Indiana Tribüne, Volume 17, Number 186, Indianapolis, Marion County, 25 March 1894 — Page 9
Jttdimm Tribüne. Beilage. Indianapolis, Ind.. 25. März 1694.
Httt ab! Won Dr. med. I. R ff. Als vor einigen Jahren die früher kaum dem Namen nach gekannte In fluenza mit dlitzartiger Schnelligkeit sich über ganz Europa verbreitete, tauchte in verschiedenen Städten der Vorschlag auf, das Grüßen auf der Straße nicht mehr durch da übliche Hutabnehmen, sondern auf militärische Weise zu bewerkstelligen, (h fehlte nicht an gewichtigen ärztlichen Stimmen, die das ntblösen des Hauptes als Erkältungsursache und damit als disponlrendeS Moment zum Befallenwerden von der Jnflu enza bezeichneten. Der Borichlag machte seinen Weg durch alle Blätter, fand aber kaum .irgendwo ernsthafte Beachtung man grüßt auch heute noch, wie man eS ehedern gethan. Wir kämen somit mit unseren AuS führungen zu spät, wollten wir hier Grunde anführen, die für oder gegen den Äoricylag jprecyen, und wenn wir trotzdem aufjenen Vorschlag zurückkommen, so geschieht es, weil wir für das Hutab nehmen in deS Wortes strengster Ve oeutung sprechen wollen. ie rno derne Medizin ist nachgerade zu der Ueberttuauna aekoirmen. daß das Kuriren unendlich schwieriger ist, als daS Vorbauen, und daß es demge mäß viel ersolgverheißender erscheint. den Krankheitserregern nachzufor schen, als mit heißem Bemühen nach Mittel zu suchen, bie-bie bereits vi? yanoene itranllzelt zu yeilen un Stande sind. In dieser Dichtung thätig ist vor Allem die Bakteriologe, auein kau acDncnt es uns an Muth den tekerischen Satz iii'Dfr;u schreiben sie geht, wie es uns schrinen will, zu weit. Man sollte nicht immer und überall nur nach Bakte rien fahnden, nicht nur in ihnen die Krankheitserreger erblicken es giebt euch lolche, die ohne Mltroskov und Farbemethoden erkannt werden kirn nen. Und diesen gegenüber befinden wir uns in möglich günstigerer Lage als jenen mikroskopischen Lebewesen gegenüber wir können ne. wenn wir sie erkannt haben, ersolgreich be kämpfen, was von dem Tuberkel und dem Cholerabazillus leider noch immer nicht gilt. Tiefe einleitenden Sätze haben nun sicherlich in dem Leter die Er Wartung geweckt, sie würden stracks zur Besprechung einer für das Wohl der Menschheit hoch bedeutsamen Zxrage suyren. Jiijeu entfernt, wir wollen nur vom Hutabnehmcn" sprechen. Allerdings nicht vom ut aoneymen- ais der frorm, wie wir grüßen, sondern vom Hutabnehmen. um unsern Schädel vor vorzeitigem Kahlwerden zu schützen, das nicht blos aus kosmetischeuGründen zu bc klagen ist, sondern sicherlich auch mit der vielbeklagten Krankheit unserer Zeit, der Nervosität. ,m ursächlichen Zusammenhange steht. Man ist ge wohnt, Kopfschmerzen als Ursache vorzeitigen Haaraussalls anzusehen. wir unserseits drehen für viele Fälle den Spieß um und sagen: das Fehlen der Haare ist die Ursache häusigen ttopsjchmerzes. Wie sollte es auch anders sein? Lange bevor sich die Kultur anschickte, das menschliche In dividuum vor Witterungseinflüssen zu chUtzen, hat die Natur ihre Erea luren sie hatte hierbei keinen Grund zu einer besonderen Vorliebe für den Menschen mit dem nöthi gen Schutz versehen und den bot die Behaarung, die Befiederung und die Beschuppung. Nur diejenigen Kör xeriyeiie, die cet lyrer yatlgke.t für die Selbsterhaltung jenen Schlitz nicht brauchten, oder denen er hierbei hinderlich sein konnte, erhielten ihn nicht, oder verloren ihn. Zweck und nutzen und in der Natur die aus schließlich? Ursachen des Entstehen, und Vergehens. Die Behaarung des Menschen schwand, als sie ihren Zweck verlor. Schutz zu fein gegen ÄZltterungSelNslulft. Mit unseren Wohnungen und mit unserer Bcklei dung haben wir die Behaarung unse res GejammtkorperS nicht blos über flujsig gemacht, wir haben ihr .die Entwickelungsfähigkeit genommen. Tiefe im Laufe ungezählterJahrtau sende zu Stande gekommene Enthaa rung ist zum Schönheitsvorrecht des Menschen geworden, das nur für das Haupt Nicht gilt. Ob die Kahlköp sigkeit im Laufe der Zeiten nicht auch noch als schön gelten wird man macht ja so gern auS der Noth eine Tugend möchten wir nicht schlank weg verneinen. Bom Barte der Männer sagt schon Schopvenbauer: er sollte, als Halde Maske, polizeilich verboten sein! und in seiner kraft strotzenden Art fügt der Frankfurter Philosoph hinzu: Zud?m ist der Bart, als GeschlechtSabzeichen mitten im Gesicht, odscön: daher gefällt er den Weibern. Für daS nächste Jahrtau Und wird der Bart wahrscheinlich und daS Kopshaar gewiß noch als Schmuck oder zum Mindesten noch nu;t als unschön gelten. ES lohnt q daher noch, den Ursachen nachzu spüren, dje zur vorzeitigen Kahlköp sigieii suyren. Auf Veranlassung eineS Kollegen. der q die Haarpflege zum Geaen stände eineS eingehenderen Studiums gemacht hatte, betrieb der Schreiber dieser Zeilen daS Geschäft, Jeden. der einen auffallend schönen oder ei nen auffallend schlechten Haarbestand hatte, nach der Art, wie daS Haar be handelt war. zu befrazen. Da. vas
lirte es ihm nun ofk gknuez. baff ein jugendlicher ttahlkopf und ein GreiS mit üppigem, in Locken herabwallen'.. dem, silberweißem Ha? Gleiche
angaben beide h.'.-? lvs täglich kalt- gewaschen. SsJ 'Mchegilt vom häufigen Eins.: w!e tm i. . i".n . ausiuiileiiilazen .roaenourzien, vom Kurzschneiden und Langtragen. Was in dem einem Falle qenützt, sollte in . mm . m dem anderen yant gelqadet yaven. Nach solchen Erfahrungen die Plattenbesitzer nahmen unser Fragen auch nicht immer huldvoll auf und beruhigten sich erst als sie uns einen Schicksalsgenolsen erkannten gaben wir da? Fragen bald aus und begnügten uns. otn Grund der derzeitigen Kahlköp figkeit in einer individuellen oder er. erbten Disposition zu erblicken. Da mit diesem, in der Medizin sehr be liebten Worte, das sich, wo Begrisse s - L V 2 i - (J seyien, immer irrn ozx v creitwilliakeit reinzustellen pflegt, eine eigentliche Erklärung noch immer nicht gegeben sei. war unS keinen Au genblick zweifelhaft, und desyatv hörten wir nicht auf, unS nach bester begründeten ErklärungSurfachen um zusehen. Wir haben in den emlei ienden Bemerkungen dieses Aussatzes Xi Mlrmiitfnnrt miSrtMrirnrhf n hslfe auch der Men,ch. eine besondere Bor liebe an den Tag zu legen: daS Gleiche glauben wir auch ,m Betreff der Geschl:chtSverschledknheit des Menschen annehmen zu können. unb w.aV s m ooo) oegegnen von yier in cju uu, das Kopshaar der ausgesprochensten Parteinahme der Natur für das Weib. Kahlköpfige Frauen trifft man unter Tausenden kaum eine, während die Glatze oder doch schwaOH vaarveiiuno oci i-iuiiiicui eyer ege. az Ausn,?..,.. 1. .11... V...! V L. UUWW aI S a I ijaiini oafur, vup uic yy Verschiedenheit der beiden ter nothwendiaer We lsferenzirung in der eoensfuyrung zur oige n?en muv; oir vei.gz uns aber lklttevwcgs. den Haar. )G)v.uia oes 'cioes in , einer anqeo. llch geringeren gelfilgen elfiung Pöer liiuiiflttiagivutii ocaruiiüci ju .w .. ii .in " .cif'..:i i feyen liu o uns rnu ocni zivar uiuuni aber darum nicht minder falschen 0:urVi.4ynor rthinmihfri ,,k,.l. Haare, kurzer Verstand. Nicht beffer y t - j - n - --.., l hfittpM ist es mit dem emeinplase, dan intensive aeisiiae Arbeit das AusfrtÜ.rr hr frtslr h-rtstnttislf. T f ' " ' . I Glatze ist eben so wenig eine noth, i" - ' - - i ,nkili, Collie b Ultn Sind rens in c h-r JRMitt tisln .ämorrko den. u - - . - - . I . I Beide sind Folgen einer Blutzlrkula - ! ' 1 ' 7 m I ttnnsstöruna. verur ackt durck v e es Stubenhocken, ohne Rücksicht darauf. ob ibr Aesiker wellersckütternde Vb . snsns,nk auskriit,t oder inen Stie. " ....... . . . . I tpi titelt, vium eine oiq q latre und vernünftigere Haarpflege kann nicht zu Gunsten deS Weibes behaup tet werden, denn ?S gibt Männer, die alltäglich ihr geliebtes Haupt mit bewur.dernsmertber Andacht dem Friseur anvertrauen und trotzdem ibren Sckeitel alatt und kabl werden sehen, wie eine Billardkugel, und es ' . i gibt wieder Frauen, die durch Poma. den und wanaSsrii'uren ibr 5auvt. haar maltraMren und trotzdem ih. i p "J . " " w r z: fi :.i iixi ..rtv. ' ren aarwuqs nicyl ge,ayroen also, auch in diesem. Momente ist der rund der Wersckledenbeit nickt zu finden. Ziehen wir vollends eine Parallele zwischen Mensch und Thier, so sehen wir komplette Gegensätze das Thierweibchen ist, was den Hauptschmuck betrifft, dem Männ chen gegenüber entschieden im Nach. theile. Warum sollte dies von Ur beginn beim Menschen anders gewe sen oder geworden sein? So seltsam widerspricht die Natur sich nicht. Alle diese Momente zusammen zwingen dazu, nach einer Verschiedenheit zu suchen, die in der fortdauernden BeHandlung der Kopshaare von Seite der beiden Geschlechter liegt und diese ist. thatsächlich vorhanden: Pfle. ge und Bedeckung der Kopshaare unserer Kinder beiderlei Geschlechtes sind bis zu ihrem Eintritt? in das schulpflichtige Alter die gleichen, aber auch der Haarwuchs ist der gleiche. Erst jetzt beginnt eine ungleiche Be Handlung: dem Mädchen geben wir mit einem Hute einen zierlichen Auf putz, dem Knaben mit dem kompak ten, luftdichten pilz einen Haartödter! Täglich wird da um die Peripherie des Schädels em Ring gelegt, der stundenlang auf die Stelle.wo er feu anfliegi. einen rua ausuvl und v 'n r vu;-2ru1vztJr7? u" " det, Lust und Licht abschließt und .t ft.it uui rv.j uit. V-l Cfi. mv"a t 3 lich Häher ist, als die deS-Gesichtes. und die durch die Haare als schlechter Wärmeleiter dort auch nach Abneh' men deS 'Hutes noch ausgespeichert bleibt. Für die erste Zeit hat diese Treibhausatmosphäre eine gesteigerte Produktion von derberen Haarschäs ten zur Folge allgemach aber der liert der Haarboden seine Produkti Vität die Haare werden dünner, stehen roeiter von einander ab und schließlich ist die KahlkSpfigkeit da. Bit Mädchen und Frauen kann der Hut niemals diese verheerende Wir kung haben niemals liegt er. hier so dicht und gleichmaßig an allen Stellen an, d.iß er zu einer Umfchnürung der Kopshaut, d. h. des Haar, dvdens führen taun. Paß wir das ringförmige Anliegen dcö MännerHutes in seiner deletären Wirkung auf die Kopfhaut nicht übertreiben, mag aus der beobachteten Thalsache erhellen, daß Fußzehenglieder durch über Gebühr lang fortsetzte, ringför mig um dieselben ausgeführte Jod einpinselungen brandig wurden und abgetragen werden mußten. Nicht die chemische Beschaffenheit deS Jods. sondern nur die durch die Einpinse lung mechanisch verursachte Eircula tion'sstörung der Blutwelle hatte da? Absterben der Zebenglicder vervr
,acht. Die Einptnselung hat mi eine Abschnürung gewirkt. Das Gleiche gilt von dem fest aufsitzenden Hutrande er strangulirt langsam.
aber sicher die ittpsyaul. oas Pro. duktionSgebiet der Kopfhaare. Mit dem Kopfhaare verlieren wir aber . ii li.d Cz X. .. - f amVi..m nicyi vivs einen muu, iuuucm gleichzeitig auch einen Schutz, dessen Werth nicht mit dem für die Kopf. . P t i ! st CCt I - I vaut auein erfazopsi in. xdic ein Wald mit dem von ihm bewirkten Gaseaustaufch sur die umuegenoe Gegend von höchster Bedeutung ist, so ist sicherlich auch ein üppiger Haarbestand von ausgeiproqenem Nutzen für die Oekonomie des Ge sammiorganismus, uno es ii mer als eine Fabel, daß Simfon durch den Verlust feiner Haupthaare zum Schwächling wurde. Unserer Beweisführung, daß der, nebenbei bemerkt in allen seinen - . g0tmen die Schönheit beeinträchtl n,nv, Rihnui. der vor dem rack nur ben jßorjug größerer Abwechselung :n der Farbe hat. den Haarwuchs untergräbt und unS Männer in Nach.' thl gegenüber den Frauen fetzt, lÖnnte mn tt Thatsache entgegen, halten, daß die Frauen ohne die -Ulä)t Ursache keine Bärte haben. r.i v. v:.. Um glatten Gesicht bei seiner Wahl vorgezogen haben, schon deshalb. weil eS anders war. alS er. und so m- fS glommen sein, daß nur diese Lt ,zk. q?ckkamn7?n. t- ?. " . .chgkj übertragen wurde. Auf zeden Fgu halten wir diesen Erklärungs. f 4 fü toIaur,Mer als den. den U;r ; ni,ln,rkreitelen Lekr. hü& h(X Hautkrankheiten für die feUcue a t)l I öpfistteit . der Weiber finden und der da lautet: .Daß Wei. bfr seltener kahl werden als Männer. u0tttfn iu größerer Menge zugefilvrt . . .. . V. o( b?a Männern." U'arnm aber dieses Ernährungs . :g. bti . Männern einen an m, i.nmf nfs L?i htn ?stei " bfin oa ,u sagen vergaß der ge thit Professor Giebt f3 nun (ID'Ü t X Clll JJanel, UM der ........ : . C unier aunrrn ' menoen uwuumucu 0K'U.1' 1 " u ! begegnen? Ein turativ?s nicht.' aber " . I .Ii. St Wllrn. M proUlUUlUJi iiiiu.i . .. . ... v .... lopf in. w.ro ev ou. uv ozi u. - nQQUWl summen, oz iuynui z i f.n r JL (. .tv v yrein für uaarwucysoe oroernv . . . . n. . . Mittel an yarlaianie verausgaor weroen wer aver noq giUlliiazer Besitzer eineSüppigen Haarschmuckes lH, oer miro uq oie en vlymua uno Schutz bewahren, wenn er bei .sonsti - r . e w mP VMItMml KiMlMAllA 1SV vuuuh iuuhuuu uuiswu i harten Filzhut ein für allemal von teinem ttopf fernhält und eine ttopf bedeckung wählt, die nur lose anliegt und den Zutritt der Lust zu seinem vaaroooen n.lqi aoyaii.. 'vouie es für unsere hochentwickelte Industrie und un ere ernnden che Mode ein mg oer unmogiicylell fem. ioff fiK i . ... pt fm rr no orm sur vie mannilqe opsoe deckung zu construiren. die der weib I , II.. fX.k.f! 1 !l A. nqen an un,qaoiicyleii nayerromml i a f ? Sm t i i j a o jt mCama rtMA l k.:..:.s ,,t. ö. '"'.V'' en und Junglinge sich leicht en ' schlössen, eine nur im Anfang auffal lendere Kopfbedeckung zu tragen, als unsere langweiligen Filzhüte sind. an an oen grünen, roigcn uno blauen Mützen der Gymnasiasten und erevlfen der Studenten. Die sonst auch heute von Militär, Schutzleuten, Dienstmännern und auch Privatpersonen getragenen Mü tzen haben alle den Fehler deS harten und scharfen RandeS, so daß auch sie den Schädel ringförmig einschnüren, während das Material, aus dem sie gefertigt werden, ein Athmung der haarbedeckten Kopsbaut weitauSweni. ger behindern, als der Filz unserer Hüte, somit diesem immer noch vor zuziehen sind. Wenn auch Klima und Sitten bei uns hellenische Bekleidung unmöglich machen unser noch mit seinem natürlichen Schutz versehener Kopf wäre wohl im Stande, den Un bilden der Witterung auch ohne die unglückselige Filzhaube schadlos zu ertragen. Der aufklärenden Medizin ist eS gelungen. daS enganschließende Häubchen, diese Quelle von Schwitz, und Hautausschlägen, aus der Kin derstube zu verdrängen; auch die früher allgemein georäuchlichen I . ... . . . chiöfmuijfit yaden nur noch im Sprachschatz sinnbildliche Bedeutung warum sollte eS auch nicht gelingen, die Münnerbüte in ihrer jetzigen Form und Beschaffenheit durch eine männliche Kopfbedeckung zu ersetzen, die nicht nur schöner, sondern auch für 'die physiologische Thätigkeit der Kopfhaut weniger schädlich wäre. An diese Reform der Kopfbedeckung schlöffe sich in nicht allzu langer Zeit eine entsprechende Aenderung unserer übrigen Bekleidung, deren Eintönig keit von den Malern so lebhast be klagt und' alS das sicherste Zeichen eine stetig mehr und mehr abneh menden Farben ' und Formensinnes angesehen wird. Und. sollte dieser Erfolg auch nicht erzielt werden den von unS in diesem Aufsätze zu nächst ins Auge gefaßten die Pro phyloxe. gegen Kahlköpsigkeit können wir erfolgreich ausüben, wenn wir den UNS von der Natur verliehenen Schutz unserer Kopfhaut nicht durch den im Männerhut künstlich constru irten untergraben und darum Hut ab! Oer todte yaschtng. Am DreikönigStag' haben in Mabrid die Aeichen und Vornehmen den genußfrohen Geig deß Faschings unter WalierklSnLen und Likdrsae-
9lo 7? VT toird durch d e geringere Behaarung : ttlvvrn ,uuiäc u. uu. iSt chlech. ihrfr ntobcraü(ö? erklärt, wodurch ! geführt, welche m,t dem Schweif oder
l,e auch eme l?7.......sn,.,,,vini .r..nr. den Pfoten an einen hoben Pfahl ge.
flüster 'Heraufbeschworen Äm Ascher Mittwoch wird er draußen in den süd lichen Vorstädten v?u den Stieskin dern des GlückZ unter Schclmenlie dern und Rippenstößen zu Grabe geleitet. Ein winziges gesalzenes Fischlein im Munde einer ungeheuer, lichen Strohpuppe bildet den Mittel Punkt der feierlichen Bestattung, zu welcher daS auf schmieriges grobes Papier mit wankenden Buchstaben geschriebene Porpamrn einlädt. Um die elfte Stunde holen vier stämmige Burschen die Sardine ab und legen sie sammt ihrem riesigen Träger in ein n mächtigen, grell bemalten Sarg. Einige Dutzend verlarvte Gaffen jungen brechen dem Zuge Bahn, indem sie hüpfend und tanzend mit langen Stecken mitten in das Ge dränge schlagen oder den Frauen Knallerbsen und kleine Schwärmer an die Kleider werfen. Ihnen fol. gen hundert bis zweihundert vielver sprechende Söhne des Volks in aden teuerlichen Vermummungcn, Stroh und Schilfmatten müssen zu Kutten herhalten, und an Ketzern im roth, weißen Bußgewand, sowie Armesün dern in pyramidaler Mütze, mit der Strastäfel in Gestalt eines Speise zettelö auf der Brust, ist ein erschreck, ender Ueberfluß. Manche haben sich zu einem ' maurischen Turban und BurnuS aufgeschwungen. Etliche so. gar zu einem römischen Brustharnisch, der einem ausranairten modernen ttüraß zum Verwechseln ähnlich sieht, und Viele haben, in dem Wahn, sich zu maSkiren. einen Kalbs oder Esels köpf aufgestülpt. Sie singen in?ge samint, doch .Jede? nach seiner Weise, ein Lied von zweifelhaftem Inhalt und noch bedenklicherer Form. Die ' Begleitung wird in eindrucks
vollstem Furioso crescento von sechs bunden, zugleich die arten spielen. i Zur Verstärkung des Orchester? dienen zahllose suhglocken aller Grö ßen, die nebst ganzen Schellengebän. 'gen, ebenfalls an Stäben befestigt. ! von kräftigen Armen unermüdlich ?4tt, fPium inStn r I ,w u 4 ivwviiu im ivw.hi. -r.4,:,, 'nn,itt,lt,r ,inr.in fArlm L( lUlill UIIUI II VfckVfcll. JUIUI lUWlUI " if.v..... die .Jungfrauen- in buntem fransen. beietzten Nock. eine dunkle Mantille um die üppige Büste, den hohen ttamm oder eine greue cyieife in der Flechtcnkrone. Die Augen blitzen. daS Stumpfnäschen guckt keck in die Welt, und zwischen den ausgeworse nen Lippen schimmern schneeweiße Zähne hervor. Die runden, halb oder ganz entblößten Arme in die Hüften, gestemmt, wiegen die unter, nehmenden Schönen aus der Eigar renfabril daS Köpfchen kokett hin und her. Andere stammen vom Marktplatz und bieten im Sommer Rettich, im Frühjahr Orangen, im Winter Kasta nien und das ganze Jahr Nüffe seil. Nach ihnen kommt der eingesargte Fasching. Und dahinter drängt sich wieder Gaffenjugend und allerhand vermummte Volk. Je mehr sich der Zug seinem Ziel nähert, desto toller wird daS Gewühl und Geschrei. ES geht über die Toledobrücke, den ' le eo o OTttfiAft Dort wird Halt gemacht ti! ty vtyv. und das armselige Jischlein unter allerlei possenhaften Ceremonien, die deutlich die religiösen streifen, in .'iner tiefen Grube zur Ruhe bestat!et, nachd:m eS aus dem Munde deS Strohmanns entfernt und feierlich in 'ine Maruvanfchachtel verpackt ist. ttuter dsr H,rrsÄaft ew s Niesen ZNonopolS. Die Ausbeutung der unermeßlichen Naturlräfte der Niagara-Fälle ist don der Regierung des Staates New York contractlich einemNiesenmonopol überantwortet worden, welches seine Poln penarme von den Fällen- bis zu der Manhattan Insel auszustrecken im Begriff steht. Durch seine Canalbehörde hat der Staat New Dort der Cataract General Electric Company-, einer Zweiggestllschzst der Niagara Power Company", dasRecht ertheilt, die große Canalroute von Buffalo nach Albany für ihre Leitunaen zu benutzen, von wo aus die an den Niazarafällen erzeugte elektrischeKraft, die Triebkraft der Zukunft, ohne Schwierigkeit nach der Manhattan Insel und Lang Island geleitet werden kann. Um dieses Ziel zu erreichen. wurde im verflossenen Jahre eine Bill durch die Legislatur gedrückt, welche dem Superintendenten der Staatsbauten das Recht gab, mit einer elektrischen Compagnie Contrakte ab zuschließen, und dieser Contrakt ist perfcct geworden. Nachdem daö Monopol durch den Contrakt einen Weg fci Albany erlangt hatte, so weit der Erie-Canal reicht, dachte es daran, seinen Weg bis nach New York zu bahnen.' Um diesen Zweck zu erreichen und das sehlende Glied in der Kette herzustellen, wurde, im Senat eine neue Bill einge reicht, laut welcher einer unter dem Äam?n Hudson Niöcr TranZportation Ci?:npany- zu gründenden Gesellsch.,st .'ie ausgedehntesten. Privilegien ertheilt werden. Die Compagnie darf länZ des Hudson von Albany biZNew 5)'-r! Drahtleitungen. .1?nduktorkn, .2un'.:e!Z etc. änlezen. Aüch dzö Ez proi?7,'!rngs.-S!echt wird in der Bill u.id soll die Gcsellfchzft das "tzl t;ajtn. zu irgend einer Zeit mit rzend .einer anderen Compaq:: sich ;u verschmelzen oder Vereinbarungen einzuzeen. . ' " ' Ti:se Trasactionen sind nicht , nm ?::r d?n Staat New Jork, sondern durch den Frachtverkehr zwischen den großen Seen -und' dem atlantischen Ocean für einen großen Tfw! h.z We
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Unsere Biere,' hergestellt aus den besten Stoffen, mit Verwendung der besten Sorten Hopfen sind sämmtlich kräftige, gesunde Getränke, abgelagert und gut bergohren. Von unseren besten Marken, wie: Lager Wiener, Pilsener, Budweiser und Spccial Brcw, geht keines aus der Brauerei, das nicht fünf bis sechs Monate gelagert hat. Wir können, auf daS Urtheil Sachverständiger gestützt, dreist behaupten, daß unsere Biere zu den besten zählen, die in Amerika gebraut werden, und jeder vorurtheilsloö Urtheilende wird dies anerkennen müssen.
6 G A Eo sind übn 0 Ä ' uskk &tmMeGamtn. , wird: l) Segen It Porto, tamea (über 100 Sorten) der in 15 Tagen rnft, tz. mm a iHT.z vCN 5?o2er Mchtig:e!t. Mit Hilfe der elektrischen Kraft kann der Transport von Frachten auf demErieCanal bedeutend vermehrt werden und der Canal in größerem Maße als bisher alZ Mitbewerber für den Frachtverkehr auftreten. Die Controle hat aber durch den vorerwähnten Contract die Cataract Electric Company", vollständig in de Hand bekommen und nach der Consolidation mit der Hud son Niver Transportztion Company wird die Gesellschaft eine Macht erlangt öaben, !oie s:e kaum ein fözitii 3Ko;i2?ol unsers Landes bestes. Unöeabsichtigter Humor. h .Du. sieh' 'mal, wie Alles uns Drei bewundert!" WaL dem Einen recht, ist demAndernbillig. W3i W ä ll i'ia ij rX mmLM r f!fcf 9a : 5 fhmM I ssWDU ri V-31Z3S - W1 21 Sie: Aber, lieber Wilhelm, was ist denn los mit Dir? Warum ziehst Du Dich nicht fertig an, ehe Du aus dem Hause trittst? Er: Du machst eZ ja ganz ebenso. Slla Heute kann unmöglich, nicht ; . -Frau Nath. S wollen!" tsch. Frau Räthin: ich nicht kommen, morgen nächste Woche auch - Frau Assessor: Nun, kommen Sie halt, wann Frau Räthin: Ja, da habe ich auch am be ganz rech! steneit!" Mvore Stein, achfolzer den LZ. T. Vnderscn. Abstrakte von Besitztiteln und Grund- ' eigenthum Verben in prompter und Uverlössiger Weise ausgeführt. 57o. L Qtt Market Strage. Indianapolis, Ind.
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