Indiana Tribüne, Volume 17, Number 253, Indianapolis, Marion County, 1 June 1894 — Page 2

Jildimm Tribüne. Erscheint Taglich und Sonntags.

Tte tägliche Tribüne-kostet drch den TrSge, UCenti per Woche, die eonntgSTrtbSne" i SentS per Woche. Beide zusamen 15 Cent oder 55 Cents per Monat. Per Post lugef chUEt in Vor uSbezahlung Vptx Jahr. Ossice : No. 18 Süd Alabama Str Indianapolis, Ind., 1. Juni 1894. orurthcile gegen die Neger. Unsere Lundeshauptstadt Washing ton ist unstreitig die Hochburg der Neger-Aristokratie" unseres Landes, trohdem treten aber die Rassenvorurtheile gegen die großen Massen der farbigen Bevölkerung nirgendwo schrcfser zu Tage, als gerade dort, selbst Richmond in Virginien. die Hauptstadt der Consöderirten' Staaten" unseligen Angedenkens.nicht ausgenommen. Circa 80,000 Köpfe zählt die Negerbevölkerung des Distrikts Columbia und im Verhältniß zu ihrer Kopfzahl bilden die Afro-Amerikaner einen bedeutenden Factor im Geschäftsleben. Sie haben zwei kapitalkräftig! Banken und sind mit Erfolg im Grundeigenthumsgeschäft wie als Geldmakler thätig. Nicht weniger als 80 Kirchen werden von ihnen unter halten und die Zahl der farbigen Advokaten, Aerzte wie Apotheker ist Legion. Außerdem sind mindestens 3000 Afro-Amerikaner in den verschiedenen RegierungZ-Departements thätig, und in dem Lehrpersona! der Distrittschulen sind sie so stark vertreten, daß sie ihren eigenen Superintendenten sowie Principale haben. Eine Anzahl von Farbigen, welche mit Glücksgütern reich gesegnet ist, wohnt in hoch eleganten Billen in den fashionabelsten Stadttheilen, wie Frederick Douglaß aus Cedar Hill, Ex-Congreßmann John Mercer Langston in Hillside Cottage, Ex-Gouverneur P. B. S. Pinchback an der Baconstraße u. s. w. Der Besitz von Grundeigenthum in den Händen von Negern ist geradezu enorm, -besonders sind hier die Gebrüb;r Cook, Whitefield McKinley, Ich. Meriwether. Dr. John R. Francis, Dr. F. I. Shadd, Prof. George W. Cook. Dr. Charles B. Purvis und Andere zu nennen. Alledem zum Trotz ist das Vorurtheil gegen die Neger heute stärker, als vor 20 Jahren, unö in stetiger Zunahme begriffen. Jeder Grundeigenthums-Agent hat bei seinen Geschäftstransaktionen doppelte Listen, eine für Weiße und eine -.weite für Farbige. Ohne irgend welckie Fragen zu stellen, legt er dem Titt die zweite Liste vor und aus dieser kann sich derAl'knt ein Haus ussuchen; in die erste Liste wird ihm nicht einmal ein Einblick gewährt. Dies mag Angesichts der Thatsache, 'daß so bedeutender Grundbesitz von Negern controlirt wird, befremdend erscheinen, allein es ist mal so; ja auf jene Thatsache wird der Widerwillen, dem sie beim Kaufen und Miethen von Häusern begegnen, gerade zurückgeführt. In Restaurants und Hotels, welche da? Eigenthum von Weißen sind.werden die Neger nicht selten in der unwürdigsten Weise behandelt. Es ist ganz gleichgiltig, wo der Farbige herkommt, ob aus West-Jndien, Europa oder Asien; will er von den Accommodationen eines derartigen Etablissements Gebrauch machen, so wird ihm in dürren Worten bedeutet, sich zum Henker zu scheeren, und wenn er dieser Aufforderung nicht nachkommt, ohne alles Ceremoniell von einem Hausknecht aus Nubierland" an die frische Luft befördert. Dies passirte dem Past Commander" eines New Z)orker Posten der Grand Army und seine Klage blieb ohne Erfolg. In den Straßenbahnwagen tritt der Widerwille gegen da farbige Element ganz besonders zu Tage. Nicht selten kann man sehen, daß weiße Damen es vorziehen, während der ganzen Fahrt zu stehen, als daß sie den einzicicn umsetzten Platz neben einer Farbigen einnehmen. Daß die offenkundige Verachtung, hüt welcher man seiner Nasse überall begegnet.von dem besseren Element der c'egerbevölkerung als eine Schmach empfunden wird, bedarf wohl kaum besonders hervorgehoben zu werden. Dies war besonders der Fall, als bei den Vorbereitungen zu Coxey's Em pfanz von der Washingtoner Polizei offen erklärt wurde, daß der bei Weitem größte Procentsatz der Farbigen im Distrikt Columbia aus ebenso gefährllchen wie bösartigen Elementen bestände und daß gerade diese außerordentliche Vorsichtsmaßregeln nothwendig machten. Das mag den VerHältnissen entsprechen oder nicht; Thatsache ist, daß die Ueberhebung der Neger-Aristokratie" nicht zum geringsten Theile an der Zunahme des Vorurtheils gegen die Afro-Amerikaner schuld ist. Nicht dlos SonntagSkirchen. Unter den vielen Bemühunzen, die neuerdings bei uns von kirchlicherSeite unternommen werden, um der 5iirche wieder einen tieferen Halt im Volke zu sichern, kann neben denPlänen betreffs großer Verbände verschiedener Confesswnen eine vom Osten ausgegangene Bewegung, bezüglich allezeit offener und thätiger 5clrchcn und Abschaffung des KlräzenstuhlMiethensystems allgemeines Interesse beanspruchen. Diese Bewegung läuft ungefähr aus dasselbe hinaus, was W. T. Stead in seinem Buche Wenn Christus nach Chicago käme" so eifrig befürwortet. und während sie einerseits eine radicale Schwenkung im bisherigen prak tischen Kirchenwesen bedeutet, bildet sie doch kaum etwas Anderes, als eine Rückkehr zur Auffassung des Ur christenthums von der Kircbenthätigkeit. Denn bei den Urchristen war die Kirche sozusagen eine besten d:a im Betrieb befindlich Anstalt

welche sich neben der Befriedigung rein religiöser Bedürfnisse auch' der Armen- und der Krankenpflege und anderen weltlichen Aufgaben widmete, die später zum Theil auf weltliche Institute oder auf das ganze Gemeinwesen übergingen.

Bereits sind Kirchen auf der neuen oder erneuten Grundlage in Boston, New Aork und Jersey City eingerichtet worden, und andere durften diesem Vorgang folgen. Während die reauläre moderne Kirche, :m bisaerigen Sinne des Wortes, nur Einen Tag jede Woche und nur bei wenigen sonstiaen Gelegenheiten offen ist und sich zu gewöhnlichen Zeiten nur den aastllchen Interessen ihrer Besucher wldmet, ist die erneute Kirche sieben Tage in der Woche für Alle offen und sucht nicht blos der religiösen, sondern auch der körperlichen, intellectuellen und socialen Natur des Menschen und der Volksmassen in möglichst auszedehntem Maße entgegenzukommen. Oder, wie sich Stead ausdruckt. sie sucht der Mittelpunkt und die Quelle alles wohlthätigen und philanthropischen Strebens zu werden, welches die Linderung der menschlichen Leiden, die Hebung der Menschheit und die Besserung der Welt zum Ziele hat." In ihrem weitesten Sinne genommen, bedeutet die offene Kirche" ein unmittelbares (nicht blos in Ermahnungen, sondern auch in praktischen Veranstaltungen bestehendes) Wirken dafür, daß keine Männer, Frauen und Kinder zu hungern brauchen oder ohne genügende und anständige Kleidung sind, oder in Schmutz leben, ohne Licht oder Heizung sind. der nöthigen ärztlichen Pflege entbehren u. s. w., ferner auch eifriges Bemühen für eine ehrliche öffentliche Verwaltung. Solcherart soll die Kirche wieder m die innigste Fühlung mit dem gesammten Volksleben gebracht, und die Laien sollen viel stärker an der Kirchenarbeit betheiligt werden, wie auch die Früchte derselben vielseitiger genießen. Da dieses Programm durchaus keine Abweichung von Glaubenslehren oder von religiösen Gebräuchen dedingt, so ist keine Confession von vornherein verhindert, sich dieser Bewegung anzuschließen, und die Erörterungen darüber können sich nur um Zweckmäßigkeit - Fragen drehen. Andererselts kann eine solche Thätigkeit auch den Beifall und eventuell in gewissem Grade die Mitwirkung aller nicht-kirchlichen Elemente beanspruchen, denen überhaupt die Förderung des allgemeinen Besten über SonderRücksichten geht. Im Kleinen ist ja schon verschieden!lich nach diesem Programm gewirkt worden, auch abgesehen von dem gesellschaftllchen Leben mancher Sekten, welche das Urchristenthum mehr oder weniger fortzusetzen suchen. Während der Noth im verflossenen Winter hat man m verschiedenen Städten Anlaufe zu einer derartigen Thätigkeit gemacht, und stellten manche Kirchen theilweise oder ganz ihre Räume den Obdachlosen zu Gebote. Noch welter ist man gelegentlich in Europa gegangen, in materieller Noth sowie in Epidemien. Die Zweckmäßigkeit mes so weit ausgelegten, und stetig durchzuführenden Programmes aber, wie es das obige ist, und der allseitige fcl&jtoff Wille. das sind Fragen, über die d:: Erfahrung der nächsten Zukunft i r w r r. . . m 1 eniiazeioen inur. eoensaus darf man aus den Verlauf der Sache allgemein .lejpannt sein. ! Tom Quitk'S Becher. Von dem Farmer Abraham Wilkes, welcher in Tusten, Sullivan County, N. V-, ansässig ist, wurde kürzlich unweit von seinem Wohnhause ein kupferner Becher, wie solche von den ersten Ansiedlern des Delaware Thales gebraucht wurden, ausgegraben. Auf der einen Seite des Trinkgefaßes ist in plumper Weise ein Schwert eingegraben, über welchem sich die Buchstben T. Q. befinden, und die andere Seite zeigt den Kops eines Indianers mit dem vollen Federschmuck eines auf dem Kriegspfade befindlichen Kriegers. Am Boden befindet sich ein rinnenförmiger Eindruck, welcher unzweifelhaft von einer Kugel herrührt. Abgesehen von seinem Werthe als eine Reliquie 'aus alter Zeit, hat dieser Fund eine besondere Bedeutung, denn in ihm ist die Erinnerung an eine der blutigsten Epochen der Geschichte jener Gegend verkörpert. Der Becher war unzweifelhaft das Eigenthum eines ihrer ersten Pioniere. Thomas Quick mit Namen, des Vaters jenes blutdürstigin Jndianerjägers gleichen Namens, welchem auf dem Friedhofe von Milford, Pa.. ein Denkmal errichtet worden ist, trotzdem er in seinem Vernichtungskampfe gegen die Nothhäute weder Alter noch Geschlecht geschont und sich mancher heimtückischen Handlung schuldig gemacht hat. In der Mitte des vorigen Jahrhunderts siedelte sich Thomas Quick der Aeltere mit seiner Familie in jener Gegend des Delaware Thales an, wo heute die Ortschaft Milford gelegen ist. Er lebte mit denJndianern auf freundschaftlichem Fuße, bis deren Haß gegen die Bleichgesichter sie schließlich zu einem verrätherischen Ueberfall trieb. Eines Tages, im Sommer 1760, fischte Quick mit seinem Sohne Thomas und einem anderen Sohne im Delaware. als plötzlich im Gebüsch ein Schuß krachte und Quick der Vater auf den Tod verwundet zusammenbrach. Die Jünglinge wollten den Verwundeten forttragen, um ihn vor dem Skalpirmesser zu bewahren zalleinQuick rieth ihnen, sich durch die Flucht zu retten und ihn seinem Schicksal zu überlassen. Nur ungern thaten sie dies. Darauf skalpirten die Rothhäute den Mann und beraubten ihn seiner Hab-' seligkeiten, unter denen sich zwei goltene Knöpfe und der vorstehend beschriebene Becher befanden. Nach der Ermordung Quick's flohen die Jndia ner ein Norden.

Die freundschaftlichen Beziehungen, in denen die Familie Quick zu den Indianern des Delaware Thales gestanden hatte, wichen nunmehr begreif!!cherweise der bittersten Feindschaft und der junge Tom, welcher bis dahin als Gefährten auf seinen Jagdzügen nur Rothhäute gehabt hatte, schwor Rache.

Er hat diesen Eid so gut gehalten, daß ein Kerbbolz, auf dem er einen jeden von ihm erlegten Indianer mit einem Einschnitt marnrte, bei seinem .ode nicht weniger als neunundneunzigEinschnitte aufwies. Selbst als nach dem Revolutionskrieze die Feindseligkeiten zwischen Indianern und Weißen aushorten, setzte er seinen gehässigen Vernichtungskampf fort und wo immer er einer Rothhaut ansichtig wurde, war deren Leben ihm verfallen. Mehrere Jahre waren schon seit dem P"-1.'-.3TJC1..Z tff fs tV , V Vn )J(lCUCil3UlUi UCllUCll UHU ilUl I' nige Indianer, unter ihnen ein gewisser Muskwink. waren in iener Gegend zurückgeblieben. Dieser pflegte in gewissen Zeiträumen nach emer Taverne zu kommen, die sich ungefähr, eine Meile von der gegenwärtigen Örtschaft Port Jervis befand. Eines Tages war Tom Quick rn der Taverne, als der Indianer hineinkam. Wahrscheinlich würde Muskwink den Platz nicht lebend verlassen haben, wenn er sich nicht im Whisky übernommen und Quick aeaenüber höhnische Redensarten über dessen Vaters Tod gemacht hätte. wobei er zugleich jene goldenen Knopfe, die dem vor 30 izahren ermordeten Vionier aeraubt waren, prahlend zeigte. Das war dem Jndianerjäger genug. Ohne em,Wort zu sprechen, ergriff er seine Büchse und wies den Indianer mit gebieterischer Eberde nach einem in der Nähe befindlichen Gehölz. Muskwink. wußte, was ihm bevorstand: er schlug seine Arme über der Brust zusammen und ging, von Quick gefolgt, nach dem Gehölz. Kelner der Anwesenden mischte sich rn die Affäre und eine halbe Stunde später kehrte der Jndlanerzager mit den Knöpfen seines Vaters zurück. Muskwink wurde nicht wieder gesehen. Thomas Quick starb schließlich unweit von Sohola m hohem Alter. Der Vlak. wo Thomas Quick des Aelteren Becher gefunden wurde, befindet sich unweit von 'dem Minnisink Scklachtkelde. wo Brant's Kneger lm Safire 1779 die Goshen - Freiwilligen überfielen und niedermachten; nur zwei oder drei blieben übrig, um die Kunde von dem Blutbade zu erzählen. Durch jene Gegend zog sich auch der alte Jndianerpsad hm. Man nimmt an, daß einer von Tom Quick's Mördern rn Brant's Streitmacht gehörte und den Becher verlor, al3 diese nach Nie--ermetzelung der Freiwilligen sich gen worden in Sicherheit brachte. Der merkwürdige Becher befindet sich jetzt im Besitze des Sheriffs Harrison Veechcr von Sullwan County. Vom Jnlande. 23 1 a itche Mackey aus Dubuque in Iowa brannte neulich Abend mit ihrem Liebhaber True Spencer nach Fair Play in Wisconsin' durch, obwohl ihr Vater ihr eintausend Dollars für den Fall versprochen batte. daß sie zu Hause bleibe. Nachdem das Paar sich hatte trauen lassen, kehrte es am Mittwoch Abend nach Dubuque zurück. Dort aber wurde eö auf der Straße von dem erzürnten Vater und einem abgewiesenen Liebhaber der jungen Frau überfallen, wobei beide versuchten, ihr ihre Schmucksachen zu entreißen. Der junge Ehemann vertheidigte indessen seine Gattin ritterlich, wurde aber schließlich wegen Tragens verborgener Waffen eingelocht. Am andern Morgen jedoch hatte sich der Herr Papa eines Besseren besonnen; er erschien im Polizeigericht, bezahlte für den neuen Schwiegersohn die demselben auferlegte Geldbuße und ertheilte den Neuvermählten seinen väterlichen Segen. Dreißig bekannte Bürger der fünfzig Meilen östlich von Oklahoma belegenen indianischen Stadt Tecumseh sind wegen ' Pferdediebstahls in Anklagestand verfetzt worden, siebzehn derselben wurden verhaftet und dreizehn sind entwischt, werden aber von Sheriffsgehilfen lebhaft verfolgt. Die gesammte Bürgerschaft ist über die Entdeckung der Pferdediebe und die Vernichtung einer der bedeutendsten Verbrecherbanden im Lande aus dem Häuschen. Die Großgeschworenen befinden sich noch in Sitzung und es sind noch fünfundzwanzig bis dreißig ähnlicher Anklagen zu erwarten. Charles Patterson und ein junger Mensch Namens Collins, welche zu der Diebesbande ge hörten, haben als Staatszeugen Aussagen abgegeben und unter Patterson's Führung ist eine Sheriffsmannschast nach dem Seminolen-Lande ab gegangen, um die Anführer der Bande zu verhaften. Die Mitglieder der Diebesbande sind über den ganzen Landstrich zwischen Arizona und, Arkansas verbreitet. Die Bande hat: au ßer vielen Diebstählen unk Wubere.ien auch Mordthaten verübt Der Monatsbevichb der landwirthschaftlichen. Abtheilung der Staatsverwaltung von Illinois, welcher für den Wai soeben: veröffentlicht worden ist, lauteb nichts' weniger att entmutigend.. Die? Beschaffenheit der Viehweiden wird darin uf 92 Prozent einer Durchschnittsbeschaffenheit angegeben, während sie im Verhältniß zur Größe der Weidegründe in diesem Jahre mit 97Prozent angegeben wird. Die Zahl der Pferde ist in diesem Jahre gegen das vorige uux 1 Prozent gefallen, die der Maulesel um 3 Prozent. Der Rindviehixstand hat sich um 8 Prozent vermindert und der der Schweine um 9 Vroxent. schaffenheit der letzteren wird für das nördliche Illinois auf 93. das mittlere auf 99 und das südliche auf 96 Prozent des Durchschnitts berechnet. Der Schafbestand wird für dieses Jahr, gegen das Voriabr sowabl in Beziehung auf Zahl als auch auf Beschaffenheit -auf 97 Prozent eine Durchschnittssatzes berechnet. Die. Bienenzucht ist in ihrer ErtraSfäöia-'

Zeit in Folge harter Wintersröste zurückgcblieben. Die Frühjahrs-Acker-bestellung ist der vom vorigen Jahre um 6 Prozent voraus und die Aussichten der Obstzucht sind seit vielen

Jahren nicht so entmuthigend gewesen wie gegenwärtig. Die Arbeitslöhne sind in diesem Jahre ein wenig niedriger, als in früheren Jahren. Frau Mary Cummings in Brooklyn wird von jetzt an ihr Frühftücksmaterial nicht mehr von ihrem nächsten Nachbar, dem Grocer Schuttelburg beziehen. Sie hatte sich aus Schuttelburg's Laden eine Portion Milch geholt, und als sie nach Hause kam. goß sie einen Theil derselben in eine Schale, u7 ihren Durst zu stillen. Dabei kam jedoch auch eine ziemlich ausgewachsene Eidechse mit zum Vorschein, die froh darüber, aus der Milch befreit zu sein, lustig auf dem Tische umhersprang. Frau Cumminqs aber fiel vor Schreck in Ohnmacht, und als sie wieder zur Besinnung kam, war es ihr Erstes, sofort zum Grocer zu laufen und eine Aufklärung über das Vorhandenfein des Reptils in der Milch zu verlangen. Diese konnte der Mann natürlich nicht geben, wußte auch nicht, aus welcher Pumpe sein Lieferant Wasser zu feiner Milch nehme; damit jedoch war die entrüstete Frau durchaus nicht zufrieden. Sie packte ihre Eidechse ein und legte sie dem Gesundheitsbeamten Emery vor, indem sie eine strenge Untersuchung darüber verlangte, wie es möglich sei, daß in die der Nachbarschaft gelieferte Milch derartiges Gethier kommen könne. Der Gesundheitsbeamte aber wußte vorläufig nichts Besseres zu thun, als die Eidechse' dem Chemiker Kent zur Verfügung zu stellen, der sie jedenfalls nach allen Regeln der Wissenschaft m ihre Bestandtheile aufgelöst lzt. Frau Cummmgs zedoch behauptet letzt steif und fest, daß sich noch ein zweites Vieh in der Milch befand, und daß sie es verschluckt habe. Ein hübsches Beispiel davon,- wie manche New Jorker Polizisten verfahren, wurde un Norkville Polizeigericht in New Jork aufgedeckt. Polizist Thomas Doyle vom 23. Bezirk führte dort nämlich den Wirth Frederick Schlösser von der dritten Avenue vor jtfr beschuldigte ihn des unordentlichen Betragens. Hr. Schlafser erklärte dem Richter, daß seine Verhaftung seitens deS Polizisten Doyle nur aus Rache dasür erfolgt sei, weil er sich geweigert habe, dem Blaurock noch serner Getränke umsonst zu verabreichen. Schlosser erklärte serner: am Abend 'habe sein Schankwarter einen Gast wegen Nichtbezablup.a der Zeche aus dem Lokale entfernt. Er habe dem Manne gerathen, snne Schulden zu bezahlen, und sei dafür von demselben ins Gesicht geschlagen worden. In diesem Augenblick sei Polizist Doyle herbeigekommen, habe ihm die Hand aus die Schulter, gelegt und ihn unter Schimpfworten für seinen Arrestanten erklärt. Dann habe der Polizist hinzugefügt: Ich habe Ihnen gesagt, daß ich es Ihnen eintränken werde, daß Sie mir keine Getränke mehr verabreichen, wenn ich solche verlange; jetzt ist meine Zeit gekommen!" Schlosser gab ferner an. daß der Polizist wiederholt? mit Frauenzimmern in sein Lokal gedMmen sei und versucht hab. Getränke von ihm zu schnorren, schließlich sei ihm dies zu viel geworden und er habe sich geweigert, weitere Spiritussen ohne Bezahll'mg herzugeben. Schlosser, der beim Polizei-Direktor Äyrnes eine 5ilage gegen den PoliziNen erheben wird wurde prompt vom Richter entlassen. Deutsch LoadNachrichten. Provinz Brandenburg. Gegen den früherm Director des Victoriatheaters in Bnlm, Litafchi. der aus Gesundheitsrücksichten- Berlin verlassen hat, soll aufgrund der Concursordnung vorgegangen werden. Die Passiva dürften 250,000 M. erreichen, Aktiva sind so gut w nicht vorhanden. Auf die von den Balllocalbesitzern Berlins an den Mdnister des Innern gerichtete Eingabe um Verlängerung, der Ballerlaubrnß vis 4 Uhr (statt wie bisher 2 Uhr ist eine ablehnende Antwort ' erkolat. Der im städtischen Wahlbureau in Berlin angestellte Hugo Klcnmnel vergiftete sich mit Cyankali. well er beim Würfeln 26 M. verloren hatte und deshalb Vorwürfe r ' rr r- ir i , . crr 'JCvV. ! letncr nein surcyicie. jüwuuuu rtes Wahnsinn anfalles stürzte sich der Schlächtermeister F. Schlawski aus seiner km 4. Stlxk des Hauses No. 227 ??riedrZckstrane belesenen Wohnung und wurde als Leiche ausgehoben. In ähnlicher Meise ab sich dasDienstmadchen Emma Stallhaus, No. AI Lwienstrake. den Tod. In Markersdorf ermoröete der Bauernsohn. Kitschmg im Verein mit seiner Magdseinen DiensUnecht; der Mörder ist. verhaftet. Der Rendant der Kämmerrikasse in Alt Landsberg, Bergemann, meldete sich beim Bürgermeister mit der Erklärung, d& er 7500 M. städtische Gelder unterschlagen habe. Ferner haben Freunde .und Bekannte Bergemanns den Verlust von 8000 M. zu bellaaen. die der Rendant in der lenken 5ttt aukaeborat batte. Der ebemaliae Kellermeister des Hosliefe ranten I. G. Lehmann in Potsdam, Nameus Fr. Bolkmann, wuroe im Bark von Jaadsckloß GNenicke als Leiche angeschwemmt. Längere Stellenlosigkeit und ein langwieriges Leiden sollen ihn zum Selbstmord getrieben haben. Der Schifsseigenthümer Senger in Brandenburg verunglückte vor einigen Tagen auf seinem Schlepptf ft. a Dampfer Vrelf oaourcy, vag iym von einem Drnyttau em Bern unterhalt? ves Knies abgerissen wurde. Senger ist jetzt trn der schweren Verletzung gestorben. Dr. med. Hugo Balack von Sommerfells der in Sachsen wegen ZweikampfeS zu zweieinhalb Jahren Festung verurtheill war, ist vom König von 'Sachsen begnadigt worden, nachdem er von seiner Strafe sieben MoÄate.auIy. LeLuna. 8Mi&Ma.fctt.

büßt hatte. 'Der GUtsbesiher Maaß aus Krahnc. welcher den Maurer Alisch aus der Colonie Mestrong zur Brandstiftung verleitet hatte und darauf entflohen war, ist in Holland verhaftet worden. Provinz Ostpreußen. Auf einem nach Königsberg fahrenden Zuge wurde ein Postbeutel mit 19,000 Mark gestohlen;' der Thäter ist unbekannt. Der Dampfer Elbing 1, der den Verkehr zwischen ElbingKönigsberg und dem Rhein vermitteln soll, ist auf feiner ersten Fahrt vomUnglück verfolgt worden. Auf dem Kanal stieß er mit einem großen Kahn zufammen, sodaß der letztere sank, und auf dem Frischen Haff gerieth der Dampfer auf Grund. Provinz We st Preußen. Agrarier, darunter die Abgeordneten v. Puttkamer-Plauth. v. Dewitz. v. Oldenburg, gründeten eine genossenschaftliche Schlächterei und Wurstfabrik in Rosenberg. Die Gründer zeichneten vorläufig eine Jahreslieferung von 3000 Schweinen und Rindvieh. Sie beabsichtigen Wurstausfuhr nach Westdeutschland. Ein seltenes Jubiläum beging der Gemeindevorsteher Dengel in Holm. Am 1. Mai waren 60Jahre verflossen, seit er sein Amt verwaltet. Der Vater des Jubilars war 37 Jahre in der gleichen Stellung wirksam. ProvknzPommern. Der Major a. D. von Brockhausen, welcher die Erlaubniß erhalten hatte, m Stettiner Staatsarchiv Akten und Urkunden einzusehen und aus densel-

ben zum Zweck der Ausarbeitung der Familiengeschichte derer v. Brockhausen Notizen zu machen, dabei aber einzelne Urkunden bei Seite gebracht hat, wurde vom Stettin Landgericht zu 14 Tagen Gefängniß verurtheilt. Provinz Schleswig - Holstein. Ueber das Vermögen des Bauunternehmers I. H. Ehlers in Bahrenfeld ist der Konkurs eröffnet worden. Ehlers ist auch Besitzer der bekannten Hufnägelfabrik rn Bahrenfeld. Der Bau einer Bahn von Elmshorn nach Barmstedt ist jetzt gesichert. Unternehmer Steinfeld hat für den Preis von 514.000 M. die Herstellung der 10 Kilometer langen Strecke übernommen und wird mit den Arbeiten alsbald beginnen. Nach einer Uebersicht über den Schiffsverkehr im Flensburger Ha fen ergibt sich, daß die Zahl der einge gangenen Schiffe vom Jahre 1885 86 bis 189394 von 1665 auf 2580 gestiegen ist. Die Zahl der im letzten Jahr ausgemeldeten Schiffe beträgt 2588. Der alte und weithin bekannte Gasthof :n Wandsbeck, der Schwarze Bär", mußte zwangsweise verkauft werden. Infolge eines Mnneidspro cesses gegen den letzten Besitzer mußte schließlich das stark besuchte Gewese ganz geschlossen werden. Vor etwa 1 1-2 Jahr verkaufte die frühere Besitzerin, Wittwe Scheel, den Schwarzen Bär" für 240.000 Mark an den Wirth Lafrenz aus Kiel, und derWerth stieg durch erhebliche Umbauten auf öiv.000 U)carr. ann kam zener Spieler- und Meineidsproceß und die schon vorhandenen Schulden wuchsen zu einer bedeutenden Hohe heran. In der Zwangsversteigerung kaufte die Wwe. Scheel das Gewese für 141,000 Mark zurück. Durch Feuer wurden zerstört im Morsumkoog auf Nord strand das Anwesen des Landmannes Johannes Asmussen; in Schwabstedt das Haus des Einwohners Christian Weber; in Schwenkenkoog (bei Friedrichstadt) das Anwesen des Hofbesitzers P. Todsen; .in Süderbrarup dasHaus des Maklers' Fritz Jensen; in Mankendorf das Haus des Maurers Beckmann, dessen Frau wegen , Verdachts der Brandstiftung verhaftet wurde. Provinz Schlesien. Der Bildhauer Professor Härtel, seit dem Jahre 1878 Lehrer an der königl. Kunstschule zu Breslau, ist dortselbst gestorben. Sein 50jähriges Doktorjubiläum feierte in Breslau der Geh. Sanitätsrath Dr. Moritz Neisser, i weiteren Kreisen bekannt als Badearzt in Charlottenbrunn. Der. Jubilar steht im 75. Lebensjahre. Das 4. Husaren - Regiment wird durch die Verlegung zweier Schwadronen aus Strehlen in Ohlau vereinigt. Für Bauten zur Unterbringung derselben wendet die Stadt 330.000 M. auf. Der mit dem Fiskus eingegangene Vertrag ist 23 Jahre unkündbar. Die Frau des Lohmüllers Will in Goldberg hat sich in einem Anfall von Wahnsinn in der Katzbach ertrankt. Das Gehöft des Amtsvorstehers Hoppe bei Groß Rackwitz ist niedergebrannt. Während der Eisenbahnfahrt auf der Strecke Görlitz-Ebersbach stürzte der Schaffner Wünsche vom Trittbrett und fand den Tod. Wegen acht verschiedener Brandstiftungen ist jetzt der Polizeisergeant Hennek aus Preiskretschäm vom Gleiwitzer Schwurgericht zu 10 Jahren Zuchthaus verurtheilt worden. Provinz Posen. Eine zahlreich besuchte Versammlung von Industriellen der Stadt Pose beschloß, 'im Frühjahr 1895 dortselbst eine Provinzial-Gewerbeausstel-lung zu veranstalten. Bei einem 'dortselbst abgehaltenen Wettrennen rannte ein Pferd, das den Reiter abgeworfen hatte, unter die Zuschauer des zweiten Platzes; drei Personen wurden schwer, viele leicht verletzt. In Neustadt bei Pinne wüthet dieTrichinosis; bis jetzt sind dreißigErkrankungsfälle festgestellt worden. Die Ansiedelungskommission lauste von Herrn Wladislaus v. Chrzanowski dessen 2700 Morgen umfassendes, im Kreise Wreschen gelegenes Rittergut Brudzewo. Provinz Westfalen. - Ein gräßlicher Mord wurde in der Gemeinde Ering bei Dortmund verübt. Der Fuhrunternehmer Benfeld gerieth in Wuth, weil sein Kostgänger Reinermann ohne sein Wissen mit dem Fuhrwerke in die Stadt gefahren war. - Er lauerte dem jungen Manne auf und erWuoMült einem .Holzscheite... Per

Dr. Augllst Köttig's a,2n.IrngBi? Tropfen. Gegen Dyspepsie Uebclkcit, Diese so gewöhnlichen Krankbeiten baben Saueres Llufstoszcu, u.s.w. p Ursprung m Magen. Der Magen1 " saft hat Nicht die zur gesunden Verdau ung der Speisen notbwendigen Eigenschaften und eine allgemeine Schwäche des Magens tritt ein. Dr. August König's Hamburger Tropfen reinigen die Säfte. Gegen Lcberlcidcn. Viliöse Beschwerden bekunden ein Tragbeit des Aus scheidungs'OrganS der Leber und Unregelmäßigkeit in den Funktionen der rersiedenen zur Bearbeitung der ausgesonderten Flüssigkeit bestimmten Organe. QZenn ein Uederfluß von Galle im Blute zurückbleibt, treten biliöse Beschwerden auf, welche sich durch gelbliches Aussehen der Haut. u.s. w.. anzeigen. Als ein Mittel gegen diese Leiden sind Tr. August König'S Hamburger Tropfen auf'S Wärmste zu empfehlen. l. Jakovs (Bei Heilt Rheumatismus, Neuralgie. Nückeuschmerzeu, Verletzungeu.

Morder raffte dann zusammen, was er an Geld besaß und fluchtete. U)te Wahl des Gerichtsaffeffors Dr. ten Doornkat-Koolmann aus X!udeck zum Bürgermeister der Stadt Lübeck hat die königliche Bestätigung erhalten. or einigen Tagen wurde das Sauerland von einem Gewitter nebst starkem Schneefall heimgesucht. Um denBau . , ' V!.CIJC (T.uf. ... emes narier üuiduujuzuiuuii zu fördern. beffchlokdieMehrheit derStadt-verordneten-Versammlung von Jserlohn aus den Sparkasfen-Zlnsuber-scküssen 5000 m. zur Bildung eines ffonds zurückzulegen. Dee Magistrat, Sl . m P- 1 V . M I r Bezlrks-Äusjcyulz unoProvinzial-naiy versagten ihre Genehmigung und die Stadtverordneten wandten sich nun mit einer Petition an den Kaiser. Auf diese hin ist ihnen jetzt vom Minister des Innern eröffnet worden, daß der Petition nicht Folge gegeben werden könne-. Provinz Hessen - Nassau. Der größteHackklotz unter denSchirnen zu Frankfurt, der im Jahre 1865 von du Stadt mit 10.000 Gulden Kostenaufwand angeschafft wurde, hat sich iekt in morsches Wohlgefallen aufgelöst. Drei Arbeiter des Spediteurs Kürle in der Kastenalsgasse zu Kassel stürzten auf der Heimfahrt von einem Umzüge, als plötzlich das Sitzbrett brach, zwischen die Pferde und wurden überfahren. Der Arbeiter Schmidt war sofort todt, während sein Kamerad Breitenstein ebenfalls nach wenigen Stunden starb. Auch der dritte ist schwer verletzt. Der in den fünfziger Jahren stehende Ackermann W. Linnenkohl von Ellershausen wurde beim Walzen auf seinem Lande durch Ueberfahren mit der Walze Derart verletzt, daß er drei Stunden, daizmif seinen Geist aufgab. Der Stabsarzt der Marine a. D., Dr. Seyfritz, zuletzt praktischer Arzt in Wüstensachftn. unliebsam bekannt und in seiner ärzt.lichen Praxis durch eine für ihn ungünstig ausgefallene Gerichtsverhandlung erschüttert, hat sich vor Antritt seiner neunmonatlichen Gefängnißstrafe mittels Cyankali vergiftet. In Ostheim hat sich die Frau des Landwirths H. Becker, die es sich besonders zu Herzen genommen, daß ihr Sohn bei der Musterung zum Militär gezogen worden war, erhängt. Königreich Sachsen. Ein 7lZährig'er Greis, der Schnei dermeister Blumerich in Dresden, hatte sich dieser Tage wegen einer Majestätsbeleidigung, deren er sich in einer Gastwirthschaft schuldig gemacht hatte, vor dem Landgericht zu verantworten. Das Urtheil des Gerichtshofes lautete auf ein Jahr Gefängniß. Wegen Bigamie wurde ein Glasreiniger Namens Bunzel aus Dresden und seine. Frau, eine Arbeiterin aus Pfaffen-Schwaben-heim, in Frankfurt a. M. unter Anklage gestellt und verhaftet. Bunzel, der in Dresden Frau und Kinder hat, heirathete vor vierzehn Tagen hier zum zweiten Male. Die zweite Frau wußte um die erste Ehe. Kaufmann Joh. Bal. Fuchs, Lotteriecollecteur Schlnk und Privatmann Karl Knöfel in Dresden begingen die Feier ihres 50jährigen Bürgerjubiläums. n Chemnitz wurde der aus Nieder-Gräd-nitz bei Schweidnitz gebürtige Fleischer Hermann Kalitzky, welcher beschuldigt war, in der vergangenen Neujahrsnacht an dem fünfjährigen Töchterchen seines, in der Schloßvorstadt wohnhaften Bruders mit Gewalt unzüchtige Handlungen vorgenommen und dann das Kind durch Aufschlitzen des Leibes zu todten versucht zu haben, trotz seines Leugnens vom Schwurgericht zu 15 Jahren Zuchthaus verurtheilt. Bürgerschuldirector Martin hat nach 40jähriger Dienstzeit Würzen verlassen, um in der Nähe von Dresden sich des wohlverdienten Ruhestandes zu erfreuen. Nach bedeutenden Unterschlagungen ist der Buchhalter Eduard Walther Wilsdorf. geb. 1857 in Wellersdorf bei Oschatz, aus Leipzig flüchtig geworden. Seit Anfang November v. I. wurde .der in Zöblitz allgemein geachtete Kistenfabrikant Haugk vermißt und alle Nachforschungen blieben erfolglos. Dieser Tage nun wurde der Leichnam des Vermißten am Katzenstein bei Pobershau von Kindern aufgefunden. Vermuthlich hat sich H. von dem Felsen, hinabgestürzt. Bedenken Sie, hab die Wiöconson Central Bahn unbedingt daö Zutrauen deö Publikums besitzt, da sie bei Weitem die populärste Linie zwischen Chicago, Milwaukee, St. Paul, MinneapoliS und dem Nordwesten ist und fernerhin als die Pullman Linie zwischen Chicago, Milwaukee, Ashland, Duluth und den Plätzen am Supcrior See angesehen wi-d. Bedenken Sie ferner daß die Wiöeonfin Central die bedeutendsten Punkte in Wisconsin berührt, mehr GeschäftsPlätze erreicht als irgend eine andere Linie im Nordwesten, daß der Speisewc'gen feiner ausgestattet ist als irgend einer der anderen Linien. Für weitere Auskunft als, Raten, Routen,, wenden Sie sich an den nachsten Ticket Agenten oder an Jas. C. Pond, Gen. Pass. Agent, Milwaukee WiS.

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