Indiana Tribüne, Volume 17, Number 186, Indianapolis, Marion County, 25 March 1894 — Page 5
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ES gehört zum gute Ton in Carlsbad um früh MorgcnS cufzustchen. Jeder nimmt das Wasser zeitlich morgens Man kann es auch hier jo nehmen ohne nach Carlsbad zu gehen. Das natürliche Carlstader Wasser, sowie das Carlöbader Sxrn del-Salz ist hier in allen Apotheken zu haben, und man tmn die K::r zn Hause haben. G3 wird hauptsächlich gebraucht bei Hattleibig Kit, Magenleiden, Unterleibsbchwerden, Leber und Scierenkrankheiten, Eout, Nheu rnatismus, u. s. w. Man hüt? sich vor Nachahmungen. DaS ächte Carlsbadcr Salz und Wasser hat die Unterschrift von Eigner & Meudelson Co.", Alleinige Agenten. Jmportäre, Ncw Jo:k, aus dein Halse einer jeden Flasche. Kleber Nerven." Hier ist etnas Vernünftiges und sollte uns alle interssiren. D r. S ch o o p 's Un terfuchungen haben gezeigt, daß wenn der Hauptnerv emcs Armes oder Beines durch schnitten wird, oder wenn ein beständiger Druck auf diese Ncivcil ausgeübt wirst, diö Muskeln gelähmt werden. Er fand, daß Leben und jtrast aus Nervenstärke beruhen und dieses ist die Ursache, daß sogenannte Blutreinigungsmittel nur vorübergeh''-de Linderung gewähren, er fand ebenfalls, daß gewisse Nnvcn die Thätigkeit des Magens, der Leber. Nieren und anderen inneren Organe kontrollircn. Dr. Schoov's Wiederherstelle? ist ein Heilmittel f ür Magen-, Leber und Nieren Krankheiten, indem derselbe zur Stärkung und Ernährung dieser Nerven beitrögt. Diese Medizin ist kein Nervine oder giftiges Nervenreizmittel. Brod, Fleisch, Ztartof. feln u.s. w., erzeuIen Blut und wenn dic Berdauunzs Organe geschwächt sind, sc muß als natürliche Folge der Uebergan von Speisen in Blut ein schmacher sein uni auS demselben Grunde hört die Thätigkeit der Verdauung - Orqane aus. wenn dic Nerven geschwächt sind. Ist dics.'s nich? einleuchtend? Dr. Schoop'ö Wieder Hersteller verhindert und heilt diese Krankheiten, ivtem derselbe die nöthig? Nervenkrast sckafft und erhält und eir. Versuch wud dich hiervon überzeugen. In Lpotheten oder sranco ver Expreß für $1.00. Der deutsche Weg. weiser zur Gesundheit-, welcher die Bchandluns mitdieserMedizingenci beschreibt, nebst Proben werden an irgend ew Adreffe srei verwandt z Acun scyreive an Tr. Schoop. Vo? 9, Racine. WiZ. Offene BolkssP ach. un, gesnnder 2?c. schcnv rftond dr Tr. E. B Foot entäMt Kapte in Ursaciien und V?rku nt-a von Lranih Pr var Leitüre fü' ,'üner nn? strauri ?l 'sscHe für Jun un; 91 (t über tbclicb.i Glück. cschleckri ,'chffnngndterr Wiedkrder' liura.SK Briten mit 200 1 1 lu'trotptten r 6 m pracdtvoll , o b c n ö r u es au at f uferte n stet ti. Nebst ?It6t bo- über 200 9ierptrr. Vrn-.'l ?t ?lu8.rbr P ciö $'60 p 0 rt 0 :fret vcrsavdr rtad Gmvk . q t SQ trageS. In btutfeber obo agiischer Sprache. vkurray Hill Publishing (So., IZ Oik S"a?? New York. ThZt,ge Vgetgegeu hzhen gkaba tt gemckt Brooks Oil Co., Dir einzigen Fabrikante',, von lils M Oil . und He. LaS feinste nd re'nste-. Jede Gallon garantirt. Sie können diecö el in Jndia napolis im Kleinen, bei keinem Grccer. ii Zeinr Apotheke, von keinem Wagen kaufen. nicht die Aufschrift hat: Broots Ott p und die nicht unsere Garantiekarte hat, die jidem stunden geliefert wird. Brooks 011 Co. Telephon 460. 488 O. Michigan Str Indianapolis. Sine Ganz Statt LusNnotorJutter2hle ß0r j La Kamd eine reanllrm bonnevtk dieser Keitui'a, Ma, lese tit Ledmzuugeu t der Anzeige sür nächste . yT X v fQ28801 ZkniZsSge und schwingnlde Etahl-Seftell F2r fc Ban inend eine regulären konuente dieser Leltung, Xot in de nachsolgendea Anzeigen No. 2 unö S be pimmt ist. Ti Aermotor Company vetthnlt i a. al 5nise sür dke lesten AufsZhe. die voa der Frau, dem Sohne oder der Tochter irgend eines eine Windmühle benutzenden Mann gkjchUebeu fin, unddieLragebrantworten: ..Warum sollte ich einen Luttmit? branche?" Für nähere Einzel lähere ftiiwel I Bed'i'g' V) ,ld.re,se, V rrrnatcr CoMCv cnrren Deutn verrens vicn unqn?.Vekragenu. n,ad trenne manstlya ot nmavii kg,K, der an fcrrrnLT QtCslSO ijroctg Iran Citfl, Eio ranin tn Ean ctco. ta fiana?!1 Lincoln. 3ltbt.y Un. I?,. Mm.. cvnearliZ.uffal. a.. Mm.z n ar! IaceV1tV e müssen in ver arr Vlace, em von ac uisüde müssen tn englischer Sprache ae schrieben lein. Eorre svonde, in englischer evrache vorgezogen. LmtMlNore sur Pumrea voer verzahnt, zu demselben Preii. San Etahl. voll kommen galvanistrt nachdem settigqenellt. tret an Waggon zu Chicago und an irgend Jemanden irgend vohm versandt zu folgenden Preisen: 8 Fuß $25. 12 m $50. 16 Fuß 0125. Groszer Verdienst. Wer n s?ine Adresse insendet. dem sende wir per Post genaue AuSknnf: der ein aanz neue Seschäit. roomtt irgend eine Person m!nn, licken oder eidlichen Geschlecht, aus etzrlird LZeise und ohne gre Auslagen und Nküh. über ISO Dollart per Monat verdienen kn, ohne eisen und Pedetn. ein 'NtschaftHnmi dug. sonder ein ehrliche SeschSfk. Ädresstre: Hose g QciOM, vis - VI.
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2er ?lmazonaS als schissbare? Lliesenstror.:.
Nack den unaekeuren ortsürit!:n er Seeschifffahrt und des EisenbahnWesens hat sich der menschllche hinterneymnungsgeizt mit verdoppelterZirast auch der Binnenschifffabrt anaenommen und auch hier reisen ihm bereits Erfolge, die zu immer größeren Wag nlsten anspornen. Werden doch in Deutschland und Oesterreich 'zu alei cher Zeit vier großartige Kanalproleite durchgearbeitet und vorbereitet : der Rhein-Elbe-Kanal, der Rhein-Donau-Kanal, der Elbe-Donau-Ka-nal und der Oder-Tonau-Kanal. In allen diesen Projekten spielen die natürlichen Fluläufe eine untergeordnete Rolle; entweder schafft erst die Kunst des Menschen sie zu schiffbaren Wasserstraßen um, oder aber diese Kunst durchschneidet auf roeitüStrecken das Terrain und führt mittels Schleusen und Hebewerken das Schiff über den hohen Rücken trocknen Landes hinwea. Auch die natürlichen Flußläufe liaben unter 'der Hand des Menschen r" f-jr'rcr.Li im vie vsqisssaqri eine ganz unsere Vedeutuna aewonnen.' Wir find mit Recht stolz e.uf die herrliche WasserUratze des Nye:ns, und dürfen es um so mcbr. als er,! die Kunst des ?lnaenieurs sie zu dem gemacht hat, was sie lst. Und was leistet diese Straße wirthschaftlich gegenüber natürlichen Niesenströmen, lnnter denen sie an raumlicher Ausdehnung so unendlich , : i r.:ti i cn v cmirr.r iucii utuunciui; jiuz ver stobt, die beiden ckinessschen Ströme. die Wolga und die Elbe weisen eine abnllche Lebhzftlgkelt des Verkehrs auf; Nil und Congo sind durch Katarakte aesverrt. die sibirischen Ströme trotzen durch di: Hülfe des Eises den Versuchen menschucher Herrschast, die Donau ist durch das Eiserne Thor bis her an ihrer Entwicklung gehindert worden. Ueber alle diese Wasserstraßen geht aber weit hinaus das, was der Amazonenstrnm dem Schiffe d'ärbietet und was aus mancherlei Ursachen noch so wenig benutzt werden kann. Im Amazonenstrom hat sich die Natur als Wasserbautechniker am ar'ößten zeigen wollen. Während der Rhein von Mannheim bis zur Münduna nur 562 Km. lang ist und erst durch viele Millionen recht leistungsfähig gemacht werden mußte, ist der Amazonenstrom eine natürliche Schifffahrtstraße von 4000 Km. Länae und zugleich von einer Breite und Tiefe, daß er auf dem weitaus großten Theil der Strecke von Seedamvfern befahren werden kann, die direkt von Europa kommen. Quer durch ganz Brasilien hindurch bis nach Peru hinein fahren diese Schiffe, europäische Fabrikate gegen Gummi Elastikum, Chinarinde." Droguen auszutauschen. Und wa.1 die Seeschissfahrt schließlich ungethan lassen muß. das nimmt ihr die Flußschifffahrt ab. Der Hauptstrom und seine Nebenflüsse verMitteln den Waarenverkehr des östlichen Bolivien, Peru, Ecuador und Kolumbien, und selnst die südlichen Theile von Venezuela ziehen vor, ihre Waaren mit dem Rio Negro zum Amazonas hinabzusend:n, anstatt den Ori-noko-Weg zu benutzen. Die Kordillercn-Kettc, die Südamerika von Norden nach Süden durchzieht, hat an ihrer Westseite sehr w:nia Vorland. Die Küsten fallen steil aeaen den Groß-n Ozean ab. dessen Boden, wie man annimmt, langsam aber dauernd sinkt und in diesem Prozeß daher das Schrumpfen der ErdOberfläche am meisten zu Wege bringt. Gegen Osten liegt die Sache aber ganz enders. Auch am Ostabhang der Kord.lleren hat sich in geologisch junger die salze See erstreckt, aber sie war hier ganz seicht unÄ ihr Boden ist nicht mit gesunken. Absolut: Hebungen des Bodens sind nach den neueren Theotien ja ausgeschlossen; nur relativ hat sich der ehemals von seichter See be deckte Grund auZ dem Salzwasser gehoben, indem auf andern Theilen der Erdoberfläche der Meeresboden sank und nun so viel Wasser dahin abströmte, daß flache Meere trocken wurden. Das Einstnken von Schollen der Erdoberfläche ist ja beinahe historisch zu nennen. Die Identität der Landfauna und -Flora zu beiden Seiten des Rothen Meeres, die vollständige Verschiedenheit der Mttrfauna zu b:iden Seiten der Landenge von Suez beweist auf's Schlagendste daß nichj etwa die Lattderge emporgehoben ist. sondern daß das Rothe Meer eingesunken ist, und zwar erst, alö die heutige h'öbere Thier- und Pflanzenwelt schon entwickelt war. Nimmt man an. dak die Salzfluth bis zu dem Punkte gegangen ist, wo der Amazonenstrom als Marannon aus der Kordillere in die Ebene hinabtritt, so hat es nur einer relativen Hebuna von 180 Meter bedurft, um den heutigen Zustand hervorzurufen und jene unendlichen fruchtbaren Ebenen trocken ;u legen, die vom Orinoko, vom Amazonenstrom mit all' seinen Nebenflüssen durchströmt werden 'und die zwischen dem Laplata und den chilenichen Bergen sich ausdehnen. Diese drei Ebenen bilden jetzt ein zusammenKänendes Alluvium, wo keine W nens'werthen Erhebungen vorkommen. Von der Mündung des Amazonas bis zu seinem Austritt aus der Ko? dillere sind in der Lustlinie 3000 Kilo, meter. , Auf diese ungeheure Streck: steigt das Land km Ganzen nur 180 Meter an. Ars 16 2-3 Kilometer steigt das Land nur einen Meter an. Marburg in Hessen lieg.! 185 Meter über dem Meere. Wenn von dort eine Wasserstraße wie der 'Amazynenstroin singe, so könnte sie rn einigen WinZungen 'bis' zum' kaspisch?n Mein reichen., Katarakte gibt es nicht, Fessen ebensowenig. öTuch ist dem schwachen Gefällt enttprechend. die Str'ö-
mung gering, nur wenn in der Regenzeit die oberen Flußläufe überfüllt sind, wird in den engeren Theilen die Strömung reißend. Auch die Nebenflüsse sind auf weite Strecken schissbar. Der von Südwesten, aus Bolivien
kommende Madeira ist bis St. Antonio. hart an der bolivianischen Grenze, schiffbar; dort schließt man eine Eisenbahn nach dem schiffbaren Marmore an. welche die Katarakten-Strecke umaeht und Guter und Personen m's Herz von Bolivien befördern soll. Der Ucayali reicht mit seiner Schiffbarkeit bis tief in's südliche Peru. Jca und ?lapura verbinden Ecuador mit dem Amazonas. Der Rio Negro kommt als schiffbarer Strom, nur wenig von Stromschnellen durchsetzt, vom suolichen Venezuela, wo er durch eine dcrühmte Blfurkatlon zugleich mit dem Orinoko verbunden ist. Näher der Mündung kommen Riesenströme vom Süden, die den Rhein an Größe weit übertreffen, um sich mit dem Amazonenstrom zu vereinigen: auch t auf enorme Strecken mit ganz gsrinzem Gesälle, also schiffbar, wenn auch nsch wenia befahrei:. Ungeheurcr Regenfall Zn den Kordilleren und zur Regenzeit. auch.' in den Ebenen geben d'.m Amazonenström eine Wasserniasse, daß er im Jahresdurch schnitt in jeder Sekunde 33.000 Kubik meter in's Meer führen kann, während z. B. der Rhein bei Emmerich nur 1ö80 Kbm., der Nil auS seinem großen. aber meist regenarmen Flußgebiet nur 8500 Kbm. führt. Vom Dezember bis März pflegte das Wachsen des Wassers in dem Riesenstrom Südame rikas zu dauern. Dann steigt er um 10 bis 15 Meter . und überschwemmt niedriges Alluvialland auf ungeheure Strecken ein Umstand, der vieles scheinbar geeignete Land für jede Kul tur unmöglich macht. Das Wasser weicht den Boden auf und Strudel unterwühlen die bewaldeten Uferränder. Sie halten aber fest, bis sich im Mai die Fluth verlaufen hat, dann aber stürzen sie hinab, da nun der Gegendruck des Wassers fehlt und die weichen, lehmigen Massen das Gewicht der großen Bäume nicht mehr tragen können. Mit ihren Wurzeln, mit mächtiaen Erdschollen werden die Ääume abgerissen und fortgetragen, nicht einer. nein, Dutzende, zuweilen Hunderte von Bäumen; sie bilden nun eine schwimmende Insel und bald erzeugt das feuchtgewordene Klima auf den Leichen der Bäume ein: neue Qegeta tion, in der sich Vögel ansiedeln und manchmal auch große Säugethiere widerwillig transportirt werden. Leicht stranden die Inseln aus Sandbänken und in stromloseren Armen, um auf das nächste Hochwasser zu warten. das sie wieder eine Strecke weiter führt oder auch wohl auf einem so hohen Terrain absetzt, wo sie nicht wieder flott werden. Der Schifffahrt bilden sie eine große Gefahr und eine ernste Mahnung zur unausgesetzten Vorsicht. Der Bezeichnung der FahrWasser setzen sie einstweilen ein unübersteigliches Hinderniß entgegen, ' denn bald sperren si: ein Fahrwasser, bald setzen sie sich zu förmlichen Barrieren zusammen und zwingen dann den Strom, an der betreffenden Stelle seinen Lauf zu verlegen, womit RückWirkungen für viele' Strecken stromabw'arts verbunden sind. Jeder Fluß Zn weichem, ebenem Lande hat Neigung zu Windungen. Die gestrandeten Insein vermehren die Neigung. ; Ehrenreich sagt: Wird nach Bildung einer neuen Biegung der Eingang oder Ausgang einer alten verlegt, so bildet sich an ihrer Stelle eine bogenförmige La gune. die durch kleine Furos mit dem Flusse in Verbindung bleibt. . Beiderseits wird der Fluß von einem ganzen System solcher Lagunen eingefaßt wie am (oberen) Rhein. Diese natürlichen Reservoire nehmen beim Steigen des Flusses ungeheure Wassermassen in sich auf, so daß im unteren Stromgebiet das Hochwasser sehr viel späte; als im oberen eintritt. Auf dem fruchtbaren Alluvium hat sich ein, undurchdringlicher dichter. Urwald angesiedelt, dessen Vlätterkronen keinen Sonnenstrahl auf den Boden langen lassen. Es wird dort niemalZ trocken und ß hleiht so kühl, daß man nur um Mittag dke Temperatur empfindet. Wirthschaftlicher! Kultur spottet der Urwald der Amazonas Ebene noch durchaus. Nur am Flusse selbst beginnen die .Ansiedlungen der Menschen größer und dichter zu wer den; wo das Terrain etwas höher liegt und gegen Uebirfsujhungen gesichert ist. da findet man sie häufiger. Der Fischfang liefert mit Leichtigkeit den ersten Unterhalt, die größere Schwie rigkeit ist der Boden des Urwaldes, die Bewältigung des sofort wieder nach drängenden Unkrautes, die Kultur von Nutzpflanzen. Vber obwohl man den Amazonenstrom seit fast 400 Jahren kennt, obwohl der Zutritt nicht durck übelwollende Eingeborene verwehrt wurde, zählt die frühere Provinz, der jetzige Stoss Amazonas, der drei und yinhalb mal so groß 'ist., wie Deutschlands nur 80.654 Einwohner, wobei die wllden Indianer nicht, .mit gerechnet sind. Während für. Deutsch land 92 Einwohner auf den Quadrajkilometer kommen, hat ganz Brasilien nur 1,67, der ytaat Amazonas, 'der das ganze ober Flußgebiet deä ,Riesenstromes umfaßt, nur 0,04 Einwohner pro Quadraj-Kilometex.' Deutsch land ist also etwa L300mal so dicht bevclkert, wie jene' von der Raturmtt überquellender Fruchtbarkeit auögestat teten und mit - einer - großartigen Schifffahrtstraße versehenen ' Gelände.' -Jener AfterweZsheit lntsNkS'nd, die daö W?hl dez Menschen mit alle.;? let Bzrhsten. nqmentllch-'Ä'eikehrse schwerungen fördern zu können meint verbof 'früher auch' Brasilien anderen Völkern den Verkehr auf dem Amazo,' nenstrom. ES glaubt? dadurch w
vermeintlichen Reichthümer des Innern sich selber vorzubehalten, aber es Hai damit nur sich selbst und die Landschasten am Ostabhang der Kordilleren geschädigt. Diese haben lange auf die Freigebung der Schifffahrt hindrängen müssen, erst 1867 hat die Hochwohlweise brasilianische Regierung endlich nachgegeben. Sie mußte die Schifffahrt auf dem Amazonas allen Nationen freigeben. Schon im Jahre 1851 hatte man sich mit Peru zur Unterstlitzung einer Dampfergesellschaft auf dem Amazonenstrom vereinigt. Nach Gewährung der Freiheit blühte die Schifffahrt jedoch viel schöner auf als vorher mit den Subventionen. Die Engländer fuhren mit direkten Seedampfern aus Liverpool den ganzen Strom hinauf und holten aus Peru Gummi 'Elastikum und Chinarinde; mit derselben Gelegenheit versorgten sie Ost-Peru mit BaumwollWaaren aus Manchester, Wollwaaren aus'Leeds. Messern und Werkzeugen aus Shessield und Teppichen aus Birminabam. Schon die ungeheure Anschwellung des Stromesum 10 15 Meter mubte die Gewißheit geben, daß in den ersten Monaten des Jahres die Schiffe überall, genug Wassertiefe sinden mußten. Aber euch der zurückgetretene Fluß soll bei Tabatinga an der brasilianisch-peruanischen Grenze noch 13 Meter Tiefe haben, also mehr als das tiefste Kriegsschiff braucht. Bei Obidos. etwa 700 Km. oberhalb der Mündung, engt sich der Strom stark ein: Zn Folge dessen wird dort die ungeheure Tiefe von 70 bis 100 Meter erreicht. Bis hierher macht sich auch die täglich zweimalige Ebbe und Fluth geltend. In der Mündung, wo bis 200 Meter Tiefe verzeichnet werden, macht sich die in vielen Strommllndun aen bekannte Bore, hier Pororoca genannt, stärker bemerkbar als irgendwo in der Welt: die Fluth steigt im Meere plötzlich höher als der Strom, ist aber nicht, wie z. B. in der Nordsee, im Stande, den Strom zu überwältigen, sondern läuft als furchtbar brandende Welle über den fttsmabwärts gehenden Süßwasserstrom ins Land hinein. Die gewaltige Süßwassermasse macht sich bis etwa 300 Kilometer in's Meer 'naus b-mer!bar. Sie dräng! dir Salzfluth zurück, allerdings zuletzr nur noch an der Oberfläche, das warme leichte süße Wasser schwimmt auf dem kälteren und schwereren SalzWasser. Zur Deltabildung, wozu die
mitgerissenen Erd- und Schlamm Massen das Material mitbringen, läßt die vor der Küste vorübergehende Meeresströmung es nicht kommen. . Die Flußdampferfahrt wird allm'aliq regelmäßiger. In Para, der großen Sammelstelle für die Produkte des Amazona-Gebiets, werden außer Gummi und Chinarinde Baumwolle, Kakao, Sassaparilla, Kopaivabalsam, Paranüsse, Vanille, Jakarandaholz, Droguen, Schildkröteneieröl (von 40 Millionen jährlich gesammelten Eiern) aufgestapelt. Para hat ein Wasserstraßennetz vor sich, das schon 1873 auf 9900 Kilometer befahren würd? und heute auf 15.000 Kilometer anzunehmen ist. Hat der Amazonas doch außer seinem eigenen Lauf von 4000 Kilomete? Länge noch an hun dert schiffbar: Nebenflüsse. Daneben verschwindet AlleZ, was dieser Art (Zu, ropa zu bieten vermag. ' kluf dem Nüdenfelde". In der Ecke des Friedhofes vo? Jvry, draußen vor den Thoren der armseligsten Pariser Vorstadt, ist die Stätte, wo die Hingerichteten begraben werden; acht Plätzchen sind da an der Mauer für die armen Sünder vorfahalten. Das scheint zu wenig sür die Opfer der Guillotine, die jahraus jähr ein auf der Place de la Roquette fal len. Aber bis jetzt hat es immer noch gereicht. Meistens nämlich verläuft die Beerdigung so: Wenn vyr. dem Roauktte-Gefängnih daZ Beil der Köpfmäschin: gefallen, der Kopf in den vor der Guillotinenluke stehenden Korb voll Klei: gestürzt und der Leib des Hingerichteten vom Brette losgeschnallt und dem Kotfe nachgestoßen ist. wird der Korb sn einen Wagen geoben, der, von berittenen Munizipalaardisten geleitet, im Galopp durch die Stadt den weiten Weg vm der östlichen Vorstadt nach dem Süden von Paris fährt. In der Kirchhofsecke von Jvry, die im Vollsmund das Rüben, feld- heißt, ist das Grab geschaufelt, der Korb wird hineingelassen. Der Polizei-Commissär. der dem Leichenwaazn in. einer Droschke gefolgt ist, wirft eine Hand voll Erde darauf der Kirchhofsbeamte stellt das vollzogene Vegräbniß fest. Dann wird der Korb sofort wieder heraufgezogen; die Be ftmten nehmen die Ausgrabung zu Protokoll, und tm Galopp geht'S fort nach der medizinischen Akademie, wo die Professoren bereit stehen, um an der frischen Leiche seit d:r Hinrichtung ist nicht viel mehr als eineStunde verflössen.- allerlei Versuch: anzustellen. Der Körper wird schließlich den Studenten übergeben. Der erste Theil der Ceremonie :rlief auch b:i der Hinrichtung des Vombenattentäters Vgillani. wie üblich, nr rr einigen ungewöhnlichen Nebenumftänden:. Die mslitärischz EZkörte des Vagenß aus dem Weze zum Kjrchh?s war verstärkt, da min einen anarchiftlschzn lnsch!az befürchtet:. Zum Greuel der Zuschauer ereignete sich f:rn:r noch Ewas, was bisher nie' .iesc5:n war: der'Rnnof des Qfckbj ten blutete w Korbe ug U fci nach' daß da?. Blut p3 i;n 5üa5e rann m) Ya Str..tz.nvjkasttt aus der ??ant $ Jvry mit rothen Spuren a:ze'chet -wurde.' - Draußen auf dem .Rübenfeld- wurde der Korh ftU ge .ähnlich in die Erd gzsenk;, diesmal aber nicht wltder herausgehoben. Aaillant kam Mry wirklich zu?
letzten Ruhe und dienke mcht zu -Ver-suchen elektrischen Nervenreizes nach dem Tode. Weshalb? Officiös heiß!
es. die Hinrichtung ser den medicimschen Professoren zu spät angezeigt worden. Andererseits meint man aber, die Herren von der Fakultät seien durchaus nicht darauf erpicht gewesen, den Vombenattentäter zu seren und sich durch dle Profanation seiner Leiche dem Aorn seiner anarchistischen Gesinnungsgenossen auszufetzrn. Genug. Baillant blieb im Grabe. Er nahm gerade die letzte noch freie Begräbnißstätte auf dem Rübfeld" ein. Da stehen nun die acht Grabh!!gel vollzählig; hier das Grab des In-fanterie-Lieutenants Anastay. der vor zwei Jahren einen Raubmord an snner Wohlthäterin, einer reichen Pariser Dame, beging, ein Kranz von gemachten Blumen liegt darauf mit der Inschrift: Für meinen Freund." Er stammt von der spanischen Tänzerin Dolores; Anastay hatte gemordet, um ibr Kleider und Schmuck zu kaufen. Dort ragt der Hügel über Eyraud, dem abenteuerlichen Agenten, der mit feiner Geliebten, der schönen Gabrielle, den GerichtZvollziehcr, Souffe Zn. den Hinterhalt 'lockte, erwürgte, Zn einen Koffer packte und als Passagiergut mit nach Lyon nahm, wo das Pärchen dann die Leiche auf einer Landpartie im Gebüsch eines Felsenhanges vr steckte. Eyrauds Grab ist mit ein:m sauberen Stacket umgeben und immer mit Blumen geschmückt. Von wem? das weiß Niemand. Weiterhin liegen die Gräber von Geomay, Kuntz und Dore; auf letzterem blühen in der ??rllhlingssonne jetzt Gänseblümchen um ein Herz von grünem Buchsbam. Am Sonntag nach der Hinrichtung Vaillants drängten sich zahllose Bisucher auf's Rübenfeld. - Zuerst lautn die Theoretiker" der Anarchie in iner Reihe von Wagen angefahren: bornehm gekleidete Leute, ' darunter ein junges Weib. Sie brachten einen gro':n Kranz von gelben Katzenpfötchen and einen 30 Centimeter hohen Grab, stein in Form einer Pyramide mit der Anschrift: Omma vincit labor imorobuZ." Die Theoretiker"' hielten kein: Red:n; si: umstanden eine Zeit lang stillschweigend den Hügel und zo?en sich dann zurück. ' Auf die erste, stille Kundgebung folgten laute Mnifestationen: da nahten bald einzelne Gestalten, bald Gruppen von Lcuten und legten Jmmortellensträuße auf das Grab. Aive la Commune!" .Vaillant Du wirst gerächt!" Dem edlen Märtyrers Hoch lede die Anarchie!" Tod der bürgerlichen Gesellschaft!" so lauteten die Ruft ?or dem Hügel. Immer größer wurde sie Menge, socialdemokratisch, und anarchistische Delegationen folgten :inander in ununterbrochener Reih:. Ein: große Schaar Neugieriger wrea ihnen beigesellt. Ein Freund de HingeriZte'ten, der den ganzen Nach mittag am Grabe blieb und die Pilger empfing, hielt im Namen seiner ,.Genossen" den Ankommenden die Anspräche: Wir sehen mit Vergnügen, daß die ganze Pariser Bevölkerung sich unserer andächt'.gen Pilgerfahrt anschließt." DaZ war zuviel gesagt. Aber ein beredtes Zeugniß von der Zersetzung der Pariser, der franAösi sch:n Gesellschaft war diese Pilgerfahrt doch. Und der Geist, der sich hier ossenbarte und der inzwischen eine neue unheilvolle That gezeitigt, wird üicht zur Ruhe kommen. Das Deficit im BundesHaushalt stellt sich für dn verflossenen Monat Februar twas gering:?, als in. den vorhergegangenen Monaten Während in d:n Vorm?naten dieAu?gaben die Einnahmen durchschnittlich um 6 bis 7 Millionen DofrarS über-schritt-en haben, stellt sich für Februar d:r Fehlbetrag auf nur knapp vierkinhalb Millionen: hauvtsächlich wohl in Folg: des Umstände s, daß wegen der bevorstehenden Erhöhung d?r WhiLkysteuer jetzt Whiöky in größeren Mengen den Steuerspeichern enrnommen wird. Mr. 'David JH. Jordan, ei IdR,?t. V. . FarbloS, Ausgezehrt, Hülflos. El tzillftänbige Heilung durch HOOD'S SARSAPARlliUv riefe komm von Herr D. Aovkav tn prlvar-.sirenoeu Farmer y?5 ,li, er angeselzeu fie vur.zer ten HilfS.. V y, ,V trittr $ ibr nxU haut clu 3tti d fUtrrrif Unt hay füfcern 2cbcv nnd Nieren irfttttn. welche ch tz ach schlimmer ward. Lor tzrei Zlz,?, fa, ich so eil herunter, bafc ich kaum grlzen konnte. Ich sah melzr wie ei t. U , e,m wie ein iedender Körper cul. Ich hatt kei,o, Ax?et,t und während süns Wochen atz Ict nichts wie Haferschleim. Ich wzr sZzrejk' .gejehrt und hZlie ich mehr GkstchZar. &4 etoe L,'!arkor2tatte. ' Hyotz' HarS wurde empfohlen, und $ helvoz yj, versuchen. Bl.se.' tUte K5 wi der ti und Un fiai an. bnnori in sAhke, achd? ich drel Flasche genommen ne. koum ich irgend etwa essen, ohne dA I, wlA schmerzte. Ich wurde sogar s, tzvnga, aj ich fünfmal de Tage esse, öch.dtt ttt rglijlilndig wieder hnzs yt,wa, zIenn, UKtdatz ' ijM KM. 5 fShle wieder Wohl und ii, thl. I. ve ich Vnnta. wundern t4 mich ( wohl sehe. D. V Vordan.. pvatisireud Farmer. PUJUZX Um U$ UeXX
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