Indiana Tribüne, Volume 17, Number 137, Indianapolis, Marion County, 4 February 1894 — Page 3
ti Romsn aus dcm Italienischen des Sfrolttl. 1. Capitel. ' m Fttilich nur ein HauZ in der Provinz, aber ein großartiges Haus, und Ntt..tbüme?. welch: des altadellgen, historischen Namens würdig waren; ein Haus, wie eZ deren jetzt wemge mehr gibt, dank der heiligen, zerstörenden Justiz, welch wir dieAb schclsfung der Erstzeöurtövorrechte derdanken. ' Und unglaublich aber wahr "das gegenwärtige Haupt deS Hauses, Seine Excellenz der Fürst von Astianeffo, ein schöner Mann von fünfundvierzig Jahren und Wittwer mit einem einzigen EochteriYrn, wollig bon einer zweiten Heirath nichts toi;jen. Nicht daß es ihm in Betreff dieser Angelegenheit an gutein Ratb gefehlt Hätte. Freunde und Verwandte, wer ein Necht hatt:, seine Meinung aozu geben, und wer es nicht hatte, alle sangen das gleich Lied. Sie sprachen ihin in einem seit von anbetungswürdigen Schönheiten, reichen Aussteuern, usgezeichneter Erziehung, hocharistokratischen Verbindungen. Er sagte nicht nein, liest sich die anb'tungswürdigcn Schönheiten zeigen, ließ den reichen Aussteuern Gerechtigkeit widerfahren, lobte die ausgezeichnete Erziehung. wußt? die Vorzüglichkeit des blauen Blutes zu schätzen aber: er heirathete nicht. Deshalb wurde er a::ch strenge derurtheilt von einer nicht geringen Anahl von Großmüttern, Müttern.Tanten. denen etwas schüchterner, &btz nicht weniger unzufrieden, ein Chor interessanter junger WitKren zur Seite stand. Er sprach nie von der verstorbenenHerzogin; er schien nicht unglück lich zu sein und war es auch nicht.Man sah ihn fast immer fröhlich und guter Laune. Er war, durchaus kein kasteiende? Heiliger, sondern genoß "das Leben ruhig, in vollen Zügen. Er beschäftigt: sich nicht mit der Politik, -aber wenn er es gethan hätte, würde tt ein eifriger Conservativer und im dersöhnlich-er Reaktionär gewesen sein. Er war dies auch aus eigeneNechnung und im eigenen Hause, wo er ei fersüchtig über die unveränderte FortÜbung der Gewohnheiten und Traditionen der Familie wachte. ' Im Hause Astianello waren immer Gestüte gehalten worden; er behielt "diese Sitte bei, sie sollten stets und un verändert fortbestehen. Unabsehbar lehnten die Triften sie; cs, und auf denselben lümmelten sich wiehernd die Füllen der Stuten, welch er als Füllen von feinem Vater geerbt hatte. Di: Gestüte des Hauses Astianello waren alt und geschätzt und machten nicht nur im Soll und Haben einen beträchtlichen Posten, sondern auch nicht zum kleinsten Theil den Stolz derFamilie aus. Unter uns gesagt, verstand der Fürs! herzlich .wenig davon, aber Ander: im Hause verstanden es da,für um so besser, und gar oft trugen seine Pferde auf den Pferdeausstellungen den Preis davon. Dann herrschte Jubel aus der Besitzung, Der Fürst sprach gern von seinen Pferden. Besonders wenn irgend ein unbesonnener und eifriger Freund auch nur von fern: auf das verwünschte .Thema des Heirathens hinzulenken suchte. Dann kam gewiß die PferdeWissenschaft cuf's Tapet. D-r Fürst .fing an. sich über Pferdezucht zu veroreiten, und aus den geöffnetenSchleusen seiner Beredsamkeit ergoß sich nicht twa ein sanfter Regen, nein, ein HaTelsturm mit so großen und unzähligen Schlüssen, daß der arme Besucher, betäubt, verdutzt und schließlich zu 2ode gelangweilt, den Augenblick nicht erwarten konnte, um sich aus dem Staube zu machen, und bei der ersten lAnterbrechung ohne weiteres davonlief. Der Fürst lachte und.... heirathete tramer nicht. ' Seit einigen Jahren nun ha. die SÄaar der verschworenen Freund ihre Angriffe eingestellt. Sie hatten gemeint: Ueberlasscn wir die Sache der Zeit." Aber die Zeit verging, obne auf ihren Flügeln eine neue Fürstin von Astianello hertxizutragen. ; Und doch hatte der Fürst seine gute Gemahlin nach seiner Art recht sehr geliebt. Vielleicht blieb er eben deshalb ihrem Andenken und der eigenen Freiheit jetzt so treu. . Ueberdies liebte der Fürst auch sein ,T'öchterlein sehr, und der G:dan!e, demselben eine Stiefmutter zu geben, war ihm zuwider. Nicht daß er es viel um sich gehabt oder seine Erziehung selbst an di: Hand genommen hätte. Aber er sah es gar zu gern, wenn jin den weiten Räumen der Säle das kleine Wesen sich herumtrieb, das weie, zarte, süße Ding, das vom Wachsen nichts wissen wollte, im Lernen .keine großen Fortschritte mach??, weder Zeck noch witzig war, sondern nur ganz langsam gedieh, wie eines der tropischeu Pflänzchen im Treibhaus, und das ihn so lieb hatte. Er sah es gar zu gern, wie das kleine Mädchen, wenn er auf den Kutschersitz stieg, um das Viergespann zu lenken, in Ekstase geYieth und ihn entzückt betrachtete, wie sie einen König auf seinem Throne .betrachtet haben würde. Eins nur mißsiel ihm, daß seine Eamilla, der Abkürzung halber Milla genannt, so schüchtern und furchtsam war. Und doch sagte sie nie: Ich fürcht: mich!" Aber todtenblaß wurde sie. wenn ein Gen?itter ausbrach, und zitterte, wenn ihr Bater davon sprach, sie in denSattel zu heben. Entsetzen sprach aus ihren großen, liebevollen Augen, wenn er so grausam war und darauf bestand, sie solle im Garten be: einer Schießübung mit dem Flobertgewehr zugegen sein! Camma hatte entschieden nichis von einer Amazone in sich. Und nackdem der Fürst sich ein wenig darüber. Geärgert hatte, entschuldiate c?
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,)it schließlich, da sie doch wirklich ein ' Wenig zu zart sei. Nun war sie allerdings schon kräftiger geworden durch fortgesetzte Kuren und die Luft von Astianelloz'aber des- , senungeachtet sollte sie nicht gequält werden, herzhafter zu sein oder fleißi'ger zu studiren. DaS würde mit der Zeit schon kommen. Und wenn es auch nicht kommen sollte, auch später nickt.. je nun, so war das Uebel eben nicht groß. Der Fürst brachte, sowohl aus eigener Liebhaberei, als des TöchterleinS wegen, einen großen Theil des Iah rcs in Astiancllg zu. Das ungezwun gene, freie Leben uf dem Lande, die unumschränkte Herrschast, die er daselbst ausübte, entsprachen seinemCha rakter als gütiger Feudalherr. Natür lich wurde von Zeit zu Zeit ein kleiner Abstecher nach Paris, Turin oderFloren; gemacht, um sich für die Einsamkeit ein wenig zu entschädigen. Häufig wurde die Villa von einer Schaar Freund: überfallen, oder eine große Jagd vereinigte dort fröhliche Gesellschaften und bot erwünschte Gelegenheit zu einer freigebigen, aufrichtigen, trotz ihrer Einfachheit opulenten Gastfreundschast ohne Ceremoniell, ohne Falsch, nach etwas altväterischenBräuchen, mit einer verschwenderischen Fülle von Reichthümern und einer guten Dosis von Unordnung und Mißbräuctn; aber euch in den letzteren herrschte kein Mißton, auch sie warm fast gehetligt durch althergebrachte Gewohnheit und Dankbarkeit. Ein großes Dienstpersonal that wenig oder nichts und verschwendete hinter dem Rücken des Herrn, der vieles nicht wußte und zu vielem ein Auge zudrückte, und von denjenigen, die sich's auf seine Kosten wohl sein ließen, zum Gegenstand eines vielleicht ungeschlachten, aber nichtsdestowenig susrichtigen Cultus gemacht wurde. Die Villa war seh? schön, zwar alt, aber in ihrer Architektur schon frei von dem kalt monumentalen Styl der in der gleichen Zeit erstellten Bauten. Sie stand mitten im Garten auf einer ErHebung des Bodens, die sich weiterhin als eine ganz mit Blumen bepflanzte Esplanade ausdehnte. Der Hauptfassade gegenüber erstreckte sich eine Allee von alten Kastanienbäumen bis zu dem großen Gitter am Eingang der Villa. An die Allee stieß rechts das weitläufige Gebäude der Stallungen, links der Garten. Di: zu der Villa gehörendenBauernHäuser waren hinter einem dichten Eypressenwäldchrn versteckt und verbargen ihrerseits wieder die unmittelbar daran stoßenden Häuser des Dorfes. Und es kam sehr oft vor, daß ein Bauer, wenn er vom Felde heimkehrte und es eilig hatte, ungescheut seinen Weg durch die Allee nahm und dicht an der Villa vorbeiging, ohne daß Jemand sich darüber aufhielt. Das Gitterthor stand den ganzen Tag ofsen. Der Garten war, wie schon gesagt, über und über mit Blumen besät. Von der Esplanade führte, an die Hauptfassade gelehnt, eine Doppeltreppe, derenHälften zu denSeiten einesSpringbrunnens aufstiegen, zu einer Terrasse im ersten Stock empor und brachte diese so in unmittelbare Verbindung mit dem Garten. Es war ein wunderlieblicher, idyllische? Anblick, diese beiden Treppen mit ihren merkwürdigen von Rosen, Flieder und Gaisblatt umrankten Geländern; es schien, als wollten die Blumen das Haus erstürrnen. Schade, daß das Fenster auf der Terrasse stets geschlossen war. Hinter demselben befand sich ein wunderschön, ganz mit blauem Atlas ausgeputztes Schlafzimmer. Es war das Schlafzimmer des fürsili-
chen Paares gewesen, und Milla war darin geboren worden; aber d:r Fürst setzte nie den Fuß hinein und gab auch nicht zu, daß es bewohnt wurde. Milla wohnte in einem anderen Flügel des Hauses. Auch si: hatte ein sehr großes i"b reich ausgestattetes Ammer, und ihr kleinesBettazen schien m dem ernsten, weiten Raume noch kleiner. Aber wie um die verschwind dende 5tlelnhe:t dieses Kinderbettes auszugleichen, erhob sich diesem zur Sene mazestatlsch das mächtige Bett, in welchem sich jeden Abend züchtig die knochlqen, hageren Glieder der ehrba ren Miß Rhoda Spring, de? englischen Erzieberin der jungen Fürstin, ausstreckten. In Wahrheit machte Miß Spring" (Frühling) ihrem poetischen Namen nicht viel Ehre. Der Frühling dieser würdigen Dame war seit Jahren vorbei, und es Ware schwierig gewelen, beim Anblick dieser fürchterlichen. fo großartig und so abschreckend häßlichen Person auch nur ein: Erinnerung an Veilchen und Rückkehr der Schwalben heraufzubeschwören. Trotz alledem war Miß Spring ein Engel von einem Nordlandsmädchen, gut, aufrichiig und ungemein treuherzig: aber bei den Bewohnern des Dorfes und de? Besitzung fand sie keine Sympathie. Da diese guten Leute gewohnt waren, die englischen Pfcrderassen und vor allen andern die aus Irland körn menden Füllen hochzuschätzen, so tonn ten sie gar nicht begreifen, wie ein: Lands:nanr.Zn der Lady Rowena" (eine berührt: schwarzbraune Stute, die auf de? Ausstellung in Rom den Preis davongetragen hatte) so häßlich sein, derartig: 'Füße und ein Gesicht haben tonnte, das aschgrau aussah, wie die Schnauze eines Füllens. Das Schlimm: war eoen. daß der Fürst eir.cm seiner Freunde in Dublin geschriebcn hatte, er möchte ihm eine Stute schicken, so und so, und eine Ersieh:r:n, ebenfalls so und so. Sie waren nun, wenn man so sagen darf, zusamm:n?:r?ist, hatten aber bei ibrer Ankunst durchaus nicht das gleiÄ: Wohl7:sallen erregt. Damit. soll nicht gesagt sein, daß nicht beide, jedes in seine? Art. vorzüglich auZacsallen wären: Ro'.rern war das Ideal d:Z DienitPersonals in den Ställen. und 3:5
Spring war daZ Ideal' der kleinen'
Zilla. Offen gesagt, gehörte nicht viel da zu, um Millas Ideal zu werden. Ihr Kindesherz war ungemein liebebedürftig. Und in dem Getümmel des Hauses im Kommen und Gehen der Leute, die' ausschließlich mit Pferden beschäftigt waren, und wo das weibliche Element nur durch die Garderobieren und die.' Frauen der Verwalter und der Reit-, knechte vertreten war, mußte eine Frau. die sich mit dem Mädchen beschäftigte und Sorge für es trug, einen wichtigen Platz in dessen Herzen emnehmen. Und Milla hatte einen äußerst glücklichen Charakter.. Sie schloß sich schnell an und mit einer Wärme, welche um so dauernder war, als sie vom eigenen Feucr sich nährte, sich daran dezeistttte und jedem Egoismus fern blieb. O, wie hatte sie ihr: ungeschliffene Amme geliebt, die bei ihr geölteben war, bis sie sieben Jahre alt geworden! Wie viele Thränen, welche Verzweiflung, als sie dieselbe von sich lassen mußte! Nun hatte sie ihre Lieb: natürlich auf Miß Spring übertragen! Und Min Spring war m der That eine gute Dame und Milla auch ungemein zugethan.... Sie lebt: im vollen guten Glauben, wirklich die Erziehung dieses kleinen Geschöpfes, dieser lieben Milla, zu leiten. Ade? in Wirklichkeit erzog diese Milla sich selbst mit der unerschöpflichen sanften Milde ihres Eharakters, mn ihrem glühenden Bedürfniß. Jemand lieb zu haben. Sie macht: keine großen Fortschritte im Lernen, sie war seh? schüchtern und durchaus nicht aufgeweckt; aber was lag daran? Der Fürst hatte befohlen, die arme Kleine nicht allzusehr mit Unterricht zu plagen; er hielt nicht darauf, ein Wunderkind zu haben; und zudem war er der Meinung, em Frauenzimmer wisse immer genug. So kam es, dan Milla nur wenige Stund: des Tages in dem großen Saale, dem sogenannten Studirzimmer, zubrachte, und wenn das Wetter es erlaubte, war:n sie und Miß Spring im Freien, auf dem Spaziergang oder im Garten. Auch der Arzt hatte dazu gerathen, und wirklich konnte der Gesundheit des Mädchens nichts zuträglicher sein. Miß Spring sucyte mit Vorliebe den dlcuten. kühlen Schatten Wr Kastanien auf; in der Mitte der Allee, auf der Seit: gegen den Garten, hatte derFürst eine Art ländlicher Hütte mit Bänken und Sitzen erbauen lasten; dies war der gewöhnliche Aufenthaltsort der fPrii'hrin itS ) 'Arrltrj 3. 57?.? oben an der Allee erhob sich di: Villa, iyvv vij;ii;v i v lmks unten war das beständig offene Gitterthor, hinten der Garten, vorn die unabsehbar lange röthlich: Mauer der Stallungen. Wie viele Leute lebten von dem Luzus dieser Stallungen! Die Pferd.zucht war eme unerschöpfliche Quelle des Wohlstandes und deö Verdienstes für die Bevölkerung von Aftianello, .und fast alle rüstigen Arme fanden dabet ihre gesicherte Beschäftigung. Und wie stolz waren sie daraus, zum Gute des Herrn Fürsten zu gehören! Die Bereite? insbesondre bildeten fast eine bevorrechtet: Zunft, in welche? daSAmt des Vate?s sich auf den Sohn de?erbte. Sie standen im Rufe sehr geschickter. sehr kuhner. ja sogar etwas verwegener Leute. Man nannte sie die Teufel von Astianello, und sie fühlten sich von ihrem Titel ungemein geschmeichelt und oemuht:n sich demselben dadurck alle Ehre zu machen, daß sie meist Carriere ritten, ihre Mütze auf eine ganz besondere Art trugen und eine gewisse über die Maßen malerische Sprache führten, welche den welken Linien der Miß Sping unzählige .Shocking- entlockte. Aber die Bereiter. vielleicht weil sie die Bedeutung des Wortes nicht kannten, hörten nicht auf, ihre Reden mit diesen energischen Ausdrücken zu zieren. ES war ein Zrauch, ein: Gewohnheit w:e e:ne andere; wahrscheinlich waren sie überzeugt, daß die vollendete Eleganz der Prosessron dies verlange. Natürlich zeigten die Jüngsten einen übertriebenen Eifer, diesem Anspruch zu genügen; bei den Knaben, dem mnaen Aus wuchs der Bereiter, war es geradezu schauderhaft. Da mußte man z. B. Drollino hören! Er war just der schweigsamste Knabe auf dem ganzen Gute; aber die wenigen Worte, die er sprach, waren wirklich fast lauter Ein eigenthümliche Typus, dieser Drollino! Eigentlich hieß er Pietro und war der Sohn emes der besten Be?eite? auf dem Gute. Nach de? Sitte des P?ovinciald:alek!es hatt: man seinen Namen ve?ändcrt und verlängert und Pedrolo daraus gemacht. Um ihn aber von den vielen andern mit Namen Pedrolo und von dem Vater selbst zu unterscheiden, der ebenfalls so hKB, wurde Pedrolo in Pedrollmo verwandelt und dieser schlechtweg inDrol lino verkürzt. Dieser kurz gefaßte Name paßte seh? gut fü? ihn. Er war ein sehr magerer, kleiner Knabe von zehn Jahren mit ewem feinen, kleinen, ausdrucksvollen, von der heißen Sonne der Triften gebraunten Gesichte. Di Mutter war bei seiner Geburt siorben, und da er die Strefmutetr nicht gern hatte, wollte er nichts vom Zuhausebleibcn wissen er schlendert: beständig allein oder mit seinem Vater auf den Weideplätzen herum. Er wollte auch nicht in die Schule gehen und wuchs wild und frei auf, unbekannt mit Allem, was nicht Pferd hieb. Di Pferde freilich gingen ihm über Alles. und er hielt sich viel lieber bei den Füllen auf, als bei feinen Kameraden, Er ritt bereits mit wunderbarer Geschicklichkeit. Das Schlimmste war. da er mit zäher Liebe an den einzelnen Pferden des Gestutes hing, und wenn es gescyah, dan ein Paar oder einJun aes ver-kauft wurde, mit dem er sich per lonlich vescoastlgt yatte, so betrach tet: er diese Maw?2el mbeals ein:
oenonttche BeleldTauna, fleischte Tt
Zähne, fluchte wie em Türke und streifte tagelang wie ein Zigeuner in der Ebene herum. Dann bekam die Liebe zu den Pferden wieder die Oberhand, und das Schäfchen kehrte in denSchafstall zurück. Obschon noch em Knabe, war er doch in seinem Geschäft sehr wohl erfahren; er kannte bereits fast alle dabei gebräuchlichne Kniffe, wußte, waö oie Pferde gern haben, und waS sie nicht ausstehen können. Er war etwas gewaltthätig. und wenn er in Wuth gerieth, schlug er aus und bik. Und, ungern nur sag ich's, ich fürchte, Drollino hatte keine mathematisch genauen Begriffe von den Worten mein und dem. Er stattete dem Obstgarten biswetten nächtliche Besuche ab, und wenn der Gärtner die Früchte controllirte, fand er immer, daß von den unreifen Citronen fehlten, du er so sorgfältig und voll Hoffnung zählte. Und Drollino liebte die unreifen Citronen sehr.... Aber er lreß sich me auf der That ertappen. Dessenungeachtet war er ein Knabe, den man lieb haben mußte; er hatte gewisse für feinen Beruf sehr bezeichnende Eigenschaften. Außer den Pferden verehrte er seinen Herrn. Er stahl ihm freilich die Citronen, aber nöthigenfallS wäre er für ihn durch's Feuer gegangen. Für Drollino konnte der Besitzer aller dieser Pferde, dieser unermeßlichen Besitzung kein gewöhnlicher Mensch sem. Er war für ihn eine über alles erhabene, unveraleichliche Majestät. Und wenn er dachte, daß, im Falle der Herr sich nicht wieder verheirathete, das ganze Gut, die Villa, die unabsehbaren Felder, dem kleinen, weißgekleideten Wesen gehören sollten, das in der Allee spielte, dann wurde auch das Mädchen in seinen Augen zu einer wunderbarenErschnnung, zu einer Art Gottheit, die zu einem unvergleichlichen künftigen Glänze bestimmt war. Nun stieß dem armen Pedrolo, Drollinos Vater, ein schlimmes Unglück zu. Ein schlecht gezähmtes Füllen, das er eben in BeHandlung hatte, versetzte ihm einen furchtbaren Schlag auf den Schenkel. Der Aermste mußt: vierzig Tage im Bette liegen, und als er aufstano, gewahrte er zu seinem namenlosen Jammer, daß er unheilbar lendenlahm geworden war! Das hieß also den Pserden entsagen. Welcher Schlag für den armen Bereite? er konnte nicht daran glauben, sich nicht in sein Unglück finden. Aber der Fürst erbarmte sich seiner und sicherte ihm einen Posten, der wenigstens in einer Richtung der Neigung des Verwundeten u?d seinem jetzigen Gesundheitszustand entsprach; er mauzte ihn zum Pförtner der Stallungen und schenkte ihm di: dabei befindliche und dazu gehörende Wohnung. Pedrolo hatte nun nichts mehr mit den Pferden im Freien zu thun, aber er hörte und sah doch die andern und konnte den ganzen Tag mit seinem verstummelten Bem m der Nahe der Stallungen herumhinken. Natürlich war Drollino seinem Vater in die neue Wohnung gefolgt. Aber mit welchem Verdruß! So oft er konnte, nahm er Reißauö und eilte auf die Triften; doch jeden Aucrenblick hieß es, wieder: zu Hause lltu ben! Wenn er nur wenigstens imStalle hätte arbeiten dürfen! Aber die Reit knechte und Kutscher standen durchaus nicht auf dem besten Fuße mit den Bereitern, und die Stallknechte waren in bestandigem Streit mit dem unverschämten kleinen Kerl, ließen ihn absichtlich nicht zu den Pseden und foppten ihn, wenn er sich erkühnte, seine Meinung zu sagen. Das Ärgerte Drollino, welcher sich aus seine wenigen Kenntnisse etwas zu Gute that und eine durchdringende Beobachtungsgabe besaß. Er dachte ernstlich daran, zu entfliehen, und hatte schon einen kleinen Plan gemacht. Er wollte gelegentlich em Pferd stehlen und sich auf und davon machen, fort in die unbegrenzte Ebene, Gott weiß, wohin er kommen würde, aber indessen hätte er doch sein eigenes Pferd, wirklich sein eigenes, ganz sein eigenes! Herrgott!.... Welches Glück!.. Ein eigenes Pferd zu haben! Wenn Drollino sich nicht zu wett vom neuen Hause entfernen durfte, so strich er im Garten herum und stieg oft über die Mauer in die Allee. So kam es, dak er mehrmals mitMilla zusammcntras, welche beschäftigt war, die von den hohen Bäumen gefallcnenKasianien aus einen Haufen zusammenzutragen. Anfangs war er entsetzt davon gelaufen, als hatte er ein Gespenst gesehen; dann war er stehen aeblicoen. um hinzuschauen; dann hatte ein Lächeln MillaS ihn ermuthigt, näher zu kommen; oann yatten ne miteinander zu reden und schließlich miteinander zu spielen angefangen. Miß Spring hat anfangs Einwendungen erhoben; aber als sie sah, daß der Knabe sich gut aufführte, und daß ihre Lektüre wcniger unterbrochen wurde, seit Milla einen Gefährten hatte, erlaubte sie endlich, daß der .fiery boy" mit der jungen Herrin spiele. Sie nannte ihn nämlich so: wilder Bube", und im Grunde mißfiel er ihr nicht. Zudem stellte lh wie den meisten ihrer Landsleute, ein wenizProselytenmacherei im Blute, und es war ihr m d:n Sinn gekommen, dieier wild aufwachsende Knabe möchte etwas zumBekehren fein. Und konnte nicht Milla, wie jene engelyaste Evelkna in Onkel Toms Hutte", auserkoren fein, den wilden Buben" auf den Weg des Heils ni füh ren und wenigstens einen Tempe:cnzler aus ihm zu machen! Die Temperenzler waren.... MißSprinas Traum. Sie war sehr vertrauensvoll und sehr phantasicvoll, und Drollinos Fluchreden sprudelten so rasch und unverständlich zwischen den ZcVznen hervor, daß die leichtgläubige Gouvernante, wenn sie dieselben hörte und nicht verstand, gütig dazu lächelt: und dachte, wie verschieden ..doL,dl,italienischen
Malerie'vcm benZenigm iheesGebukts-
landes, des grünen Enn, seien. Allerdings waren DrollrnoS Fluche von ganz besonderer Art. Er stieß sie halblaut in einem trockenen, beinahe knirschenden Tone heraus, als ob er Porzellanknöpfe kaute. Milla aber verstand sie, und wenz Miß Spring außer Hörweite war. tadelte sie ihn. ,Aber Drvllrno: Das schickt stcy mcdir sagte sie mit pathetischer, vorwurfsvoller Miene. Und wie Drollint? dieses feine Stimmchen wiederholt hatte sagen hören, das Fluchen schicke sich nicht, sing er an, jedesmal roth zu werden, wenn ihm Versehens ein Fluchwort entschlupfte. EZ hatte zwar früher schon nicht an Bemerkungen übe? seine Ned?n gefehlt; aber sie waren ihm Mit Maulschellen und Ohrfeigen gemacht worden, und er fand Millas Sprache verstandsicher. Sn wann noch ganz 5nnder und spielten sehr gerne. Er erwies ihr gewisse Aufmerksamkeiten, deren ihn niemand für fähig gehalten hatte. Er verfertigte ihr eine Schleuder und warf ihr ihre Ungeschicklichkeit und ihre Furcht vzr den Pferden vor. Er trug ihr halbwdte Vözelein herbei und Katz'en von unglaublicher Magerkeit; enmal brachte er ihr sogar ein Murmeltmcr, das noch halb lm Schlafe lag. Sie hob für ihn oft eine Süßigkeit vomMittagessen aus. Drollino hinwieder, der stolz war und daS Naschwcrk nicht umsonst haben wollte, überbrachte ihr prächtige Pfirsiche, die er mit großter Geschlckllchteit und nicht geringer Gefahr aus dem Obstgarten der Villa selbst für sie gestohlen hatte. DasAtadchen, die unbewußte Mitschuldige, aß mit Vergnügen die verbotenen Früchte. Die Scene von Adam und Eva, aber in umgekehrter Ordnung! 2? Fürst hatte die beiden Spielgefährten mehrmals in der Alle gesehen, aber dnSache hatte ihm durchaus nicht mißfallen. Er fand sie vielmehr ganz natürlich. Und es war auch so, alles ganz so, wie zu jener Zeit, da auch er ein Kind gewesen. Drollino spielte viel und spracy wema. Aber als er ganz vertraut mit Milla war, konnte er nicht umhin, jeden Augenblick wieder seine große, unbezähmbare Leidenschaft, die Pferde, zu erwähnen. O, wie bedauerte er, daß es nicht mehr war, wie früher, zur Zeit vor seines Vaters Unglück! O, wenn Du wüßtest, Milla, was das ist!" Und lebhaft erregt, erzählte er von den Freuden des freien Lebens, der Wollust eines zügellosen Rennens auf dem Rücken der wolligen Füllen! O, wenn er eins hätte.... ein Pferd! Aber er hätte es klnn haben mögen, kaum geboren, um es selbst zu zähmen, zu erziehen.... Sein! Sen,! ScmL.. Die Augen funkelten ihm vor Begeisterung. Eines Tages kam er wie ein Sturmwind in die Allee gebraust. O Milla! Wenn Du wüßtest! Jetzt eben ist es geboren worden!.. Dort im Stalle.. von Rowena!" Wer?" fragte das Mädchen unschuldig. Ein kleines Mutterfüllen!.... Wenn Du es fähest! Sie sagen, es werde ein wunderschönes Thier werden. Es ist so groß, schau, wie Lupo, der WachtHund! Wenn es mein wäre, o Herrg." Drollino hielt inne, Milla machte ein strenges Gesichtchen. Er zuckte die Achseln mit einer verächtlichen Geberde und kehrte im Fluge zum Stall zurück. Dort blieb er bis spät, so lange er konnte, bis die Stallwache mit einem Fußtritt drohte und ihn fortjagte. Er bat, man möchte ihn die Nacht hier zubringen lassen, auf dem Stroh, neben dem Neugeborenen. Aber umsonst. Nach zehn Uhr durften nur noch dl: zum Nachtdienst bestimmten Personen im Stalle bleiben. Der Knabe ging hinaus, aus's Aeuferste erregt, mit dem fieberhaften Wunsch, wieder hineinzugelangen. Er konnte sich nicht von der Umgebung des Stalles trennen, strich beständig um die geschlossene Thüre herum, lief hin und her, in den Gedanken versunken, der ihn gänzlich beherrschte, und erwartete mit Ungeduld den Tagesanbruch, der ihm die Gelegenheit bringen sollte, in das verlorene Paradies zu rückzukehrcn und sich in irgend einen Winkel zu kauern. O, es war ganz gleich wo, wenn es nur nahe bei dem Verschlag war, wo Rowena den mllden Blick, der von den ausgestandenen Leiden sprach und durch das neueMutterglück noch ausdrucksvoller als sonst geworden war, auf das kleine wollige Thierchen heftete, das noch nicht stehen konnte. So kam die Mitternacht. xis AZMer war stürmisch; em röthlicher Mond kämpfte mit einer Schaar bleischwerer Wolken, die ihn verdecken wollten. In weiterFerne, vom tfscuwarzen Horizonte er, ertönte von Zeit zu Zeit das dumpfe, anhaltende Rollen des Donners, daS mit jedem Male lauter und mächtiaer wurde. Plötzlich hörte Drollino während einem Windstoß, de? wie erstickt über den Boden hinst?ich, nicht weit von sich ein gewlstes un!e?d?uckt:s Pfeifen, das Mit dem Winde nichts geniern hatte. Was kann das sein?" sagte der Knabe, der Argwohn schöpfte, sich aber niüt fürchtete. Er war bereits im Schatten, aber er blieb nicht nur darin sondern zog sich noch tiefer in's Dunkel hinter einen großenHortensienbusch zurück und spähte nun van dort aus. so gut es gehen mochte, in die Tiefe der Allee hinein. Nicht lange, fo hörte er von jener Richtung her einen zweiten, aber diesmal kaum wahrnehmbaren Pfiff. Dann sah er unbestimmt einen Trupp von zwei oder drei Personen, welche langsam, mit arönter Vorsicht, dem nördlichen Theile der Villa zugingen, wo sich die VorrathsZammern und die Gesindestubcn befaii den. Drollino erkannte, daß diese schweigende Gesellschaft Diebe waren. Er gerieth nicht in Schreck .und
kam nicht aus der Fassung, sondern
empfand eme ungestüme Freude, daß er sie gesehen hatte und ihre Pläne vereiteln konnte. Ha. ihr Schurken," dachte er, .euch will ich das Handwerk legen." Er boa um dre Ecke der Villa, ging durch den kleinen Graben, glitt wie nneSchlange durch das hohe imWlnde wogende Gras und war ,m Nu beim Bauernhof. Dort weckte er den Vervalter, emen lebhaften Alten, der fernerseits in aller Eile funs oder sechs der beherztesten Diener weckte und sie bewasfnen ließ. Von Drollino geführt, veaab sich die kleine Schzar, um die Diel zu ülrraschen, an den von dm Knaben bezeichneten Ort. Als sie dort ankamen, waren die Diebe, welche noch nichts gemerkt hatten, schon daran, das Cntterwerk eines der Fenster un Ero geschoß zu erbrechen, um so in den Gang zu gelangen, der in das Zimmer führte, wo allabendlich das Sllbergeräth verschlossen wurde. Drollino führte d:e Dlenerschaar in den schützenden Schatten eines nahen Oleandergebüsches; dann drang er allem, buschend wie ein Nevtil. in die unmittelbare Nähe der Diebe vor. Jetzt j wandte er sich um und winkte denSelnigen, heranzukommen. Aber in. diesem Augenblick wollte es der Zufall, daß der Mond sich unerwartet von denWolken freimachte und nen lebhasten Lichtstreif auf die stumme, geheimnißvolle Scene warf, fo daß DrollinoSZigeunergesicht und die winkend erhobene Hand den Dieben zu Gesichte kamen. Diese ließen augenblicklich von dem Gitter ab und ergriffen eiligst die Flucht. Jetzt hörte man durch dieStille der Nacht scharf kreischend und schnell wie eine losgebrannte NaketeDrollinos Sltmme das Alarmgeschrel erheben: .Diebe! Diebe!" Und mit diesem Rufe hatte er sich auf den Bösewicht gestürzt. der ihm zunächst war, und sich ihm an den Arm gehängt und ließ sich nun von demselben auf seiner schleunigen Flucht in. der ganzen natürlichen Schwere mitschleppen. DerWachthund bellte wie wuthend. die Bauern rannten fort zur Verfolgung, es hatte sich ein unglaublicher Tumult erhoben. Plötzlich blitzte es auf, man hörte einen Flintenschuß, auf welchen ein durchdringender Schrei folgte. Man war den Flüchtlingen hart auf denFersen, aber doch gelang es zweien derselben, zu entkommen. Der Dritte, an welchem Drollino gehangen war und welcher einen Pistolenschuß auf ihn abgefeuert hatte, um ihn los zu werden, wurde gefangen. Der Knabe aber lag bewußtlos am Boden. Er war indessen nicht todt und auch nicht lebensgefährlich verwundet. Die Kugel war in eine Wade gedrungen und hatte die Knochen nicht verletzt; sie wurde in der Nacht noch h:rausgezogen. Drollino blieb der unbestrittene Held des Abenteuers. , Der Fürst sucht: ihn im Stüöchen der Pförtnerwohnung auf; er trat an das Bett, ließ ein fonores Bravo" hören und steckte die Hand unter das Leintuch, um den Puls zu fühlen. Es war natürlich ein wenigFieber vorhan den, aber keine Gefahr. Der Held war ziemlich schwach, aber stolz und erfreut, daß er so viele Ehre und sogar einen Besuch des Fürsten verdient hatte. Dem Vater, der ihn später fragte, ob er in dem schrecklichen Augenblick keine Furcht gehabt hätte, antwortete er gewissenhaft: Nein! Das heißt," verbesserte er einen Au genblick nachher, ich habe zweierlei be fürchtet: sie möchten die Ställe anzün den und möchten die Signorina Milla wecken. Er blieb drei Wochen lang imBette, Der Fürst hatte es nicht bei dem Lobe bewenden lassen, das er ihm in jener denkwürdigen Nacht gespendet hatte. Er lien sich jede Tag nach seinem Be finden erkundigen und befahl, daß er während der ganzen Krankheit auf Kosten des fürstlichen Hauses gespeist wurde. An einem schonen Morgen, als er wußte, daß Drollino völlig genesen war, ließ er ihn rufen. Drollino kam sogleich in Begleitung seines Vaters. Er war noch ziemlich schwach; der Blutverlust und die drei Wochen, welche er im Bett hatte zubringen müssen, hatten ihm scharf zugesetzt; er war sehr mager und blaß bis in die Lippen. Sein Herz klopfte fast hörbar und die Beine zitterten ihm ein wenig, als er die lange Flucht der Säle im Erdgeschoß durchschritt. Der Fürst erwartete sie im chinesischen Saale; bei ihm war Milla, weißgekleidet wie immer; sie sperrte die schönen, großen blauen Augen weit auf, um den Helden jener geheimnißvollen Nacht besser zu betrachten. LFortsttzunz folsr.) Kann Ihr Papagei schon spre-' chen?" Nein, bis jetzt kann er erst fluchen." Sie: Da, steck' das Vouquet in'Z Knopfloch. Es könnte sein, daß ich, um dem albernen Gerede von Zerwürfniß zwischen uns die Spitze abzubrechen. Dich heute Abend auf de? Veranda des Hotels küssen muß und dann riech' ich den Tabak weniger." Ein Alter vom Lande: Wo bist Du eigentlich gestanden, wie Du Deinen gronen Vruckensprung gemacht hast? Brodie: Ich hing an den Händen von der Mitte der Brücke herunter und ließ dann los." Alter: Was? Das kann ja jeder Esel! Ich hab: immer gedacht. Du wärest unten gestanden und über die Brücke wcggesprungen." Buchhalter zu einem Eomptoiristen: Sie gehen ja heute ziemlich früh weg." Comptoirist: Ja, meineFrau will mich kurz vor 4 Uhr an der Ecke mit der Carriage erwarten." LuchHalter: Mit der Carriage? Habe nicht gewußt, daß Sie Pferde undCarriage halten. Sie geben ja nobel!" Comptoirist: O, ich meine mit der Baby-Carriage." .
Cchuapsende Madagassen.
'X Berauschende Getränke spielen Itl btn Eingeborenen von Madagaskar eine große Rolle und ihre Vorliebe für einen starken Trunk würde die dunkelhäutigen Biedermänner zu nverbesserlichen Trinkern inachen. :oenn nicht ihr Destillat ronsverfahren überaus langsam wäre. Die Madaoassen trinken mit Ausnahme von Wasser Alles, was sie bekommen könmn, ane liebsten jedoch ihren einheimischen Schnaps, den sie aus dem unverfälscht ten Sast des Zuckerrohrs durch Gahrung und Destillation herstellen. Da? Versahren ist originell. Der Saft wird dadurch gewonnen, daß das Zukkerrohr heftig auf ecn scharfkantiges Stüli Holz, unter welchem sich eine Art Trog, befindet, erschlagen wird. Wenn das Zuckerrohren kleine Stückchen gebrochen ist, bleibt die Brühe ' in der Sonne stehen, bis Gährung ein tritt. Dann beginnt der eigentliche Destillationsproceß. 80 Krüge, von: denen ein jeder vier Gallonen des gegohrcncn Saftes enthält, werden so dicht an einander gestellt, als' ihre weit ausgebauchten Seiten gestatten; dann wird der obere Raum zwischen den Krügen mit. Erde aufgefüllt, während. der Raum unter den Ausbuchungerc frei bleibt. Aus den Krügen' führt e:ne- Leitung- von hohlem Bambus roh?- nach einem ausgehöhlten Klotze in dessen Jnnerm sich ebenfalls Röhrerr von Bambus befinden und welcher der' eigentliche Destilliraprat ist. Nachdem alle Vorbereitungen mit der größ ten Sorgsalt gemacht sind, wird m einem Loch ein mächtiges Feuer ange zündet und die Flammen durch die leeren Räume zwischen den Krügen geleitet, während über das Bambusrohr im Innern des hohlen Klotzes Wasser fließt. Die Brühe in den Krügere kocht schnell und die sich entwickelnden Dämpfe nehmen ihren Weg durch die Vambusleitung nach dem ausgehöhlten Klotz. Durch das Wasser condensirt, werden die Dämpfe zur berauschenden Flüssigkeit und letztere wird in einem Gefäß sorgsam aufgefangen. Sobald dieselbe sich genügend abgekühlt hat, ist der Schnaps fertig. Derselbe ist absolut rein, allein stark und gilt für sehr gesund. Die Missionäre haben, noch keinen Versuch gemacht dieser primitiven Schnapsfabrikation Einhalt zu thun, wohl wissend, da die Eingeborenen dann vom Schnaps zum importirtcn Rum" übergehen würden, der von europäischen Händlern verkauft wird und mit solchem nur den Namen gemeinsam hat; in Wirklichkeit ist das Zeug ein schändliches Gift, welches den Geist wie den Kzrper ruinirt. Außer ihrem Schaps fabriciren die Einge borenen ein Getränk, das sie Wein nennen und das wie rothe Tinte aussieht. Dasselbe wird aus Beeren, von der Größe eines Paradiesapfels, welche sie Affenbeeren nennen, hergestellt. Zu einrr Gallone von diesem Beerensaft, der einen scharfen Geschmack hat, werden vier Gallonen eingeweichter Tabakblätter genommen und eine aroma tische Wurzel, welche den Geruch wie den Geschmack der letzteren vollständig entfernt, gethan. Diese Mischung wird ungegohren in Flaschen versiegelt und gibt nach Verlauf von mehreren Monaten einen wohlschmeckenden Trank. Die Eingeborenen trinken mit großem Behagen vier bis fünf Gläser davon, während diese Quantität beinr Europäer heftiges Erbrechen verursacht. Wasser trinken die Madagassen Nie, denn dasselbe wimmelt von verschiedensten Lebewesen; wird dasselbe abgekocht, so zeigen sich in demselben sonderbare Fäden, die wie Seetanz aussehen; der Geschmack ist abscheulich. Aus diesem Grunde trinken sie weder Thee noch Kaffe, trotzdem sie letzteren in bedeutenden Quantitäten für den Export anbauen. Sonderbarer Weise dient ihnen auch nicht die Milch als Getränk, diese verwenden sie vielmehr ausschließlich zum Aufziehen der Kälder. i , Aufmunterung. Bettler (zu einem Herrn, der ihm einen Pfennig giebt): Sie, -schenken S' m'r doch a' biss'l mehr! I' bin noch 'n Ansänger und verlier' sonst allen Muth!" - Der bewohnte Mond. Eine Dame fragt einen. Astronomen, ob der Mond bewohnt sei. Gnädige Frau," erwiderte der Gelehrte, von einem Monde weiß ich mit Bepimmtheit, daß-er stets einen Manu und eine Frau beherbergt." Welcher Mond ist das?" Der Honigmond," sagte der Astronom. Ein Kind der neuen Zeit. Lehrer: Woher kam es wohl, daß seine große Entdeckung dann erst gewürdigt wurde, als Columbus schon lange todt war?" Schüler (aus dem neunzehnten Jahrhundert): Weil er nicht' genug annoncirt hatte." Voreilig. Herr Doktor, spricht ein Bote, den Arzt Dr. M. an, Sie möchten doch schnell einmal nach x. kommen. Dort hat man Einen zu zeitig abgeschnitten." Abgeführt. Dame: Sie sind verheiratet, Herr Pinsel? Maler: Nein, die Kunst ist meinWeib! Dame: So! Da würde ich an Ihrer Stelle auf Scheidung klagen, denn die hat Sie ja längst verlassen. Naiv. Baron (z',einem nicht mehr ganz jugendlichen Diener, den er auf einer groben Fahrlässigkeit betrof fen hat): Ich glaube, .Johann, Du wirst alt!" Johann: Glaub's selbst, Herr Baron, mein Vater selig würd' auch so an die achtzig!" Der Modellsteher. Maler: Also. Sie wollen Modell stehen? Ja aber zu meinem Bilde passen S!e nicht so recht (ihn scharf fixirend) Hm " Modell (entrüstet): Nee. wissen Sie, so lange gratis anUekerh laß ich mir nich.". .
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