Indiana Tribüne, Volume 17, Number 252, Indianapolis, Marion County, 31 May 1894 — Page 1
Cefen Sie die Offerte der Tribüne" 31. Mai 1894. m O rT C 1 A ks-i A AC Tribüne Coupon für die Welt - Aussielhsg MM 9 für die V m w !l IWIm! w w w w Jahrgang 17 Office : No. 18 Süd Alabama Straße No. 252 Indianapolis, Zndiana, Donnerstag, den o. Mai 1894,
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Offizieller Bericht . der
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Aktiva.
Anleihen tz 588.2U1 35 Vereinigten Staaten BondZ 250,000 00 Stadt Indianapolis, Marion und andere County Vondö 586,156 40 Baar an Hand und in Banken (Gold $341,000 00) 994,300 45 Bond-Prämien $13,500 00
Gewölbe, Geldschrank und Möbeln :c
$2,450,218 20 Passiva. Eingezahltes Kapital $ 300,000 00 Ueberschuß.Fond und Gewinne , 86,803 53 Nationalbank-Noten im Umlauf 225,000 00 Depositen 1,8W,409 67
John P. Frenzel, Präsident. O.Z? " W en .ung halber wird die Er0 oeS Phönix GartenS erst am Donnerstag, 7. Juni, mit einem großen Instrumental Conzert stattfinden. Eröffnung ! 3?airviewPark Es wurde eine Küche eingerichtet und Frau Sherman ist vorbereitet Besucher zu bedienen, wurde am östlicben Einaana um Nark ein Platz eingerichtet, wo Pfde angebunden 7 ' , , o-o a r werden können und wird dafür nur der nomi nelle Preis von 5 Cents für jede in dem xi i kW r ' r I eiaori vennDuqe Person gereazn. George Herrmann Ä Sk&ilt0tf0ftAtit (vw;vttvvWv; Office : 26 Süd Delavareftr. etan: 120, 122, 124, 126, 128 Oft Pearlftr. Ttletj&on 011 . Offen Xaa und Nackt. Neue Cigarrenfabrik ! Psus Bsfsn lshrsn gut ! Wir offeriren einige neue Sorten, welche 10 Cents das Stück kosten sollten, für 5 Conto und empfehlen besonder? "New Thing" und "Rlvals". Wirthen und Cigarrenhändlern offeriren toi: elegante Waaren von $25 aufwärts. Alles UnionCigarren. Wm. Gottlieb, 496 Virginia Avenue und 202 & 205 Massachusetts Ave. Eis! Eis! EiS! WirbenSvendaS p.,em rar ölte i Ihre Koupons, bevor das EiS geliefert wird Da wir einen auten Borra.h von SiS besttzen. I Tur.2 ton üi an umere unoen. auien ic i 19 nnpwir in vcr xagc au ivtgcuvcu v((itM i zn verk.nfen: I I00bi3 SO Psd in einer vlkserunt, 55c periooP 0 200 bis 1000 f in etner Mit eruna cc et . . 200S uud mehr in einer Lieferung I5c . . i oia vjw vio in einer uteicruna imc . tT -Ct-Lr- "TTr CTrr Mö- ' Office: N. ZU WeS Walnutftr.-Tel. 1098. apeten 1c, 3c 5c. W. I. Cunninghain 62 Nord Illinois Str. ftftit?il (Sftlfliih w V ""7 ""'fl XcvLtt - IlsrNckeritttt HCK,V ylOJ5nW0 zu dai niedrigsten Raten. aroTAzitZelebäftlicbe u. gesetzliche Dokumente sorgfältig auSzesttllt.
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Indianapolis, den 4. Mai 1894.
18,000 00 $2,450,213 20 Otto N. Frenzel, Kassirer. 'stent-Kasfirer. Editorielles. Wenn die bürgerliche Presse offen ihren Gefühlen gegen alles, was sich gegen die gegenwärtige Ordnung der Dinge richtet, Ausdruck gäbe, wenn sie sag's, wir wollen, daß alles fo bliebe, wie eS ist, weil wir (d. h. diese Presse und ihre Klasse) uns wohl dabei besinden, so liefe sie wenigstens niemals Gefahr, eine Dummheit zu sagen. Sobald sie aber versucht, ihren Standpunkt wissenschaftlich zu behaupten, dann blamirt sie sich allemal. So hat daö Cincinnati Volksblatt" vom 29. dS. einen längeren Artikel über die Geldfrage, .orin eS die Cozehiten und John Stuart Mill und Andere, welche daö Volksblatt" gar nicht kennt, zu widerlegen und zu beweisen sucht, wie wenig Geld in dem n.f(i.. 1s aagemelnen e,cyaslSv?rleyr nvlq wendig ist. Da sagt dieses, weise sein wollende Blatt nun Folgendes : Man krauet f7in ttUhrlr ui s,Z ff " """"7 " " j ! und eS genügt die geringste Erfahrung im Geschäftswesen, um den Irrthum dieses sonst so vorzüglichen Lehrers zu erkennen. Jeder weiß, daß daS Ge schüft nicht auf dem Austausch von Waaren und Geld, sondern auf dem Austausch von Waaren und Waaren beruht. Die Welt hat gar nicht so viel wirkliches Geld auszuweisen, um jede geschäftliche Transaktion mit Geld ju begleichen, ganz abgesehen von den vielen Schwierigkeiten und Umstän den, die ein solches Geschäftsverfahren mit sich bringen würde. Daö Geld dient nur, um den kleinen Rest der Ge schäste, der nicht durch Waaren- und Konto-Auötausch beglichen wird, auö zugleichen. Wenn wir nach Europa für 1100 Millionen Dollars Waaren verkaufen und Europa für den Betrag von 1000 Millionen an unö verkauft. so weiß jeder, daß nicht mehr als 100 Millionen herüberkommen; der Rest wird durch die gegenseitigen Kontos ausgeglichen." Worauf zu sagen ist, daß man noch lange kein Gelehrter zu sein braucht, um diese ganze Darstellung alS einen Trugschluß, alS ein vollständiges Verkennen der wirklichen Vorgänge zu durchschauen. Weil man daS Geld nicht essen kann, weil eS immer wieder dasselbe Geldmaterial ist, daS zum Austausche verwendet wird, weil der . . rniueiu vzt soanirn ein uueuicuu uuu ff . . v . A . , . findet, Oft die HantlkrUNg dtS Geldes , . , . t c ,, . . hinüber UNO hcIUDCI UNNOthlg Macht, ... r. vc vA ra.fAsa ixi , sagkN, 02 daS chaft Nlckt ÜUs u o. .... ..n crr a.fi ven USlau,q von zusauren um ezo, sondern von Waaren, ist gelinde geI ft k,,,Z Vt uv. Die Grundlage oeS heutigen e schäftSbetriebeS ist der Prosit und die Möglichkeit deS Prosits beruht auf dem Austausch von Waaren um Geld. Daran ändern alle Banken und Clea ringhäuser der Welt nichts. Die Ein richtung derselben erleichtert zwar den Austausch, ändert aber den Charakter desselben nicht. Deshalb, weil alles Geld sich wieder in Waare umsetzt, trägt der heutige Geschäftsverkehr durchaus nicht den Charakter eines sf.'.nVTÄ S,Z ff.ikn, ?,,k 11, t4 M I w v mh mm Waare, um sie gegen andere Waare umzutauschen, sondern um sie gegen Llhtnjii((iliWtl!f und zwar gegen mehr Geld alS er auSgiebt. Der Prz- .... t X.L . t$ i Tliqi Waare Waare auch nicht :
Waare Geld Waare sondern : Geld Waare Geld. Wenn der Kaufmann seine sür Geld gekaufte Waare wieder in Geld umge-
seht hat, ist der Prozeß zu Ende und beginnt von Neuem. Daß bei diesem Prozesse auch die Waaren in Austausch kommen, und Besitzer wechseln, ändert an dem Charakter deS Prozesses nichts. Unserem ganzen Geschäftsbetriebe liegt die Geldwirthschaft zu Grunde. Der Schuhfabrikant sabrizirt nicht Schuhe, um andere Dinge, sondern um Geld dafür zu bekommen, mehr Geld als er auögiebt. Wenn er auch einen Theil deS Geldes für andere Dinge, wie Lebensmittel, Kleider etc. ausgiebt, so verwandelt dieser Umstand die Geldwirtschaft nicht in einen TauschHandel. Beim Tauschhandel spielt das Bedürfniß und die Nützlichkeit eine Hauptrolle, derselbe schließt die Möglichkeit des FabrikwesenS,deS JabrizirenS für den Markt auö. Bei der Geldwirthschaft spielt der Prosit die Hauptsache, ohne Geldwirthschast kein Prosit. Der bloße Austausch von Waare gegen Waare schließt die Mögichkeit deS Prosits auö. Zudem ist eS auch ganz und gar nicht wahr, daß wenn wir für 1100 Millionen Dollars Waaren nach Curopa verkaufen und Europa anunS für 1000 Millionen, daß bloß 100 Milionen Dollars in Geld herüberkammen. In Wirklichkeit gehen große Geldsummen hin und her, wenn auch nicht die ganzen Summen. Vorläufig fehlt eS noch an einem inernationalen Clearinghaus und eine heilweise gegenseitige Abrechnung findet nur zufällig durch daS Zusammenlaufen der Fäden in einigen großen Bankhäusern statt. Aber wenn dem auch nicht so wäre, Ersatzmittel ür das Geld können an dem Charakter deS Austausches nichts ändern. Alle Waaren gehen bei dem Austausch durch die Eeldform hindurch, und weil dies allein den Prosit ermöglicht, darum wird der Austausch gegen Geld zum Zweck und nicht zum Mittel. Drahtnachrichten Inland. Wetteraussichten. EtwaS wärmeres schönes Wetter heute Nacht und morgen. 4t--Senator Peffer hält eine Rede. Washington, 30. Mai. Senator Pesser hielt heute eine Rede an die Bostoner Kreuzzügler unter Fitzgerald. Er sagte, daß Vieles im Wege stünde, bis die Blllö, welche er eingereicht habe, passirt werden könnten. Da sei der Tarif, dann die Kirche, dann die Zeitungen und die Geldmacht. Manche Leute könne man überzeugen, indem man sich an ihren Verstand wendet. Andere durch Beeinflussung ihres Gemüthes, Viele aber kann men nur dadurch bekehren, daß man sie am Genick packt und einschüchtert. Er hoffe, daß in einigen Jahren die Volkspartei zur Herrrschast gelange. hm ftry 'S Armee. M a y S v i l l e, Ky., 20. Mai. Fry'S Armee kam heute hier an, und wurde von den Farmern der Umgegend mit Lebenömitteln versehen. Die Armee kam auf Kohlenbooten und die ganze Bevölkerung hatte sich am Ufer versammelt, sie zu sehen. - Die Kohlen gräber. Statt der einzelnen Depeschen geben wir hier kurz eine Zusammenstellung der Nachrichten. In Athens County, ., hielten die Streiker einen Eisenbahnzug auf, ließen denselben aber wieder frei, ehe Miliz ankam, weil die Eisenbahn versprach, keine Kohlen mehr zu befördern. Die Bergleute von Pomeroy, O., haben einen Dampfer gemiethet, um nach West Virginia zu fahren. Sie wollen die Bergleute dort zum Anschluß an den Streik bewegen. Ja Trimble, O., jagten die Bergleute eine Compagnie Miliz sofort bei ihrer Ankunft auseinander und nahmen ihre Zelte, Kochapparate und mehrere Gewehre ab. Auf Veranlassung beö Sheriffs wurden bt So,ldqte.n tyiefeff zurück beprkerj. Per Gouvernör von Pennsylvania erließ eine Proklamation und verbot alle ungesetzlichen Versammlungen.
Gouvernör Waite von Colorado hatte eine geheime Unterredung mit den Streikern und will versuchen die Sache zu schlichten. 3n Pana, Zll. sollte ein Conferenz zwischen Bergleuten und Bergwerksbesitzern stattfinden, aber letztere erschienen nicht.
W i e b e i u n S. Fort Wayne, 30. Mai. Der Sicherheitsrath gab den Wirthen Notiz, daß in Zukunft die Wirthschaften um 11 Uhr Nachts und am Sonntag geschlössen werden müßten. Großes Eisenbahnunglück. Marshfield, WiS., 30. Mai. Ein großes Unglück trug sich aus der Wisconsin Centralbahn zu. Ein Passagierzug entgleiste, siel den Bahndämm hinab und die Wagen geriethen in Brand. Sechs Personen, darunter der Lokomotivführer, der Heizer und ein Bremser, verbrannten auf schreckliche Weise und eine Anzahl der Passagiere wurde verletzt. Man glaubt, daß das Unglück durch verbrecherisches Verstellen der Weiche herbeigeführt wurde. Colorado 'S Gold-Produk tion. Denver, Col., 30. Mai. Die Goldzufuhr in der Münze zu Denver belief sich während deS Monats Mai auf $60(3,923, gegen nur $99,148 im Mai 1893. ES ergiebt dieS eine Zunähme von 411 Prozent, trotz deS Streiks in Cripple Creek. Ausland. Dowe überboten. L o n d o n, 30. Mai. Hiram Maxim schreibt an die Times," daß er in sechs Stunden einen Küraß von der halben Dicke und Schwere deS Doweschen erfunden habe, welcher ebenso widerstandsfähig fei wie jener. Er erklärt, er würde seine Erfindung am Freitag in der Eewehrsabrik von Crith demonstriren und Proben unterwerfen. Er erklärt sich ferner bereit, sein Geheimniß für zwei Dollars und die Kosten deS Materials, welches sich alles in der Ortschaft Erith finden lasse, an die Regierung zu verkaufen. E i n eigenthümlicher Fall. London, 30. Mai. Gen. 3ohn Hewston, ein Amerikaner, welcher im First Avenue Hotel in dieser Stadt logirt, wurde heute unter der Anklage verhastet, den Tod eines Straßenmusikanten, Namens George Burton, verursacht zu haben. Gen. Hewston machte einen Spaziergang an der GrahS 3nn Road und wurde unterwegs von einer Truppe von Straßenmusikanten angerempelt und belästigt. Er machte den Leuten zuerst Vorstellungen, doch die Musikanten ließen sich nicht abschütteln. Schließlich wurden sie handgreiflich und Gen. Hewston sagt, einer der Männer habe ihn zu Boden zu schlagen gesucht. General Hewston suchte sich mit seinem Regenschirm zu vertheidigen und stieß dabei zufällig die Spitze des Schirmes seinein Gegner ins Auge. Der Verwundete, dem die Spitze bis ins Gehirn gedrungen war, siel zu Boden und wurde nach dem freien Hofpital überführt wo ihm daS verletzte Auge herausgenommen wurde. Um zehn Uhr heute Abend starb der Mann aber, der alS Straßenmusikant, Nam:nS George Burton identifizirt wurde. Gen. Hewston wurde nach der Kingö Croß Polizeistation gebracht. Ein Beamter der amerikanischen Gesandtschaft erbot sich, für Gen. Hewston Bürgschast zu stellen, doch wurde dieselbe nicht angenommen. Der Verhaftete wird morgen dem Clerkenwell Polizeigericht vorgeführt werden. Erdbeben. R 0 m , 30. Mai. Ein heftigeö Erd beben wurde gestern Abend in Viggia nello, in der Provinz Basilicata, ver spürt. Eine Anzahl Häuser sind ein gestürzt, soweit bekannt, ist aber nie mand umS Leben gekommen. Die erschreckten Bewohner sind inö Freie ge flüchtet und lagern jetzt in den Feldern. furchtend, daß noch chetere Exschütte ruffgen nächfolgen werden. -- DaS französische Kabine t. P a r i 8, 30. Mai. Herrn Dupuy ist eS gelungen, den letzten U Wni fier für sein neues Kabinet zu. finden
Herr'Honotauz hat daS Ministerium deS Aeußeren übernommen und der General Mercier daS Kriegsministe-rium.
AlleS wegen derJungsrau vonOrleanS. P a r i S, 30. Mai. Heute, als am TodeStag der Jungfrau von Orleans, schmückten eine Anzahl Delegaten der hiesigen Freimaurer-Logen daS Denk mal der Jungfrau in der Rue des Py ramidö mit einem großen Blumen kränz. Die Schleife des Kranzes trug die Inschrift : Zum Andenken an 3ohanna von Are, verlassen von dem Königthum und von der Kirche verbrannt". Diese 3nschrist hatte einen Krawall zur Folge. Eine Anzahl junger Katholiken, welche die Inschrift gelesen hatten, rissen den Kranz herunter und zerstörten ihn, sie wurden aber im nächften Augenblick von den Freimaurern, die sich wieder versammelt hatten, angegriffen und eö entspann sich dann zwischen den beiden Parteien ein Kampf, bei dem hauptsächlich mit Stöcken dreingehauen wurde. Die Polizei verjagte 'schließlich die Kämpsenden, nachdem sie eine Anzahl VerHaftungen vorgenommen hatte. Die FaSci bei Lavoratori. P a l m e r o, 30. Mai. Das Kriegs gericht, vor welchem die Deputirte Giuseppe de Felice und eine Anzahl Mitglieder deS FaSci dei Lavoratori ihren Prozeß zu bestehen hatte, hat heute Urtheil über die verschiedenen Angeklagten gefällt. Giuseppe de Felice wurde zu 18 Iahren Einzelhaft und zu dreijähriger Polizeiaufsicht verurtheilt. BoSco, Barbato und Verro erhielten 12 Jahre Einzelhaft, Montal zehn Jahre und Pico fünf Jahre Einzelhaft. Den sämmtlichen Verurtheilten wurden außerdem sämmtliche bürgerliche Rechte entzogen. Petrina wurde zu drei und Benzie zu zwei Jahren Geängniß verurtheilt und drei andere wurden freigesprochen. Hiesiges. Ein bösartiger Schwarzer. Polizeidiener Raferty hatte schon seit einer Woche einen Haftbefehl ür den Neger William Bullet in der Tasche, der daS Negermädchen Ella Tracy in unzüchtiger Weise angegriffen haben soll. Raferty sah seinen Mann gestern Nachmittag in einem Hause an der Nhode Island Str., aber derselbe war ans seiner Hut und er konnte ihn nicht irwischen. Spater sah er ihn in einem anderen Hause in Gesellschaft einer Anzahl Neger. Um dieses Mal sicher zu gehen holte er den in der Nähe wohnenden Collegen Wheeler herbei. Während Raferty die Rückseite. deö Hauses bewachte, drang Wheeler vornen ein und faßte Bullet. Ditser wiversetzte sich und seine Genossen drangen ebenfalls auf den Polizeidiener ein, der seinen Mann aus dem Hause zu ziehen suchte. Eine hohe BretterUmzäunung hielt Raferty ab, schnell zu Hilfe zu eilen. Er mußte dieselbe zuerst umwerfen, ehe er Wheeler energische Hilfe leisten konnte. Bullet hatte WheelerS Daumen zwischen den Zahnen und biß sich in demselben fest wie ein Bullenbeißer und erst die AnWendung deS Knüppels von Seiten Rafertys bewog ihn, loszulassen. Dr. Kahlo erklärte, daß die Wunde bösartig werden könne. m Hulen bleibt verdächtig Ueber den ParfonS Mord Fall ist nichts NeueS zu Tag getreten, die Polizei ist aber nach wie vor überzeugt, daß Hulen, der einstweilen unter Arrest gehalten wird, von der Sache mehr weiß als er sagen will. Splann sagte gestern, daß man gegen Hulen am Freitag die Anklage auf Mord erheben würde, denn seine AuS sage wollte in keiner Weise mehr mit der zuerst gemachten übereinstimmen. . Der Verschwörung angeklagt. Heute Morgen um zehn Uhr brachten die BundeS-Gryßgeschwoceneu die Anklage g,egen F. O. Stannard und Alom Armstrong auf Perschwyrüng
Stannards Bond von $4000 wurde daraufhin von Richter Baker für null und nichtig erklärt. Sobald Marschall Hawkins zurückkehrt, wird man sich auf die Suche nach dem verlorenen Sohn"
machen. Volizeigericht. W. Bullett verzichtete auf eine VorUntersuchung und wurde wegen Noth zuchtsversuch unter $2500 Bürgschaft den Großgeschworenen überwiesen. Ben. Gentile stahl $1 von Frau Kate Steepe und wurde unter 5500 Bürgschaft den Großgeschworenen überwiesen. Lawrence E. Corrdon, der Matt.' 3rie eine Diamantbusennadel gestohlen haben soll, verzichtete auf ein Vorverhör und wurde unter $1000 Bürgschaft den Großgeschworenen überwiesen. Der Neger W. Brown, der dem Würfelspiel huldigt, wurde mit $10 bestraft. DaS Verhör der im Denison Hotel verhafteten Spieler wurde auf den l. Juni verschoben. Chas. Reichert, der, wenn wir nicht irren, an der Pendleton Pike eine Wirthschaft betreibt, hatte schon beinahe ein ganzes Jahr versäumt eine städtische Lizens zu erlangen. Polizeispitze! Balcom hatte ihm deshalb einen Besuch abgestattet und ihn einige Tage Zeit'gegeben die Lizens, welche ihm schon lange genehmigt war zu holen. Reichert ließ die Zeit verstreichen und wurde verhaftet. Er bezahlte die alte Lizens dann am 17. Mai, aber Polizeirichter Stubbs diktirte ihm für seine Lässigkeit WO Strafe zu. Er wird appelliren. Gegen H. 3. Reinken, der 20 Ost Washington Str. eine Wirthschaft betreibt, war von dem Polizeispion Sutphin und dem Polizeidiener Scheigert eine Klage wegen SonntagsverkaufS erhoben worden, weil ein Negerbengel ihnen in seiner Angst oder um sie sür den Narren zu halten gesagt hatte, er habe Schnaps dort getrunken. Seiner beschworenen Aussage zufolge hatte er nichts bekommen. Mit einem schweren Seufzer erklärte Polizeirichter Stubbs, daß leider die Geschworene Aussage des Negerjungen mehr gelte, wie seine unGeschworene, und er daher Reinken nicht bestrafen könne. fl7 Ueber die demnächst stattfin- - denden Schulrathöwahlen wird wenig gesprochen und noch weniger geschrieben. 3m Allgemeinen herrscht auch wenig Interesse für die SchulrathsWahlen. Da es ein äußerst seltener Fall ist, daß wirklich Sachverständige kandidiren, so überläßt man Alles, was den Unterricht angeht, dem Su perintendenten und so kümmert sich der Schulrath fast ausschließlich um die geschäftliche Leitung und die Finanzen. Da der Posten des Schulrath auch keinen Gehalt bringt, so setzt keiner der Kandidaten Himmel und Erde in Bewegung um gewählt zu werden. Von einigem Interesse dürste dagegen die Wahl im elften Distrikt sein, weil daselbst eine Frau kandidirt. Aus Veranlassung deö Women'S Council" bewirbt sich Frau IenckcS um die Stimmen der Bürger deS genannten Distrikts. Wenn man erwägt, daß der Schulrath sich in Wirklichkeit nicht bloß mit den Finanzen, sondern auch mit dem inneren Ausbau der Schulen und mit dem Unterricht und der Disziplin in denselben beschäftigen sollte, wenn man ferner erwägt, daß die Erziehung der Kinder praktisch Sache des weiblichen Geschlechtes ist, daß die erste Erziehung von der Mutter und nicht dem Vater ausgeübt wird, daß der Unterricht in den öffentlichen Schulen von den untersten bis zu den obersten Klassen größtentheils von Lehrerinnen geleitet wird, so ist eigentlich gar nicht einzusehen, .warum nicht auch eine Frau Mitglied deS Schulraths sein soff. Ererbte und anerzogene Vorurtheile sprechen freilich dagegen, aber der vernünstige Mensch muß fich über Vorurtheile erheben können. Bis jetzt hat sich unser Schulrath wirklich nicht durch so außergewöhnliche Intelligenz auögezeichnet, und ist doch kein geistig so hoch stehender Körper. daß nicht eine Frau von einiger Bildung den männlichen Mitgliedern desselben zum minbesten ebenbürtig sein sollte. Die Wahl findet am 9. 3uni statt, und die Frauen machen in aller Stille große Anstrengungen, um durchzudrin-gen.
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