Indiana Tribüne, Volume 17, Number 167, Indianapolis, Marion County, 6 March 1894 — Page 1

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Jahrgang 17, Office: No. 18 Süd Alabama Straße. No. 1G7 Zndianapclis, Indiana Dienstag, den 6 Ittär MHHMMMMMMMBMMaMMaMMBBHM

Pricht über ben Sbhxnb der Meridian National Bank, zu Indianapolis, im 2taate Indiana. bei dem chlJ oc (Äeichäflcs am ;!. jiDmar K1.

Zlktiva : Tarlehen und Tiskor.:o4 j Uederzogene iontiä ier. Staaten löonö xur siieiuna ;$i,03w 2.1U6. der Zirkulation KAOOO 00 Bankhaus (jinricdtung l.owoo UKanen uuö auoere uounro u. st t tJonö 157.390 59 Guthaben bei andern SJta tionaldanken (mtöt c trvegenten Guthaben bei Staateban ken und Bankiers guthaben bei approbirten ReiervkAgenken Check und ander Baar Beträge Wechsel sür das iZlearing Hau Noren anderer National danken Scheidemünze Rezerve j-eio in der Ba: k. nirn ich : Tpezie ÖolD und Zilbei i'eaal Insier Noten .. . . $ 10.507 07 11, UM 151,177 29 7AM 27 24,; 41 27,22 W 17J tt; 14,00 00 O.DUOUO 4.9,8iH)3i RedemvkionSsond beim B. Zt. .tcin meiner 5 Proz. der liiif utatioit . . 4,300 00 Total $1,4!H;(207 64 Passiva: EinbezahltcS apitat ,). 0" Ueber, chux,,ond l50,mw)K) Uzgelhellte Pronte 30.i72 Aussteh :nde Na.ionalbanknoten iJ,uuO 00 Schuldig an andere vcatio nalbanken Tckuldiz an Staat und Privat vansier Individuelle D pot'iten zahlbar auf Si-tt Xepofitcn, zahlbar auf ÄtCtlt (iertiftjtrte ChcckS Ausstehende amera Check 118.7. 7j 130.14 IM XW ) Hi.fti:, 4i l.ü.i 25 4,733 1-1. 023.3 '0 6.' ?tal $l,4y,207 64 Staat Indiana. Äkarion (Lountn : Ich. A. X. Kovv. Kassier der oben gö nannten Bank, bciswöre feierlich fcafj der obige Bericht correkt ist. nach meinem Venen wissen und Glauben. A.J.ttovV. Kasn- er. Unterschrieben und beicvworen vor mir diesen 5. iKärz 1Ä4. grederick B aggs, Ocsentlicher Notar. korrekt Attest : Sred. ahnle. i ve n ry Setzei. Tirektoren. a , S. :H o o t x t i o n, ) Bsricht über ben knb der Merchants National Bank, zu Indianapolis, im Staate Indiana, bei dem esaastad'chluj''e am 2. jjetruar W3. Aktiva : Taileben und Tisrontos (Ante hen auf oerlanqen zahlbar $17.704 12) $ 552. iM ki Uederzogene liontta. gesichert 129 55 Ber Tt. Bond zur Sicherung der Zir kulation ,4er). 2V.OO0O0 Prämien an Per. Staaten Bonds 1.500 00 Indianapolis. Marion Count und andere Bonds OSl,4i7 5 Fällig von anderen Natio nalbanken (nicht Reserve aen.en) 1142.413: Fälligvontaatö und an deren Banken 14.8jOT2 (Guthaben bei Reserve Agenten 510.65 M Checks und andere Baar betrage 2.1 li Wechsel sür Clearinghaus . 13,371 w Wechsel von anderen Ban ken 117,770 00 Scheidemünze '.i'i Ateserve et in der Bank nämlick: ve.ie )old.,Z2,.ZW00, v,-..,i()0 wpeiie Silber ll.arioo vegal Tender Noten .. .. 3u.' '-1 I7dS SÄ NedemptionS'ond dklm'Ver.Tk.Tchay meister 5 Prozent der Zirkulation! 10.212 55 Bankljintichtung is.ooooo Total 2,ö79,6y 13 Passiva: Sindezahltej Kapital $ 300.0U0 00 Surplus.,5ond Iü.owoo Ungetheilter Prosit. Ai-Sab n und T ren zahlt 10.607 1? Ausstehende Nationalbanknoten 221.330 00 (iuthaden anderer Natio nal.Banken. 21X1,181 5 Guthaben andererTtiatS danken und Bankiers.... 5,699 46 Individuelle Tepositen. zahlbar auf Tichr $1,375.60 23 Depositen zahlbar auf Ticht 'M.17 6J Certiftzirte Checks 35,604 20-2,071.71198 Total .-. $2,679,609 13 Staat Indiana. Marion Count. : Ick. O. N. Jrenzel. Kassier der oben genannten Bank, schwöre feierlich, daß obiger Bericht nach meinem besten Wissen und Glauben richtig ist. O. N. Jrenzel. Kasflrer. Unterschrieben und beschworen vor mir, diesen S.März 1)1. Jrederick B a g g s. Oeffentlicker Notar. Richtig Attest: John P.Yrenzel.t . t I. I. Sa,le . Tlrektoren Paul H. Krau fz. Jul. An Schuller5 No. 100 u. 108 N. Mer. Str. Agent für die ans der We'tauZstellung preisgekrönten Drlaware und Vaawbaeine der Firma EnzelS & Kcadwi', Sandusky, O. Ebenso Staals-Agnt fürommel's Ctampagner, welcher in Chicago mit der höchsten Äuszeichunz einh. wuschen Produktes bedacht wu:ee. ' Ich kann diese Weine auf's Beste empfehlen und werden B.stellunqen prompt ausgeführt. Jul. A. üchuller. 106u 108 N. Merid. Str. Telephon 351. LEO LANDQ SvU5 62 PRCSCR1PTI0NS EAST MARKET ST jAD B e i l l e tl werden nach den besten Methoden den Augen anepabt. Oeorge Herrmann Seichenbeftatter, Office: 26 Süd Telavareftr. CWLtl 120, 122, 124, 128, 128 Ost Pearlstr. tU$cn 011 Offen Tag und Nacht.

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Editorielles.

Ein Theil von Dr. Herkka'S d"-t?5pedition ist nach Äfrika zur ...dung einer kommunistischen Kolonie abgegangen. Welcher Wahn sinn, fern von aller Kultur, inmitten einer Wildniß eine bessere Gesellscha etabliren zu wollen ! Wie immer d künftige Gesellschaftsform sein mög sozialistisch oder kommunistisch, oder sonst etwas, ihre Grundlage muß die vorausgegangene Kultur sein, und deren Errungenschaften müssen ihr vollauf zur Verfügung stehen. Die künftige Gesellschaftsform muß sich auS der gegenwärtigen herausarbeiten. ES wird sie Niemand in Afrika oder sonstwo in der Wildniß aufsuchen, sie muß in den alten Kulturländern entstehen. Die Koloniengründung ist ein Unsing. und vor der Betheiligung daran kann nicht genug gewarnt werden. .,, Die Republikaner von Iowa scheinen doch zur Einsicht gelangt zu sein, daß sie verpflichtet sind, die in der taats'Platform niedergelegten Versprechungen zu halten. Der Unterausschuß des Senats für Unmäßigkeit" hat sich zu Gunsten einer Bill entschieden, welche das Local - Option System einführt und in den Bezirken, welche sich zu Gunsten des GetränkHandels entscheiden eine Steuer von $509 anordnet. Eine solche Bill würde zum Mindesten den GetränkHandel in den größeren Städten ermöglichen und sobald daS geschehen ist, wird es überhaupt mit der Prohibition in Iowa zu Ende sein. Da daS Sub Komite den Vorschlag erst nach vorheriger Berathung mit den verschiedenen republikanischen Mitgliedern der Gesehgebung abgefaßt hat, so ist die Hoffnung nicht unbegründet, daß er die Zustimmung der Legislatur sinden wird. Die kapitalistische Presse bechästigt sich angelegentlichst mit der Lage der Farmer, und läßt eö an Rathschlägen nicht fehlen' Die Landwirthschaft liefert immer größere Erräge an Produkten und kleinere an Geld, so daß der Farmer nicht mehr bestehen kann. So sagt der Milwaukee Herold" anknüpfend an einen Bericht des Senats - Ausschusses in dieser Angelegenheit : Die Frage des profitablen Farm betriebes ist sür die Ver. Staaten, deren Bevölkerung zu mehr als einem Drittel aus Farmern besteht, von hochter Wichtigkeit und jeder Rathschlag daher, wie der gedrückten Lage abzuhelfen, willkommen. Nicht zu vergessen dabei aber ist, daß die Depression sich nickt in den Ver. Staaten allein fühlbar macht. England, Frankreich, Deutschland, Rußland, Austraien und auch die südamerikanischen Staaten wissen von derselben zu sagen. Mit künstlichen Mitteln kann da schwerlich geholfen werden, eö heißt aber, den Betrieb denveränderten Umständen anzupassen. Und daS gilt, wie der Bericht sehr richtig sagt, Hauptsächlich sür die westlichen Farmer, denen, wie dies auch der Ausschuß thut, immer und immer wieder zu größerer Vielseitigkeit in der Auswahl ihrer Bodenfrüchte gerathen werden muß. Insbesondere empsiehlt Senator Pesser die Kultur der Zuckerrübe und in Verbindung damit die Ermuthigung der Rübenzucker - Industrie seitens der Bundesregierung. Er weist darauf hin, einen wie belebenden Einfluß die Zuckerprämie aus die einheimische Zuckerproduktion gehabt hat. Die von Rohrzucker hatte im Jahre 1892 um 60 Prozent zugenommen, von Rübenzucker (weil bei den kleineren Anlagen daö Wachsthum mehr ins Ge wicht fällt) um. 240 Prozent. Der Bericht spricht sich deshalb für Beibe Haltung der Prämie auS und berechnet, daß dieS vortheilhafter für daS Land sein werde, als dieselbe aufzuheben und den Zoll wieder einzuführen." Aehnlichen Rathschlägen begegnen wir in anderen Blättern, aber sie werden nicht viel nühen. Die BonanzaFarmen des WestenS bedeuten für den Farmer dasselbe, wie die Riesenfabri ken für den kleinen Produzenten und Handwerker. Die Großproduktion ist die Produktion der Zukunft, und der Farmer geht zu Grunde, wie der Handwerker. Zu oieser Einsicht muß er kommen, er muß lernen, wo ihn der Schuh drückt, dann wird er auch wissen, waS er zu thun hat.

Drahtnachrichten Inland. W e t t e r a u s s i 6, t e n.

Viel kälter und bewölkt heute Nacht. Bedeutend kälteres, schönes Wetter Mittwoch und Donnerstag. Von Washington aus wurde daS Wetterbureau benachrichtigt, daß eine kalte Luftwelle im Anzug sei und das Thermometer bis Mittwoch Morgen mindestens 20 Grad fallen würde. E o n gr e ß. Washington, 5. März. Das Haus beschäftigte sich den ganzen Tag mit den Pensionsbewilligungen. Die Debatten wurden babei zuweilen recht leidenschaftlich. So sagte z. B. Repräsentant Heyburn : Von 150 Mill. Inlandsteuern bezahlt der Süden bloß 9 Millionen, von den 177 Millionen Einfuhrzöllen bezahlt er bloß 4, und von den verschiedenen anderen Einkünften bloß 2, im Ganzen trägt also der Süden bloß 15 Millionen zu den Einkünften der Regierung bei. Und nun bekommt der Süden 9 Millionen Zuckerprämie, 5 Millionen Pensionen und 5 Millionen als Desizit im Postbetrieb, also vier Millionen mehr als er zahlt. Welchen Unterschied, sagte Heyburn, gegen die südlichen Mitglieder gewandt, kann es euch machen, was wir mit unserem Gelde thun ? Der Senat hatte heute nur eine kurze Sihung und that gar nichts von Interesse. t, . Die rebellischen Bergleute in West Virginia. Charleston, W. Va., 5. März Wie mitgetheilt, griffen mehrere hundert bewaffnete Streiker die Kohlengrübe in Wyant'SPlace an und tödteten und verwundeten mehrere Leute. Am Samstag verbrannten sie eine Brücke und durchschnitten die Telegraphendrähte. Heute Morgen verbrannten sie zwanzig beladene Eisenbahnwagen. Heute Morgen wurde ein Mann verhastet, welcher gestand, daß all diese Verbrechm sorgfältig geplant waren. Er sagt serner, daß die Streiker beabsichtigten, Wyant, den Bescher der Grube festzunehmen. Ferner sagt er, daß, als die Milizsoldaten kamen, um Verhaftungen vorzunehmen, zwanzig Dynamitpatronen unter die Streiker vertheilt waren, welche gegen die Solbaten geschleudert werden sollten, doch wurde dieS durch das feste Auftreten des Militärs verhindert. (? ?) Wyant, der Besiher der Grube, der zuerst auf die Streiker geschossen hatte. wurde unter der Anklage des Morde? verhaftet, und unter militärischer Eskörte nach Fayetteville gebracht. Eine Anzahl Streiker wurde ebenfalls verhaftet. Die Streiker drohten in ihrer gestrigen Versammlung, daß wenn noch mehr Verhaftungen vorgenommen würden, sie daS Gefängniß stürmen würden. Die Situation ist eine sehr prekäre. Die Behörden haben eine Gatling Kanone herbeigeschafft. Ausland. Vom Reichstag B e r l i n, ö. März. Im Reichstag machte heute der Kriegsminister, General Bronsart von Schellendorf, mehrere scharfe Ausfälle gegen die Sozialisten. Die Veranlassung gab eine abermalige Interpellation der Regierung in Bezug aus die Dekorirung des Generals von Kirchhoff, nachdem jener wegen seines Angriffs auf den Redakteur Harich vom Berliner Tageblatt" zu Festungshaft verurtheilt worden war. Der General von Schellendorf verwahrte sich gegen die Angriffe eines sozialistischen Abgeordneten, die, wie er sagte, gegen die Rechte der Krone gerichtet seien. Er fügte hinzu, daß die Sozialisten vielleicht in Zukunft dankbar dafür sein würden, daß der Kaiser die Macht und daS Recht habe, Gnade walten zu lassen. Diese Antwort deS Kriegsministers wurde mit lauten Protestrnfen seitens der sozialistischen Abgeordneten aufgenommen. In Bezug auf die Klagen über Soldatenschindereien sagte der General von Schellendorf, daß eine Debatte im Reichstag über diesen Gegenstand unnütz sei, da die Militärbehörden selbst daS größte Interesse daran hätten, solche Vorkommnisse zu verhindern.

Was Deutschland Noth thue, sagte er weiter, seien ehrliebende Soldaten, welche den Versuchungen der Sozialisten, sie ihrem Fahneneid abwendig zu machen, widerstehen würden. Lebhafter Beifall von der Rechten folgte diesen Worten.

Dr. Simon hoffnungslos wahnsinnig. Berlin, 5. März. Dr. Simon, ehemaliger Redakteur der Ncw Sorker Handelszeitung" und dem großen Publikum gut durch seine BismarckInterviews bekannt, ist hoffnungslos wahnsinnig geworden und in einem Jrrenasyl in München untergebracht worden. Sein Zustand ist die Folge von Influenza. Sr. Simon hatte kürzlich auch einen Selbstmordversuch gemacht, war aber rechtzeitig an der Ausführung der That verhindert worden. .. AuS Brasilien. Rio de Janeiro, 5. März. Der italienische Konsul in hiesiger Stadt, Signor C. Bertola, ist gestern am gelben Fieber gestorben. DaS Fieber verbreitet sich immer mehr und eö besinden sich jeht bereits 200 Kranke in der Stadt. Rio deIaneiro, 5. März. Lebhastes Signalisiren mit Reflektoren deutet darauf hin, daß viele Schiffe außerhalb des Hafens liegen und man glaubt, daß die Regierungsflotte endlich angekommen sei und morgen Früh in den Hafen einfahren wird. In diesem Falle würde eS zu einem Gefecht zwischen den beiden Flotten kommen Die Aquidaban" ist noch immer abwesend und man weiß nicht, wo sie sich besindet. Heute wurden hier 74 Todesfälle in Folge von Geldfieber berichtet. AuS England. London, 5. März. Lord Roseberry besuchte heute die Königin und empfing seine Ernennung als Premier. Er übernahm das Finanz-Portefeuille. Verschiedene Kabinetsänderungen werden vorgenommen. Die ihm von der Königin angebotene Ernennung zum Peer schlug Gladstone auS. ScbissSnachricbten. Angekommen in : New Aork: MaaSdam" von Rotterdam, La Gascogne" von Ha.vre. Gibraltar: Augusta Victoria" von New Jork. Glasgow: Grecian" von New Sork. Ha v r e: Abgegangen: La Eampagne" nach New Jork. Liverpool: Eufic" von New Sork. Hiesiges. -Wissettscbastlicke Erzebung." Ueber dieses Thema hielt gestern Abend in der Plymoutdkirche Dr. 3. M Rice vor einer großen Anzahl Lehrern, zumeist weiblichen Geschlechts, einen Vortrag. Es war dieS der erste einer Serie von Vorträgen, die speziell für die Erweiterung der pädagogischen Kenntnisse der Lehrer unserer Stadt arrangirt werden und sür die der Schulrath eine Summe von 5100 ausgeworfen hat. Dr. Rice, einer der tüchtigsten angloamerikanischen Pädagogen, der sich um die Einführung wirklich Wissenschaftlicher, pädagogischer Methode in die amerikanischen Schulen schon sehr ver dient gemacht hat, suchte auch in seinem gestr-gen, äußerst instruktiven Vortrage für die wissentschaftliche Erziehung", wie fie allein Deutschland bietet, Propäganda zu machen. Der Vortragende befand sich zwei Jahre lang in Deutsch land zum Zwecke deS Studiums deut scher Lehrmethode uno sprach daher auS eigener Anschauung. In der Einleitung zollte der Vortragende dem amerikanischen Schul Wesen großes Lob, weil man hier die Kunst verstände, den Unterricht anziehend zu gestalten und die Schule zu einer Stätte glücklicher Kindheit zu machen, daß aber in der Kunst des AbhörenS und KatechisirenS (recitation) der hiesige Durchschnittslehrer durchauS sein Ziel verfehle.

Um wirklich wissenschaftliche Pädagogik kennen zu lernen, müsse man sich nach Deutschland wenden. Während hierzulande das Aneignen und Verhörcn deS Lehrstoffs nur in einer ge-

dankenlosen Memorirung des Lehr buchS bestehe, suche der deutsche Erzieher seine Schüler zum Selbstdenken anzuleiten, indem er durch Stellung geeigneter Fragen das Kind einem gewissen Ziele zuführe. Dies erreiche man in Deutschland erstens durch ein klares Lehrziel, das die Schüler vor dem Umhertappen im Dunkeln bewahre, zweitens durch, scharfumgrenzte EntWicklung deS Stoffs, dritten? durch ein tüchtiges Verarbe ten (drill) des Stosses. Der Vortragende machte dann an Beispielen den Fundamental - Unterschied zwischen unwissenschaftlichem und wissenschaftlichemttnterricht anschaulich. Er zeigte, wie in Amerika gewöhnlich die Elemente der mathematischen Geographie gelehrt würden, und wie der oeutsche Pädagoge Ekmund Scholz diese nach sokrati'.cher Methode, durch sorgfältige, wissenschaftliche Katechisation aus seinen Kindern durch deren eigene Denkprozesse hervorlockte. Herr Rice berichtete wörtlich den ganzen Lihrgang, dem er selber beigewohnt hatte und der Gegensatz war ein sehr drastischer. Im Verlauf seines Vertrages brachte Dr. Rice noch folgende pädagogische Grundsätze vor und erläuterte dieselben an packenden Beispielen. Sag' einem Kinde nichts, was eö selber auö vorher Gelerntem durch denken nnden kann." Stelle keine Fragen, die das Kind nicht beantworten kann." Entwickele das Lehrziel, indem du vom Bekannten zum Unbekannten, vom Konkreten (Anschaulichen) zum Abstrakten fortschreitest." Ferner erklärte Redner, daß in Deutschland däö Lehrbuch, wenigstens für die exakten Disziplinen, nur in Nachschlagebuch sei. In Naturkunde, Geographie u. s. w. stellten die Schüler unter Anleitung des Lehrers ihr eigencS Lehrbuch her, auS dem waS in der Lektion von ihnen selber gefunden wurde. So repräscntire dasselbe Ideeen der Kinder selber und keine todten Worte, wie daö Lehrbuch, an dem sich die hiesigen Lehrer so sklavisch halten. Aber nur durch eine wissenschaftliche Methode könne den Kindern ein festes Fundament von Kenntnissen und vor allem Denkfähigkeit beigebracht werden. Zum Schluß empfahl derVortragende den Lehrern das Studium deutscher Pädagogen (er nante Herbart, einen berühmten nachkantischen Philosophen) und eine gründliche Analyse der Lektionen und erklärte es für unbedingt nothwendig, daß aus Kosten der Schulbehörden befähigte Lehrerauf S'udienreisen nach Deutschland gesandt würden, um mit den deutschen Lehrmethobin bekannt zu werden, zum Heile der amerikanischen Jugenderziehung. Wir wollen hoffen, daß der gediegene Vortrag gute Früch'e tragen wird unter den hiesigen Pädagogen, obwohl es sür uns nicht den Anschein hatte, als ob die Zuhörerinnen mit allzugroßem Interesse und Verständniß den Ausführungen des Redners folgten. Etliche der Damen ruhten nämlich während deS Vortrage? sanft in MorpheuS' Armen, doch wie gesagt, wir wollen hoffen daS der Vortrag mehr Beherzigung findet, als er unS zu sinden schien. -- Feuer. Ein Wohnhaus, 35 Rhode Island Straße, wurde gestern Nachmittag durch Feuer um 5 beschädigt. Heute früh um 1 Uhr wurde die Feuerwehr nach der Raymond Str. in der Fähe der 3. M. & 3. Geleise gerufen, wo ein Stall brannte. Ein Wagen und eine Kutsche verbrannten. Schaden $3(X). VolizeigeriHt. Tom Johnson, ein 70 Jahre alter Schuhmacher, wurde neulich verhaftet, weil er ein Fischschleppnetz besaß. Der Alte versicherte, daß er gar nicht mehr fähig sei, der Fischerei nachzugehen und bewies, daß er einen guten Leumund befitzt. Nun ist aber allein der Besitz eines solchen NetzeS schon strafbar. StubbS ließ aber Gnade vor Recht walten und erließ ihm die gesetzliche

Mindeststrase von $50, ordnete aber

die Konsiszirung und Vernichtung des

corpus delicti an. Hen y Williams wurde gestern wegen desselben Verzehens verhaftet. Sein Fall wurde eine Woche verschoben. Ihm dürfte es wohl nicht so gelinke ergehen, da er den Ruf hat, der gesährlichste Fischräuber des White Aiver zu se n. Bisher gelang es ihm aber immer kurch seine Schlauheit einer Verhaftung zu entgehen. So beging er z. B. nie die'Dummheit seine Netze mit nach Hause zu nehmen. Wir sind damit einverstanden, daß solche Bursche ganz exemplarisch bestraft werden, um der wahnsinnigen Vernichtung der Fauna unserer Gewässer ein Ziel zu setzen. Geo. Miller, ein Farbiger, wurde wegen Hehlerei unter $500 Bürgschaft den Großgeschworenen überwiesen. Als Hauptbelastungszeuzin trat gegen ihn die farbige Mary Smith auf, die sich wegen eines Diebstahls von $55 im Gefängniß befindet. Sie machte ein Geständniß und erwartet jetzt das Verfahren der Grand Zury. Sie will dem Geo. Miller 520 zur Aufbewahrung gegeben haben, waS letzterer aber standhaft leugnet. Christian Zimmermann wurde wegen schnellen Fahrens zu $1 Buße verur theilt. Etliche Delinquenten,, die wegen Trunkenheit . oder Bettelei verhaftet wurden, erhielten den üblichen Strafsatz und eine Standrede. ßCT Gestern und heute wurden von den County'Kommissären über hundert Wirthschastölizensen bewilligt. BJlJ Morgen Abend regelmäßige Versammlung des Sozialen Turnvereins. Alle Mitglieder sind ersucbt, pünktlich zu erscheinen. tB3- Lilly Henry von 235 Ost Court Str. versuchte sich gestern Nacht in ein besseres Jenseits zu befördern, war aber nicht erfolgreich. BjlJ ' Die Gläubiger der verkrach ten Indianapolis National Bank werden diesen Monat nichts mehr bekommen, aber man glaubt, daß der Bericht deS ReceiderS am 31. März so auöfallen werde, daß der Controller in Washington eine 15 Proz'nt Dividende erklären könne. Der Nachtwächter des 3ron Hall Gebäudes am Circle, Bert Bruce, wurde gestern Nacht kurz nach 11 Uhr durch einige Schläge an die Thüre veranlaßt seine Nachttoilette zu unterbrechen, um nachzusehen wer Einlaß begehre. Sobald er die Thüre öffnete wurde er mit den Worten begrüßt Hände hoch halten ! und sah einen Mann mit erhobenen Knüppel vor sich. Den Streich, der ihn niederstreckte sollte, sing er mit den Arm auf und zog zu gleicher Zeit seinen Revolver. Es entspann sich nun ein Handgemenge um den Besitz des Revolvers, in welehern Bruce über ein Zweirad siel, wobei sich der Revolver entlud. Die Kugel traf Bruce in die linke Seite, etwas unter und hinter dem Arm derursachte aber, wie eine spätere Untersuchung herausstellte, nur eine leichte Wunde. Sobald der Schuß erschallte entfloh sein Angreifer und Bruce lief nach der Office des Dr. C. R. Crow, wo er von Dr. H. H. Long. der den Schuß im Hotel Enzlish gehört hatte und herbeigeeilt war, verbunden wurde. Bruce beschrieb seinen Angreifer der Polizei als einen kleinen untersetzten Mann, mit schwarzem Schnurrbart. Er hatte in letzter Zeit zwei anonyme Briefe erhalten, "Vour Erirny" unterzeichnet, in denen er als ein, dem Tode verfallener Mann bezeichnet wird. Warum ihm Jemand feind sein sollte, kann er sich nicht denken. Man brachte ihn nach dem Hause seines Vaters, George W. Bruce, 73 Woodlawn Avenue. Meerschaumpfcifen, lange deutsche Pfeifen, Cigarrenspitzen :c., bei Wm. Mucho, 199 Ost Washington Str. Brooks Oil Co., Die einzigen Fabrikanten von M M Hl ii Mk DaS feinste und re-nste. Jede Gallone garanlirt. Sie können dieies Oel in Jndia napoliS im Kleinen, bei keinem Grocer, in keiner Apotheke, von keinem Wag?n kaufen, der nicht die Aufsckrnft hat: Brooks Oil Co. und die nicht unsere Garantiekarte hat, die jedem Kunden geliefert wird. Brooks Oil Co. ef..i .i.c. a rr a oo c cn: ot. j M.tilytfUl UV. 00 Indianapolis.

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