Indiana Tribüne, Volume 17, Number 175, Indianapolis, Marion County, 14 March 1894 — Page 2
Mdiana Tribüne. Erscheint Ttiglich und Sonntngs.
Die tZzlliZe. Tribüne' kostet durch den TrZgei SEentk per Zoche, die SonntagZ.Tribüne" k Cent? per Woche. Beide zusammen 15 Cents oder Cent perMonat. Pev Post zugeschickt in Vor aukbezahlung per Jahr. Office : No. 18 Süd Alabama Str. Indianapolis, Ind., H. März 1894. kooperative Glückseligkeit. Auf den gesegneten Gefilden von Gibsonville in dem County Genesee, Michigan, hat sich ein Häuflein Manner und Frauen zusammengefunden, um, fern von dem Treiben der Welt, die irdische Glückseligkeit auf dem Co-operativ-Plan zu erringen. Die Leute sind durchaus keine menschenscheuen Eremiten, welche in ihrer Abgeschiedenheit sich, figürlich gesprochen, von Wurzeln nähren wollen; nein, ihr Motto lautet Arbeitsgemeinschaft und in dieser erblicken sie das Universalheilmittel für alle Uebel, an denen die moderne Gesellschaft krankt. Der Gründer dieses Gemeinwesens ist G. W. Gibson, der in der Commune Kaweah im calikomischen County Tulare die erste Anregung erhalten hat. Zur Ausführung seinerPläne stehen ihm 415 Acres fruchtbaren Landes, das er mit seinen Geschwistern von seinem Vater ererbt hat, zur Verfügung. Die Erben, acht an der Zahl, bildeten eine Actien-Ge-sellfchast, indem sie das Land auf das Niedrigste bewertheten und setzten die Anzahl der in die Cooperativ-Com-mune aufzunehmenden Mitglieder auf 211 und die Höhe der Antheile auf $10 fest; kein Mitglied darf mehr als 10 Antheile erwerben, so bafc alle financiell völlig gleich gestellt sind. In den Statuten der Commune ist Ackerbau, Industrie und der Betrieb kaufmannischer Geschäfte zum gemeinsamen Besten als der Zweck des Unternehmens bezeichnet. Alle Mitglieder, Frauen und Männer, hzben gleiche Rechte und bestimmen die Art der Verwaltung wie der Geschäftsführung durch Majoritätsbeschluß. Ein Jeder und eine Jede arbeitet nach besten Kräften für das Gemeinwesen und ist zu einem Antheile an dem Arbeitsertrage berechtigt wie zu einem vollen Unterhalt in der Jugend wie im Alter, in Gesundheit wie in Krankheit. Die Commune macht ihren Mitgliedern keine Vorschriften bezüglich ihres religiösen oder politischen Glaubensbekenntnisses oder etwaiger Heirathen; alle sind absolut gleich und ihre Kinder werden bis zum 13. Lebensjahre auf gemeinsame Kosten erzogen und bekleidet. Nach Erreichung dieses Alters steht es ihnen frei, sich der Commune anzuschließen. Die Verkeilung d.'s Arbeitsertrages soll derart erfolgen, daß einem jeden Mitgliede die Anzahl d:r Arbeitstage gutgeschrieben wird und nach Abschluß rer Jahresbilanz dem entsprechend die eine Hälfte zur Verkeilung gelangt, während die andere Hälfte zur Deckung allgemeiner Bedürfnisse, Bauten und Verbesserungen aller Art verwendet wird. Dadurch soll arbeitsscheuen Leuten die Möglichkeit entzogen werden, auf Kosten der fleißigen Mitglieder ein gemächliches Leben zu führen. Auch kann durch Majoritätsbeschluß die Ausstoßung von Mitgliedern, die in irgend einer Weise anstößig werden, angeordnet werden, wie einem jeden Mitglied der Austritt nach dreißigtägiger Kündigungsfrist freisteht. Da alle Bedürfnisse seitens der Commune befriedigt werden, haben die Mitglieder aus den ihnen persönlich zukommenden Erträgen nur Kleidung anzuschaffen. Im Uebrigen wird die Zahl der Arbeitsstunden auf ein Minimum beschrankt, um dieCommune in guter körperlicher wie geistiger Gesundheit zu erhalten. Wird ein Mitglied alt oder krank, dann übernimmt die Commune die Fürsorge für dasselbe. Den sichtbarenMittelpunkt der Commune bildet ein Gebäude, das in den Zeiten vor der Existenz der Eisenbahnen als Gastbaus diente und, nach ge-' elgneter Neueinrichtung, den ersten Mitgliedern als Wohnung dient. Seit der im November vorigen Jahres erfolgten Organisation des Gemeinwesens sind demselben 50 Familien beigetreten und zählt dasselbe im Ganzen 180 Köpfe, welche in 40 Häusern untergebracht sind. Die Männer finden daüptsächlich in der Bestellung der Aecker Verwendung; es wird außerdem Gemüse zum Verkauf gezogen, eine Besen- und Korbmacherei ist im Betriebe, eine Wäscherei wird errichtet und zu einer großen Molkerei ist mit einem Bestand von 200 Kühen ein guter Ansang gemacht. Die bisher ausgenommenen Mitglieder sind allem Anscheine nach fleißige, saubere Leute, die auf ihr Fortkommen bedacht sind. Für die Befriedigung der intellectuellzn Bedürfnisse wird durch eine gute Bibliothek Sorge getragen werden; eine Districtschule und eine Baptistenkirche ezistiren bereits in der Ansiedlung. während eine Methodisten- und eine Congregationalistenkirche sich in der Nähe befinden. .Arbeit ist unsere Losung", sagte der Präsident C. W. Gibson einem die Ansiedlung besuchenden Zcitungscorrespondenten. .Wer Capitalien zu erwerben. gedenkt, mag uns fern bleiben; unsere gemeinsame Arbeit aber wird alle Mitglieder einer jeben Sorge um die nothwendigen Lebensbedürfnisse entrücken und ihnen ein friedliches, glückliches Heim verschaffen Ob diese Verheißung in Erfüllung gehen wird ? Slrgentiniens Srauenwelt. Wenn man die Länder aufzählt, .wo die schönerv Mädchen wachsen", darf auch Argentinien nicht vergessen werden. Es ist auch das einzige südamerikarlische Land, in welchem die
lungen tarnen am yellen '2age und an öffentlichen Verkehrswegen mit ihren anerkannten Anbetern aussahren oder dieselben in ihrer Wohnung empfangen dürfen. In diesen wie in anderen socialen Sitten Argentiniens zeigt sich eben die Mondscheinheimliche spanische Sittencultur mit tagesfrischer Zyankee-Cultur versetzt, wie das moderne argentinische Leben überhaupt diese Mischung am lebhastesten aufweist. Das eingeborene argentinischeMädchen ist brünett, mit starkrothen Wangen, glänzend schwarzen Augen und langen Wimpern, üppigem schwarzem Haar und graciös in ihrer Gestalt und in allen Bewegungen. Leider beeinträchtigt die Argentinierin ihre natürliche Schönheit durch ungemein starken Gebrauch von Schminken und Puder, welche schon allein große Summen verschlingen. Die argentinische Schöne hat ihre glorreichste Zeit in dem Alter von 15 bis 17 Jahren. Auch mit 25 Jahren stellt sie immerhin noch etwas vor und geht, was man so nennt, noch mit. Dann aber tritt eine .äußere Entwicklung zum Nachtheiligeren ein; denn die Argentinierinnen haben eine sehr entschiedene Neigung zur' Corpulenz, eine Neigung, welche durch träges und üppiges Leben noch erhöht wird. Stark vorwiegend ist beim argenti nischen Mädchen die Leidenschaft für Musik, und ihr höchster Ehrgeiz besiebt in emem Klavier, einemSchwarm Anbeter und der Fähigkeit, - etwas Französisch zu schnattern. Man findet unter den Argentinierinnen verhältnißmäßiq sehr viele Musik- und Sprachkundige, und Lehrkräfte auf diesen Gebieten finden in Argentinien, wenn sie sich einigermaßen in das Le ben ZU schicken wissen, einen dankbaren Boden. Bei aller Galanterie läßt sich vom Charakter der Argentinierin nicht übermäßig viel Gutes sagen. Sie ist im Allgemeinen, gelinde gesagt, aggressiv hochmüthig und anmaßend, und was sonst ihrem Geschlecht aus Höflichkeit gewährt wird, das fordert und erzwingt sie ohne Weiteres als ihr Recht-. Es ist z. B. ein sehr gewohnliches Schauspiel, daß in einem dichtefüllten Straßenbahn - Wagen reichgepudte Damen die Herren auffordern, ihnen die Sitze einzuräumen, und sich dann ohne auch nur einen Blick der Anerkennung lässig niederplumpsen lassen. Zu allen Stunden des 'Tages kann man gewichtige" Ebeweiber und Wittibs auf den engen Straßentrottoirs mit ihrem Juwelenschmuck wie stolze Fregatten dahinsegeln und rücksichtslos mit den Ellenbogen Alles wegstoßen sehen, ohne daß sie selber jemals einen Zollbreit ausweichen. Es sind noch nicht sehr viele Jahre her. dak auch in Argentinien die Mädchen von der Wiege bis zum Traualtar von den Argusaugen der alten mißgünstigen Duennas" bewacht und in engen socialen Schranken gehalten wurden. Doch ist das, wie gesagt, wesentlich anders geworden und verändert sich noch immer mehr. Die Argentinierin verheirathet sich spätestens mit dem 25. Jahre. Als Gattin ist sie gewöhnlich pflichttreu, als Mutler nachsichtig bis zur Verhätschelung. Im Uebrigen hält sie ihre Lebensmission als Gattin und Mutter für abgeschlossen und gibt sich dann, wenn sie es sich irgend leisten kann, einem immer trägeren, behäbigeren Leben hin. Nur die Leidenschaft für das Ausfahren behauptet sich bei dielen auch dann noch. In der Erfüllung äußerer Religionspflichten ist die Argentinierin indeß stets sehr eifrig, und der spanische Zug kommt dabei noch zur vollen Geltung. Das Heirathen ist in Argentinien mit vielen actemnäßigen Umständen verknüpft. Beide Parteien müssen alle möglichen Papiere über Person, Herkunft. Taufe u. s. w. beibringen, und während dies für den Eingeborenen gerade nicht viel zu besagen hat, ist es für den Ausländer, oft sehr zeitraubend und lästig. Alle diese Einzelheiten werden in den Tagesblättern eine bestimmte Zeit lang tagtäglich veröffentlicht. denteuerlicher Vaumriese. Richt unter den vielverherrlichten Vaum-Monarchen Californiens, Au straliens oder Norwegens - soll der größte Baum der Welt zu finden sein, sondern in einer abgelegenen Gegend Nevadas, obgleich selbiger nicht mehr zu den lebenden gehört, sondern nur noch eine höchst interessante Versteherung ist. So versichern wenigstens der bekannte Bergbauer Dad" Lynn in Fresno, Cal., und verschiedene andere Prominenzen, und Ersterer theilt jetzt darüber mit: Der Wunderbaum liegt am Ende eines Engpasses im nordwestlichen Nevada; dort haben wir ihn geschaut, dort ist er sicherlich noch heute zu finden. und ich hätte schon längst die ganze Welt darauf aufmerksam gemacht, wenn ich hätte hoffen können, daß man mir diese Geschichte geglaubt hätte. Da aber in der neuesten Zeit doch so viel von Baumriesen gesprochen wird, so mag auch dieser großartige Steinbaum zu Ehren gebracht werden. Als die Gegend jenseits des Honey Lake und Surprise Valley noch so gut wie unbekannt war. brach ich eines Taa mit mehreren Dutzend Kameraden voa Red Bluff aus dorthin auf. um nach Edelmetall zu suchen. Unsere Bartie bestand aus Advokaten. MetzLern und Schuhmachern, alle nur bewegt von glühender Hoffnung auf Goldfunde. Diese Hoffnung wollte sich indeß nicht in nennenswerthem Mae erfüllen, und die Indianer belästigten uns viel. "Wir wandten uns schließlich in der Richtung nach Baker County, Ore., und gelangten durch einen Landstrich, welcher völlig von Holz entblößt war. abgesehen von etwas Zwerg-Baumwolleholz an den Wasserläufen entlana.
Nicht mehr weit von der Grenze Oreqons kamen wir vor eine Oesfnung in den Felsen, welche gerade breit genuq für unsere Wagen war, und rechts und links stiegen steile Felshänge 500 bis 600 Fuß hoch empor. Diese Schlucht war ungefähr 15 engl. Meilen lang. am Ende derselben aber stießen wir auf eine ganze Anzahl Baumstumpfen verschiedener Größe, die indeß sämmtlich versteinert waren. Mitten in diesem eigenthümlichen Walde lag nun, zum Theil im Boden eingebettet, der ebenfalls völlig versteinerte Allerwelts-Baumriese. Allem Anschein nach war derselbe erst nach eingetretener Versteinerung umgestürzt; die Bruchstellen ließen ihrer Glätte nach kaum einen anderen Schluß zu. Was für ein Ungeheuer war das aber! Wir stellten mit einem Bandmaß fest, daß die Länge des Baumes gerade 666 Fuß betrug! Unten hatte er einen Durchmesser von reichlich 60 Fuß. Aeste waren keine mehr übrig geblieben, aber der Stamm zeigte noch die Risse, wo Aeste abgebrochen waren. Bernsteinartige Kllgelchen' versteinerten Peches oder Harzes hingen mindestens 100 Fuß weit an der Seite des Stammes. Wo der ungeheure Stamm völlig gebrochen war, erschien die Mitte durchscheinend, und in schönen concenirischen Ringen zeigten sich die Wachs thums-Stationen. Das natürliche Aussehen dieser Flächen war schöner, als das irgend welchen Marmors oder Mosaiks, den ich je gesehen habe. Wir sprachen alle die Meinung aus, daß sich daraus prachtvolle Boden und innerer Schmuck für irgend ein großartiaes Gebäude machen ließe. Das ist der größte Baum der Welt, und wer's nicht glaubt, den will ich hinführen, wenn er die Reüetosten trägt. Vom Jnlande. Einem geriebenen Schwindttz sind fünf Bewohner von Eau Claire, Wis., zum Opfer gefallen und haben ein theures, aber vielleicht heilsames Lehrgeld zahlen müssen.. Dieselben waren mit einem Fremden, wel cher versprochen hatte, ihnen werthvolle
Land-Claims zeigen zu wollen, nach Duluth gereist. Während der Fahrt hatte jeder der Landsucher dem Führer 525 als Entgelt für dessen zu leistende Dienste gezahlt, zu ihrem Leidwesen war derselbe aber, als sie in Duluth einfuhren, verschwunden und tauchte auch nicht wieder auf. Die Betrögenen haben sich an die Volu:i gewendet. Dieser Tage kam der wohlhabende Farmer William Bowman aus der Umgegend von St. Joseph Hill. zehn Meilen von Jeffersonville in Jndiana, dadurch zu seinem Tode, daß ein von ihm gelenkter mit Steinen beladener Wagen auf ihn stürzte und ihn erdrückte. Dieser Unglllcksfall ruft die Erinnerung an BowmanS zufällige Bewahrung vor Mörderhand vor etwa einundzwanzig Jahren wach. Er war damals mit einem Genossen Namens Leonard Schindler in Geschäften nach Jeffersonville gegangen und hatte, eine nicht unbeträchtliche Geldsumme im Besitz. Den Heimweg trat Schindler allein und zwar vor Bowman an und wurde an einer unter dem Namen Bald Knob" bekannten Stelle der Landstraße von . Verlarvten angesallen, beraubt und er mordet. Bowman trat, nachdem er seine Geschäfte erledigt hatte.den Heim Weg ebenfalls allein an und fand an dem Bald Knob" Schindlers Leiche. Er setzte die benachbarten Anwohnet der Landstraße von dem Funde in Kenntniß und schaffte mit ihrer Hilfe die Leiche in Schindkrs Wohnung. Zehn Jahre nach dem Vorfalle erhielt er einen angeblich von einem der Mörder geschriebenen Brief ohne Namensnennung, worin ihm mitgetheilt wur de, daß er und nicht Schindler von dem Raubmördern zum Opfer aus ersehen gewesen und Schindler nur irrthümlich ermordet worden' war. Vor drei Jahren fand die Gattin von Willram Psh in Muncie in Jndiana in ihres Mannes Tasche einen an ein junges Mädchen in Red Key im County Jay gerichteten feurigen Liebesbrief, ließ sich darauf von dem ungetreuen Gatten scheiden, und bald darauf heirathete er das Mädchen. Später verklagte die Frau No. 1 ihre Nachfolgerin wegen Abwendigmachung der Liebe ihres Gatten auf 510.000 Schadenersatz, aber die Klage wurde aus einem bisher unerfindlichen Grunde unterdrückt, und erst kürzlich hat sich die Sache aufgeklärt. Frau Pash No. 2 hatte nämlich in ihres Mannes Tasche ebenfalls einen Liebes brief gefunden, der jedoch an .die Frau No. 1 gerichtet war, und tteß sich des" halb von ihm scheiden; darauf kehrte William zu seiner ersten Liebe zurück. Er reiste dieser Tage mit' der Frau No. 1 nach Bellefontaine in Ohio ab und ließ sich dort von Neuem mit ihr trauen. j , ; Aus dem County Drew in Arkansas wird folgender Vorfall be richtet: Vor mehreren Wochen wurde Annie Shipman von einem Neger überfallen, der ihr Gewalt anzuthun versuchte. Der Schandkerl wurde verhaftet und hatte es nur der Umsicht und Tapferkeit des Sheriffs zu verdanken, daß er nicht gelyncht wurde. In seinem ersten Processe vermochten die Geschworenen nicht, sich über einen Wahrspruch zu einigen, daher fand ein neues Proceßverfahren statt, zu totU chen, auch das Mädchen vorgeladen war, um in dem Angeklagten die Persönlichkeit i'hres Angreifers festzustel len. Im Laufe ihre? Vernehmung holte sie aus den Falten ihres Kleideö ein Beil hervor und sprang mit den Worten: Das ist der Schurke!" wie eine wüthende Löwin auf den Ange klagten zu und versetzte ihm mehrere heftigte Schläge auf den Kopf. Sie wurde wegen Mißachtung de Gerichts zu einer Geldbuße, der Neger aber zu zwölfjähriger Zuchthausstrafe ver-urtheilt.
;$n Betreff der Einführung gewisser Maßregeln zur Befchleunigung des Löschen der Ladungen überseeischer Dampfer im New Jorker Hafen ist eine Entscheidung in günstigem Sinne durch den Oberbun-des-Anwalt erfolgt und Hilfs-Finanz minister Hamlin hat ein damit in Uebereinstimmung stehendes Circular an die Zolldirektoren erlassen. Die Einführung der neuen Vorschriften, welche für Rheder von hoher Wichtigkeit sind, würde schon früher erfolgt sein, wenn nicht noch Bedenken wegen der Bestimmungen des alten Schifffahrtsgesetzes von 1799 obgewaltet hätten, so daß es Herr Hamlin für angezeigt hielt, erst noch das Gutachten des Obcrbundesanwaltes einzuholen. Dieses ist jetzt erfolgt. Nach dem bisherigen Systeme mußten transatlantische Dampfer, die in New York spät Nachmittags anlangten, mit der Löchung ihrer Ladung bis zum nächsten Tage warten und konnten erst um 9 Uhr des letzteren Tages, um welche Zeit die Zollbeamten ihre Thätigkeit beginnen, einen Erlaubnißschein zum
Ausladen erwirken. Dampfer, die an einem Samstag ankamen, und wäre es auch so früh wie 1 Uhr Nachmittags gewesen, mußten bis zum Montag Vormittag warten. Ausnahmen von dieser Regel wurden nur in dringenden Fällen auf besondere Erlaubniß von Washington aus gemacht. Durch das neue Circular fallen solche kostspieligen Zeitverluste weg und anlangenden Fahrzeugen wird es ermöglicht, ihre Ladungen sofort zu löschen. Die Rheder oder Agenten von Dampkff, fahrtsgesellschaften können noch vor der Ankunft der Fahrzeuge, wenn die letzteren von Fire Island oder Sandy Hook aus siqnalisirt sind, um die Erlaubniß nachsuchen, daß die Ladung sofort bei Ankunft der Fahrzeuge in New Z)ork gelöscht werden darf. Die Ladung muß in solchen Fällen jedoch auf der Werfte bleiben, bis sie im Einklang mit den Bestimmungen der regulärzn Generalordre".welche ausgestellt wird, nachdem die Entrirung der Frachtgüter im Zollhaus vollendet ist, von dort weggebracht werden kann. Das. Verbleiben der Ladung auf der Werfte geschieht auf Risiko der Eiaenj thümer der Fahrzeuge, welche den Consignatoren für Verluste irgend .welcher Art haftbar sind. Die Eigenthümer der betr. Fahrzeuge müssen auch eine Caution von 5100.000 stellen zur etwaigen Schadlosf'altung des Zolldirektors für Verluste und Risikos, welche mit dem Ausladen der Fahrzeuge vor der Ausfertigung der .Generalordre" verbunden sind. Das Löschen, der Ladung muß in solchen Fällen in Gegenwart eines Zollinspek!ors stattfinden. . .M, . lvom ?lu!tinve. Eine aus fünf Per so nen bestehende Judenfamilie, die aus Larache in Marokko' stammt, ist in San Sebastian unter großer Bcthciligung der Bevölkerung zum Katholicis ' mus übergetreten. Bei der Taufe des Familienhauptes standen Bürgermeister und Frau zu Gevatter, bei der Mutter der drei Kinder ein früheres Stadtoberhaupt. Nach der Taufe' wurden Vater und Mutter der Kleinen auch noch getraut. Die Leute waren ganz mittellos, werden aber jetzt in jeder Weise unterstützt. Der Anarchistenspuk hat bis jetzt Belgien verschont. Seit einigen Tagen scheint jedoch die Polizei Anstalten treffen zu wollen, um der Propaganda durch die That von vornherein das Spiel zu verderben. Sie hat neulich die ganze Auflage des in Brüssel erscheinenden Anarchistenorganes La Libertaire" und die ganze Correspondenz des Blattes, welches in einem entlegenen Hause der Vorstadt gedruckt wurde, beschlagnahmt. Dieses Libertaire- ist ein wenig gelesenes Blättchen, welches kümmerlich sein Dasein durch heftige Artikel fristete. Die Auflage betrug höchstens 1500 Eremplare. Die Staatsanwaltschaft wird gegen die Aufhetzer, welche meist Arbeiter waren, die Anklage erheben, aufrührerische Artikel veröffentlicht und namentlich dasAttentat Vaillants gerühmt zu haben. Nicht uninteressank ist, daß Satz und Druck desVlattes unentgeltlich durch einige Setzer hergestellt wurden, die nach ihrer täglichen mühevollen Arbeit aus Liebe zur Anarchie noch den Abend mit dieser Eztraarbeit ausfüllten. Die Ausgrabungen in der im Jahre 1891 entdeckten alten Todtenstadt beiSebastopol ßaben glänzende Resultate ergeben. Zahlreiche werthvolle Gegenstände sind ans Tageslicht gefördert worden. In 246 Reliquiensärgen fand man 75 goldene Ohrringe, 6 Fingerringe, 4 MedailIons. 20 Glasperlen, 40 Blechschilder zur Bedeckung der Augen und des Mundes der Entschlafenen. 7 künstlich verarbeitete Achate und 22 verschiedene andere Schmuckgegenstände aus Gold. Aus den auf Münzen und Denkmälern befindlichen Inschriften geht hervor, daß die alte griechische Coloni: vom vierten Jahrhundert vor Christi Geburt bis zum sechsten Jahrhundert nach der christlichen Zeitrechnung ezistirt hat. Unter den gefundenen Gegenständen sind besonders interessant: ein Stück Karnies von Marmor, ge funden in einem kleinen Tempel mit Mosaikfubboden, und ein Piedestal der Statue Dwns, errichtet von seinem Sohne Antlbion, dem Priester der Artemls, nach dem Vater". Alle gefun denen Alterthümer sind in einem neuen Gebäude untergebracht. Ueber, das Vermögen des .abwesenden" Vorwerkspächters und Rittmeisters der Reserve Arthur Woltersdorff zu Lauban in Schlesien ist soeben der Konkurs eröffnet. Rittmeiste? Woltersdorff ist seit mehr als sechs Wochen in's Ausland verreist. Gegenwärtig ist Niemand über seinen Aufenthalt unterrichtet, Zlls dieser Tage über die Gründe der langen AbWesenheit des Biedermannes die verschiedentlichsten Gerüchte auftauchten und in den Kreisen der Gläubiger Besorgniß erregten, wollte man zunächst ab urrLttste Finanzen des Mannes,
welchei noch vor wenigen Jahren Vesitzer eines Vermögens von etwa 300,-' 000 Mark war, nicht glauben. Noble Passionen, unter denen das Spiel nicht die letzte Stelle einnahm, haben jedoch die jetzt im vollständigen Ruin zum
Ausdruck gekommene Wirkung hervorgebracht. Unter den Gläubigern befindet sich auch die Stadtgemeinde Lauban, welcher das von Woltersdorff gepachtete Vorwerk gehört und die noch erhebliche Pachtrückstände zu fordern hat. Im vorigen Jahre noch wurde Herrn Woltersdorff von den StadtVätern 1000 Mark von der Pachtsumme erlassen mit Rücksicht auf die Noth der Landwirthschaft". Die bei Gelegenheit der 100-jähr. Geburtsfeier Theodor Körner's vielerwähnte Rosine Haubenreißer ist in Großzschocher bei Leipzig lm Alter von 91 Jahren gestorben. Sie war es, die in Gemeinschaft mit ihrem Vater und zwei anderen Personen am frühen Morgen des 18. Juni 1813 im Walde bei Großzschocher den schwer verwundeten Theodor Körner auffand, der sich nach dem Gefecht bei Kitzen bis Großzschocher gerettet hatte. Körner wurde alsdann bekanntlich' in dem Hause des Wehrbauinspectors Häußer untergebracht. Rosine Haubenreißer war damals ein zehnjähriges Kind, jedoch hatte sich die Erinnerung an jenen Vorgang tief in ihr.Gedächtniß eingeprägt. Mit ihr ist abermals ein Zeuge aus einer großen Zeit schlafen gegangen. Ein angesehener Bürger von Vraunschweig hat sich in kinem Wäldchen unweit dieser Stadt mitten im Tannendickicht eine Hütte aus Reisig und Latten erbaut, so daß der Wind überall ungehinderten Durchzug hat. Um die Hütte, in der ein Bett und ein Stuhl steht, spaziert der Biedermann dessen Nahrung aus rohem Weizen und Obst besteht, täglich auch bei dem schlechtesten Wetter, in adamitischem Zustande herum. Spaziergänger, namentlich Frauen, sind schon Lfters durch die plötzlich aus dem Dickicht auftauchende nackte Gestalt erschreckt worden. Vom Schwurgericht in Allenstein. Ost-Preußen, wurde der Arbeiter Koradel zum Tode v:rurtbeilt. weil er seinen Arbeitsgenossen ohne jeden Anlaß bestialisch ermordet hatte. Beide schliefen in einem Heuschuppen. Koradel wachte , einmal Nachts auf und- hieb, mit einer Wagenrunge so lange auf 'den . Schlafenden. bis dieser bewußtlos war, Dann erdrosselte er den Bewußtlösen.' -be-, raubte die Leiche, verbarg diese im Heu und schlief weiter. Am anderen Moraen gab er seine Arbeit auf und erzählte, daß sein Genosse bereits fortgegangen wäre. Später rühmte er sich seines Verbrechens. Um von den Bettlern und Landstreichern nicht belästigt zu werden, hatte ein Geschäftsreisender in FUrth an seiner Hausthüre ein Schild angebracht mit der Aufschrift: Grausam, Fußgensdarm". Da er trotz Aufforderung der Polizei das Schild nicht entfernte, erfolgte ein polizeilicher Strafbeschl, der zu einem Nachspiel vor dem Schöffengericht führte. Be: der Verhandlung bekundete ein als Zeuge geladener Polizeidiener, der Angeschuldigte habe zu ihm gesagt, er habe das. Schild angebracht, damit, wenn die Bettler die Aufschrift, am Hause lesen, ihnen die Lust verginge, bei ihm zu betteln; thatsächlich sei auch kein Bettler mehr gekommen. Das Gericht sprach den Beschuldigten kostenlos frei. A wischenKallstadt. Ung. stein und der Kallstadter Ziegelhütte auf dem durch frühere Grabfunde und durch seinen Wein bekannten Steinweg Kobnert" wurden dieser Tage beim Roden zwei römische Sarkophage aufaedeckt. Sie lagen neben einander von Osten nach Westen. Beide bestanden aus gelblichem Sandsteine und verjüngen sich nach unten. Im ersten lagen und standen neben calcinirten Menschenknochen 6 zum größeren Theile wohlerhaltene grüne Glasgesäße; ein seltener Fund! Sie bestehen 1. in einer 36 Centimeter hohen dopnelgehenkelten Salben-Amphora, 2. in einem 13 Centimeter hohen Becher sCaliz). 3. und 4. in zwei je 11 Cent'rmeter hohen Ampullae, von denen der Bauch der einen in Form eines Menschenkopfes gearbeitet ist, 5. in einem einhenkligen, 18 Centimeäer hohen, mit weißen Streifen kunstvoll verzierten Ctiathus, dessen eleganter Henkel blauoeädert ersch:int. Das 6. Gefäß, zerbrochen.bestand in einer feinen Patera, mit geripptem Leihe. In diesem Sarkophag lag noch ein dolchähnliches, stark örydirtes Instrument aus Eisen, dessen Spitze abgebrochen ist. Der weite, größere Sarkophag (1,95 Meter im Lichten, der erste mißt nur 1,45 Meters enthielt nur Asche, Das merkwürdigste der Gesäße ist die Amvulla, deren Bauch aus einem Menschenkopf besteht. Das Gesicht trägt in der Bildung des vorstehenden Mundes. der knolligen Nase, der hervorragenden Backenknochen, sowie des Haarschopses, der in den Nacken zieht, deutlich die Züge eines barbarischen Typus, der an die Zeichnung der Sarmaten und Hunnen bei den alten Schriftstellern erinnert. Kommen auch kleine Balsamereien mit der Darstellung eines menschlichen Hauptes in Samm lungen vor, so auch in Pompeji, so fehlt doch bisher ein solches wie eben beschrieben. Die Technik verlangt.daß dem geblasenen Lefäß eine eiserne Maske aufgedrückt wurde, welche die Züge enthielt die sich dann dem noch weichen Glaskörper mittheilten. Dif Funde gelangten in das Museum zu Dürkheim a. Hardt. Nach nahezu 30jähri. gem Verweilen im Zuchthause zu Waldheim in Sachsen ist dieser Tage der Raubmörder Künschner gestorben, welcher am 2. November 1865 den Kaufmann Markert in Leipzig in desseu an der Ecke der Grimmaischen und tt Nikolaistraße gelegenen Laden ermordete. Künschner, der zum Tode verurtheilt war, lag bereits auf dem Leipziger Richtplatz. als eine Begnadig !
gungs-Depesche vom damaligen König Johann eintraf. Der Landesscharfrichte? Brandt wurde noch rechtzeitig durch das Schreien und Gnaderufen des Publikums und des Depeschenboten veranlaßt, innezuhalten. Der Todeskandidat wurde wieder von der Guillotine losgeschnallt und wanderte nun in das Zuchthaus, wo er erst vor wenigen Wochen, als er sein Ende herannahen fühlte, ein offenes Geständniß seiner That abgelegt hat. Im ZuchtHause verübte Künschner vor mehreren Jahren einen überaus verwegenen Mordversuch gegen einen höheren Anstaltsbeamten. der jedoch glücklich mit dem Leben davonkam. Seitdem wurde der gefährliche Verbrecher mit Ketten gefesselt. Sein Leichnam ist k Leipziger Anatomie ausgeliefert worden. In der Pulverfabrik von Wetteren flog jüngst kurz vor 12
Uhr Mittags aus noch unbekannter Ursache die Trockenkammer, mit 12.000 Pfund Pulver in die Luft. Nur dem Umstände, daß die Fabrikuhr eine Viertelstunde zu früh ging, und die Arbeiter infolge" dessen schon zum Mittagessen nach Hause gegangen waren. ist es zu verdanken, daß Menschenleben nicht verloren sind. Ein einziger Arbeiter, der in der Nähe der Fabrik auf freiem Felde jcinc Mahlzeit einnahm, wurde leicht verletzt. Die Trockenkammer ist vollständig zerstört. Auch die umliegenden Gebäude wurden stark beschädigt. Im Jahre 1880 war die ganze Fabrik in die Luft geflogen und gegen 30 Menschen kamen dabei um's Leben. Seitdem sind die verschiedenen Pulvermühlen und sonstigen Gebäulichkeiten der Fabrik vollständig getrennt von einander, so daß eine große Katastrophe nicht mebr leicht vorkommen kann. Obwohl Gent nahezu drei Stunden von Wetteren entfernt ist, war dort der Knall so deutlich vernehmbar, als ob in der Stadt selbst eine starke Ezplosion erfolgt wäre. Eine ganz bes ondere Auffassung von Zeit ist Geld- bekundet ein Freiherr", der mit einer Schamlosigkeit, die ihres Gleichen suckt. in der Wiener Neuen Freien Vresse- vom 1. d. (Morgenblatt) folgende Anzeige erläßt: HeirathsAntrag. Junger Staatsbeamter von eleaanten Exterieur, Freiherr, in günsti gen Vermögensverhältnissen, wünscht sich mit hübschem, 15jährigem Mädcken mit 30,000 Fl. zu vermählen. Für jedes weitere Lebensjahr wird um je'.2000 Fl. mehr beansprucht. Ade lige Familie bevorzugt. Anträge für .Baron K. 9267" befördert Wien." E in S ch u l l eh r e r in San Miauel'in Spanien der nicht weniger als dreißig Anerkennungsdiplome be sitzt, ist kürzlich bei dem Alkalden um nen Vettelschem eingekommen, da mit er sich auf der Straße seinen Un terhalt erbetteln könne. Das Mar tvrium der Schullehrer" ist jetzt in den spanlschenBlattern zu einer standl aen Abtheilung geworden, in der aus den verschiedensten Orten mitgetheilt wird, wie lange schon die einzelnen Ortsbehorden die Zahlung der Lehrer zehälter unterlassen haben. Eine Magdeburgische Firma erhielt von einem m Monteli mar, Departement Drome, wohnhaf ten Kaufmann einen folgendermaßen adressirten Brief: -. Monsieur Hochachtungsvoll. Konservenfabrik, Fernsprechanschluß a Magdeburg. Ein iommentar zu diesem Bv:is sranzozischer Bildung ist wohl über flüssig. Die Gesammtzahl der im '-chtttzgeblet D;utschOst-afrlka leben0:n Europäer belauft sich auf rund 730. Die Einwohnerzahl der Stadt Tanaa wird auf 3000 bis 4000 See len abschätzt, Pangani hat etwa 10. 000.' Sadani etwa 40)0, Vazamoyo cund 10,000 (wooon 47 Europaer). Dare-esSalaam gleichfalls rund 10, 000 Einwohner; im Bezirk von Dar-es-Salaam , wohnen 439 Europäer. Mikindani 5)0. Im - Schutzgebiet von Kamerun leben 204 Europäer, worunter 127 Deutsche. Die Bevo! leruna von Groß- und Klein-Äind hoek Ziählt 1429 Einwohner, wovon 412 Deutsche. Verlangt Mucho's Best Havanna EigarS." Marktbericht. Wholesale.Prcife GrocerleS. Zucker : harter $5.3 5. Guter gelbkr 53.Y!. Gewöb l. gelber $3 5S. Kaffee: aeröst Bsnner. Lipn und Java 21. 75c lin 50 Pfd Säcken) Capital 23c Vilot 23c Takota 22gk Braz'l 22c Getr. Aepfel Pfirsiche 12 e Corimhenkc Pflaumen VaC Aprikosen 15e Früchte und em üse. Aepfel per Faß tz7.00 Citro' en per Kiste 53.50 Orangen per Kiste tz2.tt) Kraut der Fß $2.00 Zwiebeln per Fah $2.00 üben per Faß $1.50 Bohne- per Bushel $1 80 Kartoffeln per Bushel 75c Süß Kartoffeln per Faß $3.50 Mehl. Winter-Weiz-n pat. $4.00 Frühjahr-Wkin pat. $4.00 Winter extra $2.50 Gewöhnliches f 1.75 Roagenmkh!$3Iö Hafergrütze $5." 5 Butter. Eier und Geflügel. Butter, frische Countiy I?c. Eier, irisch, per Dutz 11c Leb. Geflügel: Hühner 6c per Pfund: Spring vbickenö 6c: Häk'ne 3c: Turkev Hennen jc: Enten 6jc: Gänse Z4.0verDutz. Stetto 52 Prozent Netto aem cht und deiablt d n Jnteress t- ? Sor ial (iooprratioc tii 9(. Stock tjn fcic.it f vo 15. Tee. lö bi &. öebr. d. I. 10 i3 0 Proe. per I bc find ,u machen, d? Rist o oa Wall tr. otf ein Minimum reduzirt. uk Vtrlan aen unser ProspectuS und täglicher Marktbericht (srei) ,uaegescktckt. Veste rserenzen. ctnma., ans 'rl Broker, 4) Vroadwa?, Kta Port.
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Ein üller Geruch auö dem Mande verdirbt die Schönheit einer VennS. Diese üblen Gerüche kommen von fehlerhafter Wer daunng der Speisen, Magenleiden, Blähun gen, ?c. Diesem wird am besten abgeholfen durch den Gebrauch des Carlsbader Salzes oder der Carlsbadcr Wäsier. Dr. London figt hierüber : Die unna türlichen Blähungen des Magens, welche oft Jrritanoiien des Darmes im Gefolqe haben. jowieMagcncatarrh.sind die hauptsächlichen Ursachen vieler Krankheiten. Ich fand, daft hierfür die irlsvader Quellen, sowie das Tarlsdadcr Sprudel- a'z,vorzilgliche Mittel sind. Die harntreibende, sowie abführende ElgensÄzftell dieser Quellen sowie dessen hellwirkeude Eigenschaft auf dur Magen tön nen nicht genug gewürdigt werden ? Die ächten Äasser von Carlsbad sowie das CarlSbadcr Salz müssen die Unterschrift von viisne? e cenvkiion tio.", mponare, New Fork, ans dem Halse einer jeden Masche tragen. ' Preis per Flasche Salz $1.00. lSroize Flasche Hl.so. Dr. I. A. Sutcliffe, eschastigt sich aulschliehlich mit wnndirMaze Fällen und mit schlecht nd Nrtnkrankhetten. 9to. 95 Oft Market tratze. Vsftcetunden : bi 10 Uhr Borm. 3 btl 8 kkhr Nachm. Sonntags ausgenommen.. TtU Ion 941. Dr. I. Bühler, Deutscher Arzt. Office und Wohnung: 337 Süd Delaware Straße. Offtce'Htunden: ö g Uhr vorm.; i i Ntzr ackm.: 7 9 Ubr bend. Televlzon 1. DR. L. WITT, Arzt u. A c c o u ch e u r, Ofnce : No. 43!) Süd M ridian Straße. Telephon 127. Dr. $ agner. Office : Po. 60 Gol Ghi? Str Osftce'Stunden : 9 10 Uhr Vormittage. 1 Uhr Nachmittag, Qo)nur.a : Ecke vroadway nv ?acl ftoe. TeleVlzon 8. Dr. PFAFF, Office: 134 Nord Pennsylvania Str Offtce-enden von 5 t Ubr Skackm. No. 425 Madison Avenue. Stunden von 10-11 Uhr Borm. Wohnung: 1? N.Alabam str. . se Bermontfti Htlenhon Office ?. Xeuvuon . Z Wo6nBnfl g:,. Dr. Burck hardt, Deutscher Ärzt. Osfiee und Wohnung: No. 382 Süd Meridian Str. Osftce'Ttunden: 8 bi 9 Uhr Vorm. i bi Uhr Nachm. 7bi8Uhr bd. Sonntag 8 vormittags Telephon 28. Dr. C. R. Schaefer, Zörzt und Chirurg, o. 430 Madison Avenue, nahe MorriS Str Sprechstunde : 80:8 Uhr Morgen, - Uhr achmtttagl, 7-9 Uhr deno. Televbon 8. CIIAS. G. MUELLER, Deutsche Apotheke. Nachfolger von W. W. Scott. Zlo. 667 Birgittin Pvenue Ecke Coburn Str. Telephon 1747. Nachtalocke an der Seitenthüre. Rezepte TagI und Nacht sorgsaittg gefüllt. Freie biteserung C. C. Wnerts, Deutscher Zahn-Aizt, Ro. S Nord Pennsylvania Str. tl tttrb f Wulch angewandt. UDjdt- CKr&Hö, No. 38 Ost Ohio Straße. Svrechftunden : 10 li Uhr Vormittag. 18 Nachmittag und 78 Abend. Sonntag vo j 3 Kör Nachmittag. AN IDEAL FAMlLY MEDICIHE For IadlrcstlM. lilllounc. I illeidiefce. ContlDation. Etfmlexia. OffcBlve lireath. I nd all diaordero et Lfao Stornarh. i lArer nt Rnwrl lWkV 1 I RIPANS TABULE8, . I at gentlj yet promptl Fersect direstion follow tbeir tue Sold 1 Vy UsVfKUM OT KU UJ PlWIli f I (8 TiAls s 75a. Pckimre i i boxe), XX f l For iree Munples-ftddrms KIPA.NS CHEMICAL CO., New Yrk. Jac. Metzger & Co. Hauptquartier für alle Sorten von einheimischem und importirten Bier, Ale Porter, Mineralwasser, Weln und dbampagner. 0 55 32 Ott Maryland Gtv. Telephon No. 407. Bestellungen toefben ach alle Theile d Vtadt vrom! abgeliefert. SM't HMe l Qeutt) Oietor. Da? größte, schönste und älteste derartige Lokal in der Stadt. Die geräumige und chön eingerichtete Halle steht Vereinen, Logen und Privaten ur Whaltung von Villen, Conzerten und Verfammlungen unter libera ser Cir;ri j rnftz.
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