Indiana Tribüne, Volume 17, Number 125, Indianapolis, Marion County, 23 January 1894 — Page 2
NS CVo r t IC Srsch-'.t TNglich nnd Sonn iags. Tie tUche .Tribute" kzl.i bur$ den Tr5.z 12 Cent per Coic, die Sonn:ae?Tr'.b2ne k Ceni4 per Oocje. Beide zusammen liiert eder KCcr.ti personal. Per Post i?Z?s'.5t in Dor. SüSKrzahlung per Jahr. Office : No. 18 Süd Alabaa Str. Lnanapolis, 3nb., 23 Januar '94. (CjeclaleoTTrfponbenj.) Streiflichter von der Gartenstadt. ' Chicago. Mitte Januar. Beinahe ebenso viel, wie den Gruß How do you do ?" oder im vergangenen Sommr bei den Sudanesen am Midway Plaisance dahier den Gruß : Wie schwitzen Sie kann man jetzt in tte'.ten Kreisen hier die Anrede hön : Sind Sie schon geimpft?" Dieser stereotype Gruß wird mir nach gerade so lästig, daß ich fast Lust hätte, mich ganz von der Gesellschaft zurückzuziehen oder doch nur noch mit Impfgegnern zu verkehren. Doch ich will gerne Jeden nach seiner Facon selig, d. h. in diesem Fall: blatrnfest werden lassen. Die Angst aber, welche gegenwärtig hier fast allgemein vor den Pocken herrscht, weil in dieser Stadt von 190 Ouadtctnvilen und bald anderthalb Millionen Einwohnern ungefähr ISO sie im Laufe von zwei Monaten gefliegt" haben und darunter so viele g:siorben sind, daß die Finger einer Hand kaum hinreichen, sie herzuzählen, hat wirklich etwas Komisches. Eine Anzahl Familien ist thatsächlich vor den Pocken auf daS Land gkflohen, trotzdem sich keineswegs behaupten läßt, daß in den ländlichen Geg:nden von Illinois und Jndiana g.:g:nwär ttg die Gesichter, welche aussehen, alZ ob der Teufel Erbsen darauf gedroschen hattet seltener seien, als hier in der Stadt. Manch alte Gartenstädt. ler mag es freilich mehr vor der Erinnerung an dieVergangenheit schaudern, denn Chicago hat schon einmal eine recht schlimme Pocken-Epidemie gehabt, wie ich mir habe erzählen lassen. Damit Neu.PariS stineZVorbildeö an der Seine vollkommen würdig werde, fehlte jetzt eigentlich nur noch, daß, hier ebenso wie in Paris Impf Theeklatsch-Partien gegeben würden, einschließlich der Lymph:Kuh. welch: zwar nicht, wie in Krähwinkel, am Seil den Kirchthurm hinauf, aber mit dem Fahrstuhl in den Parlzr" hinauf gezogen wird ! Wenn die PockenAngst wenigstens das eine Gute hätte, daß die Gartenstadt sich reinlicher machen würde, und solch: Schweinewirthschaft, wie in der berühmten South Water Str. besteht, ein Ende nahm: (bei nächster Gelegenheit werde ich in diese Straße und ihre Kelleröerließe einmal mit der DiogenzZ'arne ein wenig hineinleuchten, zumal die hiesig: Prene in diesem Punkt: äußerst zimperlich ist) dann könnte man wahrlich seinen Segen dazu geben. Aber davon sind noch verzweifelt wenig Anzeichen zu verspüren ! Ihrem Titel Stadt der Windehat Chicago in den letzten zwei Wochen auch wieder alle Ehre gemacht, und der Windsbraut gesellte sich an allen trckkenen Tagen ein so vermaledeiter Staub bei, daß jene großen Schutzbrillen (Goggles) mit einemmal ein dielbegehrter Artikel sür Mensch und Pferd wurden, sodaß man sich beinahe in den neueröffneten Cherokeser-Land-streifen versetzt wähnen konnte, zumal auch der Schutz von Leben und Eigene thum kaum größer ist, als dort ! Waö im neuen Jahre bereits an Raub- und Todtschlagsverbrechen hier geleistet worden ist, und zwar am hellen Tage ebenso wie in den Mant:lfa!ten d:r Nacht, daZ kann sich in jder Näubergeschichte sehen lassen, und dabei haben wir nicht einmal himmelanstrebende Abruzzen, um der Sache wenigstens einen romantischen Hintergründ zu geden. New Fork, du wirst rasch überflügelt ! In enger V.?rbindung mit dem Werbrechenskapitel steht freilich, theilweise wenigstens, das Nothkapitel. Aber von diesem kann ich Jbnen sicherlich gegenwartig wenig Neues erzählen. Die erste beste Kabeldepesche über Beschäftigungslosigkeit und Noth z. B. in Berlin könnte mit wenigen Veränderungen auch der stolzen Ex-W:lt-ausstellungsstadt an die Stirne geklebt werden. Bezeichnende Auftritte spielen sich hier jetzt alkormittäglich zwischen 8 und 11 Uhr in den ZeitungZlokalen ab. Sobald auch nur das Gerücht verbreitet worden ist. daß diese oder jene Gesellschaft den Nothleidenden Holz, Kohle oder Brot liefern toott machen ganze Schwärme die Officinen der geleseneren Zeitungen unsicher, um Auskunft zu erhalten oder gar um nach enttäuschter Nachschau (vielleicht infol von Verwechsejungen), mit Klage und Schimpsworten die schwüle Luft zu erfüllen, bis den dort arbeitenden Angestellten, um mit Heine zu reden, alle Knöpfe an der Hose der Geduld gerissen sind !" Und doch kann man diesen Leuten, den Nothleidenden nämlich, unmöglich gram sein ; sehr selten ist ein Angehö riger des wirklichen LumpenproletaxiatS" darunter. Zur Zeit, da dieser Brief Ihnen zu Gesicht kommt, werten Sie auch auS dem Nachrichtentheil schon wissen, mit , welchem Erfolg sich die hiesigen Arbeitslosen dem löblichen Stadtrath präsentirt haben, und ob dabei- die heilige Ordnung gewahrt worden ist. Daö unschuldigste Gesicht zu alledem macht gegenwärtig der Chicagofluß. ES ist wirklich ein Ereianiß, wie wunderbar hell grün-bläulich derselbe zur Zeit zwischen den Eisschollen lächelt, während er sonst nur ein: langgezogene, hoffnungslos trüb: SchmutzPfütze war. Vielleicht ist er seit den Jndianertagen nicht mehr so naturfarbiz Leseleu. Alle. Chicazcer wollen
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es zwar beer wiflen ; aoer q oeqinne, gegen die Versicherungen dieser Lokalpatrioi.?n in solchen Dingen sehr mißtrauisch -zu werden. Lange wird die Herrlichkeit auch keinesfalls bau ern. Um so mehr wollt: ich Vermerk davon nehmen, damit ich wenigstens
e i v. helles Bild tn meinem diesmaligen Guckkasten habe. Habe ich nicht oben schon einmal das Wort Weltausstellung" in die Feder genommen ? Ach ja ! Kaum hatte ich den vorigen Brief an Sie in den Post-Löwenrachen geworfen, als sich der Weltausstellungsplatz durch ein nächtliches Feuer der bösartigsten Sorte, welches ihm den Ehrenhof" raubte, wieder in empfehlende Erinnerung brachte. Gerade am Tag zuvor hatte noch die hiesige Tribune" mit keifendem Stolz über ein Londoner Blatt losgewettert. weil dasselbe gesagt hatte, seit dem Aufhören der Amtsherrlichkeit der Columbischen Garde sei der Jackson-Park sammt den vielen noch darin befindlichen Ausstellungsgegenständen so gut wie ohne Schutz. Und doch ergab die Unt'ersu chung nach dem Brande, daß das Bummler- und Strolchenthum fast unbehelligt von der regulären" Polizei sein Wesen auf dem Ausstellungsplatz getrieben und im Kasino und andern leergewordenen Gebäuden oenächtet hatte ! Die Regulären flochten auch in der Vrandnacht ein neues Lor. beerblatt in ihren Ruhmeskran. Drnn viele derselben nahmen Leuten, die herbeigeeilt waren, um sich das blutroth zum Himmel strahlende Grausen ein wenig näher anzusehen, ganz unve? froren ein Eintrittsgeld von 25 Cents ab, nachdem der Platz doch längst schon wieder ein öffentlicher geworden war ! Es sind halt immer dieselben, und sie verdienen es schon lange nicht, daß man sich über sie ärgert. Offen gestanden, so ziemlich das einzige anständige Polizeigesicht, das mir bis jetzt hier vorgekommen, ist das steinerne an dem HeumarltDenkmal. Schon deswegen war die Errichtung jenes Denkmals wirklich ein verdienstliches Werk. Ich könnte Ihnen ganze Bücher zusammenschreiben, wollte ich mich über alle bezeichnenden Einzelheiten des langwierigen Coughlin-Processes, des Nachspiels zum seligen Cronin-Pro-ceß, verbreiten. Nur einen bemerkenswerthen Umstand möchte ich diesmal noch hervorheben : den hundertpfündigen Unverschämtheiten des AnwalteS der Vertheidigung gegenüber erscheinen die meisten männlichen Zeugen als jämmerlich: Waschlapp:n, die bei jeder dumm-srechen Frage des OberferkelstecherS Wing zusammen klappen wie die Taschenmesser, w'ährend die weiblichen Zeugen meistens eine erfrischende Schlagfertigkeit und Schneidigkeit zeigen. Bei Gott, man könnte fast glauben, die ganz: cmeriknische Männlichkeit, soweit si: noch vorhanden ist, g:he in den Besitz der Weibsleute über. Ich seh: schzn im Geiste eine amerikanisch: Amazonenschaar oder B.'senbrigade den Kampf mit dem vielarmig:n Niesen Monopol" aufnehmen, während di: Männer" Beefsteak und Hash" machen, die Wicklktnder auf dem Arm halten oder höchstens hinter der Front zuschauen. S' ist eine närrische Zeit ! . J.R. Im Todtenthale. Der Sold-Staat Californien hal unter seinen zahlreichen Naturmerk' Würdigkeiten einen Platz, der ebenso beachtenöwerth wie abschreckend ist, das Todtenthal. Als kurz nach der Ent deckung deS GoldeS die Einwandererströme sich über die Prairien und durch das Felsengebirge nach Californien zu ergießen begannen, wurde die Existenz dieses Thales durch daS entsetzlich.Schicksal einer Gesellschaft von Sold, suchern bekannt. Die Leute kamen durch Nye County, Nev., und drangen durch einen Paß in den Paramint Be? gen weiter vor, worauf sie in die ihnen unbekannte Hölle auf Erden geriethen. um dortselbst elend umzukommen. Noch heute liegen dort die Gebeine der Un glücklichen, von denen Keiner am Leben geblieben ist, um von dem Schicksal seiner Genossen Kunde zu geben. Ungefähr 10 Jahre später wurde seitens der Bündes-Grenzcommifsion eine geometrische Aufnahme deS Thales veranstaltet und die Untersuchungen ergaben, daß dasselbe der Boden eine) früheren SeeZ ist, dessen Wasser in einer der letzten vulkanischen Eruptionen abgeflossen sind. Seit jener Zeit ist das Thal zu verschiedenen Malen von Forschern und Boraxsuchern be. sucht worden, allein Niemand konnte dort verweilen, denn eZ gibt kein Was. ser. die Luft ist mit mephitischen Gasen geschwängert und daS Quecksilber steigt während deSSommerS selbst im SchaU ten zuweilen uf 140 Grad. Und doch ist das Thal ein interes. sanier Flecken Erde. ES ist ein Ueber, bleibsel einer verschwundenen Welt, wie der große Salzsee, der unterirdische Mejave Fluß, die Colorado Wüste und die Geyser von Sonoma. Wie Grön land an die Eisperiode, so erinnert dieser unheimliche Landstrich an die Feuerperiode. Aehnlichs gibt eS im südlichen Calabrien 'und in Palästina am todten Meere Vulkanische Eruptionen kommen zwar nicht mehr vor, allein die unterirdischen Gewalten treten in Gasen, welche die Luft, und in metallischen Substanzen, welche daZ Wasser vergiften, zu Tage. Daö Durchqueren der kalifornischen Solfatara ist im höchsten Grade lebensgefährlich, denn seine Schrecken werden noch durch die furchtbare Hitze erhöht. DaZ Todtenthal ist zwar nicht der tiefste Punkt der Erdoberfläche, denn es befindet sich nur 430 Fuß unter der Meeresfläche, während daS todte Meer 1300 Fuß tiefer liegt. Die Erd- und Steinschicht, welche deS Wanderers Füße von dem unterirdischen fteu trennt, kann nur sehr dünn sein. We-' nige Meilen vom Todtenthale befindet sich ein Landstrich, den daS A':ge überblicken kann, und in velckem.sich Tau ' sende vonMwiarltTMi ' befinden, l
weicoe unausyorltch Schlamm und Wasser speien. Etwas weiter davon! erheben gewaltige Berge, unter ihnen ! der Riese Whitney, ihre Granithäupter ' in die Wolken, ungeheuere Massen ur-1 alten Gesteins, das wahrscheinlich seine : jefjta: Gestalt bereits hatte, als die
Thaler zu ihren Fußen noch ein kochender Hexenkessel waren. Weder Mauna Loa noch Hekla halten mit dem Todtenthal und der Colo rado Wüste einen Vergleich aus. Excursionen zu diesen Naturwundern lassen sich am besten im Januar und Februar arrangiren, in welchen Monaten die Hitze im Thale erträglich, 90 Grad, ist; selbstverständlich müssen sich die Excursionisten, welche die Ueberreste des Plutonischen Zeitalters besuchen wollen, mit Nahrungsmitteln und Wasser wohl versehen. Wer den Contraft zwischen dieser unheimlich schrecklichen Wüste mit ihren schauerlichen Abgründen und scheußlichen Reptilien und den in geringer Entfernung belegenen fruchtbaren Thälern an den Flüssen Californiens, wo die Knospen der Obstbäume dem Aufblühen nahe sind, kennen gelernt hat, wird den gewaltigen Eindruck gewiß nicht leicht vergessen. Vom Jnlande. In Streator, Jll., ist die 12 Jahre alte Maggie ReynoldZ seit etwa zwei Wochen spurlos verschwun den. Alle Nachforschungen blieben bisher völlig erfolglos, und man befürchtet, daß daZ Kind mit Gewalt entführt wurde. Einen schrecklichen Tod erlitt D. Jenkins auS DouglaS County, Mo. Derselbe war in West PlainS mit der Reparatur einer Sägemühle beschäftigt, kam hierbei der großen Säge zu nahe, wurde erfaßt und buchstäblich in Stücke zerschnitten. Dewis Cheney. 85 Jahre alt. ein Bürger von Chelsea, Mass.. ist wahrscheinlich d:r einzige noch Lebende. welcher an der ersten Eisenbahn deZ Landes arbeitete. Er war Tagelöhner bei den Erdarbeiten für den Schienenstrang der Granite Railway". die 1326 bei Quincy. Mass., aeleat wurde, um auf demselben Granit für das Bunker Hill Monument . herbeizuschaffen. In Wellman im County Washington in Iowa wurde einer der bedeutendstenSchankwirthe, der nebenbei wegen seiner Rohheit berüchtigt ist, in einer Erweckungsversammlung angeblich bekehrt; zum Zeichen der Aufrichtigkeit seiner Bekehrung verhieß er, die aesammte Einrichtung seiner Wirthschaft im öffentlichen Park zu, verbrennen und lud dazu die Bürger deS OrteS als Augenzeugen ein. Als sie in dem Park erschienen, fanden sie die aesammte Mobiliareinrichtung, namentlich Billards, Tisch:, den Schanktisch, zu einem Scheiterhausen aufgetöürmt. In Gegenwart von nahezu eintausend Personen wurde um drei Uhr der Scheiterhaufen angezündet; solange derselbe brannte. verrichtete der Ortsgeistliche an Ort und Stelle Gebete und die Zuschauer sanaen Kirchenlieder. Für die Schulkinder setzte es einen Jreinachmittag ab, denn auch sie sollten zur Nachachtunq Zeuaen der Bekehrung deS reumüthigcn Schnaps- und BierverapferS sein. Jap Hill, ein verwegener Verbrecher in Frankfort in Jndiana, der den dortigen Behörden schon viel' zu tbun gegeben hat, ist neulich MorgenS in der Verkleidung eines LandstreicherS auS dem dortigen Gesäng nisse, wenige Stunden von der zu seiner Ueberführuna in daS StaatSzuchthauS festgesetzten Zeit, entwichen. Der ! Landstreicher Walter Satisfield hatte, nämlich an dem vorhergehenden Abende n m . j 1 I im isesanznlg um ein lacqiquariiei gebeten und dasselbe erhalten. Am frühen Morgen aber hatte' Hill dessen Kleider angelegt und wurde vom Sheriff in der Meinung, daß er den Landstreiche? vor sich habe, auS dem Gefängmß fortgeschickt. Der Sherisf bemerkte seinen Irrthum erst, nachdem Hill im Walde verschwunden war. Satisfield stellt sehr entschieden in Abrede, ihm zu seiner Flucht behilflich gewesen zu sein. Hill hatte als Mitglied einer Einbrecherbande eine neunjährige Zuchthaus strafe abzusitzen und gilt für einen der gefährlichsten Einbrecher in Indiana. Daö ganze Land in dem ostlichen Theile deS Staates Washinz. ton und das ganze Gebiet von Jdaho, welches die Flüsse in dem erstgenannten Staate speist, stehen unter Wasser und der Schaden hat bereits eine beträchtliche Höhe erreicht. Fünf Tage lang hat es unaufhörlich geregnet und dazu hat der .Chinook" (warmer Westwind an der pacififchen Küste) den Schnee zu schnellem Schmelzen gebracht, so daß daS sich in den Flüssen sammelnde Wasser eine ganz außerordentliche Höhe erreicht. Viele Ortschaften haben be. deutenden Schaden genommen und in der ganzen Gegend sind Farmgebäude! und Vieh von dem Hochwasser hmweggeschwemmt worden. Sämmtliche Bahnzüge erleiden in Folge der vielen Unterspülungen desBahndammeS Ver. spätungen. Auf der Washington Cen-tral-Bahn verunglückte am Medical Lake ein auS der Locomotive und vier, undzwanzig Wagen bestehender Güterzug auf einer von dem Wasser unterspülten Stelle. In Palouse City wurde H.T. Wallace imSchlafe. sammt seinem Hause und dessen Inhalt von dem Hochwaffer entführt und ertrank, ehe ihm Hilfe gebracht werden konnte. DerSchnee ist jetzt fast ganz verschwiden und man glaubt, daß die Ueber sch:vemmung ihren Höhepunkt erreicht hat. Der Verleumdung S-Pro--kß. den William R. Lapham im BundeZkreiSgericht in New Fork gegen den früheren Minister deS Innern. John W. Noble, angestrengt hat, fand mit einer Nichteinigung der Geschworenen sein Ende. Lapham, der frühere Cefclerk der Abtheilung für Schreibmaterialien und Drucksachen im Dpaxtemen Znzuru, risSfcflfe
öes Inneren Bundessenatörs Lapham von New Aork, verlangt von Noble 525.000 Schadenersatz, weil dieser in! einem vom 23. März 1892 datirten' Circular u. A. erklärt hatte, daß eine Einmischung von Seiten W. R. Lapham's. des früheren . Chefclerks der Abtheilung für Drucksachen im De-, partement des Innern, betreffs der . Angebote für Drucksachen nicht im In- i
teresse Derjenigen liege, die Angebote zu machen wünschten." Lapham hatte seine Stellung aufgegeben, war Makler geworden und beschäftiate sich hauptsächlich mit Lieferungen für die Bundesregierung. Er war der Ge-1 schäftstheilhaber von I. L. St. John in New Nork und das Circular zerstörte alle sein: Pläne. Als Zeugen für Lapham traten hauptsächlich George Miller und I. L. St. John auf. welche erklärten, daß sie sich in Folae des Circulars v?n Noble mit Lapham in kein Geschäft eingelassen hätten. Der Letztere gab andaß er jetzt eine Anstellung in der Washingtoner Stadtverwaltung habe. Herr Noble machte auf dem Zeugenstande geltend, daß er das erwähnte Circular mit den Applrkationö Formularen versandt habe, weil ihm angedeutet worden sei. daß viele Leute auf Lapham'S Einfluß auf fein Departement rechneten, und er sei bei der Austbei luna des Circulars durchaus nicht von persönlicher Malice" geleitet worden. LapkZam's Nachfolger ,als Chefclerk, Martin, bestätigte die Angaben des Herrn Noble und fügte hinzu, daß ihm zu Ohren gekommen sei, daß Lapham einen Einfluß auf das Departement haben sollte, dies habe er Herrn Noble mitgetheilt und dann ein Circular abgefaßt, in welchem die Wahrheit des Gerüchts in Abrede gestellt wurde, der Minister deS Innern habe Aenderungen an dem Entwurf Vorgenom men und Lapham's Namen hineingesetzt. Der Fall wurde dann der Jury übergeben, die nach vierstündig:? Beralhunz wieder im Gericht erschien und erklärte, daß sie sich nicht aus einen Wahrspruch einigen könne. Ein Eiöbahnunglück hat sich am Neujahrstage in KottbuS ereignet. Im Auftrage der Stadt war eine mit einer Quelle versehene umfangreiche Bodenvertiefung zu einer öffentlichen Eisbahn hergeri t worden. Auf der schwachen Eisdecke, un'ter der daS Wasser bis zu drei Meter Tiefe aufgestaut war, tummelte sich eine große Menge Kinder, als plötzlich daS Eis über der Quelle in weiter Ausdehnung brach und etwa 25 bis 30 Kinder in die Tiefe sanken. Auf daS erschütternde Hilfegeschrei sprangen einige Erwachsene in die eisige Fluth und die hauptsächlichste Rettungsarbeit that ein schon bejahrter Mann, der mit selbstloser Aufopfe'rung bis an den Hals in daS Wasser ging und in unermüdlicher Thätigkeit gegen zwanzig Kinder auf daSTrockene schaffte. Er konnte eS aber nicht derhindern, daß doch zwei Kinder, der dreizehnjährige Sohn deS Kesselwär terZ S. und der elf Jahre alte Sohn eines Schneiders B. ertranken. vom Auslande. Ein furchtbares t o u r isiischeS Unglück ereignete sich im Monte Rosa-Gebiete. Eine aus neun Personen bestehende Touristengesellschast auS Turin unter Anführung des OberlieutenantS Giani wollte die 46O0 Meter hohe Punta Griffe am Monte Rosa besteigen. Unterwegs wurde sie von einem heftigen Schneesturm überfallen, welche kolossale Schneemassen aufthürmte. Nur vier der Touristen konnten die Schutzhütte Margherita erreichen, von wo aus sofort eine HilfSaltion eingeleitet wurde. Nach vielstündigem Suchen fand man Oberlieutenant Giani erfroren und die vier anderen Vermißten fast erfroren. Zwei derselben dürften nicht zu retten sein. U e b e r e i n e n A t t e n t a t sversuch in der Großen Oper zu Paris wird von dort daö Folgende berichtet: Die Jnspection,' die jedcn Tag den Kronleuchter der Großen Oper, auf seine Solidität zu untersuchen hat, ergab kurz vor der Generalprobe der neuen Oper Gwe.oline, daß der Leuchter an zwei Stellen durchsägt war. Die Entdeckung wurde zuerst geheim gehalten, aber ein Maschinist plauderte und jetzt spricht Jedermann davon. Bei der ersten .Aufführung des Werkes waren zahlreiche Polizisten m Gurn im Theater ausgestellt neben den Stadtgardisiea in Uniform. ES ist wahrscheinlich, daß irgend ein Beiensteter der Oper die That verübt hat. r Die White Star" Linie hat einen neuen und dabei eizenthümlichen Verkehr zwischen Liverpool und Neu-Seeland etablirt. Der neu: Doppelschrauben-Dampfer Gothic", weher für den Personen- wie 'ür den Gütertransport eingerichtet ist, hat mit allgemeinem Waarenkargo die Reise nach Neu-Seeland via 5iap der guten Hoffnung angetreten und wird auf der Heimreise die Fahrt um daö Kap Horn machen, d. h.. circa 20,000 Meilen zurücklegen. Als Rückfracht wird der Dampfer 76.000 geschlachtete Hammel und 1000 Tonnen Milchereiproducte. welche in Refrigeratorkammern aufbewahrt werden, bringen. Diese Fahrten sollen regelmäßig wiederholt werden. Ein Deutscher, welcher die Reise von Hamburg nach Barce. lona über die Schweiz und durch die Pyrenäen zu Pferde unternommen hat, ist an seinem Ziele wohlbehalten eingetroffen. Der Betreffende' gedenkt sich einige Zeit in der Hauptstadt Ca jalonienZ auszuhalten, um dcren Sehenöwürdigkeit:n in Augenschein zu nehmen, und da'nn immer zu Pferde, den Weg südwärts weiter fortzusetzen. daS schöne Andalusien dZe Kreuz und Quere zu durchstreifen und sich hierauf in Cartagena nach Marokko einzuschif. fen, llnfcr Deutscher will auch dort seinen Gaul nichj an einen dürren Ast binden, sondern vielmehr ganz Nordafrika durchziehen, dann nach Italien Übersetz: und schließlich nach Ham.
Lurg zurückreiten, tjrn schöner Spazierritt ! Gegenwärtig ist auf der Ausstellung des Fortschritts" im Industrpalast zu Paris eine elektrische Abstimmungsmaschine zu sehen, welche in erster Linie zum Einsammeln und Registriren der Wahlstimmen einer Gemeinde dienen soll. Diese Maschine hat Ähnlichkeit mit einer großen Personenwaage. Die Wähler treten nacheinander auf das Brett ; eine elektrische Klingel ertönt jedesmal und ruht erst, wenn der vorgetretene Wähler seine Abstimmung vollzogen hat. Dies thut er, indem er an dem Tableau des Automaten auf denjenigen Knopf drückt, der dem Namen seines Kandidaten entspricht. Der Zählapparat registrirt den Wahlakt zu den vorangegangenen auf den Scheiben der Einheiten, Zehner, Hunderte u. f. w., so daß. sobald der letzte Wähler das Trittbrett verlassen hat, jedes Kind am Tableau abäsen kann, wie viele Stimmen sür jeden Kandidaten abge geben worden sind. Etwaige doppelte Abstimmung eines Wählers ist unmöglich, denn der Apparat funktionirt nur einmal, solange der Wähler auf dem Trittbrett steht. Der Erfinder heißt Gratien Moreau. AlsSeitenstück zum Hamburger Schaffnerproceß kann eine VerHandlung gelten, die sich vor derStrafkammer des Landgerichts in Mannheim abspielte. Bei der Rheinüber-
fahrt Mannheim Ludwigshafen dient als Ausweis für die Passagiere ein Coupon, der am Villetschalter gelöst und beim Betreten deS BooteS dem je. weiligen Capitän übergeben wird, der den Abschnitt vernichtet. Der bei der Ueberfahrtsgesellschaft als Capitän angestellte Peter Kröverath auS CueS a. d. Mosel hat nun von Ende 1892 ab biS zum 17. November v. IS. täglich 70 90 dieser CouponS nicht vernichtet, sondern die Billeteurin Christine Maus von -Mannheim bewogen, die Scheine nochmals zu verkaufen. Den auf diese Weise erworbenen KassenÜberschuß theilten die Beiden unter sich. Um welche Summen die Eigenthümer der Trajectboote geschädigt wurden, läßt sich genau nicht , mehr feststellen, das Gericht nahm rund 1000 M. an. Kröverath, der als Entschuldigung eine Nothlage anführte, er habe mit einem monatlichen Salär von 80 M. eine Familie nicht erhalten können, wurde zu 6 Monaten, seine Gehilfin zu 3 Monaten Gefängniß verurtheilt. Im Gasthof etneö sächsifchen Dorfes hatten sich eines Abends die G.?meinderathsmitglieder zur Sitzung versammelt und in der allgemeinen Vertiefung in die Berathung über deö Dorfes Wohl und Wehe hatte man anfänglich gar nicht beachtet, daß auch der wohlbestallt: Hüter der nächtlichen Ruhe des Dorfes, Gottlieb Tugendsam Frühauf, sich in dem Berathungzimmer eingefunden, die Zeichen seiner Würde, d:a schwevn Spieß und die unförmige Laterne, in eine Ecke gestellt hatte und nun, die Pfeife im Munde, mit großer Behaglichkeit und noch gröfcm Wissensdurste den weisen Reden der löblichen Dorsbeherrscher lauschte. Endlich konnte sich ein dicker, runder Herr (von dem die Sage ging, daß er in seiner bald 20jährigen Praxis als Gemeindrathsmitglied während der Sitzungen noch kein Wort weiter als Ja" und Nee von sich gegeben), richt mehr halten und mit großer Entrüstung in bet Stimme frug er mitten in der Berathang über einen wichtigen Gegenstand : . Na. Goodlieb, was wi?st Du denn hier, wer paßt denn da ufj. wenn fe draußen stehlen V Und während noch die anderen Räth: in wortlosem Staunen die unvermuthete Jungfernrede" ihres Kollegen auf sich wirken lassen, antwortete schon Goodlieb", während er die Pfeife sorglich auS einem Mundwinkel in den andern schob, mit bewundernswerther Seelenrlhe : Na. wer soll denn stehlen 7 Mer s''n ja Wt gi: !" Am Münchener Hos ist paS. Neujahrsfest durch einen jähen Todesfall unterbrochen worden. Bei der abendlichen Festfeier wurhe der frühere bayrische Gesandte in WUrtjemberz, Baron Truchseß, tödtlich vom Schlage getroffen. In panikartiger Verwirrung wuche die Festlichkeit sofort abgebrochen, Ein eigenthümliche Decret ist von einem badischen Bürgermeiskr erlassen worden. In dem Bestreben, Ersparnisse zu machen, fand er in den stadtischen Schulen ein ergiebiges Gebiet für die Bethätigung seiner Verivaltungsweisheit und soVon lieg er emen Ukas an die gesammte Lehrerschaft ergehen, in dem sich folgender Satz befindet: Während der Heizperiode dürfen die Fensier im Allgemeinen in den Schulzimmern nicht mehr geöffnet werdend Dazu kommt noch, daß in der fragileben Anordnung die Temperatur bei Beginn des Unterrichts auf 15 Grad Celsius (53 Grad Fahrenheit) festgesetzt ist. Der weise Bürgermeister will die fehlende Zimmerwärme durch die von den Kindern ausgehende. anima'lische Warme ersetzen, vergißt aber, daß jn Folge der mangelhaften Ventilation die Luit verpestet wird. Vor einiger Zeit verpffentlichten die Londoner Blatter eine von einem gewissen Whittaker in eine, öffentlichen Versammlung in die Welt geschleuderte Herausforderung. Dieser . Whittaker, der die ansebylichß Summe von 31 Jahren auf den Schultern hat. und der sich seit 59 Jahren aller geistigen Setränke enthält, erbot sich, mit einem Manne, der a rend desselben Zeitraumes ein eifriger Befucher der Schnapsläden gewesen, einen Wettlauf zu unternehmen. Whittaker hat nun in der Person eines Herren MoSzrave einen würdigen Gezper gefunden. Moögrave ist 93 Iahn alt. Besitzer eineS' Wirthshauses in Washington und gibt selbst 'zu. seil 60 Jahren so viel Branntwein getrun. ken zu haben, daß er eigentlich noch niemals nüchtern wa?. Herr MoSgrade bietet dem Kämpen der Mäßigkeit einen 50 VardS-Lauf an Er dertazj jüir, fcafc Ifu gegi üa
jedes Jahr, das er (Mosgrave)"a!teL ist. ein Fard vorgebe. Die Londoner Blätter halten dieses Verlangen für durchaus gerechtfertigt und gebenWhittaker den Rath, die Bedingungen seines Gegners anzunehmen. 1 1 . . - in . . t i t i i .
UCÜCI DIC '4i I R I 3 Q I I D i keit des Fürsten Bismarck in den Hamburger Nachrichten" kommen von angeblich zuverlässiger Seite die solgenden Mittheilungen: Es besteht ein täglicher schriftlicher und Depeschenverkehr zwischen dem Fürsten Bismarck und den Hamburger Nachrichten". Jn Friedrichsruh vermittelt denselben Dr. Chrysander. Sekretär des Fürsten, bei den HamburgerNach richten" der Redakteur Dr. Hofmann. Letzterer studirt die Zeitungen und die große Zahl der Einsendungen an die Hamburger Nachrichten", jedoch nur die auf den Fürsten Bismarck betrefsenden Auslassungen. Es werden Ausschnitte angefertigt, manchmal auch ganze Zeitungsnummern ausgewählt und diese gehen, sorgfältig verpackt, täglich durch ezpressen Boten nach Friedrichsruh. Hier öffnet Dr. Chrysander daS Packet und liest dem Fürsten, während dieser auf dem Sopha sitzt und die Pfeife raucht, sämmtliche Artikel vor.' Nach Verlesung eines Ausschnittes, den er sich oft reichen läßt, um ihn noch einmal zu studiren, macht der Fürst dazu seine markanten Bemerkungen, entweder mündi lich, die Dr. Chrysander schnell darunter schreibt, oder schriftlich mit einem seiner großen Bleistifte. Oft ist ein besonderer Brief des Dr. Chrysander an die Redaktion erforderlich, um Einzelheiten zu erörtern. Das ganze Material wird täglich aufgearbeitet und ist eines der wichtigsten Tagesgeschäfte deS Fürsten. Dann wird Alles in einen dicken Brief gepackt und an die Hamburger Nachrichten" geschickt. Mitunter aber bittet Fürst Bismarck den Redakteur Dr. Hofmann durch Telegramm oder Brief um seinen umgehenden Besuch. Nach dem Ergebniß di'eS Besuchs wird dann ein Leitartikel im Sismarck'schen Sinne geschrieben. Theils bringt Dr. Hofmann fertig ausgearbeitete kleinere Sachen nach Hamburg mit, theils diktirt er einem Stenographen und einem Sekretär die Leiter. Jn Ormesson bei VillierS an der Marne wurde vor einigen Ta gen die von Dr. Leon Petit gegründete Luftkuranstalt für tuberkulöse Kinder eingerichtet. ES ist eine Art medici-' nisch-pädagogischeS Institut, in dem die hauptsächlichste Behandlung der Kranken in einer Luft-, Ozon- und Mastkur besteht. DaS neue HauS, das den strengsten Anforderungen der Hygiene entspricht, besteht auS zwei zweistöckigen Gartenhäusern mit elektrischer Beleuchtung. Im ersten Flügel, der bereits hundert Betten enthält, befinden sich Schneider-, Schusterund Korbflechtwerkstätten, eine Lederbindere! u. s. w., wo die intelligenteren Kinder in einem Handwerk ausgebildet werden können. Der zweite Flügel ist nach einem vollständig neuen Plane und mit ausschließlicher Berücksichtigung der beabsichtigten therapeutischen Behandlungsart eingerichtet. Er ist am anderen Ende deZ Gartens gelegen und mit dem ersten durch einen langen, von einer mächtigen Terrasse überragten Säulengang verbunden, in dessen Erdgeschoß sich die Consultations- und Operationszimmer, ferner die Jnhala tionö- und Vadesäle. sowie daS bakteriologische Laboratorium befinden. Auf der Terrasse nehmen die kleinen Kranken, auf langen Stühlen ausge streckt, ihre Lust- und Sonnenbäder. DaS Innere dieses Flügels enhält nur einen Raum, 'eine gewaltige Halle, deren gewölbte Decke sich 12 Meter über dem Boden erhebt und um die herum sich zwei über einander gelagerte Ealer:en von je 4 Meter Breite ziehen. Diese Halle, die nicht Nzeniger als 10.000 Kubikmeter mißt, ist für 80 Kinder bestimmt, von denen also ein jedes die beträchtliche Durchschnitts. menge von 120 Kubikmetern Luft erhält. Die schlechte Luft, die durch zahlreiche Oeffnungen in der Deck: entweicht, wird sogleich durch eine gleiche Menge reiner Luft ersetzt, so daß die Atmosphäre in dem Saale stündlich vollständig ' erneuert wird. Sie wird zudem noch Morgens und Abends durch eine künstlich erzeugt: Atmosphäre ergänzt. Im Kellerraum befindet sich neben der Luftheizung?- . Vorrichtung ein mit einer LLfunz von Kreosot, Eukalyptus und Terpentin gefüllter Behälter, in den die heiße Luft vor ihrem Eintritt in den Saal geleitet wird. Außerdem sind ringö um die Galerien am Kopfende der Betten eine Reihe von Schläuchen angebracht, die ganze Ozonfluthen in den Raum ergießen. - . ,,,, Mucyo', inurrenlaben befindet sich in l&tt Oft Wash'ingron Str. minirtvt tsaiie ? " jfiM' Heurv Fletpr. Da größte, schönste und ältefie derartig, Lokal w dn Stadt. Die geräumige und kchön eingerichtete Halle steht Bereinen, Logen und Privaten zur Whalwng von VSllw, Tonzerren und Veriasmuvngen unter lid,ro i Vebinsunaen 9rrfiwn CARL PINGPANITS Ssutfchs Buch Handlung 7 Güd stlaba Gtraf,c. Bestellungen und Abonnements au alle i In- und Auslande erscheinenden Bacher und Zeitschriften werden angenommen und proraxt abgeliefert. Qn und Verkauf alter LSch. l-UQr?.
ES gehört zum gctcn Ton in CarlLbad um früh Morg-nS OLf;usirh?n. Jeder nimmt das Lascr zc.ilich uiorgcn? Man kann eS auch hier so nehmen ohne mtrij CarlLbad zu gchcn. Das natürliche Carlö dadcr Wa'cr, fo.yie das Carlöbadcr Cprn dcl'Salz ist hierin allen Apotheken zu haben, und man k:nn die to zu Hause haben. EZ wird hauptsächlich gebraucht bei Hartleibia keit, Magenleidcn, UntcrlcibLbeschwcen, Leber und Sttcrenlrambetten, Eout, Nbeu ruatiömuS, u. s. w. Man Hute sich vor Nachahmungen. DaZ ächte Carlöbader Salz und Wasser hat Ue Unterschrift von Eigner & Mcndelson Co.", Alleinige Agenten Jmportäre, Jork, auf den Halse einer jeden Flasche. Dr. I. A. Su5c!if?c, trscbsltizl sich auticklitlid vrn undärztkt?? llen und mit aeutlrfttfc i n! liilntrcnttcitfc. Vio. SS Oft mattet Ctrafce. fctfftcetunben : bt 10 11 Ör Sorm. 3 btft e itx Staftra. cantaaf cuatrcnTn. lelf jtoti 941. Dr. Burckhardt, Deutscher Ärzt. Offlee und Wohnung: No. S82 Süd Meridian Str. OfstreDtunden : 8 bi 9 Uljr Vorm. 3 bt ? llhv ?!abm. 7 di SUHr bd. Sonntag ' Vormittage. Telepb Dr. C. N. Schaefer. S?rzt und Chirurg, Ho. 430 Madtton Avenue. nhe 2Kcn-i Str. Sprechstunden : 8-9:80 Ukr Morgen, -tUd? achittagS, 7-9 Uhr Abendb ' Televdon 22. Dr. Wagner, Office : ?0. 60 Ssl söhZo Str. OfceSt:.den : 9 10 VLlr Scnr.itta?. 9 ihr achnittss. ISohnnna : ftjreattoct trat Z5Zol 15t. ttUvbcri ü E3DJ2-. dm 3 9 No. 38 Ost Ohio Strafe. 10 II Udr PorivttragS. 1 Svrechkundcn : kzchmtrtosk u?d 78 ZidndS. Eenn:ag ro--X lifcr icdmtttag. E. C. Gverts. Deutscher Zahn-Aizi Ho. 8j Nord $nnf Storni Str al vairi d zk..rn, Dr. I. Bk.tzler. TrutsÄcr 'Artt. Office und Wohnung: lS7 Süd Dclware Siraßr Ofsiee-Srunden: 9 VLhx üorm.i i 3 Ob tadbrn.; 7 9Udr dend. Televdan H46. Dr. PFAFF, Office: 134 Nord Pennsylvania Str Offcetnden von 9 4 Udr ?kaSm. No. 425 Madison Avenue. Etunden von 10 II Uhr Vorm. ttohnung: 197 R.lbm kr. .E'eV?rmr.tN, i-m., . t Offt S !. Xelepfton . j Woknuna :,. CIIAS. JIUKLLEIl. Teutsche Apotheke NaStoloer ,on W. W. Lcorr. fly. 507 Birginin fivemxe Ecke Sodurn tr. Tetevhon 1747. acdrzlocke n der Settentbüre. Skenerke Tacl -ndikatt sgrasälkiaaeküllt. r?i,b'.t,'erurr. AH IDEAL FAMlLY MEDICINti For ladlgcMloa. WloaMCMf liesdocke, CnttpUn. lind Cnplexlo. OffcnMTelfrTOth, and il diaordtt ot tk Stanuwii. Lirttr nd Bowcli. wt mhtlrtrt riumtl7 rfCt 1 RIPANS TABUL digeation followB theil use " Seid 1 by druinrKj or ent by rnail. B"x ( TinlaK'Sc- PaoluurM4 boxe), 2. An iwnlpa-nflri i Jtll'AV IIIZMICAI. CO., w Terlu afWUxttxidU T. F. SMITH ER. Händler in SieZdad'a:eriai. 2 und tl 5ieadn - Sioofing, iv?erd,ckte Sdeeking, cu:t fest? AtvZzalr Jilj. Ztrohoappe. Dacd und tf t ta'l'Zarbcn :c. zc. OkTice: Ißtt Zveft Man,' land Strafte. Teleodo m. Dachdeckerei. JZhize und verantrrtlche Dachdecker. Stt däcker. Trinidad und Vilionite tpdalt'TSckri. Slle Arten Sompisttiontl-Dächer mit benem Ma kerial. Ofkck ; No 169,Äard: 180 W. arylandftr Teievdon Zi. Indiansvoli. Ind Teievhon !2tt Umeritützt Ut UNION CO - OPERATIVE L a u n d r y, (trieben ton Union WafSmädche, No. 138, 140 und 142 Viramia Ävenu. T. E. Somerville. Manager. ZälZ. Metzger & Ot Hauptquartier für alle Sorten von eipheimisch:A uud impsrtirten Bier, Ale Porter, Mineralwasser, Wein und Champagner. Sl) 32 Ott Mrryland Str. Telephon No. 407. Veftellnnier. erden nach &tn XIcUm I CMU 9UM9t UgtlitttXU
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Mi Alabama und North Str. 117 Äemmann und Achte Str. liS College Avenue und Jnvin. 1 Illinois und St. Joieph Str. 23 Pennsluannia und Pratt Str. ZI Meridian und Zweite Str. 3 No. 5 Svr'nhaus, . nahe Jllineilftr. 26 Mississippi und Et. Clair Str. 27 Illinois und Michiqan Str. '6 Pennsylvania und Künste Str. 29 Äissis'ivpi und Vierte Str. 'i2 Tennessee nnd William Str. .'13 Pennsyloonia und Michigan Str. :U Illinois und Herbert Etr. 115 Liaiscnheima:h für Farbige. ''l6 Tennessce und Erste Eix. tl7 Meridian und Siebente. US Clifforo und Jefferson Avenue. 61 No. 1 Epr'ntzs.. Jnd Ave. .Mich. Lt. 32 Meridiar. und Walnut Str. 'di California und Bermont Str. 3Z matt i'.nb Ncra j)ovt Ctr. 3ö Jndiana Ave. irnb St. Clair Str. S7 Stadt'Hospital. 38 Blake und North Etr. 39 Michigan trtiö Agnes Gfar. 312 West und Wainut Stt. il3 West und Tritte. ' Zi4 Siebente uns Howard Str. 15 Tordet und Paca Str. :16 Tennessee und 1. Ekrabe. 41 No. 6 Spr'nhaus, Wash. nahe West Str. 42 Geiöendorf und Washington Sn. 43 Missouri und New Kork Str. 45 Meridian und Washington Etr. 43 Illinois und Ohio Etr. 47 Teitttessee und Washington Str. ZK in'Z SsM .iirhrtii W..bjMa. im M .M M, ..M V. 49 Inoianola. 3 Equares ro Fluß. '12 Missouri und Marvland Str. H3 Mississippi und Wabaiy Str. 15 Morris und Church Etr. Hl O. . u. W. Rundhaus. wekl. vom Flu Vi Irren ll. U M'ley Ave. und National sroad. il vlo. 4 Spritzenhaus. Illinois u. LlerrA. - ? Illinois und Louisiana Str. Wen und McCarty Str. l West und South Str. 0(5 Mississippi und öenro Str. 7 Meridian und Räy Etr. '6 Mo. 10 Schianchhs, Msrrlk u. Mad. V' ',9 Madison Ave. und Tunlap Str. 12 West und Rockwood Etr. 13 ttentucky Ave. und Merrill Ctr. !4 Union und Morris Etr. ,,6 Illinois und öiansas Str. ',l7 Morris und Takota Str. 'IS MorriS un- Church Str. Utt Tennessee und McCarty Str. 21. Meridian und Palmer Str. r&l Morris Etr. und Gürtelbahn. ',24 Macison Ave. und Minneivt Str. 1 No. 2 Haken u. Leiter.Hau. Southftr. Jil Pennsylvania Etr. und Madison Ave. ä w . o-j .eillware uno a'icuana rr. 64 Gast und McCarty Str. New Jersey und Merrill Str. 7 Birginia Ave. u,'d Bradsdam Str. IM s.llf unk fCfi.. : v v uhv vvvutu 69 Pennsgloania Etr. und Madison Auk. 512 McKernan und Douaberro Str. 13 East Str. und Lincoln Lane. .4 Cait und Aeecher St?; '15 Noble und South Etr. 71 No. 3 Spr'nhauS, Birg Ave. K.&iuoa. rr. ?. w rr . can uno eorgia ctrape. Tl Cedar und Clm Str. 74 Benton und lZeorgia Ctr. ?.) Cnglish Ave. und Pine Str. 76 Tillon und BateS Str. 73 No. 13 Epr'nhaus. Prosvett U.D12. 79 Fletcher Ave. und Tillon Str. .t r wm - . ii prue uno Proiperl tx. ' 713 Cnglish Ave. und Läurel'Str. 714 Willow und Olive Str. 715 Chelby und Beecher Str. 716 Teutsches WaisenbauS. 718 Orange und Laurel Srr. 721 Leringion Avenue und Linden Statt. 723 Fletcher Avenue und Cpruce Straß. tuucr uno orieo s acnf. öi narret und Äem Jersey Str. 82 Washington und Delaware tr. 83 East und Pearl Str. ' 84 New ?)ork und Davids,. So ubitummenAnstalt. 56 Ver. Staaten Aplenal. 87 Oriental und Washington Str. 89 Frauen'Nesormatorium. 812 No. 8 SchlauchyauS. Oft 52311. Cr. 813 Market und Noble Str. 19 WST 814 Ohio und Harvey Str. 815 Arsenal Avenue und Ohio Stra. 821 Pan Handle Eisenbabn.Sbo 323 Walcott und Carter Ctr. - l vr'nhau Mailand aZ. Oi. 9Z Meridian und Eeorciia Str. Meridian und Cüd Str. 94 Pennsylvania und Louisiana Str. 95 Alabama Str. und Virginia Zot, Soe, ial. Signal. Ersten 2 Schläge, zweiter Mar. - Zweiten 2 Schläge, dritter Alara. Dritten 2 Schläge, vierte? Alarm. 1-2-1 Feuer aus und Schlauch ifarrii ö Schläge, weniger Wasserdr. 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