Indiana Tribüne, Volume 17, Number 219, Indianapolis, Marion County, 28 April 1894 — Page 1

r ) cJ) - GH' '' ' ' "f Lesen Sie die Offerte der Tribüne" für die Wsll-klfc Poriiss! 28. April 1894. 4Ph OÄ O KC sVO r? k iA vc Tribüne (oupon für die N-KKKZNK! V O w V w y o

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i ... - Jahrgang 17. Offlce: No. 18 Süd Alabama Straße. No. S19 . " - . , 1 .. . . Indianapolis, Indiana, Samstag, öen 28. April 1,893, . ' .

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Jrau Joseplzine Gill. Sfl.rtpril, Vormittag? II Uhr. im tter von 55 Jahren. . Die Beer dizu?g findet am Sonntag, den 29. April, 2 Uhr Nachmittags vom Wohnhause, No. 7s Toughcrty St'OQC auS stz't, wozu einladen Tie Sioterbliebenen. Öeorge Mernnann T A c5 "3?eLü-3s.7 r Ä U-'tfit vy .. li-j&tyf.H ichenbeftatter, Ofsice : 26 Süd Delavarestr. Ctt3c: 120, 122, 124, 126, 128 Ost Pearlftr. T.ffvfMi Oll r, f rnt kackt. Wa jer Mufik-Fcst. Judianaps Nach ?obZ?hi der Marine. V!on:aa. 7. M. Matinee agö. Populäre Vtufik. ous. Dirigent früder Diriaent clle ia Wa.hivgton). Soiisa's m ltbkkann e Kontzkt Kapelle. 50 Mustker. Wroäe'. 5t)0T n über 4X Säugern. Sollten: (inil g i l ck e r. st r a n c i s k a Gu t hrte M,yer. Arthur 'Vryor.I. Mocrmannö. Das grögte i'iuntrert dieses hve. ?er Ver kaut von rek'rvirten Sitze deginnt nniftia. den 11. April. 9 llir Vormllta? ist ulschner'S Mu. siNL'aoen, 42 ord Pcnnivlvania Str. Bohnra te red izir ,x VA c reanlärn gabrpretse an allen Z''gen und von a'en Pukt n in .ndiana. Programme werden auf 3nnsd rer Post frei iu gesanzt. Sige kö inen pr Posi bestell weden. Man adressire : ,''anaje'-$iJaf inük Fcstival, l JagaUs Öles 3 fci-.narol', Aid. apeten U, 3c c. W. I. Ciiimingliam 62 Nord Zllinois Str. llene Cigarrenfabrik ! Zlsus Vsfsn iehrsn gut ! Wir offniren einige nele Sorten, welche 10 Cent? da5 Stück kosten sollten, für Conta und empfehlen besonder! "New Thing" und "ttivsl". Wirthen und Cigarrenhändlern ofseriren . wir elegante Waaren von $2 aufwärts. Alles UnuniGhann. TTm. Gottlieb, 496 Virginia Ave. u. 378 S. East Str. Eisen- und Stahlwaaren Telephon 589. Werkzeuge aller Art. Gartengeräthe. Lawn Mowcrs. Poultry Nctting. Clemens Bonnegnt 184 & 186 Ost Washington Str. Henry Seyfried, 29 Nord Pennsylvania Str. Fener - Rersichernng zu den niedrigstm Raten. UOTÄR Geichäftllcke u. gesetzliche Dokumente sorgfältig ausgestellt. werden nach den besten Methsden den Augen angepatt. HO WARD'S Dampf Teppich Ueinignngsanstalt Scke St. Clairstr. & Canal. Teppiche prompt gereinigt, wieder nie eu hergerichtet und gelegt auf kurze Nottj hin. Teppiche werden reparirt und ohne sichtbar Naht angestückelt. Teppiche gegen Z?!tten sicher tngepa t. Telephon 616. Jul. &. Schuller, Sin. lOCu. 108 N. Mr. Str. - Agent für die anf der Weltausstellung preis gekrönten Delaware und 5arawba Weine der Firma Engels & Kradwia, Sanduöky, 0. Ebenso Staati-Aaent für Lommel'S Cbam pagner, welcher in Chicago rait der höchste Auszeichnung einh.wnschen Produktes bedacht wurce. Ich kann diese Weine auf'S Beste empfeblen und werden Bestellungen prompt auZzcsürr. Jul. A. Scüullep, zkrid. etr. Telephon L51.

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Editorielles. Am nächsten Dienstag werden in allen Städten Jndianas mit Ausnahme von Indianapolis und Evanöv'lle

Munizipalwählen stattsinden. Politiker sind auf den Ausfall derselben natür lich sehr gespannt. Mit bloßer Brutalität kann eine Bewegung, welche einen Umfang angenommen hat, wie der Coi?YiömuS, nicht unterdrückt werden. Die 200 Leute, welche da außen kampiren, kann man nicht mit Gewalt vertreiben, und ebensowenig kann man sie verhungern lassen. Wir wollen den Geschäftsleuten einen guten Rath von ihrem eigenen Standpunkte 'auö geben. Wenn sie klug sind, bringen sie die verhältnißmäßig. kleine Summe auf, w .lche nöthig ist, um sie vermittelst der Eisenlzhn eine Strecke weiter zu befördern. Damit werden sie sie auf die billigste und anständigste Weise loS. Das Journal" und die News" werden darüber schimpfen, aber daran stirbt kein Mensch. - " Durchweg behandelt die deutschamerikanische Presse die sonderbare Arbeiterbewegung, welche wir kurzweg als CozeyiSmuS bezeichnen wollen, anständiger als die anglo-amerikanische. Von der Rohheit, mit welcher.;. B. daS hiesige Journal" und die hiesige NewS" den Leuten gegenüber tritt, ist in der gesammten deutschen Presse nichts zu bemerken. Daß auch deutsche Zeitungen der Bewegung jeden Nutzen und vernünftigen Zweck absprechen, oder daß sie dieselbe lächerlich zu machen suchen, datf ist wohl natürlich, aber cynisch roh und bruial, wie die anglomexikanischen werden sie niemals. 3n jedem nur einigermaßen gebildeten Deutschen steckt immerhin ein biSchen philosophischer Seist, und so sagt er sich wenigsten?, daß eine Bewegung, welche einen solchen Umfang annimmt, nicht von Ohngefähr kommen kaxn, daß sie eine soziale Erscheinung ist, deren Ursachen in sozialen Zuständen zu suchen sind. Und wenn er ein Biöchen auspaßt, so sieht er auch ein, daß eS thöricht ist vou dielen Leuten als Tramps und Vagabunden zu reden. Denn man wird immerhin zugeben müssen, daß diese Schaaren von Leuten, von dem gewaltsamen Besteigen von Eisenbahnzügen abgesehen, sich in eine eiserne Disziplin fügen und sich bis jetzt nicht die geringste Auöschreitung zu Schulden kommen ließen. Dergleichen thut der Tramp nicht. .ES hat. eben alle? seine Grenze und wie sich der Wurm krümmt, wenn man ihn tritt, so ertragen die Massen eben auch Noth, Mangel und Hunger nicht geduldig, sondern lehnen sich dagegen auf. In welcher Form daS geschieht, daS hängt eben von dem Charakter und den politischen Einrichtungen eineS Volkes ab. Amerika ist nun einmal daS Land der Aufregungen und Ueberraschungen, der Sensation und deS HumbugS. DaS Gewöhnliche und Alltägliche zieht nicht. Die Politik ist in eine korrupte Maschine zur Erlangung gewinnbringender Stellen auSgeartet, waS Wunder, daß die Massen zu einem so außergewöhnlichen Mittel, wie zu diesen Wandermärschen greifen? Dabei muß man bedenken, daß um diese Massen zusammenzubringen, doch gewisse Vorbedingungen nöthig sind. daß ohne eine verzweifelte Stimmung in den Volkömassen, die Führer kein Bäckerdutzed von Leuten zusammenbringen könnten. Man mag die Sache für noch so thöricht halen, so darf man eben doch nicht vergessen, daß sie der Ausdruck verzweifelter HossnungSlosig'. keit ist, daß sie eine Folge von Zustän den ist, die einfach anfangen unerträg lich zu werden. DaS sehen die Massen deö VolkeS auch ein, und daraus erklärt sich auch die Theilnahme derselben und die Be reitwilligkeit, mit welcher diese Wan derer unterstützt werden, und der An drang der Massen, um die Führer zu sehen und zu hören. Man muß nicht glauben, daß eS bloß Neugierde ist, die sie hirführt, eS ist sicherlich ein tie fer Zug der Theilnahme und deS In tresses. Der Vorgang ist nicht dazu ange than. blinde. Wuth und Entrüstung hervorzurufen. Damit,, daß man die Leute Tramps nennt und dazu räth sie verhungern zu lassend sind die Ur fachen nicht beseitigt, welche diese Er

scheinung hervorrufen. 5iesflsesollte'zu haben und aus.Ersuchen. deS Nich

vielmehr die Aufmerksamkeit aller füh

lenden und denkenden Men'chen anregen. Hungernde Menschen sind dem geordneten Gemeinwesen gefährlich. Füttert man diese Leute, so werden sich ihre Schaaren vermehren, tritt man ihnen gewaltsam und brutal gegenüber, so wird sich die Verzweiflung mit ge waltsamen Mitteln Luft machen. Un sere Gesellschaft befindet sich da in ei nem bösen Dilemma. Da heißt eS, die Augen aufmachen, den Ursachen nachpüren und sich vernünftigen Reformbewegungen zur Beseitigung dieser Usachen anschließen. Leider aber denkt Jeder : Mich hältS noch aus" und so ieht Jeder gleichgültig zu, bis die Sintfluth hereinbricht. ti Drahtnachrichten Inland. Wetteraussichten. Schönes Wetter, dielleicht Regen oder Gewitter während der Nacht. Alles ruhig. Toluca, 27. April. Vicegouvernör Gill kam heute hier an, er hielt eine Anrede an die Bergleute und sprach die Hoffnung auS, daß sie sich riedlich verhalten werden. Er habe die Miliz nicht berufen, weil er erwarte, daß weder Verletzung der Perou noch deS Eigenthums vorkommen werde. Man solle die Leute von Touca für sich allein entscheiden lassen. Es kam auch zu weiter keinen Unruhen. Die Bergleute von Toluca beschlossen. ebenfalls auszustehen, und der Vicegouvernor bestellte einen Eztrazug für die Leute zur Heimfahrt. Der Streik der Bergleute. E v a'n S v l l l e, 27. April.' Die Bergleute ia der hiesigen Gegend gingen sämmtlich an den Streik. Petersburg. Ind., 27. April. 350 Bergleute stellten hier die Arbeit ein. CScabana, Mich., 27. April. Etwa fünfhundert unbeschäftigte Berg eute zogen heute durch die Straßen und verlangten Brod oder Arbeit. 2000 Mann hier sind ohne Beschaftigung. In einer Versammlung wurde der Armencommissär McClintock beauftragt, binnen zwei Stunden die Stadt zu verlassen. EonnelSville. 27. April. Viele der streikenden Cokearbeiter ziehen nach dem weiten Westen. Sie sind der hiesigen Zustände vollständig müde. Der Streik ist allgemein. ColumbuS, O., 27. April. McBride, der Präsident der vereinigen Bergleute hat dieselben aufgefordert, sich nicht um die Zeitungen zu kümmern. Exmissionen. U n l o n t o w n, Pa., 27. April. Elf Streiker wurden gestern auS ihren Wohnungen, welche der Compagnie gehören, ezmittirt. In 1891 gab eS bei den Exmissionen Blutoergießen und Aufruhr. NuSland. ' C h o l e r i n e. Lissabon. 27. April. 59 neue Fälle von Cholerine während der letzten 24 Stunden. 91 Patienten wurden auS dem Hospital entlassen. Keine Todesfälle. O, .Sie entkamen. Buenos AyreS, 27. April. Sämmtliche brasilianische Insurgenten, einschließlich Da Sama sind von den portugiesischen Schissen entkommen. Emile Henri'S Prozeß. P ari S, 27. Ap:il. Der Prozeß gegen den Anarchisten Emile Henry, der am 12. Februar die Bombe in daS Cafe Terminus geworfen, hat heute im Schwurgericht des Seine - Departe mentS begonnen. , Henri beantwortete alle Fragen deö Richters mit der größten Unverschämt heit. Er gab zu, nach der VerÜbung deS Attentats entflohen zu sein, aber nur um am nächsten Tag eine neue Bombe anfertigen zu können. Er gab auch ohne Zögern zu, daß seine Absich gewesensei, so diele Personen a!S mogiu Xlovlen. Henr, vb ferner zu, daS Attenta in der Rue deS BonS EnfantS verüb

ters beschrieb er in der kaltblütigsten

Weise, wie er dabei zu Werke gegangen. " . ' Bei einer anderen Gelegenheit, als ihn der Richter zum Reden über seine Beziehungen zu dem .Anarchisten und Dieb Ortiz zu veranlassen suchte sagte Henri: Bah, waS liegt daran, ob ich rede oder schweige, ich werde, ja doch zum Tod verurtheilt werden". BiS zur Vertagung deS Gerichts war. Henri die Unverschämtheit selbst und eS schien ihm Vergnügen zu machen, den Richter zu beleidigen. . n . D a S ungarisch e CivileheGesetz. Budapesth, 27. April. Die Magnatentafel hat heute daS bereits von der Repräsentantentafel angenomnene Clvilehe-Gesetz, wie von dem Premier Weckerle eingereicht, angenommen. Der Mayor und die Wirthe. Vier Wirthe, die vom Polizeidienersuperintendenten bei dem Mayor perklagt wurden, hatten heute Vormittag um 9 Uhr vor seiner Hoheit zu ercheinen. - DennZS Cu2'ty, der in 249 23 c st South Str. eine Wirthschaft betreibt, erklärte, daß er kürzlich sein Geschäft an Geö. Craig ausverkauft habe. Dieser Craig sei fremd in der Stadt und habe den Schlüssel zu der Wirthschaft eine Mann gegeben, der am Montag Morgen die Wirthschaft ausmachen und rein machen sollte. Weder er, . Cüllity, noch Craig . seien am Sonntag in der Wirthschaft gewesen. ES j - nicht hre Schuld daß der Mann ihrZurauen mißbraucht habe. Der Mayor war der Ansicht, daß eS von einem chlechten Geschäftsprinzip zeuge, wenn ein Mann den Schlüssel zu seinem Lokal einem Manne gebe, den er nicht genau kenne und hob die Schankrechte auf. Valentin Körner, der an Spruce und Meridian Str. eine Wirthschaft bereibt, erhielt auf Ansuchen seine? Advokaten Bernhamer einen Aufschub bis zum nächsten Dienstag, den l. Mai. Herr Halloway,- der dem Berichtersiater obige Daten gab, fügte hier bei. daß Herr Bernhame?, wahrscheinlich öeranlaßt durch einen Artikel in der Trjbüne", versuchen werde, einen Einhältsbefehl gegen den Major zu erlangen. Sehen Sie", sagtHerr Halloway. der Mann, der den Artikel n der Tribüne" schrieb, ist jedenfalls kein Advokat und versteht nichts von der Sache. Mayor Denny hat die Auslegung deS Charters" sich von den üchtigften Advokaten deS LandeS derschafft und weiß waS er thut. Wir erhalten immer noch mit jeder Post e e ganze Menge Copien deS Artikels zugeschickt." Joseph GateS, 196 Nord Mississippi Straße erhielt ebenfalls einen Aufschab. Dieses ist ein Fall, der das Brauereisyndikat angeht und wurde von diesem außer ihren ständigen Anwältcn Baker und Daniels auch noch Zudge Harting engagirt um den Fall zu verfechten. ' JameS Riley versprach durch seinen Anwalt N. Harting, daS Gesetz in Zukunft zu befolgen. So lange er dieses thut, . soll er nicht veiter belästigt werden. Um den Appetit anzuregen und die Verdaulichkeit zu befördern, giebt eS nichts besseres wie die in allen deut schen Familien bekannten Dr. August König S Hamburger Tropfen. Morgen früh um 10 Uhr Probe deS Sozial. Sängerbundes in der Columbia Halle. CD" Herr Ernst W. MatthewS, der langjährige Käufer und Geschäfts führer der Firma L. S. AyreS & Co. hat seine Stelle aufgegeben' um die Geschäftsführung der Hohn-Gilbert Co. in Evanöville zu übernehmen. Er war 14 Jahre mit L. S. AyreS & Co. und allgemein beliebt. Zum Zeiche ihrer Liebe und Achtung beschenkten ihn die Angestellten der Firma-zum Abschied mit einer prachtvollen Dia mantnadel. Ob eö Jude, Heide oder Christ, ein Zeder gern guteö Brot, Pumpernickel und Straußelkuchen lht, wie man VetS frisch bekommt bei Bernh.Thau, 81 Hosbrook Ött oder an !?l. Narktpand No. 122 und

hiesiges.

124. - '

Feuer.

'DaS heißere Wetter hat auch einen unangenehmen Einfluß und das.ist d'e vermehrte Häufigkeit von Brandunfällen?. ., Mute Morgen um ö Uhr that indem Lsiden ' von Herrn Kreitltin, 211 Oft Washington Str., ein raschgedämpfteö Feuer einen Schaden von $15. Am 11 Uhr 20 Min. gerieth der Holzftall'. hinter 575 Broadway in Brand. Der Schaden war nicht nen nenSwerth. Schließlich um 12 Uhr Mittags ertönte Alarm von 37 Williamö.Str.' . Ein Holzstall, dem 3ohn Hogman gehörig, stand in Brand und eine Kuh kam in den Flammen um. Der Gesammtverlust beträgt 545. i, F. 5l. Cofsin und A. S. Need wünschen separate Prozesse. . Gestern Nachmittag um 1 Uhr reicheri die Anwälte der Herren F. A. Cofsin und A. S. Reed beschworene Aussagen dieser Herren ein, in welchen Cofsin um einen Aufschub bittet, da ein Anwalt Harris am 17. April durch einen Pistolenschuß verwundet wurde. und, da sie zu zeigen wünschen, daß alles Geld, das die Cbinet. Co. aus der Bank zog auf ehrliche Weise verwandt wurde. Herr Reed wünscht einen separaten Prozeß, da er nichts mit der Cabinet Co. zu thun hat und einen Aufschub, weil der verwundete Harris auch sein Anwalt ist. 'Er 'wünscht einen ö-wöchentlichen Aufschub. , Nachdem der Richter die Anwälte der Verklagten und. der Staatsanwaltschaft angehört' hatte, erklärte er, daß er weder das Geluch um' . Aufschub, noch daS Gesuch ' für einen seperaten Prozeß gewähren könne. Würde er daS Gesuch gewähren, o würden die Prozesse erst ein Jahr, nachdem die Klagen erhoben wurden, zur Verhandung kommen. ; VolizekgerkOt. i Der Fall gegen Jacob Greenman wegen SetränkeverkaufS an . Minderährige wurde vertagt auf den 2. Mai. - GuS. Boyd, Fannie Boyd und Allen Williams wurden wegen einer Schlägerei zu je tzl Buße vernrtheilt. John Heide befand sich bis gestern n Diensten deS Bäckers und SteinguthöndlerS Jacob Hahn, 409 und 411 Süd Delaware Str. Gestern irank ich Heide einen solchen Heidenrausch an, daß er seinen Herrgott nicht mehr kannte. Sein Arbeitgeber machte ihm darüber Vorwürfe, aber da kam er chön an. Mit einem großen Schlachtmesser bewaffnet jagte er Hahn zum Hause hinaus und eine Zeit lang war er Alleinherrscher im Laden. Schließlich ranSportirte man ihn aber ziemlich unsanft heraus, so daß er so wüthend wurde und alle Fensterscheiben einschlug, einen Schaden von $50 verursachend. . Schließlich führte ein Vollzeidiener ihn davon und der Kadi verdonnerte ihn wegen Bedrohung mit dem Messer und Sachbeschädigung zu je $25 Buße. DaS macht im Unvermögenöfalle 70 Tage Steinklopfen. Schön und rein Soll das Hauö stets sein! Die besten Bürsten dazu kauft man bei H. Ochmedel 420 OS McCarty att. Morgen, Sonntag Abend findet in Snglifh'S Opera Houfe daS erste Schauturnen des Südseite Turnverein? statt. Jacob Greenman und Frau wurde unter der Anklage verhaftet, geistige Getränke an Minderjährige verkauft zu haben. Sie stellten Bürg schaft. . Das Bundesgericht befindet sich in einer Art Dilemma, da kein Gesetz vorhanden ist, daS den Fall deS Geschworenen. Armstrong vollkommen deckt. Wahrscheinlich wird unter Sek 6440 wegen Verschwörung gegen Arm strong und .Stannard vorgegangen. ES herrscht außerdem dl Ansicht, daß noch mehr hinter der Sache ist, we bis jetzt herauskam und eS wäre durchaus nicht erstaunlich, wenn bei den Ver Handlungen nächsten Montag noch sen sationelle Dinge zu Tage kamen. - ortfolioS Qti 0 es 0 r-U-s ,Ms - Vwvv

Der Gesundheitsrath von

Conneröoille hat an die Staatsbehörde einen blatternverdächtigen Krankheit?fall berichtet und bittet um Sendung eines Sachverständigen. , In der Turnhalle deö Sozialen Turnvereins findet morgen Nachmittag eine Vorführung . mit der Laterna Magica" statt zum Besten der freisinnigen Sonntagsschule. Eintritt 10c, Kinder 5c. Schüler der Sonntagsschule haben freien Eintritt. Anfang 2 Uhr. DaS Sonntagsschulcomite. fT Polizeidiener Harris McCarty, ein äußerst diensteifriger Büttel, berichtete seinem Oberprofoßen, daß gestern Abend um 12 Uhr nich in der Wirthschaft von Fred. Mittchell, 214 W, 1. Str. Billiard gespielt und vermuthlich auch getrunken wurde. Ob.wohl er .sich fast, die Glotzaugen auS dem Kopfe guckte, konnte er aber durch die Jalousieen nichts erspähen. Wie schröcklichl JameS Miller, ein 15jähriger Junge, kam gestern nach Peter ConwayS Wirthschaft an Ost Washington Straße und ließ ein 50 Cent Stück wechseln. Etwa? später glaubte der Schankwärter die Entdeckung gemacht zu haben, daß daS Geldstück gefälscht sei und Conway veranlaßte die Verhaftung MillerS. Man brachte ihn vor den BundeS-Commissär Van Buren' und dieser entschied, daß das Geldstück nicht gefälscht sei und entließ Miller. 0"" Der einzige Geistliche, der der Aufforderung Freys zu einer Unterredung Folge leistete, war Dr. SimS von der Methgdisienkirche an der MeridiünStr. Befragt was er von der Bewegung halte, erklärte der Mann GotteS : Ich glaube sie ist eine ungesunde Aufwallung von Anarchie .Die ganze Bewegung ist anarchistisch, und mehr zu fürchten als daS Land einzusehen ver-mag.-Ich sympathisiere nicht damit, denn die Bewegung ist von Uebel."' ' O über diese Pharisäer und Heuch ler. Abenkeutrltlyer Lebenslauf. Von unbekannten Landstreichern ermordet Farm-Arbeiter Fritsch ler. Diese Nachricht aus Edgerton, Wis., scheint an sich weiter kein Interesse zu haben, als' Hunderte ahnncher, welche man in amerikanischen Blattern tagtäglich lesen kann. Und doch war dieser Fntschler durchaus keine gewöhnliche Person, unoseln jämmerliches Ende schloß einen ziemlich romantischen Lebenslauf. Weibert Fntschler erblickte in der Schweiz das Licht der Welt und verheirathete sich dort im Alter von 14 Jahren w't einem Maochen gleichen Alters. Der Ehe entsproßten Zwillinge, welche vyn Verwandten, aufgezogen wurden. Diese beiden Zwillinqe fielen als junge Männer im Kriege in fernen Landen, der eine im Sudan, der andere in Afghanistan. Fntschler selbst wandte sich später nach Deutschland. Seiner .Angabe nach wurde er von bork gewisser politischer Ansichten halber vertrieben und sogar sein Eigenthum confiscirt; Naheres darüber ist leider nicht bekannt geworden. Um das Jahr IM kam er nach Amerika und war als Ingenieur für die Union - Pacific - Bahn thatig; wie er behauptet hat. vertrieden ihn seine ausländischen politischen Feinde auch aus dieser Stellung. Abermals nach Europa zurückgekehrt, machte er den deutsch-französischcn Krieg auf französischer Seite mit. Dann wurde er. einer der Führer der Pariser Commune. Um sein Leben fliehend,, kam er dann wieder nach Amerika. Doch bald kehrte er nach Europa zurück, trat in die russische Armee ein und machte den russischtürkischen Krieg mit. Zum dritten Male ging er nach Amerika, und wir finden ihn als schlichten"Landarbeiter wieder, und nun hat auf der Landstraße zwischen Edgerton und ffulton, Wis., dieses ereignißreiche Leben ein Ende durch Mörderhand gefunden. 1 In Damietta predigte vor wenigen Tagen ein mohammedanischer Reformator auf öffentlicher Straße, daß -das Fasten während des Rhamadan-Festes nicht nur nicht vom Koran befohlen worden, sondern sogar gegen den Geist, deK Islams verstoße. Darauf brach er das. Fasten vor allem Volke und veranlaßte . Andere, das Gleiche zu thun. Trotz wiederholter Warnungen setzte er. seine Predigten fort. , Endlich wurde er festgenommen und'vor den Kadi, den geistlichen Rich ter gebracht, welcher ihn zu Z9 Hieben oerurtheilte. Die. Strafe wurde vor ttner lubelnden Menge öffentlich voll zogen. Der Kadi erklärte, als er nach 'Zairo citirt wurde, daß die Strafe nothig gewesen sei. um einen Aufruhr zu verhindern, . . -

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