Indiana Tribüne, Volume 17, Number 227, Indianapolis, Marion County, 6 May 1894 — Page 9

Jnditma Tribttne.

Beil

ag e. Indianapolis, Ind., G. Mai 1894. Reich' mir die Hand.. Ton Fritz Vngkl. Um Eo!tesm:5cn, waZ seh' ich? Eins zwei drei neun Da'menhüte und kein Cylinder! Neun Mädchen und kein Mann! Die neun Musen und ich soll den Apoll spielen! Ja, darauf hätte man mich schonend vorbereiten müssen. Ich hätte mir Hilfstruppen mitgebracht, oder hätte einen plötzlichen Reiseanfall bekommen, oder aber lassen Sie mich von hinnen gehen, Verehrteste, bis Sie wieder ein einsames Stündchen für mich haben. Unter neun, Frauen fühle ich mich allein, allein mit Ihnen hin ich in der lebhaftesten Gesellschaft. Auf Wiedersehen.... Aber Sie schlechter Mensch, so bleiben Sie doch!" Ich schlecht? Wissen Sie, daß es pure Rücksicht ist, wenn ich mich aus dem Staube mach?, Pardon, von Staub kann in Ihrem Nest keine Rede sein, Kenn ich fliehe, wollte ich fagen!? Denken Sie sich neun friedliche Tauben, Sie werfen ein einzelnes Futterkörnchen dazwischen und die allgemeine ' Kriegserklärung ist da. Mädchenfreundschaft ist eine unbeschützte Festun?, ein einziger Mann macht sie zusammenstürzen. Mädchenfreundschast ist eine Gleichung mit einem unbekannten Faktor machen Sie mich in meiner ganzen Herrlichkeit toxt drin bekannt, dann ist sie aufgelöst. ... Oh, Sie sind ein Muster von Vescheidenheit! Aber kommen Sie! Kommen Sie!" Es muß also sein!? Muß es denn wirklich aber Sie stoßen mich ja schon herein da bin ich meine Damen, verzeihen Sie ein sanfter Gewaltakt unserer liebenswürdigen Wirthin. Sie ließ mir nicht einmal Zeit, Handschuhe auszuziehen. Sie lachen, Fräulein Gertrud es ist übrigens herrlich, daß ich Sie hier treffe, das hätte ich mir nicht träumen lassen. Das find ich ausgezeichnet,wie ich überhaupt für Lesekränzchen schwärme wenn ich Sie dabei finde. Aber warum lachen Sie eigentlich? Weil Sie meine Abneigung gegen Handschuhe kennen? Weil Sie daran denken, daß Sie zungst unter lebhas tem Protest von meiner Seite behaup teten, ich bilde mir etwas auf meine Hand ein und wolle sie nicht entstellen durch eins jener L:dergebilde, die nur höchst selten die angeborene Form der Hand zur Geltung kommen, lassen? Sie mögen insoweit Recht haben, als ich die Hand pslege, weil ich ihr eine große Bedeutung beilege. Der Charakter jedes Menschen liegt auf der Hand, behaupten Viele man muß ihn nur dort abzulesen verstehen. Es ist ein ganzes Studium und ich beschastige mich seit einigen Tagen da mit. mit aller Andacht in der stillsten Zeit des Tages, von vier bis fünf, in meiner Sprechstunde. . . . Besonders die Hand der Frauen ist mein Stecken Pferd dieses Instrument der In? strumente am Körper, wie der alte Gallus sagt, geschickt genug, Netze für uns Männer zu stricken, darin wir uns fangen müssen, aber nicht immer stark genug, Fesseln zu schmieden, an denen sie uns ewig hält. Von diese: Frauenhand weiß ich Geschichten. . . D erzählen Sie!" Sie rufen es von allen Seiten. meine Damen! Nun wohl, sie sollen hören. Schon zur Belohnung für die höchst seltene Thatsache, daß neun zunge Damen im selben Augenblicke denselben Wunsch und Nickt neun, ver schiedene hegen können. Mit Namen will ich Sie nicht aufhalten. Sonst , könnte ich Ihnen ungemein imponiren Mit Ausdrucken wie Chirosophie,' Cht rognomie und Palmistrie. Diese Palmistne ist die landläufigste Kunst Sie kennen zum mindesten dll den Büchern die braune, in, Lumpen gebullte Alte mit dem stechenden Blick.die dem jungen Stadtfräulein allemal in der Nähe des Forsthauses begegnet und culs den Linien der Handfläche seltsam durchschauernde Zukunftsbilder her austiest. Aber ich bin, wie ich glaubbaft versichern kann, keme altere, runz lige Tochter vom Zigeunerstamm. Sprechen wir lieber von der Gesammtform der Hand und wie sich daraus Gemüth, Bildung und Neigungen der Frauen bestimmen lassen. Der Satz ist kühn: die Hand ist der Spiegel der Seele, aber vielleicht ist er wahr Fntzmg Reuter zum Trotz, der einmal höchst ungalant sagt: Min Sähn, bi Frugenslüd un bi Pierd most buiirn mer iaulrst nah de Seilten kieken. Js bat Gangwark adrett, is de Beinsatz in Ordnung, un ls dat Fautgeschirr pro per, denn kannst up Fliet, up Ordnuna un Tüchtigkeit reken. Die Handformenkunde, wie man Ehirologir verdeutschen kann, spiel sozusagen siebenhändig. Sie unter scheidet sieben charakteristische Hand formen. Für die Betrachtung der weiblichen Hand scheidet eine dieser Formen aus, . die .philosophische Hand . x)cß M nne Grobheit, deren Verkundlger fern müssen ich ve daure, die ich aber i,n Namen der Wahrheitssuchenden chirognostischen Wissenschaft aussprechen muß. Ich kann mcht einmal so feige sein, wie es der sogenannte gesellschaftliche Takt verlangt, und agen, daß ine Anwesen den ausgeschlossen seien. Im Gegen theil. Ich werde jetzt jede einzelne von hnen um Ihre Hand bitten., und iede

wird Sa sagen, um dieses Ja vielleicht

nach vollendeter Untersuchung zu bereuen. Ich bitte Sie also schon vorher um Verzeihung; Rousseau meint, eine Frau verzeiht Alles, ausgenommen, daß man von ihr nichts wissen will." Und ich, ich Will ja von Ihnen etwas wissen Zum Beispiel das blonde Fraulem dort, das eben die Apfelsine geschält hat. Zeigen Sie mal Ihr Patschchen her. Hm! Spatelhand. Das ist eine Spatechand, wie man's nennt. Die Hand ist ziemlich breit, die Finger endigen spatelförmig und sind verhältnikmäßia kurz und dick. Gestatten Sie mir, Ihnen mitzutheilen, daß Sie intelligent, aber auch etwas genußsuchtig sind. Beim Essen entschuldigen Sie! kommt es Ihnen mehr aus die Menge als die Güte an. Aber da Sie sehr viel Smn für Geld haben, so werden Sie sich einstmals ich schätze an der Seite eines Großkaufmannes Beides, das Gute und das Reichliche, gönnen dürfen. Ist Ihnen noch eine Apfelsine gefällig? Die brünette Nachbarin zur Linken fordert auch, ihr Schicksal zu hören? Sie. mein Fräulein, haben, was man die künstlerische Hand" nennt. Nun ja. Sie halten in der That eme höchst zierliche Perlenstickerei auf demSchooße. Der Daumen ist klem, die Handslache ziemlich entwickelt, die Finger sind konisch, will sagen, sie verdünnen sich sichtbar nach den Nägeln zu. Aber diese Formen sagen noch mehr. Man ches Gute und manches... Sie sind schüchtern, aber auch leidenschaftlich, sie sind bescheiden, aber JhreBescheidenheit ist .vielleicht nur der Ausfluß einer klug berechnenden Eitelkeit, auch sind Sie schnellem Stimmungswechsel unter warfen. Eben lachen Sie mich an, daß Ihre Zähne unter der Sonne diesrs Lächelns, wie frischer Schnee bl tzen. und jetzt bin ich überzeugt, werden Sie sehr böse, wenn ich erkläre, daß Sie dereinst als Gattin und Mutter nicht besonders r aber soll ich mir den Mund an Ihrer Hand verdren nen? Ich schweige und wende mich zur nächsten Dame. Sehen Sie. daS ist die sogenannte südliche Hand-. Mittelgroß, die Finger es rnnn nun einmal gesagt werden etwas knotig und eckig. Der Daumen ist verhältnißmäßig groß und bat eine umfanareicke Wunel. Sie arbeiten gewiß gern in MuttersWirth schast, mein gnädiges Fräulein? Nicht wahr? Das dachte ich mir. Und ich schwöre darauf, daß in Ihrem Zimmerchen Alles wie angenagelt fest an seinem Platze liegt. Ihnen ist die Makerie Alles. Sie sind mehr die Sklavin Ihres Eigenthums, als seine Herrin. Ihnen wird es nicht passiren, daß Sie zerstreut die Pantosfeln aus den Tisch und das brennende Licht in die Kommode stellen. Sie werden auch des Abends nie vergessen, das Licht auszulöschen, und wenn Sie träumen, dann denken Sie an einen ruhigen, ge setzten Gatten, der jeden abgerissenen Knopf binnen fünfzehn Minuten melLbrt und pünktlich zur Sekunde sich bei der Suppe einstellt einen Mann ini sauber gebürsteten Gehrock, dem Sie den Hausschlüssel grundsätzlich vorenthalten, natürlich nur, weil er das nützliche Instrument verlieren könnte. ' Die Damen müssen aufbrechen?! Und ich war so schön im Zuge. Ich wollte noch die elementare Hand" und die gemischte Hand" und ach! die psychische Hand" demonstriren. Aber in der That, es ist acht Uhr. Nach Acht können Sie nicht gut mehr allein nach Hause gehen, man trifft zuviel ansprechende männliche Erscheinungen um diese Zeit im sündigen Berlin. Wenn Sie sich aber für den Gegenstand interessiren: hier im Verlag von Karl Siegismund ist ein Schriftchen über die Frauenhand" erschienen, wo der Stoff mit feierlichem Ernste, als gelte es, ein achtes Weltwunder zu verkünden, ausgeschöpft wird. Sie, Fraulein Gertrud, darf ich wohl nach Hause begleiten?" Ja, wenn Sie mir unterwegs auch meine Hand deuten wollen!" Oh Sie! Lassen Sie nur erst die Andere, gehen. Adieu, meine Damen,Adieu! Die prächtige Winter lust! Da läßt sich gut gehen und plaudern. Also, Ihre Hand soll ich? Lassen Sie den Handschuh nur zugeknöpft, Gertrud. ' Ihre Hand kenne ich. Die habe ich fast im Kopfe und im Sie haben die sogenannte psychische Hand". Es ist die seltsamste und schönste Handgattung. Klein, schmal, weich und spitz auslau sende, knotenlose, leicht gewellte Finger Ach, Gertrud, diesem Ideal einer Hand entspricht daö Ideal des Weibes, das jungen Leuten aus guter Familie vorzuschweben pflegt. Diese psychische Hand verräth, wie ich Ihnen weitersagen will, im zierlichen Körper eine energisch: Seele, einen Willen, der Alles durchzusetzen vermag. Alles, was er für gut hält. Alles, Trudchen! Und nun, Trudchen. sagen Sie' mir, wird Ihre Frau Mama sich die unbegreifliche Voreingenommenheit gegen meine vom Fräulein Tochter doch ganz gern gesehene Wenigkeit garnicht ausreden lassen? Wollen Sie da nicht einmal Hand anlegen, diese kleine.fein reine, psychische Hand. . . . ? ' 2ur .attdünguna. Im Hinblick auf die in Preußen geplante 'Verstaatlichung der Kali bergwerke veröffentlicht - Dr.- Karl OchseniuS in der .Köln. Ztg. eine Abhandlung über die Kalidüngung, aus welcher wir daS Folgende mit theilen. ; j Alle unsere höher orgarnsirten Gewächse und nur zu diesen gebö ren unsere Culturpflanzen bedürfen zum Ausbau ihrer Gestalt gewis ler Elements untfi denen imx Hier

eine vauptrolle spielen (Sauerstoff, Wasserstoff. Kohlenstoff, und Stick

stoff), aber für sich allem nicht im Stande sind, eine Pflanze zu ernäh ren. Dazu bedarf es noch der mine ralischen. und zwar der alkalischen! und erdigen, der Phosphor- und ikie selsäure, (5isen und Schwefclverbin düngen u. f. w. (Sin Samenkorn, das in auLgc glühtem Quarzsand keimt, aus dem eö nichts Nutzbares zu ziehen im Stande ist, entwickelt sich zu einer vollkommenen Pflanze, wenn ihm die nothwendigen Elemente in Lösung? flüssigkeiten, in denen sie in assimi lirbaren Verbindungen enthalten sind, durch Begießen zugeführt werden. Ebenso wachsen Pflanzen, de ren Wurzeln man in Wasser statt in den Erdboden setzt, ungestört weiter, so lange sie indem Wasser die nöthi gen Stoffe finden, d. h. so lange das Wasser mineralisch und den richtigen Verhältnissen entsprechend zusam mengesetzte Nahrflüssigkeit bildet. Sie brauchen dazukeinen vegetabili schen oder animalischen Detritus. d. h. keinen Dung. Die Vegetation auf dem Lande entnimmt nun die für sie nothwendi gen Stoffe zum allergrößten Theile dem Erdboden, und zwar der obern Verwitterungsrinde der Gesteine, und da, wo die jährliche Verwitte rung (Zersetzung) der Gesteine so stark ist, datz die aus ihr hervorgehen den. in Wasser löslichen und dadurch für die Pflanzen brauchbar gemach, ten ZersetzungSproducte für eine Ernte der den Boden start in An fpruch nehmenden Culturgewächse hinreichen, ist der jährliche Ertrag aus alle Zeiten ohne irgendwelche Zufuhr von DÜLüer und dergleichen gesichert. DaS ist z. V. der Fall in den an den (weniger als 50 Kubikmeter Re genhöhe aufweifenden) Gegenden der Subtropen und Tropen, wo künstliche Bewässerung zu haben ist. Der ostindische Regarboden liefert feit nachweisbar 2000 Jahren reiche Ernten von Baumwolle. Reis. MaiS. Weizen u. f. w. ohne irgendZwelche Zufuhr von Dünger, steht aber un ter Bewässerung; Aegypten ist überall fruchtbar innerhalb' der Vewässe rungSregton des Nils. ' Der Nil schlämm hat dabei eine hervorragende Bedeutung; denn thatsächlich ist die lsruchtbarkelt auch da. z. B. in Fayum, zu sinden. wohin nur daS klare, den Analysen nach nicht an Nährstoffen reiche Wasser eines Nil feitenarmeS kommt. In der Sahara entstehen überall Oasen, wo artesische Brunnen reineS, nicht salzige Wasser beschaffen; die besten Boden deS ariden Westens von Nordamerika enthalten kaum ein hal beS Procent HumuS; die regenlosen bezw. regenarmen Küstengebiete von Chile und Peru geben überall reiche Ernten, wo Bewässerungsanlagen vorhanden und Salze im Boden nicht übermäkig vertreten sind. Niemand denkt dort an Dünger, der Guano jener Gegenden geht ebenso wie der Natronsalpeter nach Europa und Nordamerika, höchstens verwendet man ein wenig für die Haus und Gemüsegärten. Anders in den hu rniden Geländen der gemäßigten Zone. Da reicht die natürliche Ver Witterung der Oberflächengesteine nicht hin. um auf die Dauer einen Anbau von EulturgewSchfen zu un terhalten. ' Man kann die Zersetzung der von den Gesteinen in die Ackerkrume be reitS gelangten Alkalien zwar be schleunigen durch Kalkzufuhr (Mer geln), aber nachher stellt sich dann der Rückschlag in Form von auSge mergelten- Ländereien ein. (In Ja pan drängt man auf gesetzliche Be fchränkung der Anwendung von Kalk düngung.) Zudem entjühren die Regenmassen, von denen bekanntlich ein Drittel alöbald in die Rinnsale abläuft, die gelösten Alkalien zum Theil dem Boden. Vordem kam diesem bei unS die Brache zu Hülfe, später die Zufuhr von Dung, welcher drei Hauptnah kungLmittel der Pflanzen, nämlich ffali. PhoSphorfüure und Stickstoff, dem' Erdreich wenigstens theiltveije wieder erstattet. q Bedürfniß der Landpflanzen. ttali aufzunehmen, wird durch'dessen Vorhandensein in der Asche aller Landpflanzen bewiesen; ihre löslichen Aschendestandtheile enthalten ver hältnißmäßig viel Kali, und dieser Gehalt gab als Pottasche früher die Basis für fast alle Kalipräparate ab. Eine JntensttätSsteigerung deS An baueS von Gewächsen, deren Endpro. ducte, wie Zucker, Cereälien, Alkohol j. f. w., für eine erhebliche Ausfuhr nur durch verstärkte ' Jnanfpruch nähme des Bodens zu erzielen sind, bedarf daher der Nachhülfe in unsern Gegenden, und daS um so mehr als heutzutage die ssücalien (die kalk Phosphor.' und stickstoffhaltig sind) De ' Bevölkerungscentren aus Ge. sundheitSgründen den fließenden Ge äffern zugewiesen werden, statt wie früher dem Ackerboden wieder zuge theilt zu werden.' Daher verbrauchen wie' Thomasschlackenmehl siies PhoSphorfSuregehaltS wegen, Chili falpeter feine Stickstoffs halber und jetzt den Kainit (bezw. Earnalit) un serer Mutterlaugenfalze um feines ssalis willen als PflanzennahrungS Mittel, als Mineraldünger, weil bei den gesteigerten Anforderungen eine durch andere Verhältnisse hervorge. brachte Verminderung der wirksamen Bödenbestandtheile eingetreten ist: j And wohin in unfern Klimaten eine nicht rationelle Ackerwirthschaft führt, kann -man recht drastisch in den östlichen der Vereinigten Staa ten fehen. Dicfe. sind schon feit fast 60 Jahren so weizenmüde daß man äu? den großen StSdteri dort übet all dlrect in 'di. Einöde 'fäbrt; von

lachenden ftlurerf und Feldern keine Spur. AlleZ nöthige kommt auf den Bahnen und Wasserwegen au dem Westen jenseit von Chicago her. Erst in jüngster Zeit beginnt man mit tels der deutschen Kalisalze Versuche der Abhülfe da zu machen, weil auch der Westen allmählich in seinen östli chen Bezirken getreidemüde wird. Raubbau in jeder Form ist über Haupt die Devise' des ?)ankees, ob schon warnende Stimmen nicht seh len, die belzaupten. daß mit dem letz ten Baum in den VereinigteStaa ten auch der letzte Bewohner hinsin ken würde. Vorerst aber fährt man fort, drüben alleL: Bergwerke. Acker land. Wälder, Flüsse und sogar Hä fkn zu ruiniren. Nordamerika ist ein junger Niese, aber schon mit dem Keime der Schwindsucht im Leibe. Da hilft unser Mutterlaugenbesitz

dielleicht aus eine Weile dem Acker lande wieder aus, und solange sich kein Verfahren vorfindet, welches das Kali aus den Feldspaten, Glimmern u. f. w. billiger herzustellen vermag. als es die Natur aus Meerwalier, namentlich zur pennischen' Zeit ge macht hat, solange behauptet Deutsch land fein jetziges Monopol. Italienische Schwarzer. Ein äußerst lebhafter Schmuggel Wird von der Schweiz aus nach Jta lien betrieben. Namentlich in Lu gano hat sich eine Bande Italiener niebergelaffen. die das Schmuggel aeschäft mit großem klingenden Er folge besorgt. Ter Stadt Lugano gegenüber liegt am Fuße de5 Monte Eaprino das Dörfchen Eamplvne, den Touristen bekannt wegen der al ten Nirche Madonna di Eampione, deren PorticuS werthvolle Fresken aus der Zeit der Früh Renaissance enthält. Die Einwohner dcS Ortes sind fast alle am Schmuggelgeschäfte betbeiUgt, denn Eampione ist, obwohl auf Schweizer Grund und Boden, ita lienisch. An den Wänden de? Oste rla erblickt man die Bilder von um berto und Margherita und die In fchrift Königliches Postgebäude be lehrt uns, daß die eidgenössische Re publik auf dlk!en paar Meter Erde praktisch durch die savoyische Monar chle ersetzt ist. Die Bewohner zahlen keine Steuer und sind eben so gute Republikaner wie Monarchisten, vor allem aber Schmuggler. Ueber den Berg hin, an dem das Dörfchen liegt. zieht unweit der Dorfgrenze die lta lienische Staatsgrenze. Aus steilen Stegen wird sie überschritten und der .Schmuggler gelangt durch daS In te!viThal ins Gebiet von Como. Ohne Mühe lassen sich vom Schwel er Gebiete Waaren nach Eampione schaffen und von dort aus werden sie dann partieenweise fortgebracht. ES handelt sich namentlich um Spiritus, Salz. Eigarren und ähnliche Ver brauchsegenstünde, die von Italien mit hohem Zolle belegt sind. Andere Schmugglerwege führen von dem am Fuße des Monte Generofo gelegenen Rovio an den Kalkwänden deS Ber geS entlang, hinauf nach Lanzo, ei nein schmucken, einfachen HöhenKur orte, und von dort nach Como hin unter. Ein Schmugglernest wie Eampino ist Gandria, ebenfalls am See gelegen, unweit der Stelle, wo das östliche Seebecken die größte Tiefe erreicht und die Grenze quer darüber hinläuft. Ueber Gandria. daS, ühn lich den malerischen Bergnestern in den Abruzzen. mit feinen Häusern sich an den Fellen klammert, auf dem die amerikanische Agave eine Heimat gesunden und der Fleiß griechischer Ansiedler in der Vorzeit Oliven in Risse und Spalten gepflanzt hat. führen halsbrecherische Schleichwege nach der Grenze. Wege, die nur Schwindelfreie begehen können, wol len sie nicht jäh in die Tiefe deS See stürzen. Ein ebenfalls viel begange ner Schmuggelweg geht von dem Dorfe Cadro hinauf nach den Denti della Veccbia (Altweiberzähne) ge nanten, zackigen Graten des Orgel felfenS. der die Grenze bildet. Dort, in der Nähe der Alpe Bolla, liegen allenthalben Fußeisen, Selbstschüsse und zahllose Fäden und Drähte, an die beim Ueberschreiten der Pfade die Schmuggler anstoßen müssen. Läute werke rufen dann die Grenzwächter herbei, die hier oben in der stillen Einöde manchen scharfen Kampf mit Schmugglern zu bestehen hatten. Der Pfad geht dann durch knorrige Eichen dusche hindurch am Fuße deS Monte Bogia entlang und senkt sich ins wun derbar schöne Valsolda, hinab, in scen Grunde schnurgerade mit Kopf steinen gepflasterte Straßen römische Lauthätigkeit anzeigen, worauf auch der 'ame ajtello hindeutet. Aber alle diese BergSchmuggelpfade wet den fast nur vom armen Mann be gangen, dem kleinen Schmuggler. Die großen Schmuggler fahren tübn auf der großen Straße. Sie baben bessere Mittel erfunden, die ZJoll. waqler zu lauiqen. ürzlich wurde ein Velonpedsabrer an der Vorta Te naglia in Mailand angehalten. Der Inhalt der breiten Gumm räder fe neS ReitradeS wurde untersucht und als trinkbar befunden. ES war SchnapS! Der Fall ift nicht das erste Mal vorgekommen.' .Auch sonst. sind die cymuggier erfinderisch. Die fTOrtilXnfc. M !:.'.! v: O-.. iuiiuiivi VUl. IUIC UIC doner, schon ein Museum von Geaen ständen zusammen gebracht, die dem azmuggelbetttebe dienen. "Da sind riesige Steinblöcke. die aafti auSae höhlt sind und zur Befrachtung der .ä.s,&:.v...fi... rt:-i' v r l!,!vrt!,!cil 5inge oienen.. Vroge Maiskolben sind in Masse' auSgehölt uno erwle,en nco in nähere Unter fuhung als EtuiS für türkischen Ta bat. Wagen.Deichfeln und Räder f?.., V.t.u.fl . - r - M rr . . iinu vVppkll evlnio onerwanve, Petroleum und .BitriylKannen- sind auf den ESmuaaN ml .öeno. eint

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. ' Unsere Biere, hergestellt auS den besten Stoffen, mit Verwendung der besten Sorten Hopsen find sämmtlich kräftige, gesunde Getränke, abgelagert und gut dergohren. Von unseren besten Marken, wie : Lager, Wiener, Pilsener, Bildweiser und Specinl Brew, geht keines aus der Brauerei, daS nicht fünf bis sechs Monate gelagert hat. - W'r können, aus das Urtheil Sachverständiger gestüht, dreist behaupten, daß unsere Biere zu den besten zahlen, die m Amerika gebraut werden, und jeder vorurtheilslos Urtheilende wird dieö anerkennen müssen.

mcliajiapölis Brewi

gerichtet. Da diese Flaschen nur el nen engen HalS haben, kann der Zoll beamte mit feinem Eifenstabe nur bis auf den Grund fahren und indem er den Stab seitwärts führt, sich über zeugen, daß am Grunde nichts Ber dächtigeS sich befindet. Dagegen ist es ihm unmöglich, die Decke zu errei chen. Im freien Spielraum haben die Schmuggler Behälter geschaffen. Dort werden die Stosse, meist Spiri tuö, untergebracht. Fässer haben in der Mitte kleine Behälter, in welche häufig andere Dinge gefüllt werden, Sämereien, farbige Erden u. f. w. Bon den Hunderten von GegenstäN' den gar nicht zu reden, welche mit doppelten Wänden versehen sind. Der Schmuggel wird namentlich von der unter dem Namen Eleto Buni al len Polizisten bekannten Bande be trieben, die 'aus Italienern besteht, in Lugano wohnt und ebenso wie den Waarenschmuggel den Geldschmug gel schwunghaft betreibt. Begnadigt wegen bochgra diger Schwindsucht, die Voraussicht lich bald fein Ende herbeiführen würde, wurde kürzlich ein Insasse des StaatSgeföngnisses von Auburn. N. ?). Nun stellt es sich heraus, daß der Husten und "die Abmagerung deS Sträflings eine Folge davon waren, daß er stets den Saft feine Kauta baks schluckte und gegenwärtig ist der Mann wieder frisch und munter. Durch etwa 200 Hände geht ein PaarHandfchuhe von dem Augen blicke, in welchem dem betreffenden Thiere die Haut abgezogen wird, bis zur Fertigstellung. Um eine Antwort nicht verlegen. Die Herrin: Die absÄuliche Ge wohnheit, immer daS letzte Wort haben zu wollen, mußt Du Dir abgewöhnen, Babette!- Dienstmädchen: Ader, Madame, wie kann ich denn wissen wann S ausgeredet haben?" Ende der Weisheit. Die klu. gen Leute, weicht behaupten, sie könn ten den Charakter eines Mannes nach seinem Haar' beurtheilen, stehen rath loS da mit ihrer Wisserischaft, wenn sie auf einen Kahttopf oder einenMann mit einer Perrilcke stoßen. Lächerliche Fraae. Ein lediger Mann: Lassen Sie Ihre Frau auch immer daS letzte Wort haben? Berhei rathete? Mann: Ob ich sie lasse? An der Frage kann man sehen, daß Sie vom ehelichen Leben rein gar nicht derNeben. ' Kleber Nerven." Hier ist etwas WernünstigeS und Zollte Liiö alle interessiren. ' 5) x. 6 ch 0 o V '3 Untersuchungen haben gezeigt, daß wenn der Hauptnerv eines Annes oder Beineö durch schnitten wird, oder wenn ein beständiger Druck aus diese Nerven ausgeübt wird, die Muskeln gelähmt werden. Er fand, daß Leben und KraZt auf Nervenstärke beruhen und dieses ist die Ursache, daß sogenannte Blutremigungsmittel nur vorübergeh?7lde Linderung gewähren. Er fand ebenfalls, daß - gewisse Nerven',, die Thätigkeit deS Magens, ' der Leber, Nieren und anderen inneren Organe kontrolliren. - ' Dr. Schoop'S Wlederhersteller ist ein Heilmittel für Magen-, Leber und Nieren ttranlheite, indem derselbe zur Stärkung und Ernährung dieser Nerven beiträgt. Diese Medizin ist kein Nervine oder aistigeK Nervenreizmittel. Brod, Fleisch, artok. fein n. f. w., erzeugen Blut und wenn die BerdauungS Organe' geschwächt sind, so muß als natürliche Folge der Uebergsng von Speisen in V!ut ein schwacher fein und auS demselben Grunde, hört die Thätigkeit, der VerdauungS Organe auf, wenn die Nerven geschwächt, sind. Ist. dies nicht, einleuchtend? Dr. Schoop's Wieder' b e r st e l l e r verhindert - und heilt diese Krankheiten, indem derselbe die nöthige Nervenkrast - schafft ' und erhält und ein Versuch wird dich hiervon überzeugen. gn pothtteu oder franc ver Ervrkß für Sl.00. Der deutscbe .Weg weiser zur Gesundheit", jTf welcher die Behandlun,, 4"V : vi-r un..:?: ? .. j uiuvurictartcüiingrnau ,5- i iaCA.ihf tai.rc!rai;.' V- viuyti. vt, u(4 41 wen, lt werden an irgend eine Adresse srei verwandt.' S Man schreibe an

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Offizieller Bericht bet ercbanfs Ikmml Hank. Indianapolis, den 38. Februar 1894:. Aktiva. Anleihen $ 416,13509 Anleihe-Conto 137,704 12 Vereinigten eta&Un BondZ 250,000 00 Stadt Indianapolis, Marion und andere Counth Bonds. . . 667,927 54 Baar-Aktiva. Fällig von Banken $697,941 82 Fällig vom Ver. Staaten Schatzamt 10,212 55 Bäar (Gold Z230,000 00) 481,748 01 1.189,902 38 Gewölbe, Geldschrank und Möbeln :e 18,000 00 $2,679,663 13 Passiva. Eingezahltes Kapital $ 300,000 00 UeberschußFond und Gewmne 80,607 15 Nationalbank-Noten im Umlauf 224,350 00 Depositen 2,074,71198 $2,679,669 13 John P. Frenzel, Präsident. ' Otto N. Frenzel, Kassirer. O. F. Frenzel, Assistent-Kassirer.

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Conrad Gonrad!