Indiana Tribüne, Volume 17, Number 275, Indianapolis, Marion County, 23 June 1894 — Page 1
$ 00 kesen Sie die Offerte der Tribune" für die 23. Juni 1894. O rlC rtC" O LA I A sVT r b Tribüne Coupon für die p ? 4 a W Pcrifolics ! 8ÄV X W V k W y& i ii i ! s ö A NI I !Wl Jahrgang 17 Office : No. 18 Süd Alabama Straße. No. 375 Indianapolis, Indiana Samstag, den 25. Juni 1894,
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Editorielles. Wir geben hier folgenden trefflichen Artikel aus der Feder Kautsky's, einen Vergleich zwischen der Lage des
ehemaligen Gesellen und des heutigen Fabrikarbeiters ziehend. Die Vertheidiger der heutigen Wirthschaftsordnung können nicht ge nug den ungeheuren Fortschritt prei sen, den die kapitalistische Gesellschaft mit sich gebracht hat. Sie weisen auf die Wunder des Dampfes und der Elektrizität hin, welche die Produktionsfahigkeit des Arbeiters verzehnfachen, unter Umständen verHundertfachen und vergleichen triumphirend damit die ärmlichen Prcduktionöbehelfe des Mittelalters. Dieselben Leute aber wenden sich auf daö Wüthendste gegen den Versuch der Arbeiterklasse, die Arbeitszeit zu verringern und erklären den achtstündigen Normalarbeitstag für ein frevelhaftes Attentat aus unsere herrliche Kultur ! Kann man der heutigen Wirthschaftsordnung ein kläglicheres ArmuthsZeugniß ausstellen ? Im Mittelalter, mit seinen so unvollkommenen Produktionsmitteln waren die Ansprüche, die man an die Arbeitökrast des Arbeiter? stellte, viel geringere als heutzutage. Die Länge der täglichen Arbeitszeit war allerdingS eine ziemlich bedeutende. Sie dauerte in der Regel 12 bis 14 Slunden. Aber in diese Zeit sielen mehrere Malzeiten, und bei der Arbeit selbst übereilte man sich nicht. Dabei war die Arbeit nicht eintönig, sondern voll Abwechselung, da jeder Arbeiter ein ganzes Stück herstellte, so daß er die verschiedenster Verrichtungen nach einander vornehm :n mußte. Das geisttötende und n .'enzerrüttende Einerlei der heutigen Fabrikarbeit kannte man nicht. Man kann wohl sagen, daß der Arbeiter im Mittelalter in einem Tagewerke weit weniger Arbeit verausgabte, als der heutige Arbeiter verausgabt, selbst in den Fällen, in denen seine Arbeitszeit eine längere war. Die Arbeitszeit wurde im Mittelalter nie bis zur Erschöpfung auSgedehnt. Deshalb findet sich auch kein Beispiel davon, daß die Lohnarbeiter der Zunftzeit bei ihren zahlreichen Kämpfen mit den Meistern verlangt hätten, daß die tägliche Arbeitszeit verkürzt werde. DaS rührte nicht etwa davon her, daß sie als brave Gesellen fleißiger geWesen wären, alS die arbeitsscheuen Wühler" des 19. Jahrhunderts. Auch im 14. und 15. Jahrhundert kämpften die Arbeiter um größere Befreiung von der Arbeit. Aber sie strebten diese Befreiung nicht an durch Verkürzung der täglichen Arbeitszeit, sondern durch Vermehrung der Feiertage. Bevor die Arbeitswuth der kapitaistischen Produktionsweise aufkam, war die Zahl der Tage im Jahr, an denen gar nicht oder nur wenige Stunden gearbeitet werden durfte, sehr groß. Die Zahl der katholischen Feiertage betrug bis inö vorige Jahrhundert nicht weniger als 150, davon 90 strenge, an denen jede Arbeit unterbleiben mußte. Aber diese Feiertage genügten den Gesellen nicht; sie brauch ten noch mehr freie Zeit, und zwar nicht blos zu Vergnügungen, wie die Arbeiterfeinde behaupten. So ver langten sie z. B. ausdrücklich Zeit, um ihre gewerkschaftlichen Angelegenheiten zu besorgen, und Zeit, um sich in den Waffen zu üben und zu baden, worauf im Mittelalter viel gehalten wurde. Daher erstritten sie sich zu den kirchlichen Feiertagen noch einen weltlichen, den Blauen Montag. Der Kampf um den Blauen Montag war sür die Zunstgesellen dasselbe, waS für uns der Kampf um den Acht stundentag ist. So gelangten die Handwerksgesellen dahin, daß sie in der Woche im Durch schnitte nur vier Tage arbeiteten und in diesen vier Tagen so viel perdienten, um davon sieben Tage lang gemächlich leben zu können, eine Erscheinung, welche die Vertreter deS auskommenden Kapitalismus natürlich mit großer moralischer Entrüstung erfüllte. . Wenn die tägliche Arbeitszeit deS Gesellen nach Abzug der Mahlzeiten 10 biS 12 Stunden täglich betrug, so betrug seine wöchentliche Arbeitszei 40 bis 48 Stunden, also höchstens s, viele Stunden, als heute bei der Durchsührung deS achtstündigen Normal
Arbeitstages auf den Arbeiter in der Woche entfallen würden. Das, waS heute für die Arbeiter ein Ideal ist, um welches sie einen harten und erbitterten Kampf gegen die Bour-
geoisie führen müssen, daS war demnach vor einem halben Jahrtausend im finstern Mittelalter", bereits anerkannte Wirklichkeit. Die Arbeiter haben vor fünfhundert Iahren weniger angestrengt gearbeitet und eine kürzere ArbeitSeeit gehabt als heutzutage, das steht fest. Trotzdem aber war ihr Lohn in Naturalien gemessen ein höherer als heutzutage. Davon zeugen die vielen LuxuSVerbote und Lohntagen auS dem 14. und 15. Jahrhundert, welche erklär'.en, der Arbeiter habe auf nicht mehr als zwei bis drei Fleischspeisen und ein gewisses Maß Wein oder Bier am Tag Anspruch die Arbeiter aßen damals mit dem Meister an einem Tisch und welche den Gesellen verboten, sich in Sammt und Seide zu kleiden und dergleichen mehr. Heute wären solche Verbote höchst überflüssig. Aber auch die Meister standen sich damals nicht schlecht; war doch die danalige Zeit jene, welche unsere Zunftchwärmer wieder herbeiführen möchen, jene Zeit in der daö Handwerk einen goldenen Boden hatte. Seitdem hat die Maschine daS Handwerk ruinirt für immer; sie hat, wie chon Eingangs erwähnt, die Produkivität der Arbeit verzehnfacht, ja auf manchen Gebieten verhundertfacht. Und die Folge davon für die Arbeit : Elend und Ueberarbeit. Alle die unendlichen Reichthümer, welche die Arbeiter mit Hilfe der Machine schassen, sie fallen denjenigen in den Schoß, welche die ProduktionSmittel zu ihrem Monopol gemacht haben. DieS Monopol ist die Ursache, warum die Arbeiter heute um eine Verkürzung der Arbeitszeit kämpfen müssen, die sie vor einem halben Jahrausend schon errungen hatten. Dieses Monopol wird aber auch die Arbeiter zwingen, wenn sie diese Verkürzung der Arbeitszeit errungen, dabei nicht stehen zu bleiben, sondern sie zu benutzen als eine Sprosse in der Leiter, die sie erteigen müssen, um zu jenem Ziele zu gelangen, welches allein ihnen ermögicht, theilzunehmen an den riesenhafen Errungenschaften unserer Kultur: die Aufhebung deS ausbeuterischen Monopols an den Produktionsmitteln durch deren Ueberfüh?ung in den Besitz der Gesellschaft. Drahtnachrichten Inland. WctterauS si chten. SchöneS Wetter heute Nacht und Sonntag. SchisselS Wassertemperatur 82Grad. Freigesprochen. LouiSville, 22. Juni. Seit Jahren rief keine Gerichtsverhandlung solche? Aussehen hervor, wie die gegen General" Kelly und Oberst" Baker. Kelly war der Vagabondage angeklagt und verlangte eine Jury. DaS GerichtSzimmer war lange vor Beginn der Verhandlungen bis zum letzten Platze gefüllt. Kelly machte durch seine Aussagen einen günstigen Eindruck auf die Zuhörer. AlS er sein Zeugniß beendet hatte, erhob sich der öffentliche Ankläger und sagte, daß er und der Matzor gefürchtet halten, daß hie Stadt bedroht sei, aber er sehe ein. daß dies nicht der Fall sei und er ziehe deshalb die Klage zurück. Hurrah für Kelly", ertönte eö wie aus einem Munde und der Ruf pflanzte sich auf die Straße fort, und die Po lizei konnte nur mit großer Mühe die Ordnung aufrecht erhalten. - Daö Sängerfest in New öork. New I o r k , 22. Juni. Eine 10,-. 000 Mann zahlende Armee von deut schen Sängern befindet sich heute :m Besitz der Stadt New Jork, denn da? 17. nationale deutfchamerikanische Sangerfest der Ver. Staaten wnd morgen offiziell seinen Anfang neh men. Während des ganzen TageS kamen die Sänger von allen Seiten hier an und sie wurden sofort von den EmpfangsauSschüssen nach ihren respekh den Quartieren geleitet. An dem Heute Abend ftattgesunde
nen Fackelzug nahmen 20,000 Personen Theil. Das Hauptquartier des Empfangsausschusses befand sich im Hotel BrunSwick und die prominentesten Gäste sahen sich von den Balcons dieses Hotels die großartige Prozession an. Die prominentesten Gäste waren: der Gouverneur Flowcr, der Gouverneue Hogg von TezaS und Stab, die
Beamten des Sängerbundes aus allen Theilen des Landes. Der Präsident Cleveland, der versprochen hatte zu erscheinen, hatte noch im Laufe des heutigen Tages absagen lassen. Die Prozession löste sich an der 9. Straße und 5. Avenue auf und die Sänger zogen von da aus nach den Hallen des Arion, deö Liederkranz, des Heine Bundes und anderer Gesellschaften, wo sie während ihreS Aufenthaltes in New Jork unterhalten werden. Das erste Konzert findet morgen Abend um halb neun Uhr und das zweite am Samstag Nachmittag im Madison Square Garden statt. LluSlanv. Der Bäcker-Streik in Liss a b o n. London, 22. Juni. Der Timeö" wird wie folgt auS Lissabon gemeldet : Das außerhalb der Stadt befindliche Lager der am Streik befindlichen 000 Bäcker wurde heute Morgen zu früher Stunde von einer starken Abtheilung Militär und Polizei umringt und die Leute wurden dann gezwungen in die Stadt zurückzumarschiren. Sie werden serner gezwungen werden, unter Militär- und Polizeiaussicht zu arbeiten. Viele der Streiker sind Spanier und werden, da sie es waren, welche den Streik angestiftet haben, sofort des Landes verwiesen werden. Während der zwei Tage, während welcher die Bäcker außerhalb der Stadt gelagert haben, mußte das Militär Brod sür die Bürger backen. . ' Eine abscheulicheAffaire Berlin, 22. Juni. Eine Senation erster Klasse hat die am letzten Sonntag erfolgte Verhaftung des Grafen von Kotze, Ober-Jägermeisters Sr. Majestät deS Kaisers, verursacht. Die Verhaftung des Grafen von Kotze ist die Folge vier Jahre langer geduldiger Polizeiforschungen. Während dieser vier Jahre haben zahlreiche Mitglieder der höchsten Aristokratie Deutschlands anonyme Briefe erhalten, in welchen stets die unanständigsten Anklagen gegen irgend ein Mitglied der Familie deS Adressaten oder nahestehende Freunde erhoben worden waren. Die Anschuldigungen waren häufig der allergemeinsten Art und die Folge war, daß der häusliche Frieden gar mancher Familie gestört wenn nicht ganz zerstört wurde. Ehegatten wurden veranlaßt, die Treue ihrer Frauen in Frage zu ziehen, Väter die Tugend ihrer Töchter und die Ehrlichkeit ihrer Söhne; Töchter begannen ihre Mütter mit Mißtrauen zu betrachten; langjährige Freundschaften wurden auf einmal abgebrochen. Erst nach langer, geduldiger Arbeit war es der Polizei gelungen, den Absender der Briefe in dem Grafen von Kotze zu entdecken. Der Graf wurde am letzten Sonntag von dem General von Hahnke, dem Chef des kaiserlichen MilitärkabinettS, verhaftet und bald darauf von Aerzten in Bezug auf seinen Geisteszustand untersucht. ES stellte sich dann herauS, daß der Vater deS Grasen von Kotze in einem Zrrenasyl gestorben ist. Die Aerzte sind der Ansicht, daß der Gras an einer krankhasten Manie leidet und eS scheint auch der beste Schluß dieser abscheulichen Affaire, daß der Gras, wenigstens eine Zeit lang, in eiyem Jrrenasyl eingesperrt y?erde. Der Lokalanzeiger" meldet, daß der Gefangene trotz der überwältigenden Belastungsbeweise darauf bestehe, daß er unschuldig sei. Daö Kleine Journal" meldet, daß seit Von Kotz,'s Verhaftung vier Mit glieder deS AdelSstandeö Briefe erhiel ten, die in demselben Ton gehalten waren, wie diejenigen, welche Bon Kotze zugeschrieben werden. Auch die Unterschrift ist dieselbe. Wie die Verhältnisse liegen, war eS unmöglich, daß Von Kotze diese vier Briefe ge schrieben habe. ß7.$ic Einrichtungen der In dianapolis National Bank wurden von . Sander fc Recker erstanden.
Hiesiges. Eine verunglückte Spazierfahrt.
Bei Geo. St. Clair und Jacob Barmore hatte die gestrige Hitze einen übergroßen Durst hervorgerufen, dessen Sättigung einen kollosalen Rausch zur Folge hatte. 3n diesem Zustande beschlössen sie eine Spazierfahrt zu unternehmen. Sie mietheten Pferd und Kutsche in Kerrs Leihstall an der West Washington Str. und hinaus ging es in daö abendliche Duster. Weit kamen sie nicht, denn an der Ecke von Missisfippi und Washington Str. stellten sich ihnen ein Telegraphenpfosten in den Weg, der seine Stellung so hartnäckig behauptete, daß an seiner Zähigkeit die Kutsche zerschellte. Beide Männer wurden herausgeschleudert und mehr oder weniger verletzt. St. Clairs Arm wurde verrenkt. Nun kam auch noch die heilige Hermandad in Gestalt des Polizeidieners Leppert inö Spiel und die beiden Unglücksraben erhielten eine freie Spazierfahrt, in das StationShaus. llancx Hanks errang bei den Terre Haute Rennen den Sieg. Schmidts Wiener erringt mit Leichtigkeit den Sieg, selbst über mächtige Gegner. AnSgebrochen. Die ArbeitShauSgesangenen Wm. Williams, E. Schmidt und Wm. Tibbetts sind gestern Nacht aus dem Arbeitshause ausgebrochen. Williams, der als Kalfaktor erst um 8 Uhr Abendö in seine Zelle geschlossen wurde, hatte vorher unbemerkt die Zellen seiner beiden Kollegen geöffnet und diese besreiten, nachdem alles zur Ruhe gegangen war, wieder Williams. Am Korridor des zweiten StockWerks durchsägten sie eine Stange vor einem Fenster, bogen dieselbe zurück und gelangten mittels eines Stricks sicher ins Freie, ohne daß der äußere Posten etwas gemerkt hätte. Am anandern Morgen entdeckte man, wie die Vögel ausgeflogen waren. Alle drei waren vom Kriminalgericht wegen gefährlicher Körperverletzung oder Diebstahls zu längeren Strafen verurtheilt wordeu. So wäre WilliamS z. B. erst im nächsten Jahre freigekommen. Steckbriefe" wurden gegen die Flüchtlinge sofort heute Morgen per Draht erlassen. ' Mozart aüt. Henke Abend echte TnrtelSuppe. HenryVictor. m ni Unter Quarantäne gestellt. Der Gesundheitsrath stellte gestern Nacht das HauS No. 170 Ost Court Straße unter Quarantäne. Eine Frau Scott kam gestern nach der Office deS Gesundheitsrathes und meldete, daß sie in Chicago ihren Mann, der an den Blattern erkrankt war, pflegte, bis er am letzten Samstag starb und daß sie dann hierherkam und bei ihrer Mutter in dem obengenannten Hause wohne. Ihre Kleider würden zwar in Chicago desinfizirt, aber der Gesundheitsrath hielt es vorsichtshalber doch für besser daö HauS und seine Bewohner unter Quarantäne zu stellen. Der Rath wird den Fall genau untersuchen. ,, m Haben Sie Hühneraugen? wenn so, dann haben Sie doch gewiß den Wunsch dieselben beseitigt zu sehen. Hühneraugen werden schmerzloö entfernt. Adressiren Sie H. Schaberg, deutscher Apotheker, Minerva Str. 77. Qu den (ZericbtSbSsen. S u p r e m e Court. Gestern wurde ein langwieriger Pro zeß durch eine Entscheidung der Su preme Court zu Ende geführt, nämlich der deö Wm. W. Huntington gegen Wm. G. Metzger aus Erlangung von $26,0X). Es handelte sich dabei um 200 Acker Land, die an der Way zata Bai nahe MinneapoliS gelegen sind und von dem Verklagten für $50, 000 erstanden wurden. Metzger hatte spekulirt das Land in Parzellen auS zulegen und möglichst theuer verkaufen ;u sönnen. Die Spekulation toßx
aber verfehlt und Huntington verklagte Metzger nun in der Caß Circuit C,urt auf Bezahlung einer Hypothek von $26,000. Das Gericht entschied für Metzger, der beim Kaufe eine An-
Zahlung von $17,000 geleistet hatte. Der Fall wurde dann zur Neuverhand lung in die Circuit Court von Miami Co. übertragen, die für Huntington entschied und Metzger zur Bezahlung der vollen Hypothek, $26,000, verur theilte. Gegen dieses Urtheil appel lirte dann Metzger an die Supreme Court und das mit Erfolg. Denn die selbe stieß das Urtheil des Unterge. richts um und verurtheilte Huntington in die Kosten. 3n Sachen des Staates gegen John F. McClelland, Schul - Trustee von Wayne Tp., hat die Supreme Court entschieden, daß alle während eines Schul - Jahres nicht verausgabten Staatöschulsteuern am Ende deö Schuljahres an den County - Schatzmeister abgeführt werden müssen. Appellations gericht. Vor einiger Zeit erhielten Thomas H. Racer und Wm. A. Curry ein Schadcnersatzerkenntniß gegen die Pan Handle Co. in der Blackford Circuit Court, weil die Bahn eine Viehherde nicht rechtzeitig genug abgeliefert hatte. Die Gesellschaft appellirte an die höhere Instanz und gestern wurde der Antrag aus ein neueö Verfahren von G. E. Roß aus LoganSport vor dem Gericht, dessen Mitglied er selber ist, begründet. Diese Unverfrorenheit übersteigt schließlich alles. Der Mann bekommt als Richter das hohe Gehalt von 53500 jährlich und verdient außerdem noch vor demselben Gericht als Anwalt seine Gebühren. Wie sich diese beiden Bethätigungen gesetzlich überhaupt vereinigen lassen, ist uns unerfindlich. Die Supreme und die Appellate Court haben sich gestern vertagt. Die Gerichtsferien werden von heute bis zum 18. September ezklusive dauern m , Das schwarzbranne Bier Das trink ich so gern Und die schwarzbraunen Mädchen Die küß ich so gern. so sang ein biederer Trinker als er Llebers Er langer trank. E7 Die Polizei fahndet auf einen robusten Neger der in letzter Zeit an der W'New Äork Str., der Fayette und der Howard Str., mehrere tollkühne Einbrüche und Diebstähle begangen hat. Währerd der heißen Jahreszeit leiden lehr viele an Appetitlosigkeit. AlS das beste Mittel dagegen gelten die berühmten Dr. August König's Hamburger Tropfen; sie sollten des - wegen ln keinem Hause fehlen. EJJ - Diejenigen Kinder, welche ohne Begleitung zu dem Picnic der freisinnigen Sonntagsschule kommen, wollen sich morgen Vormittag 9 Uhr in 52 S. Pennsylvania Str. einsinden und 10 Cts. für Straßenbahn-Fahr-geld mitbringen. Plknlk deS PreußengefangverelnS am Sonntag den 24. Juni in Hammondö Grove. tBO- Bei dem gestrigen Gewitterstürm wurden in der Stadt viele Alleebäume umgeweht. An der W. New öork Str. wurde eine große Pappel entwurzelt. Der Baum siel über die elektrische Straßenbahnleitung und stürzte einen eisernen Pfosten um. Vor dem Waisenhaus fuhr der Blitz in einen Baum und fällte ihn. UjU " Der Countyrath erhielt gestern eine Rechnung van Hancock Co., die auf $2693 lautete. Soviel betrugen die Kosten in dem Mordprozesse gegen Willie Reed. Davon kommen allein $1800 auf Anwaltsgebühren. Vergleichsweise setzen wir hier die Kosten für eine Anzahl der letzten MordProzesse her, welche zur Verhandlung in andere CountieS übertragen wurden. Der Prozeß gegen .Parker und McAfee kostete $3500, der gegen Jennie Carr $1846, der Mordprozeß OakS $1992.15, der Fall Lon Hendcrson $838.65 und der Prozeß gegen Louis Snyder $1284. Theure Rechtspflege ! Der Inhalt der Anzeigen von Hood'ö Sarsaparilla wird bestätigt durch JndorsoS, welche in der Finanz Welt ohne Anstand acceptirt werden. DaS sagt deutlich genug, daß Hood'S kurirt. H o o d 'S P i l l e n kuriren Le'httleiden, mmi
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