Indiana Tribüne, Volume 17, Number 262, Indianapolis, Marion County, 10 June 1894 — Page 7

Sommermoden 1894

O Wund, die Mode führt die Rolle der Beständigen durch. Nur die Aermel müssen ihre verschiedenen Stimmungen und krausen Launen entgelten. Von Zeit zu Zeit geht es wie ein Athemzug der Erleichterung durch die Frauenwelt, es heißt, die Aermel werden enger! Bittere Enttäuschung! Jedem solcher Gerüchte folgte ein größerer Stoffverbrauch an dieser Stelle Zwar fallen sie an den Schultern jetzt schlaff ab, dafür umbauschen , sie aber den ganzen Ober-, oft auch einen Theil des Unterarmes und zeigen nicht selten die Stoffmenge durch unsichtbare Stiche, durch Schleifen oder Rosetten auf dem engeren Futter gerafft. Für elegante Sommertoiletten sollen der über oder dicht unter dem Ellenbogen endende, halblange Bauschärmel und ein mäßiger, eckiger oder spitzer Halsausschnitt, die beide schon im Vorjahr vereinzelt in die Erscheinung traten, durchaus üblich werden. Als Ergänzung auf der Promenade dient der entsprechend lange Handschuh und ein Fichu oder die fest um den Hals geknüpfte, vorn in langer Schleife herabfallende Cravatte Sansgene. Die Fichus sind je nach ihrer Bestimmung vom Stoff des Kleides, aus Sammt oder Moire, wenn sie Wärme geben sollen, sommerlich luftig aus Tüll, Krepp oder Seidengaze und Spitzen, wenn sie nur zum Schutz und Schmuck dienen. Die Riesencravette wird ebenso häufig aus Seidenstoff, aus Moire oder Sammtband wie aus Gaze, Tüll und Krepp gefertigt und' an den Quer-Enden entweder mit plissirlern oder eingereihtem Spitzenabschluß oder mit abstechenden Büschel schleifen bezw. Rosetten versehen, die den unteren Rand in Falten zusammenfassen. Die duftige Herrlichkeit von Gaze, Krepp, Tüll und Spitzen dehnt sich auch auf die Aermel aus, welche über einem Seidenfutter, oft ganz hieraus gefertigt, zu den Kleidern aus leichtem Taf.fet, Bastseide, Foulard und Pongee sowie zu denen aus den neuen Halbseidenen gekreppten Etamine-Stoffen, zu orientalischem Krepp, Krepon und feimm Wollenmusseline, von entzückender Wirkung sind. Viel Spitzen, fchwarz, w:iß, getönt und buntfarbige, allen voran die kräftige Vourdon-Spitze, viel flatternde Bänder und Schärpen, hauptsächlich in Moire- und in ChineeGeweben, glitzernde, mit Perlen und Flittern übersäete Guimpen, geben den Toiletten ihr reiches, charakteristisches Gepräge. Dabei sind sie von einer Vielfarbigkeit, daß einem schier die Augen übergehen können, wenn eben diese Farbigkeit nicht -zugleich wohlthuende Harmonie zeigt. Da ist die Taille oft vom Rock abstechend gefertigt. Ist der Rock als Doppelrock arrangirt, dann wird der untere Theil, so weit er sichtbar wird, der Taille entsprechend besetzt; beide zeigen einen dritten Stoff als Besatz und daneben Spitzen oder Perlenguimpen zur Ausstattung. Dazu kommt unter Umständen noch ein Spitzenkragen in der Form Wallenstein oder eines der großen, im Rücken mit langer Schleif geschlossenen Fichus. Nur ein fein gebildete? Geschmack kann einen derart!gen, durch harmonirenden, aber niemals übereinstimmenden Hut und Schirm ergänzten Anzug mit Erfolg zusammenstelle?.; ungeübte Hände müssen sich mit einfacheren Vorbildern begnügen. Die Neigung, Schwarz für Besatzstosf oder Spitzen- undSchlfifenschmuck zu wählen, kommt mancher gewagten Farbenverbindung zur Hilfe. Neue Modetöne sind Schilfgrün und Porzellanblau ein helles fahles Blau ; daneben werden hellesGrau und Sandfärbe, dann auch alle Mode- und bräunlichen Töne viel getragen. WeißSchwarz gilt noch immer für distinguirt; dann stellt man gern reines oder nur wenig getöntes Weiß mit Creme, die verschiedenen gelben Nuancen vom Creme bis zum satten Orange miteinander, ebenso Braun, Äoth. Flaschengrün und Carmoisinroth in je einem hellen und dunklen Tone zusammen. Folgende Farbenvereinigungen empfehlen sich für die Milderung durch Schwarz: Altrosa und Grün; Moosgrün und Creme;, Lila und Goldgelb: Türkisblau und Perlgrau; Carmoisinroth und Grau; Grau und Gelb; Grau und fahles Blaugrün; Moosgrün und Rubinroth. Alle Stoffe, sowohl die obengenannien als auch die leichteren Wollstoffe, zeigen, wenn sie nicht einfarbig sind oder einen, oft durch einzelne eingestickte Blümchen noch bereicherten Plein haben, einen bedeckten Grund in Gestalt dicht an- ode? ineinander geschobener Musterung, kleiner Sprenkel, unregelmäßiger Figuren oder Blumenforinen. Die englischen Gewebe sind melirt oder carrirt. letztere vorwiegend kleinwürflig, weiß-schwarz. weiß-blau, weiß-mode u. f. w. zu Reisekleidern; ähnliche Stoffe gibt es auch in dichten, festen Baumwollengeweben zu gleichen Zwecken und zu Costllmen für die Gartenspiele. Viel begehrt ist der Pique meistens mit schwarzen oder Weißen Muschen auf hellfarbigem, weißem, rosa. gelbem, mattblauem Grunde kräftiges nawrfarbenes und glänzendes blaues Leinen dieses mir weißer Kurbelstickerei und die schönen seidenglanzenden englischen Leinen, einfarbig in zarten Tönen oder querge'streift und klein carrirt. Quergestreift findet auch der Vaumwollen-Krepp den meisten Anklang,' während Foulard und Batist das Mille-fleurs-Muster bevorzugen und mit breiten Seidenstreifen durchwebte Etamine inSchwarz große buntfarbige Rosen zeigen. . Die Formen sind natürlich durch die satten bedingt und beeinflußt.

Mille-fleurs-Musterung verlangt eigentlich als selbstverständlich Paniers und Schnebbentaille; letztere erhalten aber einen reichen Ausputz mit Spitzen und Revers, die Paniers enden nicht selten in langer Schärpenschleife, sodaß vom eigentlichen Rococo wenig übrig bleibt. Auch die Versuche, für den Directeure-Stil Stimmung zu machen, gehen über schüchterne Ansänge nicht hinaus. Stark ausgesprochen ist die Neigung, Stoffe, an deren Verein!gung man früher nie gedacht hätte, zu einem Anzug zu verbinden. So sahen wir ein Kleid aus modefarbenem Wollenstoff und bräunlicher Seide (Satin), durch eine Bluse aus ziemlich hellblau gefärbtem Leinen ergänzt und wieder zu sandfarbenem Cheviot die Weste, den sehr breiten Reverskragen und die hohen Aermelstulpen aus . gelblichem Pique gefertigt und mit übereinstimmender, durchbrochener Bordüre aus Wollenlitze besetzt. Der Hauptbesatzstoff, der so ziemlich alle anderen aus dem Felde geschlagen hat, ist Moirekrancais und Moireantique selbst Gaze und Krepp gibt es mit MoireMusterung. Moire zu abstechenden, langschößigen, über einer Weste geöffneten Taille, zu Aermeln, zu Revers, den sehr beliebten Miedergarnituren und zu den mäßig breiten Gürteln, welche die meisten Taillenformen, auch noch immer die mit Schößchen ausgestatteten begleiten. Für Waschstoffe, die man im Hause reinigen will wird schwarzer oder sehr zarter heller Spitzenschmuck, gleich den Schleifen zum Abtrennen eingerichtet. Die dauerhaften Pique- und festen Leinen- und Baumwollengewebe verarbeitet man zu ei?.em einfachen Rock und Bluse mit schlichter Kragen- oder in den Gürtel tretender Fichu-Garnitur und garnirt sie mit den aus dem Wäschegebiete bekannten schmälen Stickerei- und Durchbruchstreifen in weißem Batist, die überall zwischen den Stoff und den breiten Randsaum eingefügt werden. Für Doppelröcke und' Raffungen empfiehlt sich besonders leichte Seide und desgleichen Wolle; hier gibt es auch eine große Neuheit, den sogenannten Formen-Volant, eine Art plissirte spitze Schllrzentunica, die fertig in den Handel kommt. Schwere Wolle und auch die derben carrirten Baumwollstoffe bevorzugen das englische Genre: den ungarnirten oder längs der Nähte besetzten, mäßig weiten Glockenrock mit nicht zu breitem, angesetztem Gürtel und die vorn offene Taille mit bald angeschnittenem, bald angesetztem, hinten faltigem Schooß oder mit der Jacke bezw. dem Jäckchen. Die Jacke zeigt die bekannte, nicht sehr lange, hinten anschließende, vorn lose und an den Schooßtheilen gerundete Form, wie man sie zu einfachen Prome-naden-und Reisekleidern immer gern getragen hat; das Jäckchen hat sich aus dem Figarojäckchen des Vorjahres herausgebildet und kann, mit doppelreihigem Knopfschluß eingerichtet und durch Chemisette, Cravatte und Manschetten ergänzt, die Taille vollkommen ersetzen. Beide Jackenformen werden mit einfachem oder doppeltem Revers die oberen meistens aus Moire ausgestattet, beide können belobig offen, getragen oder auch in der Taille bezw. über der Brust durch e'ne von innen eingeknöpfte Spange zusammengehalten werden. Das Jäckchen' hat oft abstechende, dem Revers entsprechende Aermel und stets einen breiten Rückentheil, sodaß nur einSeitentheil erforderlich ist. Bei der Herstellung muß darauf geachtet werden, daß der Rückentheil nicht zu lang sei, da er sich sonst leicht v der Taille umlegt und die Figur unschön beeinträchtigt. Zur Ausstatwng derartiger Costllme werden gern Steppstichlinien verwandt. Einen großen Reiz erhalten sie durch die Fülle von Abwechslung, die sich mittels der ergänzenden Blusen, Chemisette, Jal'Ots, Westen und einfachen TouristenHemden erzielen läßt. Die letzteren sowohl wie die Westen aus Pique, deren Ausschnitt ein Chemisette und eine steife Cravatte aus Seide, gemustertem Zephyr, gesticktem Pique u. s. w. derlangen, sind durchaus herrenmäßig hergerichtet; für die Jabots und Blusen empfiehlt sich jeder weicke Seidenstoff und alle Kreppgewebe in Wolle und Baumwolle. Diese gibt es auch mit eingewebten Einsätzen, wodurch das mühsame Aufsetzen bezw. Einfügen der letzteren erspart wird; eine hübsche Art der Ausstattung ist auch zs Besetzen mit bald längs, bald quer geordnetem schwarzem Sammt- oder MoireBand. Die Bluse wird viel mit platt gespanntem Rücken, aber stets mit krausen Vordertheilen, gearbeitet, bisweilen wie eine ganz kurz über den Rockbund tretende Taille, bisweilen mit kleinen, rund geschnittenen oder aus einem schrägen Volant gebildeten Schößchen und einem der Bluse entsprechenden Gürtel; neu ist es, den Aermeln ein bis zum Halsausschnitt reichendes Achselstück anzuschneiden, das, in eine doppelte Tollfalte geordnet, die Achselnaht deckt. Auch die kraus auf plattem Futter eingereihte und durch eine platte runde Passe und Aermeln vom Stoff des Rockes vervollständigte VlusentaAe ist hier zu nennen. Die große Schleife aus Spitze, Band oder Stoff gewöhnlich nur zwei Schlüpfn ohne .Enden, häufig aber mit einer großen flachen Schnalle aus Perlmutter. Stahl oder Bronze spielt gerade bei diesen Promenadentoiletten eine Rolle. Die Schnalle wiederholt sich oft in der vorderen Mitte des Gürtels. Zu dem Fall Jabots sei noch einer sehr praktischen Neuerung) Erwähnung gethan: man stellt sie in Brust breite her und versieht sie an den Armausschnitten mit einer Spange aus fingerbreitem Gummiband, die um die Arme greift und so dem Ganzen festen Halt gibt.

Die oben beschriebenen kurzen Jäckchen treten auch aus Tuch, Moire und Sammt, oft mit abstechenden Aermeln und der Schleife Sans-gene, in Tuch auch mit reicher Kurbelstickerei geziert, als selbstständige Confection auf; ebenso die längeren halbweiten Jacken. Im übrigen ist der Paletot vorwiegend der ganz anschließende mit Ser-pentine-Rückenschooß und großen Revers zwar sehr modern, aber immer noch für manche der breit garnirten Kleidertaillen nicht nur gefährlich, sondern fast unmöglich. Man hat deshalb versucht, Paletots ohne Aermel mit langen Epaulette-Garnituren oder kurzen Pelerinen herzustellen ohne indeß für dieses Zwitterding, das um die Schultern doch immerhin anliegen muß, rechte Gegenliebe zu finden. Als Material herrscht Tuch und Cheviot in allen Mode-, bräunlichen und grauen Tönen vor. Eine Spielart, die nicht nach jedermanns Geschmack ist, ist der Militär-Paletot.aus dem vorschriftsmäßigen neuen grauen Tuch mit schwarzem, roth passepoilirtem Kragen, den bekannten Bronzeknöpsen und der den Rückentheil zusammenfassenden Spange für militärfromme Damen! Es gibt auch eine lange Ausgabe für Regenwetter. Der richtige Reise-, Frühjahrs- und Herbstmantel, der allebilligerweise an ihn gestellten Anforderungen erfüllt, ist der Mantel aus krästigem Cheviot, Tuch oder Loden ohne Aermel mit einfacher oder doppelter, die Arme vollständig deckender Pelerine, woran häufig der Capuchon wiederkehrt. Die Pelerine ist stets zum Abnehmen eingerichtet, sodaß sie auch selbstständig getragen werden kann. Zu Staubmänteln sinden Bastseide und Alpacca viel Verwendung; neu ist eine weiche glänzende Köperseide, die sowohl imprägnirt wie gummirt vorhanden ist. Der unvraktische Spitzen- und Bandschmuck des vergangenen Sommers ist aanz verschwunden. Am meisten zu

empfehlen sind auch hier die ärmellosen Formen mit Pelerine und Capuchon. Da, wie gesagt, die Paletots die Toiletten gar zu leicht zerdrücken, muß eben jede Dame zu ihrer Ausrüstung auch ein Cape besitzen. Für die Brun nenpromenade, das Seebad u. s. w. ist das bis zu den Hüften reichende ein fache oder doppelte Rad aus englischem, grobfadigem Double oder DoubleLama, deren abstechende, vielfach klein carrirte Rückseiten in dem Capuchon besonders gut zur Geltung kommen, durchaus noch chic. Die eleganteren Capes, so weit sie auf Jugendlichkeit Anspruch machen, dürfen den Taillenabschluß noch nicht erreichen. Sie sind sehr faltig im Rundschnitt oder aus einzelnen gekeilten Theilen, gewöhnlich mit Passe hergestellt. Die aus farbigem Tuch zeigen gleichfalls den Capuchon. Am meisten begehrt sind diese kleinen Mäntelchen aus schwarzem Moiree, vielfach mit grober, wie in , Durchzugarbeit hergestellter Erbstüllspitze, daneben auch mit Perlen- oder Perlflitter-Börtchen verziert. Für stärkere Figuren empfiehlt sich die gleiche Form mit shawlartiger Verlängerung der Vordertheile. Sehr sommerlich sind Capes aus einer Moiree-Passe und angefügten gekrausten oder plissirten Tülltheilen. Für ältere Damen gibt es eine auS Erbstllll und Perlborte oder Litze zusammengesetzte Rotunde und Capes aus Moiree oder Ottomanseide mit anliegendem Rücken- und besonderem Schultertheil. Von Hüten kann jede vorjährige Form, die hübsch und kleidsam war, wieder aufgefrischt werden. Capoten und Toques.unter denen noch viel Gold und Flitter regieren, setzt man, den stark toupirt nach dem Hinterkopf zurückgenommenen Haarfrisuren ent.sprechend, sehr zurück. Viel getragen werden die Matrosenhüte, DirectoireFormen, kleine, runde und mittelgroße, vorn und seitwärts beliebig ausgebogene Hüte und ähnliche ganz große. Neu ist eine ganz flach dem Haar aufliegende Capoten-Art mit nach den Ohren zustrebenden Verlängerungen dieFranzosen nennen sie Mäusebalg, an der die Garnitur Alles thun muß. Das grobe und mittelstarke Stroh erfreut sich des Vorzuges vor dem ganz feinen; letzteres erscheint vielfach mit Roßhaargeflecht gemischt. Den neuen Tönen: schilf- und moosgrün, carmoisinroth, gold- und orangengelb, halten die alten soliden Farben das Gleichgewicht. Die Garnituren. 9 auch hier herrscht die Mehr- und Vielfarbigkeit vor rekrutiren sich hauptsächlich aus Rosetten jeder Art Band.. Stoff, Spitzen, Tüll , aus rosettenartigen Vlumentuffs, aus der großen Schleife, aus einzelnen Flügeln und flügelartigen Spitzen- oder Stosftheilen. Noch immer gilt die Gleichseitigkeit deS Arrangements für hochmodern, nur, daß man entweder an einer Seite, in der vordern Mitte oder hinten einen Blumenzweig oder einen Federbusch aufsteigen läßt, andererseits aber auch das Herabhängen der Garniturtheile nach denOhren zu begünstigt. Der Blumenschmuck ist oft überreich; solcher in lila, carmoisinroth und gelb kehrt am häufigsten wieder. Die Hinneigung zum Schwarz hat eine Menge schwarz gefärbter Blüthen und Blüthen mit schwarzen Stielen gezeitigt. Sehr gern wird reichlich grünes Blattwerk, besonders Epheu, verwandt. Die Entoutcas sind, gleiche den Regenschirmen, überschlank und auffallend kurz gestielt; zur Bekleiduna dient gewöhnlich Changeant-Seide, Um dem Tragen des geschlossenen Schirms im Futteral wirklich einen praktischen Nutzen zu gewähren.hat man dem obern Rande des letzteren- aus einem etwa 15 Cm. hohen, entsprechend weiten Stofftheil einen Beutel angesetzt, der, an den Querrändern offen und oben mit einer Zugschnur versehen, zur Aufnähme eines r'"'nen Taschentuches

dient. Unter den eigentlichen Sonnenschirmen ist selbstredend Moiree viel vertreten. Die höchste Eleganz repräsentirt der weiße Schirm mit Spitzenoder Kreppbekleidung und mehrfachem Spitzen- oder Kreppvolant um den Außenrand, dem eine Doppelrosette am Stiel und eine Rüschengarnnur unterhalb der Schirmspitze entspricht. An einem rosa Exemplar dieses Genres war der Krcppbezug, den selbstredend Seide abfüttert, in regelmäßigen Zwischenräumen und ebenso die Volantsränder u. s. w. mit schwarzen Spitzenpicots besetzt, was außerordentlich hübsch und pikant wirkte. Die vielfache Krepprüsche nebst Rosette u.s.w. haben auch Schirme aus Taffet, unter denen wiederum solche in carmoisin, gelb und orange hervorleuchten. Einfachere Taffetschirme zeigen schmale Rüschen oder Volantansätze aus übereinstimmendem oder in farbigen Streifen gewebtem Band; abstechendes Futter, mit dem der Schleifen- oder Rosettenschmuck übereinstimmen muß.taucht hier und da auf. Ebensowenig fehlen die transparenten Schirme aus Spitzen, denen nur einzelne Aandspangen untergelegt sind, und aus eingereihtem Krepp. Die Knöpfe und kostbaren Griffe, mit denen man in den warmen Märztagen einen gewissen . Luxus trieb, weichen mehr und mehr großen federndenArmringen, welche bequem über dieHand gestreift werden können. Dazu wird der Schirmstock gern mit feiner., der Bekleidung entsprechenderSeidenschnur umwickelt, deren Enden kleine Pompons oder Metallstifte abschließen. Die kurze Uhrkette ist gar nicht mehr modern. Man trägt die Uhr wieder an langer venetianischer, nicht selten von Perlen unterbrochener Goldkette, entweder um den Hals oder, wenn man hübsch schlank ist, um die Taille. Im letztern Falle muß die Uhr durch ein Gehäuse geschützt werden, und da solche aus Gold kostspielig sind, verwendet man zu diesem Zweck auch starke silberne Bauernketten (Schnürketten) und silberne Gehäuse. Zugleich taucht auch das Band Louis Quinze wieder auf. ein etwa 5 Cm. breites. 1 1-4 M. langes schwarzes Seidenband, an dem die Uhr vorn im Kleide geborgen wird, während man die Enden im Nacken zu einer kleinen Schleife bindet. In öer NegimcntSschnkidtrei. Mahlzeit!- Mahlzeit!" .Ist der Herr Regimentsschneidermeister vielleicht zu sprechen?" Augenblicklich nich. aber er muß jleich kommen. Wat wünschen Sie denn von ihm?" Ich möchte mir einen Extra-Anzug bestellen." Sie meinen woll 'ne Extra-Uniform. kleener Einjähriger? Kommen Se doch mal her, ick möcht' mal sehen,wie weitSie eijentlich an mir rufreichen," läßt sich ein Unteroffizier der Leibkompagnie hören, der mit einem anderen Einjährig-Freiwilligen seiner Korporalschaft gekommen war. Wat de Natur doch allens hervorbringt. Sehen Se mal, Sie Nüpselken, unter meinem Arm können Sie bequem durch jehn. Sie sind wohl die kleenste Jröße von's janze Regiment, wie?" Einer ist noch kleiner." Na. wenn det so weiter jeht, denn werden wir zuletzt noch unter die Zwerje versetzt." Freut Euch, Ihr Zickenböcke, bei dem seine Extra-Uniform könnt Ihr jut Schmuh machen." Dafür müssen die Leute aber für Ihre Uniform gehörig zugeben." Haben Sie 'ne Ahnung. Männeken. Zu 'ne ExtraKledatsche kann sich unsereens nich so leicht versteijen, ja, wenn Potztausend, da kommt ja noch. so 'ne Abnormität an! Denn sind Sie wohl derjenichte, welcher?" Herr .Doktor. Ihre Hose ist fertig," bemerkte, vom Arbeitstisch springend, einer der schneiderirenden Marsjünger. Kann ich sie anprobiren?" Gewiß. Hier, bitte!" Der Eintretende verbeugte sich vor den beiden anderen Freiwilligen, warf dem ihn angrinsenden Unterosfizier einen Vernichtungsblick zu und fragte dann: Und wie steht's mit meinem Rock?" Der ist morgen fertig." Inzwischen hatte der Doktor die Beinkleider gewechselt und betrachtete sich wohlgefällig im Spiegel. Hm, die Hose sitzt patent, nicht wahr, meine Herren?" schmunzelte der Schneider. Jawohl." lachte der Unteroffizier, det reene Kadettchen von hinten, von vorne aber janz Mann. Kurz und dick, aber doch chic." Immer im Geschäft. Vater: Jakob, host Te schon gele sen von H. Heine? Sohn: Nee, Bater, wie baißt, hast De gegeben ihm hohen Credit? Auf Alles gefaßt. Also heirathen wollen Sie. Na, versteht denn ihre Frau auch etwas von der Wirthschaft? O, seien Sie ohne Sorge, ich habe einen sehr guten Magen. . Ueberflüssige Möbel. A. : Warum haben Sie denn sei nen Eisschrank in Ihrer Wohnung? B. : Ich brauche keinen, ist habe ein Bostoner Madchen geheirathet. Der opferwillige Gatte. Junger.Gatte (seit einem Viertel, jähr verheirathet, sieht seine junge Frau über dem Ausgadebuch st&cnj: Liebe Therese!" . . . . Junge Frau: .Du wünschest, Eduard?" Junger Gatte: Wenn Du mit dem Haushaltungsgelde nicht reichen solltest, dann werde ich hin und wie der Abend im Wirthshaus essen." Reflexion. Studiosus: Hm, da heißt es in den Blätter oft, daß die Welt voll Un gläubiger sei. Unsinn! Erst heute morgen waren sieben Gläubiger bei mirj

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Fünf Cents ein Onkel schenkt dem Max, Der kauft sich Eigaretten straks, Lad't Karl und Tommie dazu ein, Doch Willie dünkt ihm noch zu klein. In 'ne halbleere Futterkist' Das Trio dann gekrochen ist. Der arme Willie steht davor, Kommt wie'n begossener Hund sich vor. Und als in Thränen er bricht aus, Da schreit derMax zum Kasten 'raus: ,Pack Dich nach Hause auf der Stell'; Verklatschst Du uns, gerb' ich Dir's Fell!" Der Willie denkt bei sich: Nanu 'S gehören immer zwei dazu!" Und eilends e: zum Stallknecht rennt Und schreit: Die Futterkiste brennt!" Den dicken Qualm der Stallknecht sieht. Der von der Kiste hoch sich zieht; Laust hin in Nancy Hanks'schem Trab ; o . SLffil L m'ETw & y Und schütt't zwei Eimer schnell hinab. .Ha,ha." höhnt Willie, süß ich Räch; Der Klügste siegt, ist er auch schwach. Vorhin war ich der nasse Hund, Jetzt, Freundchen, schlägt 'mal Eure Stund'!" Wandlung. Als Romas Held, der Cäsar hieß, -Am Bosporus auf Feinde stieß. Da hat er sie gehau'n. geschlagen. Daß blutend sie am Boden lagen. Und Wen'ge nur durch schnelles Flieh'n Sich konnten noch zurücke zieh'n; Dann stößt sein Schwert er in die Scheid' Und macht für Rom die Post bereit: Veni, viäi, vici!" Nicht lang' darauf spricht Varus: Spaß, Ein Held wie ich kann auch so was!" Er stößt auf Deutsche, doch Juchhei! Die brachten ihm das Deutsche bei: Die deutschen Hieb' und deutsche SpracheVerblüfft flieht er in's Zeltgemach, Stößt dort sein Schwert siH in den Bauch, Und röchelnd schreit der dicke Gauch: Wehe, wie die wichsen! Comftrom itt5r:,ende Entschuldigung. Onkel: Ei, hier sinden sich unter Deinen Papieren drei Champagner - Rechnungen!"' Neffe: Es ist wirklich nur eine mit immtv neuem Datum!" . .

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Für ttnscre Frauen. Man vnnt frischwrg Liebe de? WeibcS die Laune ei niar'Tage. eine Berdindung obn Acdtung, eine kclt. Gewohnheit, eine romentisck eE'.ndUdung.eine Neigung gefolal von baldiger Abneigung, man giebt diesen Nantes kauiend lihimüren. Voltaire.

Ueber die Liebe dcö WcibcS. Seit undenklichen Zeiten haben die Poeten und Weisen des Weltalls das wahre Wesen der weiblichen Liebe zu definiren. zu classificiren und zu analysiren versucht. Trotz all' dieses Bemühens, trotz des großen Fortschritts unseres sin de siecle" auf allen anderen Gebieten des Wissens, scheint es in dem einen Punkte nur Stückwerk bleiben zu sollen, denn gar viele weltklug: Männer sind sich bis auf den heutigen Tag noch nicht klar darüber, was sie eigentlich von diesem vielgestaltigen Empfinden des Weibes zu halten haben. Gerne werden daher alle Herren der Schöpfung folgende Schilderung der weiblichen Sphinx, wie sie Byron darstellt, unterschreiben. . Seltsames Thier der Mensch! und Weiber gar! Ihr Kopf, ihr Herz, was für ein Labyrinth! , Was für ein Strudel, tief und voll Gefahr! Vermählt, verwittwet, ledig, immer sind Sie rastlos wie der Wind und mandelbar. Man glaubt, man kenne sie und dann beginnt Die Sache erst recht räthselhaft zu werden. Das ist uralt und immer neu auf Erden. Wir können nicht umhin.mit BrachVogel zu fragen: Ist daS Weib wirklich eine solch räthselhafte Kreatur? Ist es genau kennen, seine Gefühle ergründen zu wollen, eine Danaidenarbeit, mindestens ein Wunderwerk?" Oder lassen sich viele Herren von der Lösung des Problems zurückschrecken, wenn sie das traurige Resultat der Forschungen Paul Heyse's vernehmen, der da reimt: Frau'n sind Räthsel von jener Art Die, wenn wir die Lösung wissen Bereuen lassen, daß wir so hart Die Zähne dran zerbissen. Vielleicht hat auch jener bitterböse Ausspruch mehr Verbreitung bei der heutigen Männerwelt gefunden, als man vermuthet, der da verkündet: Der Mann kann es erreichen, die Frauen und ihre Liebe kennen zu lernen, aber so wie Latude die Kerkermeiste? kennen gelernt hat nach fünsunddreißigjähriger Gefangenschaft!" Ja selbst der große Napoleon hat der Frauenliebe ein schlechtes Zeugniß gestellt, indem er laut seiner Meinung folgendermaßen Ausdruck verleiht: Die Liebe thut mehr Böses als Gutes,und es wäre eine Wohlthat, wenn eine schützende Gottheit dieMenschen. d. hdie Männer davon befreite. SlvK muß es die Männer im Verkehr mit dem zarten Geschlecht sehr ängstlich und vorsichtig .machen, wenn sie hören: Je größer Lieb, je größer Leid Kommt von den schönen Frauen." Dann gibt es wieder andere moderne Frauenlobe, welche die Herren vor der Frauenliebe warnen, indem sie behaupten: Die Frauen lieben aus Neugierde, aus Eitelkeit, aus Nachahmungssucht, am häufigsten aus Langeweile, nur manchmal aber auch aus Liebe." Wie sollten die Junggesellen noch so viel Muth verspüren, -eine Heirath einzugehen, wenn sie von Saphir hören: Die Ehe ist das Grab der Liebe, und die Frau ist zugleich das Kreuz darauf!" und wenn Castelli diese Definition der Ehe ergänzt, indem er hinzufügt: Wie sich Lieb und' Eh' unterscheiden, soll ich dir sagen? Wenn die Zweite beginnt, endet die Erste sogleich." Ja selbst die stets so galantenFranzosen scheinen von der weiblichen Liebe nicht viel Gutes zu halten, wenn ein so geistreicher Schriftsteller wie Beaumarchais öffentlich den Unkenruf erklingen lassen kann: Wer die zweite Frau nimmt, ist- nicht werth, daß er die erste verloren hat." All die eben angeführten Aeußcrungen der pessimistischen Frauenverächter müßten uns schier verzweifeln lassen an der Macht und Kraft jener elementaren Gefühle, welche wir in der edlen Liebe des Weibes personificirt zu sehen meinten, wenn nicht andere der idealen Richtung huldigenden, Geistesheroen den Glauben an eine romantischere. reinere Auffassung der weiblichen Liebe uns erhalten würden. Ihr widmet Schiller folgende Verse: Wie entzückend Und süß ist es in einer schönen Seele Verherrlicht uns zu fühlen, es zu wissen, Daß unsere Freude fremde Wangen röthet, ' Daß unsere Angst in fremden Vusen Zittert, . Daß uns:re Leiden fremdeAugen wsssern." Und gleichzeitig mit dem Namen Stiller erklingt unsAllen seine wohlbekannte, wunderbare Verherrlichung zes Weibes und seiner Liebe: i Ehret die Frauen! sie flechten und weben Himmlische Rosen ins irdische Leben. Flechten der' Lieb: beglückendes Band Und in der Grazie züchtigem Schleier Nähren sie wachsam das ewige Feuer Schöner Gefühle mit heiliger Hand " In schlichter Prosa, aber doch wirkungsvoll schildert I. I. Rousseau den Reu der weiblichen Zuneigung, indem' er ao.U Nur das Herz spricht zum

Herzen, und die ganze Moral eine? Pädagogen wiegt das liebevolle zärtliche Geplauder einer verständig Frau nicht auf. die uns aufrichtig zugethan ist." And Jmmermanre zeichnet die Liebe der Frauen in gluthreichen Farben wie folgt: Nur das Weib weiß, was Liebe ist. in Wonne und Verzweiflung. Beim Manne bleibt sie zum Theil Phantasie, Stolz, Habsucht, das Weib wird durch den Kuß ganz Herz vom Scheitel bis zur Fußsohle. Da ist keine Fiber, hin Nerv, de: nicht jubelte, oder jammervoll zuckte." Der Enthusiasmus des armen frilhverstorbenen Körner aber A.'ht so w:it, zu verkünden: Wer für sein Lieb nicht sterben kann, Ist keines Kusses werth!" , Und schließlich finden wir die echte selbstloseste Art der Liebe, zu welcher wir uns berechtigt glauben, auch die' Frauenliebe zählen zu dürfen, im Buche der Bücher, der Bibel, in einer, Weise geschildert, die alles erschöpft und zusammenfaßt, was Dichter uni Denker je von der Liebe gesagt unir gesungen: Die Liebe ist langmüthig uni freundlich, sie bläht sich nicht, sie stellt sich nicht ungeberdig. sie läßt sich nicht erbitten, sie trachtet nicht nach Schaden. sie erträgt Alles, sie glaubt Alles, sie hofft Alles, sie duldet Alles." . Eine verpfändete Stadt.

Von der schon mehrfach erörterten Verpfändung Wismars seitens der Schweden an Mecklenburg und die im Jahre 1903 bevorstehende Einlösung des Pfandes durch Schweden giebt em genauer Kenner der mecklenburgischen Geschichte folgende historische Darstellung: Weshalb man überhaupt den; Modus der Verpfändung gewählt hat, statt den der reinen Gebietsabtretung,' ist mitSicherheit nicht festzustellen; tochj hat die Vermuthung Vieles für sich.daß König Gustav der Vierte die Verpfändung vorzog, weil er zu dieser die Ein willigung der schwedischen Reichvstände nicht einzuholen brauchte, die einer definitiven Gebietsabtretung vielleicht nichk zugestimmt haben würden. Bekanntlich erhielt Schweden 1648 durch den Frieden von Münster und Osnabrück als Reichslehen zugesprochen: an der Ostsee einen Theil von Hinterpommern sowie Vorpommern und Rügen, an derNordsee die Bisthümer Bremen und Verden, und als Bindeglied zwischen beiden Wismar, das es schon 1632 durch Kapitulation erobert hatte und seitdem befetzt hielt, nebst den Aemtern Plön und Neukloster. Alle Rechte, welche die Stadt unter den Herzogen von Mecklenburg gehabt hatte, wurden ihr in diesem Friedensschluß gewährleistet. Die Dänen eroberten Wismar 1673, gaben es aber 167980 an Schweden zurück. 1713 wurde es abermals, und zwar von den Dänen, Brandenburgern und Hannoveranern erobert und die Festungswerke wurden zerstört. 1720 erhielt es indessen Schweden wiederum zurück, diesmal jedoch nur unter der ausdrücklichen,' gerade auf Brandenburgs besonderes Betreiben ihm auferlegten Bedingung, daß' es niemals wieder befestigt werden dürfte. Schon seit dem Verlust von Bremen und Verden (1709, bezw. 1720) verlor der Besitz Wismars für Schweden seinen Werth. Die ersten Besprechungen über eine Abtretung vn Mecklenburg dürften bereits 1791 bei einem BesucheKönig Gustav's des Dritten am Hofe zu Ludwigslust stattgefunden haben, perfekt wurde der Vertrag indessen erst am 26.Juni 1803 zwischen Gustav dem Vierten und dem Herzog FriedrichFranz dem Ersten. In diesem Vertrage übertrug Schweden seine Hoheitsrechte über Wismar und die Aemter Plön und Neuklofter auf Mecklenburg-Schwerin nach Maßgabe der Bestimmungen' des wefälischen Friedens. Mecklenburg verzichtete auf das Recht, seinerseits die Rückzahlung des Kapitals gegen Rückaabe des Pfandobjekts zu verlangen, wogegen es Schweden freigestellt wurde, nach Ablauf' von hundert Jahren, also am 26.' Juni 1903, das Pfand einzulösen. Verzichtet es dann auf die Einlösung, so gilt derVertrag sür auf weitere hundert Jahre prolongirt. Will es 1903 einlösen, so ist bis dahin der PfandschillinF 1.250.000 Reichsthaler Hamburger Banco mit 3 Procent jährlich Zins auf Zins zu verzinsen. Das Pfandobjekt darf zu keiner Zeit und auf keinerlei Weise an eine andere Macht oder einen anderen Staat veräußert werden. Mecklenburg übernimmt nun auch seinerseits die Verpflichtung. Stadt und Hafen Wismar niemals zu befestigen, auch letzteren niemals zu einem Kriegshafen zu machen. Zweifellos haben beide Kontrahenten bei Abschluß des Vertrages denselben für einen definitiven angesehen und nur dem König Gustav zu Gefallen, dem seineStände sonst leicht hätten Schwierigkeiten machen können, wurde diese Form des Pfandnexus gewählt. I e nachdem. Wie lange müßte mein Bub bei Ihnen lernen" Die Lehrzeit richtet sich ganz nach dem Lehrgeld, welches Sie für ihn bezahlen wollen! Zahlen Sie hundert Mark, so braucht er bloß ein Jahr zu lernen, geben Sie mir aber zweihundert Mark, dann können Sie ihn gleich wieder mitnehmen!" , Uebertroffen. Erst:r Schauspieler: Als ich das letzte Mal den Franz Moore spielte, da haben sich die Zuschauer geängstigt." Zweiter Schauspieler: Das ist noch gar nichts Als ich' das letzte -Mal den Wurm spielte, da hat sich das Publikum sogar gekrümmt."