Indiana Tribüne, Volume 17, Number 233, Indianapolis, Marion County, 12 May 1894 — Page 1

u) n x Lesen Sie die Offerte der Tribüne" für die Weil Ausstellung Mlh 12. Mai 1804. 0k Cs rlC sVO r? ! s kS s K0 Tribüne Coupon für die v iy o w w y y. y ov vv Wdl-kbllugMis! v X te Jahrgang 17. Office : No. 18 Süd Alabama Straße. No. 23, Indianapolis, Zndiana,' Samstag, öen 12. !Nai I89i

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Todcs-Anzeigc.

Freunden und Bermandten die traurige Mit theilung. daß unS unsere einz'ge, geliebt Todter und Schwester Anna, im Alter von 10 fahren, durch den Tod ent rissen worden ist. Die Beerdigung findet am Snntag Nachmittag um l4 Uhr vom Trauerhause. No. 93 Minnesota EtraKe, au statt, wozu ergebenft einladen Tie trauernden fcinmJlietienf n Karl Schilling. ) nlt,rn athartne Schilling. StfÄ,lIil i i George Herrmann Seichenbeftatter, Office : 26 Süd Delawareftr. eulle: 120, 122, m, 126, 128 Ofi Pearlftr. tlrtbon Oll. Offen Taa und Nacöt. Eröffnung ! 3TairviewPark Es wurde eine Küche eingerichtct und Frau Sherman ist vorbereitet Besucher zu bedienen Auch wurde am östlichen Eingang zm Park -ein Platz eingerichtet, wo Pfcrde angebunden werden können utb wird dafür nur der nomi nelle Preis von 5 Cents für jede in dem Gefährt befindliche Perfon gerechnet. Mirthschafts-Eröffnung Am Donnerstag, 17, Mai eröffne ich meine renovirte Wirthschaft. (Sac Obio und Noble Str. mit einem - ertra feinen (unch ! G. Zeuckhardt. 330 - KÄÄK K. - 331 ist das neue Heim deS Schwoba-Schulze l Konrad HceZz, der alle feine Freunde einladet, ihn in seiner neuen Wirthschaft fleißig zu be suchen. Eiseil- und Stahlwaaren Z-elePhau 680. Werkz enge aller Art. Gartengeräthe. Lawn Mowcrs. Poultry Netting. Clemens Bonnegut 184 Sz 186 Ost Washington Str. Neue Cigarrenfabrik ! . . Zleus Bsssn kehren gut 1 Wir offeriren einige neue Sorten, welche 10 Cents das Stück kosten sollten, für 5 Qezrbs und empfehlen besonder? MNew Thing" und "liiva!". Wirthen und Cizarrenhändlern offeriren wir elegante Waaren von $35 aufwärts. Alles Union'Cizarren. Wm. Gottlieb, 496 Virginia Ave. u. 373 S. East Str. Die feinsten Weine und Liquore, zu den billigsten Preisen bei cITcac5TiD II Oüb Delaware Ott XtUtten 1069. Tr prompte Ablieferung nach allen StadttheNen. Sonnn .5'?,!', üUUUEir?H:?ir TF.AN I I aafertafc.tatri.ff) in U pfm. er tiikr Hl werk iadotrioly, im wrlt., mud wa. Yartattatr.wa kwliita.,irarT tbty II I willalaoforaiM b itmH. iftlunl whick jtm raa wn Uitunmal. trat i im wiiar r ti-tt ImmuIm mct.Mmi aa WT. u7u qaicair l.irai.i I daatr bat wort (tob tfiatrlct t ULttj. 1 ham m.irmm4f Mas kl and prvrv'ad wUks aaiployw Urr. hbW. ka r. Mkiac - rmraach. lliMtW 4 ÖLII. Fall t-rtl!W VU ICK. Addnmm ,

Lditorielles. Im Elberfelder Generalanzeiger" finden wir folgendes Inserat: Frau wünscht ihr Kind (Mädchen von 2z Iahren) wegen Mangel an

Nahrung zu verschenken. Oss. u. E. 8012 an d. Srp. Welche Unsumme von Sorgen und Elend mag sich hinter diesen wenigen Worten verbergen und welche Anklage liegt darin gegen unsere Gesellschaft? Die Central Labor Union hat euf morgen Nachmittag im Empire Theater eine Versammlung anberaumt, bei welcher Eugene DebS und George Howard von der American Railway Union," sowie Pater O'Donaghue, Rabbi Messing und Pastor Milburn, also ein katholischer, ein jüdischer und ein protestantischer Geistlicher sprechen werden. ES ist schade, daß wir hier nicht auch noch mohamedanische, buddhistische und einige andere Gemeinden haben, dann hätte man noch etwas mehr Abwechslung in die Sache bringen können. Da die Geistlichkeit, wie allgemein bekannt, doch immer auf Seite der Arbeiter ist, weil diese am wenigsten bezahlen können, so ist das Verfahren der Central Labor Union sehr anzuerkennen. Pater, Nabbi und Pastor sind die richtigen Leiter der Arbeiterbewegung. Sie werden den Leuten die vn?nhniinrt ftfhert. irn ttaiatn :)islth mm ftv w " " - - schlusse Gottes nicht vorzugreifen, sondern sich Hübsch in denselben zu fügen, wie eS einem guten Bürger ziemt. Sie werden den Arbeitern, wie das ganz in der Ordnung ist, rathen, ihr Loos mit Geduld und Ergebung zu tragen; dafür würden sie auch in den Himmel kommen, die Reichen aber nicht; denn es sieht geschrieben, daß eher ein Kameel durch ein Nadelöhr geht, alS ein Reicher in daS Himmelreich. Inzwischen aber können wir alle ruhig schlafen, denn so lange unsere Central Labor Union die werthe Geistlichkeit zu Führern wählt, ist für die Behaglichkeit deS irdischen DaseinS Derer mit der satten Tugend und der Zahlungsfähigen Moral nichts zu fürchten. Mit dem Farmer geht es immer mehr rückwärts. Der Preis der Cerealien ist so niedrig, daß der Bauer auf einer nur mäßig großen Farm sein Leben nicht mehr fristen kann. Es geht ihm genau so, wie dem kleinen Handwerker und Geschäftsmanne, der nicht mehr durchkommen kann, den sein Geschäft nicht mehr ernährt. Merkwürdig bei diesen Vorgängen ist nur immer, daß die Menschen so blind für die wahren Ursachen der wirthschaftlichen Erscheinungen sind, daß sie das Nächstliegende nicht merken und stets nach dem Entfernten schauen. So kommt eS, daß der Farmer die Ursache seines Leidens in dem Geldmangel sieht und allerhand Finanzprobleme ausbrütet, deren Ausführung ihm wohl auf kurze Zeit Portheile bringen mag, aber den allgemeinen Gang der Ent-l Wicklung nicht aushalten kann. Wie der Großbetrieb den Handwerker und kleinen Geschäftsmann ruinirt, so verdrängt er auch den kleinen Farmer. Die landwirtschaftliche Maschine, welche vortheilhaft nur auf großem Areal verwendet werden kann, drückt hen PreiS der Produkte so herunter daß der Farmer nicht mehr bestehen kann. In der jüngsten Nummer deS Forum" findet man einen interessanten Artikel von E. V. SmalleY aus St. Paul über den Einfluß der landw.rthschaftlichen Maschinen auf die Farmarbeit. Die Mähmaschine leistet die Arbeit von zehn Männern mit Sensen. Die Köpfmaschine" (Header) wurde blS jetzt hauptsächlich ln Calrformen angewandt. Sie wird von sechs Pferden gezox, durch ein hin tereS Rad gesteuert und schneidet die Köpfe der Aehren ab, um sie in einen nebenher fahrenden Wagen zu liefern. Sie bringt auf diese Weise die Ernte von 25 Ackern in einem Tag ein. Die Pflüge, die Eggen, die Säemaschine. alle erleichtern die Arbeit des Menschen, indem sie die Kraft des Pferdes an seine Stelle sehen. - Diese wieder wird in anderen Maschinen verdrängt durch die Dampfkraft und die elektrische Kraft. Da giebt eö eine Dreschmaschine mit Staubfächer und Strohbinder, die mit Stroh geheizt wird, jedoch unter eigenem Dampf als bewegende Kraf

noch nicht angewendet werden kann, da solche Lokomobilen im weichen Grunde stecken bleiben ; eö ist aber möglich, ja wahrscheinlich, daß mit Hülfe ter Elektrizität eine spätere Generation auch dieses'Problem lösen wird. Jedenfalls kann ein Farmer mit den ihm jetzt schon

zur Verfügung stehenden Maschinen dasselbe Resultat erzielen, wie drei Arbeiter zu Großvaters Zeiten. Die goßen Faimen sipd eigentlich keine Bauernwirthschaft mehr, sondern ein geschäftlicher Großbetrieb, der nach denselben Methoden geleitet wird wie eine Fabrik. Da giebt eS Superintendenten und Arbeiter, und daS gesammte Produkt ist für den Markt bestimmt. In einem Artikel, den C. Wood Daviö in der New Jorker Sun" publizirt, werden diese Angaben durch folgende weitere Thatsachen ergänzt : Die Maschinen, welche im Bau von Roggen eingeführt worden sind, haben nicht weniger als 75 Prozent der menschichen Arbeit ersetzt. Mit diesen Machinen bebaute Daviö selbst 1500 Acker mit der Arbeit von 7 Mannern, odaß auf je 150 Acker eixe Arbeits kraft kam; während vor Einführung der Maschinen ein Arbeiter für je 30 Acker nothwendig war. 1870, alö die Mehrzahl der arbeitsparenden Ackerbaumafchinen bereits im Gebrauch war, war durchschnittlich eine Arbeitskraft nothwendig' für je 11.7 Acker aller Aren von Halmfrüchten; 1880 bearbeitete eine Arbeitskraft je 15.5 Acker, also eine Zunahme der Leistungsfähigkeit von 32 Prozent in 10 Iahren. Wir sehen in der Landwirthschaft dieselbe Tendenz zur Konzentration, wie im Handel und der Industrie, denelben Fortschritt deS Großbetriebs. Zustände entwickeln sich hier, welche auf die Dauer nicht haltbar sind, und der Bauer muß einsehen lernen, daß er dieselben Uebel zu bekämpfen hat, wie der Handwerker und Fabrikarbeiter. m m Drahtnachrichten Inland. Wetterauösichten. Etwa? wärmeres, schönes Wetter. ,,. Der Kreuzzug der ArbeitSlosen. Topek a, KanS., 11. Mai. Marhal Neily hält die Armee SanderS' in Eisenbahnwagen eingeschlossen, trotzdem der Souvernor gestattete, daß sie auf dem CourthauS Platz kampire. Auf Veranlassung deS Gouvernörö fand eine Massenversammlung statt, in welcher der Marshal getadelt wurde, daß er die Leute nicht besser mit LebenSmittel versehe. R o r t h S a k u n a, 11. Mai. Heute N der Frühe fand niieder ein Zusammenstoß zwischen CommonwealerS" und Deputy Marshals statt. Die ersteren hatten zwei Frachtwagen genommen und versuchten zu fliehen, als sie von den MarshalS angegriffen wurden. Letztere schössen und verwundeten zwei. Die anderen wurden verhaftet. Rackl in, Cal., 11. Mai. Cölonel" Paiöley von der von Sacramento aus ostwärts marfchirenden Armee wurde heute von dem Konstabler gleckinger erschossen. Die Armee" kam mit einem in Beschlag genommenen Eisenbahnzug nach Racklin. Der Konstabler wollte den Lokomotivführer verhaften, dabei entstand ein Streit, der Konstabler zog seinen Revolver und erschoß PaiSley. gleckinger wqre gelyncht worden, wenn General" Smith eS nicht verhindert hätte. Der Lokomotivführer wurde verhaftet, aber, da man weitere Unruhen befürchtete, wieder entlassen. GreenSburg, 11. Mai. Frey ist hier mit seiner Armee. Wayland, Herausgeber der Coming ?kation. lieferte 200 Laibe Brod. Die Armee hat- genügend Nahrungsmittel. Ein Pferd ging unterwegs zu Grunde, y (Randall ist in South Bend, Sullivan in Elkhart, Ind., Aubxey in Farmland, Ind.,' Morrison in BincenneS, Ind., die Bostoner Armee ist in Fairfield, Iowa, Galvin ist in 3r win, Pa., die Portland Armee hat sich zersplittert und geht in kleinen Abthei lungen vorwärts, im Indianer-Gebiete haben 260 Mann einen Union Pacific Zug genommen.) Fünffacher Mord. St. Louis, Mo., 11. Mai. Gus. MeekS,-sowie dessen Frau und drei

Kinder wurden gestern Abend in der Nähe von Browning, Mo., bei einem Strohhaufen im freien Felde liegend, ermordet aufgefunden. Die Mörder besinden sich in Haft und werden wahr-

scheinlich gelyncht werden. Meekö wohnte mit seiner Familie in Milan und befand sich auf dem Wege hierher, um Ve.wandte zu besuchen, alS er mit den Seinigen überfallen und ermord.t wurde. Die Veranlassung zu dem Mord hat. wahrscheinlich die Thatsache gegeben, daß MeekS im September letzten IahreS als Haupt zeuge in einem großen Viehprozeß auf getreten war. DaS Massacre ereignete sich zwei Meilen südöstlich von der Stadt, alS MeekS daS HauS eines Mannes Na menS George Taylor passirte. MeekS wurde von Taylor erschossen. 'Die Frau und Kinder, ein Mädchen von sieben Jahren ausgenommen, daS schwer verletzt war und wie todt am Boden lag, wurden mit Aezten erschlagen. Die Körper der Ermordeten wurden in einem Strohhaufen versteckt, später erholte sich aber daö Mädchen'wieder, eS gab den Alarm und war auch im Stande die Identität der Mörder anzugeben. Mehrere der Schurken sind bereits derhaftet worden. . Meekö war in Gemeinschaft' mit George und William Taylor deS ViehdiebstahlS angeklagt, von dem Gouvernör Stone aber begnadigt worden, als er versprochen hatte, alö Staatszeuge aufzutreten. Er. legte ein Geständniß ab, schob aber die Hauptschuld auf den Brüder Taylor'S. , w VuSIand. Murnau in Bayern. Maid. 10. Die Einwohnerschaft deS reizend gelegenen Marktes Murnau im bayerischen Hochgebirge wird ihrem verpordenen König Ludwig von Bayern auS eigenen Mitteln und mit thatkräftiger Unterstützung auch auswärtiger Freunde dem am 13. Juni 1886 dahingeschiedenen König Ludwig II. von Bayern ein Denkmal setzen. Die Enthüllungsseier findet am 25. August d. 3. statt, und heute schon find zahlreiche Anmeldüngen von Gästen auS Nah und gern eingetroffen. Mit der Ausführung der Büste wurde ein MünchenerKünstler, Herr Bildhauer Mark betraut, während die 'Unterbauarbeiten Herr Steinmetzmeister Ballinger Lbernommen hat. Das Denkmal kommt an einem der herrlichsten Aussichtspunkte an der Straße nach dem durch seine PasfionSspiele weltberühmten Oberammergau zu stehen. -G.Eine Bombenezplosion. Pariö, 11. Mai (Mitternacht). Vor einer halben Stunde erfolgte vor dem Wohnhause deS Hutfabrikanten Pierre Massyn, No. 4 Avenue Kle berg, eine Bombenezplofion. Niemand wurde verletzt und das Haus nur wenig beschädigt. ' Die ganze Nachbarschaft wurde dulch den Knall auö dem Schlafe geschreckt und die größte Aufregung herrschte. Von den Thätern hat man bis jetzt keine Spur gefunden. . Die Erplosion war so heftig, daß nicht nur in dem Hause Masson's, sondern auch in den gegenüberliegenden Häusern alle Fenster zerbrachen. Die Bombe so? auS ejner Sardinenbüchse bestanden und Chlorkali mit Stückchen von Blei und Eisen enthalten haben. Gestern Abend fand die Polizei zwei Bomben auf der Straße und in Pantin, eiyer Vorstadt von Paris, wurde eine große Quantität Dynamit in einem Haufe beschlagnahmt. Die massive HauSthüre aus Eichenholz wurde durch die Gewalt der Eiplofion zertrümmert und einige Diener wurden auS ihren Betten geworfen, Sin Mann wurde auf den Verdacht hin verhaftet, die Ezplosion verursacht zuhaben. Man glaubt, daß daS Attentat gegen-einen früheren Staatsanwalt, NamenS Borretere gerichtet war, der in der Nähe wohnte. chiefigeö. Frank Henneberger verwun det James Vaker lebenSbenSgefabrlich durch einen Scbuff. Frank Henneberger, ein Angestellter der Pullman Co., wohnhaft 467 Süd Tennessee 'Straße, scheint auf ftine Gattin sehr eifersüchtig zu sein und

genau darüber gewacht zu haben mit wem sie Umgang pflegte. . Ein gewisser 3amcS Baker, der noch einige Jahre jünger als Frau Henneberger ist und den sie schon von Klein

auf kannte war ein häusiger .Besucher. Frau Henneberger, hatte ihm gesagt, daß sie gerne daS Guitarrespiel lernen möchte und als Honorar dafür gerne Zeichnenstunden geben würde. Sie lft nämlich Pastellmalerin. Baker hatte ihr dann seinen Freund Jack Kemp mitgebracht und der gegenseitige ttn terricht begann. Als Herr Henneber ger den Kemp zu sehen bekam,' sagte er seiner Frau, der Mann gefalle ihm nicht und er wünsche, daß derselbe seine Besuche einstelle. - Sie versprach, Kemp diese? zu sagen, aber derselbe setzte seine Besuche doch fort. Letzten Samstag fand Henne berger einen Brief Kemp's an seine Frau, dessen Ausdrucksweise seine Eifersucht im höchsten Grade erregte, da er sein Familicnglück gefährdet sah. Seine Frau erklärte ihm zwar, daß sie den Brief dahin beantwortet habe, daß er ihr HauS meiden möchte, aber ihr Mann wollte doch Kemp zur Rede stellen und dieser fand es gerathen, seinen Wohnort zu wechseln. Am Mittwoch Abend kam Baker nach dem Hause, aber Henneberger ließ ihn nicht in und sagte zu ,hm : Ich will seinen Streit mit Ihnen, aber Sie müssen wegbleiben. Sie versuchen mein Familienglück zu zerstören und ich dulde es nicht länger." Darauf soll Baker in unverschämter Weise geantwortet und auch am nachften Tage Drohungen gegen Henneberger auögestoßen haben. Gestern kurz vor Mittag besuchte Baker wieder daS HauS und gebrauchte alle möglichen Schimpfnamen gegen Frau Henneberger. Alö Henneberger nach Haufe kam and er feine Frau und Eva Overman, die .ihr beim HauSreinigen half in Thränen gebadet. Sie erzählten ihm was vorgekommen war und daß Baker um 4 Uhr wieder kommen wolle. Henneberger erbat sich um diese Zeit Urlaub und ging nach Hause. AIS dann Baker am erklärte er ihm aufs Neue, daß er sein Hau? nicht mehr betreten dürfe, worauf Baker ihn einen Hundesohn" nannte und erklärte daß er- komme wenn eS ihm gefalle. Dieses reizte Henneberger dermaßen, daß er seinen Revolver zog und auf Baker schoß. Dieser lies dann davon und Henneberger folgte ihm einige Schritte und schoß noch zweimal, dann kehrte er um und ging nach seiner Office zurück und theilte seinem Superintendenten Lahton mit, daß er auf Baker geschossen habe und wo die Poizei ihn finden könne, im Falle sie nach ihm fragen sollte. Er wußte aber nicht,'daß'er Baker getroffen hatte. Dieser lief in der Tennessee zur McCarty Str. und in dieser nach der Meridian Str. in daS HauS eines Bekannten, wo er besinnungslos zusammenbrach. Dr. gleicher und Dr. Amalia Keller wurden herbeigerufen und erklärten die Wunde für sehr gefährlich. Henneberger wurde später verhastet. -mm Grand Jury. Die Großgeschworenen brachten gestern einen theilwcisen Bericht in der Criminal Court ein. In Anklage;stand wurden verfetzt folgende Personen : ThomaS Hoben wegen schwerer KörPerverletzung des Richard A. IoneS mit TydtungSabsicht; IameS Smith wegen Einbruchs in das Wohnhaus vl.n David Maybright, Haughville; Charles Logan, Merritt CateS, Manuel Craig Levi Jackson (2 Anklagen), Mattie Washington, Eugene Jenni'son, Wm. Johnson, Fred Moynahan, Henry C. George, Wm. Thompson und Wm. Graham. Die Jury empfahlen, daß der Fall deS Nelson HugheS, wegen leichten DiebstahlS, auS Mangel an Beweisen niedergeschlagen werde. -.- Der achtjährige Albert ChriS key ertrank heute Mittag beim Baden im Fall Creek nahe College Ave. an der 22. Str. Man ist habei, die Leiche auszusisoen. , (X7 Wir machen nochmals auf die rhetorische Abend - Unterhaltung beS Herrn Riotte im Deutschen Hause morgen Abend aufmerksam. Da eine große Anzahl Karten bereits genym titn ist, ist ein gnter Besuch gesichert.

Die Leiche cincS ncugeborcnen Kindes mit zerschmettertem Schädcl fanden heute Morgen angelnde Knaben unter der neuen Kentucky Ave. Brücke im Wasser schwimmen

Richard C. Hcrrick, Clerk deS Sicherheitsraths, reichte gestern Nach mlttag in einer Spezialsitzung des Raths seine Resignation ein. Sein Gehalt wurde dann von 51500 auf 51200 herabgesetzt, um unter die Civil dienstregeln zu kommen und dann wurde er sofort wieder ernannt. - PortfolloS No. 12 und 13. sind eingetroffen. EJlJ Die County-Kommissäre be wachen den Fortgang der Unterbau arbeiten der Broad Ripple Bahn mit Argusaugen, um sich sofort auf die Gesellschaft zu stürzen, wenn diese eS wagen sollte, das Gebiet, das ihrer Jurisdiktion untersteht, zu betreten. Die Gesellschaft hat nämlich noch nicht die 55000 Kaution gestellt. Kommissär Reinecke hält die ganze Geschichte für ein Schwindelunternehmen. Die Kommissäre gehen mit dem Gedanken um, im County eine Neueintheilung der Wahlbezirke vorzunehmen. WO Herr Conrad Heeß, der seit 8 oder 9 Jahren eine Wirthschaft in No. 50 Nord Noble Straße betrieb, hat das Grundeigenthum des Herrn Frick, No 300 Massachusetts Avenue erworben und wird nächsten Dienstag dort einziehen. Er hofft, daß feine Freunde und Bekannte ihn auch dort fleißig besuchen und wird sich wie bisher bemühen seine Kunden durch die besten Waaren und reelle Bedienung zu gewmnen. Sem mehrjähriger Kellner, Herr John Weber hat die Wirthschaft an der Noble Straße übernommen und hofft, daß seine Freunde nicht dergessen wo er zu sinden ist. WCT Der Polizeirichter hatte heute Morgen leichte Arbeit. Den Großgeschworenen überwiesen wurden Geo. Brown wegen Einbruch, Patrick Finnigan wegen leichten DiebstahlS und Frank Henneberger wegen vorsätzlicher Körperverletzung mit Mordabicht. Wegen Schießens innerhalb der städtischen Grenzen wurde Wm. Elsworth zu 510 Buße, wegen' leichten Lebenswandels Minnie Wahl zum selben Strassatz verurtheilt. Der kleine Albert Sedenberg hatte einen anöern Jungen, Namens Quackenbush vertobackt, weil er ihm chuldige 52 nicht herausgeben wollte. Der Kadi in seiner Milde erließ ihm eine Buße von 55. August Hefner, der Wirth, wurde wegen Uebertretung deö SonntagSgefetzeö zu 515 Buße verurtheilt, die er sofort bezahlte. Rauf- und Saufbolde wurden wie gewöhnlich abgefertigt. Die Liebe war schuld daran, daß Wm. H. Elöworth gestern verhaftet wurde. Bill war in heißer Liebe entbrannt zu May Stilworth, einer Dienerin der Venusgöttin in dem Tempel der Ella Williams, die aber leider seine Liebe nicht erwiderte. Bill drohte ihr gestern Vormittag, daß er sie erschießen würde, aber es half nichts. Nachmittags kam er wieder und als sie sich weigerte mit ihm auszugehen erklärte er, daß er sich todtschießen würde. Natürlich glaubte sie ihm nicht und ihm war es auch nicht ernst, aber er ging nach dem Holzschuppen und feuerte einen Schuß ab, in der Hoffnung, daß nun die Königin seines Herzens in seine Arme eilen würde. Aber sie kam nicht und er ging wehklagend nach dem Hause und alZ auch dieses nichts half, nach dem Keller und feuerte noch 3 Schüsse ab. Während dessen hatten die Damen die Polizei benachrichtigt und Polizeidiener Kurtz brachte ihn nach dem StationShauS, wo er wegen Schießens innerhalb der Stadtgrenzen angekreidet wurde.Dem Publikum zur Nachricht. daß wir unsere Accidenzdruckerei durch Anschaffung ex Typen und Pressen bedeutend vergrößert haben und daß wir jetzt im Stande sind, alli Aufträge rasch auszuführen. Wir erff hen hiermit alle unsere Freunde, A eine und Geschäftsleute, unS ihre! Aufträge freundlichst zukommen zu ,ssen und versprechen rasche und dill ,e Bedie ttng; i Tribune iuBL Co. KW Hm A vertu lr, by thtm ld, M4 im ttatr W. ttrniik mnihiat. W lUrt ro. X'o ritk. Yoa tu öotoU Eaar t. lui. yotr pr momntm, .11 yxnar tira. t. tk werk. Thtetou atiraly mw !!, nd brlui woadarftil nnw u , workar. BecHBMn mr Krtiis fron ! to pa, waak u4 f., u.awntftwtlitu np-.!?!!. U ator iftar a litU. axparUoM. ornat i t ra. i. isrmitm li-J. .W Ui3o i r-t. ' . f-l UUlfe . a.

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