Indiana Tribüne, Volume 17, Number 245, Indianapolis, Marion County, 24 May 1894 — Page 1

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ä oo lesen Sie die Offerte der Tribune" für die V,' 24. Mai 1894. x o AO KY0YXVf rs Tribüne (Coupon für die -ÄnulilTnufli PähIWIm! 151112 v y iy k v W i K 4 611Jahrgang 17. Office : No. 18 Süd Alabama Strafte. N0. 345 Indianapolis, Zndiana, Vonnerstag, den 2i Mai Wq.

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Offizieller Bericht der

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Indianapolis, den 4. Mai 1894.

Aktiva.

Anleihen $ 583,261 35 Vereinigten Staaten BondS 250,000 00 Stadt Indianapolis, Marion und andere Eounty VondS 7 586,156 40 Ban an Hand und in Banken (Gsld $341,000 00) 994,300 45 Bond-Prämien $13,500 00 Gewölbe, Geldschrank und Möbeln ic )8,000 00

12,450,218 20 Passiva. Eingezahltes Kapital $ 300,000 00 Ueberfchub'Fond und Gewinne 86,808 53 Nationalbank.Noten im Umlauf 225,000 00 Depositm 1,838,409 67 $2,450,218 20 John P. Frenzel, Präsident. Otto N. Frenzel, Kafsirer. O. F. Frenzel, Assistent-Kafsirer.

Großes Pic-Nic des L! W!!Mf"JPI. 8! imUVIätttig imuit) tn O AltZER'S 6B0YE, am Sonntag, den 27. Mai 1894. Wagen gehen vom Ende der Sud Meridianstr. au, nach dem Grove. Phönix Garten Der Witterung halber wird die Eröffnung deS Phöaix GartenS erst am Donnerstag, 31. Mai, mit einem großen Instrumental Conzert stattfinden. Eröffnung ! s ' - STairviewPark ES wurde eine Küche eingerichtet und Frau Sherman ist vorbereitet Besucher zu bedienen. Auch wurde am östlichen Eingang zum Park ein Platz eingerichtet, wo Pferde angebunden werden können und wird dafür nur der nomi nelle Preis von S Cents für jede in dem Gefährt befindliche Person gerechnet. Eisen- und Stahlwaaren .V Telephon 589. Werkzeuge aller Art. Gartengeräthe. Lawn Mowers. Ponltry Netting. Clemens Von 'cgut 184 & 186 Oft Washing. Str. Neue Cigarrenfabrik ! Zleus Bsssn kehrsn gut ! Wir efferiren einige neue Sorten, welche 10 CentZ das Stück kosten sollten, für 5 Corrbs und empfehlen besonders "New Thing" und "Rivals". Wirthen und SigarrenhÄndlern offeriren wir elegante Waaren von 2o aufwärts. AUeS UnionCigarren. Wm. Gottlieb, 496 Virginia Averse und 303 St 305 Massachusetts Ave, cm einen Gönnern und dem Publikum im Allgemeinen zur Nachricht, daß ich mein "Wein Emporium altdeutschen Style hergerichtet habe und alles MSc'iche aufbieten tperd-, meinen funden den Aufentbalt in meinem Lscale fa angs nehm wie msgttch zu machen. Wie bisher, werden nur echte und rein: Weine verkauft. Um freundlichen Zuspruch bittet ergebenst Z'Ä. ZtzdiMr, No. 106 u. 108 N. Mer. Str. i - INnik -535 ist das neue Heim deö Schvoba-Schulze Konrad Heeß, ff, s.Zn. freunde einladet, ibn in Uinr neuen WirtblSaft eibia vx beI rtii i ' v , , fa&tn. -

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.s: itorielles. V ES war da5 Verkehrteste, waS geschehen konnte, Cozey einzusperren. Aber die öffentlichen Organe unserer heiligen Ordnung kennen kein anderes Mittel als Brutalilät. Ob der Milwauke Herold" wohl auch für die Grubenarbeiter Partei ergreifen würde, wenn sich in der Umgegend Milwaukee'S Kohlengruben befänden ? Die bittere Stimmung gegen den Bundessenat macht sich allenthalben in Resolutionen kund, welche entweder direkte Wahl der Bundessenatoren oder Abschaffung des Bundessenates derlangen. Die Institution deS BundeösenatS hat sich offenbar überlebt. Ein Correspondent der Weftlichen Poft" schreibt auS Washington: In allem Ernste:' die Cozeyiten sind viel besser diSziplinirt als unsere werthe Polizei und ich spreche keine Unwahrheit auS, wenn ich behaupte. daß sich in den Reihen dieser wahr scheinlich mehr schlechte Subjekte' befinden als in denen jener. Cozey'S Leute machen durchweg den Eindruck ehrlicher Arbeiter, die nicht hierher gekommen sind, um zu stehlen, zu plünder, zu rebelliren oder die Regierung zu stürzen. Man darf sich mit Recht wundern, jda& erst drei oder vier der Leute vor den Polizeirichter gebracht worden sind und auch dann nur, weil sie einen Rausch gehabt, oder gebettelt haben sollen. Bedenkt man, daß die Polizei diese Leute mit ArguSaugen überwacht und Vorwände für ihre VerHaftung sucht, so darf man ihnen wahrscheinlich nicht daS Lob vorenthalten, sich ausgezeichnet zu betragen." -- Zwei Ver. Staaten Senatoren Hunton und Kyle haben bis jetzt vor dem UntersuchungS-Comite ausgesagt. daß Mayor Burtz ein Südcarolinischer Ercongreßmann ihnen Be-stechungS-Anträge im Interesse deS Zuckertrusts gemacht habe. Herrn Kyle wurden $14,00(X geboten, mit der Aussicht, seinen Lohn bis $76,000 zu steigern. Der Erfolg dieser Untersuchung wird lediglich von dem Verhalten deS Burtz abhängen. Zwingen kann ihn, de.n Schwerbelasteten, Niemand, seine Hintermänner preiszugeben. Wenn der Zuckertrust ihm eine Million Schweigelohn schenkt, hält er den Mund, läßt sich wegen BestcchungS-Versuch ruhig auf 1 oder. 2 Jahre inS Zuchthaus schicken und genießt dann in Ruhe die. Zinsen seiner Million. , Aber der Skandal ist da, und die Thatsache, daß der Senat die Tarisbill zu Gunsten deß ZuckertruftS geändert hat, läßt sich nicht wegleugnen. . . -V 9 Drahtnachrichten Inland. Wetteraussichten. HgbscheS Wetterz Yiegeicht Schauer heute Nacht. -MtMEin Bankraub. L o n a V i e w, Ter., 13. Mai. Um drei Uhr beute Nachmittag kamen zwei - I . c - nm . ... zzlemttq duo ausseyenoe Banner m

die erste Nationalbank in hiesiger

Stadt. Der eine hatte einen Regen-j mantel an, unter welchem er ein Win-chester-Gewehr verborgen hatte. Dieser Mann überreichte dem Präsidenten der Bank, Herrn 3oe ElemmenS, ein Blatt Papier, auf welchem die folgenden Worte standen : tföxftt Nationalbank in Longviev. Hiermit empfehlen wir Ihnen Charles Speckelmeyer, der etwas Geld haben will und entschlossen ist, es zu bekommen. Gez. B. und F. Der Kassirer der Bank glaubte, daß eS sich um eine unverschämte Bettelei für irgend einen wohlthätigen Zweck handle und wollte dem Mann gerade ein Geldstück reichen, als jener ihm sein Gewehr aus die Brust setzte und ihm befahl, die Hände in die Höhe zu heben. Der andere Räuber sprang dabei durch die Gitterthür und bemächtigte sich der in Sicht befindlichen Gelder. Der Räuber erwischte $2000 in Gold und Papier. Zwei andere Räuber hatten sich inzwischen in dem Gäßchen hinter der Bank aufgestellt und schössen von dort auf Jeden, der in Sicht kam. Der Stadtmarschall Muckley und Will. Stedenö erwiderten das Feuer. George Buckingham, der auf die Räuber geschossen hatte, wurde von den letzteren getödtet und der Stadtmarschall Muckley erhielt eine Kungel n den Unterleib, die Wunde ist aber nicht lebensgefährlich. 3. W. Mc Gueon, ein Wirth, wurde ebenfalls ebensgefährlich getroffen. Ein andeer Mann, NamenS ChaS. Leonard, erhielt einen Schuß inö Bein und ist o schwer verletzt, daß daS Glied abgenommen werden muß. Der HilfSmarfchall Will. StevenS blieb unverletzt, obwohl er aus großer Nähe gefeuert und einen der Räuber getödtet hatte. Eine bewaffnete Mannschaft ist auf der Verfolgung der Räuber begriffen, die nur 15 Minuten Vorsprung haben. Die Bank hat $500 Belohnung für die Einbringung der Räuber, todt oder ebendig, ausgesetzt, und die Bürger haben weitere $200 osserirt. Einer der Räuber ist im Gesicht verwundet worden. EmmaZuchgefährlichkrank. Detroit, Mich., 23. Mai. Frl. Emma 3uch, die berühmte Primadonna, liegt in Ann Arbor, Mich., chwer krank darnieder. Sie war am Samstag erkrankt und leidet jetzt an einer gesabrllcyen Unterlelvseni;undung. - Ein sensationellerKlosterstreit. Chicago, 3llS., 23. Mai. Der Generalanwalt Maloney hat heute im KreiSgericht eine Klage gegen die Schwester Frances, die Oberin der Serviten-Schwestern. welche daS St. Mary's Seminar an Van Buren Str. und Albany Avenue leiten, eingereicht. ES handelt sich um Wiedererlangung von Eigenthum im Werthe von $500,000. Die Schwester Beronica, ehemals ein Mitglied des Ordens, und mehrere Andere, die behaupten, die Gelder für die Erwerbung deS GrundeigenthumS und die Erbauung deS Klosters gesammelt zu haben, erklären, daß die Oberin den Besitztitel auf daS Grundeigenthum auf ihren eigenen Namen habe eintragen lassen, sich aber scitdern. geweigert habe, daS Eigenthum an die Serviten - Schwestern zu übertragen, trotz der diesbezüglichen Aufforderungen seitens des ErzbischofS Feehan. Der Generalanwalt erklärt, daß eS euic seiner Besugmsse sei, etwaige Mißbräuche von Trust-Angelegenhei-ten zu untersuchen und abzuschaffen, namentlich wenn eS sich um Wphlthä-jigkeitS-Anstalten handle. Eine sensationelle Szene ereignete sich während deS Tages, als die Schwe ster Gertrude, eine der Anhängerinnen her Oberin, in demIreay deö Gene. salanvaltS erschien u.nd, da sie nicht erkannt worden war. von einem der Clerkö Erlaubniß erhalten hafte, ein Dokument durchzufescn, welches der Generalandalt in Verbindung mit die sem Proz-ß einzureichen die Absicht hatte. Die Schwester erflart, daß harin die Ayklqze der 3mmaralität gegen die yberin erhöben worden sei. Der Generalany?alt kam gerade dazu, als die Frau da? Dokument lag und er tturde darüber so böse, daß er sie zur Thür hinauSvieö. Die Schwester ge

rieth in die größte Aufregung und siel

in der gegenüberliegenden Ofnee deS Advokaten Bradu in eine Ohnmacht. Die Schwester Veronica und mehrere andere Nonnen hatten vor einiger Zeit das Kloster verlassen, da der in dem Seminar angestellte Musiklehrer, Prof. McDonald, die Ursache einer höchstentereffanten Skandalgeschichte sein soll. Der weltliche Name der Schwester Veronica ist Margaret Murphy und der jenige der Oberin Mary FranceS ist Elizabeth Coolin. NuSlattd. Die fra nz ö sische MinisterKrisis. Paris, 23. Mai. Die sammtlichen Minister händigten heute Morgen dem Präsidenten Carnot ihre Refignationen ein. Der Präsident hatte bald darauf eine Eonferenz mit dem Präsidenten des Senats und der Kammer. Der Präsident CSrnot - hatte heute Nachmittag um 4 Uhr eine Eonferenz mit Herrn Bourgeois; es ist aber noch nicht bekannt, waS dabei beschlossen worden ist. Hiesiges. Beweisführung im Bankprozeff. j Die 7 Beweisführung in dem be rühmten und berüchtigten Bankprozeß verfehlt nicht eine große Menge ZuHörer anzulocken. Doch die PlaidoyerS find naturgemäß keine jener fulminanten rednerischen Produkte, wie sie sonst die amerikanische Strafjustiz zeitigt, sondern die Fülle der Zahlen und wieder Zahlen, die komplizirtcn banktechnischen Geschäftsverwicklungen machen eS nöthig, daß sich die Juristen auf eine Plausibelmachung derselben beschränken. Hier heißt es an den Verstand und nicht an daS Gemüth appelliren. HilfSdistriktSanwalt Elmer, Corr schloß seine Argumentation gegen 11 Uhr gestern Vormittag. 3nbczug auf Need sagte er zum Schluß noch, daß er in seinen Aussagen wohl der Wahrheit am nächsten gekommen sein dürste, daß er aber feige sich hinter den CofsinS verkrieche, spreche eher gegen als für ihn. Er sei ebenso schuldig wie die beiden andern Angeklagten. Corr schloß mit folgendem Appell an die große Verantwortlichkeit und Ehrenhaftigkeit der 3ury : Meine Herren Geschworenen, Sie haben eine verantwortungsvolle Pflicht zu erfüllen, eine Pflicht die Sie sich selbst und dem Gemeinwesen schuldig sind. DaS unter der Oberaufsicht der Vereinigten Staaten stehende Banksystem sollte den Volk Vertrauen einflößen und wird eS auch, wenn die daSselbe regulierenden Gesetze beobachtet werden. Aber solche Manner wie Hanghcy und diese Angeklagten sind die Ursache, daß daS Volk auf dieses Banksystem kein Vertrauen setzt. Durch Ihren Wahrspruch können Sie nicht wenig dazu beitragen die Zuversicht deS Volkes zu den Finanzinstitutionen des Staates und seinen Banken wieder herzustellen. Sie müssen sich sagen, daß Männer, welche absichtlich einer Bank daS Geld, welches Witwen und Waisen gehört, entnehmen, hafr leiden müssen. Sie müssen sich ferner sagen, daß der Rame Jndiana nickt mit der Tbatsacke befleckt' werden darf, daß eö solche Schuldige ungestraft entkommen lasse. Zeigen Sie dem Volke, daß im Staate Jndiana daS betrügerische Banksottieren ein unprqfitableS Geschäft st.' Darauf folgte Lawson M. Harvey tntt seiner Vertheidigung ReedS. Er setzte der Jury die Gründe auSeinan der, weöhalb Reed freizusprechen sei. Er bestand darauf, daß Reed angssichtS der Thatsachen, soweit sie ihm damals bekannt, waren, sich keiner kriminellen Handlung schuldig gemacht habe. Da bei vermied er aber vorsichtig und syrg sam jede Auslassung, al.S ob er zu gebe, daß dik beiden CoffinS schuldig wen. Den ganzen Nachmittag verbrachte dann Anwalt Ferdinand Winter mit seinem Plädoyee für alle drei Ange klagten zu. Er ging auf eine detail, lirte Untersuchung deS bei jedem Punk angeführten BeweiömaterialS ein. 3n seiner Beleuchtung der Beweise, fallen dieselben natürlich sehr zu Gunsten de

Angeklagten auS. Bis zum 12. Punkt

hatte er bie Unschuld der Angeklagten

bewundernSwerth dargethan. Doch eines ManneS Rede ist keines ManneS Rede, man muß sie billig hören beede. Wohl doch Selbstmord. ' ES kommen jetzt Thatsachen ans Licht, welche eö als zweifellos erscheinen lassen, daß Wm. Selking Selbst mord beging und der Coroner wird sei nen Wabrsvruch jedenfalls in dem Sinne abgeben. Zunächst wird ange geben, daß Selking, der vor Jahren noch in allen feinen Unternehmungen mit Gewinn und Glück operirte, seit Einrichtung des SommergartenS an Capitol Ave., jenseits Fall Creek in seinen VermögenSverhältnissen stets zurückging, sodaß er gezwungen war, um daS . Unternehmen nur aufrecht zu erhalten, auf dasselbe mehrere Hypotheken aufzunehmen. Schwerwiegender ist jedoch die folgende Thatsache. ES wurde nämlich gestern bekannt, daß die letzte Grandjury ihn wegen MeineidS in Anklagezustand versetzt hatte. Selking spielte nämlich in dem Sckeidungsprozeß deö Hermann Oehler gegen Sallie Oehler, welcher in der Superior Court No. 1 sich abspielte, eine hervorragende Rolle. Oehler beschuldigte seine Frau, dcm Selking in ihrer Wohnung an der South Str. Rendezvous gegeben und mit ihm öfter Wagenparthiee gemacht u haben. Selking schwur jedoch alleS rundweg ab. Eine ganze Anzahl Zeugen erhob jedoch die Beschuldigungen Oehlerö zur Thatsache und Richter WinterS veranlaßte daher, daß die Grandjury die Sache untersuchte. DaS Resultat war, wie nicht anderS zu erwarten, daß gegen ihn Anklage wegen FalscheidS erhoben wurde. Als der Sheriff vorigen Freitag nach SelkingS Hause ging, um die Verhaftung vorzunehmen, fand er ihn krank im Bette iegen, weShald der Sheriff denn von einer Pflicht vorläufig Abstand nahm. Die furchtbare Profpektive, auf seine alten Tage noch inS Zuchthaus wanöern zu munen,. xtutc in lym oen Selbstmordplan, den er dann ja auch ausführte. v, . D5e Hochlegung der Eisen- - badngeleise. Dieseö Thema beschäftigte den Commercial Club gestern Abend nach Beendigung einer '.uperben Mahlzeit. Der Club gebt von der ganz richtigen Maxime auS, daß man in Folge eines gesättigten MagenS viel besser und gemüthlicher diöcutiren könne. DaS Thema war in 6 Theile getheilt. Herr W. Fortune, der Sekretär deö ClubS, hatte den statistischen Theil übernommen. Mit Philadelphia beginnend, zeigte er, daß die Hochlegung der Geleise praktisch durchführbar sei Und daß die Eisenbahnen nicht mehr zu dem alten System zurückgehen würden. Die Pennsylvania Eisenbahn und die Philadelphia äi Reading Bahn haben die hochgelegenen Geleise bereits eingeführt und die Baltimore & Ohio Bahn werde folgen. Die Stadt sei entschlossen, alle.Straßenkreuzungen aufzuheben. Der Schaden an Grundeigenthum werde hon der Stadt und den Eisenbahnen gemein schastlich bezahlt. 3n öochester R. A. sei daS Hochbahnsystem schon vor 12 Jahren sür New Aork Central und Hudson River Bahn eingeführt worden und die Bahnen bezahlten die ganzen Kosten. 3n Jersey City habe die Pennsylvania Bahn die ganzen Kosten für den Bau und Schadenersatz getragen und die Erlaubniß sei auf speziellen Wunsch der Bahngesellschaft ertheilt worden. Die Hochbahnen seien auf zwischen Mauern eingefülltem Grund erbaut, mit eisernen Brüten sür die Straßendurchführten, Herr Fortune zeigte dann durch an 5. Kreuzungen angestellte Beobachtungen, daß der Zeitverlust für die Passanten an diesen 5 Kreuzungen zu 10c die stunde berechnet über $100,000 jähr lich betragen würde,, daß man deshalb den Totalverlust in der Stadt auf mindestens $220.000 jährlich veran schlagen dürfe. Dieses allein würde in 8 Jahren die wahrscheinlichen Kosten einer östlich und' westlich . durch die Stadt lausenden Hochbahn bezahlen. Herr Jacob P. Dunn jr. sprach über Die Rechte deS Publikums". Er zeigte, daß die Eisenbahnen kein grö ßereS Recht auf die Benütznng der Straßen hatten, nzie. djtf Publikum.

Der Gebrauch der Straßen sei ihnen

seiner Zeit erlaubt worden nur, weil ihr Nutzen der größere gewesen sei. Dieser Zustand habe sich jetzt in den großen Städten verändert und es sei nur die Frage, wer am leichtesten und billigsten den Boden verlassen könne und ohne Zweifel seien das die Eisen bahnen. n nr rr V?rr vans zouen verlas einen Aufsatz deö Herrn 3ohn H. Holliday über Die ökonomischen Phasen des Problems." Die Eisenbahnen erklärte er, hätten einen gewissen Kastengeist zwischen dem Süden und Norden der Stadt hervorgerufen. Der Werth des GrundeigenthumS im nördlichen Stadt theil fei ein größerer, weil keine Eisen bahnen da seien. Die reicheren Leute hätten sich alle im nördlichen Stadttheil angesiedelt. . DaS Grundeigenthum im im südlichen Stadttheil - würde aber sofort steigen, wenn die lebensgefährlichen Kreuzungen verschwinden würden. Er sprach die Ansicht aus, daß die Kosten nur erne Bagatelle waren, gegenüber der Werthzunahme deö GrundeigenthumS. Herr Hugh H. Hanna sprach in seinem Aufsatz über ,,en Effekt der geplanten Veränderung aus die Zukunft von 3ndianapoliS" seine Ansicht dahin aus, daß es Kapital und Leute hierherbringen würde und prophezeite, daß die Stadt in dreißig 3ahrcn 300,000 Einwohner zählen werde. 3. Q. Van Winkle, Generalsuperintendent des Bia Zour SvstemS. prach von dem Standpunkte der Eisenbahnen auö". Er gab zu, daß die Frage über die Eifenbahnkreuzungen eine drängende fei, meinte aber daß man von den Eifenbahngeschaften nicht verlangen könne die ganzen Kosten für die Hochlegung der Bahnen zu tragen. Die Eisenbahnen hätten Indianapolis zu dem gemacht, waS eS sei. Sie seien eingeladen worden hierher zu kommen und hätten die, von der Stadt gestellen Bedingungen erfüllt. Der weitsehendste Mann hätte nicht voraussehen können, waS die Zukunft verlange und die Erbauer der Eisenbahnen treffe keine Schuld, weil sie nicht in Betracht zogen waS nach Jahren möglicherweise nothwendig werde. Man könne deshalb auch nicht verlangen) daß sie die Kosten dafür tragen sollen. Er gab zu, daß weder Viadukte noch unterirdische Bahnen zufriedenstellend waren, machte dann aber auch noch besonders auf den Schaden aufmerksam den diejenigen Geschäftsleute haben würden. welche Geleise nach ihren Waarenhäufern bauten. Außerdem hätten die Gerichte entschieden, daß Grundeigenthümer Schadenersatz für Entziehung von Licht und. Luft, für den Lärm und sonstige Unannehmlichkeite, die mit einer Hochbahn'zusammenhängen, verlangen können. ler aniuneomen, oad Mlllionen für Schadenersatverlangt wurden. DaS in den Eisenbahnen angelegt Geld bezahle sich schlecht und keine der hier einmündenden Bahnen wäre im Stande die Kosten zu tragen. Seiner Ansicht nch ist nur das Via-dukt-System durchführbar. Er schloß mit der Erklärung, daß man von den Cisenbahngesellschaften nicht verlangen sollte, mehr alö einen billigen Antheil an den Kosten für Verbesserungen und und Aenderungen zumBesten deS PublikumS zu tragen. Die Bürden durch Polizeiregulationen etc. würden immer größer, so daß ihnen nichts übrig bleibe als ihre Fahrpreise zu erhöhen, die Löhne der Arbeiter zu reduziren oder bankerott zu gehen. Herr Aug. L. Mason sprach dann über das Recht der Municipalität, Abhilfe zu schassen" und Herr Lilly sprach dann über die Art und Weise, wie vorzugehen sei. Er malte ein Bild, wie ZndianapoUS mit dem Beginn deS nächsten JahrHunderts die schönste Stadt deS Lande? sein sollte, mit ebenen TrottoirS, schönen reuten Abvyall (straften, mir Schattenbaumen unter der Aussicht eines StadtförsterS gepflanzt, mit reinem Wasser, einem vollständigen Ab- ' X . zugStanalsystem, hübsche ParkS, mit hochgelegten Eisenbahnen und einer Einwohnerzähl von 200,000. Mayor Denny sprach noch, über die Durchführbarkeit der Hochbahnen nach Notizen, welche Stadtingenieur Brown in der Eile ausgearbeitet hatte. Außerdem sprachen noch die Stadträthe Stein und Aoüng über die Frage, welche allgemeine Interesse erregte, daS hoffentlich nicht erlöschen wird, tzlS das Problem gelost

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