Indiana Tribüne, Volume 17, Number 227, Indianapolis, Marion County, 6 May 1894 — Page 6
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Mit fanden Fttern.
Von Neu schotz d e Jassy. ' Auf der holzunizitterten. mit Bronjcn und Marmorstatuetten geschmückttn Estrade ihres Erkerzimmers saßen ffrau Professor Bach und ihre Töchter Thea und Elsa, mit Arbeiten für den nahenden Geburtstag des Hausherrn beschäftigt, als das Stubenmädchen mit der Meldung hereintrat, daß Frau Kommerzienrath Meyer anfragen ließe, ob ihr und ihres Neffen Besuch genehm sei. Es scheint, als hätte sich Alles gegen unsere Arbeiten verschworen," seufzte Thea auf. Und nun gar diese Gesellschaft." Liebe Thea.man kann sich nicht immer verleugnen lassen, zumal vor Nachbarn, die, wie Kommerzienrath Meyer, wissen, ob man zu Hause ist oder nicht." Das ist ja Alles ganz recht, aber Herr Meyer, der Neffe, sollte doch wissen, daß sein Besuch zu dieser Stunde schlectt am Platze ist." Jq bitte Dich,Thea, sei höflich und verqiß nicht die Rücksicht, die man Gästen schuldig ist." Die ewige Komödie!" rief Thea ärgerlich aus und erhob sich mit ihrem Strickrahmen, den sie in's Nebenzimmer trug, um wenigstens nicht im Augenblick des Empfanges da zu sein. Nach einigen Sekunden traten Frau Kcmmerzienrah Meyer und ihr Neffe, den sie, da sie kinderlos war, adoptirt hatt?, in's Zimmer. Nach den ersten Förmlichkeiten gegenseitiger Begrüßung nahm man Platz. Ist Fräulein Thea ausgegangen?" fragte Frau Kommerzienrath Meyer, eine ältliche, mit Gold- und Brillantschmuck überladene Frau. In diesem Augenblick trat Thea ein. Da sind Sie ja endlich, meine Liebe!" rief die Kommerzienräthin in ihrer etwas singenden Weise aus. Wie hübsch Sie aussehen. Unberufen! Mit jedem Tage hübscher." Sie beschämen mich.gnädige Frau," sagte Thea erröthend. Meine Tante sagt nur die Wahrfyit," suchte der junge Mann kavaliermäßig zu bestätigen. Sie haben entschieden Ihren beau jour". Sie sind wenigstens aufrichtig,Herr Meyer," erwiderte Thea, ihren Platz wieder einnehmend. Einen beau jour" hat Jeder einmal im Leben, warum sollte ich ihn nicht auch haben?" ..So habe ich es allerdings nicht ge--meint." Ich mache Ihnen kein Vergehen daraus," unterbrach ihn schlagfertig Thea. Sie mochte drei- bis vierundzwanm Jahre zählen, hatte eine schlanke, elegante Gestalt und fiel durch ihren klassisch schönenKopf und ihre edle Erscheinung auf. Aber auch ihr Geist roar von Hause aus in einem Maße entwickelt und gepflegt, daß es die Herren nicht leicht hatten, ihr Stand zu halten. Am allerwenigsten der junge Börsianer, für den sie ohnedies einen unerklärlichen Widerwillen hegte, weil dieser in der Voraussetzung. unwiderstehlich" zu sein, in jedem Weibe eine Eroberung ZU machen suchte und. wo sein Geist nicht mehr hinreichte, aus seine Geldmittel pochte. Auch jeftt, wie sie auf die Arbeit gebeugt, die Stiche zählte, hatte Thea dieselbe Empfindung, und ihre Mutter mochte sie mit ihr theilen, denn eine kleine Pause trat ein. welche endlich die Kommerzienräthin, die das Stillschweigen nicht vertrug, mit den Worten brach: Weißt Du, Alfred, Du könntest eigentlich auch einmal eine Ueberraschunz zu des Herrn Prosessor's Ge burtstag machen." Und wodurch. Tante?" Nun. durch ein Gedicht." Aber Tante, ich bin doch kein Dichter wenn ich auch hie und da In diesem Augenblick trat der ProTenor, ein vieldesazastigter Arzt, in's Zimmer. Nur kein Gedicht." rief er. Wegen eines Gedichtes habe ich es einmal mit einem sehr lieben jungen cenicyen verdorben. Ist das möglich?" rief der Lörsianer aus. Hören Sie, wie das kam. Vor nahezu einem Jahre führte sich in un serem Hause auf Empfehlung eines meiner Kollegen ein junger Mann ein. der sich durch ein Auch sehr hübscher und origineller Lieder und evii'ck-r Dichtungen bekannt aemackt hatte. Wir gewannen den jungen Menschen lieb und luden ihn bei jeder GelegenYen ein. Eines Tages sprachen wir in seinem Beisein über seine Gedichte, und ich rieth ihm, versuchsweise manche seiner poetischen Schöpfungen novellisiisch zu verwerthen. In seinem empfindsamen Wesen aber schien er darin ein Urtheil auf sein poetisches Können zu erblicken und seit der Zeit blieb er aus. Thea unierdeückt: einen Seufzer. Daö ist doch ein sonderbarer Mensch," meinte die 5?ommerzienräthin. Mein Alfred ist bei Weitem nicht sn empfindlich. Du solltest einmal ersuchen," so wandte sie jichctn ihren Nefsen, aus einem seiner Gedichte eine Novelle zu machen." Darf ich den Namen des Dichters wissen?" fragte der Neffe. Willibald Moor." Ah Willibald Moor mein Schulkamerad und sein Gedicht?" Glaube und Liebe." antwortet? bei Professor, (stehen Sie noch mit Ihrem einstigen Schulkamerad in Lerbindung?" Ich habe ihn allerdings seit sechs Jahren nicht mehr gesehen. Aber ick muß ihn aufsuchen." ;-,a. thun Sie e'. S werden mich sehr verpflichten," sagte der Professor und sagen 'ic ihm, daß er uns eim Fremde' bereiten würde, wenn er uns
besuchte. Ich werde ihm übrigens selbst schreiben. Aber jetzt entschuld!-
zen ?ie mich, meine erriazasicn. meine Pflicht ruft." Er empfahl sich. Auch die Frau kommerzienräthin und ihr Neffe erhoben sich bald und stiegen eine Treppe niedriger, in ihre Wohnung. Thea aber eilte, wie von Ketten befreit, in ihr Schlafzimmer. Aus ihrem Schränkten holte sie ein elegant gebundenes Büchlein und preßte es an ihr Herz, als wollte sie es vor Prosaneu Händen schützen, dann setzte sie sich an's Fenster, das nach dem Garten ging, vertiefte sich mit einer Art Seligkeit in die gedankenvollen Strophen der Gedichte von Willibald Moor. In einem vierstöckigen Hause der Großbeerenstraße in einer ziemlich geräumigen Mansardenstube, die außer dem nothwendigsten Mobiliar einen langen, mit Folianten und Papieren bedecktenTisch und einen Bücherschrank enthielt, wohnte der Schriftsteller Willibald Moor. Die Märzsonne schien ziemlich stark zum Fenster der Mansarde hinein; es mochte gegen zehn Uhr Morgens sein, und Moor schlief, wenn auch unruhig, bei jedem Klingelzuge zusammenschreckend. Er hatte bis spät in die Nacht gearbeitet und suchte am Vormittage nachzuholen, waS er des Nachts geopfert. Da klingelte es, und nach einer Pause klopfte die Wirthin an die Thür seines Zimmers. Herr Doktor, ein Herr wünscht Sie zu sprechen." So möge er eintreten." Ein eleganter Herr trat mit Weltmännischer Nonchalance in's Zimmer. Erkennst Du mich, mein Junge? Wenn ich nicht irre, so bist Du AI fred Meyer." Richtig, mein Junge." Du hast Fett angesetzt, es scheint Dir ganz gut zu gehen. und Au hast iDei Fett verzehrt. ergo scheinst Du im Gegentheil zu sein." Ganz recht. Die Kaufleute haben es besser als wir Schriftsteller." Wieder trat die Wirthin ein und überreichte ein dickes Couvert. Moor riß dasselbe auf: Zurück!" murmelte er. Nun ja war vorauszusehen. Siehst Du, das sind die Morgenstunden deZ Schriftstellers. Die Herren von der Redaktio-n sind für das nächste Quartal mit Material ver sehen. Die Erzählung, die ich zurückbekommen habe.hat eine eigenthümliche Vorgeschichte; man ließ mich hoffen, daß das Motiv, in Prosa verwerthet. ziehen werde." Wie heißt die Erzählung?" ; Glaube und Liebe." ,Glaube und Liebe?" Der Börsia ner wiederholte den Titel in so sonderbarer Weise, daß es Moor auffiel. Was hast Du?" fragte er ihn. Nichts. Ich glaube, so etwas schon gelesen zu haben." , In meinen Gedichten vielleicht?" Möglich!" erwiderte Meyer zerstreut. Und nach einer Pause des Nachdenkens: Was gedenkst Du jetzt mit dem Manuscript zu thun?" Ich lege es ad acta." Sage mal, Moor, was bekommst
Du für das Manuskript, wenn es ge- Moor allein, von dem weder eine Zudruckt ist?" ! sage noch Absage gekommen war. er-
jm ranzen oleueicyi aazizig oiz ; rKri VfrtTi " . hundert Thaler. Und den Ruhm? Hältst Du den j für nichts?" Zum Kuckuck mit dem Ruhm! Wir Schriftsteller arbeiten dem Proletarier gleich ums Vrod." So verkaufe mir Deine Novelle!" Was willst Du damit?" Das kann Dir ja gleich sein. Hier sind dreihundert Mark." Der Börsianer holte sein Portefeuille aus der Vrusttasche und überreichte dem verblüfften Moor drei Papierscheine zu je hundert Mark. Du! Ich brauche Geld und scherze nicht." sagte Moor. Es ist mein voller Ernst." bekräftigte Meyer. Hier meine Hand. Aber es bleibt mein Eigenthum." Dein Eigenthum, wiewohl Besitz vielleicht nichtiger wäre. Aber gleichviel " Ich kann darunter meinen Namen setzen?" fuhr Meyer in seinem geschäftlichen Tone fort. Wenn es Dir Spaß macht, darunter oder darüber," lachte Moor. Du hast keine Idee, zu welch gelegener Stunde Du gekommen bist. Ich habe eine Menge kleiner Schulden zu decken, von ztn großen ganz aoaezehen. Du I kamst wie gerufen. Also das Geschäft ist abaeschlossen." Wenn Du Dein Geld zurück wolltest, ich gäbc es nicht." So ist's recht. Und Dein Wort darauf, daß Niemand was davon erfährt." Wer soll es denn erfahren? Uebrigens hier meine Hand. Seh' ich Dich noch?" Gewiß, ich schreibe Dir. Adieu!" Adieu!" Willibald Moor? rieb sich vergnügt die Hände. Das war ein glücklicher Gedanke vom Redakteur, mir das Ma nuurlpt gerade heute zukommen zu !a; zn. Hier liegt ;a noch ein Brief, ::'.I?!cgistr!e er weiter. Den hätte ich beinah: übersehen. Wie bekannt die O::dschrift ist. Das ist doch richia von Trau Professor Bach. Er erbrach hastig das Couvert und las in fast fieberhafter Aufregung den Inhalt des Briefes. Es war eine Einladng, die die Frau Professor unmit telbar nachdem sich die Nachbarn ent fernt hatten, auf Anregung ihres Mannes an Moor geschrieben hatte, und die mit den Worten schloß: Ich baue bestimmt auf Ihre Zusage und grüße Sie im Namen meines Mannes und meiner Töchter, bei denen Sie sich viel zu entschuldigen haben werden. . Moor stützte nachdenklich das Haup!
auf die .Rechte. Eine liebenswürdige Dame, sagte er sich, ein ungemein gastliches Haus, reizende Töchter, und doch gerade deshalb mußte er sich zurückziehen. Der arme, aussichtslose Schriftsteller für den Moment wenigstens aussichtslos durfte nicht so vermessen denken, die geistvolle Tochter des bekannten Professors je heimzuführen. Wozu also einem Gefühle Nahrung geben, das ihn so vieleStunden des Schlafes gekostet, unter dessen Wucht er physisch und moralisch gelit ten? Was hätte er darum gegeben, wenn er sie nur einmal hätte sehen können in ihrer edlen anmuthigen Erscheinung! Moor wirbelte und sauste es im Kopfe, als er mechanisch aus demBette sprang und sich in die Kleider warf. Dieser Alfred Meyer! Nach so langer Zeit des Fernseins und der Interesselosigkeit das eigenthümliche Zusammentreffen seines Besuches mit der Zurücksendung der Novelle, das sonderbare Geschäft! Es gereute ihn mit einem Male, daß er in so leichtfertiger, unüberlegter Weise das Schriftstück veräußert hatte. Das ganze Gebühren Meyers erschien ihm jetzt in ganz anderm Lichte. Wenn er nur wüßte, wo der Börsianer wohnte, er würde das Geschäft rückgängig machen. Aber er überlegte. Er hatte bereits das Geld empfangen und den Verkauf mit dem Ehrenwort besiegelt. Er hatte gerade seine Toilette beendet, als die Wirthin kn Kasfee brachte. Auf dem Tisch erblickte sie die dreihunder! Mark. In aller Frühe schon so viel Geld, Herr Doktor?" Ich gäbe was drum, wenn ich es zurückerstatten könnte," rief er mißmuthig aus. Die Wirthin sah ihn mit großen, staunenden Augen an. Geld zurückgeben? Das wäre mein Fall nicht." Vielleicht doch, wenn Sie den Einsatz kennen würden," erwiderte er seufzend. Er setzte sich an den Tisch, trank seinen Kaffee und machte sich dann trotz seiner Zerstreutheit und seines Mißmuths an die Arbeit. Indessen hatte sich Alfred Meyer vergnügten Sinnes in eine Droschke geworfen, um die Papierrolle, die er wie eine Siegestrophäe mit festerHand hielt, unter Schloß und Riegel zu bringen. . i Frau Professor Bach feierte das fünfundzwanzigjährige Doktorjubiläum ihres Mannes, dessen Geburtstag durch eine sonderbare Fügung des Zufalls auf denselben Tag fi?C mit allen der sinnigen, liebenden Gattin zu Gebote stehenden Mitteln. Sowohl die intimen Freunde des Professors, als auch bedeutende Künstler und Schriftsteller der Residenz, selbst einige Mitglieder der Haute finance hatten sich zum Theeabend eingefunden. Natürlich hatte man Herrn und Frau Kommerzienrath Meyer mit ihrem Neffen nicht übersehen. Die meisten Käste' waren sckon da. ' Willibald
schien nicht. Thea blickte vergebens, so n rr n i i oft ein Gast eintrat, zur Thür, klopsenden Herzens, ob nicht ihr nervöser, launenhafter Dichter, wie sie Willibald nannte, komme. Sie seufzte jedesmal enttäuscht auf. In ihrer Nähe hielt sich Alfred Meyer, dem sie zerstreut zuhörte. Schon einen Tag früher hatte er ihr mit einer gewissenWichtigthuerei die nach Moors Manuskript besorgte eigenhändige Kopie mitgetheilt, und Thea hatteihm versichert, daß er ihrem Vater eine wahre Ueberraschung bere:ten werde. Sie war erstaunt, daß dieser Alfred Meyer, der in ihren Augen als bornirt galt, so viel Talent entwickele, und sie grollte innerlich Willibald, daß er aus Eigensinn und Laune die Verwerthung seiner Motive fremden, Minderbegabten Menschen überlasse. Alfred Meyer hatte durch diese ausgezeichnete Bearbeitung des Gedichtes Glaube und Liebe" viel in ihren Augen gewonnen. Vielleicht liegt in diesem Menschen ein prometheischer Funke verborgen, der erst entfacht werden muß, hatte sie sich gesagt. Meyer hatte wohl spekulirt, als er Moor das Manuskript abkaufte. Sein geistiger Werth stieg in den Augen des Mädchens, und selbst sein Wesen schien sie heute mehr anzusprechen. Nur Elsa schien mit dem Börsianer nicht recht zu sympathisiren. Als ihr Thea von der Novelle mittheilte, sagte sie in ihrer schalkhaften Fertigkeit: Abgeschrieben hat er sie wohl doch wer weiß, wer sie ihm geschrieben hat." Der Saal hatte sich nach und nach gefüllt. Willibald schien nicht zu kommen. Es war bereits halb zehn Uhr qeworden. Der Thee wurde abwechselnd mit Wein, Sorbet und Appetitsjirödchen herumgereicht. Einige Klavierstllcke, von bekannten Damen ausgeführt, mochten "das Präludium zu der großen Programmnummer bilden, mit der man 'die Gäste überraschen wollte. Denn kaum war der den Spielenden gezollte Beifall verhallt, als Thea mit fast feierlicher Stimme ,die Gäste ersuchte, ihre Aufmerksamkeit Herrn Alfred Meyer zu schenken, der eine kleine, dem Motive eines Gedichtes von Willibald Moor entlehnte Novelle vorlesen wolle. 2)ie meisten der Anwesenden, denen der Name Alfred Meyer als Schriftsteller völlig unbe ' kannt war. sahen verblüfft zu dem auf das Podium, wo der Bachstem'sch Flügel stand, steigenden jungen Men schen, der, sichtlich befangen.mit tremo lirender Stimme den Titel las Glaube und Liebe." In diesem Augenblick trat Willibald Moor ein. AlS er beim Eintritt in den Saa
seinen früheren Schulkollegen seine Novelle im Hause des Professors vor-
lesen sah. ergriff es ihn . sonderbar. Was suchte er da, wie kam er hierher, und wie kam er dazu, seine, Moors Novelle gerade hier vorzulesend es waren Fragen, die mit Blitzesschnelle in semem Gehirn auf einander folgten. Er sah auf die Gesellschaft und verglich sich mit dem Alltagsmenschen, dessen Hiersein ihm ein Räthsel blieb. Er bemerkte, wie der Professor dem Lesenden aufmerksam und beifällig zunickend folgte, wie Thea mit strahlen dem Blicke und gerötheten Wangen zu dem Börsianer emporschaute, und es erfaßte ihn mit einem Male ein qualender, furchtbarer Gedanke, als müßte er auf Meyer zueilen, ihm das Manuskript aus den Händen reißen und mit weit durch den Saal dringender Stimme rufen: Das ist meine Arbeit!" Aber die Einsicht, daß er sein Manuskript nun einmal verkaust, und sein Ehrenwort lähmten ihm die Zunge. Er ließ sich auf einen an der Thür stehenden Rohrstuhl sinken und wartete wie auf glühenden Kohlen, bis der Vortrag zu Ende war. Ein stürmischer Beifall riß ihn aus der halben Betäubung. Er blickte auf. Alles drängte sich um den vermeintlichen Verfasser. Alles beglückwünschte ihn. Alles war entzückt von der Wucht der Leidenschaft und der scharfmarkirten Schilderung der Charaktere. Die Kommerzienräthin schwelgte in Seligkeit. Ihr Alsrid, sie hatte es oft gesagt, sei kein gewöhnlicher Mensch. Nun hatte er ihre Behauptung zu Ehren gebracht. Der Professor umarmte ihn" gerührt, Thea drückte ihm mit einem dankbaren Blicke die Hand. Willibald saß auf der Folter. Er dachte, er müsse vergehen. Er wollte sich vom Stuhl erheben, um sich zu entfernen; aber seine Kniee wankten, er war wie gelähmt. Endlich machte er einen übermenschliche Anstrengung und erhob sich von seinem Sitze. Bei einem servirenden Diener nahm er ein Gläschen Wein, von dem er einige Tropfen nippte. Da hörte er in der Nähe die Stimme Theas, die an einen älteren Herrn die Worte richtete: Was halten Sie von der Erzählung, Herr Doktor?" Sie ist entschieden eine sehr feine Federzeichnung und zeugt von vieler Begabung." Möchten Sie sie nicht in Ihrer Zeitschrift abdrucken lassen?" Gewiß! Wenn sie mir der Autor überlassen will. Ihrem Einflüsse dürfte es entschieden gelingen, ihn dazu zu bestimmen." Ich will es versuchen," erwiderte sie lächelnd. Sie hatte Willibald nicht bemerkt, der sich in eine Ecke in ihrer Nähe gedrückt hatte und von einigen Herrendie ihn nicht kannten, gedeckt war. Herr Meyer!" rief sie den Börsianer. der sich mit einigen Herren unterhielt. Meyer näherte sich freudestrahj lend. Herr Doktor Döring. Redakteur, wünscht Ihre hübsche Arbeit zu veröffentlichen. Wollen Sie ihm dieselbe überlassen?" Kann ich einem Wunsche, der durch Sie kommt, etwas versaaen?" erwiderte er, sich galant verbeugend. Sie nahm ihm das Manuskript ab und übergab es dem Redakteur, der sich dankend entfernte. Thea und Meyer blieben allein zurück. Willibald stieg alles Blut zu Kopse.. Die ganze Gluth seines leidenschaftlichen Temperaments loderte in ihm auf. Sie mit ihm in innigem Gesprach!" Es durchfuhr ihn wie mit Messerstichen. Jetzt hörte er, wie Thea zu dem Börsianer sagte: Ich muß Ihnen eigentlich Abbitte thun, Herr Meyer! Ich hätte nie bei Ihnen so viel Talent vermuthet. Aber es freut mich, daß ich gewissermaßen zum Ausbruch desselben, wenn auch durch eine indirekte Anregung, beigetragen habe. Wenn Sie einmal ein bedeutender Mann werden, so denken Sie daran, daß wir Theil an Ihrem Ruhme haben. Moor stieß ein fast wahnsinniges Lachen aus. . Ruhm!" murmelte er. Ruhm! Ich habe den meinigen um ein Gericht Linsen verkauft und er hat ihn um ebensoviel errungen " Wenn ich dereinst zum Ruhme gelange," sagte Meyer, dann verdanke ich Alles Ihnen, reizende Thea." Sie werden überschwänglich." Sie haben mich mehr denn angeregt, Sie haben in mir den Ehrgeiz des Strebens erweckt. O, Sie sind ein herrliches Mädchen." Kr ergriff ihre Hand und führte sie an seine Lippen. Moor stand im Banne einer bösen, unmöglichen Vision. Das war zu viel, zu viel für seine ohnedies zerrütteten Nerven. Das Glas. das. er krampfhaft hielt, zerbrach in seiner Rechten. Ein unartikulirter Schrei entrang- sich seiner Brust, kreideweiß stand er an die Wand gelehnt, dann wankte er und glitt auf dem Estrich aus. Hier ist Jemand gefallen," sagte die herbeieilende Elsa. Eine allgemeine Bewegung entstand im Saal. Thea und der Börsianer eilten herbei. Ein paar Herren versuchten den Gestürzten aufzurichten. ; Er blutet an der Hand," sagte ein Herr. Der Professor kam rasch herzu: Das ist ja Moor!" rief er erstaunt. . Schon war der Diener herbeigeeilt und trug den Bewußtlosen 'mit kraftl den Armen rn's Arbeitszimmer des Arztes. Dieser folgte, von Thea be gleitet, die alle Schicklichkeit zu verges sen schien. Moor wurde auf das Le dersopha gelegt und der Professor be muyte veim scheine emer vom ' Diener gehaltener: Kerze, die Splitter : ; aus der ano des noch immer bewußt
los Daliegenden zu entfernen. Thea
blickte fragend und besorgt auf ihren Vater. Ist's schlimm, Papa?" ' Es muß eine starke Gemüthserschütterung gewesen sein, die diesen Zustand herbeigeführt hat." Sollte ihn die Ueberraschung. sein Motiv verwerthet zu sehen, so aufgeregt haben? Ich glaube Nicht es muß eme andere, tiefer greifende Ursache gewesen sein. Man begann sich zuruckzuziehen,und nach liner Viertelstunde war es still im Hause des Professors. Nur der Börsianer war aus leicht erklärlicheu Ursachen und ohne seine Unruhe bemeistern zu können, zurückgeblieben. Thea, die trotz ihrer Erregung so viel Einsicht hatte, daß ihr Weggang nrcht unbemerkt im Saale geblieben war, wollte anstandshalber einige Worte an Meyer richten, als plötzlich der Professor hereintrat und, ohne die Anwesenheit seiner Tochter zu berücksichtigen, auf den Börsianer zuschritt. Herr Meyer, sagte .er m einem Tone, der den jungen Mann erbeben machte. Der Patient delirirt. Er nennt Ihren Namen und bringt ihn in Verbindung mit dem Manuscripte. Er nennt einen Preis von hundert Thalern. Ich bitte Sie nun als Mann von Ehre, einzugestehen, was an der Sache wahr ist." Thea horchte auf. Ein Gesühl der Wonne durchschauerte sie, als sie die Verlegenheit des Börsianers sah, an der sie sich gewissermaßen weidete. Sie haben ihm das Manuskript abgekauft?" fuhr der Professor inquisitorrsch fort. Meyer, der erst roth geworden war, verfärbte sich jetzt. Ich habe allerdings " Er konnte den Satz Nicht beendigen. , Schon aut." sagte der Professor. -bx Betragen war wenig korrekt. Hier sind Ihre hundert Thaler und 'mm Adieu! Der Börsianer steckte die Papier scheine mechanisch in die Tasche und entfernte sich, nachdem er einige unverständliche Höflichkeitsworte gestammelt hatte. Thea und der Professor blieben aV lein zurück. Eine kleine Pause trat ein. Die Augen des Professors waren auf das Mädchen gerichtet, das sich glückselig in seine Arme stürzte. Ich danke Dir, Papa!" sagte sie erröthend. Und als dieser schwieg, fragte sie mit zitternder Stimme: .Wie acht es Herrn Moor?" , Schlimm, sehr schlimm!" erwiderte er mit einer gewissen Absicht. Tbca erblaßte. Giebt es keine Hoffnung?" hauchte sie. auf einen Stuhl niedersinkend. Statt aller Antwort neigte sich der Professor zu ihr und fragte sie leise: .Liebst Du ihn. Thea?" Und er stirbt," schluchzte sie auf. Mein ganzes Sem geht mit ihm ver loren " v Nein. Thea, er lebt und wird Dir zum Glück und uns zur Freude leben. Nach acht Tagen bekam Frau Kom merzienrath Meyer eine Verlobungsanzeige. Die Hauptsache. Bei Saly Teiteles, der im zweiten Stock eines .Nückgebäudes wohnt, ist durch Unvorsichtigkeit eines Dienstboten ein Brand ausqebrochen. Obgleich Teiteles wegen seines schmutzigen Geizes allgemein unbeliebt ist, eilen doch sogleich alle männlichen Hausbewohner zu Hilfe, und es gelingt, des Brandes, ohne erst die Feuerwehr zu alarmiren, Herr zu werden. Als Alles wieder in Ordnung, ist es fünf Uhr geworden, und da es sich nicht mehr lohnt,zuBette zu gehen, beschließt man, emen gemeinschaftllchen Kaffee zu brauen. Alles eilt, sein Theil beizutragen nur Teiteles drückt sich, was still empört von Jedem bemerkt wird. Als man schon bei'm Kaffee sitzt, fehlen Cigarren. Ich habe den Kaffee geliefert", sagt das Parterre, und Ich den Cognac und Zucker", ruft der erste Stock, und Ich Milch, Kuchen und GeGeschirr", der dritte; was hat denn der Teiteles eigentlich beigesteutxtr Ja Teiteles was haben Sie denn eigentlich geliefert?" erschallt es entrüstet ' unisono. Machen Se keene Sachen, meine Herren", sagt unverblufft Saly Teiteles. hab' ich doch geliefert de Hauptsach'! Hab' ich geliefert den Brand!" Kühl. Lehmann: Sie sind ein Lump, Herr Müller! Müller: Haben Sie das zu mir gesagt, Herr Lehmann? Lehmann: Natürlich! Zu wem sonst. Sie schlechter Kerl?! Müller: Sehn Sie. das ist Ihr Glück' ein Anderer hatte es Ihnen übel genommen! Vom'Kasernenhof. Unterofficier: So? Exerciren und Griffe machen kann der Kerl nicht, aber mit Frauenzimmern, sich auf der Straße herumtreiben,' das kann er. Was hatte er z. V. gestern Abend für ein MädHen bei sich? Das war meine Cousine. Herr Unteroffizier. So! Vor drei Jahren war sie auch mal meine Cousine! Grob. Chef (zu seinem Associc): Wir müssen unsern Reisenden entlassen, er hat allen unseren Kunden erzählt, ich wär ein Esel! Associe: Na, ich werde nachher mit ihm sprechen und ihn bitten, solche Geschäftsgeheimnisse künstig nicht auszuplaudern! DiscretionEhrensache. Chef: Herr Lehmann, ich weihe Sie iekt in ein Geschäftsgeheimnis ein: können Sie aber auch schweigen? Buchhalter: Ob ich schwelgen kann! Seit zwei Monaten bin ?ch mit Ihrer Tochter heimlich verlobt, und es cchnt'ö kein Mensch! ............
Die
vorgesÄrtttcnen Töchter vo Frankreich. abe nun, ach ! Philosophie, Jurist krei und Mcdicin, Und, leider! auch Theologie Durchaus studirt mit heißem Bemüh'... So weit in den Wissenschaften, wie Goethe's Faust, hat es zwar noch keine Frau gebracht, allein vor der energischen Agitation der Französinnen haben bereits drei Facultäten der Alma Mater" dem Ewia-Weiblichen die Thüren ihrer Hörsäle geöffnet. In der Philosophie, Juristerei wie Medicin bat das Frauenelement Frankreichs seine Adepten; nur in den heiligen Hallen der Theologie ist es noch ein Fremdling und steht es in dieser Beziehunq der Amerikanerin nach, welche, zum Wenigsten in der Secte der Unitarier, auch die Kanzel erobert hat. Vor ca. 30 Jahren erhielt, als die Erste ihres Geschlechtes, eine Licentiatin der Mathematik ihr Diplom in Paris und ihr sind nn Laufe der Jahre Hunderte von Schwestern auf allen Gebieten des Wissens, die Theologie allein ausgerwmmen, gefolgt. Es ist also beinahe em Menschenalter verflossen, seitdem der erste Student im Jupon in einem Pariser Hörsaal gesehen wurde, allein diese lange Reihe von Jahren hat das Vorurtheil gegen ihre Zulassung zu den gelehrten" Berufsarten nicht zu beseitigen vermocht, wenngleich ein be merkenswerther Umschwung in der DerweiblicheAeskulap. öffentlichen Meinung zu ihren Gunsten eingetreten ist. Die alt-conservativen Elemente bedauern dies freilich heut: noch und prophezeien, daß diese Neuerung auf das Familienleben einen nachteiligen Einfluß haben und in der schließlichen Zerstörung desselben resultiren wird. Das alte Vorurtheil erzeugt nicht selten in den Studentenkreisen Ausbrllche der Animosität gegen die Commilitonen im Unterrock und der Pariser Witz wird nicht müde, die vorgeschrittenen Töchter" Frankreichs zur Zielscheibe seiner Pfeile zu machen. Daß ein weiblicher Aeskulap jemals zur Prominenz unter den ernsten Männern der Wissenschaft gelangen wird, hält der Durchschnitts-Pari-ser für eine Utopie und hier ist das Bild, wie ein Künstler sich die Heilkünstlerin der nahen Zukunft vorstellt. Sie ist mit einer Herzensangelegenheit beschäftigt, welche den Patienten freilich mehr angeht, als sie selbst. Die vorgeschrittene Tochter" als Advokatin stellt der Künstler in dem traditionellen Barett und der wallenden Robe des Anwalts dar. Sie hat wohl eimae Ähnlichkeit mit der Portia, allein der ihren Worten lauschende Client hat durchaus nichts Venetianisas an sich. Aus der Thatsache, daß die Pariser Rechtsfacultät Studentinnen zuläßt, folgern sanguinische FrauenrechtlerinDiemodernePortia. nen, daß der Tag nicht mehr fern ist, an dem die erste Frau als Deputirte oder Senatorin ihren triumphirenden Einzua in die Hallen der gesetzgebenden Köperschaften halten wird. Bis dahin sind es freilich noch gute Wege. Auch von der vorgeschrittenen Tochter" auf dem .Gebiete des höheren Geschäftslebens, als Financiere. gibt der Künstler ein merkwürdiges Bild; es scheint fast, als könne sich der Pariser keine vorgeschritten: Tochter" anders als in Hosen, kurzen Röckchen oder phantastischem Zouavencosiüm gar nicht vorstellen. Der große Haufe von Mädchen und Frauen' welche mit Erfolg die gewohnlicheren Erwcrbsgebiete, die früher von Männern monopolisirt wurden,' erobert haben, wird nicht zu der Species vorgeschrittene Tochter ge zählt. - Zur Zeit der ersten Republik bereits und' zwar, am 17. Vendemaire des Jahres 13 wurde decretirt, daß Frauen als Vorsteherinnen von ro vinzial-Postämtern angestellt werden könnten; allein die spateren Negierun gen ließen dieses Decret wieder m Vergessenheit gerathen. In neuerer Zeit ist eine Aenderung eingetreten und beute siebt man in zahlreichen PostämternVauck solchen mit sehr lebhaftem Verkehr, weibliche Beamte, so zum Beispiel , in dem Postamt des Hotel U
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Ville" in Varis. , Tim Telephon-.
Telegraphen- und Elsenbahndienst, in den Central-Verwaltungsbureaux wie bei den Sparbanren ist dasselbe der fall. Nach den neuesten Mittheuungen gab es 6353 weibliche Angestellte , v . n i t in oen Prooinziat-Postamiern uno 1060 Telegraphistinnen; die Telephonstationen von 69 Städten standen unter weiblicher Leitung und waren in denselben 743 Madchen beschäftigt, während in den National-Sparbanken 745 weibliche Clerks thätig waren. n oV&r ' AVS W Die Financier c. Das Gros des weiblichen Beamtenpersonals ist aber im Eisenbahndienst zu finden. Die ersten Versuche auf diesem Gebiete machte die Dombes Compagnie mit weiblichen Clerks und Staiionsaufseherinnen für kleinere Plätze. Bald folgten andere Eisenbahn-Gesell-schaften diesem Beispiel und zur Zeit ist ein Heer von mindestens 24.000 weiblichen Beamten bei den Verkehrsanstalten thätig; die Unzahl der Barrierenwärterinnen u. s. w. ist. dabei noch gar nicht mitgerechnet. Die rotye Nase. i1-! So sehr auch die Dichter die rothe Nase in Liedern und Gesängen verherrlichen und geradezu als etwas Wünschens- und Erstrebenswerthes hinstellen: Wem solch em Prachtstück angehört, der kann -damit sich prahlen, a prahlen," Geh' ich des Abends spät nach Haus, scheint weder Mond noch Sterne Die rothe Nas', die geht voraus, sie dient mir als Laterne" Ein ganzer Weinberg steckt darin; man sollt es gar nicht glauben" so gibt es doch leider immer noch viele, die entweder vor Kurszetteln und Börsenberichten die unsterblichen Werke der Dichter nicht lesen, oder aus angeborener Undankbarkeit und Unverstand gegen diese Gabe ihres Schicksals aufbocken. Wie wären sonst die NaseWeisen denkbar, die sich zur Beseitigung der Roth-Nasen für schweres Geld anpreisen. Es muß doch noch viel Unmuth im Lande herrschen unter den glücklichen Besitzern der letzteren. Ein solcher Sonderling ist nun .in der Kaiserstadt an der Newa entdeckt wörden. Am Alexandermarkt in Petersburg handelt und wandelt ein Kaufherr, über den Fortuna ihr Füllhorn fast bis zur Neige geleert. Er nennt ein prachtvolles Haus sein eigen. Er verfugt über sicher angelegte Kapitalien in beneidenswerther Höhe, sein Name hat einen guten Klang, an Achtung und Ehre, fehlt es ihm nicht, er kann als Zierde seiner Vaterstadt gelten und doch ist dieser Mann tief Unglücklich, denn sein Gesichtserker ist himbeerfarben, buchstäblich himbeerfarben! So sehr nun unser Kaufherr diese Farbe an den Beeren seines Gartens schätzt, so sehr kränkt sie ihn im Spiegel an ihm selber. Ja, wenn er noch Wunder wie tränke, aber er trinkt ja nicht mehr, als alle anderen Kaufleute, und deren Nasen sind alle leidlich, während die seine ihm sein ganzes Leben vergiftet. Was hat er nicht Alles versucht, den Purpurglanz abzuschwächen! Den Glauben an die Wiederkehr kindlicher Weiße Ihat er schon längst verloren. Das schöne Geld, das er zumFenster hinausgeworfen für Wundersalben und Menyle! Er ließ sich die seltsamsten Bäder verordnen und hatte sogar sein vielduldendes Seelenorgan" mit Lakmuspapier bekleben lassen. Jetzt wollte er nach Marienbad. doch rieth man ihm davon ab. Ein halbes Königreich für eine richtige Nase!" hatte er wieder einmal eußgerufen. Da klopfte es an die Thür und eine kluge Frau" trat ein. Ich werde Dich kuriren." Un--Cl U CV jC. c,,,V fTIA fn.tran Vr& UUi: )W iUCiVC MUf u.lt,fcU,4u Deine Nase weißer wird als Schnee.Und sie kurirte" an ihm herum, aber fragt mich nur nicht wie?" Als die Kur vorüber war und der biedere Russe seinen Gesichtserker im Spiegel besah, wäre er vor Entsetzen beinahe in Ohnmacht gefallen, denn von der BeHandlung der Zauberin war die Nase schwarz geworden, wie der Schnabel eines Naben! So endet diese Ge- , schichte von der rothen Nase. EinestarkeZumuthung. Saaen Sie, wie kommt es nur, daß bei Banketten. Soupers und ähnlichen festlichen Gelegenheiten der Toast auf die Frauen immer von Junggesellen beantwortet wird?" Nun, Sie verlangen doch nicht etwa, daß ein verheirathete? Mann es thun soll?" Schwere Arbeit. Erstes Dienstmädchen (zu einem anderen, das bei einem Dichter in Stellung ist): WaS thut denn Dein Herr so den ganzen Tag über? Zweites Dienstmädchen: Er sitzt auf dem Sopha und wartet auf eine Idee! Unter Gaunern. A.:Meine Vorfahren sind alle über 100 Jahre 1 alt geworden." B.: Du. das war aber gewiß vor Einführung .der Zo i bestrafe.", : .
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