Indiana Tribüne, Volume 17, Number 151, Indianapolis, Marion County, 18 February 1894 — Page 4

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lndZana Tribüne

p Erscheint Täglich unfc 2otint&Q8. Die tägliche Tribüne- kostet durch den Tröge, Cent? per Zoche. die ConntagSTrtbüne" k TeniS per Woche. Beide zusammen 15 Eent od Cent per Monat. Per Post ,ugeschickt in Vor. ausbeil.lung f.' per Jahr. . zzzzzzzzzzzzzzzzzz j Ossice : No. 18 Süd Alabama Str. i Indianapolis, 3nd., 18. Februar '94. ! Wie man in die Höhe kommt. r ! Aus dem amerikanischen y Volksleben. ;, Bon 2i'. 2. vkiseberz. CZ war im Herbst 1881, alZ ein junger, schöngebauter Mann von strammer militärischer Haltung und mit einem blonden Schnurrbart, das Urbild eines Teutonen, in meiner Wohnung in der Eldridgestraße in New Aork erschien und sich mit ein Paar Zeilen von einem Freunde in Frankfurt am Main bei mir einführte. Ich erinnerte mich nicht, ihn jemals zuvor gesehen zu haben, wiewohl er behauptete, er sei mir einmal von seinem Freunde, der mit ihm zusammen als (5injährig-Freiw:lliger diente, vorgestellt worden. Da ich mir von jeher schmeichelte, ein besonders gutes G:dächtniß für Physiognomien zu besitzen, so machte mich des jungen Mannes hartnäckige Behauptung, mich zu kennen, argwöhnisch und das Vorurtheil setzte sich in mir fest, daß er mich vielleicht als letzten Rettungsanker auf seiner Irrfahrt in der Neuen Welt betrachtete. Und ich irrte mich nicht und tolerant wie ich nun einmal von Natur bin, verzieh ich ihm, ob seiner Nothlüge, noch ehe er mit der Darstellung seiner Situation zu Ende war. Er hätte eigentlich gar nicht so weitschweisig sein brauchen, denn er erzählte mir gar nichts Neues. . Als Sohn des Obermaschinenmeisiers Gerstel der Main-Weser-Bahn in Frankfurt am Main und als Volontär in einem Bankhaus, wo er als erwachsener Mensch nichts weiter zu thun hatte, als Wechsel in die Kladde einzutragen und in den Conti-Cur-rents die Zinsen nach bekannter Formel nachzurechnen, was fünfzehnjählige Jungen bekanntlich ebenso gut fertig bekommen, brauchte er bei Weitem mehr Taschengeld, als er Salär bekam. Mit letzterem war er nicht einmal im Stande, die monatlichen Ausgaben für Glacehandschuhe, Kragen, Stiefel, Cigarren und Bier zu bestr.:iten, geschweige sich jede Saison einen neuen Anzug zu kaufen. So kam er in Schulden und am Ende auf die heilsame Idee nach Amerika auszuwandern, von dem er wie die meisten Europäer, die verworrensten Vorstellungen hatte. Frau Mama weinte einige Thränen, als ste Gustavs Koffer packte, Papa Gerstel aber meinte, dem Bengel kann esicht schlecht ge nug gehen ; ich hab in meiner Jugend solche Chancen wie er nicht gehabt und habe mich allein in die Höhe arbeiten müssen, oft, ohne zu wissen, ob ich den nächsten Tag etwas zu essen habe. Der Junge mag selbst schwimmen lernen." Diese anscheinende Gemüthsrohheit störte den Frieden der Gerstel'schen Familie auf lange Zeit und der Abschied des Sohnes aus dem elterlichen Hause hatte etwas unendlich Gedrücktes. Trotzdem fand Gustav in dem Couvert, das seine Ueberfahrt enthielt, noch einenHundertmarkschein und in dem Paquetchen, das Mama ihm heimlich vor der Abreise zugesteckt, noch zwi dieser willkommenen Staatsbilder. Natürlich hingen unserem Gustav unterwegs der Himmel voller Geigen ; pochend auf eine Anzahl Empfehlungen, renommirte er unter den SchiffsPassagieren, als werde man ihm in New Iork bei der Ankunft einen feierlichen Empfang bereiten und die dreihundert Mark für eine unerschöpfliche Summe haltend, war er freigiebig wie ein junger Prinz. Als er in Hoboken landete, und den Nest seines Geldes in solide Dollars umwandelte, hatte er zioch 19 Dollars und 60 Cents, eine lächerlich geringe Summe, verglichen mit deutschem Gelde, deren Anblick aber Gustavs Begeisterung für die neue Welt zum ersten Male etwas abkühlt?. Am Ende von zwei Monaten besaß er keinen rothen Cent mehr und sein früheres frohes Bewußtsein bezüglich der Empfehlung war in demselben Maaße geschwunden, da jedes der Schreiben sich nur als eine Sache der Höflichkeit erwies, die in dem günstigjtei Falle nur d e n Effekt hatte, daß znan den jungen Mann zum Mittagstot einlud, um sich im Stillen an seizien drolligen Illusionen und confusen Vorstellungen über Land und Leute gütlich zu thun. Am Ende der vierten Woche hatte cr bereits all' seine Busenfaltenhemden und. zwei seiner besten Anzüge beim Pfandonkel und die Pfandscheine auch bereits wieder verkauft, da er sich ein bildete, bei allem Elend nicht ohne die obligate Cigarre leben zu können. Am Gcfce der fünften Woche besann er sich endlich auf die mißachtete Empsehlung meineZ Freundes und wie gesagt, mit .einem Glimmstengel zweifelhafte: .Sorte erschien er eines Morgens bei mir, sauber gewaschen und mit einem reinen Papierkragen versehen, aber voller Bartstoppeln und mit etwas wil 'er , der Scheere bedürftiger Haarfrisur, so daß es keines großen Verstan des bedürfte, um zu errathen, daß er , an der entscheidenden Wende seines 2t .Hens stand. .

Nachdem er feinen Rdman geendet, entstand eine lange Pause. Ich war schon lanae über das Gehörte in Nachdenken versunken und erinnerte mich nur der Hälfte dessen, was er Alles in den letzten Wochen erlebte. Hier fragte es sich nur, wie helfen? Wie ein MenidxaUUr retten? Ich ' nahm daher am Ende daö

Wort: Und inwiefern, Herr Gerstel, glau ben Sie, daß i ch Ihnen gerade helfen könnte? Sie sehen, ich lebe selbst beschränkt, auch vorläufig nur von der Hand in den Mund von schriftstellerischen Arbeiten, für die hier m den Ver. Staaten unter der deutsch-ameri-kanischen Presse fast gar keine Nachfrage herrscht, da die Scheere und das Gummitöpschen ja die billigsten Factorcn sind und Deutschlands Literatur das Beste, allerdings nichts Amerikanisches, gewissermaßen in seinen Maqazinen und Journalen auf dem Präsentirteller darbietet. Würde ich nicht eine Lehrerstelle an einer Anstalt in Aussickt haben, so könnten wir Beide vielleicht bald Arm in Arm das Jahrhundert ver Misere herausfordern. ' Er lächelte, als 'habe ich filoß einen ausweichenden Enkschuldigungswitz gemacht, und lächelte weiter, trotzdem ich ihn versicherte, daß ich es blutig ernst meine. Er glaubte mir einfach nicht, und zwar gleich allen Leuten, die, um Hilfe bei ihren Nebenmenschen bittend, eine ablehnende Antwort erhalten. Dies Bewußtsein schmerzte mich. Ich gab zu, allerdings nicht so in der Tinte zu sitzen wie er und bemerkte, daß es mir auch nicht darauf ankomme, ihm Herberge zu geben, wenn er mit einem Lager auf dem Sofa zufrieden sei, doch machte ich mir zur Bedinqunq, daß er aus dieser Gastfreundschaft kein Privilegium ab-. leite, und sich alle Mühe gebe, lrgend eine Arbeit zu finden. Vor Freude drückte er mir die Hand und er versprach. Alles zu thun, was ich ihn heiße und wozu ich ihm rathe. Seine Effecten braucht: er nicht jexft W holen, denn, wie er erröthend erklärte, hatte er überhaupt keine mehr. 3$ aab ihm einen Vierteldollar, seinen Magen zu füllen, und Geld, um ch der Verschönerung eines HaarZünstlers anzuvertrauen. Gegen Abend kam er zurück, wiederum mit einem Glimmstenael im Munde, jetzt aber in bester Stimmung und in seinen ursprünglichen Fehler der Prahlerei und des knabenhaften Enthusiasmus derfallend. Es gefiel ihm, sich mit mir in eine Discussion einzulassen und einen deutschländrschen Patriotismus zur Schau zu tragen, der nichts Ueberzeugtes Hatte und mir als hohles und fahles Geschwätz erschien. Ich gab ihm zu verstchen, daß es für ihn das Beste sei. irqend etwas anzufassen, um sich selbst über Wasser zu halten, und sich nicht zu scheuen, wenn er. bei seinem totalen Mangel an praktischer Bildung, mit Geschirrwaschen anfange. Hier in Amerika habe die. Arbeit einen ganz anderen Begriff als drüben, sie sei nicht von Vorurtheilen durchseucht und infolge von Gesellschaftskasten zerklüftet; sie sei in jedem Zweige geachtet und heute könne Einer auf der Straße Schuhsenkel und Kragenknöpfe verkaufen, morgen Geschirr abwaschen oder 'Kohlen, austragen und übermorgen vielleicht BuchWalter oder Boß spielen, in jedem Falle sei die Arbeit des Menschen geschätzt, wenn man überhaupt mit Arbeit sein Leben mache. Er Hörte eine lange Weile zu. ohne zu antworten, und nachdem ich mit meiner Lanze für die amerikanische Begriffsauffassung von ver Arbeit zu Ende gekommen zu sein schien, antwartete er etwas schläfrig und gelangweilt, daß, wenn das wirklich so der Fall sei. wie ich es jetzt ihm und andere vor mir ihm erzählt hätten, er schon längst Kellner und vielleicht gar Schankwärter in einer großen Wirthscbaft in der Avenue D auf der Ostseite sein könne, aber er. als der Sohn eines Oberbeamten einer deutschen Staatsbahn, könne seinem Vater doch unmöglich die Schande anthun, Gläser zu waschen und jedem xbeliebigen ve soffenen Menschen ein Glas Bier oder einen Schnaps vorzusetzen. Diese offene Erklärung ärgerte mich natürlich und ich versetzte gereizt, daß er noch keinen allzu großen Hunger in diesem Lande empfunden haben könne und es verdiene, daß es ihm noch um Einiges schlechter gehe. Was mich indeß mit seiner Zähig 5eit des Festhaltens an der europäischen Arbeitsauffassung und dem für amernanifchen Geschmack ungenießba ren und widerlichen Kastengeist ver söbnte. war die Erklärung des jungen Gerstels, daß er sich vorgenommen, seine Eltern um keine Unterstützung anzugrhen, unÄ daß er ihnen noch mit keiner Silbe geschrieben, wie schlecht es ihm im Lande der Iankees ergehe. 3ch machte dann mit ihm aus, daß er Morgens um 6 Uhr. ausstehen, sich die Morgenzeituncen kaufen und. sich diejenigen Stellen aufschreiben solle. sur die er nclinationen habe. Er that es zwei oder dreimal; am . vierten Tage verschlief er die Zeit, ließ sich nur schwer vom Sofa vertreiben und gab mir zu verstehen, daß die An zeigen in den deutschen Zeitungen einer allgemeinen Fopperei gleich kämen, da. wenn er an irgend einem Orte nach wahnsinniger Lauferei anlange, die Stelle bereits stets seit emem oder zwei agen bejekt tu Ich glaubte ihm natürlich nicht, ob wohl er, wie ich seltdenr'lfubr, nicht ganz Unrecht hatte, und 'm Mansch, der täglich ein baar Stunden Pcu'r ü 7oi ve Prusse in einer Stadt wie New Nork umherjagt, endlich der ganzen Laulerei überdrüssig werden und dem PessrmismuI versallen muß. . Eine Art

Verbitterung setzte sich in mir fest und

10) richtete es bald so ein, daß ich ihn nur noch am Abend sah, während ich Morgens schon vor ihm vas Haus verueß. Und da leine Wendung m der Sachlage eintrat und Gerstel auch in snner Anschauung unverbesserlich zu sein schien, so erklärte ich ihm eines Morgens ziemlich brüsk, daß wenn er innerhalb drei Tagen keine Stelle gefunden habe, er von mir an die Luft gesetzt werde. Er sei keiner meiner Verwandten und doch hatte ich ihm viel mehr Rücksicht bewiesen, als ich meinem eigenen Bruder jemals erweisen würde. Auch sei er undankbar, und da er. trotzdem die Entbehrung und Noth ihm aus jeder Naht und selbst aus seinen Schuhsohlen berausblicke, noch festhalte an der europäischen Bornirtheit und der Idee von derjenigen Sorte von Arbeit, die nur für ihn anständig und ehrlich sei, so sei er auch ein kreuzdummer Kerl, dem man wie einem gehörnten Widerkäuer ein Brett vor den Kopf nageln müsse mit der Inschrift: Hier sucht Jemand Arbeit, die anständig ist." ' Und vies sei mein letztes Wort und den Rest könne er sich noch blnzudenken, wenn er Phantasie genug Habe. Ich dachte dabei eine Radikalkur auszuüben, irrte mich aber, da ich gutmllthig genug war, ihm den üblichen Obulus von 10 Cents jeden Morgen fortzubezahlen. Es blieb mir also nichts weiter übrig, um nicht auch als Prahler und einfältiger, müßig drobender Schwatzer zu gelten, mem Wort zu halten und ihm am Morgen des dritten Tages nach Aushändigung des 10 Centstückes Valet zu sagen. Dieser Gewaltstrelch war mir zm Innern nicht ganz gleichgiltig, denn der Wmd blies schon ganz scharf durch die Straßen und es sah aus, als sollten wir im Laufe des Tages noch Schnee in Fülle bekommen. Ich war. da es gegen Abend wirklich heftig zu schneien begann und am nächsten stark fror, ein paar Tage über ganz melancholisch und mußte mir gefallen lassen, von meinen Bekannten herzlich ausgelacht zu werden, als ich mein Erlebniß und meine Erfahrung mit Gustav Gerstel, dem Sohne des Obermaschinenmersters, erzählte. ch ch Einige Monate später, es war an einem Vormittage im Monat April 1882, ging ich zufällig die Houstonstraße, von der Bowery kommend, entlang, als mich Jemand an der Ecke der zweiten Avenue, dort, wo das Case CoSmopolitan sich befand, am Arm festhielt und in höchst lebhafter Weise begrüßte. Ich erkannte den Fremden nicht gleich. Er trug einen Vollbart, hatte die Haare kurz geschnitten und befand sich in einem Anzug neuester Mode. O, wie dankbar ich Ihnen bin, daß Sie mich damals im November in Wind und Wetter so unbarmherzig vor die Thüre gestoßen.- - Gustav Gerstel!- rief ich. Ist's möglich, daß Sie noch existiren?" Und wie! Völlig kurirt von allen Vorurtheilen, ganz amerikanisirt und der glücklichste Mensch vielleicht in diefer Stunde. Aber hier zünden Sie sich erst eine 10 Center an, und dann lassen Sie uns ein halb Stündchen plaudern ich muß um 12 Uhr pünktlich in der Mayors Office fern, um Ehemann zu werden.- Er lachte herzlich und laut, als habe er einem bösen Schicksal ein Schnippchen geschlagen, ohne zu bemerken, daß ich vor Erstaunen sprachlos geworden war und nur noch seine Physiognomie und sein Benehmen ieobachtete. Als wir vor einem schäumenden Glase Bier faßen und ich bei mir festgestellt hatte, daß Gustav Gerstel in keiner Faser mehr der Alte war, daß er die Renommage und damit auch den europäischen nach Vornehmheit neigenden Schliff ganz abgelegt, den angelernten Dünkel in sich ertödtet und sich zu einem ganz simplen Menschen, der er von Geburt aus war, rückwärts, zu seinem Besten entwickelt hatte, wobei ich nur bedauerte, daß er seine liebe, deutsche Sprache durch Amerikanicismen durchsetzte, hub er an: ' Ich war Ihnen wirklich furchtbar böse, als Sie mich endlich auf mich selbst verwiesen und um so böser, je mehr mir die Erkenntniß kam, daß Sie grade so wie mein Vater, eigentlich im Grunde ganz Recht hatten, keinen Pardon mit mir zu haben. Nur hätten Sie mich schon vier Wochen früher auf die Straße setzen sollen. Als da der Wind pfiff und es mich an den Füßen fror, dachte ich plötzlich : Ach, fahre hm, Engherzigkeit des alten Vaterlandes und Stolz einer falschen Erziehung ! Folge dem Rathe Deiner Freunde, die Du mißachtet und packe zu, wo Du etwas zu arbeiten findest. So ging ich von Werkstatt zu Werkstatt und endlich hatte ich auch Glück in einer Tapetenfabrik angenommen- zu werden. Der Vormann wies mir meine Arbeit zu und ich that wirklich mein Bestes, mein Brot zu verdienen. Aber der Staub, der in dem Lokale umherwirbelte und der Mangel an Nahrung brachte mich schnell so herunter, daß ich am Abend, als die Glocke ertönte, fast ohnmächtig zusammenbrach. Ich schleppte michmühsam in eine bekannte Kneipe, aß dort soviel ich nur konnte, von den aufgesetzten Speisen und legte meinen letzten Nickel m ein Glas Bier aiu Um, 11 Uhr Nachts der Schnee lag fußhoch stand ich rathloS auf der Straße, unwissend, wo mem Haupt hinzulegen. Zu Ihnen zurückzukehren, fehlte mir der Muth, obwohl eine innere Stimme mir sagte, .daß Sie in Anbetracht des Unwetters Zwchmals Erbarmen mit mir haben würde So trat ich endlich in einen Wagen ub' mübe,- schliß Ich bald ein. Aber je iter eS feiirbe; desto kälter wurde es und desto schauriger wurk:

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wmWm . iMAM'A W K&rtii ZtsJ Im Balte angefallen. Wenn man im 3aldc angefaUcn wird s? ist man hülflos. Wenn man aber jux Hause unt Hartte?!)'.,? seit, Mageillcideli, Ty?vcpsia, UiwcrdauliHkeit, Schwache, befallen wird, so ist die H.Ilse nahe zur Hand. Tlan kann das ächte daxtt vader Wa'ier und isa!; tu lcbcr Ävolytte kaufen. (5s gibt sein besseres Mittel und wird dies von allen mcdl;lmichen Autorttaten anerkannt. Man braucht ntöt mehr nach Carlsbad zu gehen. Carlsbad kommt jetzt zu einem in's Hans. Duttt eng vorHaymNttqen. :e a.rtrn Produkte von Carlsdad müssen die Unter schrift von Eisner & Mc;:delson Co., New Nork, auf dem Halse einer jeden Flasche haben. es mir um's Herz. Ich ward steif wie ein Klotz und als ich mich gegen Morgen erheben wollte, fehlte mir dieKraft. Auf einmal verließ mich' das Bewußt-, sein und als ich wieder erwachte, lag ich in einem Bette in dem allgemeinen Krankenhaus auf der Insel. Sechs Wochen schwebte ich zwischen Leben und Tod, aber meine starke Natur stegte und liebreiche Seelen wachten über mir, denn mit der Krankheit war auch eine moralisch: Veränderung mit mir vorgegangen. Ich fühlte mich so ganz anders gegen früher. Es war mir, als sei eine unbehagliche Haut von mir abgestreift und ich in mein eiaentliches Element versetzt worden, so .wie ein Fisch, der aus Brunnenwasser m Flußwasscr zurückversetzt w:rd. Ich nickte bejahend und meinte, er habe sich wirklich vortheilhaft verän dert, nun gefalle es mir nicht, daß er seine Rede mit englischen Brocken vermenge und damit den ungebildeten deutschen Amerikanern nachäffe. Er lachte und rief, mir eine Cigarre überreichend: Diese Art derBeramerikanistrung hat seinen guten Grund. Sie beruht auf Gewohnheit. Denn, wissen Sie nur, als ich so auf dem Wege der Besserung im Bette lag, die Wände studirend und immer nur meinen Gedanken und Erinnerungen nachhängend, da tauchte vor mir das Bild eines Mädchens auf, das ich in der Wirthschaft in der Avenu D (von der ich Ihnen schon gesprochen) hatte kennen lernen. Es war mir immer recht freundlich, ja freundlicher denn Anderen begegnet und liebte es stets, mit mir in' der Nachmittagsstunde, wenn Alles ruhig zu sein pflegte, zu plan schen : Vom alten Vaterlande, von den Eltern, den GeschwistenC von der Reise, den Erlebnissen, kurz von allen uns interesstrenden Dingen, so daß Ich mir sagen mußte, ste, des Wirthö Schwägerin, finde Gefallen an mir und wolle mich einfangen für sich als eine willkommene Beute. Und dann erinnerte ich mich bedauernd, wie geringschätzig ich auf Emily geblickt un) wie der Hochmuthsteufel stets in mir gewesen : Du, der Sohn des OberMaschinenmeisters einer deutschen Staatsbahn, kannst doch keine Bierwirths Verwandtin als heutige Flamme verehren ? ! Dieses Bergehen lastete schwer während meiner Krankheit aus meinem Gewissen und ich benutzte die erste beste Gelegenheit, ihr durch ein paar Zeilen mitzutheilen, daß ich krank im Hospitale läge und nicht aufgehört habe, mich ihrer zu erinnern. Ob die Note angelangt war. wußte ich nicht, denn ich erhielt, solange ich noch krank war. keine Antwort, so daß ich, als erstes Ziel, nach meiner Entlassung, meinen Weg nach Avenue D richtete. . Zuerst war ich sehr enttäuscht, als ich in dem Lokal niemand Bekanntes antraf, aber als ich den Schankkellner nach dem Boß und Fräulein Emily fragte, hörte ich. daß sie alle im Hintergrunde beim Kaffee säßen und daß ich mich dorthin verfügen müsse, wenn ich etwas Privates zu melden habe. Ich faßte diese Antwort als den Wink eines gütigen Geschickes auf und klopferfden Herzens überschritt ich die Schwelle ' des Zimmers, wo mir Emily's Antlitz wie eine Sonne entgegenstrahlte, denn sie hieß mich ziuerst von Allen willkommen, entschuldigte -sich, daß sie keine Zeit gefunden, an einen so gebildeten Mann (lächeln Sie nur dreist!) wie ich, zu schreiben und daß sie schon gewußt hätte, daß ich kommen würde, um die alte Bekanntschaft fortzusetzen. Und ich mußte mich hinsetzen und Kaffee trinken und meine Geschichte erzählen, und es that mir ordentlich wohl, als mich Jedes bedauerte und besonders Emily bei Der zweiten Tasse die aanzi Sahne einschenkte, mitlekig bemerkend, daß ich nach so langer Krankheit stärkender Nahrung bedürfe und daß blanker Kaffee mich nur aufrege, anstatt mir gut zu thun. Was soll ich weiter erzählen? Die edle Familie behielt mich bei sich und ich arbeitete mich von unten auf. willig bei der Hand, wo es sein mußte, dankbar. daß ich mitleidige Herzen und eine treue Geliebte gefunden hatte. ' Und was soll ich noch weiter erzählen? Eines Tages es sind jetzt acht Tage her, da überraschte mich Charlie, so heißt mein Schwager, mit der einZachen Mittheilung: Gus! Ich hoffe, daß Du nichts einwendest, wenn Du vom Montag an als Partner in's Geschäft trittst, die Bar übernimmst und heute in acht Taen die Emily heiratheil. Wir haben Dich alle als einen ehrlichen Kerl aus guter Familie ken nen lernen, den Consens Deiner Eltern haben wir auch und so brauchst Du bloß Ja oder Nein zu sagen und die Sache ist. ahaemacht.

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Natürlich sagte ich nicht Nein. Aber da ist die halbe Stunde schon herum. Sott! Da muß ich eilen. Ich habe der Emily versprochen, sie in der Mayor's Office mit ihrer Schwester nicht wartrn zu lassen und da ich an meinem Hochzeitstage nicht unpünktlich sein möchte Sie entschuldigen! Vood bye. Sie besuchen uns doch? hier unsere Karte. Ich verlasse mich darauf, daß der Schmied meines Glückes nicht fehle. O, wie wird sich Emily freuen! Good bye!' Good bye!" Urfd damit war er schon halbwegs zur Honstonstr. Station. , Ich will nicht versäumen, noch hinlzufüaen, daß ich nicht verfehlte', der Hochzeit beizuwohnen und von dem Schwager, der Schwägerin und der junien'Frau Gerstel imTeheimcn wohl ein 'halbes Dutzend Mal die Versteheruna erhalt, daß der junge Gatte aus der vornehmsten Familie Deutschlands stamme uttd daß sie sich es leisten könnten. einen Solchen sich beizulegen. Neue Entdeckungen. . Obgleich manche neue und wichtige Entdeckungen in den verschiedenen Wissenschaften in jüngster Zeit gemacht wurden, so ist doch keine derselben von größerer Wichtigkeit für daö Publikum, als die Entdeckung, welche kürzlich durch errn Dr. Schoop gemacht wurde und welche die Aufmerksamkeit von Aerzten, sowie Laien in allen Ländern auf sich gelenkt hat und welches die Tntdeckung der Ursache von chronischen Krankheiten dcö Magenö, der Leber, der Nieren und anderen inneren Organe einschließt. Dieser Arzt fand, daß die Ursache in gewissen Nerven, welche diese Organe kontrollircn, liegt und durch die Verordnung von Dr. Schoop'S Wiederhersteller, eine Arznei, welche er speciell für die Behandlung dieser Nerden herstellt, wird die Ursache und mit derselben die Krankheit entfernt, (s in deutsches Buch, die Entdeckung beschreibend nebst Proben, wird an jeden Leser nach Empfang einer Briefmarke frei versandt. Agenten gegen Salair und Eommisson verlangt. Man schreibe an Dr. Schoop, acine, Wik." Verlangt Mucho'S Best Havanna ligars." Grofzc Eröffnung von Lrühjahrsu. Sommer Scidctt-Klcidcrstoffcn. Eine große Auswahl der berühmten China Seide, fabrizirt von Cheney Broö. Ueber 100 Muster zur Ausmahl. Dieselben sind ausschließlich für unS. Eine sehr große Auswahl gedruckter JndiaS, geblümt und in schönen Schattirungcn, zu 75c. 25 Stücke schwarze Brocade Chinas zu 69c, wurde in lehter Saison zu $1 00 verkauft. Noch ejn großer Einkauf von schwarzem Satin. Ducheß. Wir behaupten ganz entschieden, daß unsere Werthe von keinem anderen Laden übertroffen werden können. Sehen Sie diese 78c, 8?c, 98c und 51.49, werth don $1.25 M8 $2.00. GCT Verkaufs-Agenten für Her Majesty'ö" Corsetten. Die besten der Welt.

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