Indiana Tribüne, Volume 17, Number 276, Indianapolis, Marion County, 24 June 1894 — Page 9

Indianer Tribüne. Erscheint Täglich und Sonntags.

Die tögliche Trtbüue-koftrt durch den Tilge, dSentl per Woche, die SonntagTribüne I lentl perWoaze Velde zusammen IkSents oder IS Cent per Monar Pev VoK ,ugeschiikt i Vor. ulbeiahlung t- per Jahr Offtt ' H ?d Iiiharat Ttr nd,an.lv"i,s .Ind. 24 Juni 1894. yalvtS Slüttdchen beim Bar vier. .Next!" kam eZ mit Stentoi stimme über die Lippen meine? Fi ßaro, und damit löste ich meinen .Vordermann" ab und ergriff Best von dem bereitstedenden höchst beque ir.en Barbierstuhle. Die Barbier, stude ist eine kleine Welt für sich, in der man sich unter Umständen recht wohl.amüsiren kann. Da S hängt ganz von der Stimmung ab, in der man sich befindet, von der Umgebung und von den Kunden, die sich zur üblichen Stafiu" eingesunden haben und der Reibe nach bedient werden. Man hört da Manches von Jntereste auf die er kleinen Neulgttltsvör e, und wenn der .Herr dieser kleinen Welt- zufällig Mutterwitz oder Zauniae Einttlle bat. so kann ich mir gar kein netteres Plauderstübchen denken, als dieses mit allerlei Wohlgeruchen ge schwängerte Lokal, mit seinen gepol sterten Stühlen, hohen Spiegeln und niedlichen Regalen, auf denen die Näpfchen sauber wie zur Parade aufgestellt sind. Man darf sich hier daS Warten nicht verdrießen lasjen und man wird sich aewl Nicht lang weilen, wenn man, geduldig auf das Next! wartend, Augen und Ohren weit offen hält. Man wird da Manches von mehr als vorübergehen dem Werthe lernen, dazu manchen neuen Wld und manches pikante Ge schichtchen mit sich nach Hause nehmen, Dinge, die zumeist von der Aarbierstube auS die weiteste Ber dreitung finden. Das Gesagte gilt zumeist von den kleineren Barbierstuben, denn in den größeren und eleganteren Lokalen geht AllcS sehr geschäftsmäßig und steif her. so daß man nicht selten außer dem stereotypen. Next! kein anderes Sterbenswörtlein zu vernehmen vermag. Obwohl ich .mein eigener Barbier bin - d. b. den Muth und die Geschicklichkeit besitze. mirmitdemRasirmeffer meinBiZchen Vegetation- von Wange und Kinn zu kratzen, eine Prozedur, aus der ich nicht selten mit Kreuz- und Querschnitten hervorgehe und so ein Gestcht a I Ecce horno" prüsentire, -- so treibt eö mich doch zuweilen zum Barbier, sei eS auch nur zu einem kurzen Ideenaustausch auf dieser Börse für TagrSneulgkel len.- Zudem will man leinen Nach sten auch einmal eilten .Dirne Der dienen lasten, und leider hat eS der Mensch im 19. Jahrhundert noch nicht dahin gebracht, sich selbst daS Haar zu schneiden. Eine Rastr Maschine ist längst erfunden, die nun mehr durch die neueste Erfindung eines Chemikers in Baltimore der drängt werden dürste. Diese Erfin düng nennt sich .Aasirfeise und diese Seife hat unter der Barbier zunft nicht geringe Bestürzung der ursacht. Gebrauchsanweisung: Man reibe die Seife in die behaarten Ge sichtStheile. und die Haare werden spurlos verschwinden! DaS ist die Erfindung deS Chemiker von Balti more, dem die Barbierzunft einst ge wiß kein Denkmal setzen wird! Der Erfinder einer Haarschneide Maschine aber ist noch nicht geboren worden, und so wird wohl noch Mancher die Barbierstube aufsuche müssen, wenn er gleichwohl .sein ei gener Barbier- ist. M e l n .Figaro hat sich in der X-Straße etadlirt. Er ist ein gar liebenswürdiger Mensch, der mehr als einmal seinen Kunden die merkwürdige Mittheilung ge macht hat, daß er mit dem Rasirmes ser auf die Welt gekommen sei. Er versteht sein Metier auS dem ff-; er hat eine leichte, geschickte Hand, die er seine Kunden kaum fühlen läßt. Dabei besitzt er eine beneidenSwerthe Portion Mutterwitz und einen un verwüstlichen Humor, dem er ein Guttheil semer großen Kundschaft zu verdanken hat. Derlei Menschen sin zu beneiden, und ich habe mir oft gewünscht, in der Haut dieses gute Mannes zu stecken, der, während deS jüngsten HagelschlagS -und da' die Schloßen von der Größe eine HÜh nereis herabprasselten, sehr gelassen folgendes große Wort sprach: .Ich glaube, gar, eS hagelt ein Bisch e n!- .Figaro-hat in seiner Jugend mehr gelernt, als Seifenschaum schlagen. Er hat daS Gymnasium bis zur Sekunda besucht und verfügt zudem über erkleckliche Neste dreier sorgfältig eingepaukter lebendiger Sprachen, die er dann und wann auftischt. ES gab eine Zeit, da er über einen recht üppigen Haarwuchs verfügte, aber auch hier spricht nur noch ein Reftchen für das Gewesene.- denn eine sehr große und geometrisch tadellos runde Glatze deutet die Stelle an, wo einst .fruchtbarer Boden- einen üppigen Haarwuchs gestattete. Das hindert Figaro aber nicht, feinen Kunden diverse Haarerzeugungsmittel als .unfehlbaranzupreisen. Beredt schildert kr die Wirkung dieser Mixturen, aber wenn man ihn fragt, warum denn er von jenen Tinkturen und Salden keinen Gebrauch mache, antwortet er siett: WaS geht Sie meine Glatze an?Ehe das.Ayxtl-an mi& kam, hatte ich mich in die Illustrationen eine? jper rosafarbenen Sensationsblätter

.vertieft, die fa? in keiner Barbierstube fehlen. Auch in seichte Dinge kann man sich vert lesen! " e rn t : n .. c t . rc

iüOr mir aus oem moiciiugic Iß ein Kunde, ein jugendlicher Greis, bester ein greisenhafter Jüngling.der sich über .Haarwkh" beklagt hatte. 5r hatte soeben.wte er selbst erzählte. eine riestae Spree- adsolvirt und bat, daß man ihm -d e n Kopf g e j ' r j t rr . tul. w ! . vorig roaiajci a yuuc uu ftrau Gemahlin besorgen sollen!meinte maaro und schickte ist) un ter dem . Gelächter der Anwesenden zur Kopfwaschung an. Der Neben mann dieses luraen isrel es. ein Kerl mit einem Stiernacken und ei nem kugelrunden Schäoel.in dem der Scbövfer wenig Raum für das Ge hirn reservirt zu haben scheint, ließ sich mit einer Mähmaschine en rainia ture das Haar bearbeiten und erhob sich dann stolz mit einer .Zuchthaus. ler.firiiur. .Figaro" lächelte und sprach zu seinem Stubenburschen: .Geh. Charlie, und brmge demHerrn zektden gestrelstenAnzug; in " . . n ? rr fünf Minuten gehl der JUg nacy uo lumbuS ab!" Mit dem .Herrn' meinte Jtfaaro" den Kunden mit dem abgemähten Haar. Wiederum hatte .Figaro- die La cher auf seiner Seite. Der tturzgescdorene aber war auch nicht auf den Kopf gefallen, denn er erwiderte sehr ff i 1. M f,2 Philipp! sehen wir UN? wieder!- Und so iaat ein Wid den anderen! Kei ner nimmt dem Andern etwas übel. Hier herrscht unbedingte und abso lute Redefreiheit. So behauptete jüngst ein Kunde, daß das Ranr meljer nicht scharf genug zu sein scheine. .Figaro- war nicht um eine Antwort in Verlegenheit. .Das ist kein Wunder, daß es nicht scharf ist. Willie, denn gestern Abend wurde ich zu einem Todten gerufen, den ich mit diesem Messer rasirt habet Willie sprang entsetzt vom Stuhle empor, wischte sich den Schaum vom Gesicht und verlieb halbrasirt daS Lokal unter frenetischem Gelächter der Kunden. Er hat sich seither Nicht mehr bei .Flgaro- blicken lasten. .maaro- bat eine ganz eigene Ma nier. einen unliebsamen Kunden auf alle leiten loS zu werden. Sein modus operandi besteht darin, daß er Pw 9 ) - P m SY 1 L jlky, lODQio ver .unileviame- Pillft genommen, ein Stückchen Knoblauch in den Mund steckt und dann unab lüffig zu feinem .Opfer- spricht. Wenn dieses .Ovfer- nicht sehr knob lauchfest- ist. läßt eö sich einmal von .Figaro- rasiren und nie wieder. Als er mich eines Tages unter seiner .Fuchtel- hatte, kitzelte er mich auS Versehen unter der Nase. Ich mußte lachen, und .Figaro- fragte, .waS denn loS fei?- .Sie kitzeln mich unter der Nase!- replizme ich. .Na, soll ich Sie etwa unter d e n Armen kitzeln?" fragte .Figaro' und fuhr, ohne eine Miene, zu derziehen, zu rasiren fort. Der Kerl ist unter allen Umständen schlazsertlg. An sogen. Vractical JokeK- fehlt ei in Barbierstuben auch nicht. So betrat eines TageS ein junger Mann m etwas sehr feucht-srohlich.'r bnm muna das Boudoir meines .Hof- und LeibbarbierS" und bestand darauf, rasirt zu werden .Figaro- willfahrte nach einigen Auseinandersetzungen der Bitte und schickte sich zur Arbeit an. Noch ehe das Gesicht deS Weinseligen gründlich eingeseift war, hatte sich der Schlafgott seiner erbannt. ii3 war schon spät am Abend und nur mehr wenige Kunden waren zu b.dienen. Da mußte der Teufel m meinen .Fi garo- gefahren sein.denn was that er? Er rasirte demSchläfer die eine Halste deS SchnurrbartZ ab, seifte ihm Kopf und Gesicht gründlich ein und ürließ den Aermsten dann seinem Schicksale. So verbrachte der Unglücksmensch die ganze Nacht schlafend auf dem Bar bierstuhle. DaS war ein .Erwachen des Löwen am nächsten Morgen! Denn alS .Figaro" auf der Bildfläche erschien, traute er seinen Augen kaum. Mit seiner Barbierstube war eine ganz merkwürdige Umwandlung vorqegan gen. Kein Ding war auf seinem Platze, der .Halbrasirte- hatte sich für den an ihm verübten Stretch surcht bar revanchirt. Die aroßen Psiiler spiegel lagen platt auf dem Fußboden, die Handtücher hatte der Unmensch zu einem Strick gedreht, die Napfe lagen in der Kohlenklste und die Barbier vinsel hatten ein Unterkommen im Atokafte des Ofens befunden. Aüö ren Tischen und Stühlen hatte der Rachedurstige eine Pyramide gebaut. auf deren Spitze er die Katze .Figaro s festgebunden hatte. .Figaro war einen Moment sprachlos. Rache schnaubend suchte er den Thäter. Der aber war verschwunden; er hatte sich durch das Hmtersenster aus dem Staube gemacht. Noch größer aber war .Figaro'S- Erstaunen, alS e: den Kater auS seiner peinlichen Lage be freite ' und an ' dessen Schwanzspitze einen Zettel befestigt vorfand und da rin ein Büschel Sarthaare. Auf dem Lettel sianden die Worte: .Rache ist süß! Die andere Halste meines Schnurrbartes magst Du auch Uhal ten; ich habe sie mir selbst abrasirt.- .Figaro- blieb nichts Anderes übrig, als ' gute Miene zum bösen Spiel zu machen, denn er hatte das Bewußtsein, den- Anlaß zu dem .Practical Joke ergeben zu - haben, über den .noch lange Zelt darnach ge lacht wurde. Ein halbes Stündchen, daZ man in einer Barbttrstube zubringt, ist nicht als verlorene Zeit zu betrachten, und wer mißgestimmt und verdrießlich ist, thut wohl daran, seinen Figaro auf zusuchen, wo ihm gewiß .die Grillen i vertrleven roerven. xtjer vesolge ein mal diesen Rath, aber gehe zu mei neci Figaro in der Straße. Bet d e m kann ich sur eme g rund l i ch e H e i l u n g garantiren.

Ossener SÄreivevrief v,s Philipp Sauerampfer.

Mein guter Herr Redakttonar! Vevor oav mei Lizzie for die alte Kontrie gestart is, hat se zu mich gesagt: .Phil,hat se gesagt. .Du weißt gut genug wie in dieS Kontrie daSWet ter tschänsche duht: HeitWiN ter un morae Sommer, un daß mer for den Riesen sich in Zeit vorsehe muß. Duh mich for Hewwens Sehk nit vergesse, die leiskriebns an die Dobrs un die 5?enster anzumache, daß mich kei Fleis in :i ctn: vf.:a inci qjuuD ii ii lummc. xjis u"19 u" das annere Ooiezeia frn aria undlient un ich gleiche mei Haus, deß is des rm rr v . . vi. cnitrjc zxauayii un oic uuycis im mei Korkens llten zu yawe un yaste nms mehr, als wann alles von Fleispatz ge spoilt is. Also duh mich den Fehwer, .3 1 C. t C. CTNlC - ca i 19 cm giuiicc ciuivci i juiu. .Schuhr Ding hen ich gesagt, .des wolle mer schon täckele." .Willste auch schuhr dran denke?- Serielle," hen IX. .sl IX ... CV3 iaf ycuyi, .iu iciiuc auc. Divok bat se's nock emol in mein Meind gerufe un dann is se fort. Of rr a c i je v : . . rz . r jt : jt i ivt9 qcn uic gaiijc icujiuyi uzi gejfe. Wie mei Altie gesagt hat. is es uff eemol warm geworde. Ich hen of Kors alle Fenster usfgemacht un wie's gar Nit annerscht zu easpeate war.hen ich uff eemol das ganze Haus voll Fleis gehatt. Biseids die FleiS warn auch wenigstens dreißig Maybocks un ii rn es. c ganze x.au omoeivies IN vie Rubms. Of Kors ben ick dann die Fleiskriens angemacht un hen dann rt k li v. r . i H r 5 geslarl, Die linieii zu uvptr, ia? yen auch e gut Diel geketscht, awer ich hen auch dabei zwee PitscherS verschlage und dem Schiller sei Steht von des Schelf erunner geworfe. Ich sage Jhne, es is nicks ganz gebliwwe wie die Nas, awer ich denke, ich kanns widder nase. Well, um Widder uff die FleiS zu komme. ?kck konnt dub. was ick wollt. ich konnte se nit all ketsche un schließrijc n i jc r k. rc:v:. . ew iiu im uu y;c uiui; lummc, toattx xu kaufe. f?d6 ben mick aleick for en Dahler werth kriegt, do hen ich schuhr gedenkt, daß ich se all ketsche debt. bis mei Altie Widder beim kommt, bikohs die is so pertikeler. De annere Dag kummt der Karlie von die Stritt gelaufe un sagt: .Pa, es is en jflm (YTIm. W t CT ! f a u. ! 1Y tt uuu iyimui vv, jwu MJVAf cic iviu. .O, laß mich mes Zstuh," sagt ich, .das i wabrsckeins en Ebtsckent oder en Veddler: bot er t Sätsckel?- Nes. Pa, un er Hot noch en große Tronk in sei Boggie. .Well, nerwer meind, hen ich gesagt, .sag ihm, mer breichte beit nicks." .Allreckt - saat der Karlie. un is enaus. Üsf eemol hör ich, wie autseit Jemand lacht, als wann en eener unner de Arm getickelt hätt. Ich geh ans Frontfenster, un was seh ich? Des war jo kein Peddler, des war ia meiner Aktie ibrn Onkel an 3 ssrisko, wo mer bei de Weg, noch eemol ebbes scheenes zu eckspeckte hen. Osf Kors war'n ich in e Moment autseit un sagt: .Haudeduh, Onkel, no was mich awer dek freit, dafc Se sich Wid der emol sehe losse; komme Se nor schnell inseit un macheSe sich daheim Der alte Mann war aria freindlick Gasch, was war der Äronk so schwer, ich konnt ihn puttiniehr gar nit liste. Wie alles in das HauS war. do is es an e Verzehle gange, das wollt gar nit stappe. Ich hen die Nachbarsch. Frau rufe lasse un hen ihr gesagt, daß se uns emol e feinesDZnner koche sollt, es deht nicks ausmache, was es koste deht un ich deht for alle Eckspenses aufkomme. v Kors konnt ich dem alte Mann das Dinner nit vorsetze, was ich alle Dag for mich un die Kids fickse. .No. no. Onkel, was Sie awer aut ausaucke ben'ick aesaat. wei, Sie wer'n jo jeden Dag jinger.- .Well, so schlimm is es doch nit," sagt der urnei, .weik m ich geworde, un mei Haar hen ich auch so ziemlich verlöre awer heitzudaae is es Zo der Steil wann mer bahlhettet is.- Der alte Mann Hot immer aern aefublt un Johks gemacht. DaS Dinner war ang gut un er Hot elngehaue, als wann er in vier Woche keen warme Löffel im Leib aehatt hatt: well. Gott segens ihm. Ich hen noch e Battel We, erusf geholt un wie mer die ge packt hatte, do bot der Onkel so aut ot fiehlt. daß er mich en Kuß gewlve Hot un fagt: .Phil Hot er gesagt, .ich hen mein Wille schon gemacht un Ihr rnegr mei ganz Properte. Die Lizzie is mei eenzig Rilehschen un se Hot immer arig viel von mich gedenkt, awer jetzt deht ich gleiche, e bische zu schlafe." .Schubr ben ick aesaat. .deß wolle mer schon fickse.- Ich sin in die-Frontstub un hen de iesieTschehr grad vor. die Greht gestellt, uff des Mäntelpieö hen ich e großes Stick f t .r..i r c uiu öyi, vl vag lyn Die ?l3 Nit störe sollte UN Sie hätte emol sehe solle,, wie sich der alte Mann immer das Platzche gefreit Hot! Es Hot nit lang genomme..do Hot er aescklafe un geschNohrt, als ob er ' SchkändlingS oorchseege oeyl. Ich sin' in die Kitschen gange UN den Vie inner Vom Ptt eweg ge t'sckehst. Dann wollt ick en N?n ler e bissie abwasche, konnt awer nit den Waschräck sinne. Ich hen alles dorchgesucht, awer er war wie vom Erdbottem verschwimne. Der Karlie Hot mer so e sonnte Gesicht gemacht, un ich hen gleich suspekted, daß er den Räck ewegbuchstawirt hatt. .Karlie", sagt ich, .ich denke. Du weeßt, wo des Räck is.- Osf Kors war ich nit mistähken. Awer was meine Se, wo der Lappe war? Der Lausbub Hot'S in de Kaffeevatt aesteckt. for daß ich en

sTTn ,

nit wasche sollt.' Setzt wußt ich auch, warum der Kaffee so nach Sohp ge-

tehst gehatt hat! Ich sage Jhne, ich hen den Karl ganz gottsjämmerlich dorchgehaue. Awer mein Aerger war noch ntt vorbei. Ich hen mich grad e Pries Schnuff getakelt, uff emol hör ich. wie der alte Mann im Parlor ganz fttchiu'ich um Hilf kreischt. Bor lauter Schrecke hen ich die Pries in de Mund instett in de Nas gestoche un sin dann, so schnell wie ich konnt, in de Parlor gelaufe. .WattS die Mät ter. Onkel?- hen ich gefrogt. Der awer Hot mitaus zu stappe gekrische, alS wann er am Spied stecke deht. Ich hen schnell die Schehds gerehst un hen )iu meim Schrecke ausgefunne, was die Matter war. Denke Se nur emol, Mister Redaktionär, der Leim von des Fleipapier, wo ich auf das Mäntelpies gelegt hat, war erunner gelaufe un auf dem Onkel sein Bahlhett getrippelt un aus dem Kopp hen siwwezeh FleiZ, zw'ee Bosbelbies un en Maybock gesesse un hen nit mehr los gekonnt: Well, well, well! Deß veraeß ich mei Lebdag nit! Dr'eivertel Stund hen ich an dem arme alte Mann selm Kopp geschasst, befor daß ich die Insekts abgebringt hen un dann mußt ich die Brosch, wo mei Altie sor die Floors zu schrobbe juhst; nemme, um den Pehst abzufummele. Der Onkel war erscht arig mäd und Hot geklehmt, ich hätt ihm en Trick spiele wolle, awer später Hot er eingefehe, daß ich so innosent war, wie e ungeboreneS Kind un er Hot arig gelacht. Sein Kopp Hot geguckt, wie schappt Miet, womit ich verbleiwe Jhne Ihr liewer Philipp Sauerampfer. Macht der VklVoZlllzen. fiWmrt sfrfft form for Shtrr 9rHm www.vw w. WW w W W meiste: immer so w?" .DaS thut er W . C I tfA yaik von ver 3m yer, ais er noch 1 nicht seine Entfettungskur gebraucht qaiiei : ckltvtsfest der Funker. Eine der merkwürdigsten unter den dielen religiösen Sekten unseres Lan des sind die .Dunkards-, oder Tunker, welche vor Kurzem in der Nähe von Pittöburg ihr jährliches Liebeöfest abhielten. Ueber 600 Delegaten, Mannlein und Wetblein, waren an wesend. Sie kamen Aus Pennsylva nien, Ohio, Termestee, Maryland, Illinois und mehreren anderen Mittel staaten, sowie auS ÄexaS, Oregon und Californien. Sie begrüßten sich durch Küsse auf die Wangen und auf den Mund, jedoch küssen sich nur die Man ner untereinander und die Frauen ebenfalls. Daß ein Bruder eine Schwester küßt, wenn sie auch noch so kubbar ist, soll ga? nicht vorkommen. Ein Prediger. Die Tunker bildeten zuerst in Mit eenstejn ist Deutschland eine religiöse Bereinigung, DaS war im Jahre 1703 und Alezqnder Mack tvgr der Begründer der Sekte. DaZ Hauptvülmal der Slkte besteht darin. M

A .f-O ci L j -

"

Planl

TAAusREWtRY: r rm Umvmm i"'.'"1 il""! i

MNM' ihrz Sl-

? ,,-,ir m mm lzrr: iii n VXH -T : mm 1 ,.. ,--rJu 'ri.T- "ä. . 1 MMVWWM I TüX ' XJ. V ri-irr rZKA-m-mk I VSlV . 4 ?s VS Nlk. ckmi LvXf

jSV

$&X

isir7.

&jS-L Tl ?Z U V 1 fc 6 .voü V - Wvöl . mfim.

. t Unsere Biere, beraeiiellt aus den saftige, gesunde Getränke, abgelagert Lager, Wiener,

geht keine au, der Brauerei, da nicht fünf iii sechi Monate gelagert bat. 9Rt k K 111&2T iS.Ji;k..aii! - n . t P -

. r"""1"1' I vw uu,vrr,lanviger genußl, oreitt veyaupien, die in Amerika gebraut werden, und ieder vorurtheiUlos Urtheilende wird biet

.ndianapolis.Brewing

sie das alte Testament nicht anerlennen, sich aber desto buchstäblicher an den Text des neuen Testaments halten. Die Tunker suchen ihr Heil in Befolgung der Lehren und deS Wandels der ersten Christen. Sie taufen die Kmder nicht, sondern glauben, daß der himmlische Vater ein Kindlein nicht verstoßen wird, wenn es ungetauft zu ihm kommt. NurDiejenigen, welche glauben und ihre Sünden bereuen, werden getauft und in die Gemeinschaft der Gläubigen aufgenommen. Das geschieht, indem der Täufling in einem Bache oder Teiche niederkniet und dann dreimal vom Pfarrer mit dem Kopfe unter Wasser gedrückt, getunkt, wird, einmal für den Vater, einmal für den Sohn und einmal für den heiligen Geist. Der Vruöerkuß. ' ! Das Liebesfest oder Abendmahl wird am Abend gefeiert, weil es am Abend war, als Jesus das Brod brach und mit den Aposteln den Wein trank. Diesem Beispiel wird gefolgt und zur Zeit deS Liebesfestes versammein sich AbendS alle Gläubigen und nehmen eine Mahlzeit ein. Vorher findet die Fußwaschung statt, indem jeder Bruder deS anderen Füße wäscht und umgekehrt. Auch die Schwestern waschen sich ' gegenseitig die Füße. Nach dem Liebesmahl wttden die Küsse ausgetauscht. Eine.Schwester. Die Sekte wurde im Jahre 1719 mit den ihnen in manchen Stücken verwandten Quäkern von Penn nach Amerika geführt und foll jetzt annähernd 100,000 Seelen zählen. Der Tunker zieht nicht in den Krieg, er legt keinen Eid ab, er raucht nicht und trinkt nichts Stärkeres als Wasser. Die Männer rasiren die Oberlippe und lassen den übrigen Bart, sowie das Haupthaar wachsen. Die Männer tragen alifränkisch geschnittene, meistens schwarze Wollenkleidung und einen schwarzen weichen Filzhut. Die Frauen sehen in ihren schwarzen Kleidern und dem anspruchslosen Hut fast wie Nonnen aus. Schmucksachen sind ebenso verpönt, wie bunte Bänder und Blumen, dagegen sieht man auch bei den älteren Frauen fast stets rosige Gesichter und volle üppige Gestalten. Im Ganzen sind die Tunker ein gesundes, kerniges, äußerst gastfreies Völkchen. Ihre Lektüre besteht fast ausschließlich im neuen Testament, das die meisten auswendig kennen. Sie führen ein regelmäßiges, arbeitssameZ Leben, und die größte Anzahl befindet sich im Besitze blühender Farmen. it' Schön und rein Soll dak Haut stets sein! Die besten Lüröen dazu kaust man bei 0. Ochmeel 420 Oft ZNeCarty c&

AMWmBSisA

ofTEe ' - iU 1 - HdsrfA, IAM'M

m& --

. -

W?..,. KQ

WKMWMWsWN mßcrifr rl"sN ?5 TSi'.m Wzi

iirr mm. mysi ?h besten Stoffen, mit Nerwendnna der und gut bergohren. Von unseren besten Pilsener, Vudweiser und Für den

:i i

1 1:1 ' ' 1 -Ä. - 'Wll 1 .

, -.i-V-ir'-i I st -.rl- -JLil" V '.

mtmmtM ::f tt;-?s

MMVK

' WM ; . .sWu 'ÄsSii'Pi ' -4 -4L 11 rs . rrVDMi

tr 1 k

wvr .

" ' 5''' Tl ''Ü 1 r .

r 1 i&z&z

. iJ-:

rmimmm

" tivh ixmmmzm

-r.7 Mfi nsiie'S S V ;f v lVLMMUM f(4 A- ..XAi5sÄXW.

K, X' l'. I TiJrtJX-IZ?

. i3-r f

: niSieöj

MM!,MWW,M

in größter

Charles Mayer und Go., 29 und 31 Wcst Washington Strake.

Offizieller Bericht der

nn erchanfs

Aktiva. Anleihen 688,261 35 einigten Staaten BondS 250,000 00 Stadt Indianapolis, Marion und andere County Bonds 586,156 40 Baar an Hand und in Banken (Gold $311,000 00) 99400 45 Bond-Prämien $13,500 00 Gewölbe, Geldschrank und Möbeln 18,000 00 12,450,218 20 Passiva. Eingezahltes Kapital. 300,000 00 Ueberschuß,Fond und Gewinne 86,808 63 NationalbanbNoten im Umlauf 225,000 00 Depositen 1,833,409 67 $2,450,218 20 John P. Frenzel, Präsident. Otto N. Frenzel, assirer. O. F. Jrenzel, Assistent-Kassirer. Gebrüder Keller empfehlen sich zur Herstellung von Cement-Arbeiten aller Arten. Offfee : No. 99 Ost Süd Straße. kS" Telephon 1073. Prompte und zufriedenstellende Bedienung zugesichert. HOME STOVE COMF. Fabrikanten der Hörne" Gefen. Wir haben die größte Auswahl von allen Sorten Oefen. Oefen für Naturgas, Gasoline, Sommeröfen, New Home" Oefen und Heerde, Hochöfen von $6 aufwärts. Einzelne Theile von Home" Oefen für Reparaturen immer an Hand. 10DMIE OTOTIE CCD.. 79 Lüd Pleridinn Straße. . eo. allst.

sfnSlefct bit beliebtesten ln der Stadt. EQimmmr, QQhmmiA, P.AX.1 ZWM?. Absolut rein und böchst nahrhaft. CZF Dieselben sind auch in Flaschen von uns ZU beziehen. I

EMOT TJDffW

m öÄäWi

i ii iiii i(-n ii n

Cr

V

14 l 1 ZATn

..rirÄSt .rs"5u.-I wmmm n rj!f-!-.rirj ski?WkW i &rS&(jfL? . - r 1 .;-eBfc- - --- - -- s -j '- q -.-j. gt vri ; $lZc$. LlEBElC6Rt!WlNQ fr. m hr; ;, r 4rrr MMWMG MM'.'''Um t) KxW i--f; -i - G.Z.keffen Srt,n Attiif,n Gnh sSmmtTi'A Marken, wie : Special Brew, . m ... dap unsere Biere zu den besten zählen, anerkennen müssen. Company. 4. Juli ! Tluswahl bei Mm

am

fn- .Tv ?.irl'

trrt irr

rsiWÄ-r

' ' likTT!r- fr

iiiD'l'Ar

EffW

-

ianc

Indianapolis, den 4. Mai 1894

m

m

ii mi

Xtltilin 10Ü0.