Indiana Tribüne, Volume 17, Number 228, Indianapolis, Marion County, 7 May 1894 — Page 1

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Lokale Regenschauer beute Nacht, schönes Wetter am Dienstag, kühler Dienstag Nacht. - ' ,,. Durch Mädchen vertrieben. Baron UechtritzvonBerlin sliehtvordenAmerikane rinnen: S a n F r a n c i ö c o, Cal., 6. Mai. Baron llechtrih von Berlin, KammerHerr deö Kaisers und Garde UlanenOffizier, lautete die Eintragung in dem Register des Palace Hotels am 8. Marz dieses Jahres, als der körperlich längste Mann, der je San Franzisko besuchte, in dem erwähnten Hotel sein Absteigequartier nahm. Der Herr Baron brachte Einführungsbriefe, die ihm den Zutritt zu mehreren Clubs und mehreren Familien verschafften und wurde eine beliebte und gern gesehenePersönlichkeitin einem kleinen aber ausgewählten Kreise, wo ihm viele Aufmerksamkeiten, namentlich von den Deutschen, erwiesen wurden. Aber jetzt ist der Herr verschwunden, er hat den Staub San Franciscos von seinen Füßen gefchüttelt und bat sich angeblich nach New Orleans gewandt. Heute nun brachte der Ezaminer ein Interview, in welchem der Baron erklärt, daß er durch die Zudringlichkeiten der Society girlö" der Stadt aus San Francisco getrieben worden sei, welche sich alle mögliche Mühe gaben, Herz, Hand und Vermögen gegen seinen Rang und sein Schloß am Rhein einzutauschen. Fabelhafte Vermögen wären ihm zu Füßen gelegt worden, sagte er. AIS die Damen ihm gar keine Ruhe lassen wollten und er jeden Morgen die Ankunft der Briefe zu fürchten begann, habe er eö für besser gehalten, aus der Stadt zu fliehen. UM Wie eö gemacht wird. ' Chicago, 6. Mai. Der Preis von Welchkohlen ist von $2.75 auf $4.00 pro Tonne erhöht worden. Der General-Betrieböleiter der Chicago Ss Alton Bahn hat heute erklärt, die Gruben-Unternehmer in Ohio hätten m letzten Winter und im Anfange deS Frühjahrs in Häfen am Erie - See 665,000 Tonnen aufgehäuft und eö scheint alS ob dieselben, erst nachdem ie dort genügende Vorräthe hatten, die Löhne ihrer Arbeiter so tief herabgeseht haben. Dieses Vorgehen hat den Streik in Ohio verursacht, welchem der allgemeine Streik gefolgt ist, der übrigens so wie so für unvermeidlich galt. Die Ohioer Kohlenbarone bringen jetzt ihre aufgehäuften Vorräthe zu den erhöhten Preisen in den Markt und streichen natürlich einen hübschen Prosit ein. . ' Mißstimmmung unter den Angestellten der Great Northern Bahn. West Super ior, 6. Mai. Die Mitglieder der American Nailway Union von der Superior Division hielten heute eine Versammlung ab, in welcher großer Unwillen über die Haltung der Great Northern Bahn Gesellschast laut wurde, welche einer Anzahl von Angestellten die Wiederanstellung vorläusig verweigert, bis deren Benehmen während des Streiks untersucht sein wird. Die Leute behaupten, die Gesellsch,ft hätte bei dem Ueber einkommen sieb bereit erklärt, alle Streiker ohne Unterschied wieder an zustellen und eS ist leicht möglich, daß eö zu weiteren Mißhelligkeiten kommt, falls die Gesellschaft nicht andere Sai ten aufzieht. .. Breckinridge. Lex.ington, Ky., 6. Mai. Zn Folge der Kandidatur Breckinridge'S berrscbt bier arobe Aufregung. Am Samstag hielt Breckinridge eine Cam pagnerede vor etwa 3000 Menschen und fand viel Beifall. Dagegen machen ihm die Geistlichen und die K.rchenleute gewaltige Opposition und die Stadt ist in zwei sich heftig befehdende Lager ge spalten. . . Herzlicher Empfang. Valparaiso. Znd.. 6. Mai - - r Trotz der Versuche der Behörden, Ran dall'S Chicagoer Armee fernzuhalten zog dieselbe doch hier an und schlug ihr Lager aus dem galrgrund" aus. Die selben Leute, die am Freitag noch mi

Gewehren und Revolvern gedroht hatten, griffen heute in die Taschen und steuerten dazu bei, LebenSmittel für die Leute zu kaufen. Die Studenten der Normalschule zogen 600 Mann stark

aus, um die Armee zu bewillkommnen. und als ein Volinst interveniren wollte, erhielt er jämmerliche Prügel. General" Nandall hielt den Studenten eine Rede. Kelly's Marine. Deö Moineö, Iowa, 6. Mai. Dreihundert Handwerker von Kelly'S Armee begannen heute mit dem Bau der Flachboote. Nahezu fünfzig wurden heute fertiggestellt, und als daS erste probirt wurde und ganz prächtig schwamm, ivar großer3ubel. Am Mittwoch wird die Armee abfahren können. Ein Comite reist voraus um die Farmer, die in der Nähe des FlusseS wohnen, zu veranlassen, den Leuten LebensMittel zu bringen. nn D i e Champagne" gestrand e t. New S o r k, 6. Mai. Der Dampfer La Champagne," von der französischen Linie, ist heute Morgen bei dichtem Nebel an der New Jersey Küste, südlich von Fort Hamilton, auf den Grund gerathen. Da zur Zeit die Fluth am höchsten stand und der DamPfer fest aufgerannt ist, wird ein großer Theil der Ladung gelöscht werden müssen, ehe eS gelingt, das Schiff flott u bekommen. Die sämmtlichen Passagiere wurden im Lause des Tageö von dem Dampser Rora" hierher gebracht. Eine mysteriöse Geschichte. S t. 3 o s e p h, Mo., 6. Mai. Die Polizei ist der Ansicht, daß eine organisirte Bande von Menschenräubern die hiesige Stadt unsicher macht. Erst vor wenigen Tagen ist hier ein bekannter Geschäftsreisender NamenS W. H. Harison spurlos verschwunden und am nächsten Tage verschwanden die zwei kleinen Töchter von Patrick Day. Und etzt ist abermals das Verschwinden von drei Kindern angemeldet worden. Zwei kleine Töchter einer Frau Gay Verließengestern Nachmittag ihre müterliche Wohnung und seitdem hat man eine Spur mehr von ihnen gesunden. Ein anderes Mädchen wird ebenfalls vermißt. Die sämmtlichen Mädchen ind weniger als zwölf Jahre alt. DaS Auffallendste an der ganzen Affaire ist. daß die Kinder ohne Ausnahme am hellen Tage verschwunden sind und auch nicht die allergeringste Spur aufgefunden werden konnte, wo.sie hingerathen sind. Ausland. Wiederum ein Bombena t t e n t a t. Paris, 6. Mai. Zu LourcheS, in der Nähe von ValencienneS, wurde gestern Abend eine Dynamitbombe zur Explosion gebracht, um daS HauS deS, in Diensten der Donchym'schen Bergwerkögesellschaft stehenden Ingenieurs Deverne zu zerstören. 2m Umkreis von 100 Schritt wurden die Fensterscheiden zerschmettert. Sonst entstand kein nennenöwerther Schaden, aber eine Frau starb vor Schrecken, und daS Aufkommen einer anderen Frau ist zweifelhaft. Ein Verdächtiger wurde in Haft genommen. Eine fromme Kaiserin. Neue Kirchengesetze. Berlin, 6. Mai. Am vergangenen Dienstag wurden, wie bereits daS Cabel meldete, mit 227 gegen 92 Stimmen im preußischen Abgeordnetenhause die Zusatzvorlagen zu den Kirchengefetzen der evangelischen Kirche angenommen. Da? neue Gesetz gestat tet dieser Kirche in i Zukunft, gewisse Angelegenheiten, die früher von dem Landtage erledigt wurden, selbstständig zu reguliren und ist eine bedeutende Konzession der Ultra-Orthodozie ge genüber, wodurch taufende Hochgebilde ter und liberal denkender Männer auS der Kirche getrieben werden dürften. Die Maßregel gelangte mit Hilfe der CentrumSpartei, welche die Orthodoxie in jeder Kirche gekräftigt sehen will, trotz der ernsten Opposition b:t libera len Elemente zur Annahme. DieS wird einen gewaltigen Ausstand in den liberalen Reihen hervorrufen und jetzt schon, die ganze Sache einleitend, sind Aufrufe von verschiedenen größeren Städten ausgegangen. Die Professoren der Universitäten geben sich, die

größte Mühe, diesen Angriff auf die Gedankenfreiheit, wie sie cs bezeichnen, zu bekämpfen. Es wird angegeben, daß die Vorlage irgend Jemand zu einem Amt in der Kirche unwählbar

macht, der nicht an daS wirkliche und wesentliche Bestehen der Dreieinigkeit glaubt. Kaiser Wilhelm und die Kaiserin waren heute bei der Einweihung der prächtigen Luther-Kirche am Denne witz-Plah zugegen, deren Bau die Summe von 500,000 Mark verschlun gen hat. Die ganze Nachbarschaft der Kirche war aus's Prächtigste dekorirt und beide Majestäten wurden von den vielen Tausenden von Menschen, welche in der Nachbarschaft des GcbäudeS ver sammelt waren, in äußerst enthusiasti scher Weise begrüßt. DieS ist . die dreißigste Kirche, welche feit der Thronbesteigung des Kaisers in Berlin erbaut wurde und der Bau dieser vielen Gotteshäuser ist lediglich dem Bestreben der Kaiserin zu verdanken, welche die Absicht hat, damit fortzufahren, bis im Ganzen hundert Kirchen in Berlin sind. ES msg in Verbindung hiermit wohl die Bemerkung om Platze fein. daß die in Berlin bereits ezistirenden achtzig Kirchen niemals, außer an hervorragenden Festtagen, wie Weihnachten und Ostern, gesüllt sind. OchiffSnachrlchten. Angekommen in : New I o r k: Amsterdam" von Rotterdam; Umbria" von Liverpool; La Champagne" von Havre; New Jork" von Southampton; Wieland" von Neapel. Lizard, Pasfirt: Nhaetia" von New'Iork. QueenStown: British Prinzeß" von Philadelphia. JSle of Wright, Passirt : Maaßdam" von New Jork. Liverpool: Etruria" von New Jork. Sonsa Konzert. Wir machen noch einmal auf das heute Abend stattsindende WagnerKonzert aufmerksam. Sousa traf heute Morgen per Extrazug hier ein und hielt um 11 Uhr noch einmal eine Probe. Dem deutschen Publikum wird cs erfreulich sein zu erfahren, daß Frau Franzeska Euthrie Moyer die Wagnerschen Sachen deutsch singt. OaS Programm für heute Abend lautet wie folgt : 1. Ouvertüre Rienzi. 2. Pilgerchor. Fcstchor und Kapelle. 3. Albumblatt. 4. O, du mein holder Abendstern. ömil Fischer. 5. Phantasie Lohengrin. 6. EinzugSmarsch der Gäste. Festchor und Kapelle. Pause. 7. WalküreN'Ritt und FeuerZauber. 8. Meistersinger Monolog 2. Akt. Emil Fischer. Dich theure Halle. Franzeska Guthrie Moyer. 10. Ouvertüre Tannhäuser. Svz. Sektkon. Die für gesteln Abend veranstaltete Unterhaltung der Sektion war nur mittelmäßig besucht, und da auö irgend welchem Grunde daS junge Volk, daS gewöhnlich nur deS TanzenS halber kommt, sich nicht eingestellt hatte, so hatte der Redner des AbcndS ein um so aufmerksameres Publikum. Er schilderte die augenblicklichen, geradezu lächerlichen Zustände, wie Leute kein Brod zu essen haben, weil eS zu viel Weizen giebt, keine Schuhe haben, weil eS zu viel Schuhe im Lande giebt u. s. w., er wieS auf die vollständige Unthätigkeit deS CongresseS und der Gesetzgebungen hin, welche für daS Volk absolut nichts thun, er zeigte, wie illusorisch daS .Petitionsrecht sei, da Petitionen einfach in den Papierkorb wandern. 3a für agitatorische Zwecke könne der Congreß und die Legiöla turen nicht einmal benützt werden, denn Vorschläge verschwinden in den Händen der Comiteen, denen sie überwiesen werden. Dazu kommt die Apathie und Unthätigkeit deS Volkes. Dem Geschäftsmann ist alleS gleich, wenn er nur in seinem Geschäftsbetrieb und im Geldverdienen nicht gestört wird, und 'die Massen sind geistig versklavt. Da

Hiesiges.

ist eS wohl ganz natürlich, daß Leute, welche seit Monaten ohne Vcschäftigung sind, und deren Lage eine gänzlich hoffnungslose ist, in Menge Denen zueilen, welche durch ein die Ausmerksamkeit des ganzen LandeZ auf sich ziehendes Verfahren, lebendiges frisches

Wasser in den sozialen Sumpf leiten, Bewegung in die trägen Massen bringen wollen. Praktischen Erfolg in dem Sne, daß der Congreß wirklich etwas thun werde, was die Armeeen" verlangen, werde die Bewegung wohl nicht haben, aber in agitatorischem Sinne sei sie doch bedeutungsvoll. Auch meinte der Redner, es sei lächerlich, Leute, welche einer so strengen Disziplin unterworfen, und trotz aller Strapazen und Entbehrungen, welche mit einer solchen Wanderung verknüpft sind, 'keine Ausschreitungen begehen, als Tramps und Vagabunden zu bezeichnen. WaS daS Ende der Bewegung sein werde, lasse sich nicht voraussagen. Sie mag lächerlich werden und im Sande verlausen, sie mag aber auch eine ernste Form annehmen. Der Vorsitzende forderte zu einer Diskussion des Gegenstandes auf, und Frau Rappaport erzählte, wie in Folge der brutalen Angrisse der englischen Zeitungen von Seiten der Amerikaner man nicht einmal soviel Menschlichkeit gezeigt habe, die hungrigen Leute zu füttern, und daß fast alle Beiträge dazu von den sich weit humaner zeigenden Deutschen kamen, und daß noch ein Desizit vorhanden sei,.daS gedeckt werden müsse. ES wurde darauf eine Sammlung veranstaltet, noch ein Lied gesungen und dann getanzt: Frey'S Armee abmarsch!rt. Heute früh um 7 Uhr marschirte General Frey mit seiner Armee, die genau 212 Mann zählte, uach Washington ab. Man hofft, bis beute Abend Grcensield zu erreichen, wo die Soldaen ein Lager beziehen werden. Von dort geht es südlich nach Eincinnati. Gestern Morgen rückte Gen." Jennings mit LO Mann nach Southport zu auö. Die beiden Truppcnkörper werden getrennt marschieren, sich aber in Cincinnati wieder vereinigen. m ni Harugari-Sängerchor. Die in der gestrigen Monatsversammlung deS obigen Vereins borgenommene Beamtcnwahl ergab folgendeö Resultat : Präsident Conrad Ries. 'Vice. Präsident ZuliuS Mießen. Prot. Sekretär Oscar Haufe. Fin. Sekretär Adam Schaaf. Schatzmeister Heinr. Klepper. 1. Bibliothekar Gottl. Huber. 2. Bibliothekar Bernh. Holl. Fahnenträger Chr. Ries. . TrustceS Aug. Buthe, John WeSp und 3. Wm. Wörner. ES wurden vier Herren als Mitglieder aufgenommen und beschlossen an einem noch zu bestimmenden Sonntage ein Picnic abzuhalten. VolizeigeriHt. Ein ungewöhnliche Menge durstiger Kehlen machten heute Morgen seiner Ehren, dem Polizeikadi, ihre Aufwartung, denn gewöhnlich pflegt der Nachdurst brennender zu sein als derVordurst. Aber der Kadi hatte wenig Erbarmen, er schickte die meisten auf 15 Tage inö Arbeitshaus mit dem Extrarezept Trinkt Wasser wie das liebe Vieh und denkt eS ist Krambambuli." Besser erging eS einem halben Dutzend pensignierter Soldaten. Sie wurden unter verhängter Strafe entlassen. Einer von ihnen verstieg sich zu dem geflügelten Wort : Es ist eine Sünde und Schande, daß die alten Soldaten, so oft sie in die Stadt kommen und sich in angenehmer Gesellschaft in Ehren ein Räuschlein antrinken, gleich einge locht werden." Manuel Cralg, 3aö. Smith und Merritt CateS wurden wegen Dieb stahlS der Grand 3ury überwiesen. Die Verhandlung gegen Patrick Kelly wegen Mißhandlung seiner Frau, Honola Kelly, konnte nicht stattfinden, weil letztere sich nicht eingestellt hatte ES wurde gegen letztere' ein VerhastS befehl erlassen. Ed. Haag,-Apotheker an Ecke St. Clair Str.'und Massachusetts Avenue, wurde gestern wegen Verkaufs geistiger Getränke ohne LizenS und an ei nem Sonntag verhaftet. Der Fall wurde vertagt.

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