Indiana Tribüne, Volume 17, Number 158, Indianapolis, Marion County, 25 February 1894 — Page 4
Tribüne. , Erscheint Eüglich vmb Sonntttgs. Die tägliche .Tribüne" koyrt durch den Träger Ö Cent 3 per ?oche. die SonntagS'Tribäne- 8 Cent? perWocve. Ve:de zusammen 15Sent od'r CentJ perMonat. Pev Post ,ugeschiZt tn Vor ausdezahlung V per Jahr. Ossice : No. 18 Süd Älaavia Sir. Jndianavolis, Ind., 25. Februar '94. Der Stand der Fluzfrage. Tr. Ct L.lieuthal. G3 vergebt selten eine Woche, wo nicht in den Tagesblättern oder illu starten Journalen irgend ein Aufsatz über das fliegen des Menschen mit oder ohne Abbildung erscheint. Das Jnteresie des qroßen Publikums für die Kunst des FliegenS wird dadurch beständig rege erhalten. Natürlich gelangen oft unfrucht bare Ideen und aussichtslose Pro jekte in die Presse, während es der Lekteren bäuna versagt ist. von den wirtlich werthvollen Arbeiten Notiz zu nehmen. TaS Publikum, welche keine $e legenheit gehabt hat. sie iit diesen Tinaen eingehender zu l häftigen, erhält dadurch schwerlich ei richtiges Bild, wie eS eigentlich heutigen Ta geS mit der Flugfrage bestellt ist. Und dabei interessirt eS doch wohl jeden Menschen, ob wir in absehbarer Zeit dahin gelangen werden, die Luft wirklich alS vlelbenudte erieurs strane in benuden. ' Tie Vorteile eines unbeschränkten. freien Turchsliegens der Atmosphäre sind so unendlich große, für Jedermann so einleuchtend?, dav die sind un q des wirtlichen Fluges fast gleichbedeutend erscheint mit dem 53c ainn einer neuen, vollkommeneren Kulturevocke. Seit ungefähr 100 Jahren ist der Mensch durch den Ballon vesal-,lgi. sich in das Reich der Lüfte zu begeben. Tie Vortheile, welche dadurch errun gen werden, sind aber veraaltiuv mäniu aerinae und stehen in keinem Vergleich zu den Erwartungen, welche man daran knüpfte. Als Verkehrsmittel bat der Ballon gar keine Bedeutung; denn er beför dert den Reifenden nur in der Wind richtn. Seit der Erfindung des Luftballons, also seit einem Jahr hundert wird zwar an der Lenkbar machunq dieses Transportmittels ge - . . . f v arbeitet: Tecyntter und 'alen ino in gleichem Mae bemüht gewesen, rni: allen erdenklichen Mitteln den Ballor gegen den Wind zu treiben, aber ver aedlick. Vor wenigen Jahren hatten diese Bestrebungen ihren Höhepunkt erreicht; sie nehmen jetzt sichtlich ab, weil man nach und nach die Unfrucht barkeit dieserArbeiten eingesehen hat. Dafür aber bricht sich immer mehr die Ansicht Bahn, daß auch der Flug ohne Ballon, ähnlich wie der Vogel flug. dem Menschen gelingen könne, sobald die Erkenntniß in der Mecba nik des FlugeZ genügend vorgeschrit ten sei. Zur Förderung der Luftschifffahrt im Allgemeinen haben sich nun schon seit Jahrzehnten mehrere Central stellen gebildet. Eine der ältesten und vornehmsten ist die Aeronautische Cefellfchaft in London.' Dieser qc hören mehrere Mitglieder der höchsten englischen Aristokratie an, welche zu Zeiten namhafte Preise für die Lö sung aeronautischer Fragen aussetz ten und dadurch nicht wenig zur ßlä rung der Flugfrage sowie zur Bele bung des Interesses für dieselbe bei trugen. Dieser englifche Verein, 'dem auch der Schreiber dieses mehrere Jahre angehörte, zeichnet sich nament lich dadurch aus. daß er die Uufrucht. barkeit aller Bestrebungen, den Bai lon lenkbar zu machen, schon früh erkannte und seit länger als zwanzig Jahren sich fast ausfchlicßlich mit der Erforschung de5 VogelflugeS und mit der Ermöglichung des aktiven Fliegens beschäftigt. Die in dieser Gesellschaft gehaltenen und in den Jahrbüchern veröffentlichten Vorträge gewähren einen interesfanten Einblick in die Studien, welche von allen Seiten gemacht werden, um die Ge heimnisie de Fluges zu ergründen. Auch die französische Gesellschaft für Lustfchifffahrt veröffentlicht seit 25 Jahren eine monatlich erschei nende Zeitschrift, welche das ge sammle zur Sprache gekommene flug technische Material wiedergibt. Die Franzosen als die Erfinder des Bal lonwesenS halten auch zäher an dem Aerostaten selbst fest, und bis in die neueste Zeit findet man die Frage der Ballonsteuerung eifrig behandelt. Daneben sind auch zahlreiche Vor. schlage besprochen, welche das Flie gen mittelst Flugmaschinen betreffen. Den Franzosen war es übrigens auch vorbehalten, an einigen sehr windstillen Tagen einen Ballon mit mäßiger Geschwindigkeit durch eine elektrodynamisch bewegte Luft schraube so weit zu lenken, daß die Landung wieder am Aufstiegplatze er folgen tonnte. Die Hoffnungen, welche rch an diese Errungenschaft knüpften, haben sich aber bis jetzt nicht erfüllt. Mit auffallender Lebhaftigkeit nah. men unfere Stammverwandten an der Donnau die Luftschifffahrtsfrage in Angriff. Schon früher als sich Berlin zu einer Eentralstelle für dieseL Gebiet aufschwingen konnte, gab eS in Wien einen Verein, welcher der Flugtechnik diente. Namhafte österreichische Ingenieure und Ee lehrte haben unermüdlich mit der Förderung der Flugtechnik sich be jAäftigt. Auch jetzt noch scheint das I
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keresse sür daS Fliezen in Oester
reich größer zu sein, als in dem hierin etwas schwerfälligen Nord Deutschland. Seit zwölf Jahren hat aber auch Berlin seinen Deutschen Verein zur Förderung der LufttchlNsabrt- ; und noch ein dritter deutsch redender Ver . . . i r i r ' t ein der klngleqnller " ncy jcii einigen Jahren in München ge bildet. Tie lektgenannten drei Vereinelaffen ibre Besprechungen gemeinsam in der monatlich herausgegebenen Zelt schrift für Lustschifffahrt und Physik der Atmosphäre" erscheinen. Außer durch diele Vereine wird die Luftschifffahrt noch durch, das Inte resse gefördert, welches militärischer seit diesem Gegenstände gewidmet wird. Alle größeren Staaten besitzen mililärlscheLustschiffer.Abtheilungen, bei denen der Ballon theils geseffelt. theils als Luftschiff eine Rolle spielt. Aber auch der Fallfchirmtechnik schen ken die militärischen Behörden schon ibre Aufmerksamkeit und begeben sich dadurch bereits ebenfalls auf das Gebiet der freien Fliegelunst. Der gegenwärtige Stand der Flug frage wird nun besonders dadurch gekennzeichnet, daß die Ueberzeugung von der Möglichkeit des aktiven, will lürlichen Fluges immer mehr Boden gewinnt. Noch in den sechziger Jahren war eS, als von Staatswegen die Akade mie der Wissenschaften durch eine be sonders hierzu erwählte gelehrte Kommission entschied, daß für den Menschen daS Fliegen ohne Ballon platterdings unmöglich sei. Tie Zeiten baden sich inzwischen geändert, nette Ansichten haben Platz ergriffen, neue Entdeckungen und Erfindungen, neue Hilfsquellen lassen sich verwer kyen, und Hunderte von hellen Köpfen arbeiten trotz dieses noch nicht alten akademischen Ausspruches daran, das Fliegen dennoch zu erfinden. Hierbei ist es namentlich ein beson derer Umstand, welcher die.Hoffnung. dem Vogel gleich die Luft zu durch eilen, immer wieder von Neuem an facht. Ter akademische Schluß für die Unmöglichkeit des Fliegens wurde aus der Annahme hergeleitet, daß eS dem Menschen nicht gelingen werde, die außerordentliche Kraftleistung aufzubringen, welche zum Fliegen nötdig sei. Fußend auf die bis da hin höchst unvollkommen ergründe ten Gesetze des Luftwiderstandes theoretisirte man, daß der Mensch mit mächtigen Flügeln wie toll um sich schlagen müffe, um fliegend in der Luft sich zu halten. Man sol gerte, daß das Fliegen ohne Ballon unter allen Umständen enorme Ar' deitslrafi erfordere, und übersah, daß die Natur selbst in wundervoller Weise uns den Beweis liefert, daß auch ohne Fülgelfchläge ein dauern des Fliegen wohl möglich ist. Diese Thatiache lst uns jetzt zum Bewutzt sein geworden uud bildet den Haupt hebcl aller gegenwärtigen flugtechni schen Bestrebungen. Alle Raubvögel, Sumpf und See Vögel verstehen es, ohne Flügelschläge in windiger Luft dahin zu segeln, und selbst die kleine Schwalbe sieht man hä.lsig in schönem, segelndem Fluge über den Dächern umherkrei sen. Dies wird von allen geübten Naturbeobachtern, so namentlich auch von dem großen Vogelkenner Brehm bestätigt. Man lese nur BrehmS treffliche Schilderungen über die gro ßen Segler des hohen Meeres, übe? die in majestätischer Ruhe dahinkrei senden Könige der Lüfte, man gehe nur selbst hinaus in die freie Natur und beobachte die Buffarde, Störche und Kraniche, wie sie ohne Flügel schlag segelnd dahingleiten, und man wird mit Begeisterung erkennen, daß ein staunenswerth einfaches Prinzip einem solchen Fluge zu Grunde liegen muß. Lange schien ein undurchdring licheS Geheimniß über dieser Herr lichen Naturerscheinung, die gewiffer maßen allen Gesetzen der Schwerkraft spottete, zu ruhen. Ein dauerndes Fliegen ohne Flügelschläge, ein Da hinsegeln aus den ausgebreiteten Schwingen in aufsteigenden Spira len mußte uns als ein mechanisches Räthsel erscheinen. Und dennoch lüftet sich jetzt der Schleier von den Wundern diefeö anstrengungslosen SegelflugeS. Wir wiffen, daß der Wind eS ist. welcher die Vögel in die fer schwebenden Art zu tragen der mag, wir wiffen, daß der eigenthüm liche Bau ihrer schlank gewölbten Fittige sie befähigt, in größerer Hitze anstrengungöloS sich in den Lüsten zu wiegen und der Anziehungskraft der Erde ohne Ermüdung jju trotzen. hlreiche Forscher sind damit be schaitlgt. die Vortheile dieses Fluges auch Dem Menschen nutzbar zu machen. Die aeroliautische Literatur bekundet, daß von vielen Seiten an der Lösung dieser wschligen Frage auch mik Er folg gearbeitet wird. Wahrend früher dns Erscheinen fluat-chnischer Spe zialwerkc zu den Seltenheiten ge vörte, folgen sich jetzt in kurzen Zeit räumen o:vo)i kleinere Broschüren wie größere Werte, welche sich mit dem Vogelfluge uud mit Vorschlägen zur Lösung der Flugfrage beschästi gen. Wenn nun zwar auch ein großer Thell dieser Arbeiten bei der Schwie rigkeit des StoffeS wenig Werth be sitzen mag, ein gewiffer Theil ent hält immerhin eine Reihe richtiger Schlöffe, die sich mit der Zeit ver mehren und unser Wiffen auf dem Gebiete des Fluges sicher begründen müffen. i Wer nun aufmerksam die einschlä gige Literatur verfolgt, muß gewahr werden, welche Richtung sich zu der herrschenden herausbildet. Ganz ab gesehen .von den Verdiensten Einzel ner deutet diese allgemeine Richtung auf eine fortschreitende Erkenntniß derienlaen Mittel, durch welche die
Nachbildung deS natürlichen Fluges ohne erhebliche Kraftleistungen be wirkt werden kann. Die Inangriffnahme der Flugfrage von so zahlreichen Seiten hat noth wendigerweise eine Sichtung des wirllich Wahren von den Irrthümern und Trugschlüssen zur Folge. und daS hierdurch schon abgeschiedene unan fechtbare Material dürste bereits für den Techniker und Fachmann Beweis kraft genug besitzen, um ihm die Ein sicht anfzuzwingen, daß es sich bei der Lösung der Flugfragc wohl noch um Schwierigkeiten, aber nicht um Unmöglichkeiten handelt. Nicht ganz unerwähnt darf eS blei ben, daß sich vereinzelt Leute finden, welche der Flugtechnik dadurch einen zweifelhaften Dienst erweisen, daß sie werthlosen Ideen mit allen möglichen
Mitteln der Publitationskunst Gel tung zn verschossen suchen. Noch schlimmer aber sind diejenigen Er finder. und auch solöze hat es gegeben und giebt es heute noch, welch? leicht gläubigen Leuten unter allerhand Vorspiegelungen für hochtrabende Projekte das Geld auS der Tasche locken. Schon die Art und Weise wie dergleichen Reklamen in die Welt gesetzt werden, ist geeignet, das Flug Problem selbst zu diskreditiern. Abgesehen von dem Rcinfall Derer, die nicht alle werden, ist eine derartige geschäftliche Ausnutzung deS allge mein verbreiteten flugtechnischen JntereffeS auch geeignet, auf ein des sereS Publikum so abstoßend zu nrirken, daß dasselbe unter Umstän den auch der Kenntnißnahme werth voller Errungenschaften sich ver schließt. Glücklicherweise leuchtet der Stern solcher Jndustrieritter selten lange; denn die Geleimten verläßt meistens bald die Geduld, und' sie jagen den falschen Propheten zum Tempel hin uus. Aber hin und wieder versteht es doch ein Eharlatan, durch erneute Versprechungen lmmer wieder neue Hoffnungen zu erwecken und sein Publikum recht lange an der Nase herumzuführen und gründlich auszubeuten. Vielleicht tragen diese Zeilen dazu bei den Unkundigen mit jenen Ecn tralstellen bekannt zu machen, an welchen man jederzeit bereit sein wird, Auskunft zu ertheilen, ob nach dem gegenwärtigen Stande der Fach wiffenfchaft es rathsam ist. für diese oder sene Idee sich gewinnen zn las sen und Opfer zu bringen, oder ob man es mit thörichten oder gar un lauterer Projektenmacherei zu thun hat. Dergleichen bedauerliche Auswüchse können die Entwickelung der Flug technik aber nicht mehr aufhalten; denn groß ist bereits die Zahl jener Männer, welchen eS Ehrenpflicht wurde, ihr Bestes für die Flugfrage linzusetzen nnd dieselbe in uneigen nütz'.gster Weise zu führen. Allein, ein wirklich freier, beliebig ausgedehnter Flug ist bis zur Stunde noch von keinem Menschen erreicht worden. Noch Niemand hat ohne Ballon, allein durch die Kraft der Schwingen, Schrauben oder anderer Trageflächen sich zum freien Schwe ben von der Erde erhoben. Wohl aber sind Modelle der verschiedensten K nstruktion zu kürzeren Flügen ge eignet befunden worden. Hureau de Villeneuve in Paris, Hargrave in Melbourne, Kreß in Wien und An dere haben künstliche Vögel und Heinere Flugmaschinen hergestellt, welche bis zu 100 Meter weit geflogen sind. Alle Bemühungen jedoch, ein größe reS mechanisch betriebenes Flugfahr zeug aufsteigen zu lassen, waren bis letzt vergeblich. Noch wogt der Kampf um daS Sy sttnC welches den Sieg davontragen soll. Obwohl die 'größere Zahl der Flugtechniker auf ganz ähnlichen Grundlagen diese? große Problem zu bewältigen sucht, gehen doch die An sichten über die Elnzelhelten der Aus führung noch weit auseinander. Ob die Flügelbewegung der Vögel oder mehr die Eigenthümlichkeiten deS Jnsektenfluges. ob die Segeldewe gung durch Schraubenpropeller ge triebener Drachenflächen oder' andere Flügelradfysteme vorzuziehen sind. da sind heute noch unentschiedene Fragen. EZ fehlt noch an einem durchschlagenden Effekt, um die Schaar der Forscher auch hierin mehr in eine bestimmte Richtung zu drän gen,, und die Kräfte nach einer aner kannt vortheilhaftesten Seite zu con centriren. Weniger die Theorie als die Ver körpcrung derselben ist eS. waS heute noch Schwierigkeiten bietet. Tie letzten Jahre haben schnell eine Klä rung der Anschauungen über den dynamischen Flug ' herbeigeführt. Die Berechnung der. erforderlichen Tragflächen, dle Feststelluna der Ge schwindigkeiten. mit denen diese Flä lyen durch die Lust sich bewegen müs sen, um die gewünschten Hebewirkun gen zu erzielen, sowie der hierfür nöthige Kraftverbrauch. daS Alles bietet heute keine besonderen Schwie rigkeiten mehr. Die Wiffenschaft allein aber vermag daS Problem nicht vollends zu lösen; eS muß praktisch geflogen werden! Wer aber besitzt genügende Erfahrung, Flugwerkzeuge herzustellen.' welche den Winden tro tzen und allen Anforderungen auf Lelchttgkett und ZuverlS ugkett ent sprechen? ES bietet sich hier ein ganz neues Feld für die Entwickelung sinnreicher Eonstruktionen und me chanischer Geschicklichkeit. Aber auch aus diesem Gebiete deS praktischen FlugmaschinenbaueS wird schon bier und dert energisch gearbei tet. Man hat eingesehen, daß daS Grübeln und Tbeoretisiren allein nicht zum Ziele führt und daß die Ideen sich nur beurtheilen lassen, trn dieselben von vraktischen Ver.
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k .... T.rtVjJ. 'T' flb', Ein Dutzend Flasch?n von Johann Hoss'S Malzextrakt geben eben so viel Kraft nnd Nahrung, wie ein Faß Ale, ohne zu berauschen. Der Lchte wird stets als Johann Hofsk Malzextrakt verkauft und muß den Viamkn?. zng von Johann Hoff auf der Etikette am Hals der Flasche tragen. Eisner & Mndelson Co., Agenten, 152 und Franklin St., New tyoxl. luchen begleitet sind. Man hat ein gesehen, daß daS Fliegen nur erfun den werden kann, wenn man dasselbe an geeigneten Vorrichtungen zu üben und zu erlernen sucht, und daß über Haupt nur Umgang mit Luft und Wind brauchbare Ideen reifen tön nen. Seitdem diese Erkenntniß durch gedrungen ist, vollzieht sich eine vor theilhaste Wendung in der sonst so langsamen Entwickelung der Flug technik. In allen Kulturländern sin den sich heute schon Fachmänner von gutem Ruf. in deren Laboratorien die verschiedenartigsten fluchtechni schen Gedanken Gestalt annehmen. Hochachtbare Männer der Fachwissen fchaft, wie die Professoren Langley in Amerika. Marey in Frankreich, Miller von Hauensels und Wellner in Oesterreich, die Techniker Maxim und Phillips in England, sowie van Siegsfeld. Freiherr von Parseval, Koch. Steiger, Ritter von Lössel, Freiherr von Wechmar, Platte und viele Andere in Deutschland und Oesterreich baben nicht blos theore tisch, sondern auch praktisch auf die sem Gebieke sich hervorgethan. Nur Weniges davon dringt allerdings in die weitere Oessentlichkeit. . Die höchste meteorologische Station. Eine neue meteorologische Hoch, station, und zwar die höchste der öelt. ist kürzlich auf dem 0W Meter hohen Berge Ehachani in Peru, 19 Kilome ter nördlich von der Stadt Arequipa, errichtet worden. Die Geldmittel dazu hat ein Bürger unseres Landes dem Direktor des HarvardCollege Observatoriums zur Verfügung ge stellt. Diese sehr bedeutenden Mittel sind mit der Bestimmung gegeben worden, daß sie ' zur Ausführung astrophysikalischer Untersuchungen an solchen Stationen, welche nicht unter der Ungunst atmosphärischer Zustände leiden, dienen sollen. Nach vielfachen Versuchen hat sich ergeben, daß ein sehr günstiger Punkt bei Arequipa aus dem benachbarten Pico Ehachani 'sich befindet. Der Gipfel diese Ber geS ist trotz der Nähe deS AequatorS von ewigem Schnee bedeckt. Die me teorologifche Station wurde deshalb nicht auf diesem Gipfel, sondern auf einem südöstlich darunter gelegenen Plateau unterhalb der. Grenze deS ewigen, Schnees, 5076 Meter über dem Spiegel der Südsee. errichtet. Sonach befindet sie sich 265 Meter höher als die neue Station auf dem Gipfel des Mont Blanc. Die Station kann, von Arequipa aus in ungefähr 3 Stünden zu Pferde erreicht werden. Sie besteht nicht aus einem steinernen Haufe, sondern nur auS einer Steknhütte, da der bau ernoe Aufenthalt eines Beobachters daselbst nicht beabsichtigt ist. Man hat vielmehr in jener Hütte eine große Anzahl selbstregistrirender In strumente aufgestellt, deren Beauf sichtigung allwöchentlich einmal durch einen Angestellten deö Observatori umS zu Arequipa aus geschieht. Die Vergleichung der Instrumente Mit Normal'Jnstrumenten wird jeden Monat emmal ausgeführt. ES ist unzweifelhaft, daß diese Aeobachtun gen in so großer Höhe über dem Meer und in solcher Nähe beim Ae quator wichtige Ergebnisse bezüglich der Warme- und BewegungSverhält nisse der hohen Schichten unserer At mosphäre liefern werden. Indessen wäre zu wünschen, daß die Jnstru mente direct auf dem höchsten Punkte deö Berges ihre Aufstellung hätten. Versuche, wenigstens eine. Thermo meterhütte dort oben zu errichten, sind leider völlig fehlgeschlagen, doch hat man die Hoffnung nicht aufge geben, dennoch zum jiele zu gelan gen. Sollte dieS aber unmöglich sein,. so ist beabsichtigt, auf einer an dern, wenn auch etwas niedrigern. aber dasür völlig freiliegenden und bequem zugänglichen Bergspide in der Nähe ine neue Station zu er !lien. m AbaeküdTlt. Tenorist (prah. lenv): Älö tcy zum ersten Male auf trat, wurden im Theater nicht wem, ger als zehn Taschenuhren gestohlen, so stark.--r-7?reund: .Die alte Ge schichte.. Wenn AlleZ auf eimnal heraus will Auch ein? Kritik. Dickter: WaS glauben Sie wohl, werde ich für das Gedicht bekommen?" Redal teur:. Na. ich. meine. 50 Mark." Dichter: DaS ist mehr, als ich erwartete." Redakteur: Na, ich denke 50 Mark oder 10 Tage Gefängniß.Wer ist gemeint? A.: Warum heute so eilig, Herr College? B.: Mun nach Hause zur Frau die WanZ wartet
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