Indiana Tribüne, Volume 17, Number 228, Indianapolis, Marion County, 7 May 1894 — Page 3

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Neuralgie. St. Louis, Mo. Mit Vergnügen empfehle ich die Anwendung von Et. Jakobs Oel gegen neuralgische Schmer zcn. Ich wurde dauernd durch den Ge brauch desselben geheilt. R.G.Troll. Leöen des Aorpers." Moderne Menschen Roman von Emil Marriot. (Fortsetzung.) 5. Weniqe Wochen fpäter war es unerträglich heiß geworden. Die oberen Zehntausend flüchteten in hellen Schaaren aus der Stadt, in welcher. fo saaten sie. man im Sommer nicht eristiren könne. Maria Markowna. welche zu Jenen gehörte, die, ob wohl, ob übel, versu chen müssen, auch zur Sommerszeit in Wien zu existiren. sah dieser plöd lichen fflucht mit einiger Sorge zu. Wt Ute Schülerinnen hatten sich von ilzr verabschiedet und damit büßte sie den grökeren Theil ihres bescheidenen Verdienstes ein. Wenn sie nur mehr zu übersetzen hätte und diese Uebersetzungen besser bezahlt würden! Sie stand in ihrer engen, heißen Stube einer nach der Schablone möblirten .Chambre aarnie" und blickte auf die staubige Straße hinaus. Im Sommer wurde es ihr voraussichtlich recht schlecht ergehen. Aber zum Glück braucht man im

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Sommer weniger als im Winter. Sie Male V wollte sich schon durchschlagen mit Ihn V sprach Marja in fragenGottes Hilfe; was hatte siz nicht schon dem Tone nach. Meinen Sie....

Alles erlebt und ertragen! Weit schlimmere Aeiten. wie diejenigen waren, die jetzt vor Ihr lagen. Und doch hatte sie sich noch immer über Wasser gehalten. Man ertrinkt nicht so schnell!" sprach sie bei sich. Und was soll man I dazu sagen: leider oder Gott sei Dank?" I Ihre Quartierssrau trat ein und I meldete ihr den Besuch einer jungen I Dame, Wer kann das sein?- sagte Marja verwundert. Es haben mir doch schon Alle, die ich kenne. Adieu ge-l sagt. Ich lasse bitten.- ' - Das zunge Madchen, welches zur I Thür hereinflog und Marja mit unaestümen Geberden in die Arme stürzte, war keine Andere als Elje Koniwald. Ich -mußte Sie noch einmal sehen!- rief die Nleme und küßte Marja auf den Mund und auf beide rangen, 'ceuiicu, ais oel uns waren und Abschied von uns nahmen. konnte ich Ihnen nicht einmal einen Kuß aeben. Mama und meine Schwester waren dabei und dieser unausstehliche Doktor Rosenberg da war es mir nicht möglich. Sie zu küssen. Die Menschen sind so herzlos und machen sich über Alles lustig auch über meine Schwärmerei für Sie. Und darum hielt ich neulich an mich und reichte Ihnen blos förmlich die Hand. Ich war damals schon fest entschlossen, zu Ihnen zu kommen und Ihnen nach meinem Herzensbedürsnisse Lebewohl zu sagen. Und da bin ich nun!" schloß sie. ganz athemlos vom vielen Küssen und hastigen Sprechen. Das ist lieb von. Ihnen, daß Sie da' sind' sagte Maria, die sich ejncs öächeln nicht erwehren, konnt,?, An ölses Schwärmerei für sie glaubte, sie nicht cht, Ohn? Zweifel will sie e.twas von mir,- dachte sie. Aber was?" Vecht heiß ist eS hier!" rief Elfe und fächelte sich mit dem stark parfümirten Taschentuche Kühlung zu. Sie bewohnen eine furchtbar heiße Stube, ffräulein Marja. Halten Sie. es denn hier aus?- ' Wie Sie sehen ja. Und im Winter war es mir sehr angenehm, daß meine Stube nach dem Süden hin gelegen in. minies " i sich über jeden 'Sonnenstrahl. Und - . in V ' 'cmil.. . i mt I die heißen Sommermonate getzen. ffuaz schnell vorüber.' . Wl:rum sieben Sie mch lieber, auf das Land? fragte Elfe, In Wien ist es zur Sommerszeit ahscheulick. So leer alle Welt geht fort und dieser Staub und Dunst und diese Hitze! Ich würde sterben, wenn ich im Sommer hier bleiben müßte!" -Man stirbt nicht so schnell." erwiderte Maria mit einem Lächeln. Vedenken Sie. da die weitaus größere 5abl der Wiener im Sommer hier bleibt und darum doch nicht gleich stirbt." Das ist wahr." sagte Else. Daran habe ich niemals noch gedacht, Und übrigens ist es anderswo auch nicht viel besser als in Wien. Wenn man auf dem Lande nicht Gesellschaft fände, würde man sich zu Tode lang- - lvellcn. - m . rt rlM r . I . Wohm geyen ste zueru sgie Maria. Nach Karlsbad, wenn ick nickt irre?Ja, nach Karlsbad, MamaZ wegen. Sie must vor; oie ur gebrauchen. Karlsbad ist mir fürchterlich. Dieser unleidliche Doktor Ro- , , 14 v..lf sendera wiro auai mniommeii wcu l wir dort sind, natürlich. Gott ! wie lästig mir dieser Mensch lst !' n- r.t rrtjif! Er würde sich sehr unglücklich fühZen. könnte er Sie hören," bemerkte Maria. - ..... O nein ! Denn es weiß .bereits, wie ich über ihn denke. Schön zweimal habe ich ihm einen Korb aeaebzn

und boch ist er nicht abzuschütteln. Die reine Klette ! Was soll man mit einem so aufdrinalichen Menschen machen ? Mama meint, daß ich gut daran thäte, ihn zu heirathen. Es ist wahr, daß er keine schlechte Partie ist.... er hat Vermögen und seine

4 Kanzle! wird ihm mit der Zeit auch ' etwas eintragen." Vorläufig hat er noch blutwenia zu thun. Einem jungen Advokaten scöenkt Niemand Vertrauen. Aber wenn er auch der gesuchteste Advokat in aanz Wien wäre ich möchte ihn nicht zum Manne haben. Und es ist mir schrecklich, daß er uns nach Karlsbad nachläuft. Und von Karlsbad gehen Sie nach Ostende, nicht wahr ?" Nein, nach munden," saate Elfe in sehr bestimmtem Tone, wurde aber feuerroth. Wieso nach Gmunden V wieder holte. Maria verwundert. Jhre Mama sagte , doch, dab Sie Beide Ihre Schwester und Ihren Schwager nach Ostende bealelten wurden. Ja, Mama sagte so sprach Else und spielte mit ihrem Sonnenschirm. Aber rch bade sie bestimmt, unser Programm u andern. Ich bin nicht gern mit memer Schwester be.sam. n. f brlnat mir fein Gluck. Und außerdem .... habe ich gewichtige Grunde, nach Gmunden gehen zu wol- . . , .Wird Doktor Nosenberg Ihnen auch dorthin folgen ?V fragte Marja. Gott sei Dank, nein ! . Und nun leben Sie wohl. Sie Süße ! Werden Sie mir manchmal schreiben V Gerne." Das ist himmlisch ! Schreiben Sie mir in russischer Sprache, ja ? DaK ich nicht aus der Uebung komme. Noch einen KuK Sie umarmte Marja und kükte sie auf die Lippen. So. Veraessen Sie mich nicht aanz." Sie riß sich los und eilte zur Thüre hin,, kehrte! jedoch auf halbem Wege wieder um. Noch eine Z?rage sagte sie zögernd. .Wann sahen Sie ihn zum letzten Erwin Hollburg V Natürlich meine ich ihn. Wen denn sonst? Er besucht Sie wohl sehr oft V Im Gegentheil. Ich habe wenig Zeit dazu. Besuche zu empfangen. Er war in den letzten Wochen nur einmal bei mir, um mir seine Bücher zu überbringen, und da traf er Mich nicht an." Das muß Ihnen furchtbar leid aethan haben ! Und Sie schreiben ihm daraus nicht, um ihm das zu '.Nein.Wirklich mcht fragte Else m ungläubigem Tone. Warum denn nickt V Weil ich es mckt für nothwendig hielt. Er kam zu mir und verfehlte mich . . .-. was ist denn dabei ?- .Sie machen sich eben weniger aus ihm als ich.- sprach Else mit einem Seufzer. Gott, wenn ich an Ihrer Stelle wäre ! Marja schaute schweigend vor sich nieder. Ich schrieb ihm von Venedig aus fuhr Elfe fort. Er aber ließ meinen Brief ohne Antwort, und seit wir wieder hier sind, hat er uns kein einzigesmal besucht. O bitte, liebes, goldenC fsräulein Marja, erinnern Sie ftn an unö. an ... . mich, wenn Sie ihn sehen sollten. Legen Sie ein gutes Wort für mich bei ihm ein r Gern. , Aber fagen Sie mir : ist nn irgend ein Mensch es werth, daß wir uns so sehr um ihn bemühen ?- Ich liebe ihn !- rief Else und fing zu schluchzen an. Ich liebe ihn so fer ifreilich., dann,... will ich schweigen. Ihre Hgnv glitt sanft über Eises glänzend-schwarzen, krausen chejW, .Dies Krankheit, welche wir Liebe nennen, soll Alles entschuld!gen und Alles begreiflich machen. Wir räumen dieser Krankheit eine viel zu große Rolle in unserem Leben ein. Glauben Sie mir.- , Sie haben leicht reden," entgegnete eise. Sie sind nicht verliebt.Und selbst wenn ich es wäre.... oder vielleicht einmal war.... würde zch doch dasselbe sagen. Unsere UnAbhängigkeit, müssen, wir uns immer zu bewahren trachten. Kein Mensch harf jemals eine so große Macht über uns gewinnen, auf daß wir seinetweaen Dinae beaeben. die wir vor unseri rr-.- . ii jtif.!. M jem ewinen nicqi rellziserilgen en.Das ist mir zu hoch,- sagte Else. Ich weiß nur, daß ich liebe, und van sch nichts unversucht lassen werde, um mit Geaenliebe au erzwingen. Und arum bitte ich Sie noch einmal, ihn an mick iu erinnern und ihn günstig für mich, stimmen. Sie sind so schön, so gut. so groß ! . Sie werden ihn mir lassen, nicht wahr V . .Er Kört mir ia nickt" erwiderte Marja. die sie auf's Neue umarmende Qt sanft von sich drängend. Und ;& n Sie erinnern und zu ihm gut von Ihnen reden.... dieses Wenige will ich gerne thun." . Tausend Dank ! Leben Sie wohl und vergnügt, Sie Liebe, Süße. Schone ! Auf Wiedersehen im Herbste.. Und wenn Sie mich als seine Rräut wiederseben' sollten... Dann werde ',ich mich über Ihr I rrif t . . C. 1 C..1 STT)J i vom verteil neuen, I 1 . . . - m u - n. Gott schütze Sie," ' .ch muß mich zusammennehmen saate fick Maria, .muß Geduld lernen. s thut mir noth , und wird mich stählen zu dem ampse, der mir ve vorsteht." Sie setzte sich an den Tisch und be - am aann au schreiben.. Aber , es. fiel ihr nicht leicht. Sie war nicht bet d'r Sache. Die Schwüle in der Stube wurde mit jeder. Minute drückender: Die Strahlen - der sinkenden Sonne legt? .sich, grell unb sengend auf die vLrttaubtm NmKnicheiben, ' ' - Marja that . ein . schtren Athemzug und Miene. Vavttr und ireix? von

ssch'zu schienen, labet sie bezwäng sich und schrieb weiter. Eine Viertelstunde mochte verganen sein, als abermals ihre Quartiersfrau das Zimmer betrat und Marja eine Visitkarte überreichte. Marja überflog den Namen, welchen das Kärtchen trua. mit den 2lugen und zuckte leicht zusammen. Es war der Name desjenigen, von welchem sie vorhin gesprochen und an welchen sie in diesem Augenblick gedacht hatte. Soll ich den Herrn eintreten lassen V fragte ihre Wirtbin. Maria nickte blos mit dem Kopse. Sie war blässer aeworden und ihr Herz klopste schneller als vor einer Minute. .

c Er kam rasch auf sie zu ein glückliches Lächeln umspielte seine Lippen. Ich freue mich herzlich, wie zu Hause zu finden," sagte er, ihre Hand küssend. Darf ich ein wenig verwellen?" O ja ! Natürlich dürfen Sie," antwortete Marja mit erzwungener Ruhe. Setzen Sie sich. Sie sehen ganz erschöpft aus." Daran ist die Hitze schuld, sagte er und fächelte sich mit dem Taschentuche Kühlung zu.. Ich vertrage diese Wärme nicht. Auch habe ich heute viel geschrieben. Ich will noch einen Roman fertig bringen, ehe ich abreise." Wohin gehen Sie?" fragte Marja. Vorerst an s Meer, nach Abbau, und dann nach Gmunden." Ah ! Jetzt fange ich an, zu verstehen," sagte sie langsam. Er heftete einen fragenden Blick auf sie. -Was meinen Sie damit V Wissen Sie. wen Sie in Gmunden antreffen werden ?" entgegnete sie. Nein. Das heißt, ich werde voraussichtlich eine Anzahl von Bekannte'n dort finden ; nur weiß ich nicht. auf wen Sie abzielen. Ich bin von einer mir wohlwollenden Familie eingeladen worden, in ihrer Villa zu wobnen. und da ich keinen Grund hatte. Nein zu saaen und den Traunsee sehr liebe, nahm ich die Einladung an. Die Leute sind ebenso gastsreundlich wie rücksichtsvoll. Ich werde in ihrem Hause 'durchaus mem eigener Herr sein und thun und lassen können, was mir beliebt. Wenn dem nicht so wäre, würde ich die Einladung ausgeschlagen haben. Aber von wem sprachen Sie denn? Wem soll ich in Gmunden begegnen ? Jemandem, der mich Znteressirt ? Das könnte nur von Einem Menschen gesagt werden, und dieser Eine," er schaute sie an, ist es nicht, das weiß ich.Es ist ein junges Mädchen, das nur Ihretwillen nach Gmunden geht,sagte Maria mit emem schwachen Lächeln. Er blickte zu Boden und schwieg. Und das mich bat, Sie an ihre kleine Person zu erinnern und das Sie lieb hat," fuhr Marja fort. Nun habe ich meine Votschaft bestellt und nun wissen Sie ohne Zweifel, von wem die Rede ist." , Sein Gesicht war sehr ernst, beinahe Finster aeworden. Da Sie die Rolle einer Vermittlerin zu lieben scheinen," sagte er mit nicht ganz sicher klingender Stimme, warum gehen Sie nicht welter und rathen mir einfach, dieses junge Mädchen zu heirathen ? Vielleicht thue ich Ihnen und ihr den Gefallen, wenn Sie im Ernst wünschen, es mochte geschche.i." Marja beugte sich ein wenig nach vorne. Sind Sie mu böse V fragte sie leile. .Böse! Mein Gott. . nein. Aber diese Gleichgiltigkeit gegen mich, die so weit geht, meine Aufmerksamkeit aus eine Andere lenken zu wollen, ist doch . . . " Er verstimmte, kehrte das Gesicht zur Seite-und zerrte an dem Taschentuch. das er noch immer rn den Handen &f Fortsetzung folgt.) D"er Erbprinz. Fürst Ferdinand von Bulaarien hat seinen Unterthanen die Geburt eines Thronfolgers in einer Protla mauon verkündet, in der es, wie erinnerlich, u. A. heißt: Ter Neugeborene lst bulgarischer Prinz. Erbe deö bulgarischen Thrones. Prinz von Tirnowo, Herzog von Sachsen. Ritter der ersten und vierten Klasse des viUltarllchen Tapferkeits-Ordens und Träger deö Kolliers des St. Alexan. derOrdenS. Wir ernennen densel den zum Ehef deö 4. Jnfanterie.Re gimentS von Plewna. des 4. Kavalle rie- und des 3. Artilleriekegiments.In gelungener Weise hat nun ein Spatzvogel diese Proklamation per si flirt, indem er den in Windeln steckenden Prinzen den getreuen Bulgaren in folgendem Erlaß sein Er cyelnen kundthun lakt: Blelgellebte Unterthanen in ?.s ! ex. n. . . ycg oin zwar erst jeit einigen totmi den vorhanden, aber in der kurzen Zeit meiner Anwesenheit hat sich so viel für mich Erfreuliches ereignet. daß ich mich nicht entsinne, jemals Schöneres erlebt zu haben. Richt olH Säugling spreche ich zu Euch. sondern als Ehef mehrerer Regimen ter. der als solcher selbstredend die Befugttiß und die VNickt besskt. Anfpraazen zu hatten. Ich ziehe einfach die Konsequenz meiner Beförderung, wer a a sagt, muß auch b d sagen. . . - . ' ' Habe ich auch vorläufig noch keine Uebung in Proklamationen, so folge ich doch dem drängenden Gebot einer inneren Nothwendigkeit, indem ich durch diese freimütbiae Eröffnung darthue, waö mir Bedürfniß ist, auf vle Gefahr hm, mich zunächst noch et was unpassend auszudrücken. .-Ich habe, den ersten Schritt inö Leben gemacht, ohne viel nach den Gefahren zu fragen, die eine solche Tbronerbschaft im Wetterwinkel Eu rovaS jnif sich bringt. Es acbört

heutzutage Courage dazu, in Bulgarien als Prinz zur Welt zu kommen: deshalb habe ich auch sofort zwei Klassen des TapferleitS . Ordens erhalten. Die mir noch fehlenden beiden Klassen werde ich mir in den

naa tten Monaten verdienen, iivm ch als Kommandeur überall da als Erster zu finden fein werde, wo die W lndeln AulgarlenS flattern. Auch um die Marine werde ich ich bekümmern: kein Mastbaum soll m mir zu hoch sein, und wenn daZ Va erland ruft, werdet Ibr Mlck auf Topp sehen. Ich ernenne hiermit meine Amme zur Kompagniemutter und stelle den verrn von Storch, der mich soeben gebracht hat, a la suito des vierten ZnjanterleregilnentS. Den Oberbefehl über die mir un erstellten Truppenlörper werde ich ibcrnehmen. sobald keine dringende Abhaltung mehr vorliegt. GegebenzuSofia, im Stechkissen. ' rbprinzund Heldenbaby. Der vernetpte Minister. Das Parlament in Sydney ist wie. der mal der Schauplatz einer jener erbaulichen Scenen gewesen, die von dem öffentlichen Leben in Australien inzertrennlich zu sein scheinen. cni Unterhaus? war während der Adreßöebatte die Reihe an den Minister für die. Kronländereien, Eopeland. gekommen, der sich denn auch von sei .iem Sitz erhob und zu sprechen begann. Was der Wortlaut dieser Nede gewesen ist, darüber sucht man n den Parlamentöbenchten derBlät ter vergeblich Aufklärung zu verfchaf fen, nicht einmal eine kurze Inhalts angäbe ist zu finden, nur ein einzi aer gehelmmtzvoller Hinweis, der Herr Minister habe sich hauptsüch ,ar mit der Art und Welse, wie aewisse andere Minister ihre Portefeuil es erhalten Hütten, beschäftigt. Man st infolge dessen auf Vermuthungen angewiesen, aber diese Vermuthun gen werden durch den Umstand er eichtert. daß der Herr Minister etwa eine Biertelstunde lang gesprochen hatte, als sich der Abgeordnete für Rewton, Hindle. erhob, um dem ho hen Haufe seine, deö Herrn Hindle lamllch. eigenste Ueberzeugung zu vissen zu thun, daß es gewisse Zulande gäbe, in denen selbst ein Staatsminister besser thäte, auf das Wort zu verzichten. Herr Hindle ist ogar noch etwas deutlicher geworden. Er hat dem hohen Haufe die direkte Frage vorgelegt, ob e,n vollständig betrunkener Minister wie Herr Eope and überhaupt das Recht habe, eine Worte an das hohe Haus zu richten. Darob hat es natürlich ei n'en kleinen Lärm gegeben; Herr Copeland hat Herrn Hindle unter an derem einen blutigen Schurken" ge nannt, der Sprecher hat sich heiser ge chneen, endlich haben sich die Geister aber wieder so weit beruhigt, daß der Herr Minister seine. Entschuldigung vorbringen und der Vorhang über dcn ersten Alt dieses neuesten Dra nas in Macquarinstreet fallen konnte. Zweiter Aufzug. Herr Copeland ist damit beschäftigt, sich von seinem Sche aus nach der gegenüberliegen den Seite des Saales, wo Herr Hin dle thront, zu bewegen, was schon aus dem Grunde mit Schwierigkeiten verbunden ist, weil verschiedene Ab geordnete ihn aus Leibeskräften in entgegengesetzter Richtung fortzu chieben .suchen. Es gelingt ihnen das auch, allein im letzten Augenblick entweicht der Herr Minister und eilt um den aal herum auf Herrn Hin dle zu. Die infolge dieser Begegnung sich ergebende Unterredung gipfelt in der Aufforderung, Herrn Copeland ins Frel? zu begleiten und dessen au genblickliche Verfaffung dort noch ein mal der Krltlk zu unterziehen, wel cher Aufforderung insofern entsprochen wird, als die Beamten des Hau ses aus Geheik deS Sprechers sich der Person des Herrn Minister bemächtigen und ihn aus dem Saale schaffen. Dritter Auftritt. Der Herr Minister erscheint in den Gängen deö Gebäudes und wird endlich, angethan mit einer Leindwandjacke, aber ohne Kopfbedeckung, auch auf der Veranda ficht bar. wo das mittlerweile angesammelte Volk sich an seinem Anblick weidet. Der peinlichen Szene wird erst ein Ende gemacht, als der Pre vnermiNister erscheint, der den Herrn Kollegen, dessen Racheschwüre weit und breit vernehmlich sind, unterm Arme nimmt und fortführt. Ter vierte und letzte Akt wurde am nach, sten Nachmittag vor versammeltem Hause gespielt. Herr Eopeland hat in Sack und Asche Buße gethan und seine Demission bekannt gegeben, die berens angenommen ist. Hin übler Geruch aus den Nunde verdirbt die Schönheit einer Venus. Diese üblen Gerüche kommen von fehlerhafter Ver dauung der Speisen Magenleidcn, Blähun en, zc. Diesem wird am besten abgeholfen durch den Gebranch des CarlSbader Salzes oder der Carlsbader Wässer. ' Dr. Loudon sagt hierüber : . Die nnna türlichrn BlähnngkN des Magens, welche oft Jrrita:io::en des Darmes im Gefolge haben, jomie Mazcncatarrh,sind die hauptjächlichm Ursachen vieler Kranlheiten. Ich fand, daß bicrfstr die EzrlSbader Quellen, sowie das karlsbader Sprudel'Saz, vorzügliche Mittel iind. Die Harntreidende, sowie abführende öizenschzftcn dieser Quellen sowie dessen )eilwirkende Eigenschaft auf den Magen kön aen nicht genra gewürdigt werden ? Die ächten Wässer von Karlsbad sowie daS llarlsbadcr Salz ralisseu die Unterschrift von ElSurr & Mendelson (So.", Jmvortäre, New Fork, auf dem Halse einer jeden Mische tragen. Preis per Flasche Salz 1.00 Ce Flasche kZl.50,

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