerade vor der HauSthüre einholte und mit einem heftigen Faustschlag niederschlug, Er zog dann einRasirmesser auS der Tasche, bog den Kopf deö Mädchens zurück und schnitt der Unglücklichen die Kehle durch. Die Wunde zog sich bis zur Schulter hin. Er sprang dann seiner Frau wieder nach und schlug sie, nachdem er sie eingeholt hatte, bis sie besinnungslos wurde. . Er kehrte dann in das Haus zurück, zunoeke vasietve an dielen stellen an und legte sich zuletzt lm Parlor aus den epplch, um vort .venoo m ven Flammen zu erwarten. Die LöschMannschaften, die bald an Ort und Stelle waren, mußten Gewalt anwenden, um ,hn auS dem HauS zu entfernen, daS ganz niederbrannte. Der Mann ist im Gefängniß eingesperrt worden. -9--Eine That der Rache. SpringValleh, 3ll., 26. 3uni. H"te Nachmittag begann vor dem hiengen rlmlnalgericyr oer rozep gegen m. vmrerion uno vaqatx owan, v: i v n. v I uc .uc: vr. vu.uyc ,ianuc, .in Mädchen Namens Anna Brozowski in em leerstehendes Haus gelockt und dort '.8. ?c. . M. - . ' illyauer waren im erirylsaaz versammelt. Der StaatSanwalt war eoen oaoe,, oen au zum oicylup zu bringen, als der Pöbel die Barrieren c c - - c rv fr m tfi..( .. I meverr.p und siaz aus oie veiDen ving klagten stürzte. Bowan entstoh ln em Hinterzimmer, während Pinkerton auS dem Fenster sprang. . Er wurde aber verfolgt, eingeholt und so arg zugerichtet, daß er von den Aerzten im Lasalle-Hospltal ausgegeben worden ist. Unter den MißhandWm des Pöbel? wurde er bewußtlas. AlS er wieder LebenSzelchen von sich gab, wurde das Madchen, Anna Brozowöki, aufgehetzt, ihn noch weiter zu schlagen. Sie ergriff den Sriss einer Pike und schlug damit aus den am Boden liegenden Pmkerton em, blS derselbe kein Lebenszeichen mehr gab. Dann ließen ihn de Wuthenden liegen. Als ein Arzt ihm Hilfe leisten wollte, wurde er vom Babel aestiniat. t - f k ' ' x i r'Ti i Srst bei Einbruch der Dunkelheit wagt. . v.i. :t I " U"uuvr vro ciwunocicn, iun nach Hause zu bringen. Später wurde Pinrerion naq oem Po,pilai georacyl. oman muroe zwar auq nlMnoeis, .t . t r .-. j i : X X v v I . I i. .., V ein oei zulief. -O. E i s e n b a h n r a u b . S a v a n n a h, Ga., 26. 3unl. Der

Zug No. 6 der Savannah, Florida &tt0 Jork.

Western Eisenbahn ist heute Morgen um 2 Uhr, 126 Meilen von Savannah entfernt, von sechs maskirten säubern gngehalten worden. Der eiserne Schrank der Southern Erpreß Co. wurde mit Dynamit ge sprengt unh seines 3nhaltS beraubt und der Ingenieur 3enkinS wurde dann . . co - r C e n gezwungen, die Rauber auf seiner Lo - 9 AM AlltA A f ( (VV? M f AM 4 A fi9 KViHviivc. ci 111.(1 vni jumujui) ren. Man glauok, oap q vt vxau her in dem Otdefenokee Sumpf ver w w m M M mm a ntt mm steckt Habs. Ausland. Der SechSu.no vierzigste. Berlin. -25. Juni. Nachdem bei der Rachwahl zum Reichstage in dem greife Pinneberg-Elmöhorn in Holstein die Sozialdemokraten die höchste Stimmenzahl erhalten hatten, siegten sie bei der darauffolgenden Stichwahl. Die Partei hat jetzt 46 Vertreter im Reichstag. " Allerlei über be Er m o ?- dungdeSPrgsivenlen , . Carnot. Paris, 26. Juni. Santo wurde heute wieder einem Verhör unterworfen. Er erklärte, daß er ein Anarchist sei, und daß er die That ohne Mitwisser ausgeführt habe. DaS Verhör dauerte vier Stu den. Er sagte, er habe den Präsidenten getödtet, weil er ein Tyrann gewesen sei. Er sei ein Anarchist und sei stolz darauf.

Die Leicbe CarnotS liegt auf dem Paradebett im Elysee. Eine KabinetSsitzung fand heute statt, um ArrangementS für daS Leichenbegängniß zu machen. Die Leiche wird am Sonntag

im Pantheon beigesetzt werden, und es wird dabei großer Pomp entfaltet werden. ' Es scheint, daß das Schicksal CarnotS dem Verlangen nach der Präsi dentenstelle einen bedeutenden Dämpfer aufgesetzt habe. Lacour, Sprecher deS Senats weigert sich, zu kandidiren, und so noch mehrere Andere. Casimir Perrier ist der Kandidat der Bourgeoisie, aber eS ist unter gegenwärtigen Verhältnissen gefährlich, einen Mann zu wählen, dem die Arbeiter feindlich gesinnt sind. Möglich, daß sich ein Theil der Opportunisten mit den Sozialisten und Radikalen vereinigt und daß Brisson oder Bourgeoise gewählt wird. L on do n, 26. 3uni. Louise Michel sprach sich dahin aus, daß die Ermor dung deS Präsidenten Carnot bloß ein Akt der Gerechtigkeit sei. 3n Carnot sei die ganze bürgerliche Klasse getrof s worden. Vaillant und Henri seien gerächt. P a r i S , 26. 3uni. Vorbereitun gen für den Congreß, bestehend auS den Mitgliedern der Deputirtenkammer und deS Senats sind in vollem Gange. Intriguen sind an der Tagesie republikanischen Deputirten und Senatoren hatten eine Versammlung, stuf cincn Kandidaten zu eini i i o Dabei kam tö ,wiscken den De pten Borteaur und Sauzet zu eiSchlägerei. Ein Duell wird die ' Mtt sein. Ve rhaftungen en masse. I y o N S, 2L. 3uni. Gegen 00 Personen wurden gestern verhaft und ueute jpUttcn etwa 2000 in Haft ge ommen. Der Pöbel setzt- die Kra walle gegen die 3taliener fort, und die Polnei mußte öfter mit blanker Waffe angreifen. 3taliener würden auf der Straße überfallen und mißhandelt und Geschäftslokalitäten von 3talienern wurden demolirt. Heute Abend wurde ein Plünderungszug in das italienische Viertel unternommen. Ein Faß Petroleum erpodirte und drei der Krawallisten verbrannten zu Tode. Die meisten 3taliener fliehen uS der Stadt. 3n vielen Fabriken ; Paris wurden alle Ausländer ent lassen. 3n Versailles ist die Haltung des Pöbelö ebenfalls eine drohende. OchissönachriHteN. Angekommen wl Nw Aark- ..nrnhif. hnn Öt. ttxpoolf iser Wilhelm II." von usfla" von Hamburg, Wiend" von Neavel. ' i hffhnA Mislhnnist hftn mw " Boston. Glasgow: Anchoria" von New i Üjork. Southampton: Lahn" von H a v x 9 i Othello" von New Aork. Bremen: Aller von New Aark. m ui m (Seneral-Agentur. geuer-Berslcherung, Collektion von Miethe, Geld an- nnd auSzuleihen, m I itv im ntlivuirnni. . 9 qtz Grundeigenthums-Agentur. GeI 4. t S I grunoer lo6a. Hiesiges. Erbängte sich. Heute Morgen entdeckten Harry und Frank Smith auf der Suche nach ihrem Vater 3ohn C. Smith, 310 Ost South Str., den leblssen Körper desselben im eller deS HauseZ. Vr hatte sich er hangt. Gestern Abend war er noch wohl und munter und m bester Laune gewese. Q"" Mit semen Söhnen und semer I Schwiegertochter gescherzt und seinen kleinen Enkel aus den.Knieen gewiegt; einige Stunden spater erhängte er sich. Kummer über den Tod seiner Frau und seine Entlassung auS dem Dienste der Big Four Co., der er 40 lange 3ahre treu als Kondukteur gedient hatte, mag ihn zu dem Schritte getrieben haben. . Er wurde nicht ganz.58 Jahre alt und wanderte 12 3ahre alt msein 'Eltern von England eirz.

Board of Public Works.

Heutige Sitzung. Der Board eröffnete Angebote für Cement TrottoirS in Washington, von Noble zu California Str. 7 Ange böte. Höchstes Angebot $3.90 für neue Arbeit und $2.40 für Ueberarbeitung. Kontrakt vergeben an Keller BroS. für $2.97 und 50c den laufenden Fuß. Die Pläne für einen Hauptabzugskanal in East Str., von Noble zu McCarty Str. Grundeigenthümer an 9. Str. petitionirten für die Erlaubniß, die BacksteintrottoirS in der obigen Str., von Meridian Str. zu Talbott Ave. unter einem Privatkontrakt legen zu dürfen. Die Erlaubniß wurde ertheilt unter der Bedingung, daß mit Jbe? Arbeit vor dem 9. 3uli begonnen wird. Der 3ngenier berichtete, daß Keller BroS. den Kontrakt für die Cement TrottoirS in Illinois Str. von Ohio zur North Str. vollendeten. Kosten $3496.11. Ebenso vollendete die Western Paving Co. die Backsteinpflasterung der 1. Gasse nördlich von North Str , von 3llinoiö zur North Straße. Kosten $1006.20. Grundeigenthümer an 17. Straße zwischen Central und Park Ave. erhielten die Erlaubniß, die Straße unter Privatkontrakt zu gradiren. Der Ingenieur wurde beauftragt, die nöthigen Pläne für Cement-Trot-toirö in Süd Meridian Str., zwischen Washington und South Str. anzufertigcn, wo dieselben nicht gut sind. Der Board legte verschiedene Sachen, wie die Unterzeichnung von Auflagelisten etc. aus heute Nachmittag zurück. m ,, w Vier zu den Mahlzeiten ist besonders im Sommer sehr empfehlenSwerth. ES fordert die Verdauung und führt dem Körper keine gefährlichen Mikroben zu, wenn cö so rein ist wie Siemge daS man aus der L l e b e rs ch e n Brauerei bezieht. m ,A, m Volizeigericht. C. E. Williams, 3oe Wilson, Ed. Merritt, ChaS. Vaile und ChaS. King waren des Hazardspiels angeklagt. 3oe Wilson wurde für unschuldig befunden und freigesprochen, die anderen aber zu je $10 Buße verurtheilt. Ed. Scott, ein junger Farbiger, von nettem Aussehen erlangteFreisprechuug von den Anklagen aus heimliches Waffentragen und Schießen innerhalb der städtischen Grenzen. Er erzählte in glaubhafter Weise, daß er den Revolver vom Bateöhouse, wo er angestellt ist, mit nach Hause hatte nehmen wollen. Dabei habe er die Kammer mit Patronen herausgenommen und in eine innere Rocktasche gesteckt. Als er nun um einen Trunk Wasser zu pumpen, sich bückte, sei die Kammer herauSgeallen und eine Patrone ezplodirt. Die .'Tugel streifte daS eine Hosenbein, die Weste und die innere Fläche der einen Hand. Da alle Zeichen Vorhanden n?aren, das sich alles so zugetragen, wurde er entlassen. Wegen Schlägerei wurden 3ohn BankS, Pat. Murphy und R. Herron zu $5, $ö resp. $10 Buße verdonnert. Pat war damit aber nicht zufrieden, sondern appellirte anS Kriminalgericht. Fred. Cockran durchfuhr einen Leicheuzug und wurde um $1 gestraft. Adolf Glick sollte eine nächtliche Ruhestörung verübt haben, wurde aber freigesprochen. Was trinken Sie ? Der Gesundheit am zuträglichsten find bet der großen Hitze die gut vergohrenen Biere, wie sie die Schmidts ch e Brauerei liefert. Herr A. Steffen, der Sekretar der 3ndiana Cigarrenfabrikanten Gesellschaft reiste gestern nach Wash ington, D. C. ab, um mit Senator VoorheeS in Betreff deö Zolls aufSu matra Tabak zu berathen, der zum Einwickeln der Cigarren gebraucht wird. Durch daS McKinley Gesetz wurde der Zoll - von durchschnittlich etwa 50 CentS aus $2 erhöht und in dem Wilson Gesetz nur auf $1 ermä ßigt. Die Cigarrenfabrikanten er klären dabei nicht bestehen zu könne und wünschen den Zoll aus daS' alte Maßredu Mucho's Cigarrenladen befinde in Ro. ISA Oft Washington Str

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