Indiana Tribüne, Volume 17, Number 151, Indianapolis, Marion County, 18 February 1894 — Page 7

Briefe aus Deutschland.

Wen 2JÜI). Kaufmann. Dresden, Mitte Januar. trr as dem Amerikaner beim ersten flüchtigen Besuche deutscher Großstädte am meisten auffällt, das ist die Sauverkett der Straßen. Thatsächlich werden namentlich die Hauptverkehrswege so rein gehalten, daß es kaum als Uebertreibung gelten kann, wenn gesagt wird, mau könne das Pflaster als Teller benutzen, das heißt davon essen. Die Straßenreinigung ist hier beständig im Gange. Selbst der Schnee wird nur in wenigen, auf Landwegen und 'Chausseen führende Straßen geduldet, weil man einige Schlittenbahnen retten will, aber auch in solchen Fällen wird der Bllrgersteig von Schnee frei gemacht, so daß man im Winter so trokZen geht, wie auf Parkett. Weshalb steht nun diesem idyllischen Zustande ein so entsetzlicher Schmutz in den Straßen amerikanischer Großsiädte gegenüber ? Liegt dasnur in der notorisch schlechten 'Verwaltung amerikanischer' Städte ? Ich glaube, s lassen sich Entlastungsgründe vor-, bringen, ohne daß man zum Lobredner der Herren Street-Commissioners" zu werden braucht. Denn wenn diese Beamten auch nicht Creaturen der Ward-Politik wären, und nicht so vielen notorischen Bums" AufseherPosten geben müßte:?, als Entlohnung für Parteidienste ja wenn die ameTitanischen Beamten in der Wahl ihres Personals ganz in derselben Weise vorgehen dürften, wie ihre deutschen Collegcn so könnte man doch die Straßen inAmerika nicht annähernd so sauber halten, als dies in Deutschland mit Aufgebot weit geringere? Mittel geschieht. Denn es ist ein wesentliche: Unterschied, ob man ein kleines Schmuckkästchen von Garten, oder eiuen weit ausgedehnten Var! übersehen muß. So lange man in Amerika noch so viele ungepflasterte Straßen h.it, wird die Straßenreinigung im Argen liegen. Der Verkehr bringt Unmassen von Schmutz und Koth aus den Alley und Gäßchen in die gepflasterten Hauptstraßen. Dann läßt es die Polizei des väterlich bevormundenden" Staates hier nicht zu, daß der Bürgersteig einfach als Fortsetzung des Ladens betrachtet wird, wie das vielfach in Amerika geschieht. Man besichtige nur einmal das von den sog. Commis sionshäusern benutzte Quartier nach Schluß der Geschäftsstunden. Hier in Deutschland kann keine so starke Schmutzansammlung in den Verkehrswegen stattfinden, weil man hier keine ungepflasterten Straßen kennt, weil der Bauer, wenn er zur Stadt fährt, nicht an jedem Nade 50 Pfund Siraßenschmutz mitschleppt und weil der Bürgersteig ausschließlich der Passage, nicht aber dem Handel und Verkehr dient. Dann sind fast alle Hauptstraßen hier mit Asphalt bedeckt, der in kürzeste? Zeit und mit wenig Kosten in blitzblanken Zustand versetzt werden kann. Die Hauptsache bleibt jedoch, daß die deutschen Städte eng zusammengepreßt sind, daß die Menschen hier dicht bei einander wohnen und daß eine Stadt wie Dresden, bei 'annähernd gleicher. Einwohnerzahl, kaum ein Achtel des Flächeninhalts .von Cleveland, Buffalo oder Detroit bedeckt. Man kann in Bezug auf die Wohnungsfrage im Allgemeinen sagen : der Amerikaner strebt nach der größtmöglichen Freiheit, der Deutsche nach der Kaserne. Der Amerikaner .will sein Wohnhaus mit Niemandem theilen und er will in diesemeigcnen Hause Ellbogenraum haben. Er sondert sein Geschäft streng von der Wohnung ab. Viele Stockwerke in den .stolzesten Centren der wefflichen amerikanischen Großstädte stehen ?eer, weil sie nicht für Wohnungszwecke eingerichtet sind, und weil vielleicht auch Niemand dort wohnen wollte, wenn sie darnach eingerichtet wären. Auch der unbemittelte Amerikaner folgt im All-gemeinen-diesem Zuge. Wo das Tenementbaus nicht seit vielen Jahren eingeführt worden ist. wie (in Folge Don Terrainschwierigkeiten) in New ?)ork und in Cincinnati, da hat man es möglichst zu vermeiden gewußt. Dagegen hat die Gesetzgebung der über alles Maß und Ziel hinausschießenden Ausdehnung der Niesenstädte kein Hinderniß in den Weg gelegt. Die Besitzer unbenutzter Baustellen hat man nicht zur angemessenen Lefteuerung ihres Grund und Bodens angehalten und so konnten sie ihr Land brach liegen lassen, bis der Fleiß der Umwohnenden es zu einem unverhältnißmäßigen Werthe gesteigert hatte. So sind die westlichen Großstädte zu ungeschlachten Riesen herangewachsen und die meisten derselben haben jetzt schon den Zuschnitt zur bequemen Aufnahme einer doppelt so starken Bevölkerung. Welche ungeheure Opfer die gegenwärtige Generation aufdringt, um diese Zustände zu schaffen, davon macht man sich drüben sehr selien einen Begriff. Man zahlt geduldig Steuern um hundert Meilen Straßen auszulegen, zu pflastern, zu beleuchten, mit Schwemmlanälen, mit Wasser und Gas zu versehen Straften, deren Ausbau man, bei angemessener Benutzung des im eigentlichen Stadtgebiet unbenutzt liegenden Landes. getrost derZukunft überlassen könnte. Man unterwirft sich den Plackereien der Straßenbahnbeförderung. erträgt ohne Murren den Zeitverlust von durchschnittlich einer halben bis einer ganzen Stunde per Kopf und per Tag. man besoldet eine drei- bis vierfach so starke Feuerwehr, als unter anderen Umständen nothwendig wäre, man verzichtet auf genügenden Polizeischuh, man vernachlässigt die einfachsten hygienischen Maßregeln, duldet dichtbesiedelte Quartiere

ohne iede Kanalwrung die wahren Brutstätten der Diphtheritis und des Typhus und macht, wie schon gezeigt wurde, eine systematische Stra ßenreinigung unmöglich. Dagegen verzichtet der deutsche Großsta'dtbewohner im Vorhinein auf die Annehmlichkeit des eigenen, nur von einer Familie bewohnten Hauses. Er schwärmt für die Miethska ferne. Nur die Allerreichsten und Vornehmsten bewohnen cin Haus für sich, welches dann aber auch schloßarliz eingerichtet ist. Ja. sogar in denzenigen Quartieren deutscher Großstädte, welche ausschließlich für den Bau einzeln stehender Wohnhäuser, sog. Vil. Ien. bestimmt sind, und in denen keine geschlossene Häusermaff? geduldet wird, findet man mehr Villen, in welchen zwei, zuweilen auch drei Familien zur Miethe sitzen, als solche, welche vomBesitzer allein bewohnt werden. Die beträchtliche Ausdehnung, welche die deutschen Großstädte seit dem letzten Viertelzahrhundcr! erfahren haben. Hai an den Neigungen des deutschen Stadtbewohners, soweit er den mittlcren und den sog. besseren Classen ang:hört, sehr wenig geändert. Die neuerbauten umfangreichen Stadttheile bestehen zum allergrößten Theile aus Miethskasernen, man kann fast sagen, daß auf jede neue Kasernen st r a ß e nur ein einziges freistehendes WohnHaus in den sog. Villen-Quartiercn

kommt. Es ist bei den meisten Städten zum Villenbau geeignetes Land in genügendem Maße vorhanden, und die Entfernungen von den Städtecentren würden durchaus nicht zu bedeutend sein, wenn man solche Grundstücke mit Villen bescheideneren Stils besetzen würde. Aber es ist keine Neigung dafür zu erkennen, obschon die Wohnungspreise in solchen dem amerikanischen Cottagestile ähnelnden bescheideneren Villen sich kaum höher stellen würden, als die Miethe in den ersten und zweiten Etagen der modernen herrschaftliche Zins-Kasernen. Die Abneigung des wohlhabenden deutschen Stadtbewohners gegen den Besitz des eigenen bmit Niemandem getheilten Hauses ist, ebenso wie die Vorliebe des Amerikaners für das eigene Heim, in der verschiedenartigen Entwickelung der Städte zu suchen. Als in den deutschen Städten die Thore fielen in manchen auch die Wälle und Gräben da hatte man sich so an das Käsernensystem gewöhnt, daß man dasselbe auch auf die neuen Vorstädte übertrug. Und als ' die amerikanischen Niederlassungen sich erst zu Ortschaften, dann zu Flecken und schließlich zu den heutigen Riesenstädten entwickelten, da machte die ehemalige Blockhütte zwar diese Umwandlung mit, indem sie sich nach und nach zum mehr oder weniger luxuriösen Wohnhause ausgestaltete, aber sie hielt sich von den Nachbarn möglichst fern, sie blieb in den meisten Fällen, was sie von Anfang gewesen war: der Sitz einer einzigen Familie. Die modernen Tcnementhäuser allervornehmsten Stils, welche man neuerdings in am:rikanischen Großstädten errichtet. ko:nmen hierbei fast gar nicht in Betracht. Sie sind eher den Hotels zu vergleichen, sind Symptome der zunehmenden Kin.derlosigkeit und des Rückgangs des Familiensinnes in den sog. besten Kreisen der amerikanischen Gesellschaft, und sie bedeuten durchaus nicht eine Umkehr von der allgemeinen Praxis : ein möglichst freistehendes Haus für eine amerikanische Familie. . Welches von den beiden geschilderten Systemen nun das bessere ist, oder vielmehr, welches derselben die wenigsten Nachtheile besitzt, maq dahin gestellt sein. Ich glaube nicht, daß Je'mand. der das eine der beiden Systeme nun kennen gelernt hat, sein altes System dagegen eintauschen möchte. Ich habe eben schon einige Nachtheile der Art des amerikanischen Großstadtwohnens angedeutet und viele Mäng:l des deutschen Systems werden in den nachfolgenden Schilderungen h:rvortreten. Eine theilweise Verbindüng beider Systeme hat man schon vor langer Zeit in Philadelphia angestrebt und. wie ich meine, mit recht gutem Erfolg. Es sind das die kasernenartigen Wohnstraßen, ohne das Tenementhausunwesen und bei rech! glücklicher Wahrung des Princips, daß in den meisten Fällen die eine Familie von dem Nachbaren durch eine Brandmauer getrennt ist. Diese Wohnart verleiht der Stadt zwar ein ungemein langweiliges Bild, bietet den Einwohnern aber große Vortheile-, namentlich der ärmeren Klasse derselben. Verglichen mit 'den Wohnungszuständen der meisten anderen 'Großstädte, europäischen sowohl wie amerikanischen, ist eine Arbeiterfamilie in Philadelphia ungleich besser gestellt, als der Tenementler New Aorks und der europäische Großstädtler und auch gewiß besser, als der Inhaber einer jener freistehenden, an ungepflasterten, nichtcanalisirten Straßen oder Gassen belegenen. leichtgebauten Holzhäuser der Arbeiterauartierc westlicher Goßstädte. Aber die moderne Großstadt ist drüben in Amerika und in mancher Beziehung auch hier in Europa eine noch in ihrer ersten Entwicklung begttffene Einrichtung, welche erst nach und nach in die Verhältnisse hineinwachsen kann, für die Erfahrung und Zwecköienlichkeit die erforderlichen Gesetze aeben werden. Der praktische Sinn des Amerikaners wird auch wohl in dieser Beziehung das Richtige zu treffen wissen, wenn er erst einmal den Zwang fühlt, sich darauf zu besinnen. Das kann aber nicht mehr lange dauern, denn 'der sinnlosen, ganz der Willkürlichkeit des Einzelnen, oder der Spekulantengruppen, überlassenen Flächen-Ausdehnung der amerikan:-

schen Großstädte müssen doch einmal Schranken gezogen werden. Man sollte doch endlich daraus verzichten, den zukünftigen Generationen die Weg: zu ebnen, und bedenken, daß nach zwei Generationen der rastlosen Ausdeh nun des 'Stadtreviers, endlich an den verständigen Ausbau des jetzt besetzten

städtischen Gebiets gegangen werden muk. Man rede sich nur nicht ein. daß man Berg: versetzen kann durch billiae und verhältnißmäßig rasche Menschenbölkerung vermittelst der elektrischen Straßenbahnen. Eine einigermaßen tüchtig geleitete Stadtverwaltuna ist ganz undenkbar bei weiterer Ausdehnung der Stadtgrenzen. und der Neubewertung der zur Stadt geschlagenen weitabliegenden Bau arundstucke stehen entsprechende E n t: werthungen im Innern der eigentlichen Stadt gegenüber. Auen der ge wiß gute Magen einer amerikanischen Großstadt kann durch Ueberladung zu schwerer Erkrankung des qesammten städtischen Organismus führen. m fV 1 , vipt nrtvn tntr ?z nun em iMiio Die ser modernen deutschen Miethskaser: nen zu entwerfen. Man denke sich ein Straßenauadrat. das an vier gleich lanae Straßen angrenzt und ringsum mit diesen -kasernenartiaen ZinsHäusern bebaut ist. n der Mitte die ses Blocks, oder vollständig bebauten Straßenviertels, einen großen freien PlaK. der in zwei Abtheilungen m fällt, einen circa 20 Fuß tiefen, mit Backsteinen gepflastertenHofraum. unmittelbar hinter den Häufern und in der Mitte einen Garten, oder vielmehr soviele kleine abgezäunte Gärtchen. als Häuser an den vier Straßen liegen. Die Straßenfron! eines solchen Hauserblocks beträgt an jeder der vier Siraßen 450500 Fuß, Man kann sich einen Begriff von der Größe des inmitten des geschlossenen Straßengevicrts liegenden freien Raumes machen, wenn man bedenkt, daß die Hauser selten eine größere Tiefe als 50 ffuß besitzen. Es findet al,o in Folge dieses Blocksystems eine nach amerikaraschen Begriffen seh? bedeutende Raumverschwenduna statt, weit beträchtlicher als im Interesse der Vent'!lation wohl nothwendig wäre. Die Gärten im Innern des Häusergevierts werden, wenigstens hier in Dresden, sehr wenig benutzt, denn die Stadt lbietet so prächtige Spaziergänae und t,at namentlich in dem sog. großen Garten einen so wunderschönen Wald park, daß man auf das kleine Fleckchen Garten hinter dem Hause meistens gern verzichtet und sich lieber auf den Vromenaden. im großen Garten , oder in der an prachtvollen Punkten so reichen und dabei so bequem erreich baren Umgegend des sächsischen Pen sionopolis" ergeht. Die städtischen Vorschriften bezüglich der Bauten von Wohnhäusern sind, je nach den Quartieren, verschieden. Man hat hier achtundzwanzig verschiedene Quartiere und für jedes derselben hat die Weisheit der Dresdener StadtVäter eine andere Regulation angeordnet. Im Allgemeinen gilt in Dres den wie in den übrigen deutschenGroßstädten der Grundsatz: Das Haus darf nicht höher gebaut werden, als die anstoßende Straß: breit ist. übrigens eine goldene Regel, deren Einführung in den amerikanischen Städten zu wünschen wäre. Es wird natürlich nur massiv gebaut, die Außenmauern beste hen hier aus den prächtigen Sandsteinen, welche die Brüche der sächsischen Schweiz liefern, oder aus Bruchsteinen mit Verputz, selten aus Backsteinen, welche hier theuer zu stehen kommen. Werden Backsteine benutzt, so ist es eine besonders gute Sorte, den amenkarn fchen Pressed Vrick" einigermaßen ähnlich. Da das Innere des einen Hauses dem anderen fast in allen Punkten gleich ist. so haben die Archi tekten es bei der Eintheilung leicht un können ihre Aufmerksamkeit mehr dem Schmuck der Facade zuwenden. In i:.r. er. . r . uincc ocziel)uiig roiro mcr icyr mti geleistet und die gleich hohen öäusermassen mit ihren regelmäßig abgetheilten Straßenquadraten machen deshalb durchaus nicht den Eindruck des Ein tönigen und Langweiligen. Anderer scits wird auf den Außenschmuck weit mehr Geld verwendet, als im Interesse der Verzinsung des Unternehmens nothwendig wäre. Wird füc einen Neubau an einer noch turnt durchaeführten Straße die Concession ertheilt. so muß der Unternehmer zuerst die Ko sten für Pflasterung.Canalisirung und Trottoir beim Rathe deponiren.che mit dem Bau begonnen werden kann. Die Pflasterung des Vürgersteiaes wird hier nicht dem Gutdünken der Anwohner überlassen, wie in den meisten amerikanischen Städten, sondern vom städtischen Vauamt besorgt und in uniformer Weise durchgeführt. So hat man hier keine bunte Abwechslung von Backstein-, Holz-, Sandsteinflie-sen-oder Cementpflaster des Bürgersteigs. sondern durchweg Trottoirs aus wraitplatten. Wird der Verputz der inneren Wände eines solchen HauseZ vor Ende Juli beendet, so darf das Saus vom 1. October an bewohnt werden, anderntalls nicht vor dem 1. Avril. Bei dem Vorurtheil gegen neue Häuser kommt es häufig vor. daß die ersten Miether sog. Trockenwohner sind, welche den eigentlichen Miethern das Quartier gesund wohnen" sollen. In den meinen fallen besteht das neue Mieths baus aus Keller, Erdgeschoß (d. sog. Parterren). vier Stockwerken (Etagen) und Dachstuhl. Die Bewohnung der Kellerraume ist man mehr gestattet Erdgeschoß und Dachstuhl haben vom Boden zur Decke 8 bis 10 Fuß Höhe. bei den Etagen schwankt die Höhe zwischen 13 und 16 Fuß. Die Zimmer sind demnach im Allgemeinen um 25 Prozent höher, als man sie in amerikamschenWohnhausern findet.

irrn Hang durch da!, innere uoer-

zeugt uns bald von der kasernenartigen Gleichförmigkeit dieser Häuser. Durch d:e Hausthür treten wir in einen gepflasterten Flur, von welchem gleich links und rechts die Thüren der Parterrewobnunqen abgehen. (Ist das Parterre, wie häufig der Fall, für Läden eingerichtet, so hat man für die Läden Eingänge von der Straße.) Der Hausflur erstreckt sich durch die Tiefe des ganzen Hauses, m hinteren Theile des Flurs ist die aus Sandstein gebaute Wendeltreppe (Holztreppcn sind verboten), welche m der ersten Etage vor einer Corridorthür die erste Station macht. Diese Corridorthür ist der Abschluß der selbstständigen Wohnung jeder Etage. Treten wir cin. Ein sechs bis acht Fuß breiter Corridor, der mit der Front des Hauses parallel läuft, empfängt uns hier. und von diesem halbdunklen Hauptcorridor ab öffnen sich die Thüren zu den verschiedenen Zimmern. Fast alle diese Wohnungen haben sieben Fenster nach der Front, die sich auf vier Zimmer vertheilen, drei zu zwei, eins zu einem Fenster, nach der Hinterfront zu liefen die Küche und zwei Schlafzimmer. Dann, gibt's noch kleine Nebenräume, unter anderen das in der Regel uoäflnstere Gelaß des Dienstmädchens, welches Luft und Licht vom Corridor empfängt. Der Miethspreis einer solcken herrschaftlichen Wohnung schwankt, je nach der Straßenlage und der Einrichtung- zwischen 1100 bis 1800 Mark. Die darüber liegenden zweiten, dritten und vierten Etagen sind ganz genau so abgetheilt, wie die erste. Die Miethspreise sind in der zweiten Etage ungefähr 10 Prozent, in der dritten 15 Prozent, m der vierten Etage aber wohl 30 bis 40 Prozent billiger, als in der ersten. Für die eine Treppe mehr, zwischen der dritten und vierten Etage kann man wesentlich billlger wohnen, weil das dritte Stockwerk noch für st a n d e s g e m ä ß gilt. Wer sich zedocq vier Treppen hoch einloairt, zahlt in der sog. Gesellschaft nicht mehr mit. Hier finden wir deshalb die vielen Subalternbeamten zahlreich vertreten, meistens so, daß sich ?wei Familien in eine solche Etage theilen. Im Dachstuhle macht es sich dann die noch ärmere Klasse, so gut es gehen will, bequem. In den Zeitungen werden die Wohnungen nach folgender Rangordnung annoncirt: Erste Etage h o ch herrschaftlich", zweite Etagi herrschaftlr cy . zuweilen, in be sonders guten Lagen, auch noch h o chherrschafilich"; dritte Etage schöne. herrschaftliche Wohnung , vierte Etage einfach Wohnung". Zuweilen rangirt auch noch das Parterre als h o chherrschaftlich"; meistens jedoch steht es tiefer in der Rangliste. Es wird mit Vorliebe von der hier besonders stark vertretenen Gilde d:ralten Junggesel len bewohnt, dient auch vielfach zu Geschaftszwecken, auch das zweideutige Element weiß sich meistens im Parterre einzunisten. Ein: vollständig: Trennung von GeIchäfts- und Wohnungsquartieren wird nur in den sogenannten Villenvierteln angestrebt. In den vornehmsten Straßen der Kasernenbezirke findet mm überall Läden. So kann man in fast jedem der bezeichneten Straßenauadrate antreffen: einen oder mehrere Solonialwaarenhändler, mehrere Knelpen, den Schlächter, den Feinbäcker und den Vrodbäcker, den Schuster, Schneider und Barbier, die Kleidermacberin. den Papierhändler u. f. w. Das hat seine großen Bequemlichkeiten für das in den Etagen wohnende PubIikum. Alle Bedürfnisse des täglichen Lebens lassen sich rasch in nächster Nähe kaufen und die Händler, welche fast nur auf die Kundschaft des betrefsenden Blocks angewiesen sind, schicken den Käufern so ziemlich alles ins Haus. Für die Händler hat diese- Verbindung jedoch den wesentlichen Nachtheil, daß das Creditgeschäft dadurch gesteigert wird. Interessante Studien kann man namentlich in den Fleischerläden während der späteren Nachmittaqsstunden machen. Da drängt sich eine Schaar von Dienstmädchen, welche den kalten Aufschnitt, das allgemeine Abendessen in Deutschland, holen. zsur 30 Pfennig kalten Kalbsbraten, in Schnitten verkauft, für 25 Pfennig Mettwurst und zwei oder drei Schnitte Roastbeef für den Hausherrn, oder cin Dutzend warme Würstelchen für die ganze Familie etc. etc.. das sind so die Einkäufe. Kinder aus Arbeitersamilien, ein alleinstehendes altes Mütterchen, der arme Student aus dem vierten Stockwerke, der alte Schreiber aus der Mansarde, sie holen sich hier ihren Stullenbelag. Die innere Ausstattung der Herrschaftlichen Wohnungen ist meistens eine hochelegante. Der Fußboden besieht stets aus Eichengetäfel, Parkett, die Decke aus reichverziertem Stuck. Die Wände sind m-istens mit dunklen Tapeten bedeckt, wie denn überhaupt das Bestreben der deutschen Hausfrau dahin zu gehen scheint, das Licht aozuschließen. Der abscheuliche Mißbrauch mit doppelten Gardinen (häufig sogar eine dunkle Stoffgardine, um das schöne Muster der darüber liegenden Spitzengardine besser hervortreten zu lassen), herrscht hier immer noch vor. Zum Zimmer gehört der Ofen, der gute deutsch: Kachelofen unserer Großeltern. dem man jetzt aber sehr gefällige Formen zu geben versteht, so daß er wirklich zum Zimmerschmuck wird. Ein solcher Ofen kostet im Durchschnitt 150 Mark, die für die erste Etage bestimmten stellen sich auf 200 Mark. Für jede Wohnung sind fünf solche Ocfen nothwendig, serner d:r Küch:nofen so ste.1t sich in einem modernen Hause für Heizapparate eine Summe von annähernd 6000 Mark heraus. Centralheizuacn. wie in Amerika.sind in diesen Mietskasernen unmöglich, weil die Perthei.lung der .Unkosten auf

oie vielen Mielysparieien zu groe Schwierigkeiten machen würde. Einer der schlimmsten Uebelstände in diesen Etagewohnungen besteht in der Klavierseuche. In jedem Stockwerk befindet sich mindestens ein Klimpcrkästen und ganz sicher zwei bis drei Spieler, darunter die sog. Kunst" erlernenden Kinder.' Trotz der dicken Wände und der speciell auf Schalldämpfung construirten Decken und Fußböden, kann man den musikalischen

Darbietungen seiner lieben Nachbaren nicht entgehen. Ein fernerer Uebelstand sind die unaufhörlichen Attentate auf die Niechorgane der Bewohner und Besucher. Jeder Hausflur und jede Treppe empfängt uns mit untrüglichen Leweisen dallr, daß die Trockenclosets gemeinschädlich sind. Namentlich in den älteren Häusern hat der Fremde in dieser Beziehung sehr schlimme Ersahrungen zu machen. Der Dresdener Einwohner scheint gegen diese Gerüche gepanzert zu sein. Er kennt es eben nicht besser. Uebrigens sind die Einrichtungen derart, daß die Zimmer von diesem Uebelstande freigehalten werden können. Die Canalisirung der Stadt macht unerhört langsame Fortschritte und wohl noch bis in's nächste Jahrhundert hinein wird man sich mit den veralteten Einrichtungen der Abfuhr abfinden müssen. Die Rentabilität dieser Miethskafernen ist keine besonders große. In den Verkaufsanzeigen der Zeitungen wird es besonders betont, wenn das zu verlausende Haus 6 Prozent Rente abwirft. Da die Abgaben ungefähr ein Prozent betragen und der Zinsfuß für erste Hypothek 4 Prozent beträgt, so kann der Hausbesitzer nur auf einen sehr bescheidenen Ertrag von seiner Kapitalanlage rechnen. Die meisten dieser Hauser sind hoch mit Hypotheken belastet. Ich hörte gestern von einem Hause, das für 118.000 Mark vertauft wurde. Der Käufer zahlte 10.000 Mark baar, 108.000 Mark wurden uf das betr. Haus eingetragen. Ein besonderer Stadttheil von Dresden führt den bezeichnenden Namen Hypotheken-Friedhof"! In öer guten attcn Zeit. Es war im Jahr: 1734. als der Kurfürst von Sacusen und König von Polen zwei Kompagnien Freischützen errichten ließ, welche, aus gelernten Jägern bestehend, ihn auf seinen Jagd 'zügen in Polen begleiten und gleichzeitig -vor dem Hinterhalte polnischer Parteigänger beschützen sollten. Zum großen Aerger dieser Leute ließ der König nach kurzer Zelt die . Trupp durch nichtgelernte Jäger und Halbinvaliden ver.iarken, und diese Erbn terung steigerte sich dermaßen, daß .eines Tages im Juni ihrer sechzig auf Arrstlsten eines gewissen Johann Gott fried Hoffmann die Gewehre nicderlegten. Der Rädelsführer wurde sofort rn Kten gelegt, die Uebngen vollends 'entwaffnet und in Untersuchungshaft geführt. Das Kriegsgericht verurtheilte den Hoffmann zum Tode durch Arquebusiren, und von den übrigen Meuterern sollten jedesmal fünf auf einer Trommel würfeln, und derjenige, welchen das Loos bestimmte, mit zwölfmaligem Gassenlausen durch die Steigriemen der übrigen Mannschaft gezüchtet werden. Der König-Kurfürst änderte indessen diesen Urtheilsspruch dahin ab, daß er dem Rädelsführer die Todesstrafe erließ, bei den Uebrigen aber ' das Strafmaß milderte. Der Original-Erlaß aus der KabinetsKanzlei sagt hierüber wörtlich: Ob nun zwahr, nicht allein Besagter Hoffmann, sondern auch die übrigen Deliquenten allerdings meritiret, daß obangezogenes Urtheil an ihnen zur -wohlverdienten Straff und Anderen zum Beyspiel und Abscheu, ausgesproebener Maßen vollstrecket würde. So ,wollen jedoch höchstgedachte I. K. M. aus angestammter Clemenz und in .Hoffnung künftiger Besserung dcrmahlen Gnade vor Recht ergehen laßen und oballeguiries Urtheil, welches hierbey zurückgehet, dahin 'gnädigst mitigiret wissen, daß soviel den Urheber Johann 'Gottfried Hoffmann anbelanget, derselb: zwar mit der zuerkannten TodesStraffe der Harquebusirung verschonichtsdestoweniger aber ihm die Deterition gegeben, mithin das Todesurtheil angekündigt, er zum Tode ge'wohnlich Präpariret, und auf den Platz, wo die Harquebusirung geschehen soll, gestellet, auch die zur Vollstreckung des Todes-Urtheils destinirte .Mannschaft bis zum Fertigmachen commandiret, sodann aber ihme der Pardon angesaget und er hicrnächst mit zwölfmahligem Gaßenlaufen' durch die Pack-Riehmen (eine mildere Züchtigung wie Steig-Riehmen) durch das ganze Korps bestraffet und hernachmahls auff Lebzeiten auff den hießigen Festungsbau gebracht, dahingegen, soviel was die 2. unter dem capitain: von 'Manteuffel stehende Compagnie erwähnten Corps anbetrifft, von derselben, soviel davon bey dem damals erregten Aufstand würcklich in Reihe und Gliede , gestanden, anstatt des fünfften der zehende Mann durch das Looß ausgemacht, und diejenigen, welche sothanes Looß betroffen ein jeglicher mit sechs Mahligem Gaßenlauffen qurch Pack-Riehmen von der übrigen Mannscbafft des Corps gezüchtigt werden soll." Der Zukünftige. Agnes: .Wenn ich heirathe. wünsch' ich mir einen Mann, der leicht zufrieden gestellt ! ist." Bertha: Ra, da brauchst Du ;Dich gar nicht zu ängstigen; Du wirst sicher einen Solchen bekommen. Ein Vortheil. Herr: Aber Nathan, warum waschst Du Dir denn nich: die Ohren?" Junge: Nee wenn se so sind, wie sie jetzt sind, da thut mich der Här Lehrer nich dran ! ziehen." . . ,

Wir find allzumal Sünder.

Asa Gustav erbrecht. die thaufrische Luft, die lachende Mor gensonne, der tiefblaue Himmel sind offenbar geeignet, die Herzen der Gesichter! Auch des G:richtsassessors Eharina hat sich eine gehobene Stimmung bemachtigt. Er l,t auf dem Wege zum Landgericht, wo er heute rn dem Hauptversahren gegen den Raubmörder Tcgen als Staatsanwalt zu wirkcn hat. Wieder solch' ein Fall, wo die oz.cntliche Meinung den Verbretende Justiz gibt. Wo würden wir auch bingerathen, wenn Leben und Eigenthum. Gut und Blut den Angriffen roher, gewaltthätiger Nebenmenschen schutzlos preisgegeben wären?" Der Assessor durchdenkt nochmals seine sorgfältig einstuoirte. glänzende VMlnn,r ß!, iwh ff in mn Anklagerede. Sie wird Eindruck ma chen. auch auf den Vorsitzenden des Schwurgerichts, den Herrn Landgerichtsdirecto? Rubens. Und vielleicht erzählt der Herr Director heute bei Tisch den Semigen von dem rntcres sauten Proceß und von der glänzenUn Rede des Assessors Und ein tiefblaues Augenvaar hängt dabei mit v??'brendem 2Wck an seinen ioven Äte&ÄC frf,t t, mn7 Tnnfl i, sich nieder aus den Teller und trüumt . ir.jti'.s o";j;.rCT ...rt:.ri ern glückliches Lächeln umspielt den Mund des Assessors. rc. :a ..c e'f,.c,-::. Er t auf die irluhbruckc gelang!. Traumverloren schweift sein Blick Wnte cu die spiegelglatte Wasserflache, die im gold.aen Scheine der Morzensonne glitzert. Da gesahrt er unten am Ufer einen dichten Men füenkreis. in dessen Mitte sich einige Männer um eine wassertriefende, anscheinend leblose Framnge talt Se rriiSfn )rr "fiTpHnr ist mied-r nnm "II "S'fi MH 6FYnS tT rLZ.Tk. .i,3,

: Ein klarer, frischer Oc!!ennrgen t0t Iahnaus N,h ferne Kuh liegt über der Pr?vmzialstadt D. und ttnwtnen Swiipre.S hatte erkaufen

VittiVs!, ffir f&.linert nf s r? I

i" vii i v'" ufiuuk an luiivit, i r Y r, . ivf , -r bedrückte Gemüther zu heben: üb all b" "ZM?. sieht man zufrieden: frohe, lückliche Degen ten ttia. lurza

cher freisprechen nizchlc. Aber die rMlV,U'liU " i" . Siaztsansaltschaft wird heute dem renzung und Ausrezunz Solle ten. dzg es noch eine unter ? "fftl: -f.tlt allen Umitäen das Eelek hochach- wim ti mi lcrat

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Wort ist ihm auf der Zunge erstorden. Bleich, entjetzt dliat er aus die Ertrunkene, deren halb geöffnete g!äferne Augen ihn eisig anstieren, als wollten sie ihn anklagen. Ihn anklagen! Unsinn. Was kann er dafür, daß das Ding die Sache so tragisch genommen hat, daß sie mehr von ihm erwartete, als er ihr bieten konnte? Unmöglich hat er anders haw dcln können. Denn hätte er die mittellose Lehrerin geheirathet, so wäre es mit seiner Carriere vorbei gewesen, und er wurde sich und sie elend gemacht haben. Das schien sie ja auch schließlich anzusehen, als sie, todtenblaß und zitternd zwar, auf seine treffenden Ausführungen mit tonloser Stimme erwiderte: Du hast Recht, es aebt nicht!" Als cr'dann aber erleichtert und erF1 k! V r.TfvfTnf OrtiiM frt ?f lvUl. vu in ,vu 1 1 1 ir vivt Vernunft und Einsicht zu finden und in seiner überschwenglichen Dankbarkeit für ihre edle Selbstaufopferung sie zum letzten Male zu umarmen, einen letzten Kuß auf ihre, ach. so bleiüen Livven drücken wollte, da aeschah etwas ihm Unerhörtes, mit den Worten: Rühren Sie mich nicht wieder an!" stieß sie ihn rauh von sich. Wahrhaftig, das Ding war nicht ohne Selbstaefübl. Eiaentlick, sckade. dak s?p snirf?, CTnVx KrtHr fknn iv Vfc. viHfvf v. ...... " f muiien! Ach, so ein unglückliches Geschöpf! er Verführer wird den Mord einst D zu oeraniworien yaoen: . i i . 11 Der Assessor zuckte zusammen, sem SeMt ist um einen Schem fahler geworden. Pruftnd schaut er die neben min iicijciüc vicwwim, eine uun sicherer Stimme Nein, das nicht; aber wie es um sie steht, sieht man doch wohl. Und day ein anständiges Mädchen so was nicht überlebt, verziebt uÄ einsam von selbst. c.rrr.rr i r. Lrl 'er Äneuor ermneri u ptoZiiu, ,L M TSÖf Q?f s,i stA 5i?rn (KAnMrrrf ait sifon' hnMn rill v- iv.. ,v., 0rr hH. MMe fsimmri. die strahlende Sonne ist nicht mehr vor TirrrrSn für im ?7? Wnrd I'I YiPT l'UHVU I V V taS.. l nntmnrfon " klZnat e ifim immerfort in den Ohren nach. O, Gott! Und er soll einen Raubmörder anklagen! " , -- 1 Ein Schauer durchrieselt ihn. Die Gerichtssitzung hat begonnen. Degen ist keineswegs eine gememe Vcrb?eüzcrtype Er Hai nicht morden wollen, nur rauben, getrieben von der unerbittlichen Notq des Lebens Seine Frau lag krank, ohne Beistand, ohne Pflege, und die Kinder schrieen nach Brot. Das war zuviel für das wt mm mm ateryerz, Verzweiflung erfaßte es. Zwei 'Wege gab es, dem unerträglichen Jammer und Elend ein Ende -äu machen: selbst todten, oder stehlen, rauben, um sein und seiner Angehörigen Dasein weiter zu fristen. Er cntj schloß sich zu dem geringeren Verbrechen. Und so eilte er denn hinaus, irrte umher in Sturm und Regen, ohne ein bestimtes Ziel, geleitet ledigI jT. V. . . Csl-lfc :t C na von vzi vuiu) uic jivii) ausgedrungenen, zunächst noch .unklaren Cift-T-jC L Vi tZJ.X "T . ! L 'auiiuji, uaciiüiuu ciuc cicgcngcu zum Stehlen oder viauoen.zu erspa-

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itrau in nmuwt u" Denn sonst glaubt meine Frau, ick Seite an. kennen (bie d:e...... Die tcsos'tit'" Unglückliche?" fragt er dann mit un- ' w A!;:,,,,,,,,,

hen. Da sah er aus der einsa-men Landstraße einen Viehhändler daherkommen. Es war derselbe, dem er

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ender begegneten, da drang Degen, seinen Stock schwingend, aus den entient zuruawe:c-)cnden Dandler ein. geworfen; dann entriß er ihm die lederne Geldtasche und sucht: das Weite. Als er sich nach einiger Zeit umwandte, um nach seine.n vermeintlichen Berfolger zu spähen, sah er den beraubten immer noch am Boden liegen. Aon einer bangen Ahnung ersaßt, kehrte c: langsam zu seinem gehe und wo ich stehe, überall sehe ich di; halbacöffncten, starren Augen des Unglücklichen anklagend auf mich gerichtet." Den Assessor überläuft eö eiskalt. ?r " l" cm I nken als gehöre n .mcht Hierher a ben Iak des Anklägers. Und je X$n will es in 'diesem Augenblick beauf tzt soll er das Wort ergreifen, die Schuld des Angeklagten nachweisen, seine That in allen ihren Einzelheiten den Geschworenen nochmals vorführen und das Schuldig" bcantraaen ! wr :n v:. r r rvfi: -:n..v:i uucuyc auc ua ?rn wie ausgetrocknet, er kann kaum tmm uaizn c0aiuc" 1""". Endlich rafft er s.ch c.uf.. Wie kann an "ur s kurzsichtig snn! Degen ,' m V. .M l nv uuiuia uiz uc chuuc viiuic uci . . , . . ' L v' . " .s"fc I iivucbi ourajaus ine vzeiCBißuocEire ,, . . , 's X' W - " rin l ea ! . . V,iri-.v " rn ,n, e... T.J' 5. T' XST ST, V "T. " iZl . f " " -Z T X - '71 ""' uj" 'W. '"' lebenWnalicher. doch mindestenZ mit 4 zeitlichen Zuchthausstrafe von 1? Jahren gesühnt werden müsse! das niedrigste Strafmaß: zehn Jahre worcnen dezayen Die Schuldfraae, der Gerichtshof verkündet nach kurzer Berathung sein Urtheil: zehn Jahre Zuchthaus. Auf die übliche ??rage des Vorsitzenden, ob er sich mit dem Urtheil beruhige, erklärte der Verurthellte: ..Ich habe die Strafe verdient, und es ist mir ein Trost, meine verwerfliche Thai sühnen zu dürfen." Dem Assessor flimmert es vor den Augen bei den einfachen Worten des Verbrechers. Den Kopf in die Hand gestützt, blickt er heißen Augeö aus die vor ihm liegenden Aktenstücke. Jhnr fehlt der Trost, seine That sühnen zu dürfen ! D m Sterne. Jeder Stern hat seine Seele-, Icd.? Seele ihren Stern! Welche eine sich erwähle, I fTVw rfJif ( rtnt'h frt fml 1 vii vt;vt. m v s. Q..dann werd' ich zum Kometen? Und umkreise bahnlos Dich; Will Dir Einer naize treten, Dcn zerschmett're sofort ich. Und dann fleh' ich: Zum Trabanten Nimm mich an für Ewigkeit! Hiß, wis je Komeien brannken. Brenn' ich für Dich. Sterncirn'.aid!" CQU DU Nein . NUN' IQ UGi Nieder . ' . ' M i I (V. V t a Giswtr1 rn ss f tfi m er r t T rf i o1 -viui 4.v Die Gelehrten jammern: 2 Ein Komet ist leide? futsch! Wied.:r r s ; 3 t m n, &.Tr ro r-:m Gu doch so jut unjebn Sie mir 'ne mmt stäiigung, daß Sie mir h:mT 1?rt itä , ,b?n büh'N. 0m W VWWW ch e r n e VI n e r k e n n u n g Sonntagsjäger: Nächste Woch: sind es 25 Jahre, fett ich km Jagdclud Hu oertus beigeireten bnr. Ob ,ch da wohl zu Ehren des Ereignisses Ovationen bekomme?" Freund: Wahrscheinlich wirdSie' der Thierschuknntn zum -uu - ll"l,iU4'1' n : . c . .. s x t . r lujuu uuuif ru ui porkönnnlings. Herr von Cohnhebn .. r. - . ZU. ÄilgUlle üHNg Palasischuhe. Äei'm Kaffeklatsch. Mama: Elfe, ich habe Dir doch schon osters gcsagt. Du sollst nicht immer mitreden, sondern warten, bis wir zu sprachen aufhören erst denn darf ein Kind reden!" Elfe: Mama, das hab' ich schon versucht aber Ihr lLrt ia niemals auf!" S ch l : ch te P o st. Studiosus : Himmel, ist das eine elende Posiverbindung! Sechsmal hab' ich jetzt an ir.:inen Alten um Geld geschrieben und noch hab' ich keines bekommen!" Aus djrn Gymnasium. Professor: Wie Sie wissen, pflegten sie Alten ihren Göttern meistens das ;u opfern, was feindlich war. So zpferte man z. B. der Ceres das Sck'wein. weil es die Saatfelder verI -n i r - . p i vuzu unze, roas opserre man oem kacchus?" Kunze (nach längerem I vi f r- r X m i zcacynnnen sreuoig,: mzw eoiaus. Ierr Professor!

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