Indiana Tribüne, Volume 17, Number 138, Indianapolis, Marion County, 5 February 1894 — Page 4
Kunst - Emporium! Telephon 600.
Soule'S Pbotograpbicn, Braun'S Vbotograpblen, Deutsche Pbotograpblen. Dio H. LIEBER CÖMP. 33 Süd Meridian Str.
Eine böse Geschichte.
A
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LjEUnt ein Mädchen von 13 tii 16 Jahren ch auszuwarten, achzusragen iord f.tl und Alabama Strav. 6'
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aa- nd Leih-Berein. Dcr deutsch-amertka-nlive Baureretn zeigt trotz der iöelckiiappheit. nah dem Berichte des Eekretäri eine Zunahme der Akitven im letzten Jahre um $17500. Seit der Organisation ee Verein sind 700 Ueber schu' aud dem AuZgabkN'Jvnd rn den Anl'ihe Jond Übertrag; worden. Ueber $2e,000 Ein kuske ftnd in oen letzte sect Monaten gutge schr,e'en worsen. Otto Steckhan, 'rast dent; öeneral n e f l e r, Bice.PrSsidkNt; Albert Sabm, S5atzmeift.: . W.Brom v, S-'retSr; (X. 3. W et en'l Agent. Office. Bostsn Slof, 34 Nord Delamare Str. imai
Herr George F. Iaeger, der in 305 Virginia Ave. eine Apotheke betreibt, wurde gestern Nacht von dem GeheimPolizisten Wilson unter der Anklage verhaftet, an Frau Theresa Bolser eine
Abortion vollzogen zu haben, an deren Folgen sie starb.
Am Samstag Nachmittag wurde Dr.
H. A. Denson, der Hausarzt der Fa-
milie gerufen. Er fand sofort die
lrsachc der Krankheit und erhielt von
der Frau daö Geständniß, daß Laeger eine kriminelle Operation an ihr vorgenommen habe, wofür sie ihm $10
bezahlte. Da der Zustand der Frau
Besorgniß erregend war, rief er die Doktoren Kahlo und Ioung zu einer Konsultation. Sie stimmten mit ihm
darin Überein, daß eine Operation voll-
ogen wurde und der Tod der Frau in
wenigen Stunden erfolgen werde. Sie
starb am Samstag Nacht um 10 Uhr. Die Doktoren weigerten sich ein Todeö-
certisikat auszustellen. Zuleht unterzeichnete Jaeger den Todesschein und
die Frau sollte gestern in New Albany begraben werden. Dr. Denson be-
nachrichtigte den Coroner und dieser ging mit den Doktoren Kahlo und
Denson nach dem Trauerhause, wo
gerade die Trauerfeierlichkeiten beginnen sollten.
Die Leidtragenden wurden auS dem
Zimmer entfernt, eine Untersuchung wurde angestellt und die Theile, welche
zeigten, daß die Operation vorgenom-
men worden war, wurden entfernt.
Coroner Beck setzte sich hierauf mit der Polizei in Verbindung und Polizeichef Powell ordnete die Verhaftung
AaegerS an.
Iaeger machte dem Coroner eine eidiche Aussage, in welcher er erklärt,
daß Herr und Frau Bolser zu ihm ka-
men. Die letztere hätte ihm ihren Wunsch mitgetheilt und ihm erzählt, daß Dr. Denson ihr Medizin dafür gegeben, dieselbe aber keine Wirkung
gehabt habe. Er hätte mit seinen In-
strumenten eine Untersuchung vorge-
nommen, wofür er von Herrn Bolser $10 erhielt, und er hätte ihr Quinm
und andere Medizin gegeben.
Herr Bolser erklärte, daß er nichts
davon wisse. Frau Bolser war 29 Jahre alt und hinterläßt zwei Kinder.
Sie wurde in New Albany beerdigt.
jgj
iesises.
Indianapolis, Ind., 5. Februar '94.
ieiltiandö-RegiStt. V . W zgefüörten Namen find die bei Vater? der der Mutter.) Geburten. Fred. Templeton, Mädche:,, 23. Jan., 171 Ost South Str. M. Brennan, Viädchen, 2. Feb., 224 Lenox Str. Heirath en.
Plummer Gastineau AgneS Cronin.
Todesfälle.
Se?. Carliöle, 22 Jahre, 2. Feb., 20
Harmon Str.
Theo. Wehle, 29 Jahre, 31. Jan., 206
Fayette Str.
Celia Hickö, 10 Jahre, 1. geb., 323
Blake Str.
FraxciS, 11 Tage, 31. Jan.,
Stadthospital.
Ellen Bryce, ö9 Jahre, 2. Feb., 984
Nord Pennsylvania Str.
Simon HeimS, 71 Jahre, 4. Feb., 203
Ost Market Str.
Pearl Burlington, 2 Monate, 4. Feb.,
75 Montana Str.
Fred. Dietz, 6 Jahre, 4. Feb., 731 S.
Meridian Str.
Herr Charles Eberhard, Market-
Straße, Lancaster, , Pa., schreibt: Ich litt in Folge eineö verrenkten Fußes die heftigstzn'Schmerzen.' St. JakobS
Oel linderte die Schmerzen nach der
ersten Anwendung und hellte mich in
kurzer Zeit vollständig.
T Der Stadtrath hält heute Abend seine regelmäßige Sitzung ab.
Die Zeit für die Bezahlung der Fuhr werkS - Steuer soll um einen Mona verlängert werden.
feilte beginnt der große UmzugSverkauf von Möbeln
aller Sorten bei Tander c
Nec5er, 103, 103 und 107
Ost Washington Str.
EO DaS kleine Mädchen deS John
P. Burlington, 79 'Montana Straße
wurde gestern Morgen um 6 Uhr tod
im Bette gesunden. Um 4 Uhr, also
2 Stunden vorher war daZ kleine We
sen noch gesund und munter. Coroner
Beck stellte eine Untersuchung an und kam zu dem Schluß, daß da? Kind in
den Kissen erstickt ist. Lledelkranz - MaSken Kränzchen in der Mozar
Halle am Montag, den S. Fe
bruar. Eintritt für Herren
S0c, Damen 23e. Mitglieder
frei.
Meerschaumpfeifen, lange deutsch?
Pfeifen, Clgarrenspltzen ze. bel Wm
Mucho, 199 Washington Str.
Schweizer-Bund. In der sehr zahlreich besuchten Iah-
reöversammlung obigen Verein? wur-
den folgende Beamte für daS nächste
Geschäftsjahr erwählt :
Präsident Alb. Wittlin. Vize-Präs. Vic. Studer. Corr. Sekretär John Thöny. Fin.-Sekr. Carl Gutzwiller. Schatzmeister Gotts. Stettler. Bibliothekar Carl Steinmann. Nach Abwickelung verschiedener Gechäfte wurden noch Beilcidöbeschlüsse
n Anbetracht deS kürzlich erfolgten
TodeS deS beliebten Generals der
chweizerifchen Armee, HanS Herzog,
gefaßt.
DaS beste Bier
braut jetzt unstreitig die Home Brew-
ng Co. Columbia" Home Brew"
und Pale Select" in Flaschen. Tel.
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Geld zu verleiben
in beliebigen Summen von
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ger, Odd FeowS Block,
Nordost:Ecke Washington u.
Pennsylvania Str.
Liliputaner
H
Je kleiner ein Zwerg ist, desto
größer steht er da" ! Auf Niemanden
paßt dieser Spruch besser als auf Herrn
gränz Ebert, den kleinsten Mann und
größten Komiker der Gesellschaft der
Liliputaner. Herr Ebert ist 25 Jahre
alt und 23 Zoll hcch. Er ist ein hoch
gebildeter, kleiner Herr, der Deutsch,
Französisch, Englisch und Spanisch
gleich gut spricht. Außer seinem
Sprachtalent ist Herr Ebert ein großer
Musikfreund und Kenner. Er spielt
mehrere Instrumente und ist ein schar
fer Kritiker. Ein besonders komischer
Umstand ist dieser, daß der junge Herr
in Deutschland einen Bruder besitzt,
der Ofsizier beim Garderegiment des
Kaiser? ist und über 7 Fuß hoch ist
Man sagt, daß er auf seinen kleinen
Bruder, der ihm geistig weit überlegen
sein soll, nicht wenig stolz ist. Nichte Dich auf"'ist eine bamisck
Lrmahnug an Diejenigen, die ganz
yeru: r nno, ohne Appettt und ent, mutl, . Aber die Art, in welche Hood'. Sarsaparilla den schwache: Körper aufbaut und guten Appeti giebt, ist wunderbar.
Bestes Familien-Katarrhmittel
y o o v'ö P l l l e n.
ü Gestern Morgen wurde die
Feuerwehr nach der Bicking und High
Str. gerufen, wo man in einem zu
Schmidt'schen Brauerei gehörenden
Hause Feuer entdeckt hatte. Der Scha
den belies sich aus etwa $75. DaS
Feuer war ohne Zweifel daö Werk ei, neS Brandstifters. Da in letzter Zei eine Menge Feuer nur in Brandstif
tung ihren Grund haben konnten
glaubt die Polizei, daß dieselben von
einer organisirten Bande angelegt wur
den, aber die Polizei konnte bis jetz
noch keme Anhaltspunkte erlangen.
ZTC7 Die bekannte deutsche Firma
Sander & Necker, deren Geschäft?
räume seit vielen Jahren sich in No
103, 105 und 107 Ost Washingto
Straße befinden, werden am 1. März 1894 ihr neues geräumiges Lokal'in
No. 115, 117 und 119 Ost Washing ton Str. (früheres GeschäftSlJkal de
Frank Furniture Fair) beziehen und beabsichtigen, vor dem Umzüge ihren
ganzen gegenwärtigen Vorrath von Möbeln unter dem Kostenpreise zu
verkaufen. Man merke sich die No .m aa1 I. m
1U3, 1UD Uno 1U7 XJt Waltttnaton
Straße, woselbst ker UmzugSverkau
I stattfindet.
DaS Mehl, Dcr Teig, DaS Backen. Parrott & TagaartS Brod ist aus dem besten, nahrhaftesten MeM ge
macht, dcr Teiq ist gut geknetet und gebacken wird es in den neuen Patent-
öfen Resultat ein ausgezeichnetes, nahrhaftes Brot, mit einer feinen und rahmigen Kruste.
Fragt Euren Grocer für Parrott & Taggarts Brot der größte
Prächtige Auslage
unserer neuen Frühjahrs-
Kleiderwaaren!
und beste Laib in der Stadt.
-
Südseite Turnverein.
Gestlr.l war eine regelmäßige Eechäftöversammlung deS SüdfeiteTurn-
Vereins, die sehr zahlreich besucht war.
öS haben sich während deö vorigen Mo-
nats 17 Personen zur Ausnahme ge-
meldet. Aufgenommen wurden die in
der vorigen Versammlung vorgeschlagenen Herren Henry Wiegel, C. Hansen,
Frank Keller, Christoph Bentinger, Albert Weinberger, Wm. Grieb, Peter
Fritz, John GieSlcr und Geo. Walter.
Der Bericht deS Turnlehrers Widde-
kind wurde angenommen. Du Turn-
schule hatte danach folgende Frequenz : 1. Mädchenklasse...4S, Durchschn.'Besuch 43
. ' ' 67,
2.
48 43
43 32 44
16
1. Knabenklasse. . . .60,
2. . .56, ZSglingsklasse 44, Damenklasse 57,
Aktive Turner ....26,
Die Gesammtzahl aller Turnenden
betrug während deS Januar 346, eine
Vermehrung um 23 gegen den Monat
Dezember 1893.
An Schulgeld wurden im Januar
$55.25 eingenommen.
Die Bürgschaft deö TrusteeSchweinS-
berger wurde für zufriedenstellend er-
klärt.
ES wurde dann beschlossen, daS ge-
plante Theaterstück am 15. .Februar aufzuführen. Ferner wurde beschlos-
sen, einen Maskenball, sowie ein in
etwa zwei Monaten in der Tomlinson Halle abzuhaltendes Schauturnen zu veranstalten.
Das Turnvereinsmitglied Albert Marmarowöky wurde wegen den Ver-
ein schädigender Handlungen auS dem-
selben ausgestoßen.
Der Sekretär wurde beauftragt, eine
Liste sämmtlicher Mitglieder mit genauer Adresse anzufertigen, damit von nun an die Mitglieder zu den Ver-
sammlungen per Postkarte eingeladen werden könnten.
Hütet Euch vor Salben gegen Katarrh, die Quecksilber enthalten, da Quecksilber sicher den Sinn deö Geruchs zerstöien und das ganze System völlig zerrütten wird, wenn eö durch die schleimigen Oberflächen eindringt. Solche Artikel sollten nie außer aus Verordnung gut berufener Aerzte gebraucht werden, da der Schaden, den sie anrichten, zehnmal so groß ist als daS Gute, das Ihr davon erzielen könntct. H a l l's K a t a r r h K u r, fabri;irt von F. I. Cheney & Co., Toledo, O., enthält kein Quecksilber und wird innerlich genommen und wirkt direkt auf daS Blut und die schleimigen Oberflächende Systems. "Wenn Ihr Hall'ö Katarrh Kur kauft, sei sicher, daß Ihr die ächte bekommt. Sie wird innerlich genommen "und in Toledo, Ohio, von F. I. C h e n e y 6z C o., gemacht. lC Verkauft von Apothekern, Preis 75 c. für die Flasche.
-
D. A. P. Waisenverein.
Obiger Verein hielt gestern Nach mittag seine regelmäßige Monatöver
sammlung ab. Der Kassenbericht zeigt
für den Monat Januar eine Einnahme von $1599.15 und eine Ausgabe von
$317.48. In der Anstalt besinden sich 73 Kinder, nämlich 33 Mädchen und 37 Kna-
ben, deren Gesundheitszustand nichts
zu wünschen übrig läßt. Die Herren
Fred. Brenner und Hermann Lüdemann wurden als Mitglieder vorge-
schlagen und 3obn Blombera und
Fred. Pattermann als solche aufge nommen.
Heute beginnt der große
Umzugsverkauf von Möbeln aller Sorten bei Sander 55
Necker, 103, 103 und 107
Ost Washington Str.
(Eingesandt)
Obschon es für die deutsche Presse
eine Lebenöbedinauna ist. daß die
deutsche Sprache in diesem Lande er
halten, verbreitet und allgemein ge-
braucht werde, so ist eö doch erfreulich
wenn auch Private die Spalten der Presse benutzen, für die Hebung der
deutschen Sprache zu agitiren. Die Ein
sendung deS Herrn Richard Cchliewen
in der Tribüne" vom 29. nnd 30.
I Januar war deshalb eine angenehme
Erscheinung, derhossentlich noch manche
andere folgen werden. Werden sie ihre gute Wirkung ha
ben ? Werden allgemein die deutschen
Eltern von ihren Kindern verlangen,
daß sie am deutschen Unterricht theil
nehmen? Werden sie mit ihnen die
Bartbeil, dieses Untrrrit fi'IWrt,?
" ' I " ,.,r..7.... Werden sie ihre schriftlichen Arbeiten
einsehen ? Werden sie dieselben beleh
ren, und von ihnen lernen? Werden sie von ihren Kindern in diesem Lande
ihre sog. Muttersprache richtig er
lernen, von der sie in Deutschland nur Entartetes lernen? Werden sie mit ihren Kindern Fühlung behalten bis zu ihrem Lebensende ? Werden sie die
deutschen Negierungen beschämen, in
dem sie hier der deutschen Sprache zur
Anerkennung verhelfen und deren rich tigen Gebrauch allgemein machen, wäh
rend derselbe in Deutschland nur bei den Begünstigten gefunden wird ? Werden sie die Eigenartigkeit.n deö
deutschen Charakters, die in der deut
schen Sprache ihren Ausdruck sindet, in
Wirklichkeit besitzen?
find di,s ffirt,nrtrfslk,tf,n ?
' W W l! QIMt(Jtttl Schmeicheln wir unS nicht vielleicht
selbst damit zu sehr ? WaS ist die Ge
müthlichkeit, deren wir unS rühmen ? Gewiß haben wir darüber verschiedene
Begriffe. Mancher besitzt sie in solcher
Bedeutung, wie sie von Carl Heinzen und anderen Schriftstellern schon oft
gegeißelt wurde. Man könnte, sie
Bummeln", Sleichgiltigkeit gegen
Recht und Fortschritt", Sich-gehen
lassen" nennen. Hüten wir uns da-
vor ! .
Ich lese eben : Die Theilnahme für
daS Wohl und Wehe Anderer ist eö,
waö den gemüthvollen Menschen auS
macht". So wird'S auch wohl Herr
Schliewen aufgefaßt haben, und wir
dürfen getrost diesen Sinn damit ver binden und zur Richtschnur nehmen.
Freiligrath hat sie so schön besungen
in dem Gedichte : O ! lieb so lang'
Du lieben kannst".
Die deutsche Sprache zeichnet sich aus
durch Gründlichkeit und Folgerichtig
keit. Dieses lehre unö Gründlichkeit in der Beurtheilung von Recht und Unrecht und Würdigung der deutschen
Sprichwörter: Recht muß Recht blei
ben, und wenn die Welt darüber zu Grunde ginge": Ein Mann, ein
Wort" ; Ueb' immer Treu' und Red-
lichkeit bis an das kühle Grab" und verschiedene andere Sprüche. Würde
die jetzige Parteihängerei, die Aemter
lägerei, die Ausnützung der Aemter zu
selbstischen Zwecken nicht bestehen, wenn
die Landessprache die deutsche wäre ?
Streben wir wenigstens dahin !
Begünstigen wir bei den Wahlen
Solche, die sich die deutschen Spruch
Wörter zu Grundsätzen machen. Laßt unS die den Deutschen nachgerühmten
Tugenden zu Idealen nehmen, wonach
wir streben. Wir können nicht läugnen,
daß wir selbst unS häufig dagegen ver
fehlen. Aber durch aufrichtiges S!re
ben ist schon viel gewonnen, und die
deutsche Sprache ist eine mächtige
Hülfe.
Es liegt in der Deutschen Hand, die
selbe in unsern Schulen zu erhalten, wenn sie vereint dahin wirken, wenn sie deutsche Einigkeit statt Uneinigkeit walten lassen. Die Amerikaner werden
dadurch ebenso viel Vortheil erhalten
wie die Deutschen.
Die Erlernung einer zweiten Sprache ist bekanntlich ein starker Hebel für die
Entwicklung der lAntelllgenz. Möge Jeder von unö den Amerikanern erklä-
ren, daß gerade sie am meisten dabei
gewinnen, wenn sofort lm ersten
Schuljahre mit dem deutschen Unter-
richt begonnen wurde, indem lhre Km
der sehr bald mit den Deutschen auf
gleicher Hohe stehen wurden.
Die Störungen hervorgerufen durch
die Veschledenhelt in der Sprachfertig keit zwischen deutsch und englisch ge
wöhnten Kindern würden aufhören
Die Schüler der Hochschule, wenn sie
daS Deutsche vorher in allen Klassen
der unteren Schulen betrieben hätten,
wurden die Schwlertgkelt dessen späte
rer Erlernung überwunden haben.
Sie würden eS mit Leichtigkeit so
wett brmgen, daß sie die Schatze deut scher Litteratur und sonstiger Wissen
schaften in sich aufnehmen konnten.
Sie könnten dazu beitragen, daß alle Cultur Volker der Welt sich einander
rn Freundschaft und Erkenntniß nähern.
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werth $1.15 und $2.00.
WeltunterganzS'Lekte.
Die vor 63 Jahren von William
Miller gegründete, außer bei uns auch
in Europa verbreitete Celte der Ad-
ventisten" (der Name bedeutet den
Glauben an die Wiederkunft Chnstt in sichtbarer Gestalt, in Verbindung mit dem Weltuntergang) hat heutzu tage etwa 100.000 Anhänger, hat sich aber im Lauf der Zeit in fünf Richtun-
gen gespalten, deren rührigste und in
verschiedener Beziehung bemerkenswer-
tyeste die Adventlsten des siebenten
Tages" sind. Eine der begeistertsten.
regsamsten und interessantesten Colo
men derselben ist die m Battle Creek, Mich., welche in der allerneuesten Zeit
wieder mehr von sich reden gemacht hat, zumal dieser Tage die jährliche große
Spendeversammlung dieser Sekte da selbst stattfand.
Diese Leute glauben an einen in
naher Zukunft zu erwartende.';
.Weltuntergang , obwohl schon der
Gründer der Adventistenkirche einen
solchen für 1843 und dann für 1844
vergebens angesagt hatte. Sie stutzen
sich dabei vorwiegend auf em prophen
sches Gesicht, welches Frau Ellen White, ihre bekannte Kirchenmutter,
eines Tages gehabt hat. Aus all:
Visionen dieser ihrer Seherin bauen sie bedingungslos ; nichts kann ihren
Glauben an den sicheren Propheten-
blick der Mrs. White erschüttern, am
allerwenigsten mt behördliche Verfol
gung und Einkerkerung vieler ihrer
Anhänger, wie sie rn Louisiana, Geor gia, Maryland, Arkansas und Ten nessee vorgekommen ist.
Ebenso groß, wie der Glaube dieser Adventisten, ist ihre materielle OpferWilligkeit, die naturgemäß um, so mehr steigt, für je näher sie das Ende der Welt im derzeitigen Sinne des Wortes halten. Einmal jährlich kommen sie zusammen und schenken Alles, was sie irgend erübrigen können, für dieSache, d. h. für die Kirche. Sie geben dieses
Geld, statt sich qegensemg Weihnachts
geschenke zu geben ; von Zwang ist dabei gar kerne Rede, ja es wird nicht
emmal Jemand o:sond:rs um Bet träge ersucht.
Eine derartige Versammlung war auch die erwähnte in Battle Creek. Ueber' L000 Menschen füllten das
große Tabernakel zum Erdrücken, und
von dem Enthusiasmus, welcher
herrschte, kann man sich aus erner Be
schreibung gar keme Vorstellung ma
chen ! Der aroße Altar war nicht
groß genug, alle Spenden zu fassen.
Wer kem Baargeld erübrigen konnte.
gab persönliches Eigenthum der ver
schiedensten Art. Frauen nahmen ihre
Rmge, Manner ihre Uhren ab, u. s. w. ffiner Namens German nah sein Haus
Ijjs , . MDR (.WoA 5MML MMUMF iz mwfM Jrl JeM'. ffiwfc nj iifj'fM. D iA , u5öTOv -pth .tfj .Wtiu. u4sm
Hr. Geo. TT. Coofe fctt Ct. Zohllldury. Ct. Großes Leiden nach der Grippe. Frchtte verLnsch im ftppft. CihatT ze i Magen. ,vr lel Jahre hatte ich einen heftigen VnfaS feett Eripve, der mich in einem schrecklich schache nd hadekmee Instand urückliei. vorige rginler hatte ich ewe wettere Ansall und war Wieder hercigekommea. mein Gesundheit saß ramlrt. Stein ppetit war ,an, verschwunden, ich hatte keine rast, war ftet müde, hatte nnaN ,enehm domxr!lhUche GerSusche im opse. gleich eine Oassersal. Auch hatt ich heftige Sopf. schmerze nd Heftige drückende Schmerzen t meine Vage. Ich ah Medizinen, fant daß sie mir utz. feil ich. achdem ich s viel der 090 VI Öarsaparila gehör hatte mich entschloß, I i versuche, nd da Resultat ist sehr lebe werth, in genehmen Folgen der Grippe sin rüder, ich bin all wchmerzea ad Leide lo, Nd glaub, deg Hood'S Sarsaparilla ei atarrh sicherlich heilt. Ich empfehle k - e. t. f. St. J,hn,dr. VU nun -i - - - m innixiinniu ijjlnjunjxrirj O0VI Ce Wn Ctfcu, xixza uziu c2sa. .
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deutschem Text !
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Um die herrlichen Bilder, welche die columbische Weltausstellung bot, der Mit- und Nachwelt getreu zu erhalten, sind von der Negierung dcr Ver. Staaten mehrere hundert photographische Aufnahmen veranstaltet worden. Nach dieser Aufnahme sind 320 Bilder (20 Portfolios) angefertigt worden, welche alle Theile deö großartigen Unternehmens, die herrlichen Gebäude, die anmuthigen Land und Wasserszenen, das bunte Treiben an der Midway Plaisance, kurz jeden bemerkenswerthen Theil der Ausstellung umfassen. Jeder dieser 320 Abbildungen ist von sachverständigen Schriftstellern eine Beschreibung beigefügt.worden, welche, in Gemeinschaft mit den Kunstwerken, ein prächtige? Andenke an das großartige Unternehmen bildet. Die Bilder erscheinen in 20 Heften zu je 16 Blättern. Der reguläre Preis deS Hesteö ist im Buchhandel 25 Cents. Die Jndiana Tribüne" hat jedoch, um ihren Lesern etwaS Außerordentliches zu bieten, das Verlagsrecht derselben mit deutschem Text für Indianapolis erworben und bietet ihren Abonnenten dieselben für nur 10 Cents daS Heft an, ein Preis, der kaum die Herstellungskosten deckt. Dieser niedrige PreiS ist bloß für diejenigen, welche sich dadurch als Leser der Tribüne" legitimiren, daß sie beim Kaufe eines Heftes fünf von den CouponS, die sich an dem Kopfe des BlatteS besinden, und von denen jeder ein anderes Datum tragen muß, abliefern. Ohne CouponS kostet daS Heft 25 Cents. Heft No. 1 kann in unserer Ofsice gegen Zahlung von 10 Cents in Empfang genommen werden. DaS Erscheinen der weiteren Hefte wird von Zeit zu Zeit bekannt gemacht. Der Werth des Werkes wird von Jahr zu Jahr steigen und es sollte keiner unserer Leser versäumen, sich es zu sichern. Indianapolis, im Januar
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Tribune Publishing ßornp'ny
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Auftragen ver Post wolle man acfl. 2 Cents für
Porto für iedeö Heft beifügen.
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nebst Gründ, das ' einen Werth von 54000 hat, und diesem Beispiel folg. ten alsbald noch mehrere andere. Zwei Herren legten ihre Ueberzieher, und mehrere Damen ihre Robbenmäntel auf den Altar. Andere Frauen gaben ihr ganzes Silbergeschirr her. Der Adventisten - Hochschulprofessor Prescott gab einen Check" aufZ 5000. Die Zahl der goldenen Ringe allein, welche am Schluß dieses Aktes vom Altar aufgehoben wurden, betrug 70, die der Taschenuhren 80, und so fort, und der Gesammtwerth der so rasch eingegangenen Beträge betrug rund Z25.000. Das dürfte die reichste Collecte sein. welche je in irgend einer religiösen Gesellschaft auf einmal einkam, und mehr als 90 Procent der Spender waren Leute, welche tagtäglich für ihren Lebensunterhalt arbeiten müssen. Aber außer der Kirche, geben sie auch für die Armen ziemlich viel; das bedeutet keine gegenseitige Unterstützung, denn es gibt innerhalb dieser Sekte keine Armen. Gründer der . Seventh Day--Adventistensekte war der jetzt verstorbene James White, welcher 1855 von Connecticut nach Michigan zog und in Battle Creek das Hauptquartier der Kirche errichtete. Seine Anhänger sind vollständige Abstinenzler in Bezug aus alle Reizmittel, einschließlich Kaffee und Thee, und sie machen die denkbar aufrichtigsten Versuche, nach ihren Lehren stets auch zu leben. Sehr bedeutend oder doch umfangreich ist auch ihre literarische Thätigkeit. Nebenbei haben sie in Vattle Creek eine der großten existirenden Heilanstalten. DaS Qriginalmodell der Medaille für die preisgekrönten Aussteller der Weltausstellung wird, wie es von Herrn St. Gaudenö entworfen worden ist, dem Unterausschuß des Senatscomites für die Weltausstellung vorgelegt werden, und man nimmt jetzt an. daß die sittenstrengen Herren nichts Unanständiges an der nackten mannlichen Figur auf der ReverZseite finden werden. Der Zeichner des Entwurfs ist der festen Hoffnung, daß der Wi derspruch der Senatoren verstummen wird, wenn sie die ursprüngliche Zeich--nun vor sich sehen, und dann kann sofort zur Fertigstellung der Medaillen geschritten werden. Sollten jedoch wider Erwarten doch noch einige Aen derungen nothwendig erscheinen, so zieht es Herr St. Gaudens vor, sie selbst vorzunehmen, anstatt dritte Personen an der von ihm entworfenen FU Sur herumpfüschen zu lassen. Kaufe Muchö's Best Havanna Cigars."
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Keine Silfe.
seine Zahlung.
Kein Lchnnrrbart. keine Jahluna.
Cchors geheilt.
Ich mate Kontrakte mit Allen, Sops oder Banhaare zu rzeugen, die in meiner Office bei meinem Lgenten vorsprechen voranSgesrtzt, daß die Kopfhaut nicht glänzt oder ihre Poren ge schloffen sind. I diesem Falle giebt keine Hilfe. Sprechen Sie vor und lassen sich unent geldlich untersuchen. Wenn Sie nicht komme können, so geben Sie schriftlich eaan die Brschaf. senhett der opfhaut und Ihrer eschäfttgung an. Vros.S.Birkholz. Zimmer I0I1 V!osanie TemPle.Thicago.
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I? b . Sollidh. Präsident. ddison Harr?. 1. Vljkprändent.
gemrn itel. 2. Vice.Präfident und Cchatzmeistor. Cain'l . L,ok. Sekretär.
Direktoren: TharleH.Bronell. ThoS. S.Day,
. X. DePan. ddison E. HarriS. Sterling R. Holt,. Henry E. Long.
Edward L. Mckee,
J.T.Tlöo.
John H. Hollidan. eorkekcthe, olney X. Mallott,
Sam.S. Rauh.
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