Indiana Tribüne, Volume 17, Number 218, Indianapolis, Marion County, 27 April 1894 — Page 1
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Editorielles.
Die republikanische Partei ces Staates hat gesprochen. Sie hat eine Platform aufgestellt auf (scund deren sie den nächsten Wahlkampf führen will. Es ist Aussicht vorhanden, daß sie bei der republikanischen Hochfluth, welche jetzt durch daö Land geht, den Sieg davontärgi. ' Die Legislatur dürfte vielleicht ausgenommen fein, weil die Ei7itt)eilung der Kreise derart ist, daß nur ein ganz gewaltiger. Umschwung eine Verschiebung der Mehrheit der Abgeordneten herbeiführen könnte,und der Senat nur zur Hälfte gewechselt wird. ' Und nun sehen wir unS die Platform an. Die Kandidaten interessiren unS ja weiter nicht. Ob der Kandidat HanS oder Kunz, Dick oder Harry heißt, er will bloß ein Amt haben, und giebt den Kukuck um Prinzipien. Da lesen wir denn in dieser Platform nichts als den alten Brei, der seit Jahrzehnten amxgeuer steht, und immer wieder aufgekocht wird, so daß er vollständig saft- und k:aftloS ist. BiS zum Ueberdruß haben wir diese Phrasen vom Schutzzoll gehört. Die Frage wird zu einer Wichtigkeit aufgebauscht, die sie gar nicht hat, und daö Volk läßt sich immer wieder vorreden, daß die Freihandels - Agitation der Demokraten die gegenwärtige Krisis verursacht hat. ES ist eine Lüge so groß, wie sie die Nathlofigkeit -und Unwissenheit unserer Politiker nur hervorbringen kann. Ungestört herrschte daS Schutzzollsystem seit dreißig Iahren und eS verhinderte weder die Krisis von 1873 noch verhinderte eS die EntWicklung eines Zustandes, der eS mit sich bringt, daß nach den Berechnungen deS BundeSstatistikerS Wright auch in den besten Zeiten eine Million Arbeiter ohne Beschäftigung ist. Die (SeschäftSkrisen sind längst perma.ient geworden und nur der Grad der Heftigkeit nimmt zeitweilig ab und zu. ES ist ein Zustand, der bei der planlosen Produktion in allen Landern der Erde, bei der Massenproduktion mit stetiger Vermehrung der Anwendung von Maschinen eintreten mußte, mit oder ohne Schutzzoll. Es ist derselbe wirthschaftliche Zustand, der in allen Kulturländern herrscht, unter einem Freihandelssystem sowohl, wie unter einem Schutzzollsystem. Daß sich diese Parteien trotzdem an einen solchen Strohwisch, wie die Tariffrage klammern, um so etwaö, wiecine Platform zusammenzimmern zu können, zeigt ihre gänzliche Nathlosigkeit. Und nun erst die Silbersrage. Ein erbärmlicheres, unverständlicheres 6cmengsel von Redewendungen, bloß um etwaö und doch wieder nichts zu sagen, läßt sich kaum denken. Mit der VolksPartei im Hintergrunde haben die Leute nicht den Muth offen gegen Silber aufzutreten, mit den Geschäftsleuten und Fabrikanten im Vordergründe getrauen sie sich nicht für daö Silber einzustehen. Da wird denn etwas zusammengeschrieben, auS dem kein Mensch klug werden kann, daS ebenso gut so, wie anders ausgelegt werden kann, eine Feigheit und Prinzipienlosigkeit dokumentirend, die im höchsten Grade widerlich ist. '. Wir qlauben an ein Umlaufsmittel bestehend auS Gold, Silber oder Pa Pier, leicht austauschbar nach einem be stimmten Werthmesser, und gan; und gar unter nationaler Kontrolle." So heißt eö in der Platform. Nun mache Einer einen VerS darauf ! Da man aber, weil von einem bestimmten Werthmesser die Rede ist, doch auf die Idee kommen kann, daß Goldwährung gemeint ist, darum kommt gleich darauf der Satz: und wir begünstigen eine Erhöhung der Zolle allen Ländern ge genüber, welche der Silberprägung auf der Basis eines internationalen Ueber einkommen? opponiren. Solches Blech dem Volke als ein Parteiprogramm in Zeiten, wie die jetzigen vorzulegen, ist geradezu frivol. Merken denn die Leute gar nicht, daß wir auf einem Vulkan tanzen ? Muß ihnen der Sturm erst den Hut vom Kopfe reißen, ehe sie den Wind brau sen hören ? Sehen sie denn nicht, wie eS in dem Hexenkessel der Gesellschaf zischt und brodelt, und daß er viellcich bald überläuft? Wir sagen daS nicht, um etwa Stimmung für die Demokraten zu machen. Diese sind um kein Haar bes
ser. Sie werden uns ebenfalls den
alten Brei wieder auftischen. Die Ge
schäfte liegen darnieder, die Fabriken sind geschlossen, über zwei Millionen Menschen sind beschäftigungslos, und doch und doch immer wieder dieser bedeutungslose, sinnlose Kram, und doch folgt eine blinde Heeroe den blinden Leithammeln. ES ist zum Verzweifeln. . Drahtnachrichten . Inland. Wetteraussichten. Schönes Wetter mit lokalem Regen heute Abend oder morgen. Der große Eisenbahn streik. St. Pau l, 26. April. Alle Versuche, den Streik an der Great Northern Bahn beizulegen, sind fehlgeschlagen, und derselbe wird nun seinenGang nehmen. Die Bahn erstreckt sich von hier bis an die pacisische Küste. Die Comvagnie hat seit zwei Wochen keine Frachtzüge laufen lassen, wird aber etzt den Versuch machen. . ,,, , Die streikendenKohlengrä b e r und eine neue Armee. Spring Valley, 3llS., 26. April. Diesen Nachmittag begab sich bier eine neue industrielle Armee" auf den Marsch, und die Wahrscheinichkeit ist, daß sie größer wird, alS alle anderen zusammen. Die streikenden Kohlengräber organisiren sich für den Marsch und ihrer zweitausend besinden ich unter der Führung von Fred. KnowleS. Springfield, 2ll., 26. April. Der fungirende Gouvernör Gill erhielt on Sheriff Lenz von Marshall County eine Depesche, worin ihm mitgetheilt wird, daß dreitausend bewaffnete Kohengräber beisammen seien, daß er ernste Unruhen befürchte, weshalb er um Absenkung der Miliz bitte. Gill verweigerte die Absenkung von Truppen, da noch Um Beweis vorhanden sei, daß die Leute bewaffnet seien, und daß sie Unruhen beabsichtigen. Der Gouvernör wird sich selbst an Ort und Stelle begeben. To luca, 2ll, 27. April. Gegen 5000 Kohlengräber der Umgegend kampiren in nächster Nähe. Sie erhalten Nahrungsmittel von den Farmern der Umgegend. Sie haben die arbeitenden Bergleute, die sogenannen BlacklegS vertrieben. Die Besitzer der Gruben haben heute 200 Gewehre und die dazu nöthige Munition empfangen. Brazil, Ind., 26. April. Der Streik der Bergleute ist im vollen Gange und der Betrieb sämmtlicher Minen ist eingestellt. EoxeyiSmuS im Bundess e n a t. Washington, 26. April. Die Resolution des Senators Allen bildete heute den Gegenstand einer längeren Diskussion. Selbstverständlich wurde über die Bewegung weidlich hergezogen und Senator Wolcott, der wahrscheinlich die besondere Gabe hat, Dinge zu sehen, die gar nicht vorhanden sind, verstieg sich zu der Behauptung, daß Jeder der arbeiten wolle, auch Gelegenheit habe zu arbeiten. Mit dieser Versicherung beruhigten die Senatoren einstweilen ihr Gewissen, und die Resolution wurde bis auf Weiteres zurückgelegt. Armee -Notizen. Die Distriktskommissäre von Wash ington haben alle Versammlungen in den Straßen verboten, und die Kapitolpolizei hat gestern einer Odd FellowS Prozession verboten über den Kapitol platz zu ziehen. Die Washingtoner Behörden haben die Polizeibehörden aller größeren Städte ersucht, ihre besten DetectiveS nach Washington zu schicken. Neue Armeen haben sich gebildet in Oklohama City. Detroit, Hammond 2nd, Crested Butte, Col., Tacoma, Wash. Der Prozeß gegen Dr. Meyer. New Sork. 26. April. Der Prozeß gegen Dr. Henry C. F. Meyer, der unter der Anklage steht, Ludwig Brandt vergiftet zu haben, nachdem er daS Leben desselben versichert hatte wurde heute wieder aufgenommen 'nachdem er im Januar unterbrochen
wurde, weil einer der Geschworenen
Plötzlich irrsinnig wurde. Der Staatsanwalt soll seit der Unterbrechung wichtiges Beweismaterial gesammelt haben. Ein Gerücht will wissen, daß die grau deS Angeklagten eingewilligt habe,.alS Staatszeugin aufzutreten. ' B r e ck i n ri d g e's K a m p a g n e. Le rington, Ky., 26. April. Es werden ungewöhnliche Anstrengungen gemacht, um die Bewohner deS hiesigen Kongreß-DistriktS zu überzeugen, daß der in dem Pollard-Breckinridge Prozeß abgegebene Wahrspruch die Folge der ungerechten Instruktionen sei, welche der Richter Bradley den Geschworenen gegeben. ' ' Tausende von Cirkularen, in .trelchen erklärt wird, daß die Instruktivneu deS Richters und der Wahrspruch der Geschworenen, ungerecht seien, sind bereits in dem Distrikt verbreitet wörden. Die Landzeitungen haben den Wisch abgedruckt Und in Woodford County sind die Freunde Breckinridge's in solcher Aufregung, daß sie davon sprechen, eine. Massenversammlung abzuhalten und. den Richter Bradley in effigie zu verbrennen. Ausland. Die Samoa uische Frage. Berlin, 26. April. Die National'Zeitung, die wahrscheinlich die Ansichten der deutschen Regierung in dieser Angelegenheit wiedergiebt, räth den Ver. Staaten, in ein deutsches Protektorat über Samoa zu willigen und einen diesbezüglichen Vertrag abzuschließen, durch welchen den Ver. Staaten eine Kohlenstation in Samoa zugesichert wird. DaS Blatt sagt erner, daß Deutschland unter keiner Bedingung die Stellung aufgeben werde, die eS zuletzt in Bezug auf Samoa einnahm. ,,, Die Cholera in Lissabon Madrid, 26. April. Der von der spanischen Regierung nach Lissabon geschickte Cholera'Ezperte, der beaufragt war, die in der Hauptstadt Porugals herrschende, als Cholerine" bezeichnete Epidemie zu untersuchen und darüber zu berichten, hat die Seuche für die, echte asiatische Cholera erklärt und auch festgestellt, daß sie von den capverdischen Inseln eingeschleppt worden ist. Während der gestern Abend um 6 lhr beendeten 24 Stunden sind 223 neue Erkrankungen angemeldet worden, die Regierung aber, die sich überHaupt die größte Mühe giebt, den Ernst der Situation zu verheimlichen, bestreiet, daß die Zahl der Erkrankungen eine o große ist, giebt aber jetzt zu, daß die Seuche die Cholera sei, wenn auch eine milde Form derselben. Anarchistisches. P a r i ö, 2.6. April. Ein Angesteller des Kriegsministeriums, ein Schreiber im RekrutirungS - Departement, NamenS Fennon, ist auf die Anklage hin verhaftet worden, mit den Anarchisten in Verbindung gestanden zu haben. In seinem Pult sowohl wie in seiner Wohnung wurden inkriminirende Briefe gesunden, die eS über alle Zweifel feststellen, daß Frennon mit den Anarchisten in Verbindung gestanden hat. ES wurden in seiner Wohnung auch eine Anzahl Zündhütchen gefunden, wie sie an Bomben angebracht werden. . (ZchlssSnachrichtem Angekommen in: London: Montana" von New Jork. New A o r k : Alccto" von London. - Rotterdam: Vcendam" lion New Jork. Lizzard pasiirt : Loch Ctive" von New Jork. Southampton: Columbia" von New Jork. Hiesiges. 2ohn T. Preßly, Erjheriff von Marion County, starb heute Mor gen nach längerem Kranksein. Der Privatdetektiv Thomas McMillan hat ebenfalls das Zeitliche gesegnet. Er starb gestern an der Prightschen Krank heit. . '
Board Public Works.
Heutige -Sitzung. Der Board, bewilligte die nachfolgenden wöchentlichen Zahllisten : Für traßenverbesserungen - $764,46 Brückenverbesserungen.- - 163.52 Abzugskanalverbesserungen 118.40 Der Straßenkommissär beschäftigte letzte Woche 25 Arbeiter, 26 Fuhr werke, 4 Vormanner und 2 Pflasterer. Der Board beauftragte den Inge nieur, Pläne für die Oessnung der nachfolgenden Straßen anzufertigen : Lincoln Lane zur Leonard Str. Leonard Str. zur Gresham Str. Gresham Stt. zur Shelbq Str. Roll Straße zu einer gleichmäßigen Breite von 60 Fuß von Barlh Ave. zur Wallick Str. und von Leonard zur Shelb') Str. Anuebote für einen Lokalabzugskanal in Central Ave., von Home Ave. zu Morrison Straße. 5 Angebote. Höchste? Angebot 52.10. Kontrakt vergeben an W. C. Allen und Co. für 51.53. AmoS K. Hollowell erhielt die Erlaubniß, die 17. Str., zwischen College Ave. und Ashland Ave. unter Privatkontrakt zu chaussiren und Cement TrottoirS legen zu lassen. Der 3ngenieur wurde beauftragt, die nöthigen Vermessungen zu machen. W. L. Elder richtete einen Brief an den Board, in welchem er die permanente Verbesserung der W. Wash ngton 2tr. empfohlen wird. Die Pläne für einen Hauptabzugsanal in Morrison Str. und der 1. Gasse östlich von Alabama Str. Länge 646 Fuß, wurden angenommen. Grundeigenthümer haben am 14. Mai Geegenhei.t zu remonstriren. Grundeigen hümer an Clifford Ave., von Eureka Ave. zu Rural Str. petiionirten für die Wasserleitung. Louiö Murr suchte für die Erlaubniß nach einen Privatabzugskanal in derl Gasse nördlich von North Str. vom Mississippi Str. Abzugskanal zur I.Gasse östlich und in dieser Gasse nördlich und südlich zu Walnut. und North Str. legen zu dürfen. - Der kleine Stadtberold. Gestern starb die Hebamme Frau Josephine Hill. Die Beerdigung sindet nächsten Sonntag statt. Herr Dr. Peter Latz, früherer Stadtchemiker hieselbst, befindet sich hier auf ein paar Tage bei seinen Freunden und Bekannten aus Besuch. 2n letzter Zeit hielt Herr Lztz sich in TeaS und Chicago auf. VolizeigeriHt. Polizeikadi StubbS befand sich offenbarlich in guter Stimmung, daß er hete so viele Strafen im Gnadenwege erließ. So ging eS mit Harry Carroll, den. er zuerst zu tz20 Buße verdonnert hatte, mit Wm. Jordan (nicht Nibelungen-Jordan) der wegen Bummelei und Arbeitsscheu verhaftet wurde. ChaS. Ludwig, ein. Pfandleiher an der Virginia Ave., sollte sich gegen daS Lombardgesetz vergangen haben, indem er ein Versatzstück nicht iS Pfandregister eintrug. Der Beweis konnte aber nicht klar erbracht werden und so erfolgte Freisprechung. v W:n. Schwartz, der ein bö'es Vieh von einem bissigen Köter sein eigen nennt, wurde ebenfalls freigesprochen, da das Hunderl, obwohl ein ganz unauSstehlicher Kläffer, doch noch niemannen gebissen hat. Geo. Heiser wurde wegen Fortjchaffung eineS todten PferdeS durch eine offentlicke Straße zu $10 Buße ver urtheilt, wogegen derselbe aber Berusung einlegte. JuliuS Mühl, der vorgeblich der. 1. Kompagnie von General FreyS Armee angehört, hatte dem Walter ReeveS eine Maulschelle verabfolgt, wofür ihm Stubbs 510 Buße aufhalst. Uu$ den Gerichtsbösen. Kriminalgericht. In Verhandlung besinnet sich die Anklage aus Hausfriedensbruch gegen den7E;polizistcn 3ameS P. Kerins. Am Sonntag, den 13. März, postirte er sich, allerdings auf Geheiß seines Vorgesehen, Kapt. Quiglcy, tu daö Eircle HauS, folgte den Gästen überall hin und belästigte dieselben sehr, alleS um angebliche Uebertretung des SchankgeseheS zu verhindern. Schließ-
lich verbot ihm der HauSwirth, Herr
Hermann Ackelow, sein Haus, was den KerinS aber weiter nicht genierte, denn ec blieb ruhig da und setzte seine Flegeleien fort. Ackelow verklagte KerinS darauf bei Friedensrichter Habich auf Hausfriedensbruch. Das Resultat der Klage ist unseren Lesern ja bekannt, Kerins wurde zu einer Geldbuße verurtheilt. Letzterer' hat . nun -.an daS Kriminalgericht appelliert. Auf daS Resultat der Berufung dürfte man gespannt sein. Polizeikapitän Quigley sagte heute Morgen auS, daß KerinS ganz nach seinen Instruktionen gehaudelt habe. Suverior Eourt. Zimmer No. 1. 3no W. Courtney gegen.ChaS. B. WillettS u. A. Urtheil für Verklagten. ' Zimmer No. 2. James Munro gegen die Citizens Straßeubahn-Gesell-schakt; Schadenersatzklage. In VerHandlung. Zimmer No. 3. Adeline B. Houck gegen die Stadt Indianapolis. Cchadenersatzklage. Urtheil für . Klägerin auf $1500. Klägerin fiel in ein unbedecktes Brunnenloch in der West Straße und erhielt dabei bedeutende Verletzungen. Abraham Gross gegen Nathaniel Groff. Notenklage ; in Verhandlung vor-Geschworenen. Circuit Court. 3. L. CvanS gegen Sample Loftin'S Nachlaß. -Forderung von 56,505.51. 3n Verhandlung vor einer 3ury. m , VaupermltS. S. D. Noel, Reparaturen deö WohnHauses 93 gleicher Avenue, 5500. Annonetta Lindley, Verbesserung deS 3 -stockigen BacksteingebäudeS 204 R. Illinois Str, 53000. Annonetta Lindley, doppeltes Wohnhaus an der nordwestlichen Ecke von Vermont und Illinois Str., 55000 E. Steffens, Wohnhaus an Sullivan Str., zwischen Büchanan und Ttc Carty Str., 51700. Eliö Altgeier, Wohnhaus hinter 92 English Ave., 5500. Thoö. C. Day, Wohnhaus auf Lot 256 Morton Place, Central Ave., 52100. M. L. Johnson, Anbau an daS HauS 317 Nord Meridian Straße, 52011. Verlangt Mucho's Best Havanna CiaarS." ISCT Polizeichef .Powell hat die nothigen Anklagepapiere gegen 6 Schankwirthe, deren Lizensen er wegen angeblicher Gesetzesübertretung revozirt sehen möchteangefertigt und dem Mayor übergeben. . PortfolioS Heft 8 und 9 sind vorratbig. Folgende Spezial-Lanitäts-beamte wurden gestern vom GesundheitSrath ernannt : Edward Berryman, Frank S.Iared, Chas. Emm ons, Leonard Schrotz, SilaS Patton, R. K. Hudwall, S. H. Ettey, 3. D. Brown und Martin Davitt. Polizeiarzt Kahlo wünschte die Quarantäne der Polizeistation aufaufzuheben, aber der Gesundhcitsreth widersetzte sich dem Vorh iben mit aller Gemalt und hat befohlen, daß sie bis Sonntag andauerr. Dr. Poucher, der erkrankte Blatternarzt befindet sich besser. Mucho's Cigarrenladen befindet sich in No. 199 Ost Washington Str.. ECT" Die Verwandten des auf einem Big Four Zuge verstorbenen Thoö. Flannery haben dem Coroner geschrieden, daß sie die Mittel nicht haben, um den Todten transportiren und in seiner Heimath beerdigen zu lassen. Sie bitten den Coroner, ihm hier ein ehrliches Begräbniß zu geben. Derselbe hat denn auch die Beerdigung der Leiche aus dem Armenfriedhose angeordnet. . j&J Gestern wurde der Anwalt Albert Beck in aller Stille zur letzten Ruhe bestattet. Nur wenige Freunde nahmen an dem Leichenbegängniß theil, daS, nach einem häusig vom Verstorbenen ausgesprochenen Wunsche, ohne Gepränge und ohne Geräusch vor sich ging. Crown Hill wurde, dem müden Wanderer die lehte Ruhestatt. Die Polizei arbeitet noch immer an gestrengt daran, Beweismaterial sür die Mordtheorie, an die sie allerdings selber. nicht glaubt, herbeizuschaffen. Daö einzige Moment, welcbeS die Er mordungStheorie wahrscheinlich macht. ist der zerschmetterte Schädel, der durch die Kugel nicht gut verursacht werden konnte.
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