Indiana Tribüne, Volume 17, Number 259, Indianapolis, Marion County, 7 June 1894 — Page 2
t
V V
Jndiana Tribune. Erscheint Täglich und Sonntags.
Die tägliche Xtl&ünc" kostet durch den Träge, llSentk per oche, die EoRntZgS'Trtbün 5 ffcntS per Woche, Beide ufamnsen 153ent oder WCent per Monat. PerPoftjugrsqiZttnDor auidkjahlunz V per Jahr. Osfltt : No. 18 Sud Alabama Str. Zndianapoliö, Ind., 7 Juni 1894. KaiserttSeWahrzeickim." Eine hestige Zeitungspolemik ist in der Hauptstadt des bierfröhlichen Bayerlandes ausgebrochen, zwar nicht gerade um des Kaisers Bart, aber doch um Kaiserliche Wahrzeichen. Die .Münchener Neuesten Nachrichten" hatten in einem Artikel gesagt, der deutsche Kaiser besitze in Bayern zwei kaiserliche Wahrzeichen, einmal das demselben von Herrn t. Schack vermachte Haus in München,woselbst sich des letzteren Gem'äldegallerie befindet, und dann den Mitbesitz an der Hohenzol-lern-Burg in Nürnberg. Gegen diese Behauptung spektakelt nun Dr. Sigl in seinem Bayer. Vaterland" und sagt unter Anderem: Was das eine Wahrzeichen, jenes Haus in München, betrifft, so hat Schack dasselbe dem deut schen Kaiser nicht vermacht, dasselbe ist ttvx Bruder des Verstorbenen zugefallen; das andereWahrzeichen anlangend, so heißt es in dem von Sybel veröffentlichten Schreiben des hochseligen ftö nigs Ludwig des Zweiten an den Kö nig Wilhelm den Ersten doti Preußen: indem ich E. K. Maiestät anbiete, die ehrwürdige Burg Ihrer Ahnen zu Nürnberg gemeinschaftlich mi! mir zu besttzen". Demnach hat Kömg Ludwig der Zweite, wie er auch nicht anders konnte, nur für seine Person, nicht auch für seine Thronsolger, dem König Wilhelm dem lZrsten, nicht auch den !!achfolgern auf dem preußischen Throne, den Mitbesitz an der Burg zu Nürnberg angeboten oder eingeräumt. Mit dem Ableben des Ki nigs Ludwig des Zweiten kam daher das dem-König Wilhelm dem Ersten eingeräumte Recht des Mitbesitzes der Burg in Nürnberg umsomehr in Weg fall, als jener Akt des Königs Ludwig, die Einräumung des Mitbesitzes an der Burg in , Nürnberg ohne die Zustim mung der Agnaten des bayerischen KLnkgshauses und ohne ein Gesetz lediglich eine auf die Person des Königs Ludwig beschränkte, denselben allein dindende rechtliche Wirkung äußern konnte." Die Neuesten Nachrichten- bemer. k:n hierzu: HerrDr. Sigl irrt in mehrfacher Beziehung. Erstlich ist das Haus des Grafen Schack in München inzwischen von Sr. Majestät dem Kaiser erworben worden. Was sodann den Mitbesitz der Burg zu Nürnberg anlangt, so unterschlägt Dr. Sigl seinen Lesern die Thatsache, daß das vom 30. August 1866 datirendeSchreibcn Königs Ludwig des Zweiten an König Wilhelm den Ersten von Preußen im engen Zusammenhange mit der gleichzeitigen Ratifikation des preu ßisch-bayerischenFriedensvertrages vom 22. August 1866 sieht; daß das Anerbieten des Mitbesitzes ein freiwillig dargebotenes Aequivalent für den Verzicht auf weitergehende preußische Ansprüche war, und daß endlich der Wortlaut des königlichen Schreibens jeden Zwei Tel beseitigt, als ob der Mitbesitz- nicht ein dauernder sein sollte. Ein derartiger souveräner Akt der bayerischen Krone bedürfte keiner Zustimmung der Agnaten", was Dr. Sigl und seine evenwellen Hintermänner doch sehr wohl wissen. Daö Schreiben weilandKönigs Ludwig des Zweiten hat folgenden Wortlaut: Nachdem der Friede zwischen unö geschlossen und eine feste und an dauernde Freundschaft zwischen unse ren Häusern und Staaten bearündet ist, drängt es mich, dieser auch einen äußeren symbolischen Ausdruck zu ge ben. wdem ich Eurer Könialichen Ma jestät anbiete, die ehrwürdige Burg Jhrer Ahnen zu Nürnbera aemeinscknftlich mit mir zu besitzen. Wenn von den r V.!r. r r r wr oimiwi rnccr gemelnjqaslllcyen nynenburg die Banner von Hohenzollern und Wittelsbach vereinigt weben, möae darin ein Symbol erkannt werden, daß Preußen und Bayern einträcktia über Deutschland's Zukunft wachen, welche die Vorsehung durch Eure Königliche Majestät in neue Bahnen gelenkt hat." Der Zorn deö Herrn Sial sck eint ftö somit gegen das Verhältniß d:r festen und andauen.den Freundschaft" zu richtn, und. gegen das einträchtige Wachen über Deutschland's Zukunft", uytn Symbol ver gemeinsame Besitz lein ,oure. 2a Oel für Ltnrmwogen. Es ist eine weitverbreitete, üblePhi. lifteraewohnheit. Mittel zur Abwen dunz von Unglücksfällen erst dann in orjajijg zu bringen, wenn das Unheil geschehen ist. Oft kommt eS aber auch vor, daß zeitig und übergenug von ivlcyen Ävwenoungsmttteln g schwatzt aber nur aesckwakt wird und Niemand die Hand zu praktischem Schutz rührt, bis, schreckliche Ersahrungen die Sache wieder dringlicher -ericyeinen latn, su? den Augenblick N?enigsienZ. Bei den kürzlichenStürmen auf den Binnenseen, besonders auf dem Micki gansee, hat offenbar kein einziaer Schiffsführer, sogar in unmittelbarer mn c . r - c . c . Jtavjz cza anoes, oaran geoaazl.emen Versuch mit Oel zur Besänftigung der Won zu machen: oder wenn er daran aedackt bat. so stand ihm ttm Gebote, da die. Binnensee-Rheder sich noch gar nicht um dergleichen aekümmert iu haben scheinen. Wie viel i)i ln ven letzten Jahren darüber geschrieben worden, und wie häufig sSon war anderwärts dfc Anwenduna von Oel zu diesem Zweck von Erfolg gekrönt! ' ' MitNech! ist besonders das bvdro ü tapii Sqz' . Amt. unserer jaus
deZregierung Wer dlese Unterlassung erstaunt. Denn dasselbe hatte in seiner Lootsen-Schisfskarte für die großen Binnenseen" eingehende Weisungen über die Art der Benutzung von Oel oder Seifen-Absud bei Stürmen gegeben und glaubt, daß kein Men-
schenverlust und Nicht emmalElgenthumsverlust zu verzeichnen . gewesen wäre, wenn man" nach diesen Anwe'sungen gehandelt hätte. Ueberdies war der im Juni 1892 veröffentlichten Lootsen-Karte für den Atlant! schen Ocean eine Menge Briefe von Seefahrern beigegeben worden, welche den Erfolg jener Methoden bestätigten und ihre allgemeine Anwendung dringend empfahlen. Das hydrographische Amt wünsch! daher, daß von der Presse nochmals energisch auf diese Verhütungsmaßnahmen aufmerksam gemacht ' werde, und diesem Wunsch sei auch an vorliegender Stelle entsprochen. Entschieden die geeignetsten Gattungen Oel für jenen Zwecke sind die dicken und schweren Oele. Mineralische Oele sind nicht so wirkungsvoll, wie diejenigen pflanzlichen oder thierischen Ursprungs. Mit ungereinigtem Petroleum hat man auch schon günstige Resultate erzielt, und noch bessere mit " gereinigtem. Manche Arten Fischöl haben die ungünstige - Eigenschaft, daß sie bei kaltem Wetter zusammengefrieren, und sie sind daher nutzlos, . ausgenommen bei geeigneter Mischung mit mineralischen Oelen. In der neuesten Zeit erst hat man, außer den sonstigen Oelen, auch SeifenAbsud recht vortheilhaft für diesen Behuf befundene Als die einfachste und beste Art. Oel über die stürmischen Wogen zu vertheilen, wird vom hhdroarapbischen Amt die Vertheilung mittels etwa 1 Fuß langer Beutel aus Segeltuch bezeichnet, die mit Werg und Oel gefüllt sind, und in die'Mt einer, groben Segelnadel Locher gemacht werden. Durch ein Talje-Reep (lanyard) werden diese Beutel oder Sacke gehalten. Es hangt von der Windrichtung und dem Zustand des Wetters ab, von welchem Theil des, Schiffes aus daö Oel am vortheilhaftesten auf dasWaser -gebracht werden kann. Für alles das sind eingehende Weisungen, von Zeichnungen begleitet, veröffentlicht worden.' Für lange Wogen hat die Anwendung von. Oel weniger. Bedeutung, desto werthvoller ist sie aber gegenüber zenen kurzen -gehackten Wogen, wie sie sich gerade bei den kürzlichen Bin nensee-Stürmen zeigten, sowie bei Sturzwellen. Daber sind die zu ver wendenden Mengen verhältnißmäßig geringfügig. Ein Bericht besagt z.B., oaß ein Beutel mit 5 Quart Oel drei Stunden gereicht habe. Keinesfalls ist diese Einrichtung sehr kostspielige Manche, gewissenlose Schiffsrheder freilich, welche kein Bedenken tragen, m alten, langst mcht mehr seetüchtigen Schiffen, in schwimmenden Särgen", Menschen hinauszuschicken, so lange sie wissen,dan sie an dem Eargo nichts verlieren, solche werden sich auch nicht sonderlich mit der Befolgung der obigen Rathschläge beeilen, und scheinen überhaupt geflissentlich hinter den Normen des Onan-Schllfsverkehrs in jeder Hinsicht zurückbleiben zu wollen. Da bleibt denn nichts übrig, als endlich sie zu zwingen, und v".elleicht konnten auch die VerstcherungsGesellschaften strammere Saiten aufziehen. arl NSstr's Erlebnisse im Jahr der Neak ion. Der bejahrteste unter den noch thZtrgen Veteranen der deutsch-amerika Nischen Presse ist Karl Röser, denn tr steht in der Mitte der Achtziger, redrgirt abe? noch frisch und kräftig den Volkstnbun ln der Bundeshaupt stadt. Durch die Brutalität, womit kürz lich der Berliner Richter Vrausewetter gegen dortige Zeltungsleute wegen et ner ganz gerechten Beurtheilung von Polizelschandthaten verfuhr, wird Rö ser an die noch weit ärgere Brutalität erinnert, mit der man in Preußen einst gegen ihn verfuhr, weil er an der Frei heitsbeweguna von 1843. wie einst fchon an der in den dreißiger Jahren, werkthätigm Antheil genommen hatte. Er theilt im Volkstribun" Folgendes mit: ES war im Januar 1849, als die Revolution :n Preußen niederaeschla gen und die Reaktion siegreich war. Um den ÄerfÄlgungen wegen mtlvu Theilnahme ' an der Revolution i Thüringen zu entgehen, flüchtete ich. wurde aber in Merseburg verhaftet' und ln der brutalsten Welse in's Ge fängniß geworfen. Am nächsten Mor gen wurde ich vom. Gefängnisse auS nach dem offentllchen- Marktplatz e führt; daselbst waren' Infanterie und Eavallerie aufgestellt. General von Schack war zu Pferde vor den auf dem Marktplätze aufgestellten Truppen und gab mit lauterStimme die Ordn: daß. wenn das Volk Aus meiner Marsch route durch irgend eine Stadt mich zu befreien suche, das Militär mich sofort c . p ir r pv ' nieoerichleizen ioue. ; Ich wurde in einem Wagen voll von Infanteristen mit geladenen Gewehren, sowie, in. Begleitung einer Eskadron Husaren von , Merseburg forttrans portirt. Ms wir in Halle a. d. Saale ankamen, wo ich m Folge meiner Ar tikel in der demokratischen Aeituna da selbst sehr bekannt war, erfolgte ein. Äusammenlaus des BolkeZ und man machte den Versuch, mich zu befreien. Inzwischen ging eS in sausendem Ga. lopp durch die Stadt. Abends langten, wir m Elsleben an. Dort wurde ich zuerst in ew Volizeigesängnik ge bracht! Hut Mantel . und' Stiefeln wurden mir- abgenommen und . in Strümpfen und barhäuptig mußte ich NachtS durch, tiefen Schnee in ein entlegeneS unterirdisches Gefängnißloch wandern. . ES war kalt; . kein Ofen, aber eine Holzbank war, vorhanden, auf der ich ruhte. In der Gefängniß thllr befand sich ein Loch, daS von außen zu offnen war; jede. Viertelstunde rief der Wachtvsten durch .daZ
ocy mich an, und' als ich nicht an:wortete. erklärte derselbe, daß er Befehl habe, auf mich zu schießen, wenn ich ihm die Antwort schuldig bleibe.. Am folgenden; Morgen wurde ich wieder in Strümpfen durch den tiefen
Schnee nach dem ersten esangmk geührt, wo elbst ich Jbtte ein, Mantel und Hut zurückerhielt und mit tx tv'ähnter Eskadron Militär nach San gerhausen., nahe am Kyfsyäuser. m das Eriminalgesängniß abgeführt wurde. Ich fand daselbst verschiedene Genossen von der preußischen Rationalversammlung und andere Agitatoren. Nack mebrmonatlilöer Haft aelana es mir, zu entfliehen; ich kam glücklich in England an. Meine Familie traf sväter in Southampton ein. und mit ihr segelte ich nach Amerika." Richter Lynch in Bayern. Das friedliche Städtchen Weilheim in Bayern war am Pfingstfeste der Schauplatz eines Actes wilder Volksjustiz, die freilich durch einen überaus brutalen Mord provocirt war.' Die Weilheimer Vereine Edelweiß" und Immergrün-, . deren Ultttglieder Wt werbsgehilfen sind, unternahmen mit Musikbegleitung einen gemeinsamen Psingstausflug nach dem 2 1-2 Stunden entlegenen Hohenpeissenberg. Durch schlechtes Wetter vom Ausstieg avgeyalten. zechten die Mitglieder in Unterpeissenberg. Hierbei zeigte sich der nach Niederviehbäch, Bezirksamt Dinqolfing, zuständige, etwa 30jährige Bäckergehilfe Ludw. Wagenbauer zu Ausschreitungen geneigt und, äußerte mehrmals: veur hab' lch mein Messn bei mit.' heut muß ich noch a Blut sehen." Es dauerte auch nicht lange, so fing er mlt Vereinsmltglledern Handel an, und als der Wirthschastspächter Erhardt aus Weilheim, als Herbergsvater deZ Vereins, den Streit gütlich beilegen wollte, stieb ihm Wagenbauer. ohne beleidigt oder gereizt zu sein, daö Messer derart ln dlk Brust, daß der Verletzte nach zwei Minuten eine Leiche war. Der Morder wurde nach emem vergeblichen Fluchtversuch dingfest gemacht und Mlt der Bahn nach Wettheim geschasst, wo sich am Bahnhof eine große Menschenmenge angesammelt hatte, die Ankunft des Mörders erwartend. Die Erbitterung gegn diesen war groß, da Erhardt eine allgemein beliebte Persönlichkeit war. , Als der Zua am Bahnhof einfuhr, war All IN yocyuer 'annung, viz V5lv!llllung aber erreichte ihren b'öhepunkt.als man deS Mörders ansichtig wurde. Mit Wildem Geheul hurrah! schlagt ihn todt!- stürzte der ganze Haufen, etwa 500 Mann, auf ihn los und schlug aus ihn ein. Andere bombardirten ihn mit ri- . vi rec!ii. Holzscheiten und Steinen. Der Mörder war von fünf Gendarmen begleitet. von denen drei fortwahrend mlt blan ker Waffe auf die angreifende Menge einHieben, um sie nur einigermaßen abzuhalten, sonst hätte sie den Mörder buchstäblich in Stücke zerrissen.' So gings im Laufschritt durch die Stadt zur Frohnfeste, wo die Gendarmen den Wagenbauer blutüberströmt anbrachten. Einige der Angreifer erhielten Säbelverletzungen, einem wurde der Arm abgeschlagen. Aber auch die Gendarmen sind voll von Beulen, denn mancher Schlag oder Wurf verfehlte sein Ziel und traf die unschuldigen Hüter des Gesetzes. Wagenbauer ist so arg zugerlchtet. daß an fernem Auskom men gezweifelt wird. Die todten und die ZSedenden. Gelegentlich deZ GräberfchmückungsTages ist vielfach die Frage aufgewarfen, ob wohl auch daS heutige Ge schleckt so diel Vaterlandsliebe besitzt wie das unmittelbar vorhergehende. oder ob Nlcht , vielmehr der nächste Bürgerkrieg nur durch die Begehrlichkeit, den .Neid ünd den Klassenhaß verursacht werden wird. Es liegt eben in der menschlichen Natur, die Gegenwart aus Kosten der Aergangew heit zu verkleinern und die Helden Zeitalter stets nach rückwärts au ver legen. ' Sonst könnte es 'nickt schon ganz veraessen sein, dak sich auch der Krieg zwischen Nord und Süd hätte w. -;v rr . ü k . veriiieioen iacn, wenn nicgi ayrzehnte lang die aröbste Selbstsucht beide Theile verblendet. und die Liebe ZUM gemeinsamen Vaterlande in den Hintergrund aedränat hätte.Die Vorgeschichte des Krieges gegen die Sklaverei ist in keiner Welse ehrenvoll für das ' amerikanische Volk Sie besteht auS feigen Eompromissen demagogischen VerUdunaen und sel tionellem Hader, ganz zu schweigen von oem unoerecyilglen 'ngrlss . an Meriko. der ledialick den .qweck batte neue Gebiete für die Sklavenhalter zu erobern. Heute kann man nur och mit Beschämung lsen. dak die .barbarischen" Mexikaner sich beim Fr!e vensschlusse die Fernhaltung derSklaverei auö den ihnen . geraubten Landestheilen ausbedingen wollten, und daß die civilisirten" Amerikaner sich entschieden weigerten, auf diese Bedingung einzugehen. ' Und wie' lange ist es her, daß 'selbst in Boston die' Abo litionisten . buchstäblich 'mit Koth beworfen wurden? Es bedürfte erst sehr, starker Erschütterungen, um das ame' rikanische Volk aus seinem rohen Mä-' terialismuS aufzurütteln ' und mit einem Ideale zu beseelen. Daran sollten alle Diejenigen denken. die dem lebenden Geschlechte 'alleZ höhere Streben absprechen, .weil, es nur auf die Steigerung seiner, körperlichen Genüsse bedacht zu sein scheint. Unstreitig hät die. fabelhafte Vermehrung des Nationalreichthums alle Klassen der Bevölkerung nur noch habgieriger gemacht und - die einfachen Sitten der alten Vauernrepublik zur mythischen Erinnerung umgewandelt. Niemand ist zufrieden mit 'seinem Lose, und wer daS seinige nicht aus eigener Kraft verbessern kann, der schielt mit gierigen Augen nach dem Vermögen der .Glücklichen", oder l:rlai.gt vom Staate die Gewährleistung eines menschenwürdigen" .Daseins. Dieser will die Btstkuerunasgewgltu
seinen Gunsten mißbraucht habendener fordert billiges Geld. Der Eine möchte alle Reichthümer . gleichmäßig vertheilt, der Andere möchte wenigstens den Zunftzwang eingeführt oder die Einwanderung verboten haben. In demWunsch nach möglichst mühe-
losem und emtraallchem Erwerb begegnen sich Unternehmer und Arbeiter, j Gelehrte und ungcoiioele, Fromme und Ungläubige. Einen Schatz zu heben, ohne lange darnach zu graben, ist die stille Sehnsucht Aller, wie sie es von jeher gewesen it. Denn thatsächlich hat sich nur die Form des Strebens ein wenig verändert. Nach dem goldenen Blieh sind die Menschen schon vor Jahrtausenden ausgezogen, und sich ' anzueignen, waS sie nicht selbst geschaffen hatten, oder durch geheime Künste die Arbeit überflüssig zu machen, ist von jeher ihre Verlockung gewesen. Jetzt sind zwar ihre kühnsten Träume durch die Wirklichkeit übertrofsen, und die in lhren Dienst gezwängten Naturkrafte verrichten größere Wunder, als die Geister im Märchen, aber ihre Begierden sind trotzdem nicht gestillt und werden voraussichtlich, rne gestillt werden. Die Menschheit wird sich immer gleick bleiben. Eben deswegen ist iedoch das Heutige Geschlecht des Idealismus nicht weniger sabia, als jedes frühere. Die Menschheit ist sogar gerechter, rücksichtsvoller und edler geworden. Nie zuvor ist so allgemein und so ausdauernd an der Hebung der niederen Gesellschaftsschlchten, und der Ausaleichung der durch die Natur oder den Zusall bedingten Ungerechtigkeiten gearbeitet worden, wie zetzt. Bon Jahr zu Jahr werden die Rechte der Mittellosen mehr anerkannt und gesetzlich sicher gestellt. Wer die von ihm abhängigen Leute hochfahrend behandelt, unterdrückt und ausbeutet, wird von der öffentlichen Meinung verdammt. Daß die Uebelstände, die sich im Laufe von Jahrtausenden entwickelt haben, nicht in einem Jahrzehnt beseitigt werden können, sollte jedem Vernünstigen einleuchten, aber Niemand wird leugnen können, daß an der Lösung der großen Gesellschaftsaufgaben wacker geschafft wird. Wenn an das lebende Geschlecht der Ruf erginge, die Einheit des Landes aufrecht zu erhalten, so würde es ebenso freudig Folge leisten, wie das vorhergehende. Unter der Asche und den Schlacken klimmt Pas Feuer der Vaterlandsliebe, und es bedarf nur eines Windstoßes, um es zur hellen Flamme anzufachen. Die Männer, die im Kriege gegen den Sonderbund fielen sind nicht umsonst gestorben. (Chic. Abendpost.) Vom InlanVt. Die Rechnung mit den Sie benzehnjahrs-Grillen(ocusts") summt nicht recht. Sie erschienen im Juni 18V an der gcknzen atlantischen Küste, im Jahre 1885 erschienen sie wieder würden deshalb erst 1902 wieder sät lig sein. Die kleinen Zirper sind aber letzt massenhaft in Pennsylvarnen und Neu-England aufgetaucht. Die Pennsylvamer und die. Yankees mujjen freilich immer etwas Besonderes ha ben. Dievondem Presbyter i a-ner-Predlger Hooper in Cadlllac :n Michigan, der jüngst von der Frau I. Miller qus ossentlichex Straße ausgepeitscht worden war, deshalb ange strengte Beleidigungsklage hat der Klager zurückgenommen. Dagegen 1 1 bei dem Presbyterium der Kirche eine Beschwerdeschrlst gegen Hooper wegen ungeziemenden Betragens eingereicht worden. Hilfö-Feuermarschall Robert F. Rice von New York überreichte dem Brand-Commissär Wurster als daö Resultat seiner Untersuchung über den Tabernacle"-Brand einen Bericht, in welchem er die BrandstiftungS-' und ' Entzundungstheorle ver wirst und die Schuld für das Feuer den Orgelstlmmern zumlßt, welche an dem fraglichen Sonntagmorgen, bor dem Gottesdienste, im Innern der Orgel mlt brennenden Kerzen arbene ten und ' wahrscheinlich eine . derselben in der Orgel brennend zurückgelassen und dadurch den Brand veranlaßt haben. Er empfiehlt die ErlassunL einer polizeilichen Vorschrift, die es bei schwerer Strafe verbietet, das Innere von Orgeln mit Kerzen zu betreten oder Streichhölzer dort anzuzünden; nur verschlossene Laternen sollten bei Arbeiten in den Orgeln erlaubt sein. . DasWerbegeschäftsürdas amerikanische Heer wird nach den Bestimmungen einer neuen Bill, die der Senat bereits angenommen hat, voraussichtlich bald eine gründliche Verän-derung-erfahren. Die Dienstzeit soll nämlich orei Jahre vermindert werden, und kein Soldat yder Unterofficier soll nach Ablauf dieser Diensizeis kavituliren dürfen, der sich früher 'i'm Dienst oas geringste yal zu Schulden lom men lassen. Von prinzipieller Vedeu tung.ist übrigens eine andere Bestl'mmung m der Bill, laut welcher künstig nur noch amerikanische Bürger, dft flie ßend englisch sprechen, sesen und schreiben können, den Hunten Rock Uncle Sam's zu tragen berechtigt sesn sollend Wäre diese Bestimmung vor dreiunddreißig Jahren schon in Kraft gewesen, was wäre wohl dasSchicksal der Union gewesen? . . ' Neulich nahm ein etwa dreihundert Mann- starke? Volkshaufe von dem Gerichtsorte Lexington im County Dawfon in Nebraska vollständig. Besitz. Per Vorfall wurde dadurch herbeigeführt, daß '.die beiden reichen Farmer William Thompson und Bm Hilton, welche angeschuldigt sind, einem löjährigen Mädchen Gewalt cmgethan zu haben, ihr Vorverhör bestehen sollten. Es wird behauptet, daß s das Mädchen durch Todesandri:Hüngen eingeschüchtert und ihm während der Vornahme ihrer viehischm Handlungen einen gespannten Revolver vor den Kopf gehalten, haben, um eS lwn Wüiischen gefügig zu machen. Nachdem sie dem Strafgericht, überkiesen worden? wären versuchten meh?ere hundert Leute ie. in ibre' Gewalt
-y'-flfT?'
zu ve kommen, oie Gefangenen wurden aber schleunigst in das Gefängniß zurückgeführt. Abends wurde dieses von der wüthenden Menge umringt, und Rufus Gunn, der im Verdacht der Theiln:hme an dem Verbrechen stand, von der Menge festgenommen. Er war nahe daran, gehängt zu werden, wenn er nicht noch zur rechten Zeit von Sherifssgehilfen gerettet worden' wäre, indem diese einen Vergleich dahin zu . Stande brachten, daß Gunn fünf Minuten Zeit zum Verlassen des Ortes bei Vermeidung deZ Hängens gewahrt wurden. Die gleiche Gnadenfnst wurde einem Strolche Namens Prober! aus Lexington gewährt. Im südö st lichen Kansas werden ziemlich bedeutende Mengen Oel produzirt. Es sind kaum zwei Jahre her, da in der Nähe von Neodesha, im County Wllson ewige fünfzig Meilen nördlich von der Grenze des Jndianer-Territoriums, ein Prospek tor nach Gas zu bohren begann; rn einer Tiefe von 840 Fuß stieß er auf Oel. Er erwarb 5000 Acres Land in der Gegend und begab sich mit 'einer Probe des gewonnenenOels nach Pittsbürg, um dortige Capltallsten dafür zu interessiren, die denn auch bedeütende Summen rn Kansas anlegten. Heutigen Tages gehören der seitdem gebildeten Gesellschaft 400,000 Acres und der Oelbetrieb erstreckt sich ' auf Peru, Chautauqua, Fredoria, Thayer und andere Platze: neuerdmgs ist er auch bis in die Counties Linn, Neodesha und Allen ausgedehnt worden. Die Gesellschaft baut jetzt große Tanks und gedenkt auch Raffinerien zu errichten. Wahrscheinlich werden sich die Oelbrunnen in Kansas, nach den bisherigen Ergebnissen zu Weken, nie so productiv erweisen, wie z. B. die von Bradsord in Pennsylvanien, auch gibt das Rohprodukt nicht so reines Oel; aber es soll an Quantität und Qualität, sich mit. dem von Lima in Ohio vollauf messen können. Polizist Loon'ey in New Fork führte Joseph Dresseii, einen neunundzwanzigjährigen Koch des Hotels Savoy, daselbst im Jorkville Polizeigericht unter der Beschuldigung vovjunge Damen vor dem Bloomingdale'schen Bazar in den Arm gekniffen zu haben. ' Dem Polizei - Capitän Strauß war mehrfach Beschwerde über derartige Belästigung von Damen zugegangen, und er hatte Looney beauftragt, auf den Attentäter zu fahnden. Der Polizist versteckte sich unter der Hochbahntreppe und hörte bald daraus vom Eingang des Vazars her den schrillen Schrei einer Frau. Zugleich sah er, wle Dressen an die Seite einer vor einem der Schaufenster stehenden Frau eilte, welche ihn im nächsten 2Iu genbllck mit einem Regenschirm-vear-bettete. Dressen gelangte mit Mühe und Noth aus dem Bereich ihres Regenschirms und schlich sich nun an eine dritte Frau, welche er rn den Rucken kniff. Die Frau stieß einen lauten Schrei aus, und der Polizist verhaftete nunmehr den Kneifer". Derselbe führte im Polizeigericht als Entschuldiauna an.er sei berauscht gewesen, und seine Frau, welche sich gleichfalls im Gericht eingesunden hatte, führte an, er sei ein recht guter Mann, wenn er nicht trinke. Der Richter ließ darauf Gnade für Recht ergehen und büßte ihn nur um $3, fugte aber hinzu, wenn Dressen ihm nochmals vorgeführt werde, würde er ihn nach der Strafinsel schicken. -. Vom N, S lande. .EngelbertFrey. eingeöorener Aargauer. welcher im Hotel Stodihos" in Zürich als Portier bedienstet war, hatte . sich in die 'dortselbst als Zimmermädchen beschäftigte Jda Giger aus Luzern verliebt und . betrachtete, daö hübsche Mädchen als seine Zukünftige, trotzdem diese seinen BeWerbungen kein Gehör schenkte. In den letzten . Tagen 'nun stieg in dem Hotel der Japeteriefabrikant .Pick, aus Stuttgart, ab und dieser erwieö. der hübschen Jda Aufmerksamkeiten, .die den verliebten Frey rasend eifersüchtig machten. Er beschwerte sich bei dem Hotelbesitzer, worauf dieser- ihm den Dienst kündigte. Außer sich vor Wuth ergriff Frey einen Revolver und feuerte auf den Wirth, ohne diep:n zu treffen; dann erschoß er seinen Nebenbuhler Pick, verwundete das Mädchen auf den Tod und machte sich selbst durch einen Schuß den Garaus. Der Schweizer Staatsrechtslehrer Dr. Kaiser, vom Chef. des eidgenössischen . MilitärdepärtementS. Bundcspräsident Frey, mit der Untersuchung des. Wesens der schweizerischen Neutralität beauftragt, hat daS Ergebniß seiner Arbeiten dieser Tage, dem Bundespräsidenten überreicht.. Dem genannten Gelehrten zufolge ist die Neutralität der. Schweiz lediglich AuSfluß ihrer elgemn.Souveranetät und Unabhängigkeit, keineswegs aber . ein ihr von Europa auferlegter Zustand. Sie habe die NeutraNtatspolitik als ihren eigenm Interessen entsprechend zum leitenden - Grundsatze erhoben, damit, aber keineswegs .auf ihr unbeschränkteS Recht .verzichtet, Kreg zu führen, oder Bündnisse zu , schließen. Wo sie, wenn Krieg in ihrer Nachbarschaft entstehe, zur Deckung ihrer Grenzen im Interesse der Neutralität Opfer bringe, müßte sie, wie früher wiederholt, auch '. bei den Friedensschlüssen, insbesondere bezüglich der in ihrer Nachbarschaft . vorgenommenen Gebietsveranderungen, zum Worte gelangen. ' Nach der Theorie Dr. Kaiser? müßte also bei Aüöbruch jedeS Krieges Welcher auch die Schweizer Grenze be? rühren konnte, jedesmal erst durch bis Kriegführenden die Neutralitat der Schweiz festgestellt werden. Dies ist mit der Thatsache, .daß. der .Schweiz om Wiener Congreß ausdrücklich die ewige Neutralitat zugestanden wurde, doch nicht in Einklang zu bringen.'"' Herrn .Professor" Garner, den Affensprachforscher, hat neulich der Afrikareisende Dybowsky tor der Pariser Geographischen Gesell schaft geradezu .als. Schwindler : bezeichnet.. -Ddbowssv klarte: lch
Dr. August König's albiargGi? Tpopfesio
H
Gegen Dyspepsie Ucbelkeit, .Diese so gcwchnlicken Krankbeiten wen Saueres Aufstofteu, u.s.w. ihren Ursprung im Magen. Der Magen. . M hat mcht die zur gesunden Verdauung Ut Speisen notwendigen Eigenschaften und eine allgemeine Schwäcke de, Magens tritt ein. Tr. August Kvntg's Hamburger Tropfen reinigen die Eäftk. Gegen Leberleiden. Biliöse Beschwerden bekunden ein Trägheit des AuS . c scheivilngS'Ol-gans der Leder und Unregelmäßigkeit in den Funktionen der vermiedenen zur Bearbeitung der ausgesonderten Flüssigkeit bestimmten Organe. Wenn ein Uederfluß von Galle im Blute zurückbleibt, treten diliöse Beschwerden auf, welche sich durch gelbliches Aussehen der Haut. u.s. w anzeigen. Als ein Mittel Segen diese Leiden sind Dr. August König's Hamburger Trepfen auf'S Wärmste zu empfehlen. akob$ Vel Heilt Rheumatismus. Neuralgie. Nückenschmerzen, Verletzungen.
yade mtcy zwei Tage in der Mission von Fernand Vaz an den Usern des Sees gleichen Namens aufgehalten. Der Leiter der Mission, P. Richet, sagte mir, .daß .Garner in dieser Gegend drei Monate geweilt habe, aber nicht in der Wüdniß, sondern fast ausschließlich unter Älch ' und Fach und zwar im Missionshaufe selbst. Er brachte seinen oeruhmtenKaslg Mit und ich habe mir den Ort angesehen, an welchem er ihn ausstellte, den er selber Gorillabrücke taufte. Der Ort befindet sich am Eingange des Urwaldes gerade 28 Minuten von der Mission entfernt, man hört von dort aus sehr gut die Kirchenglocken, und ich zweifle sehr, ob die Gorillas trotz ihrer Neigung zur Civilisation sich dem Kloster soweit genähert haben. Ich habe auch mit dem Negerknaben gefprochzm, der den Herrn Professor" zuf seinen Ausslügen begleitete es ist e!n Neger von der N'Comi-Nasse. 13 oder 14 Jahre alt, der sehr gut franz'öslsch spricht. Er sägte mir. dak tl Garner nur drei Nächte lang in seinem Käfig ausgehalten habe und daß er vergebens den Besuch der Affen erwartete. Nur einmal ließ sich ein Gorilla aus der Ferne hören, daö war aber auch Alles. Daraus beschränkten sich die Beobachtungen des berühmten Affensprachkundigen. Wahr ist, daß Garner einen jungen Gorilla kaufte; das Thier starb jedoch schon nach wenigen Tagen. Wahr ist ferner, daß er als Begleiter des P. Baleon einen Ausflug in's Innere des Landes unternahm; aber schon am zweiten Tage bekam er .FüMmerzen und man mute ihn in eine Faktsrei schaffen, wo er zwei Monate zubrachte und sich mit Wachholderbranntwein kurirte. Nach Beendigung seiner Kur schiffte sich Garner schleunigst nach Europa ein und schleppte seinen : berühmten Käfig und seine nicht minder berührnten Grundzüge zu einem 'Wörterbuche der Affensprache' mit sich." Bekanntlich haben dünne Oelschichten als VeruhigungSmittel bei hochgebender See sich als überaus praktisch erwiesen. Einen ähnlichen Einfluß auf das Wasser,wie Oel, bieten Seifenlösungen, wie solcheS auf dem Dampfer -Sfcmdia" während eines schweren Sturmes im nordatlantischen Ocean erprobt worden ist. Währenö des Sturmes wurden nämlich einige hundert .Liter Seifenlösung allmählich auf derWindseite über Bord gegossen. Es entstand darauf plötzlich eine vollständige Beruh!gung der See, so -daß keine Sturzseen mehr über das Schiff hinweggingen. In 'einem Berichte, welchen die Officiere des Dampfers an das hydrographische Bureau inWashington gesandt haben,' wird demzufolge der Gebrauch per Seifenlösung auf das Wärmste empfohlen. Es wird dabßi hervorgehoben, daß Seifenlvsungen in ilzrer Wirksamkeit allerdings nicht .vollstandig die des Oeles erreichen, daß aber andererseits das Mitführen des Oels bedeutenden Raum im Schiffe in Anspruch nehme, während in kurzer Zeit mit 'Leichtigkeit eine große .Menge. Seifenlösung bereit ' gemacht ' werden könne. . " . D aß die bayerischen Parlamentarier gemüthliche ' Leute ' sind, erhellt aus einer Einladung die von dem Präsidenten der Abgeordnetenkam. mer zu einem Bock-Frühschoppen tu lassen wurde. Dieselbe hatte folgenden Wqrtlaut: Für die Herren Miiglieder der Abgeordnetenkammer sind-vier Hektoliter Hofbrauhaus-Boö rcservin worden Da am kommenden Mittwoch ohnehin die Sitzung um 11 3-4 Uhr schlössen werden muß, so dürfte wohl dieser Tag als besonders' geeignet erscheinen, mit dem .reservirten Stoffe aufzuräumen. Ich beehre mich deshalb, Ihre Excellenzen .die Herren Staatsminister, die Herren Ministerialcommissare und' die Herren College ergebenst einzuladen, sich am oben bezeichneten Tage nach der Plenarsitzung recht zahlreich im Hofbräuhauskeller in den obern Sälen e!nzufinden,und füge noch hei, daß nicht nur für Bockwürste, sönoern auch denMittagstisch 'ausreichende Äörsorge getroffen wird." ' ' Genf. Für die 1896 stattfindende Landesausstellung haben die Arbeiten. mit der Äermejjung oe Aussteuung,s jzlatzeS .im Plainpalais bereits begon nett. WedknkenOle, daß die WiSconson Central Bahn un bedingt. daS Zutrauen deß. Publikums beßht, da ge bei Weitem die populärste Linie zwischen Chicago, Mifwauree, St. Paul, MinneapoliS und dem Nordwesten ist und fernerhin als die Pullman . Linie ' zwischen " Chicago, Milwaukee, Ashland, Duluth und den Plänen am supmop. See angesehen wird. 'Bedenken Sie ferner daß dieMiöconsin Central die bedeutendsten Punkte in Wiöcynfin berührt, mehr Geschäftsplähe erreicht als irgend eine andere Linie , im Nordwesten, daß der Speisewagen feiner ausgestattet ist ass irgend einer der'anderen Linien. Für weitere Auskunft als, Raten, Routen, .wenden Sie sich an den nachsten Ticket Agenten oder an 3ak. C..?ond, Leu. Pass.tlgent, ' " 'Milvaufee Wis.,
Marktbericht. Wholesale.Preise. (Sroceriei. Zucker: Harter $5.40. ' Guter gelber $4.&4. Gewöbnl. aelber $3.60.
Kassee: geröst. Banner, Lion und Java n.t o; 1 c r cnrk. c 6. n viiiw oaani; Capital 22c Pilot 21e Dakota 21c Brazil 20c Getr. Aepfel 7c Pfirsiche 145c Corimben 6c m Pflaumen 7c Aprikosen 1c Früchte und Gemüse, epsel per Faß tzS.00 CitrorenperKiftetz3.10 Orangen per Kiste $3.50 raut per Faß iz.lö Zwiebeln per Iah $2.2 tüben per Z5h $1.60 Bohnen per Vushel $2.50 Kartoffeln per Bushel 95e Suß.Ktoffeln per Faß $3.60 Mehl. Winter-Weizen pat. $4.00 . MjahrÄeizcn pat. $4.00 Winter extra $2.50 Gewöhnliches $1.75 Roagenmehl $3 10 Hafergrütze $5.75 . Butter, Eier und Geflügel. Butter, frische Country Lc. Eier, frisch, ver Dud. 8c Leb. Geffüael: bübner c ver fund Spring ChickenS .ISc; Häbne 8c ; Turkey nennen vc; ünien vc; isame ?4.A1 per utz. CHA8. G. MUELLER, Deutsche Apotheke. Nachfolger von 5S. W. Erott. Zko. 667 Sirgini zSvsnus, Ecke Coburn Str. Telephon 1747. Nachtalocke an der eitentKSre. 9ftitbte T.aat ndat, l,rgsttg gefüllt. Sreteblteserung. Dr. Wagner, Ossi: ?o. S0 Soi Shio Str. Osftceötunde : ia VLi yvrmttrsg. ' llhr Kachunttagl. ' Vohu, : ttät Broday rd Stesl ve. Telepio 8. Dr. I. Bühler, Deutscher Arzt. 12 Ost MeEarty Straße, nahe zu Delaware Strabe. Osfitt'Stunden: 8 9USrorm.: Z-5 Uhr achm.: r s Qdr dend. Telephon HU. Dr: ISL R SSnerer. i v V m w v WJ I f 5örLt und Chirurg, No. 430 Nadison Avenue,.nahe MorriS Str. Sprechstunden: 5-:20 Nhrorgn,K-4Uhr attlag, r uyr env. . Televdo282. Dr. I. Ä. Sntelisse, leschafttgt ftch aulschliefzltch mit wundiruliche fallen und mit Seschlechtl und Urinkrankhette. . K. Oft VUxltt Strafje. Offieernnde : 9 MI 10 Uhr vorm. 1 MI I uir kaqm. osai szenme. rixit Hn 041. C. C. Snerts, Deutscher Zahn - Aizt, No. Sz Nord Pennsylvania Str. 0tl tolrb euf Ounsch asedt. Dr. BurShardt, Deutscher Arzt. Offiee und Wohnung: Odo. 332 Süd Meridian Str. 'Offtce)etnden: 8HII Uhr Vorm. i MI 8 Uhr Kachm. 7MI8Uhrbdl. onigl8 9 Vormittags. Televdon 80. Vt.:?TAET, Ofsice: 134 Nord Penushlvanla Str. '. Offtce.Ttndev von Ubrach. ' No. 26 .Aadjson .Adenue. ' runden von 1011 Uhr Vor. Sohanvg: l7 R. lavamqstr. ,QSt vermontftr I o flee x. Telephon . j ,Whaa. AH IDEAL FAMlLY MED IC INE Tor IdJcUa. iiuiedMifM, lle4cfc, CUpU, üWd 0MVlexlB. üfikBrfr Krcfttk, ad 01 diAordert t (bo Btonfch. Unrud BOwela. "" - RIPANSTTADULES. . u Äiyy prprnpily jWfti dlfftStlon f oUo'r tbolrwe old bT dnunrlata or eent brtnmiL Box rrTlala.7Sfl. PtckiMAkoMltl . lMpAL 0. Vw Tt MszM Hatte ! Qttxit) Dieter SDa größte, schönste und kltesie dnarttz, Lokal in tat Stadt. Die geräumige und 'chSn eingerichtete Halle steht erewm. Log und' Privaten psx Whalwng von CäBra Eoreittt ini Ciftssinstogni st lüera In Ctesirn , CfxfSssn
Zur Eritttteruttg !
Veinen Freunden und dem Publikum hier mit zur Anzeige, daß ich die Wirthschaft, (Lcke Olzio und Noble Straße, üöernommen habe, und mich benüben derde dieselbe zu einem anaenehmen Snnetplatz der Deutschen zu gestaltm. efle Getränke nnd Cigarren r Lu jHlreichcm Besuche ladet ein Gottiieb Lcukhardt, CSe Oöio und Noble Strake. Coliiinbia Malle ! Cie McCsrty & Telavare Str. Die schönste, grööte und am keaunrften ein gerichtetete Halle der Südseite. Sie steht , Verfügung für Whklw, do donzerten, Tanz-Oränzchen, Vartieö :e. VesonderS istste Vereinen zu empfehlen. flYT Ttii (8nfti SIrtfsAftC in W, " ITT' Z l " Stadt. Nur die beftrn Getränke verden vw kbreicht. L ahkeichem Besuche ladet ein tt LewulSt. Die feinsten Weine und Liquore, u den billigsten Vrsisen -bei - SS Gab Delaware Otr. itltthot 1669. Freie, prompte Ablieferung nach Len StadttbeUen. . MI einen Gönnern und dem Publikum ""1 im Allgemeinen zur Nachricht, daß ich mein "Wein Emporium" im altdeutschen Style hergerichtet habe und alle Mögliche aufbieten werde, meinen Kunden den Ausenthalt in meinem Locale so ange nehm toxt möglich zu machen. Wie bisher, werden nur kchte und reine Weine verkauft. llm freundlichen Zuspruch bittet ergebenft, SvlL. A. Schuller, 920.106 u. 108 N. M. Str. J. C. nORNUWS irthschaftk 145 Ost Washington Straße. Jeden Vormittag feiner warmer Lunch Seste Bedienung ud vorzüglich Setrknke und Cigarren. U - WmiM ist das neue Heim deS Schwoba-Schulze Konrad Heeß, der alle feine Freunde einladet, ihn in seiner neuen Wirthschaft fleißig zu besuch?. Dach - Material. T. F. SMITHER. Händler in LieSdach.Waterisl, Z und 8 pl eady Skvoftng, wafferdichte Lheeting, feuerfestem Alphalt'Jilj, Strohpappe, Tech nnd fRf tallka?beu ,e. ,e. Ofßee: 199 Yest Mrv land Straf;. . Telephon 1. Dach d e ck e r ei. SSMge und. verantrvortliche Dachdecker. Kiel dächer. Trinidad und Silsontte LIplzalt-DScher. lle Srten CompisittonlTächer mit bestem TRi teril. Office : No. 169, Sard : 180 W. Marylandftr. . Telephon 861. JndianavoliS, Ind. HOW ARD'S Damss Teppich Nelnigungsanstalt - Ecke St. Elairftr. äs Cnal. Teppich prompt geretnist, wieder wie neu hergerichtet nnd gelegt ans kurze S!otl Mb. Teppiche werde reparirt und ohn fichtbar Naht angestückelt. Teppiche gegen vkotte sicher eingepackt. Telephon 616. Henry Seyfxied, 29 Nord Pennsylvania Str.Feuer - Bersichernng ,u den niedrigsten Raten. lZktSSftlicke u, gesetzliche Dcfeutt sorgsAtig ausgestellt. Eis: Eis: Eis: Wir denüden dal aoupon'Sukem für Mirs, erura von (in an unsere (hinoen. Lause die Ibre Souvon, bevor da SiS gkliefert wird.- , Da wir eine guten Vorrat von Si besitze. so find wir t der Lage zu solrnde Ynise zndertanfeat 100 Ml too Bfb f einer "iefer ssc perlvZPftz bil icx fd i einer Lieferung e der l000bilk'Lfdtn,tnerLiefernna!7e . . iOOO uud mehr t etr Lieferung lic m m O3jitl:ir3C3 DgDo ' V - - '
vml rn cjj. - Tr (
Osfie mr.ru se rsalnntpr. Tkl ic5. i. . i . - i . !
