Indiana Tribüne, Volume 17, Number 158, Indianapolis, Marion County, 25 February 1894 — Page 6

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Ein Oeigcnsolo.

Cr.ät)Iunj von St . Ha17elbach. Von Anfang an konnten wir die Dürens im Regiment nicht leiden. Waren wir in Gesellschaft oder fc;i sonstigen Gelegenheiten frohlebig beisammen, so saß dieses junge Ehepaar einsilbig, mit unbTwegtenAngestchtern, anscheinend vollkominen theilnahinlos da. und besonders die Frau mit ihrein, trotz der schönen blauen Augen, oft stechenden Kerkermeisterblick derdarb uns häufig unsere harmlosen Freuden. Schließlich aber machten wir uns lustig über die Leutchen, bespöttelten die schwachen Seiten des Kameraden und seiner Frau, und wenn wir auch nach außen die Regimentsehre hoch hielten, so nannten wir Diircns unter uns geldprotziz sie waren die Reichsten im Regiment , hochfahrend und ungebildet. Und wir intri.uirten zur Genüge bei unseien: Obersten, die Versetzung dieses unlieosamcn Kameraden in ein anderc3 Regiment zu bewirken. Mcrtoürdia.. diese beiden Menschen sollten-durch leidenschaftliche Neigung verbunden worden sein! Die spärli&en Nachrichten, die ihnen aus der cnlfernten Proöinz, woher sie gelommcv.t v?ran7,e.angen, besagten, daß sie. die Tochter eines großen Kaufmanns. die ihre Hundcrttausende doch cewin oftmals hätte los werden können, den blassen, schweigsamen, wenig lllbschen Lieutenant Düren gegen den Willen des Vaters geheirathet hatte. Diese? Widerstand war so dauerhaft gewesen, daß erst nach dem Tode des alten &un die Verbindung zu Stande gekommen. Die schnelle Vermählung. erst wenige Monde nach dem Tode des Vaters, hatte ein häßliches Licht auf das Paar geworfen. Manche unter uns meinten, das finstere Wefen der jungen Leute stamme wohl aus dem Bewußtsein, dem Willen des Vaters zuwider gehandelt zu baben. Oder rnbte etwa auf ihnen eine Schuld, di: sich als finsterer Gast mit ihnen zu Tische setzte, ihre Mahlzeiten verdarb und ihnen in den Becher der s?reude Gift schüttete? War es doch nicht zu leugnen, daß wir uns in den wenigen, aber glänzenden Eesellschasten, di: sie gabcn, in den reich ausgestatteten Räumen, bei ausgesuchten Speisen und perlendem Champagner unbehaglich suhlten. So stand das Dürcn'sche Ehepaar mitten im Rcgimentsverband einsam und unbeliebt, als die Versetzung eines . neuen Kameraden, dessen Frau aus ihrer öcimath stammte, in'Z RePiment crfolgtc.Reizende Leutchen, der neue Kämerad mit seiner jungen, rosigen Frau. Gleicb am Abend ihrer Ankunft kamen ste vom Hotel in den Kasinozarten. wo sich an dem schönen Sommerabend eine Anzahl von Familien zum Concert zusammengefunden hatte. Es dauerte nicht lange, so bnchh das Töchterchen unseres Obersten, eine kecke, spottlustige Achtzehnjährige, die Rede auf die abwesenden Dürens. Ob ??rau Lieutenant Rose diese geheimnißvolle Familie bekannt sei? Ob man dort hinten" nicht den Grund ihrer Versteinerung kenne? Und ob man di: Herrschaften nicht etwa als Salzsäulen aus Lots Zeit dort in einem kulturhistorischen Museum hätte unterbringen können?" ftn-da!" drohte der Herr Oberst, die Stirn in galten legend. Also Düren i sind bei Ihnen! Da gratulire ich zem Regiment!" rief ??rau Lieutenant Rose zum Erstaunen Aller mit sichtlichem Vergnügen. Gnädige Frau, wir meinen den Vremier-Licutenant Otto Düren und Frau, geborene Schwalb:, in der Gelzeimsprache des Regiments stoffener Herkunft. Bedeutet: Vater hat seine Gelder in Manufacturwaaren erworden." Frieda!" drohte der Herr Oberst abermals, indem er die Stirn in tiefere galten legte. Run natürlich, gn'adig:Z Fräulein, den nämlichen meine ich. Otto Düren, den genialen Geizenkünstler, den wir Mädchen alle so grenzenlos unglücklich liebten, und mit dem in einer Gesellschaft zusammen zu treffen wir als eine besondere Gunst des Schicksals priesen. Richt sang er, aber er spielte uns Alle in sein Netz. Und Sophie Schwalbe hatte er geradezu - verzaubert mit seinen Tönen. Wir waren gewiß ein spottlustig Völkchen, aber keine von uns getraute sich. Sophien auszulachen. wenn sie. thränenden Auges und unfähig, ein Wort zu äußern, dem wirklich unvergleichlichen Vortrage Dllrens gelauscht hatte. Denn sie ist eine merkwürdig tiese Ratur, ihre Neigung ist auch in der Freundschaft ernst und unwandelbar, und' für den Gegenstand derselben würde sie die größten Opfer bringen." Aber wir haben niemals auch nur einen Ton Musik von diesem Kameraden gehört." meinte der Oberst. Jftur einen gewaltigen Mißton hat er uns in's Regiment gebracht," er6'anzte Fräulein Frieda. Besonders angenehm war er ja nie, seine Anziehungskraft lag in seiner 5Zünstlerschaft. auf die übrigens ein Paganini nicht eingebildet hätte sein können." erwiderte die junge Frau. Aber wer ihn einmal hatte spielen hören, vergaß das nicht. Zum Sterben web um's Herz ward einem bei seinen Klängen, denn srohe Weisen spielte er niemals. Und während des Vortrags waren seine Augen von einem wahrhaft überirdischen Feuer durchglüht. Seltsam, daß er diese berrlicbe Kunst nicht mehr ausübt! Sollte Sophie so eifersüchtig sein, dies wundervolle Talent nur für-sich haben

zu wollen, in der tiefsten Verborgenheit ihrer Häuslichkeit? Möglich wäre es schon!" Natürlich, das ist des Räthsels Lösung. Die Schwalbe ist eifersüchiig auf den Besitz der Nachtigall, darum darf sie nicht singen. Aöer wir werden das nicht zugeben, werden es als Ehrensache des Regiments bctrachten.. dies unterdrückte Talenl wiederum an's Licht zu ziehen," rief unser Regimentstöchterchen mit. der aufrichtigen Empörung eines trotz kleiner boshafter Neigungen großmüthigen

Herzens. O, ich werde schon eine Intrigue erfinden, diese geknechtete Seele frei zu machen! Mer warum wollte denn der stoffene Papa nicht die Einwilligung zur Vermählung Dürens mit seiner Tochter geben?" Der alte Herr Schwalbe hatte Anfangs durchaus nichts einzuwenden. Das plötzliche kategorisch: Nein des alten Herrn ist allezeit unaufgeklärt geblieben. Wohl soll' er sich geäußert haben, daß zwischen Düren und ihm sich derartig schroffe Gegensatze der Lebensanschauung geoffenbart', daß er unmöglich in ein Nähertreten desselben zu seiner Familie hätte willigen können, aber kein Mensch glaubte diese Erklärung." Wer weiß, welch unheimliches Bekenntniß der Lieutenant abgelegt hat," meinte schaudernd ein romantischer Backfisch. Vielleicht war es ein sehr hochzifferiges Bekenntniß. Lieutenants pflegen alle an den nämlichen Schmerzen zu leiden," sagte der Adjutant, indem er eine sehr magere Geldbörse mit komisch kläglichem Gesichlsausdruö auf den Tisch legte. Ich glaube nicht, daß Düren Schulden hatte." Meine Herrschasten, wir werden die Vorurtheile des stoffenen Papas niemals ergründen," rief Fräulein Frieda. Aber hier auf dem Rütli sei's geschworen, daß wir mit aller List diesem Genie zu seinem Recht verhelfen wollen. In eder Gesellschaft. bei jedem Kasinofeste soll Düren. trotz Frau Sophien, in der Zukunft die erste Geige spielen!" Dame Frieda, ich wünsche. Du stecktest Dein vorwitziges Raschen mit ebenso vieT Begeisterung in vcrnünftige Angelegenheiten, wie in Dinge, die Dich wirklich durchaus nichts angeben." meinte mit offenbarer Mitjj billigung d:r Herr Oberst. Der commandirende General und seine Gemahlin feierten demnächst die silberne Hochzeit. Ein joviales kinderloses Ehepaar, das die höheren Kinder der Garnison als eigene betrachtete, den prachtvollen Dienstgarten zu Lawn-Tennis-Spielplätzen hergab. jungen Leuten im .benachbarten Wäldchen Picknicks veranstaltete und unter Umständen sogar Ehen stiftete. Letzteres war natürlich mehr das Fach Ihrer Excellenz. Die Gcneralin protegirte eine Anzahl von Söhnen, der General hatte seine Lieblinge unter den Töchtern, und sein besonderer Schützling war Wildfang Frieda, deren vom Papa Oberst unaufhörlich gerügter Uebermuth bei Excellenz die gediegenste Unterstützung fand. Zog der Papa die Stirn kraus, brach E? cellenz meist in ein schallendes Gelächter aus. und wenn der Oberst vom Scheitel bis zur Zehe die strengste Disciplin veranschaulichte, wurde sie in dem Töchterchen dagegen um so gründlicher zerstört. v Auf dies Verhältniß zum Höchstcommandirenden baute Fräulein Frieda einen Plan, und Onkel Excellenz saß natürlich trotz etlicher Hin und Wieder im Netz der kleinen Spinne. Denn sehen Sie, Onkelchen, es ist doch ewig schade, daß diese großartige Künstlerkraft um der elenden Eifersucht der Frau willen auf Zimmer in der Dunkelheit schmachten soll. Mit ihren elenden Thalern meint die Person sich diese Seele auf ewig gekauft zu haben.. Nur für diese Frau darf er seine göttliche Kunst üben! Der Künstler bedarf der Vewunderung. des Rausches, des Lorbeers; das Alles wollen wir dem armen Gefangenen verschaffen. Und dazu. Onkelchen, müssen Sie uns helfen!"' Wenn ich's kann, mein Kind gern!" Ich werde sogleich Jnstructionen ertheilen. Onkelchen. Sie haben doch wohl schon an Ihr grandioses Pech gedacht?" Vech?" Nun. in vier Wochen haben Sie und Tantchen doch fünfundzwanzig Iabre die Ketten der Ehe geschleppt!" Solch ein kleiner Satan! Da weiß natürlich die ganze Stadt bereits um dies Ereigniß. das meine Frau und ich in aller Stille begehen wollten! Na, da werdet Ihr Euch ein schönes Vergnügungsvrogramm zurecht gemacht haben." Die ganze Garnison feiert mit!" Infames Frauenzimmerchen!" Aber natürlich ist Alles unter dem Siegel der tiefsten Verschwiegenheit, Onkelchen. .Also keine Ahnung von historischem Festzog mü nachfolgender Quadrille, Theateraufführung. Anekdoten aus Eurem Leben. Also. Onkelchen. Sie lieben leidenschaftlich das Geiqenspiel." Pfui Teufel!" sagte Excellenz mit Abscheu. Hab: das verdammte Wimmerhz nie ausstehen können!" Das ist auch gar nicht nöthig, aber auf diese Leidenschaft Sr. Excellenz, unseres Höchstcommandirenden, bau! sich mein ganzer Plan," rief die kleine Intrigantin. JQkz Wochen werde ich nun urmufhörlich von dieser Neigung sprechen, werde demzufolge auch einen geigendilettirenden Offieier

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mit auf's VergnügungZprogramm der silbernen Hochzeitsfeier setzen. Im entscheidenden Augenblick erkrankt unser Paganini. Excellenz ist trostlos, daß ihm die liebste Freude des Abends verdorben ist, da fällt Dürens Name tn's der eines berühmten Spielers. gir.t echte Cremoneser ist natürlich zur Stelle " So. so, über die Cremoneser verfü.zen wir bereits vor meiner EinBilligung, ob ich die Komödie denn auz mitmachen will?" MU dieser Geige wird Excellenz vor Lieutenant ' Düren treten die Schwalbe wird inzwischen anderweitig beschäftigt und festgehalten und mit dringendem Wort dem Wunsche, ein schönes Violin-Solo zu hören, Ausdruck geben. Der Lieutenant kann natürlich nur gehorchen. Die Schwalbe aber muß die Kunst der Nachtigall dann auf immer frei geb:n!" Diese Angelegenheit muß ich mir docb noch ernstlich überlegen," sagte Seine. Excellenz, die buschigen Brauen zusammenziehend. Aber es gilt, einen Menschen glücklich zu machen!" Und Ihr Anderne wollt Euren Spaß baben! Außerdem wird mich Dü:ens Gemahlin hinterher vergiften!" Es war ein pomphafter, in den Annalen der Garnison hervorragender Abend. Die glänzenden Diensträume beim Commandirenden prachtvoll erleuchtet, der zugehörige Garten erstrahlte durch zahllose bunte Lampions gleich Aladins Zaubergarten. Der Glanz der Uniformen erdrückte den spärlicher vertretenen Frack, die Toiletten der CiviWamen aber wetteiferten mit denen der Frauen und Fräulein vom Militär durch Eleganz und Mode. Auch Dürens waren erschienen, er bleich, mißgestimmt, schweigsam, mit unbeweglichem Antlitz, sie, als stehe sie unbewußt unter dem Banne der gegen sie angezettelten Verschworung, voll seltsamer Hast, mit . einer ihr sonst fremden Lebhaftigkeit. Sie trug eine prachtvolle Toilette von gelber Seide, mit Büscheln natürlicher Veilchen verziert', und manch' böser Gedanke traf die ??rau. die ihres Vaters Thaler so wohl auszugeben verstand, den unglücklichen Gatten aber vermittels irgend eines geheimnißvollcn Ucbergewichts der herbsten Entbehrung unterwarf. Das reiche blonde Haar krönte ein finster-energisches Antlitz, darin die Augen das einzig Empfindsame waren. Diese aber leuchteten' wunderschön, in tiefblauem Glanz. Die Vorstellungen und Ueberraschungen folgten Schlag auf Schlag. Allerliebste Bäuerinnen und Bauernknaben aus der 'Heimath der Excellenzen erschienen mit den Früchten ihrer Gegend als Tribut der Heimatberde. Anekdoten der Lebensgeschichte erfolgten. Der in jeder Garnison vorhandene humoristische Lieutenant sang als Leierkastenmann zu den Klängen einer schauderhaften Drehorgel Scherzhaftes und Sentimentales, zeigte auf dem bekannten Riesenaemälde das bei der ersten Begegnung vom Pfeile Amors getroffene junge Paar. Fürchterliche Intriguen der Nebenbuhler und Nebenbuhkerinnen, : geheimnißvolle Verwickelungen, endlicher Sieg der Liebe. Pausbäkkiqe Amoretten bejubeln die Ankunft des jungen Paares im Reiche Hymens. Und so weiter bis zur Feif? der silbernen Hochzeit. Und so näherten sich die Ausführunqen, die mit dem Geigensolo abschließen sollten, ihrem Ende, als man plötzlich, in einer kleinen Zwischenpause. Frau Lieutenant Düren ruf Ihre Excellenz zutreten sah. und die Umstehenden vernahmen, wie sie unter dem Vorgeöen, ihr Mann habe sich schon den ganzen Tag nicht wohl befunden, bat, sich verabschieden zu dürfen. Aber Liebste, Sie werden doch nicht Ihr Herr Gemahl denkt gar nicht daran, nach Haus zu gehen. Kommen Sie einmal her, Dllren," rief die Excellenz. Und dem hinzueilenden Lieutenant entgegen: Ist es wahr. Düren, wollen Sie die Gesellschaft schon verlassen?" Otto, es ist gewiß besser, wir gehen," sagte Frau Lieutenant Düren mit sichtbarer. Jedermann in die Augen fallender Unrube. Warum denn, Sophie? Ich fühle mich sehr wohl," erwiderte Düren mit einem trotzigen Gesichtsausdruck. Ei, ei, Frau Lieutenant, mißfällt es Ihnen so sehr bei uns?" rief die Excellenz und blickte die sichtlich blaß gewordene junge Frau ein wenig streng an. O Ercellenz, ich weiß genau, wie meines Mannes Gesundheit' zu bebandeln ist," stammelte jetzt Frau Düren. Aber Sie sehen, er läßt sich nicht entführen, bleiben Sie also nur ruhig da," sagte dir Ercellenz, wandte sich kurz ab und flüsterte, weiter schreitend. einer befreundeten Dame zu: Diese' Frau ist ja ein wahrer Drache!" Wo ist mein Mann?" sagh Frau Düren und sah sich unruhig nach dem plötzlich wie vom Erdboden verschlungenen Lieutenant um. Er ist soeben hinausgegangen," rief unsers Obersten Töchterchen, lustig mit den Augen zwinkernd. Wahrscheinlich in die Garderobe, anädiae Frau." Die nun folgenden Ereignisse vollzogen sich, von jedem Anwesenden unvergessen, in kürzester Frist. Die sichtlich erleichterte Frau Dü ns entfernte sich in größter Lile duroDdie HauptauZgangsthür, .den

Spuren des Gatten folgend, indeß die

Gesellschaft sich wieder aus den tyeatermäßig ausgestellten Stühlen niederließ, und harrte mit 'sichtlicher Spannung des Kommenden. Und jetzt erschien in der vom .sögenannlen Künstlerzimmer herführenden Thür an der Seite unseres Commandirenden Lieutenant Düren, im Arm die Äeige. mit seltsam verklärtem Antlitz, mit wahrhaft .überirdisch leuchsenden Augen. Noch niemals hatten -wir eines Menschen Angesicht also verändert gesehen, Und wie er jetzt leichten Schrittes zur Bühne emporstieg, vom Podium stolz erhöbenen Hauptes auf uns niedersah. das schlicht gescheitelte Haar kühnen Schwunges zurückwarf, da kannte man den ewig mißgestimmten, scheuen Düren nicht wieder. Und jetzt das Spiel! Auf dem Programm hatte irgend ein Geigenkunststückchen gestanden, Düren aber drehte den sorglich aufgeklappten Noten verächtlich den Rükken und begann zu phantasiren. Eine Iubelhymne, großgewaltig, das Aufjauchzen der gefangen gewesenen und frei gewordenen Psyche bedeutend, sprach verständnißvoll zu jedem Herzen Dürens eigene Geschichte. So hatte diese geniale Künstlernatur in Banden geschmachtet, -so jauchzte ''sie ihr wiedergewonnenes Glück in die staunende Welt. Allmälig lagerten sich Schatten über die jubelnde Seele, eine schwermüthige Weise, immer düsterer und düsterer werdend, rankte sich gleich einem Trauerkranz neben stolzem Lorbeer, neben aufstrebenden Palmen. Niemand im Saale vermochte zu athmen. Der Künstler erzählte uns etwas Düsteres, von uns nicht Eekanntes. War's dennoch eine Schuld, die sich lähmend auf den freien Aufschwunq seiner Kllnstlerschaft legte? Eine leife Bewegung ging durch denn Saal, denn'' plötzlich erblickte man Dürens Frau, die mit todtenblassem Antlitz, fast entstellten Zügen zur Seite der Bühne erschien, doppelt auffallend als einzige im Saal stehende Dame. Unverwandten und weitgeossneten Auges starrte sie auf den Gatten, und mit diesem Ausdruck grenzenlosester Angst hätte man sie fast bemitleiden können. Immer unheimlicher klagten die Töne des Spielers. Die ganze In trigue, die uns neben dem guten Zweck doch unleugbar auch als ein famoser Scherz erschienen war, fing allmälig an, .. sich mit peinvollem Bann auf unsere Gemüther zu legen. Ein schriller Akkord, und Düren hatte geschlossen. Und nun ereignete sich etwas Unheimliches, von all' denen, die den Vorgang gesehen, ewig Unvergessenes. Der toolenblasse Mann mit dem. das AntUtz wild umflatternden Haar, den heftig leuchtenden Augen, verblieb auf der Mitte der Bühne und begann die Geige zu liebkosen wie ein Kind, dem man schmeichelt, zärtlich strich er mit der Hand über die Saiten, lehnte das Instrument an die Wange und eiskalt, überlief's alle Schauenden begann es dann mit der leidenschaftlichen Inbrunst- eines Liebenden zu küssen. Dabei murmelte er mit hestigem Ausdruck unverständliche Worte. Während wir nun Alle wie erstarrt dasaßen, erschien plötzlich die einer wandelnden Todten gleichende Frau an der Seite des Gatten, sprach halbläut eindringliche Worte und entwand das Instrument sanft seinen Händen. Aber kaum umspannten ihre schmalen. weißen Finger die Geige, da sprang Düren gleich einem Rasenden auf seine Frau zuwarf sie mit machtigem Stoß auf den Boden, kniete mit Windesschnelle nieder.drllckte das Knie auf die Brust der anscheinend leblos. Daliegenden, und indeß seine Finger den ängstlich zuckenden Hals umklammerten, blickte er mit böse triumphirenden Blick im Saale umher. Allmächtiger Gott, er ist wahnsinnig geworden!" klang'S in wildem Entsetzen durch die festessrofn Räume. indeß Alles nach der Bühne zu stürzte und man sich des Rasenden bemäcktiate. während Andere die .unglückliche Frau, die in tiefer Bewußtlosiqkeit todtenähnlich dalag, in ein Nebenzimmer trugen, um sie zu ihrem trostlosen Dasein zurückzubringen. Ja, es war eine trostlose, angstvolle Tragödie, die diese Frau, deren 5)erzenskraft wir so oftmals bezweifelt hatten, mit dem Muthe einer Heldin schon seit Iahren still getragen. Mit. der ganzen Tiefe ihres stolzen, unveränderlichen Herzens hatte sie 'sich einst in Lieutenant Dürens geniales Spiel verliebt und in der. Stunde, als er ibr seine Neigung gestanden, ihm ihr Jawort gegeben.. Auch der Vater Sophiens hatte nichts gegen die BeWerbung einzuwenden, und so erschien Düren bei dem alten Herrn, um sich das Jawort zu holen. Herr Schwalbe hatte den künftigen Schwiegersohn natürlich sehr liebenswürdig aufgenommen, alle nöthigen Angelegenheiten, auch die VermögensVerhältnisse, besprochen und schließlich den Lieutenant in scherzhafter Weise aufgefordert, etwaige kleine Mißstände in seinen pekuniären Verhältnissen ungescheut aufzudecken, da ihre gegenseitigen Beziehungen hierdurch nicht leiden sollten. Er wisse, daß er. wenn auch einen vermögenslosen, so doch seh? achtbaren, ver'trauenswürdigen Schwiegersohn bekomme. , Worauf Düren. zum Erstaunen deZ alten Herrn, ziemlich hochfahrend aeantwortet hatte, wenn Fräulein Schwalbe eine vermögende -Dame sei j so habe er dagegen die Vorzüge. der

Stellung, vor Allem aber die des'Genies, was ihm erlaube, unter den 'hochsten Damen der Aristokratie, ja selbst Prinzessinnen, zu wählen. Einen Augenblick war der Schwiegervater verdutzt, dann verstand er die traurige Wahrheit, und statt einer fröhlichen Verlobung erfolgte die geHeime Ueberführung Dürens in eine Heilanstalt für Nervenkranke. Zwar kehrte er nach einiger Zeit geheilt zurück, und der Dircctor der Anstalt, ein freund, Herrn Schwalbcs, war der Ansicht, wenn der Reconvalescent sich des vielen und leidenschaftlichen Musicirens enthalte, das, besonders zur nächtigen Stunde, das Nervenleben vollständig zerrüttet habe, eine Wiedcrkehr solcher Zustände geistiger Verblendung vielleicht zu verhindern sei. Auf solche Prüfung aber, erklärte Herr Schwalbe der Tochter auf das Bestimmteste sich nie und nimmer einlassen zu wollen, da er auf keinen Fall jemals die Einwilligung zu dieser Verbindung geben werde. Ich habe versprochen, in Glück und Leid zu ihm zu halten, und werde dies Gelübde niemals brechen. Nun er unglücklich ist, bedarf er meiner ganz besonders. Entweber Dllrens oder keines Mannes Weib," hatte Sophie mit der vom Vater ererbten Heftigkeit erwidert, und wie diese beiden einen der so sehr ähnelnden Menschen bis dahin im innigsten EinVerständniß einander zugethan gewesen, so standen

sie nun gegen einander. Hinter dem Rücken des Vaters mit Düren Verkehr zu pflegen, war Sophie viel zu stolz, aber bei der einzigen Aussprache mit dem Geliebten hatte, sie ihr Gelübde wiederholt, und dann nur selten, an einander vorübcrstreifend, hatten die Getrennten Gelegenheit, durch einen Blick sich in der Sprache ihres Herzens zu verständigen. Da hatte ein Schlaganfall unversehens ' den alten Herrn hinweggerafft, und so, zog Sophie etwa ein halbes Jahr, nach dem Tode des Vaters in die neue Heimath, zum Gatten, nicht eine frohlebig-glückliche Frau, sondern mit dem Sinn einer sich ihrer schweren Aufgabe vollkommen bewußten barmherzigen Schwester, fest entschlössen, in jeder Lage auf dem selbstgewählten Posten' auszuharren, nachgiebig, gütig, unermüdlich sorgend und so sehr sie sich danach sehnte ohne ein sonnenhelles Lachen in ihrem ernsten Heim zu hören. .Eine Weile schien es, als ob der Schatten derVergangenheit entschwunden sei. Sophie hatte sich mit dem Anstaltsarzt, der Düren beim erstmaligen Anzeichen ' der unheimlichen Krankheit behandelt, in Beziehung gesetzt, und nach ganz bestimmten autoritätlichcn Anweisungen behandelte sie den Gatten, ersetzte ihm den Genuß eigener musikalischer Ausübung durch Aufenthalt in prachtvoller Natur und andere Freuden, die den leicht erregbaren Nerven als Heilmittel dienten. Aber der böse Geist war nicht entwichen, schlummerte nur, und eines Tages versetzte Düren die 'Dienstboten seines Hauses durch allerhand Seitsamkeitcn in höchstes Erstaunen, welche Fälle sich dann von Zeit zu Zeit wiederholten. Eines ruhigen Augenblicks genoß die arme Frau seitdem nimmermehr. Immerwährend schwebte ihr der Augenokick vor, wo ihr trostloses Geheimniß in irgend einer Form sich der Welt offenbaren, wo man ihr den Geliebten nehmen würde, ihn von ihr hinwcgschleppen in das trostlose Haus der Geistesumnachteten. Ihr vertrauter Arzt rieth ihr, wenn sie den Gatten bisher durch die hingebendste Liebe geleitet, den wiederum erkrankten Geist durch Strenge zu bändigen, den Unglücklichen zu zwingen, unter dem Bann der ihm drohenden Gefahr des Irrenhaufes sich selbst mit zu bewachen, in Gesellschaft sich möglichst schweigend zu verhalten. -Es gäbe genug gestörte Organismen, die wie ein Rad einige wenige Funktionen ihres Daseins abschnurrten, und die man ruhig ihres Weges fortgehen lassen könnte.' So beobachtete Frau Sophie nun jedes Wort, jede Geberde des Gatten, und es nahmen ihre Züge allmälig den düsterharten Ausdruck an, der sie uns Allen so unsympathisch gemacht und in dem kranken Geist Dürens allmälig den Argwohn erweckte, es nicht mit einer liebenden Frau, sondern mit einer tückischen Kerkermeisterin zu thun au haben. Ein Argwohn, der sich fester und fester nistete und bei der eben mitgetheilten Katastrophe zum entsetzlichen Ausdruck gelangte. Wir Alle, die wir uns. obwohl wir in der besten Absicht gehandelt hatten, mehr oder weniger schuldbewußt fühlten, bezeigten der tapferen und großherzigen Frau unsere innigste Theilnähme, vor Allen aber unser Regimentstöchterchen, das als Llnisterin der Intrigue wahrhafte Gewissensbie erduldete. Aber Frau Sovhie beanadiate uns. indem sie mit melancholischem Lackeln sägte, daß die Katastrovbe vielleicht um eine kurze Zeit noch hätte hinausgezögert, aber nimmermehr gänzlich verhindert werden können. Düren gesundete nicht mehr. Da es nöthig wurde, ihn dauernd in einer Heilanstalt unterzubringen, siedelte Frau Sophie sich ganz in der Nähe des Gatten an, und stundenlang sah man oftmals eine blasse, melancholische Frau unte? dem geöffneten Fenster. von wo Geigentöne erklangen von einer Tiefe und Schönheit der Empfindung. , daß die Vorübergehen den jenseits deSGartengitter sich sammelten und dem Spiel des tollen Geigers" lauschren. Er wenigstens war glücklich m seiner wredergewonnenenWelt. : "

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!H3 der Zeit schwerer ?!oth. Merkwürdige Producte politischer Satire. In den erbitterten Kämpfen der Politischen Parteien unseres Landes ha! die in Bildern ausgedrückte Satire von jeher als wirksame Wasfe eine bedeutende Rolle gespielt. Für die großen Massen, der Wähler, welche weder Zeit noch Lust haben,sich in mehr oder minder gelehrte politische Abhandlungen zu vertiefen, oder denen das Verständniß für solche abgeht, sind derartige Darstellungen in erster Reihe berechnet und deshalb . hat der be rühmte Tammanyhäuvtling Kelly seiner Zeit zu einem New Jorker Journalisten gesagt: Schreiben Sie über mich, was Sie wollen, denn meine Jrländer verstehen daS doch nicht. Bringen Sie aber keine Carrikaturen, weil deren Sinn auch ein Wähler, der nicht lesen kann, versteht." Als daö Zeitungswesen in unserem Lande noch nicht die heutige Vollkommenheit erreicht hatte, wurde die Satireals Waffe in eine andereForm ge'bracht. Es war zur Zeit der großen wirthschaftlichen Krisis der dreißiger Jahre, als die Gegner von Old Hickory" Jackson zu diesem Mittel griffen, um ihn bei den großen Massen unpopulär zu machen. Durch seine entschiedene Opposition gegen die United States Bank", welche die Geldaristokratie allzu sehr begünstigte, hatte er sich die bittere Feindschaft der detzteren zugezogen. Die Bank katte im Jahre 1816 einen aus 20 Jahre lautenden Charter erkalten und im Jahre 1832 war ihr vom Congreß ine Verlängerung desselben bewilligt worden, doch wurde dieselbe vom Präsidenten Jackson vetoirt. Deshalb machten die großen Capitalisten, die ersten Geschäftsleute und die kleinen Bankiers Front gegen ihn. Sie ließen eine mt von Münzen mit bildlichen Darstellungen, in denen der Präsident in der rnchtswurdigsten Welse carikrt war, prägen und diese Münzen wurden von den herrschenden Geldmächten Jahre lang im Verkehr gehalten, um das woll Lgen o:t Administration z.u entflammen. Allem Jackson 's Popularität verhalf ihm im Jahre 1832 abermals zum Siege. Auf ienen Münzen war d:r erste Bemte als Esel oder störrisches Maultmer dargestellt und die Inschriften waren sarkastischer Natur. Jackson stch aber mcht einschüchtern und ordnete an. daß die DevoMen der Bundesregierung der United States !öarn" entzogen und m Staatsbanken hinterlegt würden. Eine besonders charakteristische Münze stellte ein in wilder Hast laufendes Schwein dar mit der Inschrift: Isriski ersäit. porisli ooramorOS. 1830. My victory, rny third heat. Down with the dank. Auf der Reversseite sah man eine kleine Büste Jacksons und die Worte: Mv substitute for the U. 8. Bank. My experirnent. My currency, rny iory. Mit dem Sckwein wollten die Whia's wahrscheinlich Jackson's Dickrovllglett verslnnvttdlrchen. Aus dem Avers einer nderen Münze war Jackson in voller Figur dargestellt, wie ihm ein störrisches Maülthier die Wage hält. Aus dem Revers befand sich ebenfalls ein störrisches Maulthier mit der Inschrift: L,. L. D. The Constitution as I understand it. . Roman firmness 1834. Eine andere Münze zeigte auf dem Avers Jackson auf einem Geldkasten sitzend, mit einem Beutel in der einen und einem Schwert in der anderen Hand. Ein Esel auf dem Revers sollte wahrscheinlich den hohen Grad von Qld Hickory's- Eselhaftigkeit zum Ausdruck bringen. Die freunde des Präsidenten bedienten sich zur Abwehr dieser Anar'?ffe ähnlicher Massen. Sie ließen Münzen prägen, auf denen seine Währungspolitik vertheidigt wurde: Eine solche Münze zeigte sein Bildmß im Profil und die Inschriften: , The bank rnust perisb. Tbe Union rnust and shall be proserved; Auch unter Ban Buren's Admini straiion fehlte eS an solchen Münzen nicht. So zzt eine im Jahre 1837

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geprägte Kupfermünz: eine Schildkröte mit einem Geldschrank des UnierschatzamteS ouf dem Rücken. Die Inschrift lautet: Lxecutivs experirnent, Sub Treasury, fiscal agent, 1837. Dadurch sollten die langsamenFortschritte des Planes, ein Unterschatzamt zu errichten, lächerlich gemacht werden.

J. fZi

Ein galoppirender Esel auf dem ReVers und die Inschrift I follow in tlie footstcps of my illustrious predecessor. vervollständigten die bittere Satire. - In cner Zeit der schweren Noth gaben die Gegner der United StateS Bank ihrer Opposition in ihren Geschäftskarten Ausdruck. So gab es Antibank-Hutmacher", HartgeldBäcker" u. s. w. Einzelne dieser Karten trugen sogar Werthbezeichnungen und wurden im Verkehr als Papiergeld angenommen. Der Ritter von Tropfenstein Von Tropfenstcin, der Ritter, 'Winkt heftig mit dem Glas: Herr Wirth, noch cimn Liter, Doch gut S:mess'nes Maaß. Sonst war ich wohl zufrieden. Hatt' ich der Krüge zehn. Heut', Gott woll' mich behüten, Könnt' ich vor Durst vergeh n. Jhr wart'S Ihr alter Schächer, Von. List un'o Bosheit schwer. Der mir arglosem Zecher Den Harung brachte her. Wohlan! Ihr sollt es büßen! Ich schwör's bei meiner Ehr', Ich saufe ohn' Verdrießen Euch Eure Keller leer. Der Wirth hört es mit Zagen. Die Gäste staunend an. . Sie wissen, was vertragen Der edle Ritte? kann. Es ivill dem Wirth bedünken: Das wär' an stch nicht schlecht. Doch leider nach dem Trinken Der Ritter selten blecht! D'rum ruft politisch leise Der Wirth den Knecht herbei. Thu', waS ich Dir jetzt heiße U:?d spute Dich dabei: Des Tropfensteiners Hau-ehr' Vermelde mit Respekt: Was ihr Gemahl und Hausherr Heut' AbenÄ noch bezweckt. Der Knecht beginnt zu laufen. Erreicht die hohe Frau. Und von des Ritters Sauft : ; Berichtet er genau. " Die läßt den Zelter zäumen, Sie setzt 'ihn flugs in Traö Naht ohne Rastund Säumen Und steigt vor'm Wirthshaus ab. -Der Wirth zog tief die Kappen Und schmunzelt: Ha! Famos: Jetzt kommt noch 'das Berappen, Dann fiist Du Beide los. Doch wie er noch frohlockte. Der hinierlist'ge Gauch: Die Tropfenstun'rin hockte Beim Gatten und soff auch! Die Kanne hob der Ritter, Trank der 3esponstn zu. Und die, ws 'ist nicht bitter,. .Kommt ach" ihm auch rm Ru. :Und hat .der Wirth fchweißtriesend 'Gefüllt herangelotst -Die Kannen, ruft sie lächelnd Dem Gatten zu ihr Prost!.Die Gäste 'in Äer Schenke Sie sehen schaudernd, wie -'Die Menge der Getränke : Hinunterspülen sie. Der Ritter ha! 'ne Kehle Wie bei 'nun Walfisch Brauch, .Richt minder, meiner Seele . '. Trinkt seine Gattin auch. So sitzen sie beim Fasse : Ernträchtiglich vereint. Bis tafr vom edlen Rasse Kein Tropfen mehr erschein!.' 'Und so geht es die Runde Von Faß zu Fasse fort; Mit seinem Weib im Bunde 'Hielt nun der Ritter Wort. Inzwischen ist von hinnen -Der Gäste Heer voll Graus; iDer Wirth warf ohn' Besinnen Die bei!den auch noch 'raus, Diemeil der Morgen dämmert Spricht er 'bei sich halblaut: Man ist doch st e t S b e l ä rn m e r t, Wenri man auf Weiber baut! Unter Bettlern. Erste Vettlenn: Kann ich heute nicht Ihren kleinen Jungen zum Betteln kriegen, was wollen Sie für ihn haben? Aweite Bettlerin: 40 Pfennige! Erste Bettlerin: Ach, Sie sind wohl.' verrückt, wenn ich noch 10 Pfennige zulege, kriege ich ja den schönsten, Krüppel! Ländliche Diagnose. Bauer: I woaß net, was dös is, Ba ; der. an Katarrh hab' i, an Husten und überall reißt's mi!" Baten' .Dös; macht nix. Woaßt, wer bei demSau Wetter net krank iZ, der is überhaupt net a'sund." - Einfacher. Ich würde Ih nen also dc. für, daß Sie meinen Jungen unterrichten, freies Abendessen ge währen Student: Jlbiz Abende essen? Aber, lieber Herr, da wäre eS viel einfacher, ich pousstrte Ihre Kö chm!"