Indiana Tribüne, Volume 17, Number 227, Indianapolis, Marion County, 6 May 1894 — Page 10

Viele ähnliche

W.t..JStt Zci Jabrc litt ich an einem Magcnleiden, ich gebrauchte wt-j. netrere Aerzte, aber ohne Erfolg, wurde jedoch durch den l?ebrauö ron Tr. Auqust Köniq's Hamburger Tropfen wieder Vollständig herge stellt. Lertha WorZfe. Etockton. Tal.

Will f rVlftMtVn Meine jüngste Tochter Elfe litt an HautauZschlSg. die v?uuuaiuwn. fire c!öc jcn Plutunreinigkeiten zraren. ich prvbirte rersLiedencs ebne Erfclz. Als tc.B erfolreicbste Heilmittel erwies sich Dr. August König'S c:mdurkr Tropfen. . F. Enzelhardt, Jcsscrfonville, Ind. 1T.ltfvrti,TtP?Mt Seit lZnqercrZeit litt ich an Nnverdaulich?eit, lcincö UUfcUMiauUjUU. Ut anwandten Mittel wollte mir helfen, bis ich Dr. Zlrgust Köniq's Hamburger TroLfcn nbm. Tiefe Tropfen stellten mick in kurzer Zeit wicdcr her. Christian Lc?he, 201G Orlecins-Straße, Baltimore, Md. OrWTt5kfm Längere Zeit litt ich an einem Leberleiden und aebrauSte v'.e tiivtLllitU. lf . PRC Erfolg tt4 mir schließlich Dr. August König'S Ham bnrgcr Trcpftn rollständize Heilung brattn. Jrau Earoline Weise, 127 Lake Straße, Cleveland, Ohio.

Dr. Gr. F.Theel, 1317 Arch Str., vwauiia, v. Ter einzige, wahre Specialist in Amerika der heilen kann, nachrem selbst die berühmtesten erzte aller kanver sey l gingen. Dr. Theil ist der einicxe rjt d Welt der all drei mdizmischen Schulen (die Alte. die '.neue und n usecwahlte) jtutirte und in seiner Behandlung verbindet. Er beilt SyphlliS, Geschwüre. 3,1wtd. uns Salweiden, flechten und all folgen der !eldftbeflckug und folgen des Aus schmeifenZ bei verbeiratheten oder unver heirateten. AuZftüfle. Verengerungen etc , die noch so verzweifelt sind. Kommt oder sreiöt. Cprechstunden Morgens 9 lii S Uhr. Abend bil SLHr. VittwochZ und SamstagZ 6 ti lo Uhr bends. SonntagZ bis 1Z Uhr. Ein total Nuinirtcr. Ich, Wl?iam Hurnesion. ein Bürqer von Wilming ton, beeid hiermit, da ich schrecklich an Blutvergis tug litt, mein ZNunV und Hals waren eine Masse von Geschwüren. Ja. ich war ein totales Wrack deich Dr. G. ff. Theel. 1317 Arch Ztr , Phila. consultirt, welcher wich wundervoll wieder rume rast und Gesudhktt zurück gab. Ich kenne inen n r . 1 . . fll - - .li 2ann ver ron rer rmer an unheilbar entlasse wurde, und seine Krankdeit war eine sehr schlimme. fcieXr. Tkeelründ lich kurrirte.Ein andererJreund von mir wurde von einer sehr schlimmen Blase und Vkieren Krankheit von Dr. Tdeel geheilt. Nachdem er so herunter gekommen war und zwei der leitende Aerzte ron Wilminaton gingen hl. Dr. TKeel tunrt ihm. Sin ZZreund von mir ist jcfct unter seiner Behandlung, mit welcher riebr uirieden ist ch alaube aTSSift?ÄSS5 ptretttt, cujiTuruniw f.s Xr? kin gewiß, da, wenn er mcht belsen kann tem anderer hitft William Surttton. ö.,ch,u;d...mg. &Zn5ZZZttZ2I2SZSZ5ttS3ZSZ5 vi mir.r Tr;rn imiiivO !!trn ?S unuc in;:u, alaio uolu. Ä nj n 111 nj rj K H ficouniaa. Citintma abo Polichiii llßAP STIVTIIPP j IWn , um-. DRAIN BOARDS AND ALL TIn, 2lnc, Brass, Coppcr, 1 1 t . t II ItAUMM nrl n HibKUi cinu ciii riiuiicii c3iiu in 9 Platcd Utensils. rl Clnftft. Wonri- Mnrhlo. Pnr- h (Ü colain, Etc. B D CEORCE WM. HOFFMAN, kl ol K&nuf&ctarer .nd Proprletor. ij 295 ET WSMINTON ST.. iNOlANAPOLIt. r 7C tfcrococ raicun fei nt BÄH-Kttraft Hilthö. 8 . , , I , M , I t , 1 1 I ( , , t ! ' , ( i t 1 X--ir--n 1 It-Ji , , uui tsiititaio i u. . .Tiar riCt gXT' Zum Verkauf in Apotheker 25 Centö per Pfund. I2rira Htlsl Saloon u. Villiard-Hall No.92 Ost Washington Str. ÖOUH p V IX IT Uj C r, fV , - f - j. ... kigentliümer Jul. A. Solrnller, ? VI V. 1UU M. 1VU V. l. Agent für die ans der Weltausstellung preisgekrönten Delaware und 5arawba Weine QTJrt 1A. 1 A Q VI? N.. rZi öer Firma Engels & Kradtvia. SanduSky. O. Ebenso Staats-Aaent füröommei's Cham, pagner, welcher inetjtcago a mit der ipöchsten empfehlen und werden Bistellunqen prompt ausgeführt. jui. A. Schuiier, 10u 103 N. Merid. Str. Telephon 351. Mozart challe ! Wiclor. DaL arööte, schönste und älteste derartig, Lokal in der Stadt. Die geräuniige und I cch3 eingerichtete steht deinen, Logen Privaten zur bhaltung von ällm. onzerten und Verfannnlugen unter libere I ler edinaunaen r Derfuauna. ur Ermneruna ! ) VVMMwmiij ommen hake, und mich hnfifrn und, dieselbe .u einem anaeneblne Sammelvla i ers.lt. .r V.T - der Deutschen zu gestalten. tätfit Getränke und Cigarre :e.

w

miJßM

lMM n i!

1 1 . - yv 1 xi I m ,JiiH73a,X l VAm)MMAM

SUeTT',- IVtl

ki .fti ii-mr"

I nu r' II II I

upajüiii

li fit

am i . o- v w v cn..cr:.. c ! I

jyieir.ii yicuiiivu uno cnu usiuum m Vluiuujly uu invuuti; uup w Oj.y,, 9" mit zu.-Anzeige, daß ich die Wirthschaft. Schmerz Neuralgie ist. Ein kranker uc.v,.MAtH.Vh in t mhRsiii iun rettlch!

Ecke Okio und Noble Sirofi. OT

. M ii wi v i"v M Ti m a -r r m ri 11 11 w I w t 1 1 r i r i : i r i

Zu zahlreichem Besuche ladet nn Sotttteb Leukhadt, Ecke Ohio und Noble Straße.

Falle.

Nervosität und Neuralgie. Von Tr. md. Wilhelm Ttscht. Wir leben im Zeitalter der Nervosi. tät. Das ist erklärlich, denn Nerven, schwäche ist das Erzeugniß einer über feinerten ivilisation. welcke das v I seelische Leben überreizt und das an: male schwächt. Ganze Nationen sind ' ' ' 1 schon daran zu Grunde gegangen, und Rousieau vrovkezeite dem ae sammten civilisirten Europa diesen llnterrtonn. dieser Unteraona wird wohl noch etwas auf sich war o nw ('- " 'o a ten lassen, aber immerhin ist es eine traurige Thatsache, daß dle ayl derjenigen sich bedrnlllch mehrt. welche an Nervosität leiden. Was ist 'cervo natf ie e ttrage beantwortet mcht nur mancher Laie, sondern auch mancher Arzt falsch. Tle NervoZltät lst leine Krankheit an llcy sie tsi nur vle olge anverer - . r . n . cianiyellen. ßuo icm eiimii. man stärke man iarke Die Organe und dle Mus ii v i ! v na ii . . . ',?."' b'.u"d s ? 'mn ch jinuui. jiciuu um i i eine VI Cl I titn der Nerven. Die kranken Neren. ,,nd zmar iix, (Zentralstationen. w . set . I oas lLeyirn und Das iKudcnmarr, .7 . sind n(ht fS kpsin,n Vi1t ht rt I Pkrsnen7 aber die Nerven eld t daben genau da e bk Aus eben bei der Untersuchung mit dem Auge und dem Mikroskop: was an ihnen anders ist. das ist ihre Funktion, ihre Thätigkeit. Dle Nerven deZ gesunden Menschen. seien es die BeweaungZ.. Empfin dungs oder Gefühlsnerven, befinden sich in einem kräftigen Zustande, der sie befähigt, die ihnen zufallende Olni - I 'i m yaliglkil ogne erelzlykil UND AN' urenguilg auszusuyren. Vitneiunvek gci ooer aroellei langer als em Nervöser, ohne daß er Müdigkeit oder Unbehagen empfindet. Ein Nervöser gebt oder arbeitet zu rasch ermüdet msolge denen schneller weil er seine eroenirast uoer,cyavr uno zu raicy hrhrnilrflt hni nhir r rtfif nrrS nr. I vv...., i vvv v h,hA ,., snitnfnrn tnis sr mnrrnfi 0 tw. Wh w., seiner Nervenkraft nur ein aerinaer n lstZu dieser Schwäche des Nerven systems tritt als zweite. Bedingung für die Nervosität noch die unae wöhnlich erhöhte Reizbarkeit dersel den hinzu. Der Gesunde beisplelZ. weise hört alles, was um ihn herum vorgeht, mit einer gewissen Ruhe und Fassung, der Nervöse aber benimmt lich ganz anders. Das kleinste Ge. rausch, das Zuschlagen einer Thür. sM (.3 H . . II CV1. IUUII lljll jUl )Cl zweiflung bringen, seine Gehirnner ven sind in einem geschwächten Zu stände, der sich rn erhöhter Reizbar keit äußert. Man hält vielfach solche Leute für launenhaft oder ungezo gen. die weiter nichts als nervös sind, Diese gesteigerte Reizbarkeit gegen äußere Eindrücke ist sehr verbreitet, C'V-lf'! CT.-'A - man ,inoei ,ie immer in egleiiung von Blutarmuth und Blutentmi. schung. Sie entsteht häufig in Folge der Lebenswelse bei brauen aus den ..t w . 1 . . . .. I mtxm uno woyaoenoen lanoen. vel Uttillern, ,eku. uui i Junzlmgen, dle bei aetstlger Ent wlckelung körperlich g überreizt haben, ohne das eS zu that. fAs V)rAHitFtfrt ?nrn s-I I m1' "t vvwdhnlick ist hier der ttörper zart di. Phantasie sehr erregt, zeder Emdruck wirkt Mit großer Lebhaftigkeit, und man trifft tiZ,l, nriSrtfot und jgtvolle Menschen an. Nur wirkt der "persönliche Umgang mit densel. ven aus dle Wauer unangenehm, Der Gesunde sUylt und merkt oalv, dak kr es mit einem krankbakt rrea. I - - w - I - i ten ZU thun hat, und wenn er auch manchmal den GeisteSprodukten des selben seine Achtung nicht versagen kann, so siökt ihn doch dle Art und Weise ab, wie er dieselben entstehen sieht. ' Viele dieser nervösen Personen sprechen, wie sie schreiben, auf. geregt, gereizt. . überschwanglich, M , p ii .rv;i lranlyasl enrarrer. . ler mu oic GesundheitSlehre eine Gegenwirkung bethätigen, hier muß sie der allgemei. , . m . 1 , I ! ?ZJ Sffiffi Nosität siebt der Nervenschmerz. t Nervenschmerz oder Neuralgie er ... k m rn ff . rv. k. ' ä krankt der ttrv dtrelk. ÜlttV. Ittves? mal, wenn ein strahlender, blitzartj. P Wt ux! -st5f den Nervenstamm gemildert wird. t ni... e., .. ' " daß jeder Reiz, der im gesunden Zus4. lt .,k.,n,n wll?, hifT ,WI tmvuvv.,-r., r in höchst unangenehmer Weise wahr. .N.N1.N wird itnh kinen 6Atnfn UVIlVIllKIkl. vw ..-. , " : U anfay hervorrufen kann. Jede? Nervenschmerz besteht in periodischen . . - 1 . . Anfällen und Vausen von verschiede ner Dauer.

1 utiu in iitttv H v v . uvitv.uk..,

Der erlranitf Emvnndunaönerv

kann seine Nelzung auch aus Bewc gungsnerven, welche dem Ernüh rungSleden vorstehen, übertragen; im ersteren ffalle entstehen dann

leichte tträmpfe oder Lähmungen, im letzteren Falle Speichelfluß. Thränen. ergnß, Erbrechen, Veränderungen der Absonderungen, Entzündung und mangelhafte Ernährung der assizir. ten Gegend. Ueberhaupt beeinträch' tigt jeder heftige und anhaltende Schmerz die Verdauung, also auch die Ernährung, wodurch Schwäche und Abmagerung entsteht. Manche Neuralgie ist im Winter manche im Sommer häufiger; der Eesichtsschmerz quält am Tage, dle Tarmncuralgie in der Nacht. Man tbeilt die Nervenschmerzen ein in Neuralgie der Hauptnerven, der Muskelnerven, der Eelenknerven und der Darmnerven, je nachdem sie sich in der Haut, den Muskeln und Seh' nen, den Gelenken der Röhrenknochen den Gedärmen oder bei Hysterischen in den Gebärmutternerven kund geben. Selten gehen Neuralgien in Genesung über, namentlich wenn sie r 1 . n v C-t i 1 1 icyon lange oeiianoen oaoen; irrn Genesung em, so erfolgt sie ohne Krisen, die Anfälle werden schwächer und seltener. Badekuren sind als Heilmittel empfohlen worden, doch r- i. i m v w . T 4 1. s w. V sino laue Vaoer ,vlqen eioenoen meili mcyi zuiragilq. DaS Ende vom Llev,. Geschichtliche ErzählungvonM.Montian. Die Märznacht ist stürmisch. Un aestüm tobt der Wind durcb die Gas fen und ffiäftrfn 3 i.Zsn tädtEttenherm und raffelt an den alten arünen und braunen 5?entterlc!den. dafc sie rmmfeöDir knacken und r u l - a-i u knarren und in rhren Angeln beben. Schon manchen Sturm haben sie vor. iibersausen hören, der alljährlich um 'lt. ' , ' ,v,. vlese Jklt, wenn s Fruhlmq werden m. waufbraus!: bei s stark wie w:r , . , t " "0. ',""t Ä j" l1' 00 " " uu3 rirt iliirt KKin unh A? (Vnvi r; W V v m ri- wuwu" malds dunkle Berae umstürzen wolle. VUWS VUiUif, Oir, uuiuuiu ivvul Datschen prasse,, lder Regen mi! l. nv ttut uilv u.t Vli. l?en Tropfen auf die moosüberdectten Dächer. Es war die Nacht vom 14. auf den 15. arz 1801. wildes Concert ist s, und man ches junge Weib, welches allein zu Hause ist, sehnt, sich nach dem fernen Gatten, damit sein Zuspruch ihr die ffurcht aus dem Herzen scheuche. - . u ' ' ' - Auch in cinem großen grauen Hause Hn der Nähe der Kirche es gehört tincm aus dem alten Geschlechte Derer kn ,,f.,Zn. ist nUr uki an ftmd, rm'k nhf Zn, unan. schöne Frau und horcht ängstlich nach Toben und Vfeiftn des Sturmes. m, Urh trtt K, mSw!- IIS, - " r " l o.r sz, soraenkoll 'lCI1 lorgenoou. Its n i r t . , i . .Dann steht sie auf und mmmt eme Guitarre, die in der Ecke steht. Die Kinder singen a, wenn sie sich furchten!" spricht sie vor sich hin mit lersem Lächeln. Ihr Finger gleitet über dle Saiten; ein paar welche, wehmu lYM Äccorde erschallen, und dann singt sie: Jauchzend und fröhlich sind All' meine Lieder: , 'Ich weiß es, er liebt mich, Und ich lieb' ihn wieder. Aber ein leises Weh Drückt mir das Herz Wandelt sich Liebe . Oft nicht in Schmerz?" Sie bricht jah ab. Sie hat einen schnellen Schritt hinter sich gehört, und im nächsten Augenblick liegt sie in den Armen eines hübschen, !chgewachsenen ' . ' ' . zungen lüiannci, der liebevoll seine Blicke in die ihren senkt, Henri!- flüstert sie leidenschaftlich, . . ttrV.rrv.fM ww.vv. Du hast mich geängstigt fährt sie forj. 0 warst du so lange bei dem n..,..s ' ' Er lächelt. .Auf der Jagd! Wir 2 A wlAI ÄrcS,f. frt "vv um ivi., v vtuu Vn , tri c.. doch noch auf und . . . her hast du m 0"i"cii ic3l ,lC ir aupl an jcuic porust. fre dich im Gesang gestört ch' torn .htf rncitEH lolic. ia, oilie oicy oarum: sle icyunell ven ops. mcyr. Qenr!. das Ende vom Liede ist so trauw I I ng! Und nun Dm ich doch fo selig, dak du wieder bei mir bist!" Wieder lächelt Jener. .Es war eine so hübsche Melodie meint er. Willst du sie wirklich nicht zu Ende bringen, Charlotte?M,nn du eS htnn wnnslH,!r . . t nimmt die Laute und fährt fort: 1 .Nächtlicher Weile .Kommt da der Tod Thränen und. Leid sieht Das Morgenroth!" Mit einer grellen Dissonanz bricht ric ab. I I y St i7fsU,?ut der junge Mann. " das grobe, feuchtglänzende , ,u JL,. 1 cv: Zs vmVv. 0 u, ivu, ich sang, nicht so oft das Ende vom lacht er. .Ein Mal auch zu uns; aber bis - - mTÄ HelS tox CUC tll, UNO MkiNe UCtnC i.yar- . ? n r , X twli.FVv!lz m ycuic ÜÜt dem Gedanken fürchtet!Ml. IMt'i.ÜI R. Kl t ..L l... e L i , , - I 1 l , , Nicqt mehr. Henri, jetzt Nicht mehr!" ntgegnet sie. .Aber vorhin. o v( ui tiia. iri v c..jLi.i. i ji als du nicht hier warst, da fürchtete ich mich und dachte, ob nicht auch über unrvtn futtx ji i - .i - r.

Unwetter sch:vebe, wie heute d'ä brauKen über der Stadt! Der Gedanke

liek mich nicht los, und fast willenlos nahm ich die Laute und sang das Lied der alten provcncalischen dors!Schade sagt er lächelnd, daft es einen so trüben Schluß hat! Aber nun komm'. Charlotte; du weißt, wenn man von der Jagd kommt, so ha! man Hunger und Durst, und ein gutes iÄlas Wem und ein heiteres Geplauder sollen uns die bösen Grillen vertreiben und uns den Sturm und das Ende vom Liede vergessen machen!" Louis Änatole de Bourbon, Herzog von Enghien. führt seine ihm heimlich ana?traute Gemahlin Charlotte von Nolzan-Mochefort zu Tisch. Vor den Stürmen der französischen Nevolution hat der französischz Prinz, der lehte Herzog von Enghien, in dem badlfchen Stadtchen Ettenheim Schutz aesucht und gefunden. Heimlich hat er sich hier mit der Prinzessin Charlotte von 'cohan-Rochesort trauen lassen. und och wissen nur wenlae Getreue von dem HerzenZ und Ehe-Bunde. den die Beiden geschlossen haben. Dem Prinzen scheint bei den Unruhen im Vaterlande jenseit des Rheines der rechte Augenblick noch nicht gekommen. ibn offen vor der Welt zu verkünden. Was braucht auch diese davon zu wissen? Weder er, noch seine Gattin kümmern sich in ihrem Llebesfruhllng UM die Händel der Welt, und die Welt kümmert sich nicht um sie, die hier m der Einsamkeit glücklich und zufrieden leben. Oder den doch die Welt an Louis Anatole Henri de Bourbon? Einer aus der großen Welt sicher: der erste Consul Frankreichs, der General Na poleon Bonaparte, hat den bourbonischen Prinzen nicht vergessen. Es ist gegen Mitternacht. Leer und ode liegen die Gassen des Städtchens. Über die der Sturm noch immer mit wilder Gewalt dahinbraust. Kein Menschenschritt, keine Men. schenstimme ist hörbar ; die guten Bürger liegen langst in den Fe dern, und der brave Nachtwächter hat es in einer solchen Nacht auch nicht eben eilig, durch die Straßen zu gehen und seine Litanei zu singen. Aber plötzlich wird es lebendig m den Straßen. Ein starker Trupp Reiter kommt an. Fast lautlos treten die Pferde aus, man hat ihnen Fllz unter die Hufe gebunden. An ihrer Spike reitet der Führer der Eolonne; neben ihm geht ein Mann zu Fuß; der Letztere augenscheinlich des Ortes und der Wege kundig. Vor dem Jchtrazhein'schen Hause halt der gespenstige Trupp. Kein Laut ist vernehmbar, als das Klirren der Waffen und das Schnaufen der Pferde. Der Führer stelgt vom Pferde, zehn -Mann der Schaar thun dasselbe. Er klopst an die Pforte. Oeffwt!" Man Hort drinnen einen Schritt. .Wer ist da?" fragt eine Stimme. .Gute Freunde! Oeffnet!" Die Riegel wurden zurückgeschoben. ein Kammerdiener mit einem Windlicht steht vor dem Offizier. In Nu ist der Erstere auf einen Wink des Letzteren geknebelt und gebunden. Dann schreitet dle Schaar im Hause weiter. Mehrere andere Diener, die ihnen entgegenkommen, werden wehrlos gemacht, wie Jener, oder mit dem Tode 'bedroht, falls sie einen Laut ausstoßen. Endlich hat man gefunden, was man sucht: das Schlafzimmer ves Lerzogs. Mit blankem . Säbel tritt hex Offizier ein. Jäh aus dem Schlafe fährt der Prinz. Was gibt's?- fragt er. Ein Pistol blitzt ihm entgegen und der Offizier tritt dicht an ihn heran. Slnd Sie der Herzog von Enghlen? Der bin ich!" entqegnete Jener mit Würde. .Wer seid Ihr? Was wollt Ihr?" Ich bin der Oberst Ordener aus Schlettstadt und verhafte Sie im Namen des ersten Consuls der franzosi schen Republik!- . .Mich?! Waö wollt Ihr von mir?' Der Oberst zuckt die Achseln. .Das weiß ich nicht! Sie werpen es ersahren!" .Ihr begeht einen Bruch des Völkerrechts!" .Ich handele nach den mir zu Theil gewordenen Befehlen!" ist die kühle Antwort. .Beeilen Sie sich, unsere eit ist kurz!" Mechanisch zieht sich der Prinz an. .Es muß ein Irrthum sein!" sagt er kopfschüttelnd. .Ihr habt kein Recht. mitten im Frieden in ein fremdes Land einzubrechen und dessen Bewohner gesanken fortzuführen! .Das ist nicht meine Sache " entaeanet der Andere. .Ich bin Soldat und hade zu gehorchen! Der Herzog ist mit dem. Ankleiden fertig. .Lassen Sie mich von meiner ahnungslosen Gemahlm Abschied rieh men!- sagt er Ättend, .Ich habe dazu keine Vollmacht lautet die Antwort. Der Prinz wird in die Mitte genom men. . draußen auf ein Pferd gesetzt, und im Trab verläßt der gespenstische Zug das Stadtchen. Bald ist es wieder still und leer in seinen Straßen, und nur der Sturm feat darüber hiq 'mih ungeschwächter rast. Am andern Margen ust erfährt die Prinzessin das Geschehene. Mit einem verzweiflungsvollen Aufschrei bricht sie zusammen. Ihr Gatte wird' nach Vincennes gebracht, und hnr erfahrt er, daß er an geklagt wird, an ine? Verschwörung en d,qs Leben deS rsten Eonsuls

i A'yX l lV VM -

'M

i&sjj? f

v

Verlangt sie von Eurem Händler und nehmt keine andere an.

m

Es ist die beste Seife für den Bedarf eines jeden Haushaltes, und wer sie emnlal gebraucht, wird sie stets als einen Familienfreund anerken. nen. Ueberall xu baben.

i N. K. FAIRBANK & CO., Chicago, j

l theUgenommen zu haben. Vor emeni Militärgericht unter dem Vorsitz des Oberst Savary soll er sich verantworten. .Ich weiß von nichts!" ist alles. was er auf die Anklage zu entgegnen hat. Aber sein Urtheil war längst gesprochen. ehe das Gericht auch nur zusammentrat. Der erste Consul wollte ein .Exempel statuiren und dem alten Kriegsgeschlechte der Bourbonen, sowie der ganzen Welt zeigen, wessen er fähig wäre. le lörqrelsunq des unversöhnlichen Verschwörers George Eadoudal gab ihm den erwünschten Vor wand ZU der Behauptung, daß auch die Bourbons sich an den Plänen des Genannten betbeillat hatten, und so ließ er den ergreifen, Un tt am bequemsten erlangen konnte. Am Abend deZ 20. März 1804 trat das Militairgericht zusammen. Sein Spruch lautete auf .Tod durch Pulver und Blei . I Und in der grauen Morgenfrühe führte man den jungen, Zugendfrischen Prinzen in den Festungsgraben von Vincennes. . Ruhig und wurdevoll schreitet er seinem Ende entgegen. Er tritt an einen der zur Erecutwn. bestimmten Soldaten heran und übergibt ihm einen Brief, einen Ring und eine Locke. .Bringen Sie das," sagt er, .der Prinzessin Rohan-Rochefort in Ettenheim in Baden, sagen Sie ihr meine letzten Grüße und daß ich gestorben wäre in Gedanken an sie und wurdlg des Namens, den ich trage!" Aber .der commandirende Offizier reißt ihm das Vermächtniß aus der leise bebenden Hand und schleudert es auf den regennassen Boden des Festungsgrabens. .Nichts wird be stellt! sagt er barsch und rauh. Der Prinz legt die Hand auf s Herz. .So thut euer Werk." Zwanzig Schüsse krachten, und im nächsten Augenblick liegt der letzte Herzog von Enghlen entseelt am Boden, das Ovfer einer beispiellosen Gewaltthat. Einige Tage spater erhält die Prin zessin die Kunde von. dem Vorgefallenen. Verzweiflungsvoll schreit sie auf: .Das Ende vom Liede!" Sie verfällt in eine schwere Krankheit, und als sie endlich genesen sich davon erbolt, da greift sie eines Tages zur Laute, und wehmüthig singt sie das .Ende vom Liede": .Nächtlicher Weile ' Kommt da .der Tod, Thränen und Leid sieht Das Morgenroth." - i ' Derweil aber hat sich der Mörder ihres Gatten zum Kaiser der Franzosen gemacht und denkt rncht des armen Weibes, dem er das Liebste auf der Welt genommen hat. Aber als elf Jahre später unter dsm Donner der Kanonen von Waterloo sein Reich zusainmenbricht, sein Glücksstern für immer erlischt, da steigt ihm drohend dieVergangenheit auf, da erheben sich die Schatten Palm's und der Schlll'schen Offiziere, Hofer's und des Herzogs von Enghien. Und nach all' dem Glänze seiner Herrschaft bildet die einsame Felsen-Insel St. Helena sür den kleinen Mann mit dem olivenfarbenen Gesicht und den durchdringenden Augen das Ende vom Liede. D i c u ch mache? und Verfer tiget von wollenen Socken werden eme neue Eoncurrenz erhalten unl zwar durch das StaatZ.ZuchthauS in Wauvun. WU, Gouverneur Peck, Staatssekretär Eunningham und Ge ueral - Anwalt O Eonnor haben eme Order unterzeichnet, durch welche der Staats Eontrol Behörde die Voll macht gegeben wird, innerhalb der Gefängnißmauern ln Waupan Fa brikanlagen für die Herstellung von Tuchen und wollenen Socken zu er. richten und zu erhalten.. Die Kosten sollen jedoch die Summe von 919.000 Nicht überschreiten. Nehmet nut tte chten. , m) v 5 v Qcl Qfth-'ohsir 0. uuiiueicui Pillen. MW ' Blutroinigond. Be$ntarntfe Verdauung. Bttt ttitteigegsn Leöar n Cil!cr.ldden. Zxx haben in aUen Apotheken.

W"lMW HWfnQ

s?trt tItftrr.Vsir'Fi r.if A DV,V4VV -t'vvvyv ! 1 goldenem Reife Gebrauchte beständig nur SANTA CLAUS SEIFE. Sie brachte, zerstreut. einst die Wäfche zu Bett, ) r . . pi s j uno Ying aus cie eine ihr Engelchen nett. Entdeckend den Irrthum, erschrack sie, allein Die Wäsche war dennoch ganz blendend und rein. Für Waschzwrcke giebt es nichts Besseres als SAHtA CLAUS SEIFE. -4 Dr. Burckhardt, Veutscher Ärzt. Office und Wohnung: No. S82 Süd Meridian Str. OfflceStunden : 8 die 9 Uhr Sonn. 2 btS 8 Uhr Nachm. 7 bl. Uhr dd. Sonntags 8-9 Vormittags. Telephon 289. CIIAS. Q. MUELLEK, Deutsche Apotheke. Nachfolger von W. W. Eeott. Zlo. 667 Wirgini ZövSNus, Ecke Coburn Str. Telephon 1747. Nacktgloike an der Seitenthüre. Rezepte Tag! und acht forgfältta gefüllt. gretedlteferuna. Dr. PFAIT, Office : 134 Nord Pennsylvania Str. OiftceStunden von S i Ubr Nachm. 90. 425 Madison Avenue. Stunden von 10 11 Uhr Vorm. Wahuuag : 197 91. labamastr.. , Ecke Bermontftr. ftUn'mn . Xeieptjon. j Wvhnunc3S. Dr. Wagner, Office: Zlo. 60 Gsl Shw Str. Offtcetunden : 10 Uhr ormlttaa. 5-4 Uhr Nachmittag. ohnnng : SSe Vrosdway rsd Ltncolu Ode. Telephon 843. Br. I. Wühler, Deutscher Arzt. Office und Wohnung: SS7 Tuo Velaware Ttraße. rMflrfi;ttf a o itv tt?- o rt I achm.: 7 Uhr Abend. Telephon 14. tVV'VIHVVHl V m 4 l VIUl M l f Dp. C. R. SöZaeser, ZSrzt und Chirurg. ' I o. 430 Madison Avenue, nahe Morris Str. Sprechstunden : 89:8 Ubr Moraen. ii Ubr aazsttttag,, 78 uyr nvend. Telephon 8. Dr. I. A. Sutcliffe, efchastiat sich auksckliekttch mit wundLrUlicke Hauen uno mir tialeal. uno urtnrranrhette. No. VS Oft Merket Straße. Offtce-Stundeu : 9 bi 10 Ubr Sonn, i MI I ant viaam. conntaci aut acnonnatn. Tele ,tz 91. C. C. Gnerts. Deutscher Zahn -Arzt, No. 8z Nord Pennsylvania Str. ak wird aus Wunsch anzewantt. IAH IDEAL FAMlLY MavOICINEl For lBdlcetla. l(UlouarR. llCBuac.Cf vniupiMMn . VA Calexlom üffeule Brcatk, ond U oiordn ot Ute Btoniaca, Lina- and Boweia. RIPANS "tf ABULES . aet gently yet promptly. Purseft digrtlon sollowi thelr ORa. Bold ty drnarelsta or rmnt by nuül. Box (8 rlala), 75O. Packaff ü boxe), $a. tot rree ampien-aaureM &1PAA4 CItEMICAI. CO., KewTrk j. C. nORNUNG'S Wirthschaft! 145 Oft Washington Straße. Jeden Vormittag feiner warmer Lunch Beste Bedienung und vorzügliche Setränke und Cigarren. Telephon 126A Unterstützt die UNION CO - OPERATIVE L a u n d r y, betriebe ton Union WaschSdche. No. 133, 140 und 142 Virginia Svenue. T. E. Sornervillc, Manager Eiö! Eis: Eis! Wir benStzen da? Couvon?vNem für Ablief erung von iS an unsere Sunden. Saufen Sie Jdre SouvonS, bevor daS UiS geliefert wird. x mir einen fluten orraii, von ui ven?en, so find wir in der Lage zn folgenden Preisen z vertansen : ioo bi 200 Pfd in einer Meferuna S5c periooPfd 2vu vl lwn vso in einer leserung 20c per l0a bi X Pfd in einer Lieferung I7c , uud mehr in einer Lieferung löc . QZHXXrypr' ms Dczm, Offtce : No. 222 WeS Walnntstr.-Tel. Ivss. The Twentieth Century, eine . auSaneicbnete Wochenschrift, welche fortschrittttck aesinnten Lescm sehr lu nvfeb len ist. In der Tende, zwar sozialistisch, . -r a m . fr .! - enr werden voq andere soniqrlrinqe ?eorien darin undarteiisck besvrochen. 7an bestelle direkt bei der Humboldt Publishing Co.. 1 Ast" P!e, New vorr.

- Die -

ndiana i? une ist das einzige Blatt in SnMana, wel ches die Interessen des Volkes gegenüber der Macht der Plutokratie vertritt. Al, Organ des Volkes und nicht einer Partei oder Parteiinteressen kämpft sie unentwegt für Freiheitu. Recht auf allen Gebieten deS Lebeni. Die Arbeit deS Volkes ist die Schöpferin alles Wohlstandes und dal rum wirken wir für selche soziale Reformen, welche die Arbeit zur freudebringenden Lust, statt zur niederdrückenden Last machen. Jeder fortschrittlich Gesinnte, ssllte eS als moralische Pflicht empsinde. Leser der Jndiana Tribüne zu sei DaS relchbalttge f . I s., 4-s i St wiiiiiux):? -4vn bietet eine Fülle unterhaltenden Lese. stoffeS. Der 5Ubonnements . Preis der täglichen Tribüne ist 12c, beö Sonntagsblattö 3c, beider zusammen II Cts., per Woche oder I (?tö. per Monat. Durch die Pofi versandt, kostet da4 Tageblatt 03, das SantagSölatt 92 per Jahr, beide zusammen CO in Borautbezahlung. vuekfAchen aller Art werden rasch und billig aukgeführt. Eintrittskarten, Quittungen, (onstltutlonem, Rechnungen, Geschäftskarten, Orlefköpfe, Zirkulare, yrograme n. s. w. für Geschäftsltute und Vereine werde geschmackvoll ausgeführt. WS SW WM JndisapzliS. Ind.

Crib

...