Indiana Tribüne, Volume 17, Number 146, Indianapolis, Marion County, 13 February 1894 — Page 2
ndiana Tribüne.
Erscheint Tllglich und öonntsgs. Sie tägliche. Tribüne-ksyei durch den Träge, 12 Cent J per 3oche. die SonntegS-.Tribüne- 5 Cent? perWocye. Beide zusammen ILCentS oder 55 Cent per Monat. Per Post ,uzeschtckt in Scr auLbcLZhlung V per Jahr. Office : No. 18 Süd Alabama Str. 'Indianapolis, Ind., 13. Februar '94. Neue LZisse für nnsere Marine. t In dein laufender-. Jahre wird unjscre Kriegsmarine, Dank den liberallen Bewilligungen früherer Jahre, eine ungewöhnliche Verstärkung ersahren. Die neuen KliegZschisse werden den Marinesecretär in den Stand sehen, die Interessen unseres Landes in allen Häfen des Auslandes mit dein Nachdruck zu wahren, welchen das Ansehen der Sterne und Streifen erheischt. An Complicationen der verschiedensten Art hat es besonders in letzter Seit nicht gefehlt. Die Wah?ung unserer Interessen macht die AnWesenheit eines starken Geschwaders vor Rio de Janeirn nothwendig; im Hafen von Honolulu muß unsere Zxlagge wehen, ebenso wie an derKüste von Nikaragua. Wir müssen eine lxlotille in den asiatischen Gewässern baben und während der Zeit des NobbenschlaaeS müssen unsere Schiffe als Patrouillen dienen, uin die AusFührung der internationalen Verträge Ziu überwachen. Gewöhnlichen Gamaschendienst" gibt es natürlich in Hülle und zxülle. In dem laufenden Jahre nun werden viele Schiffe, deren Lau vor längerer Zeit begonnen wurde, in Dienst gestellt werden. . Die Panzerkreuzer New Fork", Monterey- und Miantonomoh" werden in den Kreuzern Maine" und .Texas-, die in Vrooklyn bzw. in Norfolk ihrer Vollendung entgegengehen, eine würdige Verstärkung ersahren. Der Panzer Maine" hat eine Tragfähigkeit von 6313 Tonnen und wird mit 'vier Zehn- und sechs Sechs-Zioll-Geschützen. zwölf SechZpfündern, sechs Einpfündern sowie vier GatlingKanonen annirt; die Tragfähigkeit des Texas" beträgt 6300 Tonnen und seine Armirung besteht aus zwei ?,vomU und sechs Sechszoll-Geschützen, zwölf Sechspfündern, vier Einpfündern, vier Hoichki- sowie vier Gatlingkanonen. Die Geschwindigkeit dieser Schiffe soll bei der Probefahrt 17 Knoten betragen. Ihre Seitenpnzer werden 12 Zoll stark; die Thürme des Te?as" werden mit zwolfzölligen Platten gepanzert, währenb die Tlzürme des Mainc" achtz"llige und seine Baretten zwölfz'öllie Platten erhalten. Teras" wie JUlarnz" soll im Sommer in Dienst ceüellt werden. Die gewaltigen Schlachtschiffe Indiana". 'anachusetts" und Oregon". welche in ihrer Klasse wahrReinlich in keiner Marine Jhresgleich:n haben, werden bis zum Herbst vollendet. Bei eine?: Deplacement von 10.200 Tonnen und 15 Knoten Fahrgeschwindigkeit, führt ein jeder dieser Kolosse vier Dreizehn-, acht Acht, und vier Sechszoll -Geschütze, zwanzig Sechspfünder, vier Einpfünder sowie vier Gatlingkanonen, welche besonders ihrem Breitseitefeuer eine gewaltige Stärke verleihen. Ihre Seitenpanzer sind 18 Zoll stark, ihre Thürme und Varbetten für die schwersten .Geschütze sind mit 15 bzw. 17 Zoll starken Platten versehen, während sechs- bzw. achtzöllige Platten zum Schutze der .Sechs- und Achtzoll-Geschütze dienen. Zum besseren Schutze unserer Küs!en werden im Laufe des Jahres vier weitere Monitors in . Dienst gestellt werden. Der erste Platz unter diesen Fahrzeugen gebührt dem Puritan" mit seiner gewaltigen Batterie von vier Awölf- sowie sechs VierzollSchnellfeuergeschützen und vierzehn kleineren ' Kanonen. Seine Seitenpanzer werden vierzehn Zoll stark, während Thürme wie Varbetten achtzöllige Platten erhalten; seine Geschwindigkeit ist aus 12.4 Knoten bemessen. Die drei Anderen heiften .Amphitrite". .Terror" und .Mor.abnod"; die Geschwindigkeit der beiden ersteren beträgt 12 und diejenige des letzteren 14.5 Knoten. .Amphitrite" und .Monadnock" erhalten je zwei Vierzoll-Schnellfeuergeschüße aufccr ihren vier Zehnzoll-Geschüen und alle bekommen die gleiche Secundärbatterie. bestehend aus einem Paar Sechspfündern, einem Paar Dreiplündern, einem Paar 37 Millimeter Hotchkikkanonen und einem Paar Gatlingkanonen. Der Panzer des .Terror" auf den Seiten mißt sieben und an den Thürmen 11.5 Zoll, dage aen ist der Seitenpanzer der beiden anderen 9 Zoll stark, die Thürme sind mit Platten von 7.5 Zoll und die Varbetten mit 11.5 Zoll dicken, Plat ten armirt.' Ob das Nammschiff .Katahdin in diesem Jahre vollendet wird, ist ungewig. Doch sollte es geschehen. ZZei einem Deplacement von 218? Tonnen und einer Geschwindiakeit von 17 Knoten erhält dieses Schiff einen sechZzollkgen Seitenpanzer und führt vier Sechspfünder; .außerdem wird seine Stärke durch einen Thurm im Hintertheil vergrößert. Von schnellfahrenden Kreuzern sol Ien nicht weniger als fünf in Dienst gestellt werden. Unter diesen ist der nahezu fertige Kreuzer .Columbia mit 7350 Tonnen Deplacement und 22 Knoten Geschwindigkeit zuerst zu nennen: er fuhrt em Achtzoll-Geschutz, zwei Sechszoll- und acht Vierzoll-Ge schütze, 12 Sechspfünder, vier Eindfünder und vier Gatlingkanonen; dieser Kreuzer kann .genug Kohlen aufnehmen, um weiter als die Länge des Aeauators zu fahren. Das Schwesterfchiff .Minneapolis" wird vor Ablauf des Jahres in Dienst ge
ütGl' werben. Demnächst kommt der I Kreuzer .Olympia", der nur 5500 Tonnen Deplacement und eine gerin- j gere Geschwindigkeit, aber stärkere Batterien hat. Die Letzteren bestehen aus vier Achtzoll- sowie zehn Fünf-
zoll-Geschützen, vierzehn SechZpfundern. sechs Einpfündern und vier Gatlingkanonen. Noch kleiner sind die Kreuzer .Cincinnati" und .Raleigh", deren Deplacement auf. 3183 Tonnen und deren Geschwindigkeit auf 19 Knoten berechnet ist; ein jeder von ihnen wird ein Schnellfeuer-Geschütz von sechs Zoll und zehn solche von fünf Zoll, acht Sechspfünder, vier Einpfünder sowie zwei Gatlingkanonen erhalten. Die Liste der neuen Schiffe schließt mit den 2000 Tonnen - Fahrzeugen Montgomery", .Marblehead" und den 10150 Tonnen-Kanonenbooten ..Mackias" und .Castine". weiche sämmtlich mit Schnellfe5r-Ba!t?ri:n urnkt und bald in Dienst gestellt ?erden. Prcfcffcr Th?oöor Viaroth. Die medicinische Wissenschaft ha! eiicu sehr schweren Verlust erlitten : der erüymte Theodor Aillroth, Professor 'n der Wiener Universität ist in dem Linterkurort Abbazia, wo er Lindeung seiner Leiden gesucht hatte, ge.orben. Eine Herzentartunz vcrbun;cn mit Lung:z'emphysem hat den Tod es großen Geehrten g'.nj plö'zlich h:r!e'.z:sührt Noch eine Stunde vor sei'.ein Ableben hatte er gemeinsam mit einer Gattin das Abendbrot eingewmmcn. Theodor B:ll:o!h war c:n Sohn des ?eutschen Nordens. Am 26. April 1829 zu Bergen auf der Jisel 3liig:n -eboren, widmete er sich, zum Jung, inz herangewachsen, zu Greifsioald. Äöttingen. Berlin und eÄien dem Stuoium der Medicin. 1855 wurde er unter seinem großen Lehrer Langenbect Asilstent an der chicurgizchen UnwersitätskllNlk rn Berlin, habilltirte sich im folgenden Jahre als Privatdocent, und wurde 1339 als Profezjor der Chirurgie und Direktor der chirurgischen Klinik an die Universität Zürich berufen. 1867 erfolgte seine Bernfung an die Universität Wien, zu deren hervorragendsten Zierden er seitdem gehört hat. 1870 71 war er in den deutschen Lazarethen am Rhem thätig. An Ehrungen und Auszeichnungen ist von da an sein Leben reich gewesen. 1877 wurde er zum Mitglied des osterreichlschen Herrenhauses ernannt. Villroth war einer der' vielseitigsten Chirurgen der Gegenwart, n:cht nur ein genialer Operateur (Magenresektion. Ezstirpation des Kehlkopses). sondern auch ein tüchtiger Mikroskop!ker, Patholog und durch seine große kriegschirurgifche Erfahrung eine Autoritat auf dem Gebiete der Kriegsheilkünde. Zahlre'ch sind seine fachwissenschaftlichen Werke. So schrieb er: .Ueber den Bau der Schleimpolypen"; .Ueber die Entwickelung der Blutgesäße"; Beobachtungsstudien über Wundfieber und accidentelle Wundkranlheiten"; .Die allgemeine chirurgische Pathologie und Therapie"; Chirurgische Briefe aus den Kriegslazarethen in Weißenburg und Mannheim 1870"; .Ueber das Lehren und Lernen der medicinischen Wissenschaften"; .Ueber den Transport der im Feld Verwundeten und Kranken"; .Krankenpflege im Hause und im Hospital". Im Verein mit Pitha gab er das .Handbuch der allgemeinen und speciellen Chirurgie mit Einschluß der topographischenAnatomie, Operationsund Verbandslehre" und mit Lücke die .Deutsche Chirurgie" heraus. Auch war er Mitherausgeber von Langenbecks .Archiv für klinische Chirurgie". Gleich groß am Krankenbett, am Operationstisch und auf dem Lehrstuhl hat er in seinem Wiener Hörsaal zahlreiche Mediciner aus allen civilisirten Län dern in der medicinischen Wissenschaft unterwiesen. Die Affaire Llnver. DaS ungarische Abgeordnetenhaus hat sich mit einer Betrugsaffaire zu beschäftigen, in welcher der Abgeordnete Georg Linder sehr stark compromittirt ist. Ueber den Skandal veröffentlicht nunmehr der Leiter der Vrasidial-Section des Cultusministe riums. Ministerialrath Szüry, eine actenmaßige Darstellung des ganzen Zsaues. Danach erschien Petrovlc, welcher im October vom Karlowitzer Kirchencongresse zum Ofener Bischof gewählt wurde, am 10. Januar d. I. im Bureau Szüry's und erkundigte sich um den Stand seiner Bestätigung Nachdem der Bischof drei Wochen vor her sich schon mit derselben Frage an Szury gewendet hatte, gab dieser eine kurze Antwort. Beim Fortgehen wurde der Bischof verlegen und ent schuldigte sich wegen .der Geringst giakeit seiner bisherigen 'Dankbarkeit". Der Ministerialrath verstand ihn nicht, da die Angelegenheit nicht in seinen Wirkungskreis gehörte, und verwahrte sich gegen die Dankesbezer gung. deren Bedeutung er noch gar nicht ahnte. Der Bischof aerieth da rüber in Erstaunen und richtete zö gernd die Frage an Szüiy: Hadzn Sie denn nichts erhalten?" .Was denn?" fragte Szüry. .Das Spar kasseöuch." sagte der Bischof. Jetzt erst wurde Szüry klar, daß hier eine Nichtswürdigkeit begangen wurde, und es entwickelte sich folgendes Ge spräch: .Von wem?" .Von Herrn Linder." .Wer ist dieser Herr Linder?" .Der Neichstagsabgeordnete Georg Linder." .Ich kenne diesen Herrn gar nicht." Der Bischof sah nun Szüry zweifelnd an. luf welche Summe lautete' das Sparkassebuch?" fragte Letzterer. .Auf 5000 fl." Nach die em Dialog er zählte Vetrovic die Geschichte des Sparkassebuches. Er lernte Linder auf dem Karlowitzer Congresse ken nen. wo derselbe als Journal-Bericht erstatter weilte. Die bischöfliche Sy node trat zur Wahl Lweier. Bischöfe
zusammen und Pekroviö glaubte Au ficht auf Erfolg zu haben. Er wendete sich an Linder, damit derselbe ihm die Wege im Cultusministerium zum Zwecke der Bestätigung der Wahl ebne. Der Bischof suchte den Abgeordneten in seiner Wohnung in Bu-
i. . fl ...C ....Vi 0!nV trfm! Vi ff rr ' UUyCIl UU UHU -tiUlVtfc vuuuw. v , Ministerialrath Szüry als denjenigen. der den meisten Einfluß besitze. trokdem die Sache nicht in sein vtefsort gehörte. Linder behauptete, die besten Beziehungen zu. diesem Ministerialrathe zu unterhalten, berief sich auf seine wiederholten Besprechungen mit Szüry und behauptete, die Sache siehe sehr gut. Infolge dessen erklärte sich Petrovic bereit, Szüry zu honoriren. Er borate sich 5000 Gulden zusammen und hinterlegte sie auf Linders Rath m der Ofener Sparkae. m November erschien Linder bei Petrovic, um ihm mitzutheilen, daß der Ministerialrath nunmehr der 5000 fl. dringend bedürfe. Das Sparkassebuch wurde Lmder nach einigem Zögern ausgeliefert, nachdem man sich geeinigt hatte, daß die Honorrruna Lmderö sväter erfolgen solle. Die Bestätigung zum Bischof ließ auf sich warten.. Der Bischof erschien vn Szüry. um sich zu erkundigen, und der tiefverletzte. Ministerialrath erstattete sofort die Anzeige. Von dem Ministerialrath begab sich der Bischof in Linder, den er krank :m Bett fand. Dieser übergab dem Bischof sofort einen auf 5000 sl. lautenden Wechsel. Dies der Sachverhalt, den Ministerialratb Szürv mit dem Bemerken veröffentlichte, daß er Linder nicht kenne, dak derselbe die Schwelle seines Amtszimmers oder seiner Privatwobnuna nie betreten habe, van er me und nirgends mit demselben auch nur ein Wort gewechselt habe. Der Blschof bestätigt alle diese Angaben mit dem Beifügen, daß er die 5000 fl. nicht als Bestechung, sondern als einen Tbeil seiner Dankbarkeit dem Ministerialrathe zukommen lassen wollte. Vom Anlande. . Die großen Spiegelglaswerke m Butter, Pa.. haben mit an? nährend 500 Leuten ihre Arbeit wieder aufgenommen. Ebenso wurde das Sligo Plattenwerk in Pittsburg mit den alten .Finishers" und zu den alten Raten wieder in Betrieb gesetzt. Das Vorhandensein dör neulich in Bremen in dem Jndiana schen County Marshall von den' Steuerbeamten Nesf und Pierce in Beschlag genommene Winkelbumnerei wurde von einem Farmer, der lange Zeit im Süden gelebt und den von den dortigen Winkelbrermereien ausgehenden Schnapfsgeruch ver Luft kennen gelernt hatte, ausfindig gemacht. Aus einem ähnlichen Gerüche in dem ge nannten Indianischen County hatte er die Ueberzeugung von dem Vorhandensein einer Branntweinbrennerei in je ui Gegend gewonnen und stellte auf eigene Faust Nachforschungen darnach an. Er folgte dem Gerüche bis zu der drei Meilen von Bremen telegenen Lacer'schen Farm und beobachtete, aus einem Zaune sitzend, den Farmer bei der Beratung von Whiskey. Er machte von seiner Entdeckung den Steuerbe amten' Anzeige und diese nahmen die ganze Brennerei-Einrichtung m B. schlag. Das Oberstaatsgericht von Missouri hat folgenden Rechtfall von allgemeinem Interesse entschieden: Im Februar 1892 wurde die .United Masonic Benefit Association" von Missouri zahlungsunfähig, und die Staatsbehörde für das Versicherungswesen übernahm die Abwickelung der Geschäfte' der Gesellschaft. Die Beiträge zur Sterbekasse waren nicht eher eingefordert worden, als bis sie sich uf $140 beliefen. Als sodann die Einforderung erfolgte, war die Gesellschaft bankerott, da die Mitglieder die BeZahlung , der rückständig gebliebenen Beiträge verweigerten. Nach den Nebengesetzen der Gesellschaft verliert ein Mitglied seine Anrechte wegen NichtbeZahlung der Beiträge erst nach dem Ablaufe einer dreißigtägigen Frist. Das Oberstaatsgericht hat den Grundsatz aufgestellt, daß ein jedes Mitglied dieser Gesellschaft für die Erfüllung der von ihr eingegangenen VertragsVerbindlichkeiten haftbar ist. Das ganze Land in dem östlichen.Theile des Staates Washington und das ganze Gebiet von Jdaho, welches die Flüsse in dem erstgenannten .Staate speist, stehen unter Wasser und der Schaden hat bereits eine ie.trächtliche Höhe erreicht. Fünf Tage lang chat es unaufhörlich. geregnet und dazu hat der .Chinook" (warmer Westwind 'an der pacifischen Küste) den Schnee zu schnellem Schmelzen gebracht, so daß das sich in den Flüssen sammelnde Wasser eine aanz außerordentliche Höhe erreichte. Viele Ortschas ten haben bedeutenden Schaden genommen und in der ganzen Gegend sind Farmgebäude, und Vieh von dem Hochwasser hinweggeschwemmt worden. Sämmtliche Bahnzüge erleiden in Folge der vielen Unterspülungen des Bahndammes Verspätungen. Auf der Washington Central Bahn verunglückte am Medical Lake ein aus der Lokomotive und vierundzwanzig Waaen bestehender Güterzug auf einer von dem Wasser unterspülten Stelle. Zln Palous City wurde H. T. Wallace im Schlafe sammt seinem Hause und desfen Inhalt vom Hochwasser entführt und ertränk,' ehe ihm Hilfe gebracht werden konnte. - Der Schnee ist jetzt fast ganz verschwunden und man glaubt, daß die Überschwemmung ihren Höhepunkt erreicht hat. Der Pinkerton'schen Polizei ist es gelungen, in Hot Springs in Arkcmsas ewen dei? geriebm'sten und verwegensten Diamanten-Dleb? in den Ver. Staaten, Fred, alias .Fritze" Dhien einzufangen und in Sicherheit zu bringen. Cs $ dies das vritte Mal, daß man wec7n Diamantendieb ftahls ' auf ' ihn gefahndet ' hat. Vor zwei Jahren beraubte er mit William Hurli.k Zlusammen inen Reisenden der
Fir'.na Hermann Keck & Co. in Cincinnati auf dem Bahnhofe in Dayton in Ohio um Diamanten im Werthe von $20,000. Capt. Thomas I. Far rel in Dayton machte auf ihn, fowie wie auf feinen Genossen eine heiße Jagd und wurde innerhalb einer Woche ihrer Brite habhaft. Dhien hatte aber einflußreiche Freunde in Dayton.welche
die über chn verhängte Bürgschaft von $5000 bereitwillig für ihn stellten und ihm dann nethen, sich von dem Schau, plaw ZU drücken. Er ließ sich diese Weisung nicht zweimal sagen und ging in der Begleitung des Fläschers .Bob Stackton, alias .Old Bob" Bowman nach New Jork. Als es ihm auch dort zu heiß wurde, wandte er sich nach an deren Städten, überall sein verbrecherisches Handwerk Mit gutem vrsolg betreibend. Schließlich entfloh er nach Europa, von wo aus er dann wieder um Weihnachten nach Hot Springs zurllckkhrte. Dies erfuhr auf gcheimem Wege Seymour Venther, der mit einer Abtheilung von Plnkerton's Gebeimpolizisten sich in Jacksonville befand, um dort bei den Vorbereitungen zu 'dem Mitchellorbett'schen Klopfgefecht die Ordnung aufrecht zu erhalten. Mit zweien feiner .Leute degab er sich naa-Hot Springs, brachte Dhien mtt zwei anderen (seno?n..Jimmy Ducks" und Mozie. zwei Täschendieben ersten Ranges, hinterSchloß und Riegel, doch glaubt man, daß Fritze's einflußreiche Freunde ihm auch diesmal wieder thatkräftig' zur Seite flehen und seine Freiheit erwirken werden. Durch die Dummheit eines Bostoner Einwanderungs-Jnsvectors ist der Bundesregierung die Fürsorge für ein blödsinniges Mädchen zugefalnr. von dem sie nicht weiß, was sie mit ihr anfangen soll. Das Mädchen wurde vor einer Woche mit seinen Eltern und sechs Geschwistern von dem Dampfer .Bohemia" gelandet. Auf Grund des Verbotes d.?r Landung von geistesschwachen oder geisteskranken Personen wurde das Mädchen von dem Inspektor zurückgehalten. Ihre FamilienmAglkdev bekümmerten sich indessen nicht um sie und verschwanden spurlos; man weiß von ihnen nur so viel, daß sie unmittelbar nach der In. Haftnahme des Mädchens eiligst nach Kansas weitergereist sind. Dem EinWanderungsbeamten blieb nichts anderes übrig, als das Mädchen bis auf weitere Weisungen aus Washington in einer Irrenanstalt unterzub ringen. Nach der Bestimmung der Einwänderungsbehörden wäre das Mädchen der Dampfschifffahrts - Gesellschaft zur Rückbeförderung zu überweisen, alrr dieser ist wed der Name noch der Herkunftsort .des Mädchens bekannt und der Einwanderungs-Commissär Stump plagt sich jetzt mit der Lösung deS Problems ab, wie er das Mädchen los werden soll. Vom Auslande. Bei seiner jüngsten Antoesenheit in Kopenhagen hat Freiherr von Nordenskjöld Mittheilungen über seine Pläne gemacht. Er beabsichtigt, eine Expedition auszurüsten, theils um die verunglückte schwedische Ezpedition Vjörling aufzusuchen, theils um umfassende Untersuchungen in den unbekannten Gewässern beiGronland vorzunehmen. Die Expedition soll im Frühjahr abgehen und ausschließlich aus schwedischen Leuten bestehen. Nordenskjöld glaubt, daß Björlinq noch am Leben sei; er sei vielleicht in einem Boote nach dem Elsmereland gefahren und habe vielleicht bei den Eskimos Zuflucht gesucht. .Dies zollen wir untersuchen." fugte Nordenskjöld hinzu, und ich bin hierher gekommen, um die Vorarbeiten zur Expedition zu vollenden. Oscar Dickson hat mir die Geldmittel zur Verfügung gestellt. Ich habe hier Aufklärung aesucht bei Leuten, die die Verhältnisse kennen, und was ich erfahren habe.- bestätigt meine Ueberzeugung, daß Vjörling gerettet werden kann." Ueber Nansen sprach er sich sehr zuversichtlich aus. .Er wird wohl kaum den Nordpol erreichen." sagte er. .aber dennoch wird seine Reise von großer Bedeutung für die Wissenschaft sein, denn Nansen ist ein sehr tüchtiger Mann und ein großer Gelehrter.". Vom Schah vonPers ien und seinem Hofmaler erzählt man folgendes Geschichtchen: Unlängst hieß es, der Schah werde in dfcfem Jahre eine Reise nach . Europa , unternehmen . in Gesellschaft seines Hofmalers.. Der Schah hegt für diesen Künstler , eine sehr große Bewunderung, was er schon bei verschiedenen Glegenh:i'.?n bewiesen hat. Eines Tages, als der Maler sich in sein Melier zurückgezogen hatte, wollte ihn ein persischer Großwürden träger durchaus arbeiten sehen. Der Maler warf ihn hinaus und verschloß die Thür. Aber der hohe Herr kehrte zurück, erbrach die Thür der Malersiube und trat ein. Der gereizte Künstler stürzte sich auf den ungebetenen Gast und besudelte ihm das "ganze Gesicht mit einem Pinsel. Dann ent floh er, um sich der Wuth des Würdenträgers und seiner Anhänger zu entziehen. Er hatte di? vorzügliche Idee, sich zum Throne fc?3 Herrschers zu flüchten. Fürchte nichts", sagte NasredDm mit ' einer Geberde des Wohlwollens. Bald darauf eilte der noch mit Oelfarbe beschmvrte Herr herbei und ließ seine Klagen hören. .Du hast Unrecht", sagte der Schah ruhig. .Du mußt bestraft werden!" Und auf der Stelle verurteilte er ihn zu zwei Jahren Gefängniß, weil er sich mittelst Einbruchs Zutritt zu einem fremden Zimmer verschafft und mit seinen Wangen MalerfarkTn gestohlen habe. Auf der letzten Europafahrt des Schahs war ein junger schöner Knabe sein erklärter Liebling, dessen Wohlergehen nach einer Weissagung für daö Leben des Schahs von 'gedeutung sein sollte. Was aus diesem fatalistischen ffnaben geworden ist. weiß man nicht. JnPariö isteinVerein Tur Vekämpfuna des Bettelns von
Kindern, das dort in letzter Zeit sehr zugenommen hat und augenscheinlich regelrecht organisirt wird, in's Leben getreten. An der Spitze stehen mehrere bekannte Menschenfreunde und eine ganze Anzahl Vorsteher von
Waisenhausern und schulen. 2)ie Gesellschaft hat die Hauptstadt m eine Anzahl von Bezirken abgetheilt und die Mitglieder übernehmen cs. Jeder in einem bestimmten Bereich, die Aufsicht zu fuhren, bettelnde Kinder zu sistiren. ihre Wohnung. Familie. oder sonstige Angehörigen zu ermitteln und die Kinder entweder selbst zur Schule zu bringen oder durch Losskarte die leitende Persönlichkeit des Viertels zu benachrichtigen, damit dis Kind von der Straße gerettet, im Nothfalle in eine Anstalt gebracht und gegen die Personen, die gewerbsmäßig die Ausbeutung von Kindern betreiben, gerichtlich eingeschritten werden kann. Bei Unterdrückung der lekten Unrub.:n in Marineo, Sicilien, hat sich ein entsetzlicher Vorfall zugeiragen. Unter den zur Ausrcchleryatmng der Ordnung herbeigerufenen Soldaten befand sich auch em aus dem Dorfe selbst gebürtiger junger Mann, welcher beim Commando -Feuer! auf die Menge schoß. Als die Menge g:flohen war, entdeckte man unter den Todten die Mutter des jungen Mannes. Aus Verzweiflung und von der plötzlichen Idee erfaßt, er könne seine Mutter erschossen haben, jagte er sich, mitten unter sewen Kameraden, mit seinem eigenenGewehr eine Kugel durch den Kopf, indem er mit dem Ladestoa losdrückte. In den prächtigen Räumen des Hotels Ravenstein in Brüssel ist eine Ausstellung alter Spitzen eröffnet worden. Fünftausend Anschreiben waren nach allen Ländern mit dem Ersuchen um Theilnahme an der , Ausstellung entsendet worden; 160 Besitzer und . Besitzerinnen von Spitzen haben dem Ansuchen entsprochen und 1200 Stücke zur Ausstellung geliehen. Nach einem, flüchtigen Durchblicke darf man sagen, daß die von der Sachkennerin Frau Daimeries mit Geschmack geordnete Ausstellung sehr bedeutsam ist und zahlreiche Kostbarleiten enthält. Hervorgehoben sei, daß in einem ethnographischen Schreine die Ausstellung weist über sechzig mit Spitzenarbeiten gefüllte Schreine auf. sich eine Geschichte der Spitze den Augen bietet. Da sieht man primitive Gewebe vom Kongo, arabische, auf Mumien gefundene peruanische, byzantinische, phrhgische oder griechische, bunte eqyptlsche, koptische, spa nisch-maurifche Gewebe, Gewebe aus Silber- und Golddraht, eigenartige italienische Arbeiten. Die belgischen Sammlungen, die staatlichen Museen, die Kirchen, darunter besonders die Antwerpener Kathedrale, haben kostbare Stücke hcrgeliehen. Die Brüsse ler Spitze der Mitte des 18. JahrHunderts trägt, nach dem Urtheil Sachverständiger, . unstreitig den Sieg davon, aber auch die flandrischen Svitzen. die Spitzen aus Antwerpen, Mccheln. 'Dinant, Büsche bieten Bewundernswerthes. .Daneben .treten die französischen und insbesondere die italienischen Arbeiten des 16. und 17. 5ZahrkundertZ aus Venedig, Mailand und Nagusa, die Points d'Alencon. die Spitzenarbeiten aus Valenciennes ebenbürtig ' in den Wettkampf ein Merkwürdig ist eine Sammlung lta lienischer netzförmiger Gewebe (La cis): das Hauptwerk dieser Sammlung'ist ein großes Gemälde, das eine ganze Reihe Vorgänge aus dem alten und neuen Testament in mittelalterlichem Stile zur Darstellung bringt. . uüf die erbärmliche Laa.e der Bevölkerung im Osten des preußi schen Staates wirft eine Verhandlung ein grelles Schlaglicht, die sich neulich in )er Revisionsinstanz vor den: Reichsgericht abspielte. Die Tochter des Gastwirths Dobroschelski in Lahna iO.-Pr.) verheirathete sich und als Hauptschmaus bei der im Hause des Vaters abgehaltenen Hochzeitsfeier wurde, ein Hundebraten aufgetischt. Das Thieran dem sich die Hochz:its gesellschaft labte, war är? auf unredlichem Wege erworben worden. Dem Förster Neumann war ein großer Hühnerhund abhanden gekommen, und die? ser war das Opfer, welches sich die Fa milie ausersehen hatte. Vater, Mutter und Sohn hatten sich darauf hin vor der Strafkammer in Neidenburg wegen Diebstahls zu verantworten. Vater und Sohn wurden freigesprochen, dagegen wurde die Mutter wegen einfachen Diebstahls zu 3 Monaten Gefängniß verurtheilt. Gegen sie war festgestellt, daß sie das Fleisch zubereitet und das Fell vergraben habe. In ihrer, Revision betritt die Angeklagte, sich eines Diebstahls schuldig gemacht zu haben und wollte' höchstens zugeben, einer Unterschlagung schuldig zu' sein, da der Hund selbst sich aus dem -Ge-wahrsam des Eig.?nthUmers fortbegeben habe. In der Verhandlung vor dem Reichsgerichte äußerte der Reichsanmalt verschiedene Bedenken oegen das Urtheil, namentlich erachtete er die Feststellung, daß die Angeklagte den Hund b.:seitigt" habe, nicht für aus reichend. Das Reichsgericht war aber der Meinung, daß die Strafkammer sich über den Begriff der Wegnahme nicht im Irrthume befunden habe und erklärt die Revision für unbegründet. Sie wurde deshalb verworfen. . Der Genueser Journattst Paronelli. der bereits 1889 die Italien feindliche ränkevolle Politik Frankreich's in einer famosen Broschüre entlarvte, veröffentlichte jüngst eine Reihe neuer Enthüllungen über die neuesten . Intriguen Frankreich's. Paronelli will nachweisen, daß ' die französische Regierung in Paris die exilirten italienischen Anarchisten, besonders Cipriani, regelmäßig fubven tionire, um dadurch einen Einfluß auf die revolutionäre Partei Italiens zu haben.' Die Vertheilunz der Gelder erfolge durch die Vermittlung des bekannten Abgeordneten' de Loncleder wiederum durch franzö sische - Mittels
manner (früher namentlich' Mälon und Longuet) das Geld an die eigent-' liche Adresse gelangen lasse. Auch Madame Adam sei in das Complott verwickelt. Paronelli erzählt weiter, j daß das italienisch-französische Ver-
brüderungs-Bankett im Jahre 1889 mit dem Gelde der französischen Regierung bestruten worden sei, die gleichzeitig , zweihunderttausendJrancs für italienische Zwecke ausgab. Die Absicht Frankreich's sei, überall in Italien revolutionäre Brutherde ofsen zu halten, auch in Sicilien sei diese Absicht Frankreichs sei, überall in aller offiziösen Dementis könne er seine Behauptung aufrecht erhalten. Die Regierung möge wachfam fein. Als im vorigen Jahre der Laborant der Neurussischen Universitat zu Odessa, Herr Albow, Mit dem berühmten Herbarium von Bornssier zu thun hatte, forderte ihn der Direktor desselben auf, auf seine Kosten eme Reife m den Kaukasus zu unternehmen, um die dortige Flora zu erforschen. Herr Albow nahm das Anerbieten an, brach am 1. Mai v. I. nach dem Kaukasus auf und wandte sich bei seinen Forschungen vorzugsweise dem westlichen Transkaukasien zu, Abscharien, GurnoMiegrelien. Samursakan, Abchasien und dem Schwarzmeer-Bezirk. Die Entbehrungen und Mühen, denen sich der Zunae Gelehrte dort längere Zeit unterziehen mußte, wurden reich belohnt; er sammelte gegen 9000 PflanzenExemplare. Gleichzeitig nahm er auch als Mitglied der Geographischen Gesellschaft geographische, ethnographische und archäologische Untersuchungen vor und machte im Kuteschekuund Adsitpuko - Gebirge eine ganze Reihe interessanter geographischerEntdeckungen. In letzterem Gebirge stieß er z. B. auf einen Kolossal-Gletscher, der bisher in der sogenannten 5 WerstKarte (Maßstab 1 Zoll gleich 5 Werst) nicht verzeichnet ist. Die Abchasen nennen ihn den Chimskaneke-Glet-scher. Des Weiteren fand er auch noch fünf auf der vorgenannten Karte noch nicht eingetragene Alpenseen. Mehrere derselben stehen dem auf der Karte verzeichneten Msi-See an Größe keineswegs nach. D r. Borsy in Havre feierte kürzlich seinen 100. Geburtstag. Er ist behend, heiter und schlank wie eine Tanne. Ein Redakteur des Temps" wünschte von ihm das Geheimniß seines langen Lebens zu erfahren. .Ich bin ein Feind jeder vorschriftsmäßigen Lebensweise,"sagte der Alte, .wenigstens befolge ich sie nicht. Meine Devise ist : Bon Allem etwas, aber nichts im Uebermaß. Jeden Tag. Sommer und Winter stehe ich um 7 Uhr auf; ich rasire mich selbst, denn ich habe keine Zeit, den Barbier zu erwarten, und dann gehe ich aus, um meine Patienten zu besu chen. Seit längerer Zeit habe ich meine Wagenfahrten, die mich ermüdeten, aufgegeben. Ich gehe zu Fuß, und nur, wenn schmutziges Wetter ist oder die Straßen mit Schnee bedeckt sind, so besteige ich die Pferdebahn, doch das gehört zu den Ausnahmen. Sogar heute an meinem Geburtstage bin ich seit 7 Uhr auf den Beinen, und Ms Mittag habe ich Besuche gemacht Bei meiner Rückkehr habe ich kalte! Geflügel gegessen." .Trinken Sie Kaffee?" .Ob ich trinke. Das ist sogar mein Leidenschaft. In den Ko lonien trank ich bis zu 40 Tassen täg lich. Sie sehen hieraus, daß der Kaf fee kein Gift ist, wie manche Aerzte behauptet haben. Ich habe mich tm mer eines ausgezeichneten Appetits erfreut, und es fehlt mix nicht em emzi ger Aahn." ' Bei diesen , Worten lächelte der Greis, und zwischen seinen Lippen blickte eine doppelte Reihe wun derbar weißer Aähne hervor. .Haben Sie jemals m Ihrem Leben eine ernste Krankheit gehabt?" .Ich bin niemals krank gewesen. Ich wüßte nicht, was em Rheumatismus ist oder ein Hexenschuß, wenn ich sie nicht bei meinen Patienten zu sehen, bekäme. An meinem alten Körper bleibt nur eins zu wünschen übrig, daS iff mein Sehvermögen. Seit vier Jahren habe ich ein. Auge verloren, d. h. ein College hat es mir genommen. Es ist das linke. Ich hatte eine geringe Affektion daran, ließ einen Spezialisten rufen, auf dessen Wissen und Können ich mit Unrecht vertraute. Er ueß trotz .meiner. Gegenbemerkungen Blut egel ansetzen. Acht Tage daraufwar ich ein Einäugiger!" Nur eine Frage wäre hier noch zu stellen: Wie behandelt Borsy bei solchen Anschauungen seine eigenen Patienten?. jiic. Motzger & Co. Hauptquartier für alle Sorten von einheimischem und importirten . Bier, Ale Porter, Mineralwasser, Wein nd Champagner. SO 55 SS ctst Marhlaud Qir. Telephon No. 407. Bkftellungen werden ach llen theile' bei ?kalt dromvt abgeliefert.
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