Indiana Tribüne, Volume 17, Number 213, Indianapolis, Marion County, 22 April 1894 — Page 4

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Ct r,i. cr. Täglich und Sonntngs. Die tägliche. Tribü kostet durch den Träge, Cent per oche, die SonntsgS'.Trtbüne- 8 Cent per Woche. Beide zusammen l5Gent oder 35 Cent per Monat. Per Poft ,ugefchi in Vor ube,ailung tfptx Jahr. Office : No. 18 Süd Alabama Str. Indianapolis, Ind., 22. April 1894. Allerlei Pelze. Von Bernhard Stern. .In Allem und überall herrsch! die .Macht der Frauen. Besucht man die Waarenbäuser. so findet man in ih nen neun Zehntel Sachen, die nur dem Luxus der Frauen dienen. Geht man durch die Fabriken, so erfährt man. dafe ein unaebeuerer Theil von ihnen Schmuck für die .FrautN fer. i . cm . . cm r . . ngi. Millionen von 3(cnmc.i, w schlechter von Arbeitern. Riesensum men erden um weibischer Liebhabe reien willen verbraucht. Wie Für ftinnen'auf den Thronen halten die Frauen daS Menschengeschlecht in den Feffeln der Knechtschaft und schwerer Arbeit..." So wettert der berühmte russische Dichter Tolstoi gegen den übermüthigen Luxus der Frauen. :Und beinahe fühlt man sich ver ucyk. diese Worte insbesondere auf den Verbrauch der Velzwaaren in Europa anzuwenden, wo dieselben eine Ver dreitung gesunden haben, die man in früheren Zeiten gar nicht ahnte. Weder die Rümer noch die Griechen wußten etwas von einem wirklichen Pelzhandel; die Römer kannten nicht einmal Pelzwerk als Ztleidung. In Germanien stand Pelz zwar wohl l:n früh her als natürliches Material für Trachten allerlei Art in Verwendung; im Mittelalter war eö indeß nur den'Fürsten und Adell gen und einzelnen privilegirten Bür gerschasten gestattet, feinere Pelze zu tragen. Vom Ende des 13. Jahr Hunderts kam das PelStragen durch lange Zeit wieder fast ganz aus der Mode aus Mangel an kostbaren Pelzwerken. Die Curopälschen Wäl der waren ausgerodet und hatten keine Pelzthiere mehr, Rußland aber verbrauchte seine Pelze im Lande. Erst die Entdeckung Amerikas und besonders die Eroberung Sibiriens führten dem Pelzhandel neues Ma terial zu, belebten und begründeten ihn in Wirklichkeit. Biber und Bär, Robbe und Seeotter, Eichhörnchen und FucdS, Haie und Kaninchen, Lamm und Wolf, Ziege und Marder und JltlS, Dachs und Wiesel, Koipu .und MuSquah. Nerz und Veh, Skunk und Zobel und Hermelin, und wie die Pelzthiere alle heißen, und selbst !die wildesten Raubthiere liefern heute ihren Pelz dem Bedürfniß oder dem LuxuS. ' Alle möglichen Kleidungsstücke wer den ganz oder Tbeilweise aus Pel hergestellt, mit Pelz verbrämt: Män ttl, Krägen, Boas. Mützen, Muffs. Ein besonderer Luxuö macht sich in den weiblichen Pelzsachen geltend. Da ist keine Sorte zu kostbar uud zu selten. So ziemlich jede Pelzart hat ihre feste Bestimmung. Die Felle mit langen und feinen Haaren verwen det man für Kleidungen. DaS grobe Bärenfell dient für Soldatenmützen oder als Fußwärmer und Decken auf Wagen und Schlitten. Fußwärmer und Decken sind auch die Pelze des Bi son, des TigerS oder Löwen. Schul ranzen und Tornister, Jagd und Reisetaschen werden aus Reh und Robbenfell hergestellt. Reh und Jl tisschweife. DachS und Flußotterfelle verarbeitet man zu Pinseln. DaS Flaumenhaar der Biber und Robben, der Hasen und Kaninchen, der Koipu und MuSquah und auch der schlickten Fischottern bilden daS Material für Hüte; das kostbarste Hutsell ist das des BiberS. In Rußland, wo die Pelze zu Hause sind und eine größere Rolle spielen als in jedem anderen Lande, haben die verschiedenen Völkerschaf ten ihre gwissen Pelzlieblinge, zu de nen sie treu halten. Der großrussi sehe Muschik trägt durchwegs weiße, der Ruthene nur schwarze, der Kai mücke stets kaffeebraune und der Ta tar sildergraue Schaffelle. Der Kirg hise kennt nur einen Pelz von Pferdehaut. Auch die einzelnen Stände haben bei den Ruffen ihre festen Pelzarten, die sich zu bevorzeugen pflegen eine Abänderung dieses .von Sitte und (öewohnheit festgestellten Ge brauches kommt selten vor. Schaf . feinst der Pelz der Bauern und Ar men. Ein Handwerker hüllt sich in seinen Wolfs, ein kleiner Kaufmann aber strebt nach einem nicht gar lheu ren Fuchspelz. Wer sich zum Höhe xtn Mittelstande zählt ein wohl, -habende? Kaufmann, ein Tschinom ' in!, ein Lehrer, ein Adeliger vom Lade stolzirt schon im Schuppen pelz. Der schwarze sibirische Bär, , Marder. Zobel und Biber liefern ih -Iren Pclz nur für den höheren Adel. ' ttahltnd der Hermelin zum Schmucke . der czarischen Kleider auf die Welt ! kommt. In früheren Zeiten war die K:one der moZkowitischen Her -scker eigentlich mehr ine mit Gold und Edelsteinen gezierte Hermelinen ',Mfitze, denn eine Krone im allgemein gebräuchlichen Sinn. Bis vor weni en Jahrhunderten spielte daS Pelz. rvtit in Rußland auch die Rolle des ZeldeS. in Sibirien ist die JUin großen Theile heute noch der Fall. i Die dichtesten Pelze sind die sein Pen; sie werden in den kältesten Ge zendkll gesunden. Richt blos die Verschiedenen Arten, sondern auck die

verschiedenen Individuen derselben

Art sind besser, in je kälterer Gegend sie leben. &o ist der Nordamerika nische Biber werthvoller, je nördli cher er gesunden wird. Der kostbar ste Zobel lebt im östlichen Sibirien, namentlich in den Wäldern der Gil jaken an der Küste des Stillen Oceans. Die wärmeren oder ge mäßigten Landstriche bringen fast ri. l v ; n er nur tfcuc mir kurzem, oiaen, nrass anliegenden Eontourhaar ohne Flam menhaar in den Handel: Felle vom Löwen und Tiger, Jaguar and Ku guar, Panther, Leoparden und Ze bra. In einer und derselben Gegend liefert in der Regel die rauhe Jahres zelt die besseren Sorten von Pelzen einer und derselben Art. Interessant ist die Seeküsten.Pro vinz Sibiriens am Stillen Ocean. Hier findet man unter den Pelzthie ren sast alle Repräsentanten des Su den und Nordens vereint: Eber, Hirsch und Reh verstecken sich in den hohen Gräsern; Tiger und Panther brechen auS den düsteren Kräuterge duschen hervor und machen !die Ufer des Ussuri unsicher, , versolgen den Zobel und Hermelin und gerathen oft mit dem Bären aneinander. So thierreich dieses Land ist, so wenig Menschen besitzt eS. Dieselben zah len ihre Steuern in Pelzen, nur ei nen geringen Bruchtheil in Geld. Während man über den amerika Nischen Pelzhandel Manches weiß und die amerikanischen Pelzjäger, die Trapper, Helden zahlloser Jugend schriften geworden sind, haben die russisch sibirischen Pelzjäger kaum Jemand zu- Schilderungen veran laßt. Und doch bietet Sibirien in dieser Beziehung keineswegs mmder mte renanten Stoff zu reizvollen Elegie. düngen und romantischen Geschichten. Auch die ruisischen PelZlüger sind be wundernswerth ob ihreö Muthes, ih rer Ausdauer und ihrer Abhärtung aeaen Sunaer. Durst und Kälte. In schwanken Booten, die oft nur mit Lederstreisen primitiv an einem Rahmen befestigt, deren Fugen nur nothdürftig mit Moos ausgestopst sind, wagen sich die Tollkühnen auf jene gewaltigen, viele Meilen breiten sibirischen Ströme, hinter denen selbst Wolga und Donau als Zwerge zu rückbleiben. denn nur Nil. Mifsif sippi und Amazonenstrom könnten sich mit diesen Wassern Sibiriens messen. Wunderbare Schauspiele entrollen sich hier im Frühjahre, wenn daS EiS schmilzt und birst. Hunderte, taufende Eisberge von gigantischen Dimensionen schwimmen auf und nieder, prallen wuchtig zusammen. stürzen sich übereinander, wölken durchbrechend, bimmelstürmend. Und im Glanz? der sibirischen Frühjahrs sonne schimmert und glitzert dies herrlich in alle Farben deS Regenbö gens.... Und zwischen ihnen zieht der Kahn deS PelzsucherS ewig vom Tode des ZerlchmettertwerdenS bedroht. . . Plötzlich rast ein Sturm daher, treibt die Berge zusammen, schließt jegliche Straße. Alles ist verdeckt, soweit daS Auge sich angstvoll gelagt richtet. Unabseh bare Eisfläche vorwärts und rück wärts und zu lezllcher Seite. Dann aber wird das entsetzliche und doch wieder erhaben schöne Bild von unsichtbarer Hand in Millionen Stücke zerrltten. Ein Heben und Senken beginnt. Und mit einem Male springen die Eisberge wie Bälle und tanzen und zahlen und schlagen Purzelbäume. Ein Getöse und Gebrüll, wie wenn Millionen Löwen in Raserei aera then.... Dort wieder versinkt eine ganze Reihe in die Tiefe, kommt wie der hervor, gleichsam wie athemho lende Walsische, und verschwindet abermals.... Hier prallen zwei Truppen der Riesen wie Armeen keu chend aufeinander, ein heftiger Kampf, und zerschmettert sinken Alle zusammen und die kläglichen Reste zerfließen im sonnendurchglühten Waller Andere Gefahren, aber nicht gerin gere, bietet das Land mit leinen end losen Steppen, kden undurchdringli chen Wäldern voll colossaler, oft zweihundert Fuß hoher Fichten. Lür chen und Eedern. Aus dem Dickicht hervor stürzen wilde Hunde. Wölfe und Bären; aus den Schluchten krie chen giftige Schlangen; aus den Lüf ten aber drohen die Barakute, die Adler, die selbst einen Hirsch wie einen Hasen bewältigen und ganzen Herden Wölfen die Beute abja gen .... Und. o wie öd', wie todeStraurig einsam sind diese Landstriche! Das gibt keinen Begriff, wenn ich ihn auch mit tausend und abertau send Worten umschreiben wollte: Aber einige Zlsiern sagen es vielleicht. Mittl denke sich ein Gebiet so groß wie Malern, wie Die Insel Sardinien bewohnt von kaum dreihundert Seelen! ..... Uttd was sind das für Menschen diese .Ei?2edorenen. Und wie elend leben sie in ihren verstreut liegenden Zelten, die gewöhnliö nicht einmal Thüren haben; freilich wäre die auch unnütz, well sie verschneit würden. Will man in die Wohnung gelangen, o muß man einen vor der selben stehenden Baum erklettern und sich dann durch ein Loch oben in der Jurte herablassen. Nur gebe man hübsch acht, daß man nicht direct in den Her. oder in die Speiseschüssel rutscht. $enn gerade sitzt die löbliche Familie beim köstlichen Mahle. Wohl Ihnen, schöne Ltserjn, daß Sie kein .ausgehungerter, müdgewanderter Peiziager und nicht gezwungen .sind, W:f. I2flf! CWt C c uu uicicm tuiuiacn xaui igcuiunca men! In dem riesigen Kupserkessel brodelt und zischt in geschmolzenem Schnee ungenirt durcheinander Fisch imd Rknnthierfleisch. unddie Hern

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srau gießt ein pestilenzarüg riechendeS Oel dazu. Währenddem schneidet derHausherr daS Manyalla,das Brot. Welch ein Brot! Geronnenes Thier blut und Talg werden mit getrockne tem GraS und Moos gemischt und in einen Laib geformt .. Ist der Wirth ein gar höflicher Mensch, so beißt er vom Brot, Fisch und Fleisch je ein Stück, nimmt dann alles aus seinem Mund, legt es in seine appetitliche Hand und reicht eS guten Appetit! -dem Gast! Es gibt beinahe fünfzig Arten von sibirischen Pelzthieren. Den dritten Theil des ganzen sibi rischen Pelzexports bilden Eichhorn felle. Außerdem werden in Sibirien am meisten gejagt: Elenthier und Rennthier, Wols und Bür, Zobel und Hermelin, der weiße und der allerdings seltene schwarze Fuchs. Am interessantesten ist die Zobel sagd. Aus Schneeschuhen ziehen oie Jäger in den Urwald, viele hundert Werst von ihrer Wohnstätte, gewöhn lich einzeln, nur gesolgt von einem von Hunden gezogenen kleinen Schlitten sür die Beute. Solch ein Jäger ist nicht gerade das Urbild von Krast und Schönheit, wie man sich so einen kühnen Gefahrbesieger vor stellt. Die Ostsibirer sind ja meist von kleiner schwächlicher Gestalt mit dün nen Armen und sehr dünnen Beinen, einem platten Gesicht, aus welchem nur die spitze Nase bedeutend heraus lugt, während die breiten flachen Backen, der große Mund, die platte Stirn und die schläfrigen Augen fast in einer ebenen Fläche liegen; nicht einmal die Augenbraunen, Kinn oder Schnurrbart heben sich beson ders ab, denn sie sind sehr schwach: der Backenbart wird sorgfältig aus gerissen. Jlndet der Jäger die Spur eines Zobels, so solqt er ihr, biS er das Thier trifft. Aber nicht immer ge lingteS, dasselbe zu überraschen und rnii oem er nen umn zu pllllen. 2,'er . w ... ki , ti rr ns . Verfolgte sieht das Unglück und stüchtet sich IN ein Berstea, m irgend eine BodenöNnung. Bor diesem heißt eS nun Wache halten, geduldig ausharren, bis eS Freund Zobel belieben wird, ans Tageslicht zu kommen und in die Falle zu gerathen. Aber Zobelchen wel, was seiner harrt, und suhlt sich in seinem engen Loch unter der Erde wchler, als der, Jager m dem großen freien Walde. Und Stunde um Stunde vergeht und ein Tag und noch einer. Müd und schläfrig ist der gute Jä ger und möchte nur ein bischen ruhen; aber er traut sich Nicht, denn vielleicht entschlüpft ihm gerade während der kurzen Rast das kostbare Thier. Da greift er zu seinem altbewähr ten 5)!SaerkniN: Er leat viel feine Lüden über daS Versteck deS Zobels und bindet an die Fäden allerle hellrusende Glöcklein. Nun kann t ruhig schlafen. Traut der Gefan aene der Ruhe und wagt sich keck her vor, so heben die Glöcklein zu klingen an, und husch ist der Jäger da und r . m w n ? oal nie neuie uno ii rc.cy oeioyn für alle Mühe und Geduld. Und ist die Jagdzeit zu Ende, kehr er heim, entrichtet mit einigen Pelzen seine Steuer an die Regierung und den Rest verkauft er um spottbilligen Preis an die im Lande umherziehen den Promyschlenniki oder Agenten der russischen Pelzgroßhändler. Der Preis deS Zobels in den sibiri schen Pelzhandelsstädten schwank zwischen 6 und 3 Rubel daS Stück für die schlechtesten und kommt biS au 60 Rubel und mehr das Stück für die besseren und besten Felle. . Nur der Rücken des Thieres wird für die besten Mäntel gebraucht. Für den Besatz eine Damenkleides braucht man zwanzig, für einen voll ständigen Mantel achtzig Zobelfelle. Mindere Zobelpelze, aber noch immer genug kostbare, werden aus den Bauchfellen oder den Halsfellen der Zobel hergestellt. Zu Fußpelzen werden die Hinterfüße der Zobel zu einem Fußpelz 140 Paare zusammengenäbt. 60 Schweife von Zobeln endlich geben ein Boa. Beim Abhäuten des Zobels darf das Fell nicht in die Länge gezogen, sondern muß im Gegentheil so viel als mög lich zusammengeschoben werden, da mit die Haare recht buschig erscheinen. Während auf die Zobeljagd die Jäger gewöhnlich einzeln gehen, macht man sich auf die Jagd nach anderen Thieren, wie nach dem Elen thier, Reh, MoschuSthier, dem Hir schen, Nennthier, Eichhörnchen und FuchS in Gruppen auf. Jede Gruppe errichtet sich' an geeigneter Stelle -wo der Schnee am tiefsten liegt, in Thälern und Schluchten die Zur ten und zieht von hier zum Fang der Pelzthiere aus. Nach gethaner Ar beit kehrt man spät NachtS in die Jurte zurück, um nach kurzer Rast pon Neuem aufzubrechen. Diese Jäger führen ein ganz angenehmes Leben im Vergleich zu den Zobel jägern; an Nghrung mangelt eS ihnen nicht, die erlegten Thiere geben ihnen ja Fleisch genug. SpierlingS vnd Heidelbeeren mit Rennthiermilch gemischt, ist auch keine schlechte Speise; haben sie dies Alles aber nicht, so sin den sie noch immer zahllose Mengen von Nüssen der?Wandschu.Ceder und der Zembra.Fichte. welche vor dem Hunger nothdürstig zu schützen ver mögen. Dem gemeinen und weißen FuchS werden Schlingen oder Fallen gelegt. Der FuchS zieht sich gegen Mitte September nach dem Süden zurück, und da man weiß, daß er lieber um einen Hügel herum, als über das Hinderniß hinweg geht, so werden die Hügel mit Barrieren von Zwei gen und Schlingen umgeben, in die dann die Nüchslein acratben. Der

schwarze Fuchs "ist sehr selten, sein Fang ein großer Gewinn, denn sein Fell hat einen Werth von 300 bis 1000 Rubel das Stück. Auf eine eigenthümliche Art wird der Bär in der Provinz Jenisseisk übcrrümpelt. An einem Baumstamm wird ein Brett so hoch befestigt, daß Freund Petz zu ihm nur hinanreicht, wenn er sich auf den Hintertatzen zu voller Höhe emporreckt. Ein Stück prächtigen Fleisches baumelt vom Brett, aber auch eine Reihe tückischer spitzer Haken blitzt im Lichte des

glitzernden Schnees. Freund Petz sieht nur den fetten Bissen, nicht die listigen Todtbringer. Er kommt näher, brummt sröylich vor sich hin. stellt sich lustig auf die Hintertatzen, hebt eine Bordertatze empor und o weh hackt sie wuchtig in eins der spiken Eisenstücke. Das wohlige Brummen wandelt sich in ein cnt setzliches Geheul; um sich zu retten, hebt der Gesangene auch die andere Vordertatze in die Höhe und versucht den Haken herauszureißen, geräth dabei aber nur in einen neuen Haken und hängt nun ganz sicher. Gering ist heute der Ertrag deö sibirischen RobbensangeS. DieFran zosen' waren die ersten Europäer, welche in der Neuzeit im St. Lorenz Busen aus Robben ausgingen. Spä ter sah der englische Weltreisende Eook aus den Inseln Süd'Georgien und Kerguelen viele Robben und veranlaßte, seit 1775, die Engländer, ebenfalls nach Robben zu jagen. Alle amerikanischen, englischen, fran zösischen, holländischen, dänischen, norwegischen und deutschen Waisisch sänger unternehmen Robbensang im nördlichen und südlichen Eismeer, in der südlichen Hülste deS Atlantischen OceanS. fast auf allen Wallsisch und Pottfisch-Stationen im Großen und im Indischen Ocean. Die Russen fangen Robben an den nördlichen und nordöstlichen Küsten ihres Rer cheS, besonders in Kamtschatka, fer ner am Baikaisee, und Kaspisee. Die Pelze kommen roh, halb oder ganz zubereitet in den Handel. Die erste Arbeit hat natürlich der Jäger, der dem Thier den Pelz abzieht, um ihn vor allen Dingen zu trocknen. TieS thut er zumeist, indem er ihn einfach ausspannt. Solche blos ae trocknete Pelze bilden die rohe oder ungegerbte Waare. Die weltere Be Handlung ist Sache der Kürschner Tiefe befreien die Pelze zunächst von dem auf der Fleischseite hastenden Fleisch und Blut, bestreichen sie Mit einem Fett, reiben sie mit einereifer nen Stange oder über einem ausae spannten Seil, bis sie geschmeidig werden, entfetten sie dann wieder durch Bestreuen Mit Kreldepulver. heißem Sand oder Sägespänen, wel ches endlich tüchtig ausgeklopft wer den muß. Die besten Gerber sind die Nomaden Rußlands; aber auch die berühmten Gerberelen in den rusn schen Städten Moskau und Kasan. Kargapol und Kalugz, Jaroslaw und Astrachan haben Meister dieser Arbeit Meister, welche zugleich auch Kunstler in der Herstellung falscher Pelzmaaren sind. Die große Begehrniß nach kostba ren Pelzen hat die Menge mancher Pelzthiere ungeheuerlich vermindert und viele derselben wie Zobel, Biber. Bär und Robbe gehen ih rem Untergange entgegen. Mit der Abnahme dieser Thiere steigt auch von Jahr zu Jahr ihr Werth und er reicht ost unerschwingliche Preise. Da gibt es denn Viele, welche sich mit billigen Nachahmungen begnügen. und gar mancher stolz vranaende Zobelpelz ist ein gefärbtes Mar, derfell Ein besonderes Ge werbe hat sich ausgebildet, um das Persianer oder bocharische Lammfell nachzuahmen; eö gehört häufia aroße Kenntniß und Uebung dazu, um hier das tfai,aj? vom Echten zu unter scheiden. Der Handel mit falschen Pelzwaaren hält heute dem mit echten wahriich oaid die Wage. Ein Unglück ist eS, krank zu sein, doch gewährt es dem Kranken eine größere Zufriedenheit, daß wenn er Arzneien nehmen muß, er wenig ienS eine Medizin nehmen kann, welche für einen Fall fpeell hergestellt ist. Die Ur ache der Krantyelt mn& zuerst in ErwSg. ung grzoaen werden. Dr. Schoop war nicht bannt zufrieden, mit sogenannten Blut remigungS'Mnteln noch althergebrachtem Gebrauch zu behandeln, welche nur vor übergehende Linderung gewähren, da solche die Ursachen deS Leidens nicht entfernen. Dr. Scyoov'S emqehende Untersuch unaen Zleiaten. da Maa. k,r nk Nieren und alle inner? iirnnn hnrfi . wisse Nerven kontrollit werden. Wenn diese vizxvzn fl.ciiywaqi nno, verrichten die Wer dauungS'Organe ihre ffunklionen nicht und Magen und LeberLeiden werden dadurch velulilllljl. Tie Nabruna. die wir tn n firnm dient zur Herstellung des Blutes und wenn oieieivemcyl geyorlg veroaut und nicht in xn nei Blut. Knocken und Wuifn delt wird, so können wir unmöglich gesund CUl. Dr. Schoov'S Wiederherstelle, ist ein Maaen. 5!eber. vnt vßitrn.frtiimi tel, indem derselbe auf die Nerven dieser Ör gane einwirkt, wo allein die Ursache der Lei den zu suchen ist. Diese Arznei ist kein Ner vine oder loaenannteS oiftinea Nernen.Neit. Mittel, sondern dient zur Ernährung der gecqivacqlcn yecroen. In pothkkkn oder frsvco per SxpreS sür t!.00. , Der deutsche .Weg weiser zur Gesundheit-, .' sicher die Bebandluna !VvV M mit dieser Arznei genau beschreibt, nebst Proben, VnS. a i MV 1 Fii.v ''-A2 w1" uycuv cnic ÄNW. kreise frei versandt. djffcSX Mau schreibe au ' Dr. Schoop. Lox 9, Wine, M. Dr. C. N. Schaefer, Srt und llhirurg, No. 430 Madison Avenue, nah MorriS Str. Vvrechftunde: S-S:MUbrMoraenI.5-4Ubr achittag. 7- Uhr Abend. ' Xeleftfton 882.

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