Indiana Tribüne, Volume 17, Number 276, Indianapolis, Marion County, 24 June 1894 — Page 4
Jndwna Triviwe. Erscheint Täglich und OonntltgS.
Die tägliche. Tribüse" kostet durch den TrLgn Cent per oche, die SonntagS.Trtbüne- 6 Tentk per Woche. Bkt5e zusamme IZCentl oder VS Eent per Monat. Ver Post, geschickt tn Oor. bezahlung per Jahr. Office : No. 18 Süd Alabam Indianapolis. Znd. 24 Juni 1894 Sonntags-Plauderei. Die heiße Periode, welche man lieblicher Weise Hundstage nennt, ist da und damit das gesellige Lcben eine Zeit lang eingestellt. Die Eesellschaft" geht in die Ferien. Die es dazu haben, bringen ihre Ferien auf dem Lande oder in Badeplätzen zu, die es nicht haben, bleiben hübsch zu Hause und sind am Ende eben so gut daran. Man hat ja nirgends den Comfort, den man zu Haufe hat, nirgends schmeckt Einem das Essen so gut, und man geht wirklich nur ausS Land, weil es so Mode ist, weil es zum guten Tone gehört, und weil man zeigen will, daß man, wie man sich in elegantem Deutsch ausdrückt, es "afforden" kann. Um diesen Preis erträgt man dann auch die Langeweile, die meist auf dem Lande herrscht. In der Stadt hat man immer mehr Abwechslung und wenn man sonst nichts zu thun hat, dann lacht man über den unfreiwilligen Humor eines zornigen Redakteurs. Wird in Indianapolis die Saison" schon alljährlich durch das Mai-Musik. fest verlängert, so wurde in diesem Jahre da? Ende noch weiter durch das Jubiläum des Männerchors hinausgeschobkn. Wenn ich auf dieses Jubiläum wieder zurückkomme, so geschieht es deshalb, weil ich nicht umhin kann, die Fehler die dabei gemacht wurden, zu rügen, damit dieselben bei dem über zehn Jahre stattsindenden fünszigjährigen Jubiläum nicht wieder gemacht werden. In der Zusammenstellung des Programms hat man ganz ohne Sinn und Verstand gehandelt, und das muß in der Zukunft annersch" werden. Ohne mich nun aus lange Erklärungen einzulassen, will ich gleich hier sagen, wie nach meiner Ansicht daö Programm bei dem sünfzigzährigen Jubiläum sein muß. Der Leser wird dann selbst sindeu, wo die Fehler diesmal gemacht wurden. 1. Tag. Vormittags : Ankunft der fremden Gäste, Bewirthung derselben im Vereinslokal, Empsangsrede durch den geistvollen Redakteur des Täglichen Telephon." Abends : Konzert. Nach dem Konzert CommerS. Den Toast auf die deutsche Presse wird der silber"züngige Redakteur des Täglichen Telephon" beantworten. 2. Tag. Frühschoppen im germanischen Palaste. Der Redakteur des Taglichen Telephon" läßt sich wegen Unpäßlichkeit" entschuldigen. Der germanische Palast bleibt stehen und die Sänger stimmen die bekannte Strophe auS Schillers Glocke an: Freude hat mir Gott gegeben." Abends : Großer Fackelzug, Zapfenstreich und Serenade sämmtlicher Sänger zu Ehren der deutschen Presse, wobei das bekannte Lied : And don't you sorget it" gesungen wird. Der Redakteur des Täglichen Telephon" ladet die Sänger zu einem Trunk in die Wirthschaft zu den drei Sternen" ein, und hält eine Rede über Glimmer und Schimmer des Dreigestirns" und über das zweischneidige Schwert, daö auf der andern" Seite sehr scharf geschlissen ist. Ueber die eine" Seite, deren Schliff" zweifelhaft ist, wird nicht gesprochen. 2. Tag. Große Abschiedsfeier: Feierlicher Salamander zu Ehren der deutschen Presse. Der Redakteur des Täglichen Telephon" erwidert denselben mit einem Hoch auf alle anmaßenden Tölpelund hält eine Rede über daö Thema: Reden ist Silber und Schweigen eine Kunst. Dann zerdrückt er tiefgerührt eine Thräne im rechten Winkel des linken Auges, geht heim und bewundert sich. Die Sänger fahren ab unter den Klängen des LiedeS : So leb denn wohl, du altes HauS !" Der Mensch muß seinen Spaß haben, aber den Ernst braucht man darüber nicht zu vergessen. Darum will ich auch im Ernste beifügen, daß eS richtig ist, daß die Deutschen und auch die deutschen Vereine im Allgemeinen der deutschen Presse nicht die Rücksicht er veisen, welche ihr gebührt. Wennauch
die englischen Blätter den größeren deutschen Vereinen bei besonderen Gelegenheiten einige Aufmerksamkeit
schenken, so bleibt es doch wahr, daß daö Entstehen und Gedeihen der deutschen Vereine, sowie des deutschen VereinSlebens von der Mithilfe der deutschen Presse abhängt und daß diese daher berechtigt ist von den deutschen Vereinen die weitgehendste Berücksichtigung auch in geschäftlicher Beziehung zu erwarten. 3n diesem Punkte haben unsere Deutschen noch Manches zu lernen. Sie erwarten jahraus jahrein alles Mögliche und Unmögliche von den deutschen Zeitungen, in ihrem Entgegenkommen aber sind sie oft rücksichtslos und rüde. Um nur eine Kleinigkeit zu erwähnen. Wenn ein deutscher Verein der Zeitung ein paar Eintrittskarten für eine Unterhaltung zuschickt, so meint er, er mache damit der Zeitung ein Geschenk, ohne zu bedenken, daß eS eine sehr geringe Entschädigung für die geleistete Reklame ist. Für daö MaiMusikfest wurden der Tribüne" Saisonkarten zugeschickt, die zusammen im Ankauf über $50 gekostet hätten. Ein deutscher Vereinsmeier würde ob solcher Zumuthung die Hände über dem Kopfe zusammenschlagen. ES ist leicht bei deutschen Festen sich für deutsche Sitten und deutsches Leben zu begeistern, aber ohne die deutsche Presse verschwände das in glaublich kurzer Zeit. Daö vergesse man nicht. DerPlaudcrer. Weaacworseneö Geld. Der Spanier Garcia, der zweimal im Monat die Bank sprengte und sich später, als ihm derselbe Spielteufel, der ihn Millionen gewinnen ließ, den letzten Sou aus der Tasche genommen hatte, erschoß, ging in den Ta gen seines ungeheuren Spielerglücks nicht einen Tag in den Cercle des Etrangers", wo die Spielsäle sich befinden, ohne vorher einen blanken Louis ins Meer geschleudert zu haben. Ueber den Grund seines Gebahrens befragt, meinte er gleich müthia: WeggeworsenesGeld bringt Glück!" Weggeworfenes Geld! Es sind waynttnrna hohe Summen, dle au jährlich weggeworfen werden. Nicht im Sinne jenes verwegenen Spielers. Ja, die Meisten merken rncht einmal, daß sie Geld wegwerfen. Sie haben einen beschönigenden Namen dafür. Sie .geben es aus". ' Aber zwischen dem Ausgeben und dem Ausgeben ist ein Unterschieds Der pstsnge und schlaue Talleyrand stand zwar auf dem Standpunkte, daß das Geld erst im Augenblick des Ausqebens, einerlei dafür, einen Ge nuß schaffe. Unbewußt theilen viele Taufendeden Standpunkt und das I'm'k?cinkOppzns"dttEngländerlN und Amerikanerin, das übrigens die deutsche Frau und Jungfrau schon ganz hübsch adoptirt haben, ent springt demselben Gedanken. Man kaust nicht, um einen nothwendigen Bedarf zu decken, sondern das mstmk tive Gefühl zu befriedigen, daß das Geld dazu da ei, um ausgegeben zu werden. Aber-ist selbst ein ziel- und Plan loseS Kaufen ein Wegwerfen? Ist es nicht vielmehr ein Tausch, bewirkt durch das allmächtige Tauschmittel Geld? Werfe ich wirklich Geld weg, wenn ich mir dadurch eine auch nur fluchtige, ja viellicht gar nur emge bildete Freude machen kann? . Nein und doch! Wir hatten einst in der Couleur einen Com mililiien, der nur dann zufrieden war, weun er eine ungeheure Bier zeche gemacht hatte. Und wenn ihn einer fragte: Mensch, hast Du A f WM m M V 4 M V jft M M jft M T Jt . ucini nui uicuuc uu ufiu tuimciiiy lichen Biervertilgen?" dann antwor tete er: Am Trinken weniger, aber wenn ich so'n Stücker achtzehn oder zwanzig Schoppen bezahlen kann. nachher freut's mich erst.-. Der gute Junge warf ein Geld ohne Gra zie fort und mußte den erkauften Genuß mit einem allmorgendlichen Kater büßen. DaZ letzte über ihn hörte ich aus Bahla. Er war SchissS auslade? geworden. Die vornehmste und zugleich allge meinste Art deS GeldwegwerfenS nennt man Spielen. . Die Zollen ehrlichen Seemänner" sind seltene Erscheinungen; das Heer der Spieler überragt die Kopfzahl aller stehenden Heere um das Zehnfache. Neunund neunzig Prozent aller spielen, um zu gewinnen. Sie werfen mit anschei nenoer Berechnung ihr Geld weg, um eS vielleicht ein paar Mal und dann nie wieder zu kriegen. Das letzte Prozent besteht aus den komischen Käuzen, die eS mit dem zweiten Theil des alten SatzeS halten: .Der größte Genuß auf Erden ist, im Spiel zu gewinnen; das zweitgrößte, im Spiel zu verlieren!- Sie wissen, daß sie ihr Geld wegwerfen, aber diese Thä tigkeit scheint ihnen vor allen anderen die angenehmste. Für gar manche Summen der weg geworfenen Gelder giebt c6 Sammel dassins. Einige davon tragen sogar staatlichen Charakter und der Moloch FiScuZ freut sich des goldenen Stro meö, der sich immer wieder in gleicher .Fülle hineinergießt. ,DaS sind die Hauptziehungen der Klassenlotterien und es ist lustig mit anzuseh'n, wie Jung und Alt, Mann und Weib. Hoch und Gering sein Geld fortschleu dert, um für eine kurze Reihe von Monaten alle Hoffnungen auf eine bloße Ziffer iu leben. .Weaaewor.
se'nessGeld? D 'pfui!" rufen enlrüstet die Lotteriespieler. .Habe ich nicht die Chancen dafür, einen- erheblichen Gewinn machen zu können?" Und für eine Wahrscheinlichkeit geringsten GradeS werfen sie lustig das Geld weiter fort und wenn etwa ein Philantrop kommt und von der Unmoral dieses staatlich organisirten Geldwegwerfens zu reden anfängt, dann stöhnt der Herr Fiscus: Bit haben ja so Recht, aber ich kann die schönen Millionen nicht entbehren!" Ich hatte einen Bekannten, einen würdigen und gelehrten Mann. Als dem eines TageS nach längerer sin derloser Ehe ein Knabe geboren wurde und die Hebamme dem über seinen Büchern Sitzenden dies meldet, da herrscht er sie an, wie sie ihn mit sol chen Nichtigkeiten stören könne, in einem Augenblick, wo er einen neuen Bücherkatalog erhalte. Ter Mann war ein Büchernarr und kaufte an alten Schweinsledernen zusammen, so lange nur ein Pfennig im Hause war. Als er dann früh an einem Brustübel starb, ging seine Bücherei im Aufstrich für ein Butterbrod fort und die Wittwe seufzte unter Thrä nen: Wir könnten ein kleines Ver mögen haben, hätte mein Mann nicht all' sein Geld für seine Liebhabereien fortgeworfen!" Die lieben Passionen! Freilich, die fordern den Löwenantheil deS fortgeworfenen Geldes. Der Schlem mer ist noch am besten daran. Er reizt wenigstens fortwährend seinen Geschmackssinn und zwingt, selbst aller Thätigkeit abhold, seine Ver dauungsorgane zu angestrengter Thä tigkeit. Schlimmer ist der Trinker daran, aber er büßt am ehesten für das Vergeuden seines metallenen Pfundes. Zu bedauern aber sind alle Diejenigen, die der Sammel vuth verfallen sind und sich in ihr nicht mehr zu beherrschen vermögen. Werfen sie wirklich ihr Geld fort? Auf den ersten Blick hin möchte man es verneinen und die Geschichte kennt Sammler, die durch ihre Passion zu Ruhm und zu hohen Ehren kamen. Das waren diejenigen, die ihr Sam melgebiet wissenschaftlich beherrschten, die echtes von falschem zu unterschei den vermochten und die trotz allen Sammeleifers innerhalb der Grenzen ihres Vermögens blieben. 1 Aber eine plötzlich aufflackernde und schnell wie der verfliegende Sammellust, wieviel steuert sie bei zu dem Goldmeer des
weggeworfenen Geldes? Ist die Lust verraucht, wandert der SammlungSSmbryo zum schlauen Händler für ein Nichts zurück. Aber der Geldver schleuderungsdämon haftet fest an all den alten Bildern, Stichen, Mun zen und Marken, er sitzt in den alten Roccocomöbeln und Sächlichen und für den Einen, der ihn sich austrieb, findet er ein Dutzend neuer Opfer. Celtfam! Alle diese Lcutchn wü? ocn tick energisch dagegen stranden. rcolltc man sie in die Legion der Eeldwegwerfer eingliedern. Und hin gegen giebt eS Andere auch lhreZahl ist eine hohe, die sich selbst vorwurfS voll als Geldverfchleuderer bezeichnen. .Ich Hab'S aber nun satt!" sagt da ein fetter, schwammiger Mann, mit schweren Ringen auf jedem Finger. Ich werfe mein Geld nicht mehr an Bettler fort und bin deshalb heute Mitglied deS Vereins gegen HauS bettelet geworden." .Ach, wenn Sie von weggeworfenem Gelde reden.ruft ein Zweiter, dann sehen Sie nur mal in mine Bücher. Der ist mir schuldig geblieben und der die Lumpen!" Und ein Dritter setzt bissig hinzu: .Da war gestern schon wieder ein Mensch bei mir mit einer Sammelliste für die innere Mission oder für die und die neuzuerbauende Kirche es ist schrecklich, roieviel Geld man alljährlich für so etwaS weg wirst!" Im Vertrauen lieber Leser! Diese letzten drei sind alle gute Staatsbür gerund pünktliche Steuerzahler, In haber von tausenderlei Ehrenämtern und hoch angesehen in ihrem Städt chen oder Oertchen. Und diese drei Typen würden es als eine tiefe Krön kung ihrer persönlicheu Ehre betrach ten, wollte man sie mit den oben geschilderten Geldwegwerfern zusam menthun. Es wäre auch schade, für die letzteren nämlich. Sie gehören in eine so filzige, verknöcherte und herzlose Menschenklasse, wie sie die drei bewußten Geldwegwerser" dar stellen, wahrlich nicht hinein. Kochreeept zur Zubereitung eines Ehegatten. Unsere Damen bilden sich mitunter sehr viel auf ihre Kochkunst ein, und mit Recht. Sie verstehen es ein Menu zusam menzustellen, daß unö der Mund wäs sert. Sie verstehen eS, die kräftigsten seelenstärkenden Suppen, die saftig' sten, innigst empsundenen Braten, die herzlichsten Gerichte von Mehl speisen zu componiren aber auf die Zubereitung eines guten Ehegat ten versteht sich leider die Zehnte nicht. Beweis dessen die zahllosen Klagen übe? die Ehemänner. Zum Beispiel: O Gott, aus meinem Mann ist nicht leicht was herauszubringen, der ist gar Zu zäh!" .Zäh? Freilich ist er zäh, weil eö die grau nicht versieht, ihn mürbe zu machen, ' Ui je", sagt eine Zweite, mein Mann ist em Hartgejottenerj" .Und der Meinige sogar manchmal roh!" (Also, offenbar englisch gebra? ten.) Und der Meinige ist mitunter ganz unverdaulich!.Dem Meinigen gegenüber darf ich auch nicht mit der kleinsten Noth lüge kommen, denn er glaubt sie.mir
nicht das ist gar etn GerkeSene?, der!" ES ist somit meine Behauptung, daß eS viele Frauen gibt, welche sich auf die Zubereitung eines guten Ehe galten nicht verstehen, hinlänglich be wiesen und ich will mir daher ge statten, diesbezüglich einige Grund regeln aus meinem bewährten Kochbuche zum Besten zu geben. 1. Um einen guten Mann zu er halten, darf man absolut nicht auf den Markt gehen, sondern man muß warten, biö ein Bräutigam durch den Zufall in's Haus gebracht wird.
2. Wenn man ihn dann im Hause hat, heißt es, gleich an die Arbeit gehen, nicht etwa, daß man es sich einfallenläßt, ihn einstweilen auf's Eis zu legen, denn da kühlt er aus. 3. Diejenige Dame, die vielleicht überhaupt keinen rechten Löffel zu dieser Kocherei besitzt, die soll eS lieber ganz stehen lassen. 4. Eine weitere Regel lautet: Der Mann muß bei seiner Zubereitung vor allem anderen an dem häuslichen Hrd gewöhnt werden. 5. Ferner: Als Köchin hat einzig und allein nur die Frau zu fungiren sie darf sich nicht etwa von einem sogeannnten Extramädel in's Hand werk pfuschen lassen, denn da kommt meistens ein Pantsch" heraus. Zuerst wird also daS Feuer angefacht, und zwar durch den Blasbalg der Liebenswürdigkeit. Jedoch hüte man sich vor einem zu jähen Feuer, sonst brennt er an. Nun hat man ans Zusetzen zu den ken. Vorher kann man ihn .einpa-nieren-in Liebkosungen und Auf merksamkeiten, oder mariniren in Selbstverleugnung und Sanftmuth, dann wird die Geschichte ein wenig papriciert durch kleine Schalkereien, gesalzen mit harmlosen Scherzen und durch eine Handvoll Koketterie pikant gemacht. Derartige Gewürze, mäßig ' ge braucht, können überhaupt nicht scha den. Hat derMann gegenüber seiner ehe lichen Köchin einen Wunsch ja nicht sofort gewähren, sondern lieber eine Weile .dunsten lassen-, ohne aber eine .lange Sauce" darüber zu machen. Verlangt hingegen der Mann etwa gar UMögliches, so muß ,er .gestaubt" oder .abgetrieben- wer den. Will die Frau von ihrem Manne etwas erreichen, sei's denn einen grö ßeren Geldbetrag für ein neues Sei denkleid, so muß das sehr behutsam ausgekocht werden. Wenn man auch weiß, daß die Brieftasche des Mannes gut .gespickt- ist, darf man das .Geflügel" trotzdem nicht gleich heiß abbrühen oder mir nichts dir nichts .rupfen" denn wenn er auf diese Weise abgesotten- wird, so kann eö leicht sein, daß er zu sprudeln und zu schäumen anfängt. Vielleicht giebt die Schwiegermama ihren .Senfdazu. Um sich keine derartige Suppe einzubrocken", muß man den Gatten successive weich kochen. Will man Geld aus dem Mann he rausbringen, so denke, man sich, er wäre ein Mohnstrudel. Em Stru delteig wird ja auch behutsam und nach und nach ausgezogen. Ich erlaube mir nun die ergebenste Frage zu stellen; Was wurde aus kl' nein Manne, der auf solche Weise zu weitet wird? Gewiß ein köstlicher Braten, der je der Dame munden müßte. Mürbe geklopft mit dem Fleisch. Hammer der weiblichen Zärtlichkeit. Gespickt mit den besten der männ lichen Eigenschaften, Gewürzt mit Witz, Satire und Humor. Uebergossen mit der warm empfun denen Sauce liebenswürdiger Pach äiebigkeit. Und garnirt mit all' den köstlichen Zuthaten männlicher Tugend, als da sind: Charakterfestigkeit und Herzens güte Treue und, Anhänglichkeit Langmuth und UnVerdrossenheit Nachsicht und Opferwilligkeit Gaankerte gegen Damen und vor mit sehr diel Lammsgeduld. Ein auf solche Weise genießbar ge machter Mann kann an der Tasel der feinstschmeckenden Damen servirtwer den es wird gewiß jede yerne zu greifen. Jede wird sofort Geschmack daran finden und sicher schließlich auSrusen: .Delicat! DaS Sukbinden in China. In ihrem Buche .Pagodenfchattenbeschüftigt sich die Amerikanerin Adele Fielde. welche zehn Jahre hindurch am MissionSwerk in China thä. tig war, eingehend mit dem Fußbin den der Chinesinnen. Die Reichen lassen die Füße ihrer Töchter binden, wenn diese sechs bis acht Jahre alt sind; die Töchter "der ärmeren Klassen erreichen meisten? ein Alter von drei zehn bis vierzehn Jahren, bevor sie diesem ebenso langwierigen, wie schmerzlichen Verfahren unterworfen werden. Mit langen Streifen stark gewebten Tuches werden die Füße eingeschnürr und jeden Monat ein mal mit diesem festen Verband in heißes Wasser gestellt, um dann vorü vergehend von ihren Fesseln befreit und nach allen Regeln der Kunst zu dem Zweck, den man dabei im Auge hat, geknetet zu werden. Während der ganzen Zeit des FußbindeuS, daS meistens die Dauer eines ganzen JahreS beansprucht, muß daS arme Opfer dieser. Mode stets auf dem iRücken schlafen, indem eS die Füße Übe?- die Bettkante hängen läßt. Häusige KlagetSne verrathen nur zu deutlich feinen Schmerz. Die freie Bewegung ist ihnen völlig unmöglich; sie gewinnen diese auch nur in be schränkte Maße wieder. Die Ame rikanerin schreibt - darüber: Beim Gben. ledn sich die .Bewiößiaen
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1fr. Sarah Jsui ton MumeapoN. Für Frauen. Hood'I SarsaparUla ist hauptsltttch da; eigne, dle Beschwerden, denen da Seschlecht erworse ist , heilen. Lese da Fl,d: .Ich litt eine lange Seit at Weibliche Schwäche nd versuchte viele Heilmittel ad Aerzte, Zedoch ohne Srsvl. Eine läge las ich eine fcc Hvod's SarsaHarUla Büchern nd dacht ee Flasche In Medizin , versuchen. 0 be wirkte einen s ,roie Unterschied in meinem, finde, daß ich weiter drei Flasche ahm ,d ich vollkomme gesund fand. Ich weiß. Wood's Sarsaparilla - heilt. Ich hab dalselde auch meinen Kindern egede und sind, daß sie bei guter gltsundhe rhUt. C5 ist mein Dunst, da diese ,m u,e ud. re? braucht werde. Mr. SaraiMuir. 30 lt. Ave MmneavoN. Mi. $' YUle, heil all edeeleid, 0I HM. maUum. Uiailt!ti nigrlaa. aus Die Schulter eines Kindes, oder stützen sich auf einen Stock. Dieje nigen, denen ihre Verhältnisse es er lauben, haben weibliche Sklavinnen mit natürlichen Füßen zu ihrer Ver fügung. Ich besuchte einst eine reiche Familie, bei welcher Gelegenheit die Damen der Nachbarschaft auf dem Rücken ihrer Sklavinnen reitend her beikamen, um mir ihre Auswartung zu machen. Ich habe chinesische Frauen gesehen, deren Füße an der Sohle nur zwei Zoll lang und deren Schuhe nicht größer waren, als die jenigen eines kleinen Kindes. Frauen der mittleren Klassen legen zuweilen vier bis fünf Meilen (englische sind natürlich gemeint) mit gebundenen Füßen am Tage zurück. Biele zedoch. deren Füße dem Anschein nach gedun den sind, haben in Wirklichkeit na türliche Füße und wickeln sie nur nach Art der gebundenen ein. Es giebt auch Dörfer, wo die Mädchen ihre Füße erst unmittelbar vor der Hoch zeit lose zusammenschnüren, um sie gleich nach derselben ihrer Fesseln wieder zu entledigen. In anderen ländischen Gegenden haben die Frauen ohne Ausnahme natürliche Füße und gehen auch lange Strecken barfuß,aber. sobald sie sich einer Stadt nähern, umbinden sie ihre Füße mehr oder weniger erfolgreich der anno kratischen Gewohnheit gemäß, ebenso wie an festlichen Tagen. Abgesehen davon, daß diese Sitte einen großen Theil der Bevölkerung zu Krüppeln macht, vermehrt sie das Elend der ar men Klassen und ist auch eine derUr fachen de.S ausgedehnten kindermor des, da sie den Frauen die Sorae um die Kinder erschwert. Frauen mit verkrüppelten Füßen sind zu schwach, um ihr Haus ordentlich zu versorgen. Und ihre mangelhafte Beweaunasfä higkeit dient natürlich dazu, ihren Gesichtskreis in engenGrenzen zu hal ten. Diese Üble Gewohnheit ist ein um so größeres Geheimniß menschlicher Verirrung, al$ sie von keinem Gesetz vorgeschrieben ist und die Frauen des kaiserlichen Palastes alle auf ihren natürlichen Füßen einher wandeln. Em chinesischer Ehemann gab der Amerikanerin auf ihre Frage ms runv der Verstümmelung an, die Füße der Frauen müßten desbalb gebunden sein, damit sie von ihren Männern leichter regiert werden tonnten. Aus der Kaserne. Haupt, mann (zu einem neueingetretenen Rekruten: .Reiken Sie .br Maul m so auf. sonst schmeiß' ich Ihnen fünf W 9 M AA ' ' .age 'cmelarreit jinernr Malitiös. Dichterling: m . ' r . . . .neuily yai em Gedicht von mir in einer bekannten Zeitschrift ?stn. den!- Kritiker: So! Wie ist denn i jV M mmm oas !uerieyen passtrt?!' Ein gewissenhafter Schuldner, Hauptmann (zu einem Rekruten, der trotz seines Alters von 211-2 fahren schon verheiratet ist): Wie kommen Sie nur bei Ihrem juendlichen Alter schon zu einer besseren Hälfte?" Rekrut: Der Herr Hauptmann werden entschuldigen, aber ich war meiner jetzigen Frau 10 Mark schuldig; die konnt' ich ihr nicht wiei . ä . . veraeven und Da iav' ny tt halt gehel rrttnti" .- Lohnende Arbeit für Alle. 20 Tage Kredit für eine Agentur im Werthe von $50. Earantirt $150 Prosit, im ersten Monat oder keine Bezahlung. Sende Briefmarke für Probe an Schoop k Co., No. 80 Main Str., Racine, Wiö. Haben Sie Hühneraugen? wenn so, dann haben Sie doch gewib den Wunsch dieselben beseitigt zu sehen. Hühneraugen werden schmerzloö entfernt. Adresfiren Sie H. Schaberg, deutscher Apotheker, Minerva Str. 77. , Meerschaumpseifen, lange deutsche Pfeife, Cigarrenspiben :e., bei Wm.
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