Indiana Tribüne, Volume 17, Number 234, Indianapolis, Marion County, 13 May 1894 — Page 5

Warnung. DaS Publikum wird vor gewissenlosen Händlern gewarnt, die gewöhnliches Glauber salz, oder eine SWifrtun von gewöhnlichem Seidlitz-Pulver als ..Carlsbader Salz", Spru, del.Salz". Deutscht (Gcrman) Salz". Künstliches Carlsbad", oder J-rproved karlsbader Salt", und unter vielen anderen Bezeichnungen zu verkaufen suchen, unter der Anpreisung, k atz diese ebenso gut" seien, w:e die ächten Produkte von Carlsdad, welche direkt aus den weltberühmten Quellen gcwonnen werden. Dies beruht nur auf einer Täuschung des Publikums des größeren Verdienstes wegen, den der betreffende Händler an diesen Fälschungen macht. Ist künstlicher Wein so gut wie ächter? Würde irgend Jemand wissentlich künstlichen BZc in dem natürlichen Sast der Reben vorziehen ? Warum denn sich von dsen Fälschungen hmterführen lass n, speziell wenn die Gesundheit dabei in Frage kömmt ? Die natürlichen Produkte der Quellen von Carlsbad enthalten Bestandtheile, die künstlich nicht hergestellt werden können Seit Jahrhunderten sind diese Wäss.r von Carlsbad wegen ihrer Heilwirkung bei Krankheiten der Leber, Nieren und des Magens rühmlichst bekannt. DaS ächte CarlSbader Sprudel"valz wtrd direkt aus der Svrudelquelle unter Leitung der Stadtgemeinde Carlsbad gewonnen, und durch deren Agenten für die Bereinigte Staaten, die Eigner & Mendeison Company. New York, verkauft: Jede Flasche des ächt impor tirten Wassers und Sprudel-Salzs muß obigen Stadtsvgel, sowie die Uuterschrift der Agenten Eisner & Mendelson Co.. 152 und 154Fraklin Str.. New York, auf der btikette haben. Zu haben in allen Apotheken. Man hütesich v or Fälschungen. Ter Stadtrath : Carlsbad.

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Aller Art. xaacuoie vtcparaisr. No. 33 Sirelk.

Sonntags-Planderei. j

Unsere deutschen Journalisten sind riesige Helden, wenn eö gilt, sich über die Frauen lustig zu machen, sobald dieselben in irgend welcher Weise vor die Oessentlichkeit treten. Notabene, es müssen auswärtige Frauen, oder Amerikanerinnen sein, so daß man nicht den Verlust eineS Abonnenten riskirt. Der deutsche BourgeoisJournalist ist ein achter Philister, der die Zipfclkappe nie vom Kopfe bringt, und er ist auch feig, wie der Philister. Daß er in Folge dessen auch immer langweilig ist, das sei nur nebenbei gesagt. In Philadelphia hat die internationale Bereinigung der Frauen ihre Zahresconvention gehabt, und dabei auch die in diesen Versammlungen immer wiederkehrende Kleidungsreform besprochen. Eine solche Gelegenheit zum Spotten kann der Philister-2our-nalist natürlich nicht vorübergehen lassen, ohne sie zu benühen, namentlich der deutsche nicht. Aber waS ist denn in Wirklichkeit darüber zu spotten ? Wenn Frauen den Versuch machen, sich von der Tyrannin Mode zu emanzipiren, und der Gesundbeit und Bequemlichkeit Rechnung zu tragen, so ist das doch nur lobenswerth. ES ist dabei nur zu bedauern, daß wegen' der Dummheit und Spottlust der Menge, namentlich der Männer, eS nur bei Worten bleibt und nicht der Versuch durch die That gemacht wird. Denn daß die Kleidung der Frauen unbequem und gesundheitsschädlich ist,' daß sie den Unterkörper nicht genügend vor Kälte schützt, und den Oberkörper gesundheitswidrig zusammenpreßt,'- hat man längst schon eingesehen. Aber die Mode ist die größte und mächtigste Tyrannin, die eS giebt, und Diejenigen, welche den Muth haben sich von derselben zu emanzipiren,l sind zu zählen. Aber darüber zu spotten, haben die Männer am allerwenigsten Ursache. Die Männerkleidung ist zwar bequem, aber häßlich im höchsten Grade. Den Ansprüchen der Schönheit und der Ästhetik können die zwei langen Wursthüllen, welche die Männer zu tragen Pflegen, gewiß nicht entsprechen, selbst wenn man ihnen eine Falte einbügelt. Wegen dieser Falte allein verdienten die männlichen Mode narren recht herzlich auögelacht zu werden. Kaust man nämlich fertige Kleider, so Pflegen die Hosen durch das Zusammenlegen eine solche Falte zu haben. Da waren denn Diejenigen, welche ihre Kleider fertig kauften, darauf bedacht, diese Falte glatt bügeln zu lassen. Denn da es als nobler er achtet wird, sich die Kleider anmessen zu lassen, so wollte man nicht merken lassen, daß man sie fertig gekauft hatte. Für einen richtigen Dude" wäre das ja eben so schrecklich gewesen, wie eö jeht für ihn schrecklich wäre ohne, eine solche Falte in den Hosen herumzulaufen.' Wenn es Narrheit ist, sich von der Mode beherrschen zulassen, dann sind die Männer meineö Erachten? weit größere Narren, als die Frauen. Die Männerkleidung ist so unschön, so unmalerisch, daß sie ohne eine vollständige Aenderung derselben, gar nicht verschönert werden kann.- Folglich läuft jede Aenderung,, welche die Mode mit sich bringt, aus bloße Kinderei hinaus. Die Frauenkleidung läßt doch, auch so wie sie jetzt ist, kleine Aenderungen zu, welche den -Schön-heitösinn mehr oder weniger befriedigen können. Sind indeß die Männer der Ansicht, daß Bequemlichkeit und Gesundheit wichtiger sind, alZ Schönheit, obwohl sich ja am Ende Beides vereinigen läßt, so sollen sie wenigstens nicht über die Frauen spotten, welche für bequemere und gesündere Kleidüng agitiren. Helfen wird diese meine Mahnung freilich nicht viel, denn die Journal: sten leide alle mehr oder weniger' an Größenwahn. (IIow about present Company?) Da sie sich alle für geistreich und witzig halten, trotzdem die Welt darüber oft ganz anders denkt, so glau ben sie, sie brauchten bloß den Mund auszuthun und sie hätten schon etwas Geistreiches gesagt. Man muß ihnen daö kindliche Vergnügen lassen,' und sich weiter nicht darüber ärgern, und falls Jemand da? alles auf mich an wenden will, so stehtS ihm auch frei. Der Plauderer. Suchst Du Beschäftigung? Eine ausgezeichnete Gelegenheit für deutscheManner und grauen die 'sich ein gutzahlendes Haupt oder Siebengeschäft gründen vollen. $75 bis $100 per Monat garantirt. Näheres durch Dr. Schoop, Ro. 11 Main St. Racine, Wiie. t$ Meerschaump seifen, lanaejdeutsche Pfeifen,' Cigarrenspttzen tcbtt Wm Mucho, 199 Ost Washington Str.

SUVlütUv.

G ist gar.z still Zn dem großen (?emache, das hastige Ticken der Uhr nur tönt durch daö Schweigen. Auch in dem freundlichen Nebenzimmer herrscht geheimnißvolle Ruhe, obgleich drei Personen um den runden Tisch unter der Hängelampe sitzen. Vorsichtig schlägt der Vater die Seiten des Buches um; behutsam hantirt das junge, schlanke Mädchen mit Nadel und Scheere, und selbst der hochaufgeschossene, braunloctige Knabe mildert seine hastigen Bewegungen, wenn er nach Heften oder Lineal greift. - Alles das verräth, daß ein Kranker in der Nähe ist!" Und nebenan im dunklen Naume, hinter dem grünseidenen Bettschirme, liegt auch eine bleiche, abgezehrte Ge stalt; die großen Augen sind tief eingesunken; die mageren Hände liegen kraftlos auf der Decke, und kein Laut verräth, daß sie wacht. Es ist die Mutter, die nach langer. schwerer Krankheit auZ tiefem, kräftigenden Schlummer erwacht zum ersten Male wieder mit klarem Geiste Umschau halt. Und da findet sie gar manches, was ihr nicht behagt. Ihre Augen schweifen rastlos hin und her; was soll das heißen? Man hat sie in den Salon" gebettet; in den Salon, der immer wie ein Heiligthum von ihr gehütet wurde; und drüben im guten" Wohnzimmer, sonst nur für Gäste geössnet, hat sich's der Vater mit den Kindern bequem ge macht. Durch den Spalt des Bettschirmes kann sie den hellerleuchteten Raum übersehen. Das qanze Gemach tragt den Stempel des Benutztseins-, der ihm sonst fehlte, kein Zweifel, Melanie hat sich hausllch eingerichtet und vielleicht schon seit Wochen, seit sie krank ist! Große Schweißtropfen treten aus oif Stirn der Frau. O Gott, wie wird sie die Wirthschaft wiederfinden nach der endlos langen Zeit, während welcher sie die Zügel aus den Handen gelassen hat! Sie will rufend will ihren Machtspruch geltend machen aber nein, sie besinnt sich! Sie will erst einmal die Ihren belauschen, will sehen, wie es zug:ht, wenn das wachende Auge der Mutter fehlt. Eiaentlich m s gar traut -und gemüthlich in dem bellerleuchteten Zimmer, denn die gute Hängelampe brennt ja' nicht die kleine Stehlampe, um Die sich des Abends meist ein heftiger Kampf entspann, denn jeder wollte wenigstens ein Theilchen von ihrer geringen Lichtfülle haben. . Der Vater dehnt sich behaglich in 1 ei ner Sophaecke. Kurt sitzt still und geschäftig bei seinen Schularbeiten, trotzdem keine scheltende Mutterstimme ihn beständig dazu antreibt. Melanie stopft emsig an einem Berg zerrissener Strumpfe, und ein so heiteres, lonmges Lächeln liegt dabei um ihrenMund, daß die Mutter erbittert denkt: Sie kann lachen, und du liegst hier elend und krank!" Und da erklinat auch ihre frische Stimme, dämpft zwar, aber vernehmlich, an das Ohr der Schauenden. So. Vaterchen, nun ist's gethan. nun wollen wir auch an das leibliche Wohl denken und den Tisch besorgen." Geschäftia eilte Melanie hin und her. setzt geräuschlos Teller und Gläser auf, schneidet das Brot, legt dem Vater und Kurt davon auf ihre Gedecke und reicht dann mit derschamt'lachelnder Miene eine aroße Schüssel herüber, die der Vater, freudig schmunzelnd, betrachtet. Was tausend. Kind, hast du' uns denn da Schönes bereitet? Ei, ei, da läuft mir ia das Wasser im Munde zusammen; ist das nicht der berühmte italienische Salat, mein Leib- ' und Magengericht, den mir die Mutter seit beinahe zehn Jahren nicht mehr aufge tischt hat? Zu viel Arbeit-, mein sie stets, wenn ich dafür plaidirte! Mag auch sein, daß es für ihre Kräfte zu viel war . . . und wie nett ausgeputzt, Töchterchen; das lob' ich mir, das sieht anders aus, als ..." Erschrocken - verstummt der redselige Herr; ein scheuer Blick streift erst seine Kinder und irrt dann hinüber zu dem Bettschirm. Aber Gottlob er ath- . r t -1 ' r Of-fi.:. mek aus jene oaoen leine Aiisplelung nicht verstanden, und drüben ist es 'todtenstill; . daß zwei brennende Augen auf seinem Antlitz ruhen, und zwei heiße 'Lippen semen Satz ergan zen: als bei der Mutter!-, das ahnt sein sorglos Gemüth nicht. Indessen mmmt das Mahl semen Fortgang, und der gesunde Appetit des Kleeblattes bekundet, daß das Mn terwerk tresflich gelungen ist. . r ' c Y yeiöe ungeomo ?rtacu ourcy auc Glieder der Krankn: beinahe eme Stunde sitzen die Drei schon am gedeck ten'Tische und lacherz und plaudern im Flüstertone über dies , und das; : und sonst haben die Mahlzeiten kaum eine Viertelstunde in Anspruch genommen; Ja. wenn die Mutter fehlt!? Da schlägt eö acht Uhr; nun erhebt ich Melanie doch, und nicht lange, so liegt ,. die. Wolldecke -wieder - aus k dem Sophatisch, Kurj bringt Zeichenbogen und Farbenkaste. n.hcrhei,. Melanie , den Strickstrumpf und der Vater richtet sich auf, behaglich -seine Glider streckend, um . nach .einigen Sekunden leisen Schrittes das Zimmer zu.verlassen. Melanie horcht hinüber. -. Die Mutter schläft noch immer,' flüsterte sie. der Doktor meint, in zwei bis drei Wochen könne sie wiede? cang munter sein." . Em fast unmerklicher Seufzer be gleitet die letzten W-rte. Ach Mela, nun hat unsere gute Zeit oald am längsten czevauertz' nun wird's wieder ungemüthlich werden; nun gibt's wieder Schelte den ganzen . Taa und ein Gehaste, als ob das Leben

eine Hetzjagd' wäre. Mn heißt's wieder, das elende Hinterzimmer beziehen; deine Blumen werden ausquartirt, der Vater darf nicht mehr auf dem. Sopha sitzen und vorlesen... ach Mela, ich wollte, es bliebe noch lange, lange so, wie es jetzt ist; da'hat man doch was vom Leben." Aber Kurt,- ruft die erschrockene Schwester, die schon einige Male vergeblich versucht hat. ihn zu unterbrechen; ich bitte dich, schweige! Wenn Mama das hörte! Sie meint es doch gewiß gut mit uns." Er klingt nicht sehr vertrauensvoll, der letzte Satz, und das Gesicht des Knaben drückt einen leisen Zweifel aus. Wenn du wahr sein wolltest, Mela, dann müßtest du zugeben, daß wir noch nie so glücklich gewesen sind, trotz der Sorge um die Mutter als während ihrer Krankheit. Denke doch, wann hätte unter ihrem Regiment je solche himmlische Ruhe und Gemüth lichkeit bei uns geherrscht! Und es ist

doch mindestens ebenso ordentlich und sauber, als bei ihr." Kurt. Kurt, um Gotteswillen halt ein flehte Melanse kn Todesangst; du versündigst dich." Nein, Mela, eö kann keine Sünde sein, die Wahrheit auszusprechen! Wir beide sind nun. einmal nach Papa gerathen und haben die Sehnsucht nach Frieden und Gemüthlichkeit in unseren vier Pfählen von ihm geerbt; ach, und du weißt ja selbst am besten, wie sehr wir sie immer entbehrt haben. Sieh, es ist unsere Mutter, von der ich spreche; ich habe sie gewiß lieb, aber ich würde sie noch tausendmal mehr lieben, sie aus Händen tragen, wenn sie wäre wie du, und uns das Haus heimisch machte." Der Knabe hat sich ganz heiß geredet; seine Augen glänzen und seine Wangen glühen. Leise zieht er Melanies Händ'e von deren Antlitz. - Die Thür öffnet, sich und der HausHerr tritt ein. So Kinder, nun heran; jetzt kommt die sckönste Stunde vom ganzen Tage." . Er schlägt dasBuch auf und beqinnt. "die Stimme sorglich dämpfend, seinen Vortrag. Das kranke Weib hinter dem Bettschirme hörte nicht viel mehr von seinen Worten. Sie schlingt die Hände in einander, und heiße Thränen rinnen schwer und langsam über die schmalen Wangen herab. Grober Gott, das sind ihre Kinder. so denken diejenigen, für die sie geschasst und gearbeitet hat Tag für Tag. Das erntet sie nun als Dank sür alle Mühe! Sie haben die Mutter Nicht einmal vermißt in den langen, langen Wochen; im Gegentheil, sie suhlten sich wohl ohne sie, ja sie würden glücklich sein, wenn alles bliebe, wie es jetzt ist, wenn ihr Tod ihnen Erlösung brächte von dem verhaßten Joche. Die Mutter ist es, die ihrem Glück im Wege steht! O die Undankbaren, die Undankbaren; ihre Liebe ist nur Schein, nur leere Heuchelei." Und doch; wie sorglich hat Melanie die Mutter gepflegt; wie hat diese durch Schmerzen und Fieber hindurch der Tochter zartes Walten gefühlt, wie oft in lichten Momenten das traurige. angstvolle Gesicht des Gatten, die feuchten Augen ihres Einzigen gesehen... sollte sie selbst vielleicht . . .? Aber nein, das ist nicht möglich," seufzt sie qualvoll auf. ich habe stets das Beste gewollt, habe den Haushalt emqeschränkt, habe Magddienste verrichtet, um die Wirthschaft mit den schlechten Zeiten in Einklang zu bringen Und hast darüber das Beste vergefsen, hast nur an dich, an dein Behagen gedacht," rust ihr das unerbittliche Gewissen mahnend zu. O Gott stammelt sie zitternd, wie bitter ist es doch, daß mich keiner mißt.Jhr vom Leiden geschärfter Blick überschaut ihr früheres Tagewerk, das beim Morgengrauen schon begann! Da jagt sie hastig den Kaffee hinunter und räumt, Während die anderen sich noch behaglich dem Genusse überlassen, bereits das Geschirr zusammen und den Zucker in den Schrank; dann beginnt sie ihre lärmende, ruchlose Jagd auf jedes Stäubchen. schilt mit dem Mädchen. ruft die Tochter zehn- und zwanzigmal von der Arbeit fort, tritt dem ermattet heimkehrenden Gatten miß-, muthig, abgehetzt und unordentlich entgegen, verzehrt in aller Eile das Mittagsmahl, schilt stundenlang über jeden Fleck im Tischtuchs über jede feuchte Fußspur, welche der Boden zeigt, über jedesAschenstäubchen, das aus den Teppich fliegt. Sie hat die todten Gegenstände eben mehr geliebt, als die Menschen! ' Und was für-böse, harte, scheltende und höhnende Worte konnte ihr Mund sprechen; wie verstand sie den anderen jedes unschuldige Vergnügen, das ihrem Sinne nicht zusagte, zu vergällen. die ohnehin schön' 'karge Geselligkeit durch ihre Ungastlichkeit noch mehr einzuschränken, ihren Launen freien Lauf und keinen anderen Willen, als nur den eigenen gelten zu lassen. '.iJa, ja, die Kinder haben recht, tau'sendmal recht: sie ist eine schlechte Mutter' gewesen. 'Die hageren Hände falteten sich fester. . ? Ich will gut machen, was ich fehlte, ich will versuchen, mein Unrecht zu süh. nen und den Meinen mehr zu sein, als eine Last," flüstert sie bewegt. Aber der Weg dahin' ist noch lang; da? Fieber tritt wieder mit alter Heftigkeit ein, und abermals ringt der sieche Körper durch Wochen mit dem Tode. - . AIS der grimme Feind endlich weicht, strömen schon' linde Frühlingslüfte dmch's offene. Fenster, und.rüblina

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Hr. SaraK Sfuir ten MkmeapoNZ. Für Frauen. Hood'S Carsaparllla ist hauptsljllch da; , eignet, di Beschwerden, denen da Geschlecht . terworse Ift ja heilen. Leset d Folgende: Ich litt ine lange Zeit a Weibliche Schwäche nd versucht, viele Hellmwel und rzte, jedoch ohne Erfolg. Eine läge la ich eine do, Hood't Larsapartlla Bücher nd dacht eine Flasche der Medijia zu versuche. Qt de wirkt in s, großen Unterschied in mewem tge. finden, daß ich eitere drei Flaschen nahn, nd ich vollkommen gesund fand. Ich weii. Wood's Sarsaxarilla heilt. Ich hab dalseld auch meine Kinder gegede und finde, da. ei fit bei guter Sesundheie erhillt. ist mein gur.sch. daß diese crn atze nd. ?er gebraucht werde. Mrl. earnh.M,ir, 80 11 Ze So. MinneadvN. Min. Hood'A Pille heil, all Leberlelde. 01 Ut lftUftl &BMtSItttl. nittlM. ist es auch im Herzen der blassen Ftau, die ihre kraftlosen Arme um denNaöen des Mannes schlingt. Habe nur noch emWeilchen Geduld, Theodor: bald wird's besser, alles alles. ..." Und sie hält Wort! So schwer, ia unmöglich es ihr auch manchmal dünkt. Sie überwindet daS eigene .Ich dem Gatten, den Kindern zu Liebe, denn unermüdlich und sehnsüchtig strebt sie fetzt eine alternde Frau danach, ihn mit Ehren zu tragen, den hohen, heiligen Namen Die Mutter!Die Bemühungen de? Baumwollpflanzer des Südens,' die Pflanzer zur Verringerung ihres Areals zu veranlassen, um den Preis in die Höhe zu treiben, haben wiederum nichts gefruchtet. Nach Berichten laus New Orleans, Mobile und Cbarleston unterliegt es nur sehr geringem Zweifel, dab in diesem Jahr noch mehr Baumwolle geslanzt werden wird als letztes Jahr. In Webster Counry, Mo., haben anhaltende starke Regengüsse in den letzten Tagen ernste Ueberschwemmungen verursacht. Der James-Niöer ist 4 Fuß höher gestiegen alK je zuvor. Die Mühle in Patterson, 10 Meilen südlich von Marshfield, wurde von der Fluth zerstört. Verlust Z10.000.- An Farm- und Eisenvahnekgenthum ,sind vielfach Schäden .angerichtet worden, die zusammen eine ansehnliche Höhe errelcn. Ml Ob eö Sude, Heide oder Christ, ein Jeder gern gutes Brot, Pumpernickel und Sträußelkuchen.ißt, wie man! stets frisch bekommt bei Bern h. Thau, 81 Hosbroor.Str. oder am östl. Marktstand No. 123 und 124,. Schön und rein Soll daö Haus stets sein! Die besten BÄrsten dazu kaust man bei h. S cb m e d e l 420 Oft McCarttz Kaufe Mucho'S Best Havanna F.igarS."

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Dienstag Abend, 15. mal, Oratorium Paulus. (Mendelssohn.) Chor von 300 Stimmen, unter Leitung des Herrn A r e n S. DaS Boston Fest-Orchester von 50 Musikern, unter Leitung des Herrn Emil Mollenhauer. Solisten : Frl. Trebelli, Fr. Poole-King, Herrn Ben Davie und Max Heinrich. Außerdem SoloVortrage von Henri Marteau und den Genannten. Mittwoch Matinee, 16. Mai, Soli von Emma 3uch, Clara Poole-King, Van Vechtan NogerS, Frijs Giese und Festorchester. Mittwoch Abend, 16. Mai, Die Kantate: chön Ellen, (Bruch.) Solisten: Emma Eames. Herr H. . Towne und Herr W. Mills. Solovortraäge der Genannten und des Herrn Friedheim. Terzett aus Figaros Hochzeit", (Mozart.) Frau Eames, Herr Towne und Herr Mills. Donnerstag, 17. Mai, Matinee. Solisten : Henri Marteau, Antoinette Trebelli, Arthur Friedheim, E. E. Towne, Fritz Giese, Orchester. Donnerstag Abend, 17. Mai, Großes Wagner Konzert. Nummern aus Lohengrin, fliegendem Holländer und Die Meistersänger. Festchor von Ü00 Stimmen. Solisten : Emma Juch, Gertrude Stein, Ben Davieö, E. E. Towne, Max Heinrich, D. M. Babcock. Der Verkauf von Sihen für einzelne Konzerte ist jetzt in der Big Four Ticket-Ofsice, No. 1 Ost Washington Straße, im Gange. Preise: Parquette, vordere Reihen $2.(H), hintere Reihen $1.50. Balkon, erste Reihen $2.5, Rücksitze $2. Eallerie $1. Matinee in allen Theilen des Hauses $1. Positiv keine r'eduzirte Preise für Eintrittskarten an Konzertabenden. Die Abend-Konzerte beginnen pünktlich um 8:IS; Matinee um 2:30. Verspätete werden nur während der Pausen zugelassen.

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