Indiana Tribüne, Volume 17, Number 241, Indianapolis, Marion County, 20 May 1894 — Page 5

I

arnnng Das Publikum wird vor gewissenlosen Öändlern gewarnt, die gewöznttches Glaubersalz, oscr eine Mischuna von gewöhnlichem Scidlitz Pulver als Carlöbader Salz", S.rucel-Talz", Deutsches (German) Salz", Künstliches Earlsdav", oder Jmproved Carlsbader Salt", u.unter vielen anderen Bezeichnungen zu verkaufen suchen, unter der Anpreisung, 'aß diese ebenso gut" seien, w:e die ächten Produkte von Carlsbad, welch? dlrckt aus den weltdühmten Quellen gewonnen werden. Dies beruht nur auf einer Täuschung des Publikums des größeren Vercienstes wegen, den der belassende Händler an diesen Fälschunqenmacht. Ist künstlicher Wein so 9ut wie ächter? Würde irgend Jemand wissentlick künstlichen Wem dem natürlichen East der Reben verziehen ? Warum denn sich von diesen Fälschungen h'ntcrsührea lass n, sve;iell wenn die ?)ö'"ndhcit dabei in Frage kömmt ? Die natürlichen Produkte der Quellen von Carlsbad enthaliea Bestandtheile, die künstlich nicht hergestellt werden können Seit Jahrhunderten sind diese Wäss r von Carlsbad wegen ihrer Heilwirkung bei Krankheiten der Leber, Nieren und dks Magens rühmlichst bekannt. 3VrX ckte karlsbader Cvrudel-Sal! vlrd direkt aus der Sprudelauelle unter Leitung der Stadtgemeinde Carlsbad gewonnen, und durch deren Agenten für die Vereinigte Staa ten, die Ei-ner & Mendelson Company, New York, verkauft: Jede Flasche des ächt impor tirten Wassers und Sprudel-Salz.'s muß obi-g-n Stadtstkgel, sowie die Uuterschrist der Agenten ..Eisner & Mendelscn Co., 152 und 154 Fra klin Str., New ')ork, auf der Ctikette haben. Zu haben in allen Apotheken. Man hütesich vor Fälschungen. Ter tadtrath : Karlsbad. Offene Volkssprache ' . nt.. iino geunsrr ivtvu schenverstand vou Tr. B Boote, entkälr Kapitel uorr Ursachen und Verhü kung von Kranlh'it. Pr'vat Lektüre für Männer nnd Frauen. Aufsähe für Jung und liS!'iI smxz&fiM Wm m m His$fd ii slkBJul -H in "ii llver cncuwc V&J m&tt lück. gescklechtlicde mkm: mm W 51 &Zfh xyieoirneiutuunu. ow Seiten rnit20oil luftrr atloncn u. 6tit prachtvoll em gardendruck aus geführten Kar ten. Nebn Andang von über 200 Repten. Povlä,e uSzade, Preis II !0 porto frei versandt nach ?'ru5 E&ronttMO Smpfang des Betrages. In deutscher vd.r englischer Sprache. Murray Hill Publishing 0.. 123 Ost 28. Straüe. em Dort. THItlge Agenten gegen hohen Rabatt ge,ucht. Theodore Stein, Nachfolger von 83. (X. Anderson. Abstrakte von Besihtiteln und Grundeigenthum werden in prompter und zuverlässiger Weise ausgeführt. No. 8 Ost Market Straße. JndianavoliL. Ind. Ein Gnnftiges .Anerbieten! Ein alter, erfahrener Arzt, der sich von yctis er Praxis zurückgezogen, erbietet sich allen denjenigen, welche an Zlervenschwache. er Inst von Nrast und Energie. Mnthlosigkeit. Eamenschwache, Impotenz, Weißem Crlufe und allen Folgen von Jugendsünden, Auö sSveisungen, Ueberarbeitung u. s. v. leiden, hnftnfrtl volle Auskunst einer nie fehl nouenirrr 5cn, ft.tttC zu senden, (genaue 33c rv Schreibung derSyrnptome erwünscht. Adrestnt wLerttauen: Dr.G.H.Dobertz, . DETROIT, MICH. No. 10 Merrill Block. Verlangt Stellung aus einer Farm, oder nahe einer Varktadt-NestdeNz all ein Ornament vnd zum Pumpe von Wasser, eaietze von Rasen Empor Jirben von Wasser nach oberrn Stockwerken. Sägen von )o!z. Betreibe eines Tynamos für elektrisches Licht und um Verrichten vieler anderer Arbeiten. Seit einer Woche bin ,ch ei nach der yerrignellung galvani firtet Luftmotor; vor dieser Zelt war ich nur Stahl, in! und KluminiuA ohne aufgestellt und in Häng seit zu fein. Meine Dienste können sehr billig erlangt werom, wenn jetzt, während der flaue Sanon beaw lvruchr. Cvrecht vor bei meinen Eltern, der Aermotor Company, le. Rockwell n. Fillmore Str., Chicago!!. !Ä"WÄ l Vorstadt-Arbeiten der Welt vnd noch vte arj roßte tyrer nrtm nne vieie. vie er.-ruru nie geriet!) ein von un aus Abwege. Sir sind serner und irgend ein Heim m comsonavie machen bei cifen.werdenz liM. eine Ankerst kräftige ttamUte mit ktaunenS l ! gViW sert. die im ereicke wendn Ausdauer. Wtt Aller stehen. Eypreffen, kZichten-.od.aalvanisirte baden eiserne Naturen resp, stählerne) find aber Stahlreservoir m. galv. Stahl-Unterdauten eine leyr errrgoar, znoem er leichteste msvau uns bewegt. Wir find hoch 'Spezialität, mt ltesera galvan. Etahlreservotrl f. Vieh, die nicht löchern. kyenv. tzaveu großen innu? nd könne da viiiigeraii hölzerne. e aller rewegen.dergauf n v . . . iffn:.is:x. u uicbhu isa vsuiim1 keit find wir erhabene Dinge, indem wir von ermoror uo. trenn 3500 Vaar als EpecialPreise fiir Nservsazopsernzmi schen lmmel und ve esten von der Frau, dem Eobn oder erTochtereinel Land Erde plaeirt wurden. Unser Stahl wurde schon an manchem Wirthes oder Wind muhlen Besiderl der xLUti hinweg geianevenen ragenve xoumt ewahrt. xairfino außerordentlich in dustriöt.indem wir L4 Stunden rer Ta ArNkel. der die ffrage antmonet ZSarum sollt ich. vnd mehr denn sss eine XagitmJahrarvrt kea. lüsxt stno von Luft, mo vie raffender Laa tsr eebrauckenZ' samknt, indem wir aa n. Nacht ödn Für Bedingungen, Preise je. avre,stre encu neyrn. vsiw sind ökonomiscber. man die ermotor Somv.tnibicago. Oll irgead etwas Sll.. oder deren weig Geschäfte zu EanFra den oder im Him mel. dem wir vvere auf r i ctaco.Rania I )Etty, Lincoln nicht, cli dünne K 2 st in unser Ned., Eiou? City, Iowa. ?IZinneaokis fcoitret neu xatxu fcqreioii & rAff kenn t -tf viim knr gehen sehr l i W?Park Place, LQe m. . crif. itRnffak. oder ZZNkii. V.' fmm i" w "1" WM cZchc i Ibe-Unterütt ie pZQU CO - OPERATIVE . S a nnd r y, Ketriebc 4 Uuion Saschüdche. gb. "158, ÜO ini U Airzini Vvmue. T. E. Sornervill?, Manager.

5!

vTl xck' fjj

ST

&r '- ZvC I

(fml

M

mwixx

vwjß' Sty

JfTA.

rrAi.T

rx. . v

in

II

ii

Mil

um

nun

m

m

i ii

nzr 4

inzz i

n

a

V i

I I l

rf I

I

m

aförrTrt

u

v II

fl N II

ru

W Xi

fik A

UIWS II

ii v in

W XU

jrr i

r

m

AiXft

L-) j nj-Id n v LT 1r Lj Lf rsnnn AWM ('" - 7-r in fi Jm ii i mt i 1 1 immt iiit

Die letzte Cigarette.

cn Milen a Mrazovlc. Ueber ein weites, ödes Feld, daS fahles, gelbliches Gras deckte, tobte ein Novembersturm hin. Schrille Klänge einer Kirchenglocke ertönten von weither, bald langgezogen, bald schnell wegsterbend, je nachdem sie die Windstöße fortpeitschten oder aushielten Die schwarzen, mit Theerdecken bezogenen Baraken der X'schen Infanterie standen in diesem matten, glanzlosen Herbstlicht, am Rande der Ebene, wie eine Reihe von Riesensärgen. Knapp neben dem Lager waren zwei Compagnien zu einem Carre formirt, in der Mitte desselben sah man vier blutsunae Bauernburschen, Wachen, Mi-litär-Geistliche und Officiere. und der Hauptmann-Auditor las mit lauter Stimme etwas von einem weißen Boaen ab, den der Wind ihm immer umschlug. Dies t?ar gegen Ende des Jahres 1878, also bald nach der vollzogenen Occupation Bosniens, und die vier Bauernburschen, sollten standrechtlich hingerichtet werden. Es handelte sich um eine Ochsenhaut. Eine solche war gestohlen worden, und die Vier wurden als die Thäter eingebracht. Ob und weshalb sie es gethan, ob aus Zufall, Bosheit oder Unverstand, wer vermag dies heute zu entscheiden, wer fragt auch im Kriege danach? Das Standrecht macht nicht viel Federlesens. Also der Auditor las es ihnen vor, daß sie sehr Sträfliches begangen, daß sie hiermit Verbrecher seien und deshalb zum Tode durch Pulver und Blei verurtheilt würden. Es war korrekte Schriftsprache, untermischt mit Amtsausdrücken und Kanzleistylwendungen; vieles davon verschlang der Sturm und den Rest begriffen sie nicht. Rathlos blickten sie sich im Kreise um. Es waren kräftige, schlanke Gestalten mit dunkelbraunen, schönen Gesichtern. Der Aelteste von ihnen hatte kaum noch einen Flaum auf der Oberlippe. Die grobe Leinwand-Gewan-dung flatterte um die muskulösen Glieder und unter den lose gewundenen Kopftüchtern drängten sich die schwarzen Haarsträhne hervor, Weltfremde Gebirgskinder, vergleichbar den freiweidenden Fohlen ihrer Alpenmatten oder den jungen Wölfen, entnommen, dem Gehege der finsteren Vlanina. Wie ein verlegenes Lächeln spielte es um ihren staunend geöffneten Mund. Wozu man sie eingesperrt hielt? Wes halb man sie hierhergeführt?! Die Ochsenhaut? Pah.... Ein Geistlicher trat ihnn näher. Also habt Ihr verstanden, meine Kmder?. .'. Ein leises Erkennen des Ernstes ihrer Lage begann in ihnen aufzukeimen. Ihr Lächeln erblich, und sie drängten sich scheu zusammen, wie eine Schaar vonSchafen, wenn der Schlächter unter sie tritt. Schulter dicht an Schulter standen sie in einem Halbkreise da, und ihre großen, schwarzen Auqen fchweiften mit einem rührenden Ausdruck von Angst und Hilflosigkeit von Einem zum Andere. Nun flüster ten sie mit einander. Jozo. Du bist der Aelteste, frag doch noch einmal!" Und Jozo trat einen halben Schritt vor, lächelte wieder mit seinen Weißen, blanken Zähnen, nahm dann höflich sein Kopftuch herunter und fragte: .Gospondine" lHen). verzeihe, was wird mit uns geschehen? Man zuckte theils mitleidig, theils ungeduldig die Achseln. Erschossen werdet Ihr " Alle lächelten nun wieder, halb ungläubig, halb 1?erwirrt, während langsam, allmälig jede Spur von Farbe aus ihren Gesichtern wich. Nun stellte man sie auf, vier fünf Schritte von einander entfernt Hinter ihremRücken machte die Abtheilung ine Seitenbewegung, um aus der Schußrichtung zu kommen, dann stellten sich vor jedem der Burschen sechs Mann auf, drei davon mit dem Gewehr in Anschlag.Regungslos standen sie da, die Arme schlaff herabhängend, den Kopf seitlich zurückgebogen. Aus den Augenwinkeln blickten die schwarzen Sterne unverwandt in die Mündungen der auf sie gerichteten Gewehre. verständnißlose. leere Blicke. Niemand dachte daran, ihnen die Hände zu fesseln oder die Augen zu verbinden. Vielleicht nahm man sich ' dazu auch nicht die Zeit. Sie standen' ja auch ohnehin so still da. Der Commandant, des ExcekutionsCarres stellte sich nun seitwärts so auf. daß ihn die Verurteilten, nicht sahen und war eben im Begriffe, das Zeichens Feuer- zu geben.' Als ob er dies instinktiv gefühlt hatte, brach nun das demMünde desAeltesten ein leiser jam mernder, kurzer Läut und in seine Augen kam in flackerndes Licht,-wie es das die Seele zersetzende Furchtgefühl erzeugt. Ein Zittern durchlief seines Körper. Flehend streckte er. di Arms aus. Man trat auf ihn zu. Was' willst Du noch?": ' Suchend, irrend ließ er, die Blicke umherschweifen. Ach, das weite, weite Feld, aber davor diese Mauer wasfenstarrender Männer. Was er. noch wollte?. . . . Ja, was konnte ej da nic wollen ' . . . 7 Außerhalb deZ Carre hielt, ein Cadallerist und drehte sich eine ' Cigarette. . ' ' ' ' :. Auf ihm blieben Jozos Augen begehrend hasten. " - - : - " .Ein? Cigaretk?. - sagte n in VeM ciamlhiimlich'. hieseren, ' ta&xic.ii fo .: ;.:..:'""

Man brachte ihm die Dose. Er nabm mechanisch so viel Tabak daraus, als er auf das klein dünne Endchen Papier nur häufen tonnte und begann langsam, langsam zu drehen. - Die übrigen Drei wandten. j:tzt das Haupt nach ihm. Zwei zogen das Turbantuch ab und bekreuzten sich. Der dritte, der Jüngste, ließ, ohne die Stellung zu verändern, den Kopf tief auf die Brust sinken, und während es um die weichen Lippen zuckte, begann er mit oft brechender Stimme einen monotonen Singsang: - Wer wird wieder meine Schafe weiden? ajoo! Wer das muth'ge Roß zur Tränke führen? ajoo! Wer wird meiner Mutter Herzleid stillen, wer des alten Vaters Rücken stützen? ajoo! Werd' nicht mehr auf weichem Waldweg wandeln ajoo! nie daheim mehr Holz ins Feuer werfen aioo! nie vor Räubern mehr den Handschar schwingen ! Alles bleibt, die Luft, das Licht, das Wasser. Nur ich allein foll in die schwarze Erde, ajoo! !...." Heulend riß der Sturm die matten Töne dieser improvisirten Todtenklage auseinander. Kürzer und kürzer wurde Jozos Cigarette. Es ging dies erschreckend schnell. Wie er das Zündholz angebrannt und den ersten Zug gethan, da ging es wie neues Leben durch seinen Leib. Und jetzt Er starrte über die Köpfe der Menschen hinweg in den schmalen, goldigen Wolkenstreifen am .Horizont. Dürres Laub, Gras, vertrocknete Blumen führten einen tollen Tanz in der bewegten Luft auf. Wie diese doch frostig und schneidend war, w eisig kalt der Boden, auf dem seine nackten Füße standen. wie fahl die Sonne, wie unbarmherzig die Menschen Bitter wurden ihm die Lippen, bitter, aber er tbat noch einen Zug, noch einen, auf den Fingerspitzen und dem Munde brannte ihm schon der glimmende Tabak Mach schnell, Bauer!" Ein letzter Zug und er schleuderte das Stumpfchen vor sich hin auf den Rasen. Eine blaue, dünne Rauchsäule stieg davon auf. Unverwandt sah ihr Jozo nach. Da senkte der Commandant hinter ihm die Degenspitze und eine Salve krachte. Die Todtenklage verstummte. Die vier Burschen stürzten zur Erde. Aber Jozo fiel nur in die Knie. Von den drei Schüssen hatten nur zwei seine Brust getroffen, der jetzt ein blutigrother Quell entströmte. Die starken, muskulösen Glieder arbeiteten mächtig. Langsam richtete er sich wieder auf. die weitaufgerissenen Augen starrten nach dem glimmenden Cigarrettenstümpschen.und fast schien es, als streckte er d:e Hand, danach aus. Corporal". schrie jetzt der ComMandant, geben Sie ihm den Gnadenschuß!" Der Angerufene trat vor, legte an und schoß. Jozo's Stirne färbte sich blutig und jäh brach er rücklings zusammen. wie ein vom Jäger ins Herz getroffenes Waldesthier. Und das Cigarettenstümpfchen glimmte fort....

Der müde Mann. Zum Hirschen in der Schänke Da saß ein müder Mann, Und stützte in die Hände Das schwere Haupt und sann. Manchmal er aus dem Kruge Gar tief und mächtig trank. Worauf er wieder seufzend In Grübelei versank. Die' Wirthin sah vom Ofen Her nach dem müden Mann, Es rührte sie sein Wesen Wie er so trank und sann; Sie sprach: Du armer Fremdling, Du müder Mann, sag an: Was drückt Dein Herz danieder? Daß ich Dich trösten kann. Da sprach der müde Fremdling In herbem Klageton: Es trägt an meinem Kummer Mein Durst die Schuld davon. Man warf mich armen Teufel Schon überall heraus. Weil nicht die Kreihe langte Wie komm' ich hier hinaus?! Er schwieg und trank noch einmal; Die Wirthin rief: Johann! Und draußen vor der Thüre Lag schon der müde Mann. Das Traucrn;ah1. Humoreske von Anton Tschech ow. Jeden ersten Februar, dem Tage des heiligen Märtyrers Trison, ist auf dem Gute der Wittwe des verstorbenen Adelsmarschalls Trison Ln?onziisch Sawsjatow ein außerorb'entliches Leben, d,ann läßt sie dem Verstorbenen zum Gedächtniß eine Todtenmesse lesen. der ein Te Deum folgt. Zu diesem Gottesdienste versammelt sich die ganze Nachbarschaft. Dann kann man den jetzigen Adelsmarschall Hrumow' sehen, den Vorsteher der. Landschaftsverwa, tung Marfutlin, das ständig Mitglied der Verwaltung Mkräfchiaw." die, Frieensrichter.'ier beiden Kreise, den Sach richte? 'Krinolinow, die beiden Kreisrichter. den Landschaftsarzt Dwornjagin, der nach Jod riecht, endlich alle Gutsbesitzer, die großen wjc. U? nen u. s. w. Im, Ganzen, Äö&en.' eiM sünfztgPersonen. nimen. P,unttZwölf treten die'Gaste mit feier'UchenMienen in den Saal. Der.' Boden ist mit T.ep$efl Wtqli" UNS die Stritte' fe.n

reinen Laut hervor, aber der Ernst deZ Augenblicks zwingt Alle instinktmäßig, auf den Fußspitzen zu gehen und beim Eintritt mit den Händen zu balanciren. Im Saal ist schon Alles bereit. Der Pope Jewmenij. ein altes Männlein mit hohem, verblichenem Barett, zieht das schwarze Meßkleid an. Der Diakon Concordiew, roth wie einKrebs und schon im Meßgewand, blättert leise im liturgischen Theil des Gebetbuches und legt kleine Buchzeichen hinein. An der Thür des Vorzimmers sucht der Küster das Rauchfaß durch Blasen zum Glühen zu bringen, wobei seine Mangen stark anschwellen und seine Augen heraustreten. Der Saal wird nach und nach von bläulichem, durchsichtigem Rauch und von Weihrauchduft erfüllt. Der Schulmeister Gelikonskij, ein junger Mensch in einem neuen, sackartigen Rock und mit Hitzblattern auf dem immer erschrockenen Gesicht, präsentirt auf einem neusilbernen Theebrett die Wachslichte. Die Wirthin Ljubow Petrowna lehnt vorn am Tisch, auf dem die Speisen stehen, und führt das Taschentuch etwas zu früh an die Augen. Ringsum herrscht eine Stille, die nur hin und wieder von Seufzern unterbrachen wird. Die Gesichter Aller sind lang und feierlich. Die Todtenmesse beginnt. Dem Rauchfaß entsteigt ein blauer Qualm, der mit einem schräg hereinfallenden Sonnenstrahle spielt. Die angezündeten Lichter blaken ein wenig. Der Gesang, der Anfangs laut und falsch klingt, wird, sowie sich die Sänger den akustischen Verhältnissen des Zimmers anpassen, bald leise und angemessen. Die Texte sind alle traurig und klagend. Die Gäste versetzen sich nach und nach in eine trübselige Stimmung und werden nachdenklich. In ihren Köpfen erwachen allerlei Gedanken über dieKürze des Lebens, die Vergänglichkeit alles Irdischen und die Eitelkeit der Welt. Man gedenkt des verstorbenen Sawsjatow, der so stramm und rothbäckig war, auf einen Zug eine Flasche Champagner austrinken konnte und mit seiner Stirn einen Spiegel zu zertrümmern vermochte. In dem Augenblick jedoch.da der Chor In himmlischer Ruhe bei allen Heiligen" anstimmt und das Aufschluchzen der Wirthin laut hörbar wird, beginnen die Gäste in traurigster Stimmung bald auf dem einen, bald auf dem anderen Fuße zu stehen. Gefühlvollere Personen spüren nachgerade ein Kitzeln in der Kehle und an den Wimpern. Der Vorsteher der Landschaftsverwaltung, Marfutkin, vom Wunsche getrieben, das eklige Gefühl zu bekämpfen, neigt sich zum Ohr des Ordnungsrichters und flüstert ihm zu: Gestern war ich bei Iwan Fedoritsch Mit Peter Petrowiisch hatte ich einen Schlemm ohne Trümpfe .... Olga Andrejewna hat sich. Gott straf' mich, darüber so sehr erzürnt, daß ihr :in künstlicher Zahn aus dem Munde fiel... Nun wird Ewiges Gedenken" gesungen. Gelikonskij sammelt feierlich wieder die Lichte ein, und die Todtenmesse ist vorüber. Es folgt eine minutenlange Unruhe. AndereMeßgewänder werden angelegt, und das Te Deum ertönt. Nachdem es vorbei ist und der Priester Jewmenij das Meßgewand abgelegt hat. reiben sich die Gäste die Hände und räuspern sich, die Frau des Hauses erzählt von dem guten Herzen des verstorbenen Trifon Lwowitsch. Ich lade die Herrschaften zu einem Trauermahl ein!" schließt sie mit einem Seufzer. Die Gäste eilen in den Speisesaal, indem sie sich Mühe geben, einander weder zu stoßen, noch aus die Füße zu treten Hier erwartet sie derJmbiß. Er ist so großartig, daß der Diakon Concordiew es alljährlich für seine Pflicht hält, mit den Händen eine Geberde der Bewunderung zu machen und den Kopf staunend zu schütteln: Das jst überirdisch! Nicht wahr, ehrwürdiger Vater Jewmenij. das sieht nicht so wie menschliche Speise aus, mehr wie ein den Göttern dargebrachtes Opfer.Das Mahl ist in der That außergeWöhnlich. Auf dem Tische steht Alles, was Fauna und Flora bieten, überirdisch ist aber nur das Eine: es fehlen die geistigen Getränke. Ljubow Petrowna ist nämlich in Folge eines Gelübdes Temperenzlerin, und in ihrem Hause dürfen weder spirituose Getränke noch Karten zu finden sein, jene zweiDinge, die ihren Gatten zu Grunde gerichtet

haben. Auf dem Tische stehen nurEssigund Oelfiaschen, wie um die Esser m verhöhnen und zu bestrafen, en sie gehören alle zu den fidgstm Trinkern, uno Zechern 'tuMnos. Langes Sie "zu, meine HerrschafMit diesen Worten ladet dieWittwe' des Adelsmarschalls zum Essen ein. Bitte jedoch um Verzeihung, Schnaps habe ich nicht.... Ich halte keinen im Hause.-. " ' -l Die Gäste nähern sich demT-isch und machen e.rnen schüchternen Angriff auf hie,' Pastete. Aber das Verspeisen will nicht in Gang kommen. Im Handhaben der Gabel und Messer, im Kauen sogar zeigt sich eine gewisse Apathie... Augenscheinlich fehlt etwas. Ich habe ein Gefübl. als Bärs ick 'was verloren-, flüster tfi Friedensrichter dem, Anderen zu. Ich empfand. Manches, aU 'rn!r meine Frau mit. d.eni. Ingenieur davon lief . . . .' Ich rann WUlllch keinen Happen essen!". ' Bevor Marfutkin zu essen' ansang sucht er in ' seinen Taschen tana? nai einem Taschentuchs ' 1 rm .-, ' -fv - , mvtr iffzenuio) lzr ja in meinem Pelz!. Und. ich suche es hier!" ruft, er' laut, und geht, in's Vorzimmer, wo 'hit öbgttegftn Mäntel hängen JyH c'tjüt .5 er mH iiMernden Augen Jff h m & JmW L T . T . A Pft iVrtV ttiiwwji losvr einen nram ien Angriff auf die Vastete ' .. ,Ä wahr, es ist scheußlich, die

BpelM mu trockener Keyie y;nun:er zu würgen?" flüstert er dem Popen zu. Geh' in's Vorzimmer, Vater, dort steckt in meinem Pelz eine Flasche.... Passe nur auf. daß sie nicht gluckst!" Der Priester Jewmenij erinnert sich mit einem Male, daß er dem Küster noch etwas zu sagen hat, und eilt in's Vorzimmer. Väterchen, auf zwei Worte .... ein Geheimniß!" sagt Dwornjagin, der ihn einzuholen sucht. O, meine Herrschaften, ich habe ganz gelegentlich einen Pelz gekauft.der sich gewaschen hat", prahlt Srumow.

Er ist tausend Rubel werth; ich aber ie werden es kaum glauben ich habe nur zweihundertfünfzig Rubel dafür bezahlt. Jawohl!" Zu jeder anderen Zeit hätten die Gäste diese Mittheilung sehr gleichmüthig aufgenommen, jetzt aber gerathen sie außer sich vor Verwunderung und wollen es wirklich gar nicht glauben. Endlich begiebt sich die ganze Schaar in s Vorzimmer, um den wunderbaren Pelz zu betrachten, und dies geschieht so gründlich, bte des Doktors Bursche Mikeschka am Ende fünf leere Flaschen heimlich hinausträgt. Im selben Augenblick aber, wo der gekochte Stör servirt wird, erinnert sich Marfutkin. daß er seine Cigarrentasche im Schlitten liegen gelassen hat und begiebt sich in den Stall. Damit er sich auf seinem Gang nicht langweile, nimmt er den Diakon mit, der bei dieser Gelegenheit nach seinem Pferde sehen will .... Am nämlichen Abend sitzt Ljubow Petrowna in ihrem Zimmer und schreibt einer alten PetersburgerFreundin einen Brief, und darin u. a. Folgendes: Heute Mittag wurde bei mir. dem Beispiel früherer Jahre gemäß, ein Gottesdienst zum Gedächtniß des lieben Verstorbenen abgehalten. Zu dieser Todtenmesse waren alle meine Nachbarn erschienen. Die Leute sind ungeschliffen, einfach, aber goldene Herzen! Meine Aufwartung war selbstverständlich tadellos, doch gab es, wie in den früheren Jahren, auch diesmal keinen Tropfen erhitzender Getränke. Da mein Gatte in Folge der Unmäßigkeit starb, so habe ich das Gelübde gethan, daß ich auf unserem Gut die Nüchternheit einführen will, um seine Sünden zu sühnen. Dieses Gebot der Nüchternheit habe ich in meinem Hause zuerst eingeführt. Der hochwürdige Priester Jewmenij ist von dieser meiner Mission entzückt und steht mir mit Wort und That bei. . Ach, meine Liebe, wüßtest Du, wie mich diese Nachbarn verehren! Der Vorsitzende der Landschaftsve?:waltung, Marfutkin, beugte sich nach dem Essen zu meiner Hand herab, hielt sie lange Zeit an seine Lippen und nach eine komischen Kopsschütteln begann er zu weinen: viel Gefühl ohne Worte! Vater Jewmenij, dieses interessante Männchen, setzte sich zu mir, sah mich mit thränenden Augen an und sprach lange Zeit wie ein Kind zu mir. Ich konnte seine Worte nicht verstehen, aber ich fühlte, wie aufrichtig er es meinte. Der Ordnungsrichter, jener schöne Mann, von dem ich Dir schon einmal schrieb, kniete vor mir nieder und wollte seine eigenen Verse hersagen (er istDichter), aber es ging über seine Kraft, er schwankte und stürzte. Der Riese hatte nämlich einen hysterischen Anfall. Du kannst Dir mein Entzücken vorstellen! Es ging übrigens dieses Mal nicht ohne Unannehmlichkeiten ab. Der Vorsitzende des Friedensnchteramts, Ala lykin. ein aufgeschwemmter und avoplektischer Herr, wurde krank und lag zwei Stunden lang bewußtlos auf dem opya. : Man mußte ihm Kaltwasserumschlage auf die Stirne machen. Dank r.: . i K. . ci oclii iUQiiox zvworniagin, oer aus seiner Apotheke eine Flasche Coanac brachte,womit er dieSchläfen desKrankcn benetzte, rn Folge dessen er wiedn iu sich kam und nach Hause gebracht weiden konnte . . . JndenKanynender Mächte der Welt stecken $40,000.000. 2fr. Geo. W Cooh v Ct. Johkmr?, ZU Großes Leiden nach der GriM grchtH 4tar3nf4 im SVpf. Sch ze t &?gex 9f ie! Iahre hatt ich ein heftigen fLt& on ripre, der mich ta einem schrecklich schwach nd tzerad, kommene Suftad zurückließ. Zskiz Winter hatt ich einen iterea ra n6 imat wieder herebgekomme. me4 vesundheit fast euwitt. Mein Petit oft verschwunden, ich. hatt kein rast. fctft iide. hatt nan leuchrnc fcpr,ijUtViUi5e QcrSafchc im Kopfe, gleiH bt öfters atV 4 hatt ich hftig fta$i fdMuqcntuifc. Hesüge drückende EHimzm : t meinem Vage. Ich naYaSU&iiiaea. ftn dstz sie mir nützten, bis VV Höchd, ich f . diel tbet $00b'ft Ssqriöa ehört hatt,, ich entschloß. versuch,, in d, Resultat ist sehe lebmi. tsrnh. 0 naene!, Folge der köripp sind uwba, ich hin au üchrnerjen und Seiden let, Uub. t , Hood's Earsapariva r ftfttant fldVrfi heilt. Ich tmtftllt , kln.- eo. S9. o,k. Ct. 9lbart, Wuyyyyyym Yi2hu tä&ftfeSlJcaju, XLSta

' tr JL ..' MM e ct s&9&sk $k&mr.

IK

lVJ

'cy I

(? u ß blsrt

(Dt0

Jedermann, ob reich oder arm, jung oder alt, ohne Ausnahme ist entzückt von den schönen Cheviot Anzügen, die wir zn

m

und

verkaufen.

Ä (nl 0 ht b(äUle

No. 10 West Washington Str. Gebrüder Keller empfehlen sich zur Herstellung von Cement-Arbeiten aller Arten. Ofsice : No. 99 Ost Süd Straße. m- Telephon 1073. Prompte und zufriedenstellende Bedienung zugesichert.

nä!anapol8Wus!nL88niversitV

WHEN BLOCK, Nord Pennsylvania Str. Schöne luftige Zimmer. Unterricht den ganzen Sommer. Eintritt zu jeder Zeit.

Elevator, lamie die modernden Einricktunaen rnr HennpmrfAfeit k?tuken. Ai&hriara.

Sest rern Unterricht ertheilt. Offen da a,n Iadr. Tret Eine besondere Klaffe für Schönschreiben am inet für nöthige Aufklärung vor. Sehr schöne ' Telephon 499.

eben, 500 Auler. 10.0s-0 in Ollter 5'cbn8Ifl iP llntrrtfi .tnirfn rtheilt tinm tiTifttn.n Uh

. roei nefcbtlte cbrer für Aönirfireihpritnft .,k,.k.. ? -.r..t

HOME STOVE COMR Fabrikanten der Home" Oefen. Wir haben die größte Auswahl von allen Sorten Oefen. Oefen für

Naturgas, Gasoline, Sommeröfen, New Home" Oefen und Heerde, Kochöfen von $6 aufwärts. Einzelne Theile von Home" Oefen für Reparaturen im-

mer an Hand.

HßBIIS STOTE C., 79 Liid Ploridinn Ttrnßs. Geo. lig.

Nnfere sind jetzt die beliebtesten in der HOME ERBW,

COLUMBIA, ?AL52 SELECT. Absolut rein und höchst nabrbast. tJ Dieselben sind auch in Flaschen von unS zu beziehen.

Conräd! Conrad Conrad!

Aenderung der Adresse. Trs der Annahme der Präsidentschaft der Honduras National Lotterie (der ehemaligen Louisiana Staatö-Lotterie) werde ich die Präsidentschaft der öulf Coast Ice and Manufacturing Company von BaY St. LouiS, Miss., beibehalten. Daher sind Sie ersucht, alle Anfragen zur Lieferung von Ausrüstung, Maschinerie u. s. U. als alle geschäftlichen Communikationen zu adressire an PAUL CONRAD, Puerto Cortex. Honduras, Care Central American Exprest. PORT TAMPA CITY, , Florida. 17. S. A Rleimc, Meine TTeEiell HJplliiaiis5im Gewogen und zu leicht befunden." DaS kann nicht von - IPai?ii?ci)'Qrtt -anjaacll ITciüÜDrtl'p s Brot gesagt werden, dem größten und besten Laib in den berühmten niedrigen. Oefen gebacken. Fragt Euren Erocer nach P. k T.'ö Bro. . und CrackerS.

r

. u 0

er Andrang.

f (01 60 MW

im ein. alischk Vormittag. Spreche Sie in der Offtee, 40 When Cataloge werden frei zugesandt. J. ZIIBSS9 Präsident. Bieren Stadt.

icuuuiuvuic uno cnuiiimcr

Bill

CO.

Teledbon 1080.