Indiana Tribüne, Volume 17, Number 220, Indianapolis, Marion County, 29 April 1894 — Page 3
Sin MiNMMellluüg. Vo Antgony iö?c. (2. Fortsetzung.) Madame hielt es manchmal für nothwendig, sich und andere mit heftigen Anklagen gegen die verfchiedenen Tyrannen Frankreichs und folcker, die es gern fein möchten, zu langweilen, aber abgefehen von diesem frommen Opfer auf dem Altar ihres verblichenen Gatten, war sie ein munt:res und liebenswürdiges kleines Frauchen. Als ich ankam, fand ich eine heitere Gesellschaft um den Theetisch versammelt, darunter, ohne Ahnung, welche Leiden ihr Vater ausstand, Donna Antonia und ein Herr, Namens Iohnny Carr, der besonders deshalb Erwähnung verdient, weil er der ein zig: ehrliche Mann in Aureataland war. Ich meine natürlich das Land, wie es war, als ich es bei meiner An lunft saut. Es war ein junger Engländer, ein jüngerer Sohn" einer gut:n Familie, der mit ein paar tausend Pfund in die Welt geschickt worden war, um sein Glück zu machen. Land war n uns billig genug, und Johnny Earr hatte ewe Besitzung gekauft und sich als Landwirth niedergelassen. In der letzten Zeit hatte er sich als entschiedener Cottstitut'wneller und begeisterter Bewunderer des Präsidenten zu schönster Blüthe entfaltet und hatte in dessen Interesse einen Sitz im Abgeordnetenhaus. Johnny war weder ein sehr kluger, noch ein sehr nxiserMann, aber er war listig und, wie ich schon zu bemerken für nöthig befunden habe, ehrlich. Hallo, Johnny! Weshalb nicht im Haus?" rief ich ihm zu. Ihr werdet heute, Abend keine einzige Stimme entbehren können. Machen Sie, daß Sie hinkommen und helfen Sie dem Mini sierium, und nehmen Sie Donna Antonia mit, der Iinnzminister wird mit Haut und Haaren aufgefressen." Schon gut. Ich geh: hin. aber erst roill ich noch ein Stück Kuchen essen," entgeqnete Johnny. Aber was ist denn los?" 0, sie wollen ihr Geld haben," antwortete i-ti, und Don Antonio will nichts herausrücken, das nehmen sie ihm übel." Ich will Ihnen sagen, woran's liegt," sagteJohnny, er hat nicht einen rothen " 0, Madame Dedarges," fiel hier Donna Antonia, wie mir schien, etwas plötzlich ein, verbieten Sie doch den Herren, über Politik zu sprechen; sie verderben uns den Abend." ..Ihr Wort ist Gesetz." erwiderte ich. ..aber ich möchet gern wissen, was Don Antonio nicht hat." Jetzt seien Sie aber ruhig," gab sie zurück; ist's nicht ganz hinreichend, daß er eine reizende Töchter hat?" Und eine unschätzbare," entgegnete ich mit einer Verbeugung, denn ich merkte, daß Douna Antonia mich aus irgend einem Grunde verhindern wollte, Johnny Carr auszupumpen, und das war gerade, was ich beabsichtigte. Sagen Sie kein Wort mehr. Mr. Carr," rief sie lachend. Sie wissen ja doch nichts, nicht wahr?" Lieber Gott, nein!" antwortete Johnny. Inzwischen hatte Madame Devarg: eine Tasse Thee für mich bereitet. Wenn ich sein Freund wäre, würde ich dafür sorgen, daß Johnny nicht das Geringste wüßte. Mr. Martin." sagte sie mit leiser Stimme, als sie mir die Tasse überreichte.' Wenn ick sein Freund wäre, würde ich dafür sorgen, daß er mir sagte, was er wüßte, Madame Devarges," erwiderte ich. Vielleicht denkt der Oberst gerade so," fuhr sie fort. Johnny hat uns eben erzählt, wie wunderbar aufmerksam in der letzten Zeit geworden ist. Und i? Signorina auch, wie ich höre." Was Sie sagen!" rief ich. Aber doch wohl bloße Freundlichkeit, weiter r.töts." ..Auch Ihnen ist in der Gegend viel Aufrierk'amkeit bezeigt worden," entgegnete sie. deshalb werden Sie wohl au das beste Urtheil über die Beweggründe haben." Bitte, seien Sie nicht unleidlich." antwortete ich. ich bin hierher gekommen. um Nuhe zu finden." Armer Jüngling! Haben Sie all'
Ihr Geld verloren? Wäre es möglich, daß Sie, wie Don Antonio, nicht einen rothen ? Was wird geschehen?" fragte ich, denn Madame Devarges war häufig seür gut unterrichtet. Ich weiß nicht." entgegnete sie, aber wenn ich Staatsschuldverschreibunqen hatte, wurde tch verkaufen. Verzeihung, Madame, Sie würden versuchen zu verkaufend Sie lachte. Ach, ich sehe, mein Rath kommt zu spät." Ich hielt es nicht sür nothwendig, si noch weiter aufzuklären, und trat zu Donna Antoma, d:e seit ihrem Aus bruch vorhin etwas verstimmt schien. Ich habe Sie doch hoffentlich nicht gekränkt?" sagte ich, neben ihr Platz nehmend. Sie winen sehr wohl, daß Ihnen wenig daran liegen würde, wenn Sie es gethan hätten." entgegnete sie mit dnrn vorwurfsvollen, aber doch nicht unfreundlichen Blick. Ja, wenn s die Signorina Ware ' Ich habe nie etwas daaeaen. km Temp:l der Liebe auf die Kniee zu fallen ?.-m Henker mit der Signorina!" saate ich demnaey. Wenn ich glauben könnte, daß daS Ihr Ernst wäre," antwortete Donna Antonia, könnte ich Ihnen vielleicht helfen Bedarf ich der Hilfe?' Ja" antwortete sie
Nun. dann nehmen Sie an, es wäre mein Ernst." Donna Antonia hatte keine Lust, leichtfertig zu sein. Sie wollen Ihren wahren Freunden nicht gestatten, Sie zu- retten," sagte sie mit einem Blick wirklicher Angst. Sie wissen sehr wohl, daß Sie Hilfe nöthig haben. Bedenken Sie doch Ihr: Lage." In dieser Beziehung sind meine Freunde in Whittingham sehr bereit, mir . zu helfen," antwortete ich etwas ärgerlich.
Wenn Sie die Sache so aufneh men," erwiderte sie traurig, kann ich nichts thun." Ich war doch etwas gerührt. Augenscheinlich wollte sie mir gern nützen, und einen Augenblick kam mir der G danke, oo es nicht besser sei. mich von meinen Fesseln frei zu machen und die mir geboten: Zuflucht anzunehmen. Allein das konnte ich nicht, und da ich suhlt?, daz es erbärmlich sein wurde, wenn ich ihr Interesse für mich für meine persönlichen Zwecke ausgenützt hätt.', folgte ich der Stimme meincsGewlszens. Donna Antonia," sagte ich, ich will offenherzig qeqen Sie sein. Könn:n Sie mir nur dann helfen, wenn ich mich öftrer Führung unterwerfe? Das kann ich nicht. Ich stecke zu i:t darin." Ja, Sie stecken tief darin und sind sehr begierig, noch tiefer hineinzukommen," entgegnete sie. Sei's darum. Ich kann Ihnen nicht helfen." Ich danke Ihnen für Ihren guten Willen," erwiderte ich. Höchst wahrscheinlich wird ein Tag kommen, wo ich es bereuen werde, ihn zurückgewiesen zu haben, aber die Erinneruna. daß Sie mir Ihre Hilfe angeboten haben, wird mir stets lieb sein." Sie sag mich einen Augenblick an. Wir haben Sie hier ruinirt," saate sie dann. An Leib und Seele und Vermögenr Sie gab keine Antwort, und ich bemerkte, daß meine Wiederaufnahme des leicktserttgen Tones sie verletzte. Ich erhob mich also und verabschiedete mich; johnny Carr ging mit mir. Die Geschichte sieht ganz verdreht aus, was, Alterchen?" sagte er. Aber der Präsident wird sich schon herausreißen, trotz des Obersten und seiner Signorina." Johnny." antwortete ich. Sie thun mir weh, aber trotzdem will ich Ihnen einen guten Rath geben." vß, denn los," entgegnete Johnny. Heirathen Sie Donna' Antonia," erwiderte ich. Sie ist ein gutes Mädchen, und sie wird Sie davor bewahren, daß Sie sich betrinken oder ausgeplünden werden. Bei Gott! Kein'übler Gedanke" sagte er. Warum thun Sie's denn nicht selbst?" . ' Weil ich dasselbe bin, wie Sie. Johnny ein Esel." antwortete ich und überliefe lom, das Räthsel zu losen. warum, wenn er ein Esel und ich ein Esel war, ein Esel Donna Antonia he?rathen sollte und nicht beide oder keiner. Auf meinem Heimwea kaufte ich mir die Gaiette", das Regierungsblatt, und las darin: Wie wir hören, bildeten bei einem heute Nachmittag unter Vorsitz Seiner Excellenz abgehaltenen Ministerrath die Angelegenheiten der Staatsschuld den Gegenstand derBerHandlung. DieVeschlllsse, zu denen man gelangte, werden gegenwärtig noch streng geHelm gehalten, allein wir konnen auf Grund der zuverlässigsten Nachrichten mittheilen, daß die beschlossenen Maßregeln die Wirkung haven werden, die gegenwartige Spannung derLage erheblich zu mildern und die ungeheure Mehrheit der Bürger von Aureataland mit ungemischterBesriedigung zu erfüllen. Der Präsident wird wieder als der Retter des Vaterlandes gepriesen werden." Es soll mich wundern, ob ich auch zu der ungeheuren Mehrheit gehören werde," dachte ich. Ich denke, ich mache Seiner Excellenz einmal einen kleinen Besuch." Diesen Entschluß ausführend, begab ich mich am nächsten Morgen nach dem Goldenen Haus. .hörte aber hier, der Präsident sei im Finanzministerium. Bei meinerAnkunst dort schickte ich eine ttarte hinein, worauf ich die bescheidene Bitte um eine Privatunterredung geschrieben hatte. Ich wurde in das Zlmmcr Don Antonios qefuhrt und fand dort den Minister, den Präsidenten' und Johnny Carr. Als ich eintrat, rückte mir der Bediente auf einen Wink Sei ner Excellenz einen Stuhl zurecht. Da ich annehme, daß Ihr Besuch Geschästangelegenheiten betrifft," hob der Präsident etwas steif an, ist es in der Ordnung, daß ich Sie m Gegen wart eines meiner verfassungsmäßigen atygeder empfange, Mr.Martm. Mr. Carr ist mein Secretär, und Sie können sich in seiner Gegenwart frei aussprechen. Ich war ärgerlich, daß mein Versuch, den Präsidenten allein zu snechen, fehlaeschlagen war; da ich aber meinen Verdruß nicht zeigen wollte, verbeugte ich mich einfach. . Ich habe mir die Freiheit genom men," begann ich, Ew. Excellenz zu belästigen, weil ich einen Brief von meinen Direktoren erhalten habe.' Sie theilen mir mit. daß, um ihre eiaenen Wort: zu gebrauchen, beunruhigende Gerüchte" in betreff der Anleihe von Aureataland auf der Börse verbreitet sind, und tragen mir auf, Ew. Excellenz darauf aufmerksam zu machen. daß es wohl geboten wäre, irgend eine öffentliche Kundgebung in betreff der Zahlung der im nächsten Monat fällig werdenden Zinsen zu erlassen. Nach ihren Mittheilungen scheint es so, als ob man Schwierigkeiten in dieser Beziehuna erwartete. Wäre, nicht d'.es Gesuch, wenn es überhaupt nöthig ist, richtiger zunächst an den.FinanzmiNlster zu richten?
fragte der Präsident. Solche Einzelheiten sind doch eigentlich kaum meine Sache."
Ich kann nur meine Anweisungen ausführen," erwiderte ich. Haben Sie irgend etwas daqegen. Mr. Martin," fuhr der Präsident fort, mir und meinen Rathqebern zu gestatten, Einsicht von diesem Brief zu nehmen?" Ich bin nur ermachtiat, ihn Ew. Excellenz eigenen Augen zu unterbreiten." O, nur meinen eigenen Augen," sagte er mit einem belustigten Aus druck. Also' deshalb verlangten Sie eine Privatunterredung?" So ist's," entgegnete ich. EineVerletzunq der dem Herrn Finanzminister oder Ihrem Secretär schuldiqen Achtung lag mir fern, aber ich bin ourg meine Befehle gebunden." Sl: sind ein musterhafter Bcamter. Mr. Martin. Aber ich glaube i, daß ich Sie weiter damit zu bemühen brauche. Ist es eine Kabeldepesche?" Er lächelte bei d'.eser Frage so bos haft,. daß ich sah, er habe mein kleines Märcyen durchschaut. Ein Brief." Ew. Excellenz," erwiderte ich trotzdem. Nun, meine Herren." sagte er zu den andern gewandt, ich glaube, wir können Mr. Martin beruhigen. DieNegierung vermag die Nothwendigkeit einer öffentlichen Kundgebung nicht anzuerkennen, und es wird nichts derart ges erfolgen. Ich denke, wir stimmen darin überein. meineHerren. daß es km höchsten Grade herabwürdigend wäre, wenn wir die Nothwendigkeit einer solchen Maßnahme anerkennen wollten. Aber Sie können Ihren Direktoren mittheilen, Mr. Martin, daß der Pra sident Ihnen unter Zustimmung seiner Ratbaeber versichert hat. er erwarte. daß Sie am Fälligkeitstage keine Schwierigkeiten finden werden. 'den vollen Betrag der Zinsen abzuschicken. Ich kann ihnen also versichern, Ew. Excellenz, daß die Zinsen pünktlich bezahlt werden?" Ich habe mich doch gewiß in einer Weise ausgedrückt, die Sie verstehen," entgegnete er mit einem kleinen Nachdruck aus dem Sie." Aureataland wird seinen Verpflichtungen nachkommen. Sie werden alles erhalten, was Ihnen zusteht. Nicht wahr, meine Herren?" Don Antonio stimmte sofort zu; Johnny Carr sagte nichts, wie mir auffiel, und rückte etwas unruhig auf seinem Stuhle hin und her. Ich wußte ganz genau, was der Präsident meinte. Er wollte sagen, wenn wir nicyt zahlen, müssen Si: aus Ihrem Reservefond zahlen." Leider war diese Reserve jfrijr zusammengeschmolzen. Ich hatte ;ycuuy, u.ciiiuc ycuuy, uui uui iiuuji falllgenBetrag zu decken, wenn ich keine meiner eigenen Schulden bezahlte. Es waren schlimme Gedanken, die 'mir durch den Kopf schössen, als ich sah, wie die Erkenntniß meiner Schwierigleiten Seine? Excellenz ein boshaftes Veranüqen bereitete (denn er war schlau aenua zu merken, wie die Sacke lag), aber ich konnte natürlich nichts sagen. Ich erhob mich also und empsayt mich mit dem Bewußtsein, daß ich nichts erreicht hatte, als die sehr klareUeberzeugung. ich würde am nächsten Fälligkeitstag kein Geld vom Präsidenten zu sehen kragen. Allerdings konnte ich noch eben zahlen. Aber wie würde es das nächste Mal werden? Wenn er nicht zahlen wollte und ich nicht zaylen konnte, dann war die Geschichte vorbei. In betreff der ersten Anleihe hatte ich freilich keine Verantwortung,.alleln wenn keine Zinsen be zahlt wurden, dann kam die Thatsache, daß ich das zweite Anlehen, mein Anlehen, auf eigene Faust, ohne Ermächtiguna und im Widerspruch. Mit dem gemacht, was ich über die Verwendung des Capitals, berichtet hatte, unvcrweidlich an den Tag. Uno meine Annähme einer Vergütung, die kleinen Machenschaften mit dem Reservefond und meine ungenauen Berichte über die Verwendung der Capitalien würde Leuten, die die Verhältnisse nicht kannten, sehr eigenthümlich erscheinen. -Auf meinem Ruckweg nach der Bank gingen mir diese Dinge im Kopf herum. Dort angelangt, fand ich JoneS damit beschäftigt, die Briefschaften zu ordnen. Es war ein Theil seiner Pflichten. alle von Europa eingehenden Briefe aufzubewahren und zu ordnen. und, sonderbar genug, bereitete ihm diese Aufgabe großes Vergnügen. Ein Theil meiner Pflichten war es, darauf zu sehen, daß er das that. Ich setzte mich also hin und fing an, den Häufen von Briefen -und Telegrammen, die er auf mein Pult gelegt hatte, durchzusehen. Sie dahrten um zwei Jahre zu rück und das überraschte mich. Si: sind etwas im Rückstand, wie. Jones?" sagte ich. .a. etwas, aber ich habe sie schon lange geordnet, allem da Sie Ihr Zel chen noch nicht daraufgesetzt haben. meinte ich, es wäre gut, sie Ihnen vor zulegen." Ganz recht sehr nachlässig von mir. Es wird wohl alles in Ordnung sein?" Ja, Mr. Martin, alles in Ordnuna. Dann will ich mich nicht damit auf halten, sie durchzusehen." . Sie sind alle da, mit Ausnahme, i.'!f! fL..f V.i.r& una V3 nUlUUlU, UCl JlUUtlUC(JCUC lUCUCU zweiten Anlehens. .Mit Ausnahme Von was?" fragte ich. Der Kabeldepesche wegen des zweiten Anlehens," wiederholte er! Es war mir angenehm, daran erinnert zu werden, denn ick wollte dieses Schriftstück natürlich beiseite schaffen, eh: das Briefbündel dem Archiv einverleibt wurde. Ich glaubte thatsächllch. ich hätte das schon gethan. Wa rum aber hatte es Jones. beseitigt? So ungläubig war doch Jones sonst nicht.
Und was Haben Sie damit ge-
macht?Wie. Mr. Martm, wissen Sie das nicht? Seine Excellenz hat sie mitgenommen." . Was?" rief ich. Ja, Mr. Martin, habe ich Ihnen das nicht mitgetheilt? Am Tage nach der Nacht, wo Sie mit dem Präsidenten hier gewesen waren, kam Seine Excellenz am Nachmittag, als Sie nach der Piazza gegangen waren, wieder hierher und sagte, er müsse die Depesche haben. Er aab an, Sie hätten ihm mitgetheilt, fiet müsse dem Finanzministerium übergeben werden. Er war sehr freundlich und erzählte mir, es sei nothwendig, das Original dem Flnanzminister vorzulegen, und da er dort vorbeigehe (er war hierhergekommen, um einen Check für seine Privatrechnuna einzukassiren), wolle er es selbst mitnehmen. Hat er esJhnen nicht zurückgegeben? Er sagte doch, er wolle das thun." ff) hatte noch eben Kraft genug hervorzustoßen: Ohne Zweifel vergessen, gut, Jones. Kann ich jetzt aetzen, Mr. Martin?" fragte Jones. Mrs. Jones hat mich gebeten, mit ihr zu Ja, gehen Sie nur," erwiderte ich, und als er hinausgegangen war, fügte ich einen Bestimmungsort hinzu, der wahrscheinlich von dem, den die gute Dame in Vorschlag gebracht hatte, sehr verschieden war. Denn jetzt durchschaute ich die ganze Sache. Der alte Schust (verzeihen Sie meine Hitze) hatte mein: gefälschte Kabeldepesche gestohlen, um sie, wenn es die Umstände erheischten, zu seiner eigenen Rechtfertigung zum Vorschein zu bringen. Ich war hineingelegt, gründlich hineingelegt und Jones Dummheit hatte das sehr leicht gemacht. Ich hatte keinen Beweis als mein Wort, daß der Präsident von der Fälschung der Depesche Kenntniß hatte. Bis jetzt hatte ich mich mit dem Gedanken getröstet, daß ich, wenn ich überführt würde, mich der Gesellschaft des Präsidenten auf der. Anklagebank zu erfreuen haben wurde. Aber jetzt ! Ich konnte mich selbst als Spitzbube hinstellen, aber ich hatte keine Mittel mekr zu beweisen, daß der Präsident auch einer war. Nicht ich hatte Vortheil davon, daß Jones überzeugt worden war, sondern er, der Präsident. Nicht zu 'meinem Vortheil hatte ich Urkunden gefälscht, sondern zu seinem. Allerdings, das Geld hatte ich für Mich ausgegeben, aber Hol der Teufel die ganze Geschichte," rief ich erbittert aus. er hat mir drei Viertel davon im Spiel abgenommen. Und wieder kam mir Seiner Excellenz Wort in Erinnerung: Ich weiß meine Gelegenheiten auszunutzen. L.Capitel. Die folgende Woche war eine sehr ge schäftige für mich. Ich verwendete sie dazu, jeden Pfennig baar Geld, dessen ich habhast werden konnte, zusammen zu scharren. Wenn fa genug sammeln konnte, um die Zinsen für die dreihunderttausend Dollars zu bezahlen, die angeblich gegen ausreichende Sicherheit ausgeliehen in Wahrheit in einer nur dem Präsidenten bekannten Weise verwendet worden waren dann hatte ich sechs Monate, wahrend derer ich auf einen Ausweg sinnen konnte. Was ich zur Zeit noch von meinerVeraüiung besaß, war ml", von meinem Reservefond hatte ich noch zehntausend Dollars. Das reichte hin. Aber wie tarn es, daß sich diese Summe tn mei nem Besitz befand? Weil ich. leider, fünftausend Dollars von der Bank geborgt hatte. 'Wenn sie ihrem eigenen Unterdirektor Nicht einmal einen Vorschuß zubilligen wollten, wem sollten sie dann wohl einen solchen gestatten? Ich nahm also einen Vorschuß. Wenn dies Geld aber nicht vor dem monatlichen Kassenabschluß zurückerstattet wurde, erfuhr Jones die Geschichte! Ihm nochmals den Mund stopfen zu können, das wagte ich Nicht zu hoffen. Als ich weiter oben sagte. Johnny Carr sei der einzige ehrliche Mann m Aureataland gewesen, habe ich Jones vergessen. Zu meinem Kummer und Verduß war Jones ebenfalls ehrlich, und Jones wurde es für seine Pflicht gehalten haben, die Direktoreil m Kenntniß zu setzen, daß ich mehr aus der Kasse genommen hätte, als mir zustand. Wenn sie das hörten, war ich verloren, denn eme unberechhate Zahlung, die der Unkerdirektor heimlich aus dem Geldschrank an sich selbst macht, ist. das .leugne ich nicht, entschie den nicht ordnungsmäßig. Wenn ich also vor Ende des Monats nicht fünftausend Dollars zu meinen zehntausend hinzufügen konnte, mußte ich ourchorennen. Diese traurige Ueberzeuanua wurde noch durch elnenÄries besesnqt und Ha rer gemacht, den tch.um meine Leiden voll zu machen, von meinem verehrten Vater erhielt. Er setzte mich in Kenntniß. daß er unglücklicherweise mit dem Betrag, von zweitausend Pfund der Schuldner unseres Voraesetzten ae worden sei die Folge eines mit ihm gemachten Geschäftes daß er bei ihm gewesen sei, daß jener aber auf Zahlung dringe, sich in sehr heftigen Neden gegen unsere Familie im Allge memen ergangen und die Unterredung mit der Erklärung zum Abschluß aebracht habe, er wolle mein Gehalt ein-i.--1l r.Y. c - r-r i - Genauen, um naj'jur meines naicrs Schutt) bezahlt zu machen. Wenn ihm das nicht gefällt, kann er gehen, wir verlieren 'nichts an ihm." Dies war ein durch nichts zu rechtfertiaendesVor gehen, aber ich befand mich kaum in der Lage, dem Vorsitzenden gegenüber den sittlich Entrüsteten zu, spielen, und das Endergebniß war. daß ich nur zwei Auswege aus meiner Laa: vor mir sah. den Vettelstab oder das Gefängniß. Wäre dieser ganz unvorheraesehene Schicksalsschlag nicht gekommen, hatte ich vielleicht Muth gefaßt und imBer-
trauen darauf, daß die Verpflichtungen des Vorsitzenden gegen meinen Vater mich durchreißen würden, meine Mis-
sethaten bekannt. Aber icfet, wie stand ich letzt? Ich steckte, wie Donna Antonia es ausgedruckt hatte, sehr tief darin. So Niedergedruckt war ich durch meine Lage, und so mit krampfhaften Versuchen, sie zu verbessern, beschäftigt, daß ich nicht einmal Zeit fand, die Signorina zu besuchen, so sehr ich auch des Trostes bedurft hätte, und als Tag auf Tag dahinging, verfiel ich in eine solche Verzweiflung, daß ich überhaupt nicht mehr ausging, sondern trübselig in meiner Wohnung saß, meinen Kofser betrachtete und mich fragte, wie bald ich ihn wohl packen und fliehen müsse, wenn auch nicht um des Lebens, so doch um der Freiheit willen. Endlich kam der Krach. Ich saß eines Morgens mit der schwierigen Aufgäbe beschäftigt, aus zehn fünfzehn zu machen, in meinem Geschäftszimmer, als ich Pferdeqetrappel hörte. Einen Augenblick später wurde die Thüre geöffnet, und Jones führte den Oberst McGreqor herein. Ich nickte diesem zu, und er trat mit seinem gewohnlichen langsamen Schritt näher, nahm Vlatz und zog seine Handschuhe aus. Inzwischen hatte ich mich soweit zusammengerafft, daß ich sagen konnte: Womit kann ich Ihnen dienen, Herr Oberst?" Er wartete, bis sich die Thüre hinter Jones geschlossen hatte. Ich bin endlich der Sacke auf den Grund gekommen, Martin," sagte er dann. Ich war auch auf den Grund gekommen, aber in einem anderen Sinne, als der Oberst es meinte. Was für einer Sache aus den Grund?" fragte ich etwas mürrisch. Der Schurkerei des alten Taugenichts", entgegnete er, mit dem Daumen über die Schulter nach der Richtung der Piazza und dem Denkmal des Befreiers weisend. Er ist sehr schlau, aber endlich hat er doch einmal einen Fehler gemacht." Kommen Sie zur Sache, Oberst, was ist eigentlich los?" Wurden Sie überrascht sem, wenn Sie hörten," sagte er, daß die am 31. fällig werkenden Zinsen der Staatsschuld nicht bezahlt werden? Nein, keineswegs, entgegnete tch gefaßt. Wurden Sie überrascht sem, wenn Sie hörten, daß überhaupt keine Zinsen mehr bezahlt w.erden?" Den Teufel auch! rief ich ausspringend, was meinen Sie, Mann?" -Der Präsident, entgegnete er ruhig, wird am 31. dieses Monats die Staatsschuld für ungutig erklaren. Mir versagte die Sprache; ich fiel auf meinen Stuhl zurück und starrte den Oberst an, der sich ietzt damit beschäftigte, eine Eigarette anzuzünden. In demselben Augenblicke traf dasGe rausch nayer kommender !ttader mem Ohr. Dann hörte ich die süße, helle Stimme, die ich so wohl kannte. Ich will ihn nur einen Augenblick störm, Mr. Jon.:s," sagte sie, er soll sich 'mal für einen Tag von der Arbeit los machen, und mit mir spazieren fahren. Gleichzeitig ossnete sich meine Thüre, und sie trat rasch ein. Als sie denOberst erblickte, erkannte sie aus den ersten Blick, wie die Dinge standen.. Haben Sie's ihm gesagt?" fragte sie den Oberst.7n diesem Augenblick, (signorma. erwiderte er. Ich besah nicht mehr ZIrast genug. um sie zu begrüßen: sie nahm daher unaufgefordert Platz und zog dieHandschuhe aus, nicht trage, wie der Oberst, sondern in der Weise, wie ein Mann den Rock abwirft, um eine von ihm ge forderte Anstrengung mit mehr Krast leisten zu können. Endlich sagte ich voll Ueberzeugung: ,Er ist doch ein wunderbarer Mann! Wie sind Sie denn dahinter gekommen. Oberst?" Habe Johnny Earr zum Essen emaeladen und ihn betrunken gemacht. Sie wollen doch nicht sagen, daß er sich Johnny anvertraut hat?" Sonderbar, Nicht wahr? entgegnete der Oberst. Und noch dazu bei seiner Erfahrung. Daß Johnny ein Esel ist, muß er doch wissen. Wahrscheinlich hatte er niemand anders. Er wußte," warf hier ;die Signo rina dazwischen, daß jeder andere hier am Orte ihn verrathen wurde und er war überzeugt, daß Johnny das nicht thun wurde, wenn er es . vermeiden lonnie. 15t yar Zyre amgrelien unier- .. . schätzt. Oberst." Gut." sagte-ich. Ich kann's nicht ändern, wie? Meine Direktoren werden verlieren, die Aktionäre werden verlleren. aber was kann s mir schaden? Der Oberst und m Signorina lä chelten freundlich. Gut gespielt, Mr. Martin," fing ersterer wieder an: aber es wird uns Zeit ersparen, wenn ich Ihnen etwas mittheilte. Sowohl SignorinaNugent. wie ich kennen alle Einzelheiten rn be-. treff der " er hielt inne und strich sich den Schnurrbart. Der zweiten Anleihe," ergänzte die Signorina. Ich war darüber nicht sehr über rascht. da ich' mich gewisser Gespräche erinnerte. . Ah! Und wie haben Sie das herzusoebracht?" fragte ich. Sie hat mir's erzählt," antwortete der Oberst, auf seine schöne Nachbarin deutend. '
Und darf ich fragen, wie Sie dahinter gekommen sind, Signorina?" Der Präsident hat's mir gesagt," erwiderte die Dame. Haben Sie ihn auch betrunken .gemacht?" , . ; - Nein, betrunken nicht," ' war ihre Antwort, die sie sehr verschämt und mit niedergeschlagenen Augen vorbrachte. Wir konnten urs wohl denken, teil
sie es gemacht hatt'el aber uns 'beiden; lag nichts daran, diese Sache weiter zu
erörtern. Da Sie also beide alles wissen," begann, ich nach einer Pause wieder, kann alles Komodiesprelen nichts mehr nützen. Es ist sehr liebenswürdig von Ihnen, daß Sie gekommen sind, mich zu warnen." Sie lieber, auter Mr.Martin," ent gegnete die Signorina, unsere Beweggründe sind nicht bloß rein freundschaftlich." Wie? Was kann Ihnen daran negen?" Einfach dies, antwortete sie. Wie Bank und ihr ausgezeichneter Unterdirektor haben den größten Theil dek Schuld in Händen, der Oberst und ich den Rest. Wird sie für ungiltig erklärt. dann verliert die Bank, ja: aber der Unterdirektor, der Oberst und die Signorina Nugent sind verloren. Das wußte ich nicht," sagte ich verblüfft. Ja," fuhr der Oberst fort, als die erste Anleihe aufgenommen wurde. habe ich ihm hunderttausend Dollars gegeben.. Wir waren damals dicke freunde, und ich that es aus Dank für meinen Rang und meinen Sitz in der Kammer. Seitdem habe ich noch viele Obligationen angekauft." Dje haben Sie wahrscheinlich billig bekommen?" fragte ich. Ja," erwiderte er, ich habe durchschnittlich fünfundstebzig Cents sür die Fünfdollarobligation bezahlt." Und was haben Sie ietzt dem Namen nach in Händen?" Drelhunderttausend Dollars, entgegnete er kurz. Ihr Interesse bei der Sache ist mir jetzt begreiflich, aber Sie, Signorma? 1 Die Signorina schien etwas verlegen zu sein; aber endlich entschloß sie sich zu sprechen: Was liegt daran, wenn Sie's wissen. Als ich einwilligte hier zu bleiben, gab er" wir wußten, wen sie meinte mir hunderttausend Dollars. Außerdem hatte ich fünfzigtausend Dollars oder so etwas, eigenes Geld, die ich " Die Sie von Ihrem Gehalt als Primadonna 'erspart hatten," warf der Oberst dazwischen. Was kommt darauf an," fuhr sie errathend fort. Ich hatte es eben. Was hat er nun gethan? Er hat mich überredet alles die ganze Summe von Hundertfünfzigtausend Dollars in der greulichen Schuld anzulegen. O, iZt- das nicht gemein, Mr. Martin? Jedenfalls hatte der Präsident in dieser Sache das Geschäft mit dem Vergnügen zu verbinden gewußt. . Schändlich!" bemerkte ich. Und wenn ich das verliere, besitz: ich keinen Pfennig mcht einen rothen Pfennig mehr. Und meine arme Tante was soll aus ihr werden? Kümmern Sie sich jetzt nicht um Ihre Tante," fiel hier der Oberst etwas roh ein. Na," fuhr er fort, Sie fehen also, Martm, wir fahren mit Jy nen. in einem Boot." Ja" entgegnete ich, und wir werden bald zusammen im Wasser liegen. Fällt uns gar nicht ein," rief der Oberst. Fällt uns gar nicht ein," echote die Slanorina. Was in aller Welt wollen Sie denn machen?" fsinanzielle Ehrenhaftigkeit ist das Rückgrat eines Landes," sagte der Oberst. Sollen wir ruhig dabei stehen und zusehen, wie Aureataland solch' ehrlose Weqe betritt?" Nimmermehr!" rief die Signorina, mit blitzenden Augen ausspringend. Nun und nimmermehr! Sie sah bezaubernd aus, aber Geschüft ist Geschäft. Was wollen Sie machen?" fragte ich noch einmal. Wir werden mit Ihrer Hilfe, Martin. diese Schandthat verhindern. Wir werden" er dämpfte feine Stimme aber das war nutzlos, denn in lautem, lustigem Ton, die Handschuhe über dem Kov.fr schwinaend und ein kleines pas seul" vor mir tanzend, fiel ihm die Signonna mit den bedeutsamen Worten in die Rede: Hurrah für die Revolutlon! Hip! hip! Hurrah!" Sie sah aus wie eine Göttin der m C Freiheit in ver vesten uaune uno einem Pariser Sut. Ich verlor mein geistiges Gleichgewicht. Aufspringend faßte ich sie um den Leib und wir wirbelten wie i m . . ci vi- rr:iou im jimiucr umi;ct, iuuuci uic vua norina die Marseillaise anstimmte. Um Gottes willen, seid ruhig!" rief McGregor in heiserem Flüsterton, wobei er mich festhielt, als ich an ihm vorbeiraste. Wenn man euch hört! Ruhig. sage ich, Chrlstlna!" Die Sianorina hielt an. Meinen Sie mich, Oberst McGreaor?" fraate sie. Ja," entgegnete er, Sie und den. Narren Martin." Selbst in Zeiten der Revolution Oberst " sprach ich ietzt. ist Höflichkeit eine schöne Tugend. Aber im Gtunde . . v i cm; . rt ri"v: yaoen le reazi. iujir icoucn oernanviF sein." Wir setzten uns, nach Athem rinaend. auf unsere Stuhle und die ig norina fuhr fort zwischen ihren tiefen Athemzügen leise das hohe Lied der Freiheit zu summen. Seien Sie so gütig, uns ihrePläne zu entwickeln, Oberst," nahm ich das Gespräch wieder auf. Es ist mir wohl bekannt, daß. man es hier zn Lande mit Revolutionen leicht nimmt, allein Leute, die noch nicht daran gewohnt sind, meinen, daß dazu eine gewisse Geschicklichkeit gehört. Wir sind unser nur drei." Jch'babe die Armee hinter mir," antwortete, er großartig. ' Draußen im Vorzimmer?" fragte ich, mir einen kleinen Scherz über die Stärke der Streitkräfte von Aureataland erlaubend. :h (Fortsetzung folgt.)
Meine Börse und ih ! .
Ich hatt' einmal 'ne- Börse! . Die war so schön gestickt. Mit Gold- und Silbermünzen. Auch reichlich stets gespickt. Und ich war, jung und' feurig, f frisch, lebensfroh, gesund. : Die Finger mein, sie wühlten -Oft in der Börse Rund. , ! So hab' ich manche Münze ' Dem Bachus gern geweiht, Und in Gambrinushallen Verzecht' ich meine Zeit. '.. ?v für Cognac und Champagne? Ging manches Goldstück hin. Das ich hinausgeschleudert. Wenn ncblich mir der Sinn. . ,' Zerrissen ist die Börse, Dünn, leer, die sonst gespickt. Und ich bin alt und kränklich. Ward auch schon oft geflickt. Ihr seht, ich und die Börse Wir sind uns immer gleich; Dick, rund in guten Tagen, Jetzt welk und dünn und bleich! Aus dem .Tagebuche einer Männerfeindin. Die Treue ist weiblichen Ge schlechts. Alles kann ein Mann sein, nur nicht gerecht. Er räumt den Frauen eher Vorrechte em. als daß er lbre Rechte anerkennt. Es giebt keinen so talentlosen) Mann, der nicht den Muth hätte, über. v,:. . ? n ; ' . ? i , ok gelnige nseriorlial oer grauen zu sprechen Cs aiebt Manner. die über nichts mehr als über Frauen sprechen, bahtv aber immer behaupten, die Frauen seien nicht der Rede werth. . O über die männliche Logik!! Sie rühmen sich mit dem. was sie bei einer Frau verwerfliä"frnden. DieFrauen sollen, anaeblick wabrer Freundschaft unfäbia sein, die das. Privilegium der Männer ist. Jawohl,' die sind ja sogar stets bereit Haus freunde zu werden. Männliche Weisheit: Eine Frau kann einen Thron besteiaen und über Millionen herrschen, aber dem Staate droht isesahr, wenn eure Frau die Stelle eines Diurnisten einnähme. Der höchste Ruhm eines Mannes ist die Tapferkeit im Krieae. !W es aber nicht rühmlicher den Krieg zu bekämpfen ? Bescheidenheit des Mannes: Jede Frau soll der Inbegriff aller Tugenden sein allen Männern aeaenüber. einen einzigen ausgenommen, "nämlich ihn. Die Männer, die mit Nichts zufrieden sind, pflegen es mit sich selbst zu fein. Warum die- Männer ohne Larve auf die Maskenbälle gehen? Wozu auch? Aeiaen sie denn, sonst im Leben ihr wahres Gestcht? s' Schöascht'. '- 'Was Hot der denn am beschta g'falla. Schwätz' Gretlel uf der Hauchzig- : rois'? ; ' Thuet ma so omenander walla, ; ' Ma' bebert ebbs z'verzählet woiß; So onterweags dur' Schweiz.hoscht könna G'wiß reacht viel schöane Sacha seah." 'Jo. Rösle, 's Schöascht' will i der nenna, Dees isch halt doch mei' Ma'le gwea! Protzig. Parvenue: Warum bringen Sie in Ihren Predigten nie ein bischen Griechisch oder Lateinisch vor, 'Herr Pastor? Pastor: Ja, verstehen Sie denn, diese Sprachen? ' Parvenue: Das nicht, aber für unser, Geld können wir das doch verlangen! Poesie und Prosa. Frau (im Concert): Es ist-, köstlich! Ich werde förmlich berauscht von derMacht der Töne! Mann: Siehst Du, gerade sa geht es mir, wenn ich frische Bierfasseln anschlagen höre! Galgenhumor. Principal: Herr Schulz, warum lachen Sie?' Commis: Ja. das möchte ich bei dem Gehalt, das ich beziehe, eigentlich auch wissen! Probates. Mittel. A.: Mein- Gedächwiß wird wahrhaftig immer schwächer. 23.: O, dagegen weiß ich ein probates Mittel. Ä.: Na also? 23.: Leih mir hundert Mark! Vor Gerich t. . Zeuge: Meine Aufmerksamkeit wurde plötzlich auf' den Hund gelenkt, und zwar, rwch ehe ich ihn sah! Nichter: Wieso denn, bevor Sie ihn noch sahen? Zeuge: Na, weil er mich in die Wade biß! Schon besorgt. A.: Eben traf ich Jemand, der meinte ich sähe ganz aus wie Sie. 23.: Sagen Sie mir, wer es ist; ich will ihm eine 'runteshauen. A.: Das tbat. ich schon selbst! . Ach so! Gattin des Patienten: Nun. wie steht's. Herr Doktor? Arzt: Ja, hier bleibt mir nichts mehr, zu thun. Gattin? Allmächtiger! Er ist also verloren? Arzt: Im Gegentheil, ich sage ja, es bleibt mir nichts mehr zu thun, er ist also gesund! Ein Aberglaube. Achja. geben Sie mir doch einen Kuß! !ein, nein! Sind Sie kein bischen abergläubisch.? Wissen Sie nicht: Das Mädchen, das sich nicht küssen l'ät, bekommt keinen Mann! Offenherzig. Also Kämerad werden eine von den drei Lehmanns heirathen? Bleibt mir ja nichts anderes übrig, haben kolossal' viel Geld! Hm. und welches von dm Mädels gefällt Ihnen denn am bssten?j Offen gestanden, das' ikxnt fesch:. Zimmermädel: . - -
