Indiana Tribüne, Volume 17, Number 156, Indianapolis, Marion County, 23 February 1894 — Page 2

Indiana Tribune. Erscheint füglich und Sonntngs.

Die tägliche .Tribüne" kostet durch den TrSge, 12 Cent! per MZoche, die EonntagS-.Tribüne" S Cents per Woche. Beide zusammen 15Cent oder 55 Cent per Stonctt. Per Post , gespickt in Oor, uSbejahlun per Jahr. Office : No. 18 Süd Alabama Str. Indianapolis, 3nd., 23. Februar '94. Der Teufel als 2lngeklagter. Die sog. Heilsarmee wird in ihren Hanswurstiaden immer unternehmend.:r und kühner. Von allem Anfang an führten die H:ilsheuler einen regelrechten militärischen Rxltg, gegen Ge. bocksfüßige Majestät; aber das wurde schlvßlich denn doch etwas eintönig, und es mußte wieder Abwechslung in das fromme" Tollhäuslcr-Programm gebracht werden. Mitunter war di: Abwechslung recht fröhlicher, idyllischer Art, wie z. A. öffentliche buntscheckig: HeilssoldatenHochzeiten, womit man vor einiger Zeit ja auch in der deutschen Reichshauptstadt unter Mithilfe sensationssüchtiger Tagesblätter Furore machte. Das Allerneueste ist aber eine regelrechte hochnothpeinliche Schwurgerichts-Ver-Handlung gegen den Teufel, wie solche in 'der verflossenen Weltausstellungstadt eröffnet wurde. Für einen wirklich religiös gesinnten Menschen müjj ten die Einzelheiten dieser, mit aller Feierlichkeit tirc Mordprocesses ausgeführten Fastnachts - (Xircuskomödie auf das Höchste empörend sein. wenn es sich um etwas Anderes handelte, als gerade um die Heilsarmee", deren Harlekinssprünge Einen sogar vergessen machen? können, daß diese Organisrtion stellenweise wirklich einiges Gui: hinsichtlich Linderung lv3 ärgsten Nothstandes geleistet hat. Ein Aug;nzeuge berichtet über je.en bis jetzt ei.iz'g dastehenden Bogus-Proß gegen den Gottseibeiuns: Diese Schindluderei war in ihrer Art ein ganz vorzüglicher Gedanke ihrer Unternehmer. Trotz des schlechten, regnerischen Wetters lockte der Ulk eine qroße Menschenmenge in die notorische .Princeß Hall" an West Madison 3tr., obwohl etwas geschah, was sonst ijoh! noch bei keiner Gerichtsverhandlang" vorgekommen ist: nämlich ein Eintrittsgeld erhoben wurde. Viele :nn!en keine Sitze mehr finden, zahl :en aber auch willig für das Stehen, lind schwerlich ist Einer von diesem Publikum enttäuscht hinweggegangen. Punkt acht Uhr Abends ging der anz los. D.?r Nichter", Dr. Beebe, 5 ttblöste sein beglatztes Haupt und rief Versammlung mit Hilfe eines Schmiedehammers zur Ordnung. W. Winchell, Adjutant der Heilsarmee, .-at als Staatscnwalt auf, und John Johnson vertrat die Vertheidigung. 11 war eine Menge Zeugen vorgela:tn; auch der berühmte Bob" Jnger-i-rS, der gegenwärtig in Chicago weilt, a!te sogar ein: ZmarigZvorladung" . rhalten, war aber trotzdem nicht erschienen. Vor Eröffnung der eigentlichen Verhandlung betete Winchell, der gleichzeitig den Kaplan spielte, um ein ,q:7.?chtes Verdict. Darauf rief der Lerichtsclerk Vosberg mit weithin schallender Stimme aus : Höret ,';hr! Höret Ihr! Höret Ihr! Der Gerichtshof der Heilsarmee von Chi-c.-go ist jetzo in Sitzung." . Der RichKr ließ die Liste der zwölf ;u'.!i und intelligenten Geschworenen" verlesen, . worunter auch die Namen Deutschen waren. 3) Geschworenen wurden vereidigt wobei e5 passirte daß der Girichtsclerk aus versehen unt.:r allgemeinem Gelächter gleichfalls den Geschworenen-Eid leiMi und nahmen dann ihre rothausgeschlagene Vor" ein. Nun verlas 'der Crk die Anklage. Tatan. alias der Teufel", alias die Schlange" ist darin beschuldigt, 1000 Verbrechen verübt . zu haben, vom Kleindiebstahl bis zum Mord. Doch wurde er vorerst nur auf zwei Punkte, Raub und Mord, processirt. Unter den anwesenden Freunden des Angeklagten" flüsterte man sich zu, daß dieser keinen unparteiiscben Proceß erhatte, daß die Jury gepackt" sei, daß der Anwalt für die Vertheidigung nicht über den Verdacht erhaben sei, im Solde der Verfolgung zu steb.'n, und daß die über den ganzen Saal hin verfeilten Banner mit Inschriften wie : Hört die große Anklage," Der Teuf.?I in der Suppe" u. s. w. ungesetzliche Versuche bildeten, Vt Geschworenen zu beeinflussen. Es kam zu verschiedenen Plankeleien zwischen wn biderseitigenAnwälten, deren ein jeder einen ganzen Stoß Nechtsbücher sowie die Bibel vor sich hatte. Vor Allemantragte der Vertheidiger Johnson 'Vertagung, da der Angeklagte nicht zugegen sei. Aber der Staatsanwalt bewies haarscharf aus der Bibel, dem Worte Gots, daß er. nämlich der Teusel, sicherlich . da sei. Vergebens protestirte Uv Vertheidiger gec.'n die Zulassung des Wortes Gottes als Beweismaterial. ; NichterBeebe entschied gegen die Vertheidigung, der scharfsinyigeu Berrrkung des Staatsanwaltes beitretend: selbst wenn der Teufel nicht da wäre, so würden ja auch gegen Corporationen trotz Personlicher Abwesenheit Processe geführt, und der Teufel bilde gewiß eine sehr große Corporation. Das ganze Zeugenheer wurde nun auf einmal vereidigt. Der erste Zeuge der Anklage war Bernhard Solvinsky, welcher erklärte, er sei in New Iork geboren und in Californien erzogen, und der Teuf.il habe ihn veranlaßt, in eine Wirthschaft einzubrechen, wofür er, nämlich Solvinsky. drei Monate lang habe brummen müssen. Der Vertheidiger nahm den Zeugen in's Kreuzverhör. Sie beanspruchen, tm intelli genter. Mensch zu sein?" fragte er ihn. pk&a ja." war die Antwort. Ein

bta'ustnds" Gelächter erhob sich ; der Schmiedehammer und die donnernde Stimme des Richters stellten die Ruhe wieder her. Sind Sie nicht ein göwohnheitsmäßiger Einbrecher?" fragte der Vertheidiger weiter. Amen, ich war es," antwortet der Zeuge, aber

das Blut Christ". Ich erhebe Einwand, schrie der Vertheidiger, gegen das Halten von Predigten." So wurde noch eine Zeit lang w.'iter gekatzbalgt. Der nächste Zeuge, war ein Australier Namens Brooke, welcher aussagte, der Teufel r)afa ihn in der Person der . Mrs. Annie Vesant in London in die theosophische Bewegung gebracht und ihn schließlich zu einem Selbstmordversuch getrieben, aber Moody und die Heilsarmee hätten ihn noch rechtzeitig gerettet. Das Kreuzverhör vermochte seine Aussagen nicht zu erschüttern. Dann trat ein gewisser Gorman aus und bezeugte, daß er seit 20 Jahren in Chicago wohne und ebenso lang den Teufel kenne. Er schilderte den Schwanz, die Hörner u. s. w. desselben und sagte sogar, er habe im Washington Home (Hellanstalt für Trumenbolde) einen (Fia.ht) mit. dem Teufel gehabt und sei erst aus Furcht vor ihm unter das Bett gekrochen, habe ihn aber von dort aus tapfer bekämpft. Doch Protestirk der Vertheidiger in diesem Fall mit Erfolg gegen die Zulassung dieses Zeugnisses, nachdem er dem Zeuaen balbweas das Geständniß entlock! hatte, daß derselbe damals einfach am Säuferwahnsinn gelitten. Darauf betrat ein Frauenzimmer den Zeugenstand. Sie nannte sich Mrs. Winchell und sagte unter großem Gelächter des Publikums, sie sei 25 Jahre alt. Wie lange kennen Sie den Teufel?" fragte der Staatsanwalt. Seit meinem achten Jahre," antwortete die alte Schachtel verschämt, er hat mich damals veranlaßt, meiner Mutter Rosinen zu stehlen." Der Vertheidiger konnte ihre Aussagen nicht erscyutern. Nachdem es in dieser Art unter der gespanntesten Aufmerksamkeit des Publlkums bis aeaen 10 Uhr sortgegangen, vertagte sich der ehrwürdige Gerichtshof. und Richter Beebe besahl, daß die Blechmusik spiele. Auf solche Art kann der Tcufelsproceß noch so lange fortgesetzt werden, wie r i -i r y ! v i . i W i.!.1Y.:Al lieg vie vzeicgicgie jagu, unv uicuciuyi mit dem Knall-Effect einer Hinrichtung schließen. Und wenn diese Attractwn ausgegangen ist, dann rann nan ja des Teufels Großmutter -ocessiren. Laufbahn eines (5rz:nmpen. Der Schwindler zweier Welten, welcher unlängst unter dem Namen Rtf?. G. B. Howard in Jackson. Tenn., wegen betrügerischen Mißbrauches der Post verurtheilt und wenigstens aus neun Jahre unschädlich gemacht wurde, ist entschieden einer der bemerkenswerthesten Lumpen der neueren Zeit. Sem ganzes Leben war bis jetzt fast nichts. als eine Kette Betrügereien und Schel menstreiche. Rollen wir einige Blatter aus diesem Lebensbuche auf. Vor 42 Jahren erblickte er zu Ed monton in England als Sohn eine; aus dem Dienst geschiedenen Londone. Polizisten das Licht der Welt. Da mals wurde er Fredenck Atryde How lett genannt. Im Alter von 17 Iah ren kam er als Scfsjunge aus eil Kauffahrteischiff, mit welchem er in Juli 1873 in New York anlangte. Dor! abenteuerte er em Jahr lang zm Rand. der Aerorechersphare herum und dani trat er in die amerikanische Armee aus welcher er aber schon nach 4 Mo naten desertirte. Wir sehen ihn darn wieder in Süd-Carolina als Lehrer ei ner Negerschule auftauchen. Nach einiger Zeit wurde er o.berFrie densrichter, und er erhielt eine Conces. sion zur Betreibung der Anwalts Praxis in Walterboro. S. C. Ji letzterer Eigenschaft ließ er sich jedcd, Unterschlagungen von Clientengelderr zu Schulden kommen, es. wurde eil Haftbefehl. gegen ihn ausgestellt, unt Howlett entfloh gerade noch rechtzeitig. Doch fand er es noch nicht nöthig, der, Staat zu verlassen,' und nach einige'. Zeit praktizirte er wieder ganz gemüthlich in Port Robbins, S. C. Dor ver- und entführte t$ die Gattin eine hervorragenden Bürgers. Das Paar entfloh nach Lezington Ga., wo der Lump in Compagnie rni: dem Richter Samuel Lumpkin ein An. waltsbureau eröffnete und seine Geliebte allgemein als sein; Gattin vorstellte. Da. aber sein Charakter dor: bald bekannt wurde, so brannte er diesmal solo, nach Fayettevllle. Ga. durch, und hier setzte er die Anw?.lt5 thätigkeit sort und brachte sich außer dem in den Geruch roßer Frömmig seit, gelangte auch b.'.ld zu einem he? vorragenden Rang in d:r Baptister kirche. Doch w.'lrde er wiederum ti sannt, slih und lebte nacheinander i Jonesboro, Marietta und Atlanta i: gutem Ansehen. Seine sehr stattlich Erscheinung und sein ausgezeichnete Mundwerk führten ihn überall gut ein In letzterer Stadt heirathete er dl Tochter aus einer der bekanntesten Fä milien. Mehr, als je, verlegte er sich au religiöses" Wirken, wurde Geistliche: und alsdann zum Pastorat der Erster Baptistenkirche in Jackson, Tenn., Urufen. Das war im Jahre 1331, und nun nannte er sich George Frederic! Burgoyne Howard. Weiter aufwärt? stieg sein Stern, man bot ihm sogar das Przfessoramt der Moralphi'osophi.' an der Südwestlichen Baptisten-Uni-versität an, und er erhielt den Grad eineö Doktors der Gottesgelehrtheit. Indeß brach in streit in seiner Kirche aus, und Howard gründete mit einem Theil feiner Gemeinde flott eine neue Kirche. Mittlerweile starb seine Gattin von Atlanta, und er heirathete ein Mädchen von Jackson. Neue kirchliche Widersacher erhoben sich gegen ihn. und im Streit mit denselben wurde die gane Geschichte seinesSchwindellebens vor der , Welt ausgehängt. Howard strengte, kühn wie lmmer. ernt Ver

leumdungsklage an. die Gesckmzorenen sprachen ihm 1 Cent zu. Howard setzte seine Predigerthätigkeit bis zum Jahre 1801 fort. Dann wandte er sich wieder nach der Stadt New Fork und von da nach seinem alten Vaterlande. In London eröffnete

er eine jener berüchtigten AnsprücheAgenturen", unter dem stolzen Namen William Lord Moore, und beschwindelte von dort aus viele Leute m Amenka unter dem Vorgeben, dafe Ver wandte in England oder Irland lynen Geld hinterlassen hatten. Aber vurcy den Einfluß des amerikanischen )esandten Lincoln wurde er genöthigt. den Staub Londons wieder von seinen Fünen zu schütteln. 2um dritten Male wandte er ich nach New Bork und setzte die letztgenannten Schwindeleien abwechselnd unter dem Namen Joses Leaer und fc. Roß fort. Als sein Treiben entdeckt wurde, kehrte er wieder zu dem Namen 5)oward Zurück und beschwindelte die früber von ibm Gerupften noch einmal! Aber sein fabelhaftes Glück sollte ihm niüt mebr lanae treu bleiben, und in seinem alten Wirkungskreis" Jackson wurde er nach einem verhältnißmäßig kurzen, aber sensationellen Proceß zu 9 Jahren Zuchthaus, und einer Geldbüke von 81200 verurteilt. Wer weiß, was dieWelt später noch von ihm hören wird! Tie WindmüklcN'Jndnstrie. Gelegentlich der Chicago Weltaus. stellung hat das allgemeine Publikum wieder, etwas mehr Interesse für die Windmühlen gesaßt, welche auf der Südseite des Ausstellungsplatzes sehr aut und auffallend vertreten waren und den Beweis lieferten, daß diese Industrie- keineswegs zu den allmal:g verschwindenden Ueöerbleibseln einer idyllischen alten Zeit gehört, sondern mit dem modernen Leben und Weben sich gleichfalls weiterentwickelt hat und im Zeitalter des Dampfes immerhin noch einen würdigen Ranz behauptet. Ein Fachblatt berechnet, daß gegenwärtig allein in den Ver. Staaten rund eine halbe Million Windmühlen in regulärem, täglichem Betrieb sich befindet. Der ökonomische Werth dieser Betriebsvorrichtung ist ein viel bedeu tenderer, als Manche heutzutage glauben. Wenn man die Windkraft mit Dampf und Gas für Pump-Operatio-nen vergleicht und alle rn Betracht kommenden Factoren zu Gunsten oder zu Ungunsten der einen und der anderen Kraft berücksichtigt, fo ergibt sich, daß die Windkraft mehr als sieb e n m a l billiger kommt, als eine der anderen selbst unter den günstigsten Umständen. Aehnliches 'läßt sich auch vom Verhältniß zwischen den drei Fac toren für elektrische Beleuchtungszwecke sagen; denn auch hierbei werden seit langer, als 12 Jahren, von Wmdmuh len theilweise gute mechanische Dienste geleistet. Wer wollte da noch leugnen. daß die Windmühlen modern" sein können? Freilich steht die Windkraft nicht im. mer und nicht gleichmäßig zu Gebote. Die Aufzeichnungen des Signaldienstes unserer Bundesarmee in den letzten 15 JahrenZ ergaben, daß die Windmühle dem Princip der Achtstunden-Arbeit" huldigt, daß man sich nämlich im Durchschnitte für 8 unter den 24 Stunden des Tages auf eine für den gewöhnlichen Windmllhlcn-Betrieb hinreichende Kraft des Windes verlassen kann. Stunden, der vollständigsten Windstille treten ein, und die Anwendbarkeit der Windmühle ist daher nothWendigerwelse auf bestimmte Klassen Arbeiten beschränkt, nämlich auf solche, welche eine öftere Unterbrechung gestat ten. und auch solche, deren Kraft für künftige Verwendung aufgespeichert werden kann. Die Verwendung zur Erzeugung elektrischen Lichtes wobei das Dynamo unmittelbar von der Windmühle getrieben wird, und eine Secundärbattcrie- zur Aufbewahrung und Vertheilung der elektrischen En:raie dient wurde' zum ersten Male l.831 von Sir William Thompson anaegt. ,

Vom Anlande. 5in einem billigen Kost. Hause New 51orks starb dieser Tage der Deutsch-Australier Alfred Weigel in der bittersten Armuth. Weigel. der noch vor zwei Jahren auf eine halbe Million geschätzt wurde, kam mit seiner Frau auf einer Vergnügungsreise nach den Ver. Staaten. Als die Krisis inAustralien ausbrach, schwand plötzlich über Nacht all' fein Reichthum und nachdem seine vorhandenen Mittel aufgebraucht waren, ,mußte er die billigsten Plätze aufsuchen, um sein Leben zu fristen. Die Kiowa- und ComancheIndianer im Jndiancrgebiete tragen den Weißen gegenüber eine kriegerische Haltung zur Schau und droben, die Heerdenbesiher sammt deren Vieh von ihren. Reservationen- zu vertreiben, weil sie seit dem October für ihre Hlltungsländereien keine ' Pachtgelder mehr erhalten haben. Sie durchschneiden bereits die Drahtzäune und schlachten das Vieh. - Man befürchtet blutige- Gewaltthaten, wenn das den Nothhäuten gebührende Geld, im Betrage von $60.000 nicht bald bezahlt wird. I m C o n t r a k ta r b e i t e r - Vureau auf Ellis Island herrschte Neulich nicht geringe Ausregung über die eidlichen Angaben.die vier allem Anscheine nach vor Kurzem unter Contrakt im. portirte Jrländer vor 'dem Chef des Departements, Quinlan. machten. "W. I. Simmons, ein Spitzenweber, Bridaet Gallagher, eine Spitzenweberin, Hugh Ferry, ein Wollenweber, und Owen Curran, Zn 'Verfertiger von Webermaschinen, erklärten nämlich, sie seien von einem Londoner Agenten der Wanamaker'schen Spitzenfabrik inPhi ladelphia, Eigenthum des früheren Ge-neral-Postmeistns Wanamaker. . unter Contrakt engagirt und nach Philadelphia gesandt wordenwo man sie nach kurzer Arbeitszeit jedoch- wieder-entlas-sen habe."-

In T rever ton bei Shamokin in Pennsylvanien fand neulich Abends eine blutige Schlägerei statt, in welcher vier Personen mehr oder weniger schwer, ein Dutzend aber leichter verwundet wurden. Am frühen Abend hatte eine Gesellschaft aus Shamokin eine Schlittenfahrt nach Treverton gemacht und war dort in

eph. Fisher's Wirthschaft eingekehrt. Wahrend sich mehrere Mitglieder der Gesellschaft in dem Schankzimmer aushielten, machte Dick Little, ein missourischer Cowboy", ihnen bemerklich, daß er ein Arbeiter-Organisator, sie selbst aber nur Scabs" seien, und führte allerhand Schimpsreden gegen sie. -Der Wirth Fisher gebot ihm Riche und der freche Bursche begab sich in das Gastzimmer, wo er über ein zu der Gesellschaft gehöriges Mädchen eine beleidigende Bemerkung machte. Das Mädchen erzählte davon ihrem Bealeiter und dieser suchte Little, der inzwischen wieder in das Schankzimmer getreten war, auf, forderte von ibm eine Abbitte und versetzte ihm, als er dieselbe versagte, einen Schlag, worauf Little sein langesBowiemesser zog und sich mit dem Bemerken, daß er ein schlimmer Bursche aus dem Westen sei, zur Wehr setzte. Fünf Männer aus Shamokin vertheidigten sich mit Stühlen und Schemelbeinen, während Little blindlings um sich stach. Später keimen diesem Freunde zu Hilfe und es , entspann sich eine allgemeine Schlägerei, in deren Verlaufe Frau Fisher bei der Abwehr eines Messerstiches der Arm zerschnitten wurde. Harry Lewis, der sich mitten in dem Gedränge befand, wurde das Gesicht so stark zerschnitten, daß die Wunden ihm mittels einundzwanzig Stichen zugenäht werden mußten. Schließlich wurde der Cowboy mit einem schwerenStuhle niedergeschlagen. Neulich Abend schlössen in Connersville in Jndiana der reiche Schuhwaarenhändler Frank Arnold und die neunzehnjährige Josie Orr Frybarger, eine schmucke Blondine, wider Wissen und Willen und wie sie vermeinten, nur zum Scherze den Ehebund; dies geschah aber so formgerecht, daß eine gesetzlich giltige Ehe zu Stande gekommen ist, welche nur durch ein' gerichtliches Versahren getrennt werden kann. Das junge Mädchen befand sich an jenem Abende mit einer Freundin in dem Arnold'schen Schuhladen und bald erschienen mehrere freunde Arnold's. Die jungen Leute kamen in scherzhaftem Plaudern auf die Ehe zu sprechen. Arnold machte dabei eine Anspielung auf Fräulein rybarger und einer der Freunde fragte. warum er und das Mädchen noch nicht geheirathet hätten. Weil ich keine Licenz habe", war Arnolds Antwort. Daraufhin besorgte einer der Freund: eine fälschlich nur mit dem Namen des Gerichtsschreibers unterzeichnete, aber mit dem Gerichtssiegel versehene Licenz und das Paar wurde von Mayor Daves in aller Form Rech, tens getraut, befand sich aber beiderseits dabei in dem Glauben, daß eine rechtsgiltige Ehe wegen der Fälschung der Licenz nicht zu Stande gekommen sei. Als die jungen Leute indessen von Sachverständigen eines Besseren belehrt wurden, erschienen sie am Samstage vor Gericht und beantragten in gegenseitigemEinverständnisse die Wie. derauflösung der nicht ernst gemeinten Ebe. Ein schönes Geschenk ist der amerikanischen Nation zuLincolns Geburtstag geworden. Mehrere patriotisch' gesinnte Männer haben nämlich den Geburtsplatz Lincolns angekauft, um ihn zu ' einem nationalen Park zu machen. Die Absicht geht dahin, die so lange vernachlässigte Farm in Stand zu setzen und die Geburtshlltte von einem . Haus war ja nicht die Rede! wieder so herzustellen, wie sie war, als der große Mann das Licht der Welt erblickte. Das Anwesen lag damals in Hardin County, Ky., liegt aber heute in dem seither organisirten Barne County, 'drei Meilen südlich von Hogdenville, und ist unter dem Namen Lincoln Springs" bekannt. Die Urheber des Proiectes werden eine Association in's Leben rufen, ähnlich den Gefellschaften. welche Mount Vernon und Her mitage in Stand halten; und diese Association soll dann die GeburtsHätte Lincolns ebenso bewahren und pflegen, wie es mit der Washingtons und Jacksons geschieht. Erfreulich ist es. daß die Urheber dieses Patriot!schen Unternehmens Südländer sind, welche durch die columbische Weltausstellung zu ihrem Vorgehen veranlaßt wurden. Es sind nämlich beinahe lauter Männer, welche theils officiell, theils unofficiell mit der Vertretung des Staates Kentucky. in der Weißen Stadt" betraut waren, und welche die nationale' Atmosphäre der letzteren zu ihrem lobenswerthen Entschluß veranlagte. Der Vostoner GlobV er. zählt die folgende romantische Ge'schichte' - einer Zuchthausliebe: Vor nahezu sieben Jahren wurde Rice M. Blakely in Taunton in Massachusetts wegen schwerer Mißhandlung eints Mitarbeiters in einem Leihstalle zu achtjähriger Zuchthausstrafe verurtheilt, die' unter Anrechnung deö Straferlasses für ausgezeichnete Fübrung kürzlich ihr Ende erreichte. Vor etwa zwei Jahren erfuhr Mollie Nunan. eine in einem Bostoner SpeiseHause angestellte bildschöne Engländerin. von Blakely und dessen Geschick und interessirte sich bald so sehr für ihn. daß sie ihn in der Strafanstalt besuchte und ihre Besuche an den Besuchstagen wiederholte. Fast auf den ersten Blick- verliebten sich der Slräfling und die schöne Engländerin in einander und drei Monate später fand di- Verlobung der Beiden statt, wel- ?? nächstens die Hockzeit folgen wird. . Schön und rein . Soll da Hauö stet? sein! Die besten Bürsten dazu kauft man bei O 4 n t c I i20 JDj NcCartz Cfc.

Teutsche Loeal'NaHrlchtcn.

Provinz Brandenburg. In Berlin begingen Selbstmord d ' Musiklehrer Oeltzcl, der frühere Locomotivführer August Kusch, vle Schlosserfrau Linke. Die Leiche des Architekten S. aus Moabit.bei der 23.000 Mark in Werthpapieren vorgefunden wurden, ist aus der Spree gezogen worden. Eines der ältesten Gebäude Schönebergs, das in den Besitz der Schöneberger Schloßbrauerei gelangte ehemalige kurfürstliche Jagdschlößchcn, ist niedergebrannt. In Alt-Landsberg ist eine so heftige Masernepidemie ausgebrochen, daß die drei untersten Klassen der Stadtschule geschlössen werden mußten, da aus diesen Klassen nicht weniger als 81 5Nnder erkrankt sind. Die ForsterTuchfabrik von Franz Neumann ist vollständig abgebrannt. Nahezu O0 Jahre alt starb in Arnswalde der frühere Schießbudenbesitzer H. Fritz, unter dem Namen der alte Fritz" wegen seines originellen Charakters und seiner seltenen Begabung und Geschicklichkeit, alles selbst anzufertigen, eine allgemein bekannte Persönlichkeit. Eine Reihe von Jahren war er Stadtverordneter und Rathsherr. In dem Dorfe Nabern bei Landsberg a. W. ist der Weinhändler Pade von einem Gastwirth mit einem Beil erschlagen worden. Der Getödtete hinterläßt eine Wittwe und 9 Kinder. Die Schützengilde von Strasburq l. U., die zweialteste aller aller bestehenden Gilden, wird-ihr 473zährlges Jubiläum in der Woche nach Pfingsten d. I. begehen. In dem Laden des Kohlenhändlers R. Voigt zu Senftenberg brach Feuer-aas, das t doch bald gelöscht werden konnte. Un ter dem dringendenVerdacht derBrandstiftung wurde Voigt von der Stelle weg verhaftet. ProvinzOstpreußen. Der Feuerwerker Lottermoser vom Artillerie-Depot in Pillau, welcher zum Besuch seiner m Gumblnnen wohnenden Eltern beurlaubt worden war, ist in der Dunkelheit vom Wege abgekommen und im Festungsgraben ertrunken. In Angerburg entzündeten sich in einem Geschäfte fünf Millionen rothköpfiger Streichhölzer und -flogen in die Luft. Die starke Erschütterung wurde in der ganzen Stadt gespürt. Die beiden Lehrlinge, die den Unfall verschuldeten, kamen mit leichten Berletzungen davon. Das Dach des Hauses wurde durch den Luftdruck in die Höhe gehoben. In der Nähe von Neukirch wurde der Maurer Heimstädt aus Dvarrelischken im Straßengraben liegend und mit Stroh zugedeckt todt aufgefunden. Da an der Leiche mehrere Messerstiche vorhanden sind, so nimmt man an, daß hier einMord vorliegt. Auf der Besitzung des Gutsbesitzers Büchler in Kerzienen wurden durch eine Feuersbrunst sämmtliche Gebäude eingeäschert. Als muthmaßlicher Brandstifter wurde ein auf dem Gut bediensteter Knecht festgenommen. P r o v i n z W e st p r e u ß e n. Geh. Kommerzienrath Schichau in Elbing feierte kürzlich seinen 80. Geburtstag. Bis jetzt sind auf dem Schichau'schen Werke 186Torpedoboote gebaut worden. Zwischen Soldaten des Thorner Pionierbataillons und des 21, Infanterie-Regiments entstand im Viktoriagarten anläßlich des Tanzvergnügens am Kaisers Geburtstage eine Schlägerei, bei der mehrere Soldaten so verwundet wurden, daß sie in das Lazareth aufgenommen werden muß ten. Der General der Cavallerie, Graf von der Groeben auf Neudörfchen ist gestorben. Das seiner romantischen Lage wegen weit und breit bekannte Mühlenetablissement Pulvermüh!" bei Oliva ist ein Raub der Flammen geworden. In Konitz wur. den die Häuser des Kaufmanns Plath sowie der Bäckermeister Bentler und Lange durch Feuer zerstört. Bei den Löscharbeiten wurde der Feuerwehrmann Händler Jakob Leb 'durch eine einstürzende Mauer erschlagen und der Bürgermeister Engel leicht verletzt. Provinz Pommern. Nach den Hauslisten zur Steuervcranlagung für 189495 betrug" die Zahl der Einwohner Stettins 122,431. Derfrühere Polizei-Jnspector Ruhnke in Köslin feierte mit seiner Gattin die goldene Hochzeit. Dem Jubelpaar ist dieEhejubiläumsmedaille verliehen worden. Der Eigenthümer Beeske aus Freiheide, welcher seinen Knecht, der ihn mit einer Axt erschla-, gen wollte, in Nothwehr erschoß, ist vomSchwurgericht zu Stargard freigesprachen worden. In Fiddichow ist ein Veteran aus den Befreiungskriegen. Gotthilf Liebenow, im Alter von fast 100 Jahren gestorben. Provinz Westfalen. In der Vorstadt Mauritz von Mün per wurde ein Jnfanterie-Untero'fficier von Zwei Handwerkern erscklaaen. l?kn -Parolebefehl verbietet infolgedessen t'i ir:&... cvC-.i.:ril i r , jainrniumcn o"ii""ciiicn uzn 'aureiu halt in jenem Stadttheil. Der Arbeiter Becker, ein als Raufbold-gefllrch teter Bursche in Böhmen, hat den Arbeiter Muth erstochen. In Dortmund ist der Reichsbankdirektor Kröhn an Gehirnschlag gestorben. In der Nähe der Ribbert'schen Fabrik zu Hohenlimburg wurde der Bahnwärter Stuckmann aus Elsey von einem Güterzuge überfahren und auf der Stelle getödtet. In Siegen haben sich neulich an einem Tage drei Unglücksfälle mit tödtlichem Ausgang ereignet.' Der elfjährige Otto Knetsch kletterte auf den Spannbock einer Seilbahn, wahrscheinlich um daö Stirnrad als Karussell zu benutzen. Dabei gerieth er zwischen daS Räderwerk ünd wurde getödtet. Der furchtbar zugerichtete Korper konnte -nur mit Mühe lösgemacht werden. Gegen Abend stürzte ein Arbeiter wenige Stufen von einer Treppe und brach das Genick. Eine junge Wittwe stürzte sich aus dem dritten Stock ihres Hauses und war sofort eine Leiche. Die Regierung zu Arnsberg veröffentlicht eine Nachweisung der in den Schulen deö RegierungsbeixzU vorbandenen stotternden Linder.

)ie 3258 Klassen des Bezirks werden von' 4445 stotternden Kindern besucht. Die meisten sio:ternden Kinder (429) stellt der Kreis Gelsenkirchen, die wenigster. (54) der Kreis Wittgenstein. Rheinprovinz.

Der im Gefängniß zu Köln befind liche Privatgelehrte Wiegmann hat einen Selbstmordversuch gemacht. In Elberfeld starb an den Folgen der Influenza nach nur zweitägigem Krankenlager der vierte Beigeordnete unserer Stadt und langjährige Vorsitzende der städtischen Armenverwaltung Franz Ernst. Auf frischer That wurde ein mit Stahlwaaren umherziehender Hausirer ertappt, als er mit Leimruthen den Inhalt des Opferstockes der Pfarrkirche in Weiden zu berauben suchte. Eine Anzahl Münzen hatte er bereits herausgeholt. Der Dieb "wurde dem Amtsgericht Aachen eingeliefert. In der Geschoßfabrik zu Siegburg fand eine Exploston statt. Das Feuer wurde glücklicherweise rechtzeitig gelöscht und namenloses Unglück verhütet. Der Wagenmeister-As pirant van der Stein zu MLlheim a. Rh. wurde überfahren und sofort getödtet. Der Verunglückte hinterläßt eine Wittwe mit zwei unmündigen Kindern. Der Pfarrer Bahles von Edingen a. d. Sauer wird vermißt. Neulich ging der Genannte nach Echternach, ist aber von diesem Gange nicht zurückgekehrt. Eifrige Nachforschungen haben ergeben, daß an dem Vermißten ein Verbrechen begangen und die Leiche wahrscheinlich in die Sauer geworfen worden ist. Es sind bereits drei Stromer hierher rn Untersuchungshaft gebracht worden. Durch einen Wortstreit haben sie selbst den Verdacht auf sich gelenkt. In Venedig wurde Hugo Sohn, Vertreter von Luckhaus in Remscheid, verhaftet. Zr ist beschuldigt, die genannte Firma um 200.000 Mark beschwindelt zu haben. Provinz Hesse N.Nassau. Für zwei internationale Radfahr Rennen, die von der Kurdirektion in Wiesbaden auf der neuen Rennbahn in den Kuranlagen im Laufe der Sommersaison arrangirt werden sollen, wurden die Tage des 3. Juni und 2. September, beides Sonntage, festgesetzt. In Frankurt sind gestorben: Herr Gustav Adolf Böckel, der Vater des AbgeordnetenDr. Böckel-Marburg; der älteste Angestellte des Hauses Roth schild, Herr Georg Louis Schmidt: Premier-Lieutenant a. d. Hoffmann, der dem ehemaligen Frankfurter Li nienbataiqon angehört hatte. In Biebrich hat Dr. Sellgman Baer, ein in gelehrten Kreisen als erster deutscher Talmudist aeltender Gelehrter, - sein 50jähriges Dienstjubiläum gefeiert. Die Dlphtheritls fordert in verschiede nen Orten des Regierungsbezirks Kassel zahreiche Opfer. In erschrecken dem Umfange herrscht sie schon seit lan ger Zeit in der Gegend des Ohmthales im Kreise Kirchhain. Am schwersten wird der Ort Mardorf heimgesucht, wo mehr als 30 Kinder an der Krankheit gestorben sind. In ner Familie sind binnen kurzer Zeit vier Kmocr dahinge rafft worden. Der Weingutsbesitzer Nicolaus Burgeff, 85 Jahre alt, ist m Gelsenheim a.' Rh. gestorben. Provinz Sachsen. Die Strafkammer zu Halle hat den Bankier Bernhard Lindner, dessen Bankerott seiner Zeit so großes Aufsehen erregte, wegen Unterschlagung in 13 Fällen zu fünf Jahren Gefängniß ver'urtheilt. Bei dem im vorigen Jayrr vel ?alzweoel stattgesunvenen Manöver fand eine Pastorwittwe auö Osterburg eine dem Kaiser gehörige Cigarrentasche. Vom Hofmarschallamte wurde kürzlich den vier Töchtern jener Finderin je eine kostbare Broche als Andenke?, ubersandt und die Frau Pastorin mit einem größeren Geldgeschenk erfreut. In Dachwig hat sich der etwa 22 Jahre Kaufmann Schreck im Hausgarten seiner Eltern durch zwei Revolverschüsse entleibt. Das Motiv zur That ist unbekannt. Der in Magdeburg verstorhenePrivatmann, ehemalige Buchbindermeister Brauns hat der Stadt Magdeburg eine Summe von 270.000 M. hinterlassen, deren Zinsen unter dortige würdige HandWerksmeister, die das 55. Lebensjahr zurückgelegt haben und mindestens 15 Jahre dortselbst etablirt sind, vertheilt werden sollen. Provinz Hannover. In einer Wohnung des Hauses Friesenftraße 9 zu Hannover warfen Kinder, die eingeschlossen waren, eine brennende Petroleumlampe um. Es entstand dadurch ein Brand und dichter Qualm; drei Kinder fanden hierbei den Tod durch Ersticken, während das vierte (4 Jahre alte) Kind noch dem Leben erhalten werden kann. In der Nähe von Göttingen auf d?m Hainbe.ge, wird ein Aussichtsthurm gebaut werden. Er soll den Namen BismarckThurm- tragen. Im Laufe dieses Jahres wird in Norden eine Ostsriesische Ausstellung für Landwirthschaft und Gewerbe stattfinden. , Der Regierungspräsident Graf zu StolbergWernngerode und GrafE. zu Jnn und Knyphausen-Lüttesburg haben, das Ehrenpräsidium . übernommen. - Bedenken Sie, daß die Wiöconson .Central Bahn unbedingt daö Zutrauen deö Publikums besibt! da sie bei Weitem die populärste Linie zwischen Chicago, Milwaukee, St. Paul, Minneapoliö und dem Nordwesten ist und fernerhin als die Pullman Linie zwischen Chicago, Milwaukee, Ashland, Duluth und den Plätzen am Superior See angesehen wird. Bedenken Sie ferner daß die WiSconfin Central die bedeutendsten Punkte in Wisconsin berührt, mehr GeschäftsPlätze erreicht als irgend eine andere Linie im Nordweften, daß der Speisewagen seiner ausgestattet ist als )rgend einer der anderen Linien. Für weitere Auskunft als, Raten, Routen, wenden Sie sich an dcn nachsten Ticket Agenten oder an 3aS. S. Pond, Een. Pass. Agent, Milwaukee WiS.

Warum die Chwesm glauben, der Sitz der Sccle sei im Magen, ist nicht Vielleicht deswegen, weil das Gehili'. v?:lt Zustand des MagcnS beeinsiilßt ii'.d. Ein verdorbener Magen, Bcid:nlttg-?schwSche nnd getrübter und vcrwintcr Mistcsznstand sind unzertrennlich von ci:?andcr. Da ; vkclivnsystcm übermittelt alle widrizen Eindrücke, denen cS ansgesetzt wird, v.üi üivc'töbarcr Gewißheit ans den Ma gcn. vtosii ist TySpcpsic dcr wirkliche Lka:':e s.-r ÄcrdanungSschwSche nur tet S3oA:.i:)it, ci oft selbst die Ursache von andren Krankheiten. Ein leichtcr Weg.V.:c '?:...a:!Mg zn erlangen, ein sicheres m i!.rcr Eihaltittig, wenn man sich ihrer erfreut, ist der Gebrauch des ächten I o h r. u n Hoff' scheu Malzextrakts Et rcflt tic LcbcnöthätiFeit an, fördert den Etosfn'cchsel, verbessert den Appetit und

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Ersten 2 SchlZae, zweiter Marm. Zweiten 2 Schläge, dritter Alarm. Dritten 2 Schläge, vierter Alarm. 1-2-1 1 aus und Schlauch aufe?!c?ed 3 Schläge, weniger Wasserdruck. L-3 mehr Wasserdruck. 12 Schläge. 12 Uhr MittagZ. C7 Die ersten 12 fArmaf rrrin

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