Indiana Tribüne, Volume 17, Number 166, Indianapolis, Marion County, 5 March 1894 — Page 1

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5. 9Islrj 1894. fA T rlC Vs w -0 K fl a -cvr s , Tribüne Coupon für die M-klfa Pcrlfis! .1 i I w W V y W II l .1 . I l I 1 I I v-t jy v CW .WV 4V3 Jahrgang 17 Office : No. 18 Süd Alabama Straße. n?. ig X -i Zndianapclis, Zndiana )Nontag, den 5. März

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Kälter, Regen in der Nachk Dien stag schönes Wetter. Dienstag Nacht und Mittwoch diel kälter. Im Bette erstickt. Chicago, 4. März. Als heute Morgen gegen 5 Uhr die im Hause No 170 West Chicago Avenue lebende Frau Sanier an die Wiege ihre? 2$ Monate alten Zwillingspaares trat, siel ihr die eigenthümliche Starre und Leblosigkeit der Kleinen auf. Sie machte Licht und entdeckte zu ihrem Schrecken, daß die Zwillinge erstickt waren. 3n allzu großer Sorge, daß die Kleinen sich nicht erkälten möchten, hatte die unbedachte Frau die zarten Körper der Zwillinge zwischen zwei schwere Kissen gelegt und daS Ganze zu einem schweren Bündel zusammengeschnürt, ohne sich zu überzeugen, ob den armen Würmern auch genügend Luft zu athmen blieb. Da die letztere thatsächlich keinen Zutritt zu den Athemwerkzeugen der Säuglinge hatte, waren dieselben jämmerlich erstickt. Lie Coroners-Seschworenen werden in dem Falle eine Untersuchung vorneh nun. Die anierikanische Fleischschau. Washington, D.C., 4. März. Die Aufmerksamkeit der Beamten des Ackerbau - Departements ist auf die Berliner Depesche gelenkt worden, welche meldet, daß die Direktoren der Ackerbau-Hochschule, Müller und Werner, die Art und Weise der Fleischschau in den Vereinigten Staaten scharf geadelt haben. Dieselben legen diesen Aeußerungen jedoch wenig Gewicht bei und weisen darauf hin, daß während der letzten beiden Jahre keine begrün dete Klage erhoben und in keinem Fall daS Vorkommen von Trichinen ir amtlich untersuchtem Schweinefleisch nachgewiesen wurde. CS lägen feine Angaben vor, daß die genannten Herren, welche die Fleischschau in Chicago durch eigene Anschauung zu ken nen behaupteten, darum nachgesuchi hätten, persönlich die Methode inspiziren zu dürfen. Die deutschen Hetze eien gegen die hiesige Fleischinspektion eien, meinte einer der Beamten, auf die Antipathie der Agrarier-Partei gegen die Einfuhr amerikanischen FleickeS zurückzuführen. , , 3 r o n Hall. St. LouiS, 4. März. 3n der hiesigen Circuit Court erschien vor Richter Klein der Massenverwalter deö 3ron Hall Ordens, ÄameS Failey mit dem Gesuch, die Fondö der Missouri Zweigorganisativn an die Hauptkass abzuführen. Die Ordenömitgliedel in Missouri wünschen die Veltheilung der Gelder und trugen ihre Sache durch einen Anwalt auch vor. Nach Beendigung der Argumente wieö der Richter die beiderseitigen Anwälte an, ihre Forderungen in Form eines Geri'htS befehlS abzufassen. DieS werden die Anwälte besorgen und der Richter wird dann seine Entscheidung treffen. Richter Klein konstatirte aber, daß, falls er entscheiden solle, daß die MissourifondS in den Generalfond überführt werden sollten, alle von dem Missouri Massenverwalter anerkannten Ansprüche auch von dem Generalreceiver anerkannt werden müßten. Ausland. Der russisch-deutsche Handelsvetrag. Berlin. 4. März. Die Reichstags - Commission hak die. erste der zwölf Clauseln deS russisch - deutschen Handelsvertrages angenommen. Mit Ausnahme der Klausel 8, die Einfuhr zolle betreffend, über welche eine Be sprechung hinausgeschoben wurde, wurden auch die ersten 18 Klauseln deS Schlußprotokolls angenommen. Eö wird eine längere Besprechung der Klausel 8 erwartet. Die Gallerien deS Reichstages waren während der Wocke mit Besuchern gefüllt, welche den Debatten beiwohnen wollten, dar unter befanden sich der russische und der amerikanische Botschafter und viele andere distinauirte Personen. Aber daS HauS wurde bald der Diskussion müde und Präsident Lewetzow gab am Dienstag den in vielen Kreisen kund

gegebenen Wunsch, die Debatte zu schließe, Ausdruck. Der Redacteur der Novoje Vremyz ist von St. Petersburg hier eingetroffen, um eine feierliche und brüder

liche Festlichkeit gelegentlich der Annähme des Handelsvertrages in'ö Leben zurufen. Natürlicherweife zirkuliren die üblichen Gerüchte bezüglich des Vertrages uud der Art und Weise, wie er von den Personen von hohem Rang angesehen wird. Zum Beispiel wird noch immer behauptet, daß Dr. Miquel, der Finanz minister die Ansicht ausgesprochen habe, daß die Agrarier Esel" wären, wenn sie den Vertrag unterstützen. Dieses Gerücht erhält einen Schimmer der Wahrheit durch die Thatfache, daß Dr. Miquel's Unterstützung deS VcrtragcS zugegebenerweise eine laute war und mehr durch Politik als durch Ueberzeugung dictirt war. So ist es sehr leicht möglich, daß er die Oppo fition dieser wichtigen Maßregel gegenüber ermuthigen würde. Die Anarchisten entfalten in Spanien von Neuem ihre Thätigkeit. M a d r i d, 4. März. Einem Telegrainm auS Carthagena zufolge sind Beweise dafür vorhanden, daß Pläne geschmiedet wurden, um dor. neue anarchistische Verbrechen zu begehen. Oie Polizei erhielt anonyme Zuschriften, daß daS alte Fort Conception. welches größtentheilS in Ruinen zerfallen ist. als Aufenthaltsort für Explosivstoffe benutzt wurde. Angestellte Untersuchungen führten zur Enkdeckung von vier geladenen Bomben und drei Dynamit - Geschossen. Die Bomben waren Zündhütchen versehen, während die Petarden mit Zünder versehen waren. Die Entdeckung hat die Polizei zur regsten Thätigkeit veranlaßt. .O. Die ungarische Reform bew e g u n g. Budapests),' 4. März. Heute and sich hier eine ungeheure Menge auS allen Theilen deS Landes ein, um an der großen Massendemonstration zu Gunsten der Regierungsvorlage theilzunehmen, welche Civilehe, Religion?reiheit und Anerkennung deS jüdichen Glaubens einführt. Man schätzt oie Zahl der Menschen, die sich an der Demonstration betheiligte, auf wenigtenS 130.000. 3n verschiedenen Theien der Stadt wurden Umzüge sormirt, welche durch die Stadt marschirten und ich an einem gegebenen Punkte zu einem ungeheueren Menschenstrom vereinigten. An der Spitze des Zugeö war eine Anzahl ungarischer Magnaen zu Pferde. Zahlreiche hohe Beamte aus allen Theilendes Staates betheiligten sich an der Parade. Die letztere zog durch die Andrassystraße, welch: mit einer dichten Menschenmenge erfüllt war, nach einem riesigen freien Platze an der Stadgrenze, denn kein Platz in der Stadt selbst wäre groß genug gewesen, um die Menschenmenge zu fassen. Premier Weckerle und andere Mit glieder deS unzarischen Kabinets befichtigten den Zug von Fenstern an der Andrassystraße und wurden von den Leuten im Zuge mit stürmischen Zubelrufen begrüßt. Viele Redner hiel ten Ansprachen zu Gunsten der RegierungSvorlage und Resolutionen wurden angenommen, die Regierung zu unterstützen, um daS ungarische Parlament zu veranlassen, die Vorlage zu unterstützen. OchiffSnachrichten. Angekommen in : N e w I o r k : Edam" von Notterdam, Zaandam" von Amsterdam, Lucania" von Liverpool. London: England" von New Sork. H av re: La Bretagne" von New Jork. Hiesiges. Ein jugendlicher Falschmnnzer. Harry RhodeS, 15 Jahre alt, an der Belmont Avenue in West ZndianapoliS wohnhaft, kam auf den Gedanken sich einige Pennhstücke zu machen. Er machte mit viel gleiß und Geduld eine Form und bekam wirklich drei fertig, die er einem kleinen Zungen, Namens

Harvey Moore schenkte. Der versuchte sie an den Mann zu bringen, aber das gelang ihm vergeblich, denn die Dinge waren doch etwas primitiv ausgefallen. Die Polizei wurde jetzt darauf auf-

merksam und konsiszirte die Form, nahm aber keine Verhaftung vor, da wohl beide keine Ahnung von der Strafbarkeit ihreö ThurS hatt. Board of Public Works. Heutige Sitzung. Der Board öffnete Angebote für die n ichfolgenden Arbeiten und vergab die Kontrakte : Asphaltpflasterung der Chesapeake Straße zwischen Pennsylvania und Delaware Str. Warren - Scharf Co. für $3.74. Cementtrottoirs für Meridian Str. von 14. bis 17. Straße an der Oftseite und von U. Straße zu Fall Creek an an der Westseite. Angebote. Hoch, stes Angebot $1.35. Kontrakt verge6;n an August Buthe für 82 Cents. Hauptabzugskanal in St. Clair Straße von Meridian zur 1. Gasse öst lich von Alabama Str. I Angebote. Höchstes Angebot $3.97. Kontrakt vergeben an Acme Paving und Contrakting Co., A. W. Conduitt, Sekr. für $3 60. Lokal Abzugöknal in Zndiana Aoe , von Mississippi Str. 530 Fuß nordwestlich. 5 Angebote. Höchste? Angebot $1.59. Kontrakt vergeben an P. I. Hoffbauer für $1.39. Als ein Beweis dafür, wie genau die Kontrak tore rechnen, wollen wir nur anführen, daß die Acme Co. und A. Bruner Angebote für $1.40 eingereicht hatten. R. P. Dunning erhielt den Kontrakt für den Bau einer Feuerzisterne in Bloyd Ave. zwischen Parker und Paw Str. für $'095. Die Pläne für die Backsteinpflasterung der 1. Gasse südlich von 5. Str., zwischen Meridian und Pennsylvania Str., wurden entgültig angenommen. Kontrakt wird am 28. März vergeben Eebenso für die Backste'n-Pflasterung der 1. Gosse östlich von Meridian Str. zwischen 2. und 5. Str. Grundeigenthümcr an West und Ray l Str. petitionirten für einen Trinkbrunnen. Eine Klage in Betreff der Blockirung der Delaware Str. bei der Tom linson Halle an Markttagen wurde an den Sicherheitsrath verwiesen. Grundtigenthümer an Spruce Str. petitionirten für eine Brücke über Pleasant Run, beim deutschen WaisenHauS. Der Board unterzeichnete' einen neuen Miethvertrag für den Heumarkt mit ZameS L. Bradley. Der Pachtpreis ist derselbe, $75 per Monat, aber der Board hat keine Steuern oder Abgaben irgend welcher Art zu bezahlen. Der Vertrag wurde für 2 Jahre und 9 Monate gemacht. Eine Petition von Grundeigenthümern für die Asphaltpflasterung der S. Pennsylvania Str., zwischen Maryland und South Str. wurde bewilligt. Die Herren H. R. Martin, W. F. Lintz, H. Schwede!, W. Rosenbaum und I. E. Sprott erhielten die Erlaubniß, einen Privatabzugskanal zu bauen, aber nur unter der Bedingung, daß eö sie nicht von der Bezahlung von Auflagen für andere Abzugökanäle befreit. Eine Beschwerde von Herrn Plummer über den Zustand der Cornell Ave. wurde an den Präsidenten der Straßenbahngefellschaft verwiesen. , Llederkranz. Einen gemüthlichen Abend verlebten gestern Abend in dem kleinen Saale der Mozarthalle die Sänger und Mitglieder des Liederkranz im Kreise ihrer Freunde und Familien. Daß der Besuch kein sehr zahlreicher war, that dem Vergnügen keinen Abbruch, umsomehr alö ein vorzüglicher Stoss ausgeschenkt wurde. Chorgesänge wechselten ab mit SoliS und Deklamationen. Viel Heiterkeit erregte die Rezita tion von Moritz Busch'S M05 und Moritz" seitens des Herrn Zwicker. Herr Zwicker machte diese tragikomische Mär an den köstlichen, vergrößerten Karrikaturen anschaulich. GO Mayor Denny kehrte gestern Nacht wohlbehalten vom Osten zurück tD& Der Sicherheitsrat!, ernannte heute Dr. Kahlo zum Polizeiarzt.

Polizelgericht. Chas. Baum, ein 14jähriger Junge, d?r seinen Eltern aus Frankfort. Ind., fortgelaufen ist, ist verdächtig, das WaarenhauS von M. K. Fatout in Brand gesteckt zu haben. Er wurde ohne' Verhör den Großgeschw renen überwiesen. Edward A. Wolf begab sich gestern in betrunkenem Zustande in oie Wohnung von Amelia Cook, 133$ Virginia Ave. AIS die Letztere ihm ihr Haut verwies, wurde er fuchsteufelswild und machte einen Mordsradau. Schließlich schlug er die Thür hirter sich zu und verletzte dadurch die in derselben stehenden Hauswirthin. Der Kad! bemav die Buße auf $10. Fred. Wickersham. der in daS leerstehende Haus, 150 W. 1. Straße eingebkochen sein unddieGasleitungsröh-

ren gestohlen haben soll,- wurde nach gehabtem Vorverhör der Grand Jury überwiesen. Wegen unkonzessionirten GetränkeVerkaufs wurde George Walters zu $5 Buße verurtheilt. Die Wirthe Wm. Hild, Ecke New Aork und Blake Str., und Zohn Nieder Ecke Wabafh und Delaware Str., wurden gestern ween Uebertretung des SonntagsgefetzeS verhaftet. Ersterer bezahlte $10 Buße, letzterer ließ seinem Fall bis Freitag verschieben. Lannie Kigar, ein Junge von 11 Jabren, der von Frankfort, Ind., nach hier kam, besindet sich aus dem Polizeiamte. Er lies vorigen Freitag von Hause fort und begab sich auf einem Güterzuge nach hier. Jetzt gefällt eS ihm aber nicht mehr, und er möchte gern wieder nach Hause. Man gab ihm zu essen und wird ihn nach seiner Heimath befördern. WCT Herr W. Hild, ein Wirth an Blake und New Jork Straße wurde gestern von den Polizisten Tieben und Brady verhaftet, weil er einer Nachbaröfrau einen Kessel voll Bier gab. Sie sahen die Frau nach der Wirthschaft gehen und vermutheten unter ihrem Shawl ein Gefäß. Daraufhin verlangten sie Einlaß in daS HauS. Die Frau war nicht im Wirthschaftszimmer. Nun durchsuchten die Polizisten die Nebenzimmer und fanden sie mit einem zur Hälfte mit Bier gefüllten Kessel. Nun möchten wir nur wissen, unter welchen Gesetz die Polizisten die Haussuchung vornahmen. 3ohn Nieder, der an Columbia Ave. und 9. Straße eine Wirthschaft betreibt, wurde von Polizist Wren wegen Verletzung deö SonntagSfetzcS verhaftet. 7 23 Big Four Beamten.der Chicago Division wurden kürzlich entlassen, weil sie zu sehr dem Genuß geistiger Getränke ergeben waren. Die Abgelohnten wohnen in der Stadt und waren häusige Besucher von Tom Howells Saloon, 103 English Avenue, der ihnen bereitwilligst pumpte. Alö aber keiner anS Zahlen dachte, ließ Howell ihren Lohn mit Beschlag belegen. Daraufhin wurden aber die Leute von der Gesellschaft entlassen. EtwaS AehnlichcS pafsirte dem Saloonbesiher John B. Weindel, 130 Michigan Aocnue. Er hatte für Saufschulden durch die Louiöville Collecting Comp. die Löhne der an der Pennsylvania Eisenbahn, Sektion Indianapoliö - Louiöville, Angestellten Charles Arnold und Ed. Branham pfänden lassen. Letztere ließen jedoch Weindel Sonnabend verhaften, weil er ihre Löhne hatte Beschlag nehmen lassen, als sie außerhalb deö Staates waren, was ungesetzlich sein soll. Der Fall kommt nächstens im Polizeigericht zur Verhandlung. Opm Nuöland. Der egyptische Prinz Ven Sassan, welcher bei e'.iem Garde-Neajmcnt in Berlin als flotter Officier stand, hat dort ein solch' toi les Leben aefübrl. dak binnen kurzer 5Zeit seine Schulden sich auf mehrere 5)underttausend Mark b:liesen. Die Manichäer setzten ihm derartig zu, dak er Berlin .mit Urlaub" verlief. um seine derangirten Verhältnisse in Ordnunq zu bringen. Azziz Ben Sassan scheint aber unverbesserlich zu sein, denn er kam nur bis Monte Carlo. Er versuchte sein Heil an der Spielbank und scheint dabei mit Glück operirt zu haben; weniqstens besindet er sich im Vesid reicher Geldmittel, mit denen er in verschwenderischer Weise wirthschaftet. Seine 7?este, welche er in Monte Carlo in Gesellschaft von deutschen Kavalieren und ersten Pariser .Damen" veranstaltet, haben bereits locale Berübmtbeit ernot.

Dem lebenslustigen Prinzen scheinen somit seine Schulden weniger Sorgen zu bereiten, als seinen Gläubigern. Bier Münchener Sportfreunde haben am 5. und 6. ffebruar

! auf Schneeschuhen die Centralalpen . itforfrfTHtn itnS iVrAr rntf Str ffft vvj V f MIIV IVUi UU lliil AJ o 1 . C - f--ri rwi i swi . rf uoer oas zu zööo wmtx Aceeresyoye ansteigende Hochjoch in den Oetzthaler Alpen Tirols. Der Weg von Vent bis Kurzras kann im Sommer von guten Fußgängern in fünf Stunden zurückgelegt werden, während die SkiLäufer 13 1-2 Stunden 7 am 5. und 6 1-2 am 6. Februar, unterbro chen durch Uebernachten im stark verschneiten Hospiz dazu nöthig hatten.Die vier Touristen waren über Innsbruck mit der Arlbergbahn und dann durch das Oehthal zu Wagen am 3. Februar in Vent eingetroffen, konnten aber am 4. wegen Schneesturms nur eine Necognoscirung bis zum Rande deL Hochvernagtferners unternehmen. Am Abend des 6. Februar sind die schon in Kurzras von entqegengeeilten Alpenfreunden begrüßten Münchener im gastlichen Meran eingetroffen. ' Vor länger a l s zehn Jahren diente bei dem in Erfurt garnisonirenden thüringischen InfanterieRegiment No. 71 der Hauptmann v. Schillersheim, ein sonst sehr tüchtiger Offizier, der aber eine beträchtliche Summe staatlicher Gelder unterschlug und dann flüchtig wurde. Nach langjähriger Irrfahrt, bei der v. Sch. zu den verschiedensten Beschäftigungen greifen mußte, stellte er sich wie schon kurz berichtet endlich freiwillig der Militärbehörde, die ihn nach Erfurt bringen ließ, wo der Flüchtling auf der Citadelle Petersburg festgesetzt wurde. Nunmehr hat auch das Kriegsgericht seinen Spruch gefällt. Schillersheim wurde unter Ausschließung aus dem Heere zu einer sechsjährigen Gefängnißstrafe verurtheilt. Er wird seine Strafe in Kottbus im Centralqefängniß absitzen, wohin er bereits gebracht wurd. Sch. wäre auch zu einem ferneren Dienst im Heere nicht mehr tauglich gewesen, denn er hinkt sehr stark in Folge eines Beinbruches, den er durch einen Sturz vom Kutschbock der flüchtige Offizier hat u. a. im Auslande auch als Kutscher gedient erlitten hat. Einer der ä ! t e st e n Theile der ehrwürdigen Wendenstadt Bautzzn ist ein Raub der Flammen geworden. In wenigen Stunden sind 24 Wohn Häuser vollständig niedergebrannt und Zahlreiche andere wurden beschädigt. Das Feuer ist in der Nähe des Burglehns" ausgebrochen und hat sich dann, von einem rasenden' Sturm begünstigt, durch die Mönchsgasse bis zu der sogenannt! Mönchs tirchz'" verbreitet, die vollständig zerstört ist. DieLöscharbeiten wurden durch die Enge der Gassen in dem brennenden Stadtviertel außerordentlich erschwert. Die Habe der meisten Abgebrannten war nicht versichert. Die Ursache des Feuers ist nicht ermittelt. Eine weitverzweigte Falschmünzerbande ist in Marseille entdeckt worden. Acht Männer und 2 Frauen sind verhaftet, ohne daß man damit das ganze Nest ausgehoben hätte. Die bis jetzt aufgefundenen, sehr gut gefertigten Stempel dienten für Silberstücke von 6, 2 und 1 Fr. sowie für 10 Centimes-Kupsermünzen, wovon bedeutende Mengen geprägt zu sein scheinen. Auch viele Goldsachen, die wahrscheinlich gestohlen sind, wurden bei der Bande entdeckt. Unter den Verhafteten befinden' sich drei Angestellte der Bank Credit Lyonnais, darunter der Chef der Comptabilität. In Kaufmanns kreisen ist man über diese Aufdeckungen geradezu bestürzt. Alle Vetheiligten sind Franzosen. In Athen ist der deutsche Thierbändiger Lorenz Müller in der Menagerie des Herrn Montenegro von Tigern zerrissen worden. Schon während der Probe wurde Müller, der Zrste. der seit zwei Jahren den Fuß in diesen Käfig zu setzen gewagt hatte, von einer Tigerin angefallen,doch ohne Schaden zu nehmen, indem das Thier sich auf einen kräftigen Peitschenhieb zurückzog. Während der Vorstellung glitt Miller aus, und alle drei Tiger stürzten sich auf ihn; er wäre vollkommen zerrissen worden, wenn nicht der noch jugendliche Sohn des Besitzers hinzugeeilt und mit Schlägen die Bestien zurückgetrieben hätte. Müller wurde bewußtlos davongetragen und starb sehr bald an den Verletzungen der Vrust, wo die Krallen das Fleisch heruntergerissen hatten und bis in die Lung: gedrungenwaren. Wie ein Polizeirichter wegen Trunkenheit bestraft wurde, nachdem er Gaunern in die Hände gefallen, erzählt das Nachfolgend;: ! Eln solcher Würdiger von Boston ' hn (Siin.m .'rf 9s) . Vr ffln? im : vvt ivuiiut iiuuy jii.iv yvil. UUl 1 die dortigen Sehenswürdigkeiten kcnnen zu lernen. Am anderen Morgen ' fand man ihn mit übel zug:rich!::em Haupte in einer dunklen Straße auf dem Trottoir liegen. Die Taschen waren vollständig geleert und außerdem waren sein Hut und seine Schuhe verschwunden. Er erzählte, daß er eine Rolle Geld und eine goldene Uhr bei sich gehabt. Ein New Äorker Col 'leqe legte ihm wegen allzu ausgicbigen Kneipen? eine Buße von ?3 auf.

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