Indiana Tribüne, Volume 17, Number 156, Indianapolis, Marion County, 23 February 1894 — Page 1

.-75Z? N 1 1 ; vv )

jf v - VX Jii. yy Ccfen Sie die Offerte der Tribüne" für die V7ell - Ausstellung MIM As 23. Februar 1894. o KvOA 0 Tribüne Coupon für die K ß. v ? m i-kfcPcÄs! Office : No. 18 Süd Alabama Straße. IahrzaniZ 17 no. 15G

X&J.

J "- y

IS

mmmmmmmmmmmammmmm''m'm''''mm'mm''mm'm'mmm'mm'mmmmmmmmmm

. EN0LISH OPERA HOUSE Deutsches Theater. am Donnerstag, den . mävy 8)$. fünfte Abonnements'V?rstellunz. Zum ersten Male : lnscvc Don Juans ! roß Ge'inqsvoste in 4 A?t.' an t o n X r c p t o u. Preise der Plähe - 25c, 50c und 75c. ?i; feilst? ?b?aeVentS Lorstcllung ftnöei am 23. März statt. Au verkaufen in No. 2' West Wasb, inflton Straße, E 'e West ud Washington Straße. T t l ? ! d o n G t o. T e l e p h o K r t i t i e i N -n 1307 13)7 Der Get) Ers er an Sticse.n, Cchnhen nnd Groceri'S. G-oßer schnitt an Meht diese Woche. $2.75 per ftafc für Roller 2Nehl 7üc für 50 Pfd garantirtes Mehl 3T)C für 25 Pfd garantirteS Mehl 8lc für 14 Pfo gutes Medl Tp.echt diese ü.'oche für Schuhe ror. Speziell. Jede? Tchkäufcr erhäl diese W?che frei' fr?:! frei! eia iHt für daö Grind Opera Özs. DaS ist ftu ich cff.riie. Gcoöe Üzv.-a: s in Zcbuhe, Stiefeln und Ruddcrs Leset ric ich t ie Preise schneide 25c für Damen Rudbcr's. Kl 10 für Tarnen Nut b Etiefel $1.25 für g:o e Nr.. der, stufet für naben. $i.50 für s :az p cos" Rudb-r-StieseZ, für yUnv,tv. $2.50 flr Äänncr svortingstiefel $i 50 für redd e l g" Ltuvberstiefct. ZI.00 für ka bleder e ä:'.ncrst efel. N 2', süc tf;j" Männerstiefel. $l.5 für ,.ma n" Mä-merst'e! 62 25 für .,oil grain ' Männer?! iefel Feine Damenschuhe. $2 00 für hande.:ähte franz. Kid'SchuZe, wrty dopvel. $1 Tonzcla Kncxfscpuze für Damen, werth d.wcelt. $jf0 für handaenahte franz. Kid. mit oder oyne P tentleder Lp tzen Ä zu E " Are te und ein Bill t für -US Grand Oper' Haus. $125 für Patent Leder . Spitze Dongola Dam.'n Knöpfschuhe uns ein jIredillet nach dem Grand p.rachauZ 75c für Congrey Knabenschuhe und cin Billet frei. ZI, tzZ und ZZ für sein? Mä mir Congreß Schnürschuh: und ia Freibillet 10 zu 50: für Kinderschuhe Damen verg ßt nich?, doß ich noch einige von I. 2IL Vannoy fei en i andger.ähten Schuhen an tzzn? hzbe rnd zu Schl uderpreisen verkaufe Damen sZ Knöpf ch übe für $1.00 Deinen $2.50 Kid Atüchtrs für . . . $1.25 Damen $2 50 Kid Knöpfschuhe $1.75 DiM'n $2 75 Kid Älüch.'rS für $1.50 Daincrt $2 75 Kiv nöcf'chuhe für $1 50 Damen $3 00 Kid lüch r5 für $1.75 2atM $3 00 id Knöpf'chuhe für $1.75 Damen $4 franz. K d nöpffchahe für. .$Z.00 Damen $5 französif, handamachte Kid schuhe für $2.50 Damen DongslKid Orf 'rds für $1.00 D im? $r franz. Kid Oxfords $1.50 Veraeßt nicht duß iedtS ar aarantirt ist und d lß Sie kein Rlsiko !aufn bei mir zu kaufen Geld zuiückernattet im Falle icht zufrieden Mannerschuhe $2, $3. $ t und $5 Schuhe zu tzl, $!50 $2 und 2.50 und ein Freib.Uet nach dein Grand Opera Haus. Kn'iktt kieseZ auZ kls?r J?itltna und bringt es mit und wenn Ihr für 75c oder ehr im Wchh-Hepartemenr kauft, verommt J'zr Euer Strßenbahnsahraeld erlaubt Sagt dem Kondvkteur Euch an der West Str , auSst'lge., zu lassen Netto 32 Prozent Netto gemacht und bezablt d n Interessent? bei Sve rti iooDeraitoc vt m. &ioa ijnoicaic- von ja. Dec. bi 5. fttbr. b. 3. 10 it 3 0 Croc. per 3 6: sind machen, bl Slisi von WaU Str. auf ein Mtim iM veduj'rt. Au' ,rlon fi:n uifer Prosp'ctuS and Maltest iKarCtoencQ iltt ) ) largtliiJi. 'Ciir ffi.ierinscn. B'inman & Qo , Waf'Tl Brok rS, ÖO 62 VroadZeazz. Ne ott. Geschäfts -Uebernahme. ttnnen Freunden und dem Publikum hier mit zu? Anzeige, daß ich die Wirthschaft. Lcke Ghio und Noble Straße, Ldernommen habe, und mich bemühen werde dieselbe zu einem angenehmen Sammelplatz Ire Deutschen zu geMnen. Beste Getränke und Cigarren ,e. Zu zahlreichem Besuche ladet ein SottUeb Leukirdt, l?ke OKio und Uoble Straße. eorZ üviiWniin 5 p -ir. r. Office : 26 Süd Dt!ava?eßr. CtSJltl 120, 122, 124, 123, 128 Oft Pearlftr. tilgen OsZ ?eg nd aSt.

Rä .j.-c-j-- - , r5 ' w C" Seichettheftatter,

Editorielles.

Die Republikaner jubeln über den großen Sieg, den sie in Pennsyl, vania erfochten haben. Daö Jubeln kostet nichts und daS Vergnügen ist billig. Angesichts der jetzigen Agitation für die Wilson Bill braucht man sich nicht darüber zu wundern, daß in einem Industriestaat wie Pennsyloanien die Schutzzöllner einen Sieg erfechten. Wundern muß man sich nr '-'der die Sinfältigkeit der Leute, welche t der Wilson Bill eine Freihandelszßregel sehen. Die Bill reduzirt die bulle aus einige Artikel, wie Zucker, Eisenerz, Wolle u. s. w., laßt aber im Uebrigen alles so ziemlich beim Alten. In Amerika darf eö heute noch keine Partei ivagen, ernstlich zum Freihandel überzugehen. Weiter als biö zum Sand in die Augen streuen" darf keine gehen. - Die Gegner der Aland'schen Seignorage Bill haben zu einer öfter in Anwendung gebrachten Obltruk. tionöpolitik ihre Zuflucht genommen, nämlich zu der, daß sie nicht stimmen. Da die Befürworter der Bill nur eine kleine Mehrheit für sich haben, und da mehrere derselben augenblicklich von Washington abwesend sind, und da Diejenigen, welche nicht stimmen, a!S nicht anwesend betrachtet werden, so bringen sie kein Quorum zusammen. AlS die Republikaner im Hause die Mehrheit. hatten, und von Seiten der Demokraten eine ähnliche Taktik eingeschlagen wurde, da machte der Tprecher Need der Geschichte ein Ende, indem er sämmtliche Anwesende auch alö anwesend betrachtete, selbst wenn sie nicht stimmten. Die Demokraten betrachteten dieZ als eine Willkür und belegten den Sprecher mit dem Namen Zar. ES scheint aber, als könnten sie sich jeht nicht anders helfen, als dadurch. daß sie es ebenso machen, wie Z.,r Need. Ueber die Rauf- und Sauflust deutscherStudenten ist schon so diel gesagt und geklagt worden, verglichen mit den amerikanischen Studenten aber find die deutschen wahre Heilige. WaS die Rohheit amerikanischer Studenten zu leisten vermag. daS geht in's Un glaubliche. Vorgestern hatten die "5reZkmen" an der Cornell University in Zthaka, N. I., ein Bankett. Die "sophornorc3" störten dasselbe und riefen eine Schlägerei Hervor, bei welcher sie indeß selber die meisten Prügel bekamen. Wahrscheinlich auS Aerger darüber, oder vielleicht auch schon vorher auS bloßer Rohheit, placirte einer oder mehrere der Studenten ein Gefäß gefüllt mit Stoffen, die ein tödtlichee GaS erzeugen unter den Saal in dem das Bankett stattfand, bohrte ein paar Köcher du77 die Decke des Zimmers und den Fußboden deS Saaleö und leitete durch Gummischläuche das Gaö in den Saal. Mehrere Studenten und eine farbige Köchin erkrankten nach wenigen Minuten schwer und Letztere starb nach einigen Stunden. Solch feige, gemeine, rohe Handlungen begeht ein deutscher Student niemals, dazu gehört amerikanische Rohheit. Drahtnachrichten Inland. Wetteraui si &tcn. Kälteres schönes Wetter Samstag und Sonntag. - (5 o n g r e ß. Washington, 22. Febr. Während die Sitzungen deS Senats ohne irgend welche Interne sind, ging eS heute im ause aufer, ordentlich lebhaft zu. Mehrre itgliedn traten mit Heftigkeit gcgen tm Versuch dc Sergeant at Arm, sie zu ve:haf.en auf, irnd schließ'ich entdeckte man, daß der H ftbefehl fehlerhaft war, weil er tie Namen der zu Verhaftn den mcht enthielt. Im Uebrigen ist nech alles beim Tlten kein Quorum und keine Atst mmurg über die Bland'sche Bill. Vergebliche Mühe. St. LouiS, 22.Feb. ViermaS kirte Männer machten heute Morgen zu früher Stunde einen desperaten Versuch, den großen Kassenschra, k in der Office der Hazel Mahlmühle in St. LouiS zu berauben. Ein Wächter und ein Knabe, die sich in dem Raum befanden, wurden zuerst von den Schurken bis zur Besinnungölosigkei geschlagen und dann gebunden und ge knebelt.

Die Räuber mühten sich dann längere Zeit mit dem Schrank, den sie aber nicht zu öffnen vermochten, obwohl sie zwei Pulverladungen in den gebohrten Löchern zur Ezplosion brachten. Als dann zwei Männer, Fred.

Block und Fred. Schieb, hereinkamen, um Mehl zu holen, würden sie von den Einbrechern angegriffen, furcktbar geschlagen und beraubt, worauf sich die Ganner auS dem Staub machten. - Ausland. D i e Armee - Forderungen m'ZllllttNttttMark l V, w w - - - - r e d u e l r t. Berlin, 22, Febr. Der VudgetAussckuk deS ReickstaaeS bat in seiner afstr!n?n und keutiaen Sikuna die in , -t r st ' u I ' -r w tß den Voranschlägen für daS Heer gefor derten Posten um etva drei Millionen Mark beschnitten. 3m preußischen Abg-ordnteuhause kündigte der Minister für öffentliche Arbeiten, Herr Thielen, heute an, daß die Regierung bereit sei, die F 'rde rung der Agrarier, alö Ersah für den Schaden, welcher idnen durch den neuen Handelsvertrag mit 5'luöland erwächst. den Disserental-Taris für deu Eisen-bahn-Tranport von Getreide van dein Osten nach dem Westen Deutschlands abzukchaffen, in Erwägung zu ziehen und an das Eisenbahn'Eomite zu derweisen. . Kaiser W i l h e l in stattet dem 'RathSkeller in Bremen einen Besuch ab. Berlin, 21. Feb. Kaiser Wil helm reiste heute von WilhelmShaven ab, um nach hier zurückzukehren. Er rak um 3 Ubr heute Nachmittag in Bremen ein und besuchte später den berühmten RathSkeller, in welchem m m. . , m v . einige oer alkeuen seine rer 'en agern. Das älteste Faß Wein datirl vom Jahre 1653. Die deutsche Münz - Kon ferenz. Berlin, 22. Febr. Die Regierungökommission, welche eine genaue Untersuchung der Silbeisrage führen oll, hielt heute unter dem Vorsiße deZ Staatssekretärs deS ReichsschatzamteS, Grafen Posadowök?, ihre erste Sihunz ab. Der Graf h?elt eine Rede an die Kommission, in welcher er erklärte, daß die Rkgierung, trotz ihrer soliden Gold Währung, mit Unruhe dei PreiSnieder' gang bei Silbers bemerkt habe und über die Ursache dieser Erscheinung eine genaue Untersuchung anzustellen wünsche. Sie habe deshalb Efpeiten, die verschiedenee Ansichten seien, zusammenberufe,!, um die Sache eingehend zu berathen und zu versuchen, ob eZ nicht möglich sei, dem Silber einen stabilen Werth zu verleihen De? Graf drückte zum Schluß die Hoffnung auS, d.'.ß kie Beratbungen d:r Kommission von Erfolg gekrönt sein würden. Ein wunderbares Heil mittel Mexico, 2Z. Frbc. D.r dent ral Aurelisn Rfviera. welcher die Entdeckung gemacht hat, daß die Ii-cama"-Wurzel den Typhus kurirt und seitdem diese Wurzel kostenfrei unter die Armen vertheilte, hat nun auch entdeckt, daß die Wurzel die Blattern kurirt. Diese letztere Entdeckung ist ganz zufällig gemacht worden. Die Abkochung der Zicama Wurzel war einem Patienten gereicht worden, von dem man zu?rst glaubte, daß er am TyphuS leide, der aber in Wirklichkeit die Blattern hatte. DaS Heilmittel wirkte wie ein Zauber und der Mann genaS ungewöhnlich schuell. Herr Rl viera glaubt jetzt, daß man auch daS gelbe Fieber mit dem AllerweltSmittel heilen könne und hat ein Packet nach Vera Cruz geschickt, damit dort Ver suche damit angestellt werden sollen. Hiesiges. Polizist ging freigesprochen Gestern Abend fand vordem Sicher heitSräth die Verhandlung in dem Disziplinarverfahren gegen den Polizisten King statt. Sie endete mit der Konstatirung seitens deS Präsidenten Nuckle, daß der Board zu der Ueberzeugung gelangt sei, daß der Südseite Turnverein an dem fraglichen Sonntage daö Gesetz übertrat, daß Polizist King nur that, waS seine Pflicht geve-

nötancpclis, Indiana Freitag, den 23. Februar

sen, und daß er diöhalb vollständig tx stunde rn eitV'm Regen von Kugeln freizusprechen sei. 7 bls der Tod die Duellanten beim Auf beiden Seiten wurde eine An- j nt genommen hat i vi.'.' Süle lmmcr bet solchen Vorzänaen zahl Zeagen vernommen und mehrere bi. ba WUüm der Entlastungszeugen sagten auS,' olsbald Vorschläge auf, die Strafaev . c. r. . -t. l i oi: i .r: .s ' ... u,.rx".r nv .. . .. ,

vap jic, üöiööüi maji ayiuailCÜCf Ücöl" . jju cttuurcn. amil wurve MüN ein Eintrittsgeld Zulaß erhielten. Bier M vikl ändern; das Duell hat die trinken und daß Bier auch an Minder. lM? .Strafandrohungen überlebt; -t L v w t , V selb.! dleTodesstrafe, d e in versckiedelahnge verkauft wurde, daß also das .-... Länden kLJ, fJ?JZ:ll

Vergnügen kein Vereinövergnügen,

sondern eine öffentliche Unterhaltung l Duell verschwinden soll, müssen bi gewesen sei. Polizist King sagte aus, j Sitten geändert werden, aus denen ei daß er, nachdem er den Schankkellner fachst. Wie kommt es. daß diese h,rWr,f f.,, ,,m in ! Slttm rade mDeut chland das Duell verhaftet hatte, um seln Z.ugen zuno-- bnstigen . jedenfalls es am wenigT i r r . v nn .irnitn I IriTtljin t rt ni - Il.n . .

titvu i vu( vi'" nimp w,v v verlangt hätte und daß er dabei sei '.e . Revolver gezogen habe, aber nur nm zu verhüten, daß ihm der Fuß abgzquetscht würde, den er in der Thürspalte hatte. T Der Bunoekdistriktsanwul. Burke hat John Needham von Johnsun Eounty auf $80 verklagt, die der selbe als ehemaliger Jndianeragent der Regierung noch schuldig sein soll. iT William Deppert, 310 Blake Ztraße wohnhaft, hätte sich gestern Nachmittag in 450 N. Mississippi Straße beinahe zuTode geblutet, indem eine Ader in seinem Vein zersprang. Man rief einen DiSpensary Arzt und brachte ihn in der Ambulanz noch Hause. EO Der todte Straßcnräubcr ist noch nicht identisizirt, trotzdem daß Tausende gestern in Krezelo Son k Irwin'S Leichenbcstatteretar'lissement die Leiche besichtigten. Beinahe alle Polizisten sahen sich dieselbe an, , aber nicht ein einziger konnte sich erinnern den Mann jemals gesehen zu haben. Die Wirthschaften waren gestern offen, weil Stadtanwalt Scott seine Ansicht dahin abqab, daß die Wirthschaften an solchen gesetzlichen Feiertagen, die in dem Gesetz von 1886 nicht speziell benannt sind, nicht geschlössen zu werden brauchen. Diese gesetzlichen Feiertage beziehen sich nur auf den Verkehr zwischen den Banken und Privatpersonen und, Banken. ' j IXT Der Coroner hat als Antwort auf eine Anfrage von dem ZuchthauSdirektor in Michigan City ein Telegramm bekommen, deS Inhalts, daß ein der Beschreibung deg getgdteten Raubzesellen entsprechender Sträfling kürzlich entlassen wurde. Auf seinem Hickory-Hemd war No. 531 eingeätzt. Auf dem Hemd deö Getödteten ist aber die Nummer herausgeschnittten. ES find jetzt Photographiern von dem Todten angefertigt worden, um seine Identifizirung zu erleichtern. Meerschaumvfeifen, lange deutsche Pfeifen, Cigarrenspitzen zc. bei Wm Mucho. 199 Ost Washington Str.. Das D'bcU u serrr ett, C'cu tl xtC -D r. prg. D?Z Dufl ist eine Frage der bei:n Lchntausend unler sich. Man ."ö.inte sie aus diesem Grunde in eir.'r Zeit, die mit so tiefgehenden allgemei?n iTrrjen zu tä.npsen hat, in die lmv. Linie verweisen. Aber es gibt wiederum keine Frage, die in dieser Weise symptomatisch" ist, die einen so tiefen Blick in dys Wesen der heuten Gesellschaft gestattet. Und keine gibt es., in der die Ansichten so wenig geklärt und abgeschlossen erscheinen. Selten findet sich ein, Mann der leitenden lZesellschaftöklassen. der in ihr sein letz tes Wort sagt; regelmäßig hält er sich ki vn letzten Entschluß offen, mit dem er seine Existenz einsetzt, um sie von ei' nem unerträglichen inneren oder äußeren Druck zu befreien, unkr dem ihm daS Leben nicht mehr lebenZwerth erscheint. Schon daraus ergibt sich, wie verwickelt diese Frage ist, wie s die feinsten Nervenfäden unseres sycialen LebenZ beherrscht. Nichts desto wemger läßt sich heute mtt Sicherheit erkennen, in welcher Richtung sie ihre definitive Lösung erfahren wird. Nur einige Zuge auz finem so weitaus fchauenden 'Thema, welche die Taaes. vorgange besonders nahelegen, hebe ich heraus. Genaueres statistische Material über die Zahl der Duelle mit tödtlichem Ausgang in den verschiedenen Kultur. ländern habe ich mir nicht verschaffen Zönnen. Aber wenn ich aus den Zeitunasnachrichten schlicken darf, .bat Deutschland den trauriaen Bor,ua. tn i .:.r cn..i.. , w . yitj ezleyunz an oer vspiBt ZU nei hen. In der vergangenen Woche sind !zwei solcher Zweikämpfe gemeldet wor- , den. Der Fall, der in Berlin svielte. hat in dem Kampfbedingungen und der Durchführung des Kampfes iiy erftaunliche Sartnäckiakeit des Willen. , den Gegner .außer Gefeckt zu fetzen," ! gezeigt Ein achtmaliger Kuaeltr.'chsel der überlebende Duellantoll er- ' Zlärt baben. eS sei ihm voraekommen.

snicht davon abzuschreü?n. Wenn 2iS

, - -- vnivfVU(UVUj : jivii oerl)lNöern? 'Um der Anlwort näber treten. muh man die Ursachen aufsuchen, aus denen reslmäßig die Duelle entspring aen. Auch darüber gibt es keine Sta. tisttk; ja gerade in den schwersten Fällen wird mit besonderer Sorgfalt von . beiden Gegnern darauf gesehen, einen Schleier über den letzten Grund des Zweikampfs zu ziehen. Von den Reklameduellen ,ftanzösisch'.r Politiker und Journalisten, von den Renommirduellen deutscher Studenten kann, hier keine Rede sein, selbst dk Standes. duelle in der Armee nach ehrengerichiIlcher Erlaubn, scheiden aus. Ihnen fehlt relmäßig daS charakteristische Kennzeichen des ernsten Duells; jener grrmme Haß, der das eigne Leben ge rinq veranschlagt, wenn man nur das &b:n des Gegners vernichten kann; das Gefühl fehlt ihnen, daß die Welt zu ?ng ist für zwei unheilbar verfemde. i Männer, daß etner von ihnen tt?ei H:n muß; das Nachegefühl, das sich nur M Blut deA Verhaßten sättigen kann. DaS letzte Wort dieser Duelle aber ist, wie die Erfahrung zeigt, reaelmaßig der Kampf um. die Frau. oder der Kampf für dfc Frau. Immer die Frau. Eine Frau hat ihren Gatten mit dem Liebhaber betrogen; die Ehre einer Frau ist beschimpft; ein Bräutigam, ein Bruder, ein Vavr tritt in die Schranken, um eine ehrenrührige Nachrede, ein leichtfertiges Wort zu strafen. DaS sind die Fälle, die das Lekn zeigt. ' Sind in dieser Richtung unsere Sitten nun roher, leichtfertiger, als die der anderen Nationen? man könnte mit mehr Recht das Gegentheil hehaupt.'n, Ist daS Ehrgefühl in Deutschland kitzlicher, leichter verletzttch?- Auch das ist schwer zu glauden. Vielleicht liegt der Grund in der Stellung, welche die Frau in der Gef.?llschaft,imGuten und Schlimmen be! uns einnimmt. Vielleicht spielt das merkwürdigste sociale Problem der Gegenwart, das, was man dj Fraue.?lrage. nennt, auch 'hier seine Rolle. W'zrum sind die Du.'lle Frauen ba'.5:r in England und Nordamerika so a'.:ßcro?dent!:ch viel seltener alö be! un?? Eil-e bestimmte Behauptung aufzustellen, wäre bej so fein psychologiften Fragen, bei denen so viele Impanderabilien mitspielen, eine allzu große Verwegenheit. Aber ich wage dir Vermuthung, es ist deshalb, weil die ganz: Anschauung von der Stellung eimr Frau dort eine andere ist. In. Deutschland betrachtet man die Frau, im letzten Grunh noch als ein halbes Kind, man vertheidigt und schützt sie. wie ein Kind, das sich nicht vertheidigen kann; man kämpft um ihren Besitz, als um ein kostbares Gut, oder man will sich an dem rächen, der sich an diesem .Besitz vngrisfrn hat, In den angelsächsischen Ländern ist die Frau immer mehr als gleichberechtigt neben dem Mann getreten; man erkennt ihr ein gleicht Selbstbestimmungsrecht zu; sie besitzt mehr Waffen als bei uns, um selbst ihre Rechte zu wahren. Wo bei uns vielleicht ein Bruder auftritt, um die Ehre eims he?rogenen Mädchens zu wahren, da erscheint in jenen Län dern die Verletzte selbst vor dem Gerichtshof mit ihrer Klage auf Geldentfchädigung. DaS Verschwinden der socialen Jnferiorität der Frau bei uns würde einen Hauptgrund für Duelle verschwinden machen. Es mag immerhin pedantisch und gesucht aussehen, wenn man bei der Fra des Kampfes um die Frau auf naturgeschichtliche Analogien greift, aber nanz abweisen lassen sich diese so wenig wie historische Reminiszenzen. Die Vereinigung von Mann und Weib wird nicht m.'hr durch den Ausgang deS Kampfes bestimmt, an den Darwin fo tiefgreifende Folgerungen knüpft. Weder werden mehr Kriege um Frauen geführt, noch xtn Ritter i.n die Schranken, um sich ihre Gunst in todt-brin-genden Kämpfen zu erstreiten. Längst ist die Kulturentwickelung der Menschheit darüber zur Tagesordnung übergegan.ut. Allein als AusgcmgSpunlt unserer heurigen Zustände bleiben diese Thatsachen doch merkwürdig, und selbst wenn von ihnen kein Schimmer von Licht mehr auf unfer heutiges Leoen fallen sollte, zeigen sie doch, wel Sen Vea die Civilisation genommen ri rrs er...rr w- mA. yur. u xjuui, u vUit iWUf " d:: Frau geführt wird, wird durch die .Frau selbst in seinen. letzten VttlMw ' ausgemerzt werden. Und nicht ine Minderung der Stellung der Frau wird daZ fein nein, ewe Erhöhung , ihrer Würd und Stellung.. I Neben dem Kampf um die Frau ist beute als ein Hauptmotiv deS Zwet? kampfs daS Rassenduell getreten, ein wunderbarer .tavistifcher Rückfall so-

LEO LANDO öus7 62 VRtSCRlPTIONS FART X HARRET STsLASSB rillen werden nach den besten Methoden den Augen angepab: cialer Kultur, wenn man bedenkt, daß die. welche es mit Vorliebe aufsuchen, gerade die jüngste sociale Schicht in Deutschland rxtrstellen. die .Semiten". Es ist ein ganz regulärer Fall, daß ein wegen seiner Religion oder Rasse verhöhnter oder auch nur geneckter Jude der Vildunqswelt eine Heraus-, forderung erläßt, ja sich mit einer Art von Leidenschaft dazu drängt, seine Gleichheit mit den Ariern durch tödtlichen Kampf zu beweisen. Dieses Motiv ist wohl noch häufiger als der Drang nach Rache wegen der geschehenen Kränkung. Ein5 ganze Reihe tragischer Ausgänge solcher Duelle liegt vor. Die öffentliche Meinung hat diese Duelle stets mit blsonderer Un gunst betrachtet. Wie mir scheint. nicht imm.'r, ja nicht vorherrschend aus Parteilichkeit für die Christen gegen die Juden. Vielmebr ist es die mehr oder minder klare Empfindung, daß in dem Gegensahe, der hier zu Tage tritt, der Sieg der höheren Kultur blci ben muß; daß er nicht im Rückgriff auf absterb:nde Traditionen geschichtet werden kann; daß dn Versuch, sich in eine widerstrebende Gesellschaft einzupauken". die Opfer nicht werth ist. vieler kostet. Dn Antisemitismus und die Reste des Zweikampfes wird dieselbe Kulturwelle hin.w;gschwemmen Man kann die Ueberzeugung nicht abweisen, daß. unsere Zeit meiner ernstlichen Arbeit begriffen ist. ihre sittlichen Begriffen zu vidiren. Je mehr die äußeren' Formen der Reliqion zerfallen, um so mehr fühlen alle ernsteren Geister den Drang, deren eigentlichen Kern und Inhalt zu retten. Dieser Drang zeigt sich innerhalb der Kirche wie außerhalb derselben; alle socialen Bestrebungen sind von ihm erfüllt, Ein verehrter College von mir bat jüngst an dieser Stelle ein hartes Wort gegen den Grafen Tolstoj gesprachen, ftö will diesen k!er n&l vertheidigen, ich beschränke 'mich aus wn Spruch: Prophetenmund ist parador denn wozu brauste man sonst einen Propheten. Es ist weiter bemer. renswerly. daß Alexander DumaS, der einst den brutal grausamen Spruch cre than hat: .Todte ihn" (töde den er. tappten Sünder), sich jüngst öffentlich für den Sak ausaefvrocken bat. den Tolstoj aus dem Munde von Ji3 u vernommen hat, daß man dem Bösen nicht widerstreben soll. Wenig stens soweit, daß der Mensch um seiner selbst willen nicht Böses mit Bö sem vergelten soll. Das sind Vortruppen. Aber die Armee ist im Marsch. Mit ihrem Altruismus kommen die Socialisten; die Fr-edensfreunde erheben den Ruf: Die Waffen nieder", und die Steuerschraube gibt ihn knirschend zurück. Jeder Zeit werden ihre sittlichen Begriffe durch c'me Art von Suggestion beigebracht. Wie mir sckeint. ist i-M eine Suggestion im Werk, w?!che dem ueu ren Aayrvoven entzieht. nOneontaimStaate New Nork ist dasLehrerseminar.eineStaatsanstatt, durch Feuer zerstört worden; nur ein Theil des äußeren Mauerwerks steht noch. Das Feuer brach aus un bekannter Ursache in der ?!ähe der Haupttreppe aus, wo die beiden Flügel deS Gebäudes aneinander stoßen und verbreitete sich von dort rasch nach allen Richtungen. Die Feuerwehr des Ortes traf des hohen Schnees" wegen nicht zeitig genug auf der Brandstelle ein und war außer Stand, das Feuer zu bewältigen. Nachdem diefeS zwei Stunden gewüthet hatte, lag das statt-' liche Gebäude vollständig in Asche. Es hatte im Ganzen 5289.000 gekostet und war in den Jahren 1883 und 1889 gebaut. Es befanden sich zur Jeit 690 Zöglinge in der Anstalt und man brachte dieselben im Opernhaus un' im Gebäude der. Merchantö' E;change unter, damit der Unterricht fort, dauern und die bevorstehende Promotion der Zöglinge und der Abiturienten vor sich gehen kann. . Im yerrathSbüreau. . . .Ein Engel von einem Mädchens Ja, aber kein -Vermögen! ,.Na, das können Sie auch nicht von einem Engel verlangen!' Die eingebildete Kranke, Ach, Herr Sanitatörath, ich bin im ler so krank, daß ich große Angst ,abe, für den Fall, daß ich wirklich krank werden sollte. eS gar nicht zu frrciT??rit" Probat. Ich denke. Du ' bringst Deinen Herrn Vorstand zu 5i ; sche mit?- sagt die Frau Assessyrw, die ' gewohnt ist, ihrem Herrn Gemahl stets ein .sehr einfaches yssen vorzusetzen. E? ist leider verhindert,- entgegnet der Herr Gemahl mrd läßt sich mit großem Behagen zu der guten Mahtzeit nieder, die er sich aus diese schlau Weise verschafft tjqtt w

(

w w I f" w W. .MMnl

II. I L- ULTdOLOI 1

I C .. kW

I - -K S

i wrttiS

II

k

Ueberzieher oder Anzug für Herren oder Knaben zu einem lächerlich niederen Preis. Der Arcade, No. 10 West Wafhington Straße, wird dieselben

spottb

illig verkmlsen. Die nie-

drigsten Preise rni

i

m für 3 Monate Abendschule. Buchführung. Stenographie. Tzpemritinz. Schöaschreibekunb. B rya nt s Strattan (Etablir, ISSS)

)

mdüzmt WHN BLOCK, Off

Elevator für Schuln Tag und Nacht. Telephons. HEEB & OSBORN.CtgtV

Vtablirt Albert Kruli. Fabrikanten und Engroi Händler von Händler Pesav!5. Mandew, BiesilisnisSM..

im

&

cSWI2I(Ä.Z.(Sc)

w Qittontn, Sardinen, Austern, Oxtraete :c. itt ÜOT Sroceristen, Bäcker, Bereine, Kirchen und SonntagSschulen, tor

den aus unser vollständige! Lager aufmerksam gemacht Sttdwesi-'Ecke mftfomfo und Maryland Str.

Alle trinken

Efoni6 Brew,

Columbia und P&lC SölöCt (ßlaWen.) Die reinsten, beftoekgohrene Biere in der Stadt, öe traut den der

HOIE

öRMM ÜÄT Televösn t5.

Teppiche bei Albert Gall, Draperieen bei Albert GM,. Tapeten bei' Albert Gall.

MI11T

?o. 17 und 19 OSsst ZIInshington i3traßc, Va,nt ffit 3. ß.. 3ßknffln'Ä sttirtHnfi T,hVitÄ, Na?,tf !uikk,.

-"O"-- i- - - -7 1 " y-'-t-'j "rr'T t-t" - l vedeckungen und Borten. Kostenanschläge bereitwilligst geliefert.

tfs 1U Ml in der m j OSJTE POSTOFFICC. Quu. j. Scbrnid' den billigsten bis zu den feinste Qorte i Fecan., Mkl-" und HelMUen

M

D

Mmml

CO

BALL