Indiana Tribüne, Volume 17, Number 143, Indianapolis, Marion County, 10 February 1894 — Page 2
Sttdlana Tribüne. Erscheint Tüg lich und BotltltiXQB.
rie tözliche .Tribüne kostet durch den Träge, 11 Cent per Zoche, die SonntasS-Trtbane- 6 Cents per Woöe. Beide zusamu:en IS C:iuJ ober 86 Cent perMonat. Per Po? ,ug,fchtckt t Vor bezahlung per Jahr. Office : No. 18 Süd Alabama Str. Indianapolis, 3nd;, 10. Februar '94. Ein Interview mit dem Varen Hirsch. Der Name des Varon Hirsch ist in 'der neuen Polemik über den Fall Ar mm wieder genannt worden. Nach dem Todö des Grafen Arnim ist er der einzige lebende Zeuge in der Frage der Börsenspekulationen, welche der ehemalige Pariser Botschafter in Ge rieinschast mit dem Baron Hirsch geinacht haben soll. Seme Aussage ist eis von Werth. Ueber diese Angelegenheit hat sich nun der Baron folgendermaßen geäußert: Ueber den Fall des Grafen Arnim habe ich Ihnen wenig zu sagen. Alles, was ich darüber weiß, ist in einem Briefe enthalten, den ich dieser Tage auf Wunsch des Grafen ArnimSchlagenthin an diesen geschrieben und worin ich die Anschuldigungen des Herrn Hans Blum betreffend die . angeblichen. Börsenoperationen, die der Gras Arnim in Gemeinschaft mit mir ausgeführt haben soll, als lächerlich? Erfindungen hingestellt habe. Es wundert mich, daß der Sohn des Grafen diesen Brfcf noch nicht veröffentlicht hat. Ich habe den Grafen Arnim kaum gekannt, habe ihn zwei oder drei Mal in befreundeten Salons gesehen und habe stets nur oberflächliche gesellschastttch Berührungspunkte mit ihm gehabt. Es erstaunt mich, daß ein ern ster Mann Beschuldigungen der er wähnten Art, für die jeder Schatten eines Beweises fehlt, Glauben schenken kann." Ueber das Werk der jüdischen Kolonien, hatte er das Folgende zu saen: Man hat in der letzten Zeit er'zählt, die Kolonistrungsr.:rsuche mit Juden seien ins Stocken g:ra!hen. Das ist absolut unrichtig. Die erzielten Resultat: sind zufriedenstellend, sogar mehr aU das: sie sind überraschend gute. Das Werk wird fortgeführt und geht, meiner Ueberzeugung nach, einem sicheren Erfolgs entgegen. Freilich sind zahlreiche Schwierigkeiten zu überwinden. Das Merkwürdige ist aber, daß die Schwierigkeiten sich nicht da zeigen, wo wir sie erwartet haben, und daß sie sich wieder auf einer Seite, wo wir sie nicht erwartet haben, hindernd in den Weg stellen. Um es mit eiivm Worte zu sagen: Die Hindernisse kommen nicht daher, daß die Juden sich nicht zum Ackerbau geeignet zeigen. Freilich, die Experimentirung in dieser Richtung war keine leichte. Es handelte sich darum, die guten und arbeitsamen von den schlechten Elementen zu sondern; denn, nur ein mit den erforen angestellter Versuch ist beweiskräftig. Aber diese Sonderung des Weizens vo.r der Spreu ist eine gar mühevolle Aufgabe. Erschwert wurde ihre Lösung noch durch die Vorgänge nach den russischen Judenaustreibungen. Die Masse der Auswanderer ergoß sich über Deutschland und Oester reich. Die dortigen Comites wurden weit über ihre Kräste in Anspruch geKommen. Und aus Berlin, aus Frankfurt, aus Wien wandte man sich an mich mit der Bitte, ich sollte einen Theil der russischen Auswan'rer in unsere Kolonien aufnehmen. Ich sagte zu, stellte aber zur Bedingung, daß die Comites mir nur die besten Leute zuweisen sollten gesunde und arbeitskräftige Männer und Frauen, die das ernstliche Bestreben hätten, sich im Schweiße ihres Angesichts eine neue xijtenz zu gründen. D'e Comites scheinen nun meinen Wunsch nickt im mer befolgt und sich vielmehr bestrebt zu haben, die Auswanderer, deren Un terbringung ihnen Sorae machte. Hals über Kopf loszuwerden. So kam es, oaß in die Kolonien ein unglaubliches Bevölkerungs-Ragout importirt wurde. Neben denen, die wirklich ihre Hände rühren wollten, gab es viel elendes Vettelvolk, gab es 'Abenteurer aller Art. die sich unter dem Schutze der durch die Massenbewegung eingerissenen Verwirrung eingeschlichen hatten und die oft weder Russen, noch Juden waren. So haben wir in unserer argentischen Kolonie einen sieben Schuh großen Kerl gehabt, der sich dort zwei abre lang aufhielt und sich durch allerlei unnütze Streiche lästig machte. Als man ihm endlich ein wenig näber auf den Leib rückte, gestand er zunächst. daß er gar kein Jude sei. Er habe viel unter russischen Juden gelebt und sich ihre Sprache und ihre Gebräuche auf diese Weise angeeignet. Nun frug man ihn, was er eigentlich in der Ko lonie zu suchen gekommen fei. Ja. meinte er. er fei Russe und leide an Rheumatismen. Sein russischer Arzt babe ihm gesagt, das russische Klima sei seinem Leiden schädlich; er solle eine Seesahrt unternehmen und nach dem Süden gehen. Um diese Verordnung kostenlos durchzuführen, habe er sich in die argentinische Kolonie transportiren 1 rr - Y . . r . lassen. Natürlich kaufte man dem hei lungsbedürftiaen! Kolonist, in N, i iourbillet und fpedirte ihn schleunigst wieder in die seinem Rheumatismus so schädlichen nördlichen Breiten zurück. Aber Fälle von dieser- Art haben sich hundertfach ereignet. Und, wie gesagt, wir hatten zuerst alle Hände voll zu thun, um überhaupt nur die echten . . m .m - zcoionruen von ven saijazen unterscheiden zu können. Jetzt sind wir endlich auf dem besten Wege. . Die Kolonie in der argentinischen Republik enthält ge genwärtig elwa dreitaufend Leute, die durchwegs vom besten Willen erfüllt scheinen. Dieser gute Wille beginnt bereits. Früchte zu tragen. Es wird
fast nur Ländwirthschaft in der Kolo nie betrieben. Und trotz Allem, was bfe Gegner unseres Unternehmens in die Welt gesetzt haben, kann man jetzt dort das seit Langem in der Geschichte nicht gesehene Schauspiel gewahren, wie der Jude hinter dem Pfluge hergeht. säet und erntet. Die mir von der Ko-lonial-Direktion zugehenden Berichte melden, daß die Ernte eine gute war und daß besonders Weizen und Kukuruz eine stattliche Ziffer von Hektorlitern ergeben haben. Eine weitere Schwierigkeit kommt von der Direktion der Kolonn selber her. Ich bin hier zu häufigem Personalwechsel genöthigt, und trotzdem ich schon mit manchem tüchtigen und von den besten Intentionen erfüllten Man.
!,? zu thun gehabt, ist es mir doch noch nicht gelungen, zur Leitung des Unternehmens den richtigen Mann zu sinden. Ich habe als Direktor der Kolonie einen vortrefflichen Gelehrten gehabt, aber er befaß zu idealistische Anschauungen, um einen praktischen Verwaltungsmann abzugeben; ich habdann einen Mann, mit ausgesprochenem Verwaltungstalent gehabt,, der sich aber aus persönlichen Gründen nicht hat halten können. Durch die besondere Liebenswürdigkeit des englischen Krigsministeriums ist es mir hierauf gelungen, txntr. der wenigen jüdischen .OsslclerLcnerau? von der engnchen Armee, den Colonel Goldsmith. zu gewinnen. Der Oberst, der bei den Horse-GuardS sieht, wurde aus ein Jahr beurlaubt und trat an die Spitze der Kolonie. Aber bald stellten sich prinzipielle Differenzen zwischen uns beraus. Der Oberst ist ein eifriger Anhänger der Zions-Jdee, welche die Zurückführung der Juden nach Palästina will. Ich. der ich den Orient und besonders Palästina kenne, weiß, daß diese Idee einer Chimäre gleichkommt, da Palästina in keiner Welse ein zu Colonisationsverfuchen geeignetes Terrain ist. Gegenwartig wird die Kolonie von zwei Direktoren geleitet, zwei hervorragenden Pädagogen, die sich wahrend threr Lehrtätigkeit an den Schulen der Allmn Jsraellte ausgezeichnet haben. Der eine hat bisher das landwirtschaftliche Institut in der Nähe von Paris dirigirt. der zweite hat an der Allianzschule in Tunis gewirkt. Aber, ich sehe es immer mehr: ich selbst werde die Sache mit der Zeit ganz in die Hand nehmen müssen. Ich q:it damit beschäftigt. mich allmälig einzuarbeiten.und ich will späterhin meine ganze Zeit und meine ganze Arbeitskrast einem Unternehmen widmen, in dessen Gelingen, wie gesagt, ich festes und unerschütterliches Vertrauen habe. DieHauptkolome soll auch welterhin in der argentinischen Republik verbleiben. Dort sind alle Bedingungen .am günstigsten: Güte des Bodens, Entwickelung der Verkehrsmittel, geringe Dichtigkeit der Bevölkerung etc. In Canada und in den Ver. Staaten haben wir wohl auch kleinere Versuche gemacht. Aber besonders in den Ver. Staaten kann man dem Unternehmen kaum eine größere Ausdehnung geben. An eingeborener Bevölkerung ist kein Mangel; ferner haben sie es dort auch glücklich bis zum Antisemitismus gebracht, und das ist wenig einladend.Bei den Golsgrübern in Alaöka. Die ergiebigsten Goldfelder, welche bisher in Alaska entdeckt worden sind, befinden sich an' der Mündung des Forty Mile Creek" in den Yukon. Dieselben sind nicht ohne Ueberwindung von bedeutenden Schwierigkeiten zu erreichen, allein dafür entschädigt die reiche Ausbeute, welche sich, den brieflichen Mittheilungen eines Goldgräbers zufolge, auf 300, pro .Tag und Mann belauft. Die Stadt Forty Mile-. welche nach der Entdeckung des Goldes gegründet ist, hat an 400 Einwohner; von diesen sind 350 Goldgräber, die in 150 HolzHäuschen wöhnen. Außerdem befinden sich in dem Orte zwei Schankwirthschaften, eine kleine Cigarrenfabrik und zwei Läden, von denen einer der Northwest Tradinq Company" und der andere dem Capt. John Healt) von Montana geHort. Dieses Goldgräberstädtchen unterscheidet sich von ähnlichen Anstedlungen auf unferem Continent sehr vortheilhast, denn Rowdies werden dortselbst nicht qedul det und erst kürzlich wurden mehrere Burschen derartigen Kalibers gezwungen, sur ihre Thätigkeit sich ein ande res Feld zu suchen. Das Leben in .Forti? Mile" ist freilich nicht billig; so kostet zum Beispiel das Pfund Speck 33 Cents, Bohnen 22 Cents, 100 Pfund Mehl $14, ein Mackinaw Hemd 53 und ein Paar Gummistiefel eine Unze Gold. Für Whisky wer den per Glas 50 Cents und per Flasche $8 bezahlt. Dabei sind diese Preise noch verhältnißmäßig billig, denn die Eingeborenen, welche als Träger auf dem ca.. 30 Meilen langen Gebirgspfade benutzt werden lassen sich die Lasten mit 13 Cents ProPfund bezahlen: es lohnt sich daher nicht für die Goldsucher, etwas Anderes als Kleider mitzubringen. Das Gewinnen des Goldes erheischt sehr mühsame Arbeiten. Der n'ördliche Theil von Alaska ist ein glattes Land und deshalb ist es schwer, das zur Anlage von Schleusen nöthige Gefalle zu finden, aus diesem Grunde müssen die Goldgräber an manchen Stellen Wiegen benutzen. Auch Holz ist selten und muß oft mit Hunden 40 bis 50 Meilen wn! geschleppt werden. Dem Abbau der Felder tritt auch die große Kälte hindernd in den Weg. Der ErdHoden thaut höchstens sechs Fuß tief and deshalb müssen die Gold gräbensich damit bzanügen. im ersten Sommer bis zu dieser Tiefe vorzu dringen und dann geduldig aus das Wiedererschelnen der me untergehen den Sonne warten, die abermals mehrere Fuß Erde aufthaut. Das Entfernen des bis 16 Zoll dicken-Moo ses macht ebenfalls nicht gering Schwierigkeit; wo dasselbe nicht beseitiat ist. tbaut die Erde nicht. Die
schleusen zum Auswafchen des 0ol des können höchstens vier Monate in Thätigkeit bleiben, dann macht der ffrost es unmöglich. Während der übrigen acht Monate beschäftigen die Leute sich mit dem Fällen von Holz und Herstellung von Schleufenkästen, manche widmen sich auch der Jagd.
Mit dem 15. Juni müssen sie aber die Bearbeitung ihrer Clarins" wieder aufnebmen: thun sie dies nicht, so verlieren sie nach dem in Vukon giltigen Gesetze ihr Anrecht. Trinamttsichere Spinden? Ebensoviel, wie man früher von feuersicheren" Gebäuden und Geldschränken, dann auch im Allgemeinen von diebssicheren" Geldschränken geHort hat, durfte man bald auch fcon dynamitsicheren- Fabrikaten der letzteren Art hören. Äiese, sich jetzt vorbereitende neue Entwicklung m der Gcldspinden-Faörikatizn ist namentlich durch d:c in letzter Zcli so ungemsin häufig gewordene Anwendung, von Dynamit in Verbindung mit Raubanfällen auf Ezpreßwagen der-Eisenbahn-züge angeregt worden. Bereits und mehrere Probestücke sol cher Art zustande gekommen, doch ist man noch nicht recht von ih:.-.n befriedigt und strebt nach weiterer Vervollkommnung. Bekanntlich durfte man die Feue?sicherheit" und die Diebs sicherheilniemals sehr wörtlich nehmen ! llnb wenn man gar die Gewalt des Dynamits bedenkt, erscheint es erst recht zweiselhzst, ob sich wirkliche icherheit gegen dieselbe auch bei noch so vollkommener Einricytunz erzielen läßt. Doch die Befürworter der besagten Idee sind bezchnden ; sie ma chen keinen Anspruch darauf, eine ab. solute Sicherheit erreichen zu können. und sie wollen nur den Herrn, Räubern ihr modernlsirtes Handwerk bedeutend erschweren. Das läßt sich schon eher hören. Ein Vertreter einer der Spindenfirmen äußerte sich darüber : Bisher brauchten die Räuber rn den meisten Fällen weiter nichts zu thun, als eine Dynamitpatrone an einen Geldschrank zu hängen oder zu kleben, unifbie Erplosion folgte gewiß. Bei der ersten Explosion wurde gewöhnlich das Eisen so weit gelockert, daß dann Sprengstoff in eine günstigere Lage gebracht werden konnte, und beim zweiten oder dritten Mal wurde die Spinde, ganz geöffnet. Jetzt experimentiren wir mit Spinden, welche ein solches Verfahren ausschließen sollen. Ich glaube, daß sich zu diesem Behuf ein runder Geldschrank, mit gar keinen flachen Oberflächen, am besten eignen würde. Wenn wir nur einmal Spinden haben, welche dem Dynamit wenigstens längere Zeit Widerstand leisten, so ist damit sehr viel gewonnen ; denn in den meisten Fällen ist dann ein Raub-Attentat praktisch nutzlos, würde daher überHaupt nicht so oft versucht werden. Dieienigen Geldspindensabrikanten, welche sich an dieser neuen Phase ihrer Industrie bis jetzt nicht betheiligen, be eilen sich natürlich mit der Versicherung, daß die von ihnen Hergestellten Geldschranke schon zetzt allen Anforderungen bezüglich größtmöglicher Sicherheit gegen das Dynamit des Räubers oder Einbrechers entsprächen und noch ln keinem nennenswerten Fall von dieser Seite mit Erfolg angegriffen worden feien. Es braucht kaum gesagt zu werden, daß die Verbrecherzunft jedenfalls auch ihre Zerstörungskunst gegenüber bcn neuen Arten Geldspinden zu vervollkommnen suchen wird ! Aus den Verlaus des ersten derartigen Zusammenstoßes der beiden Mächte" darf man sicherlich gespannt sein. N Vom Inlande. DieWagen der Union Pa cific-Bahn werden mit comprimirter Luft gereinigt. Von dem Bällen eines Baumes bis zur Verwandlung seiner Fasern in Papier ist ein Zeitraum von kaum Slerundzwanzlg Stunden erfor derlich. Der Betrieb der Sveise Salonwagen auf den Bahnen bezahlt sich nicht und wird deshalb nach und nach eingestellt. Lunch-Cars- mit be scheidenen Preisen würden bessere Ge schäste machen, besonders ohne trink geldhungrige Aufwärter. Gegen 350.000 Meilen Drähte besitzt .die Bell-Telephongesellschaft in den.Ver. Staaten. An 100.000 Mei len Drähte liegen - unterirdisch. Die Gesellschaft verfügt über 600.000 Instrumente und 250,000 Stationen.' Plötzlich wahnsinnig geworden ist in Commerce Citn. Mich. der daselbst -hoch angeseüene deutsche Arzt Dr. I. W. Fink. Er verfiel in so heftige Tobsucht., daß fünf Männer nöthig waren, um in's Irrenhaus zu Pontiac überzuführen. I n S a n A n t o n i o, T e sollen im Laufe des nächsten Monats eine Reihe von Stierkampfen stattfinden. welche ganz in derselben Weife wie in Madrid und Sevilla vor sich, gehen sollen. Ponciano Diaz, der berühmte mexikanische Stierkampfer, wird da ran Theil nehmen. In den Vereinigten Staaten von Nordamerika ist trotz der sehr schweren Abgabe, die auf Oleomaraa rine gelegt worden ist, die Fabrikation derselben in Zeit von fünf Jahren (1837 1892) von 22 Millionen Pfund auf 49 - Millionen Pfund g;. stiegen.- Es giebt dort 13 Fabriken unö'M Großverkäufer dieses Art! kels, der zum größten Theile nach Eu ropa gesandt wird. Kürzlich wurde .bei Cafey ville im County Union in Kentucky der achtundzwanzigjährige Mulatte Buck Aoung, der wegen Vergewaltigung des dreizehnjährigen Negermäd wenS Nancy JoneS verhaftet und fpä ter gewaltsam auö dem Gefängniß gebolt worden war. von einer Weißkav
xeMcyaar IsUrchlerltch Durchgeprügelt,' getheert und gefedert und demnächst
aus der Gegend verwiesen. Große Aufregung wurde in Sheboygan, Wis., durch die That- I sache verursacht, daß ein Wärter aus ' cr - ri f. . - r fw ozm Peiiyauie, in roeiazem ncy gegenwärtig ein Pockenkranker befindet, in mehreren Laden erschien und Einkaufe machen wollte. Er wurde überall hinausgewiesen und später von ?inem BeVmten des Gefundheitsamtes nach dem Hospital zurückgebracht. Im letzten Jahre war eine bedeutende Abnahme in der Einwänderung zu vermerken, indem 52,870 Personen weniger wie im vorhergehenden Jahre landeten. Andererseits war die Rückwanderung eine beträchtlich starkere, wie 1892. Die Dampfschiff-fahrts-Gefellschasten und das statistische Bureau in Washington melden darüber folgendes: Die Einwanderung des Jahres 1893 betrug 623.034, nach Europa reisten ab 256.556. oder etwa 41 Prozent der Eingewanderten. Die Zahl der Amerikaner, welche jährlich hinausgehen und wieder hinemkommen, wird im Durchschnitt auf 90,000 geschätzt. Zieht man diese Zahl von der obigen ab, so ergiebt sich, daß 160.000 Personen, die nicht zum reisenden Publikum zu zählen sind, im letzten ahre die Ver. Staaten verließen. Im Jahre 1892, als die Zeiten noch gut waren, kamen 623.643 ZwischendecksPassagiere an und 143,537, also etwa ein Viertel, verließen -das Land wieder. Je schlechter die Zeiten, desto größer die Rückwanderung. Im Jahre 1885 kamen 423,647 Zwischendecksund 106,362 Kajütenpassagiere an,und 234.890. also fast die Hälfte, traten die Fahrt nach Europa an. Von der Zahl der Rückwanderer ist übrigens auch ein gewlsses stabiles Element abzuziehen, das wie ein Pendel herüberund hinüber geht, wie zum Beispiel die englischen Stelnhauer, die im Frühiahr in's Land kommen, zumeist nach den . Neu-Englandstaaten, und im Herbst wieder zurückgehen, um :m Winter die Bausaison in England auszunutzen. Außerdem aber auch Italiener und Slaven, von denen ein Theil in ihrem Heimathlande mit dem hier Erworbenen weiter wirthschaftet und neuen Ankömmlingen Platz macht, ein anderer Theil aber regelmäßig, wie die Sachsengänger,je nach der Arbeitsaelegenheit hereinkommt und wieder zurückkehrt. Leider fehlen über die Zahl dieser Elemente alle statistischen Angaben. die zu erheben sich die Bundesbehörde zur Aufgabe machen sollte. Von Mammoth City, nordöstlich von Tucson in Arizona, kommt die Kunde, daß die Apache-Jndianer sich aus dem Kriegspfade befinden. Am Mittwoch wurde der Prospektor Hualpia Clark, ein alter indianischer Kundschafter, während er bei Bunker Hill in der Arbeit begriffen war, von Jngianern überfallen, und da er den Angreifern nicht 'gewachsen war. so eilte er nach dem 12 Meilen entfernten Mammoth. um Beistand zu holen. Als er zurückkehrte, fand er das Lager eines anderen Prospektors, Wm.Emerson, geplündert. Emerson , selbst konnte nicht gefunden werden; er ist wahrscheinlich ermordet worden. Er war 55 Jahre alt und ein Junggeselle. Clark ritt während der Nacht nochmals nach Mammoth, schlug dort Lärm und befand sich bald - an der Spitze einer bewaffneten Schaar, welche zur Verfolgung der Indianer auszog. Man erwartete, daß es gelingen werde, die Räuber und Mörder festzunehmen. Die .Gegend, wo Emerson ermordet wurde, ist dieselbe, wo der Indianerhäuptling Kid und seine Leute vor sechs Jahren den John Diehl ermordet haben. Clark ist der Meinung, daß Kid auch die nvieste Mordthat verübt hat und hält es für unmöglich, daß man es mit einer allgemeinen Erhebung der Apachen zu thun bat. Der Commandant von Vfoxi Grant ist von dem Stand der Dinge in Kenntniß gesetzt und ersucht worden. Bundestruppen zu schicken, und er wird diesem Verlangen ohne Zweifel entsprechen. Die Bundes regierunq hat in den letzten Jahren eine Anzahl Garnisonsposten ,n Anzona aufgegeben und die dort stehenden Truppen nach dem Norden geschickt. Daß dieS ein Fehler war. zeigt sich jetzt wieder klar. Wenn es wirklich zu einer allgemeinen Erhe bung der Apachen kommt, wird eS. da ?n dem bei Tucson gelegenen Fort Lo well kein Militär sieht, mebr als 24 Stunden nehmen, bis von einer ande ren Richtung her Bundestruppen zur Stelle sem konnten. Deutsche Loeal'Nachrtchten. Königreich Sachs en. Nach den neuesten Mittheilungen des statistischen Amtes hat das Königreich 3.052.634 Einwohner. In Dresden ist der Komiker Löber. der seit 1373 Hofschauspieler und auch Lehrer am Konservatorium war, wahnsinnig geworden- In Leipzig stürzte der Student Sickert über das Treppenge länder seiner Wohnung in den Haus flur und starb an den Verletzungen. Rittergutsbesitzer Petzsch auf Gorsch mitz kam auf dem Heimwege ' vom Purschgange zu Fall; das Gewehr ent lud sich und der Schuß drang dem unglücklichen ?käaer in den Kovf. Der Tod trat sofort ein. In Zschoppau zerstörte eine FeuerSbrunst die mechanische Weberei Bär und Compagnie, sowie die Maschinenbauerei von Massalzky vollständig. Grobe UnregelMäßigkeiten, und Fälschungen sind in Oelsnitz bei der. Stadtverordnetenwahl vorgekommen. Eine Nachrevision der Wahlzettel hat ergeben,daß der Stadtrath Karl Kemnitzer, um einigen seiner Getreuen, unter Anderen auch .seinem Sohne, zu einem StadtverordnetenMandat zu verhelfen, diesen etwa 30 Stimmen mehr zugerechnet hat,' als sie thatsächlich erhalten haben. In der Holzschleiferei der. Wittwe Reuter zu Kühherg gerieth der Holzschleifer Schiem beim Aufessen des Wasserrades zwischen die Schaufeln deZ jtch plötzlich
tn Bewegung fetzenden isres uno wurde so schwer verletzt, daß er sofort todt war. Der Posamentiermeister Pappritz zu Buchholz.welcher vor Kurzem seine Ehefrau durch den Tod verloren hat, hat sich in einem Anfall von
Schwermuth erhangt. Thüringische Staaten. In Coburq wird die vom gesammten Kaufmannsstand des Herzogtums gewünschte Handelsschule nicht zu Stande kommen, da das herzogliche Staatsministerium den erbttenen Zuschuß von 1000 Mark verweigerte. Die feierliche Enthüllung des Lutherdenkmals in Elsenach, Mit Dem Pro fessor Donndorf beschäftigt ist, wird voraussichtlich in diesem Jahre am 31. Oktober, dem Resormationsgedenktage, erfolgen. Die Stadt Orlamünde hat vor Kurzem das Fest ihres 700jährigen Bestehens gefeiert. Großherzogthum Hessen. In Mainz wurde im CentrolbahnHofe nächst dem Tunneleingang der Heizer Kaues überfahren und auf der Stelle getödtet. Er wollte einem aufabrenden'Zuqe ausweichen und lief direkt in den einfahrenden Schnellzug aus Darmstadt. Auf dem Neuthorbahnhos gab ein gutgekleideter Reisender zwei Schüsse au sich ab. Er sank um, verbarg den Revolver in der Hofentasche und war bald darauf eine Leiche. Der Verstorbene ist ein Metzger aus Oberstein. Ein an schwerer Krankheit darniederliegender Tagelöhner. Namens Stephan Müller, hat sich im Nochusspital den Hals abgeschnittern Ein neunzehnjähriger Bursche gab auf die gleichalterige Tochter des Theaterdieners Humm, mit der er ein Verhältniß hatte, das nicht ohne Folgen geblieben war, drei Schüsse aus einem Revolver ab und verletzte das Mädchen lebensgefährlich. Der Thäter gibt an. daß er im Einverstandniß mit dem Mädchen gehandelt habe, sie hätten gemeinsam sterben wollen. Auf dem Rheineise sind verschiedene Personen bis an den Hals eingebrochen. In Worms wurde ein junger Fabrikarbeite?, der seine Geliebte vergiftet hat, verhaftet. Das Verhältniß der Beiden hatte Folgen gehabt; um diese zu beseitigen, gab der junge Mann dem Mädchen ein Pulver ein, wonach es während der Nacht verstarb. Der Lederhändler Adolf Stern ist von dort verschwunden. Ueber sein Vermögen wurde der Konkurs eröffnet. Königreich Württemberg." Von der Strafkammer zu Stuttgart wurde der Schutzmann Henne zu einem Monat Gefängniß und 100 Mk.Geldbuße verurtheilt, weil er einen Mann, der Nachts auf der Straße gesungen. gewürgt hatte. Der imFrühjahr 1890 begonnene Neubau des Landesgewerbemuseums ist nunmehr vollständig unter Dach gebracht worden, nachdem die Fassaden des Baues schon seit einigen Monaten gerüstfrel sind. Die Wohnhäuser der Bauern Jakob Friedrich Proß. Jrion und Kraus in Altburg wurden ein Raub der Flammen. Die Abgebrannten konnten, außer den Kleidern am Leibe, nichts retten und sind zwei davon mit ihren Mobilien nicht versichert. Der Brand soll durch ein Kamindsfect entstanden sein. In Eglingen ist der langjährige Schatzmeister am dortigen Schullehrerseminar Johann Eit:l. 90 Jahre alt. gestorben. Er hinterläßt 7 Kinder. 31 Enkel und 27 Urenkel. Weinqärtner Gottlob Heid in Fellbach stürzte von einer Leiter und erlag den erhaltenen Verletzungen. Im Alter von fast 90 Jahren ist in Ludwigsbürg Herr' Louis Sprößer. einer der angesehensten Bürger gestorben. Königreich Bayern. Freiherr von Perfall in München, der durch 25 Jahre als General-Intendant die dortigen königlichen Theater leitete und noch Direktor der Akademie der Tonkunst ist, hat unter all gemeiner Theilnahme seinen 70. Geburtstag gefeiert. Dortselbst durchschnitt eine verheirathete Kleidermacherin ihren beiden Kindern und dann sich selbst den Hals. Gegen den Baurath Endres in Augsburg, ist die Discipli naruntersuchung eingeleitet worden, weil er ohne Genehmigung des Magistrats Arbeiten für ein Consortium, das sich um die Herstellung eines großen Elektricitätswerks bei.Gersthofen, ( Kilometer oberhalb Augsburgs am Lech. mit einer Wasserkraft von angeblich 20.000 Pferdtträften. demüht, ausgeführt hat. In Wllrzburg wurde der.Postassistent Römer wegen EntWendung von . Briefen, in denen er Werthsachen vermuthet hatte.verhaftet. Es sollen an 1000 Briefe verschwunden sein; 85 Briefe fand man bei Römer noch vor. Die Hof- und Universi täts-Buchdruckerei von Jung & Sohn sFritz Junge) in Erlangen hat die Feier Hres 150jährigen Bestehens gefeiert. Das alteingebürgerte Traunsteiner Wochenblatt" theilt mit. daß ihm der Charakter eines Amtsblattes wegen illoyaler Besprechung der Ka-sernen-Affaire des Hauptmanns Wickl und deS Soldaten Seidl. die sich beide das Leben genommen haben, entzogen worden sei. Die Angelegenheit soll auch., vor. den Landtag? kommen. Schlossermeister Vogl in Pfreimd rettete mit eigener Lebensgefahr 2 Kinder vom Tode des Ertrinkens. Er. selbst zog sich dabei eine nicht unbedeutende Verrenkung zu.. ... . G r o ß h e r z o g i h u m . B a o e n. Nachdem der englischen Kolonie in Frziburg von, der . dortigen. Gemeinde ein schöner Platz zur. Erbauung einer Kirche zum Geschenk gemacht worden, soll mit. dem Bau kommenden Sommer begonnen werden. Der Platz befindet sich in der schönen Gegend zwischen dem Schwarzwaldbahnhof und der Günthersthalerstraße. Das Oelund Sägewerk des Bürgermeisters Wieland m Bernweiler ist 'total abgebrannt. Der Offenburger Postdieb wurde in der Person deö Kutschers Bährle von Mannheim festgenommen. Die. gestohlenen Werthsachen wurden satt ' sämmtlich vorgefunden. Der prakt. Arzt Dr. Jntlekofer in Kork ist inwloe .Einatmens von giftigem
Otengas erstickt. Frau uno ttino, die im gleichen Zimmer schliefen, leben zwar noch, doch ist ihre Rettung ungewiß. In Donaueschingen ist die Werkstatt des Feilenhauers Wehrle ganz durch Feuer zerstört worden; Schaden L000 Mark, größtentheils
durch Versicherung gedeckt. Geb-1 hardenbauer Hermann von Gremmelsbach. der einen bei ihm übernachtenden Taglöhner erschlug, hat im Gefängniß zu .Offenburg ein Geständniß abgelegt. Zur Beobachtung seines Geisteszustandes wird derselbe höchst wahrscheinlich demnächst eine Zeit lang in einer Anstalt untergebracht werden. Rheinpfalz. Dadurch, daß seit einiger Zeit die großen Brauereien in Speier, Kaiserslautern und Zweibrücken die größeren und besseren Wirthschaften in allenGeaenden "der Pfalz pachten, kommen die kleineren Bierbrauereien immer mehr außer Betrieb. Der Prinz-Regent hat den Gendarmen Wilhelm Steige!mann und Johann Schoch in Speyer wegen deren bewiesener Bravour bei der Arretirung des Tünchers Reiß von Nlllzheim die silberne Medaille des Michael - Ordens verliehen. Der Schuhfabrikant Georg Faul von Pirmasenz, über dessen Vermögen kürzlich der Konkurs ausgesprochen worden war, wurde wegen Verdachts des betrügerischen Bankerotts verhaftet und in Untersuchung nach Zwelbrucken'ab geführt. Da in Germersheim in iüngster Zelt verschiedene Mllltarpo sten am Pulvermagazine, am Rheine etc. thätlich angegriffen worden sind, werden seit einigen Tagen die Wachmanschaften, die auf Außenposten ziehen, wieder mit scharfen Patronen versehen. Karl Klein von Eisenbach, der z. Z. beim 1. Ch'evauxlegers-Regi-ment in Nürnberg dient, hat sich entleibt. Neulich Nachts wurden drei Kugeln durch das Fenster des Wirthes Nagel in Gangloff geschossen, glücklicherweise wurde Niemand verletzt. Elsaß Lothringen. Infolge der Armeereorganisation sind die Garnisonen in Elsaß-Loth-ringen um zusammen 5000 Mann vermehrt worden. In Straßburg allein wurden 1500 Mann mehr eingestellt. Der Kaufmann Rosenfelder in JngWeiler wollte in- seinem Magazin Pulver holen, als eine Explosion erfolgte, wobei der Mann so schwer verletzt wurde, daß er kurz darauf verschied. Die Braun'sche Mühle zu Gebweiler, in welcher 1820 der berühmte Sänger des Blumenthales, Abbe Braun, geboren wurde, ist abgebrannt. Mit ihr verschwindet die letzte der zahlreichen Mühlen, welche früher der Bauch entlang gestanden haben. Briefträger Warnecke in Hagenau wurde von einer Rangirmaschine Übersahren und aus der Stelle getödtet. P r o v. Hessen-Nassau. In Frankfurt hat der Schriftsieller Gustav Salmony aus Hadamar Selbstmord begangen. .Bei einer Explosion der Gasanstalt der Staatsbahnen dortselbst wurden die Arbeiter Georg Falkenstein aus. Obererlenbach, Wilhelm Mohr aus Flörsheim und Johannes Trüschner aus Massenheim schwer verletzt. Mohr starb bald darauf. In Helmarshaufen ist die dem Fabrikanten Merk in Carshasen gehörige Schuhabsatzfabrik, total niedergebrannt. Der Betrieb- der Fabrik wird für längere Zeit eingestellt werden müssen. In Medenbach wurde in das Wohnzimmer des Bürgermeisters Zint ein Schuß abgefeuert. Nur dem zufälligen Umstände, daß der Bürgermeister eben das Zimmer verlassen hatte, ist es zu danken, daß ein Unglück verhütet wurde. Das Geschoß drang hinter dem Stuhl, auf welchem der Bürgermeister zu sitzen pflegt, tief in die Wand ein. Der Thäter ist unbekannt. Schweiz. In Luzern ist der Major Pfister, früher Cantons-Kriegscommissär, im Alter von 73 Jahren gestorben. Dem Sohne des Metzgers Jurt in Münster ist von einer Wurstmaschine der Arm zermalmt worden, so daß derselbe abgenommen werden mußte. Cantonschemiker Lüscher in Glarus ist gestorben. Zwei Knaben fanden in einer Felsenhöhle auf dem Gütfch oberhalb Brunnen versteckt 50 Dynamitpatronen und zwei Bündel Zündschnüre. In den 'Tuffsteinlagern bei Baar ist beim Abbau eine zweite große Höh!,? mit grotesken Formenbildungen zu Tage getreten. Die neu entdeckte Höhle, eines der eigenartigsten Gebild ihrer Art, befindet sich etwa 50 Meter oberhalb der Hölle". Die Frau des Hirschenwirthes Sternberger von Chur hat sich mit ihrem 9 Monate alten Kinde im Rheine ertränkt. In Jlanz verschrieb ein Arzt einer kranken Kellnerin eine Mixtur mit einer Giftsubstanz in einer gewissen Verdünnung. DerApothekergehilfe bereitete, jedoch die Mixtur aus Zerstreutheit mit einer beinahe viermal stärkerenGiftmischung. Die. Kellnerin nahm den ersten Löffel voll davon, sprang auf und jammerte: Das ist 'gewiß eine falsche Medizin-, sank in die Kissen und war sofort eint Leiche O e st e r r c i ch-U n g a r n. . In Wien haben Selbstmord bezangen: Der Generalinsvektor der DonauDampfschifffahrts - Gesellschaft Heinrich Ritter v. Etienne, der JuwelenHändler Jakob Fuchs, der Prestidigi, tateur Philipp Schrott aus Augsburg, und Frl. Anna Furedi. Der Confectionär Gustav Liebermann ist mit einem Deficit von 150,00) Gulden insolvent geworden und hat sich nach Amerika geflüchtet. An der meoicinischen. Fakultät btx deutschen Unioersität zu Prag fanden Demonstrationen der Studenten gen den Professor Hering statt, der bei den Rigorosen 27 Kandidaten durchfallen ließ. DaZ Stadtverordnetenkollegium von Reichenberg beschloß . die Aufnahme einer Anleihe von 850,000 Gulden zur ErWerbung , des Gaswerkes und der Errichtung eines städtischen Schlachtho-ses.-Der Eintrachtschacht in - Kosten bei Brüx, früher E'tum von Dahlmann & Kurkz in ?Zerl,brannte vouiianoig. as.
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