Indiana Tribüne, Volume 17, Number 192, Indianapolis, Marion County, 1 April 1894 — Page 10
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Ein Ausruf, den wir so oft Kören, ist W, ich bin so nervös" und gerade dieser Klasse von Leidcüdcn fcird es fast niemals' Mftr frfp?t rifienilirh f?fsf inS i p w --y w was die Ursache ihre? Leiden ist. Dr. Schoop fand nach einem langjährigen Sludium von chronischen Krankheiten, das gewisse Nerren dem Körper Stärke und Krajt verleihen. Diese Nerven lontrolliren vollständig den Magen, die Leber und Niercn. Wenn diese Nerven geschwächt sind, werden die Speisen nicht verdaut und als eine natürliche Zolge entstehen dadurch Dyspepsia und Nervosität, fccirn zur Herstellung von Vlut, Knochcn und Muskeln ist eine vollständige Verdauung der Speisen absolut nothwendig. Dr. Schoo'h's Wiederhersteller heilt Magen-, Leber- und Nieren Krankheilen durch Kräftigung und Stärkung dieser Nerven. Diese Arznei ist kein Ncrvine oder giftiges Nervenreizmittel, sondern dient zur Ernährung des ge schwächten Ncrven-SystcmS. Diese Me dizm reinigt das Geblüt und stellt die Kräfte wieder her. Es ist eine Ärznei, welche die Ursache des Leidens entfernt. Jn Vvotiekea oder ftanc per Erxreß für fl.oa Der dentscke .Weg weiser zur Gesundheit-, welcher die Behandlung mit dieser Arznei genau bsschreibt,nedst Proben, wcrocn an irgend eine Adresse frei versandt. Man schreibe an Dr. Schoop. Box 9. Nacine. WiS. Dr. C. R. Schaefer, 5örLt xxrxb Chirurg, Ns. 430 Madissn Avenue, nahe MorriS Str. Svrecbstunden : 8-9:? UrNorgenk, 5-4 Nör achmtttaz. 7 Uhr Abends. Televdoa 232. Dr. I. Wühler, Teiltscher Arzt. Office und Wohnung: 837 Süd Delaware Straße. DfRce'S:u-fc;n: 8 9 Nhr Bc?.: 8 Uhr ttaint.: T-9Ufcr Sfnb. Telivhon 14. Br. Wagner, Office: Zw. 60 Sc-i &iio Str. DfSuu5w: t !0 Uhr Caratttsei. 1 u;r 5Iciciitaal. lclv.ir2 : ?eke Broadwov st tftxcel ölde. tNT- W E. Deutscher Zahu - Aizt, :lt). 8j Vccb Pen.-.s.nia Ltr. S r, ac? V?unG ptcfwaM. Dr. I. A. Sutcliffo, :?4asf.or i;. suÄf l:rhli. nrti wudrztlicdk nalit unh :it tct&lrd: unb Urlr.fTautHtiten. 33 Of! IClazUi Streif. rjfreStur.?.fr. : u M IC Ntz? Por:n. d S CUr t:rSx. r.i:.t38 Viwstaaea. Xelf Dr. PFAFF, Ossice: 134 Nord Pennsylvania Str. O.??eEtnden vsn 24 Udr Steck. ?fo. 423 Madison Avenue. Stunden van 1011 Uir Vor. tS-in7.q: 1S7 N.Alabam'slr. .tZ?e Bernrftr. QSigffli. Dr. BurS'Hardt, deutscher Ärzt. Office uns Wohnung: No. 382 Süd Meridian Str. Ol5ceTlundcn : bt S Uhr Vor. 2 bi 3 n$vKam. 7 bis Uhr bd. Sonntag, 9 LorOlittezZ 5eleo?,o, S?b. vll.. u. öllUZIL, Deutsche Apotheke. Nachkalger on 93. C3. Scott. Zlo. 6G7 DirgZnin Zövenus, Ecke Ccburn Str. Telephon 1747. Nacbtilocke an der Seitentbkire. Z?edt Tas undiailS sorgfältig seküllt. Zretedli,feruvst. k&m & A ll K rJ E?Vij N $ & MeMWMWM. f, .'c ' K? .FKlH, R VI K d S! ü ZfJ k erJäaj W-räS fti . - Jr5, Keine Qilse. Nein L4nux?ba?t. keine Zahlung. keine Zahlung. Schorf geheilt. Ich mae Kontrakte mit Allen. Lcps. eer Varth?are zu erzeazen, die in mziner Ofjice bei meinem Ägene vorsprechen vorauögese?:, dab die Kopfhaut nicht läuzt oder ihre Poren ge schloffen nd. In diesem Falle giett e keine Hilfe. Spreche Sie vor und lassen sich nent geldlich utersuchen. Wenn Gie nicht kommen könne, so geben Sie schriftlich genau die Beschaf senhett der Sopfhaut und Ihrer Vschäfttgug an. Pros.S.Btrkhslz. Aimer 101 l Msante Tevi,e,llliieaao. Dach - Material. T. F. SMITHER. HSndler in tedachVkaterial, i unb 8 l ead Nosftng, wafferdtchte Vheeting, seuer festem LIphatt'Iilz. Ctrohpavpe. Dach und Vke tall.Srbe ,e. . Office: 199 Kp Wlxf lud Stratze. Telexhon ms D a ch d e tk e r e i. Fähige und verantwortliche Dachdecker. Kies dächer, Trinidad und ilsonite IphaltDScher. Aüe V.rn TemptsttisnI'Tächer mit bestem Vti terlal. ZiiUt: No. 169, Fard : 180 W. Marylandstr. Teleöbon SSI. JndianavoliS. Ind. Vlctto 52 Prozent Netto gemacht und de'Aklt d'n Interessenten des Gue rtai uop!ranve . stoa Syndlcate- orn 15 Ute. 1333 btt !. fttbr. d. 5X. 10 "t 3 0 roe per JzKc find ia machen, d Rist? von Wi?! t?. avs et vklnlm'im ??ou,r?. u? v-xlan am unser vrolfiketu und taltrr Vkarktbertch ttr? tugege,lak. eue rseren.. jucinmin , ,avk,rch0r,krl, U v,ada?. JjtxU
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r mttmnlrtn ine &ibe&eiliU. ' . .' Von il. I 5 ch n r r. Ich ward im Mona! März in einer MondscbeZnnackt r.m&m acht und zwölf Uhr in einer kalten Dachstube geboren. Nichts a!Z das Duett zweier ater, die vor einer Bodenluke hockten und ihren (schönen ein Ständchen brachten, unterbrach die weihevolle stille meines Eintritts in die Welt. Als ich endlich mittels einer seit vier Stunden zerkauten Feder mühevzll zu Papier gebracht war, wurde ich, wie das bei allen Neugeborenen zu geschehen pflegt, sorglich eingewickelt und alsdann in eine Tischschublade g:l:zt, wo ich zwischen Käse- und Jrodrinden den eren !raum meines jungen Lebens träumt:. Als es Taz ward, wurde ich von meinem Erzeuge! in eine seiner Nccltasaien atfcdt, und da machte tf) meine ersten Schritte in's Leben, sah durch ein: Naht des fadenscheinig g:roordenen Nockes ein winziges Stückchen der großen Welt, 'ör!e das Rauschen und Wogen der Großsiadt und dazwischen hinein ein lautes Knurren, das auZ dem Mczen dessenkarn, dem ich inein Dasein z danken hatte und den ich fortan meinen Vater nennen w:?de. Nebenbei war er Diur nist in einer Kanzlei, wie das obenerwähnte Magenknurren wohl schon hat vermuthen lassen. Einigemal des Tages kamen wir an einem ucyensenner im ouierrain eines vornehmen Hauses vorüber, wo mem Vater stets mit emem tiefen Seufzer einige Augenblicke stehen blieb. Ich dachte damals, dies gelte den ange nehmen Gerüchen, die der Küche entströmten und sogar bis in die Tiefe der Rocktasche drangen, in der ich verbor gen lag. Eines AbendZ, als das Fenster offen stand, durch das mein Vater immer so sehnsüchtig blickte, griff die Hand, die micb in's Leben eingeführt und bisher wie ein Kleinod aehütet hatte. Plötzlich in den Winkel, wo ich behaglich ruhte, entriß m:ch mit zähem Rucke meiner heimathlichen Scholle und schleuderte mich mit solcher Vehemenz durch das Küchenfenster, dajj ich gera deweg in einen Topf mit Milch flog, den eine schmucke Köchin soeben auf den Herd yestellt hatte. Em lauter Schrei der Küchenfee und der derbe Fluch eines Sergeanten, der gerade zu Besuch bei ihr war, vermehrten meinen Schreck und meine Angst, die sich jedoch aus's äußerste steigerten, als der Mann in Uniform mit rauher Hand.mich aus dem Milchtopf herausholte und hastig entfaltete. An meine Laura!" brüllte er mit zorniger Stimme. Treulose, gestehe, wessen Laura bist Du noch?" Weinend betheuerte das Mädchen, daß sie nie einen anderen Schatz gehabt, noch haben würde als ihn, den Sergeanten, worauf dieses Ungeheuer mich mit den Worten: Run, dann fort mit dem Wisch," mit derselben Schnei ligkeit durch das Fenster zurück ezpedirte, mit der ich vor wenigen Augenblicken hinein geflogen war. Unsanft fiel ich aus das Straßenpflaster nieder, ich sah mich ängstlich nach meinem Vater um, aber er war nirgends zu erblicken. Zitternd drückte ich mich an die Mauer, damit mich die Leute, die vorüber gingen,' nicht zertreten m'öch ten; in demselben Augenblick packte mich ein heftiger Windstoß, riß mich erst im Wirbel hausboch empor und jagte mich dann stundenlang durch die Straßen und Promenaden der Stadt, um mich endlich über einen Gartenzaun zu werfen, wo ich athemloZ und erschöpft auf einen Grasplatz niederfiel. Dicht vor mir lag ein mit Stroh umwundener Rosenstock, unter dessen kah, len Zweigen ich Schutz suchte. A:ngstHch klammerte ich mich aN einen StrohHalm, damit der böse Sturmwind mich nicht von neuem erfassen möchte, und nun kam ich erst zum Bewußtsein mei ner trostlosen Lage. Wer hätte das von meinem Vater gedacht, der mich immer so zärtlich mit sich herumgetragen. so sorgsam gehütet, so liebevoll betrachtet hatte, daß er mich zartes, unerfahrenes Kind auf solch grausame Weise verstoßen und in die Welt schiendern würde, ohne sich hinfort noch um m'esn Schicksal zu bekümmern? Tiefbetrübt klagte ich' dem Rosenstock mein Leid, der mir theilnehmend zuhörte. Er tröstete mich, so gut er es vermochte, jlnd bot mir für so lange ein Obdach an, bis sich ein besseres sür mich finden wilrde, Schlaflos und frierend verbrachte ich die Nacht und dachte mit Sehnsucht an die warmeRocktasche meines Vaters, in der ich so sicher und warm gebettet war. Als es Heller Tag geworden und die Sonne warm auf da Strohdach schien, worunter ich mich geduckt hatte, zupfte mich leise der Rebstock und flüsterte: Dort kommt da? Frciulein und sucht Märzveilchen, es könnte vielleicht Dein Glück sein, wenn Du Dich von ihr finden ließest." Obgleich ich mir bewußt war, kein Märzvellchen zu sein, folgte ich doch dem' Rath meines erfahrenen FreundeZ und ließ den Strohhalm lcs,' den ich noch immer umklammert' hielt.' Sofort packte mich ' aufö Neue - der Wind; doch für'S erste nur sant und' mit-mitspielend,'' trieb er mich gerade ttof die I5üße einer weiblichen Wesens. bas eben den Grasplatz betrat. Gleich harauf fühlte ich mich gepackt und em porgehoben und wieder, tönten die Worte an' mein' Ohr: ' An meine Laura!" aber diesmal wurden sie v!es leiser und mit viel Gefühl gesprochen, auch wurde ich darnach nicht fortge schleudert, sondern in ein warme Zim mer getragen, dort mit sanfter Hand von den mir noch anhaftenden Resten ver Utllchtunke und deS Staubes, die von der wilden Jagd mir noch ankleben mochten, befreit, mit wohlriechendem Wasser besprengt und dann, ach so zärtlich von .ihr" an die Lippen gei drückt, daß ich alle Schmerzn und Lei.
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v - va xtibit scraafc. Nun las sie mich bald leise I bald laut, und da erfuhi ich denn zum ersten Male Art und Zweck meines Daseins. Daß ich sür eine Laura bestimmt war, hatte ich schon von cem Sergeanten gehört, daß ich aber dazu zur Welt gekommen war, dieser Laura zu saqen, wie schön sie sei, wie heiß u.ld v:rlangen.) ein Herz für sie schlüze, und sehnsuauizen Alme auZ ein'r Dachstube täalich nach ihr ausschauten, das h'rte ich iedt b:w;aten HerzenZ aus d:s Fräulei.ls MllNd?. Ich uuchz von Ze:!e zu Zille ttk meinen eiIZNLN luzen und welch: auszeroroentuchen Dln?e musite ich noch mitzuthellen yab:n, die das Fräulein gar nicht vorlas, die ich nnr aus ihren Selbstzesprächen entnehmen konnte. Älso heute Abend schon? Ob ich hingehe? Wi: sollte ich sonst erfahren können, wer es l',t. der mich so treu und innig liebt? Also noch eine Laura, dachte ich, denn wie hätte das Fräulein sonst allks dies was sie vorgelesen, auf sich beziehen können? Die Li:beswerbunz schien ihr ganz überraschend gekommen zu sem, sie las mich immer wieder von vorne an und schaute dabei zu allen Dächern hinauf, wahrscheinlich urn daS Dachfenster zu suchen, wo sehnsüchtige Blicke nach ihr ausschauten. Das Geschrei eines Kanarienvogels, der sch?n längst durch Flugelschlagen und durch das Wetzen seines Schnabels an den Stäben d?s Vogelbauers sich bemerkbar zu machen gesucht hatte, brachte sie endlich wieder zu sich; sie gab tem Vogel fein Futter, begoß ihre Blumen und verschwand durch eine Seitcnthüre. , i ... i: UM in oer-Ziucye yeruni zu gaiuitcii. Mich hatte sie für's eiste sorglich 'in einen Strickkorb gelegt, wo ich, halb von einem Strumpfe verdeckt, mich in meiner neuen Heimath umsehen konnte. waö ich ehr unterhaltend fand. Bald kehrte meine zweite Laura in's Zimmer zurück, überzeugte sich, ob ich noch da sei und nicht am Ende nur ein Traum ewesen sem tonne, dann deckte fie den isch. ttua daö Essen auf. setzte sich hin und aß nichts. Wahrscheinlich hatte sie das Essen versalzen. Sie stand bald wieder vom Tische auf und stellte sich vor den Spiegel; es schienen ihr plötzlich Bedenken gekommen zu sein, denn nachdem sie sich eme jüjcuc betrachtet hatte, strich sie sich mit einem Male die Haare in's Gesicht, ergriff eine Scheere und ntsch. ratsch, sielen einige Strähnen zur Erde und über die Siirne zog. sich eine Reih: Franzen. die alle die kleinen und großen Falten auf des Fräulein? Stirn: verdeckten. Ich muß nämlich leider bekennen, daß Laura B nicht halb so jung und hübsch gewesen alsLaura A, doch mit all ihren Runzeln hatte ich sie schon sehr lieb ge- . t.. .:c. Wonnen uno ica ronnie ninji Legreren, warum mein Vater nicht gleich besser für mich gesorgt und mich nicht lieber in ihr Fenster geworfen hatte, wenn er mich schon einmal einer Laura zur ferneren Verpflegung übergeben wollte. Inzwischen hat die Katze das Fleisch vom Tisch; geholt und die Schüsseln ausgeleckt. Ich mußte das stillschweigend mit ansehen und konntc ' i zu meinem ewn,: en oem oiaui:m m , nicht sagen, was ymter tyrem ducken vorging. Darnach verließ meine Laura mit einem Korbe das Haus und ich war neugierig, was jetzt kommen sollte. Sh kam bald wieder mit allerhand feinen Eßwaaren zurück, mit denen sie den Tisch abermals bedeckte und dann machte sie Toilette. Bis dahin hatte ich noch keine Ahnung gehabt, was das Wort Toilette zu bedeuten habe. Mein Vater, der Dmrnlst, war in zehn Mi nuten gewaschen, gekämmt und qngezogen, außer Wasser, Seife, Handtuch und Kamm hatte er dazu nichts nöthig. Laura brauchte dreimal so lange, bis sie nur zusammenaetragen, was sie zur Toilette haben mußte. Ich dachte damals, ein Wunder hätte sich mit Hilfe dieser Mittel und Mittelchen vollzogen, weil ich eben noch nicht wußte, welche verjüngende Krast der Liebe zugeschrieben wird, sie hatte Laura um zwanzig Jabre verjüngt. Als sie sich endlich noch'mlt Ketten und Armbändern behängen hatte, deckte sie den Tisch mit zwei Gedecken, stellt: sieVier- und Weingläser hin. hüllte sich in einen langen Mantel, setzte einen Hut auf, der ihr Gesicht fast verdeckte und zuletzt steckte sie zu m:!ner Freude yuch mich zu stch und nun gingen wir fort in die finstere Nacht hinaus. Wir wanderten Zange durch dunkle Stoß n. bis wir auf einen nur mäßig erleuchte ten Platz gelangten. Laura zählte die dort angebrachten Vänke ab, bei der neunten blieb sie stehen und schaute sich um. Ihr Herz klopfte so heftig, daß ich fürchtete' seekrank zu werden, denn gerade da, wo es am stürmischsten schlug, hatte sie mir einen Platz angewiesen. Plötzlich hörte ich die Stimme meines Vaters, wie sie halblaut .Laura'', rief. Laura sank vor Schreck auf die Bank und flüsterte: - 'Ich bin die Laura, die Sie suchen." ' Mein'Vater wollte sich zu ihr auf die Bank setzen, doch sie stand rasch auf. Z?ein, nicht hier wollen wir uns zum ersten Male sprechen, wenn Ihre Absichten aufrichtig und ernst gemeint sind, dann begleiten Sie mich in mein Hauö, ich bin hierher gekommen um Sie einzuladen, mir dahin zu folgen." .Nach Ihrem HauL? Ja so, Sie meinen, ich soll in Ihre Küche kommen." mJn meine Küche?" frug Laura etwaZ gereizt, .mein Herr, wie kommen Slt darauf, in meine Küche geführt werden zu wollen?" .Nun. weil." stotterte mein Vater verlegen, .weil ich Sie da am öftesten gesehen habe." .Ja so, also da haben Sie mich sehen können? Sonderbar, daß ich aarnichts davon merkte cu; jeden Fall meine ich aber, wenn ich Sie auffordere, mit in mem Hauö zu kommen, daß ich Sie in mein Zimmer fübren will .Sie haben fr
ten der vergangenen Nacht
SauS?" frU5 mein Väter ganz erschrocken ach, jetzt mußte er bald da rauf kommen, daß dies nicht die rechte Laura war. O hätte ich ihm nur sagen können, daß jene Laura schon einen Schatz habe und niemals einen Anderen lieben wolle, aber so mußte ich schweigend die Dine ihren Gang gehen lasfen, ich knitterte am ganzen Leibe vor Angst, was nun kommen würde. .Ja freilich habe ich ein Haus," sagte Laura mit einigem Stolz, .es ist wzhl nicht groß, aber hinreichend geräumig um so viel Renten abzuwerfen, daß es sich angenehm davon leben läßt." .Ja wie kommt es denn, daß sie dann" .Sie meinen, wie es kommt, daß ich noch nicht verheirathet bin und doch ein Haus habe? Sehen Sie, als ich jung war, hatte ich nichts und da hat mich keiner gewollt; seit ich nun 'das Haus g:erbt habe, hat mancher mich das heißt mein HauS gern, aber nun wollte ich nicht. Eine so uneigennützige und heiße Liebe, wie sie aus jeder Zeile Ihres Gedichtes spricht, wird mir heute zum erstenmale entgegengebracht und nun ich sehe, daß Sie nickt einmal eine Ahnung hatten, daß ich ein Haus besitze könnte mein Entschluß, nicht mehr heirathen zu wollen, dielleicht noch wankend werden." Jetzt mußte mein Vater wissen, daß das die Laura nicht war, die er liebte. Vielleicht merlte nun der harmlose Mensch, daß das Glück ihm, dem Armen, etwas ganz besonderes in den Schoß werfen wollte, denn er ging lange schweigend neben dem Fräulein her, bis er sich endlich zu der Frag: aufraffte, w sie in den Besitz des Gedichtes gekommen sei. Das Fräulein war verblüfft von dieser Frage. .Ja. haben Sie es denn nicht in meinen Garten geworfen, als ich heute, früh dort war? Es war etwas unvorsichtig von Ihnen, wie leicht hatte das Blatt in' unrechte Hände kommen können, wenn es mir der Wind nicht gerade vor die Füße geweht hätte." Wenn jetzt Um von thörichter Liebe Verblendeten kein Licht aufging, daß Laura A mich unmöglich, wie er hoffte, liebevoll aufgenommen, wenn Laura B mich am andern Morgen in einem ganz anderen Stadttheil aufgelesen hatte, dann war ihm nicht zu helsen. Viel Zeit blieb ihm nicht, sich über die Sache klar zu werden. Wir waren am Hause angelangt, und ehe er sich's versah, saß mein lieber Vater an dem reich gedeckten 'Tisch des Fräuleins, vor Delikatessen, wie sie ihm bisher nur im Traum vorgeschwebt haben.. mochten, wenn er mit hungrigem Magen an der Küche von Laura A vorüber gegangen war. Ich lag neben Laura V auf dem Tische und konnte sein gutes Gesicht wieder sehen und mich an dem Behagen weiden, das über dasselbe gebreitet warz ich erkannte mit Stolz, wie hübsch er aussah, besonder an diesem Abend, wo er immer .freundlicher und vergnügter wurde, und als das Fr'äulein nach Tifche noch Wein und Eiqarren brachte, mußt: ein großer Entschluß in ihm zur Reife gekommen sein, denn vier Wochen später fuhren er und Laura auf das Standesamt, wohin ich sie leider nicht begleiten ksnnte, denn ich hing bereits hinter Glas und Rahmen in der besten Stube über dem Sopha, von wo aus ich mir wenigstens die Hochzeit mit ansehen und mich am An? blick zweier glücklichen Mischen wei. den konnte. Nicht allen meiner Vrüder und Schwerern gebt eS so gut. Die meinen von ihnen müssen wandern, jahraus, jahrein, von Stadt zu Stadt, von einem Redakteur zum andern, bis sie endlich in den Untiefen eines Papierkorbs ein rühmloses Ende finden; während andere von ibnen. an herzlose Schönen gesendet, verspottet und miß, achtet zu Grunde gehen wie beneidenöwerth ist mein LooS dagegen, wie werde ich geehrt, und wie dankbar und zärtlich blicken die Augen derer auf mich, die durch mich vereint wurden.
Der Wurm. Ich habe einen 'Sckausvieler oe. konnt, welcher sich stets über einen Wurm im Magen beklagte. Merk würdiger Weise war haö Thier durch, auö nicht aeiränia. denn lein Eiaen lchümer beklagte sich nie über Hunger. ! dagegen cyien eS einen unlö, cdbaren ! Durst zu -haben. Na. einen Durst, j yer iqon mehr .der das Vohnenlied gmg, Bitte, pumpen Sie mir einen Quarter für meinen Wurm,- pflegte der erfolglose Thierdändigec seine Freunde anzusprechen. Dabei machte er ein Gesicht wie daS personifizirte Elend. Griff man nicht sofort in die Tasche, so jammerte er unaufhörlich: .Ach, der Wurm, der Wurm, er wird mich noch daS Leben kosten." ES war die reinste Komödie, mit einem nnsten Hintergründe. Der Komödiant war ein talentvol ler Mensch, herab bis auf die krummgetretenen Stiefelabsätze. Ter Wurm aber, zerfraß sein Talent, figürlich ge Krochen, denn in Wahrheit versoff er r. ' Wollte man dem Manne über Kitt ?cben Bvrwürfe machen, so schiitielte er traurig den Kopf und fastte: .Mein dieser, ich bin ein Sklave des Wurmes. Ihre wohlge meinte Warnung wendet sich an die falsche Adresse. Wenn nur der Wurm Vernunft 'annehmen' wollte. Ach. welch Etk diesen Wurm hätten, dann würden Sie ganz ander? urtheilen. Der Wurm, der Wurmt Bei diefen Worten fubr er sich stets mit oer lin len Hand vom Hälfe nach der Magen gegend. Um dem Mnne den Wurm wenig sten zeitweilig auSzutreiden, gab es nur ein Mittel und das war, daß man ihn in'S Wirthshaus nahm und traktirte. Nach dem dritten oder vierten Glase kam er dann in eine seltne Ctimmuna. -Der Wurm weicht! konnte er plötzlich ausrufen. ftur noch einen Schluck und er ist abgethan.- Das war ein Wink, da
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erfreut Ttadt m:d Lanz nur Ü30 ganze Jahr man noch einmal die Gläser füllen lasse. Wie sind Sie eigentlich zu diesem schrecklichen Wurm gekommen?- frug ihn einmal im Scherze einer seiner Bekannten. 3ch schäme mich fast, die Geschichte zu erzählend sagte der Künstler und leerte fein Glas, um in tiefes Nach, denken zu versinken. Nun ein neuer Schoppen konnte ihn zum Weiterfprechen bewegen. Ja.- fuhr er fort, als er das gefüllte Glas vor sich sah, .den Wurm habe ich als junger Mann mit der Kunst verschluckt, als ich Schillers Kabale und Liebe- ftu dirte. Ich fand an der Rolle deö Sekretärs Wurm einen solchen Ge fallen, da ich sie förmlich verschlang. Dabei ist mir der Wurm im Magen sitzen geblieben. Eine Täuschung ist ausgeschlossen. Denn mein Wurm ist unstreitig der Wurm deS Stückes. Er windet und krümmt sich so lange, bis er Unheil angerichtet hat. Daran erkenn ich den Schrecklichen. .Obligation. Herr Miller!- Auch mir hat er durch feine verfluchten Stückchen eine süße Braut geroubt. Sie wissen nicht, wie ich diesen Wurm hassen ge lernt habe. Der Haß deS MusikuS Miller ist EngelLliebe dagegen. Ich kann mit dem Präsidenten ausrufen: .Wurm Wurm Er führt mit da vor einem entsetzlichen Abgrund." Auch ich werde noch in denselben stür zen. Hie? leerte der Schauspieler sein GlaS, schob eS zur Seite und suhr lebhafter fort : .Doch, was verschlägt eS; ich habe nichts mehr zu verlieren. Ich könnte mich schon um bringen, nur um mich an dem Wurm zu rächen. Manchmal sehne ich den Tag herbei, an dem der Wurm seinen letzten Schoppen trinkt. Inzwischen aber, lieber Freund, können Sie noch ein GlaS besiellen.Menfchen mit schwachem Charakter haben stets eine Entschuldigung für ihr Thun und Lassen. Zu ihnen gehörte, wie man bemerkt haben wird, unser Künstler. Sein Wurm diente zur Bemäntelung seiner Trunksucht. Kam er zum Frühschoppen und der Kellner frug nach seinem Begehr, so antwortet er auf die drolligste Weise von der Welt: .Der Wurm kratzt sid hinter den Ohren, einen Schnaps.- Verlangte er eine söge nannte Nachtkappe, dann ringelte der Wurm mit dem .Schwan-. An heilen Tagen vflegte er zu sagen : .Der Wurm bildet ein U, einen wa( ren Behälter, den ich füllen muß, oder Der Wurm bildet ein O, waZ ein Faß ohne Boden bedeutet. Kurz, er erfand fast täglich neue Ausreden, welche sich alle auf den Wurm be;o, g?n, Der Mann war indetten unglück. lich. Er hatte eine schöne Bergan genheit hinter sich und sah einer elen. den Zukunft entgegen. Er sah ihr mit offenen Augen entgegen und war doch nicht im Stande, einen neuen Weg einzuschlagen. Er glaubte zulebt selbst an seinen Wurm und räumte dem Wahngedilde, das einem Scherze entsprungen war, alle Rechte eines Despoten ein. Was aus dem Manne geworden ist, vermag ich nicht zu sagen, da ich ihn seit mehreren Jahren aus den Augen verloren habe. Sicher aber ist, daß er dem Wurme zum Opfer fallen wird, wenn ihn derselbe nicht schon unter den Boden gebracht hat. i.urat, V e r s ch n a p p t. Ack. iekt bad' ich meine Brosche verloren und zudem die goldene. Dein liebeö Angebinde!" Tröste Dich, mein Herzchen, daS Ding war ja nur vergoldet?B errannt. Verehrer: Frau lein Elife, Sie sehen heute entzückend aus!" Dame: .Ebendasselbe sagte mir Herr Falter vor fünf Minuten auch!" Verehrer (eifersüchtig): .Aber dem ' werden Sie doch nichts glauben?!Schlagfertig. Prinzipal: .Müller, wie können Sie sich unter, steh'n zu pfeifen hier im Comptoir?" Eommis: .Nu, was wollen Sie mir geben deshalb einen Verweis?! . . . Sind Sie froh, daß ich bin so dergnügt bei der miserablen Bezah lung!" Auö der Schulegeplaudert. Lehrer lbeim Unterricht in der Naturgeschichte): .Wer von Euch kann mir ein Beispiel von der Falsch, heit der Katze sagen?" Der kleine ThomaZ (Söhnchen eines Wirthes): .Sie gibt sich gerne sür Hasenbraten aul-
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ribüns ist das einzige Blatt ia Subiana, üd HeS die Interessen des Volkes gegenüber der Macht d Plutokratte vertritt, lt Organ des Wolkes und nicht einer Partei oder Parteitnteressen kärupft sie unentwegt für Freiheit .Recht aus ellen Gebieten des Lebene. Die Arbeit beb Volkes ist die Schöpferin olleS Wohlstandes und danun wirken wir fär selche soziale Reformen, welche die Arbeit zur freubebringenden Lust, statt zur niederdrüSenden Last machen. Jeder fortschrittlich Gesinnte, sollte eS als moralische Pflicht empsinde Leser der Jndiana Tridü ju sei - DaS reichhaltige Sonntags Blatt 'tetet eine Fülle unterhaltensen Lese'ffeS. er Monncments PreiS ker täglichen Tribüne ist ILc, deS SonntaziblattS 80 eider zusammen 1 1 Ctö., per Woche oder? Qt per Monat, durch die Post versandt, kostet doJ taathlatt 93, daS Sonntagsblatt 52 per Jahr, beide zusammen 96 i Vorausbezahlung. ruckfttchen lller Art werden rasch und billig auö ,eführt. Eintrittskarten, Quittungen, Constitutionen, Rechnungen, GefchSftSkarten, Oriesköpse, Zirkulare, - Vrograurrne n. s. rv. sür Geschäftsleute und Vereine werben geschmackvoll ausgeführt. VW MW WM Z2di2liZ. Zr).
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