Indiana Tribüne, Volume 17, Number 117, Indianapolis, Marion County, 15 January 1894 — Page 2

Sndiana Tribttnc. Erscheint ZTügtich und SDOtititviQ&.

Die tSgliche .TribLOe" kostet durch den Träger NSent? per Woche, die SonntagS-.Trtbüne" 6 Cents per Woche Beide zusammen lSCentS oder U Cent per Monat. Per Post ,ugeschtk?t in Vor ulbelaZlung kper Jahr. Osfice : No. 18 Süd Alabama Str. Indianapolis, Ind., 15. Januar '94. Neueste Schatzsucherpartie. Von Philadelphw aus soll Dein nächst eine merkwürdige Expedition, deren Vorgeschichte eine seh? romanti sche ist. nach der Südsee abgehen. Man weiß darüber zu zählen: . Der Unternehmer der Expedition, Charles Henderson, hat in Ohio und Ittdiana viele ffreunde und Bekannte und ist ein alter Seefahrer, Abenteurer, Soldat und Weltreisender in 'einer Person: auch in der Erde Schacht so gut zu Hause, wie in der Wasserwelt. Als achtjähriger Knabe lief er aus dem Elternhause fort, ging zur See und verdiente sich , die ersten Sporen unter Capitän Summers auf einem zwischen New Jork und Liverpool fahrenden Liniendampfer. Vor dem Bürgerkriege, und noch im Jungenalter stehend, kam Charles auf ein benichtigtes Kaper und Sklavenhändler-Schiff, genannt The Lack"; auf ihm hauste eine der verwegensten Banden, welche je aus Schisse Jagd gemacht haben, und Charles machte dort gute Carriere. Vom Schiffsjungen brachte er es bald zum Matrosen, und Jahre lang machte er regelmäßige fahrten nach Afrika und den orientalischen Gewässern, unter vielen blutigen Kämpfen mit Kriegsschiffen. Er wurde ein besonderer Günstling und Vertrauter des Capitäns, welcher ihn schließlich zum zweiten Officier machte, fräst stets lächelte ihm das Glück, und der Capitän häufte Reichthümer auf, setzte aber noch i:: " er die Sklavenjagden fort. Da geschah es eines Tages in der Nähe der west-südamerikanischenKüste. daß die Brigg von einem amerikanischen Kriegsschiffe angegriffen wurde. Sie strebte einer Zufluchtsstätte zu. welche nur dem Capitän und Henderson bekannt war, lief aber in ihre? kastiqen Flucht auf eine Klippe und füllte sich rasch mit Wasser. Der Capitän sagte Henderson im Vertrauen, er habe 572.000 in Gold an Bord, und wenn er ihm behilflich sei, es zu verstecken, so werde er ihm nach glücklicher Rettung die Hälfte davon geben. Es gelang der Mannschaft, mit Ausnähme Einiger, die verschollen sind, in Boote durch eine gefährliche Wasserstraße hindurch nach einer Insel zu entkommen, und dort verbargen Beide tos Gold. Zwei Wochen darnach aber starb der Capitän und vier Andere an den Pocken, und als die Uebrigen von der Insel fortfuhren, schlug ihr Boot um, und zwei Männer ertranken. Nur Henderson und noch Einer wurden von einem Fahrzeug aufgegriffen und nach New Orleans gebracht. Hier suchte Henderson vergebens, Jemanden dazu zu kriegen, daß er mit ihm nach der Insel zurückkehrte; Niemand wollte seine Schatzgeschichte glauben, die nur wie eine Wiederholung der romanhaften Kidd'schen Schatzgeschichte im Kleinen erschien. Henderson machte später den Bürgerkrieg als Soldat mit, und in den lehten Iahren erwarb er sich meist seinen Unterhalt als Kohlengräber. In Wellston, O., erreichte ihn unlängst die Kunde aus Philadelphia, daß er der Erbe eines Vermögens von $50, 000 geworden sei. Darin sah er eine willkommene Gelegenheit, endlich nach dem vergrabenen Schatz auszufahren. Er begab sich kurz vor Schluß des alten Jahre nach dem Osten, nahm das Erbe in Empfang und kaufte ein Fahrzeug, um in Gesellschaft einiger seiner besten freunde die Expedition zu unternehmen. Zu diesem Behufe schrieb er auch an seinen alten Freund Herschel nach Valparaiso, Ind., und durch ihn sind obige Thatsachen bekannt geworden. Henderson allein kennt die Lage der Insel (hoffentlich existirt dieselbe noch, was in der Südsee nicht gerade selbstverstandlich ist !) und besitzt eine genaue Karte für die Auffindung des Schatzes. Das von ihm gekaufte Fahrzeug, das früher Firefly" hieß, hat er. wahrscheinlich zum Andenken an einen lebendigen Schatz Flora K. Pine umgetauft, und Mitte Februar soll die vielversprechende Relse losge hen.- . Zeichen der Zeit. Während der drei Feiertage, die im verflossenen Jahre unseren Vettern im alten Vaterlande zu Wechnachien beschcert wurden, waren in " fast allen größeren Städten im Westen Deutsch lands rohe Ausschreitungen zu verzeichnen, bei denen das Messer die Hauptrolle spielte. In Köln allein wurden fünf Personen mit schweren Stichwunden dem Bürgerhospital übergeben. Verschiedene Messerhelden, die zum Theil selbst verletzt worden waren, sind verhaftet worden. Ganze Banden zogen lärmend, sogar unter Begleitung von Trommelschlag, in den Nächten der Feiertage durch die Straßen, einzelne Banden 30 bis 40 Mann stark.' Gegen diese war natür lich der einzelne Beamte machtlos. In Coblenz geriethen am ersten Weih nachtstage mehrere jungeBurschen in der Lohrstraße hart aneinander, wobei Blut floß. Mehrere angetrunkene Personen belästigten in verschiedenen 1 r 4. . "r?J" f -,-K. 1 c anaßen Die Aoroelgeyenoen Mll oem D?ufe: Geld müssen wir haben, um Bier zu hinten!" In vielen Fällen gelang eö ihnen auch, ängstlich Gemüther zur Herausgabe von Geld, iC Darren u.s.w zu bewegen. In DU

seroors fanden Schlägereien amSonntag Abend in der Alleestraße, in der Nacht zum Montag in der Nordstraße und der Derendorferstraße und am Montag in der Mühlenstraße statt.

Bei allen diesen Streitigkelten hat das Messer eine traurige Nolle gespielt. Bei einer Schlägerei auf der Nordstrafte wurden drei Personen durch Messerstiche sehr erheblich verwundet. An der Ecke der Breiten- und Alleestrafte wurde ein Mann von mehreren Personen überfallen und durch einen Stich in die Lunge tödtlich verletzt. Tin der Casernenstraße wurde ein Elvilist. der mit einem Ulan in Streit gerathen war, von dem letzteren durch Säbelhiebe schwer verwundet. In Elberfeld verübten in der Nacht zum ersten Weihnachtstage mehrere Nachtschwärme? groben Unfug und wurden mehrfach von Schutzleuten zur Ruhe gewiesen. Da sie sich nicht fugen wollten, sollten schließlich die beiden schlimmsten Radaubruder, zwei vielfach bestrafte Fabrikarbeiter, verhaftet werden. Beide leisteten Widerstand, griffen die Beamten an. warfen einen Polizisten zur Erde und Mißhandelten ibn. Nur mit größter Mühe und mit Hilfe anderer Polizisten wurden die Ruhestörer schließlich hinter Schloß und Riegel gebracht. Ein Schuhmacher und ein Bandwirker in Elberseld mißhandelten am Sonntag Abend in anaetrunkenem Zustand in rohestcc Weise ihre Familien. Beide mußten die Chnstnacht m Pollzelgewahrsam zubringen. Auch in Dortmund ist der Weihnachtsabend in einer ganz rohen Art und Welse von niedectrachtiaen Burschen entbeiliat worden. Es sind auf verschiedenen Stellen ruhig nach Hause zurückkehrende Personen überfallen und gestochen worden, und zwar an der Dorstfelderbrücke, am Körnerplatz und Steinpatz. Wc;hrend der auf dem Körnerplatz Ueberfallene. der einen Stich in die linke Halsseite erhalten hatte, laut um Hilfe schrie, liefen die Raufbolde davon. Einer von diesen hat hierbei gerufen: Der hat noch zu wenig bekommen!" und aus Aerger hierüber sein Dolchmesser bis an das Heft in einen Baum auf dem Westwall geschlagen. Solche Meldungen sind m der Provinzpresse in Hülle und Fülle zu finden. Robert telus Forschungöprojecte. Selbst auf den Landkarten neuesten Datums erscheinen 'die nördlich von Nord Devon bezw. dem Jones Sund belegenen Länidermassen Ellesmere, r v .l. sr i r il. s ! wrmneu unn irani aivo ai ein zusammenhängender Complex, wiewohl nach der Versicherung der Esklmos w:e nach den Muthmatzungsn mancher Forscher derselbe durch Meer, engen in zwei, möglicherweise auch drei Inseln getheilt ist. Daß der Hayes Sund 'Grrnnell und Grant Land von Ellesmere Land trennt, behaupten die Eskimos auf das Bestimmteste. Auf der Nares- wie auf der Greeley-Expe-dition ist werthvolles Material über die Topographie von Grinnell und Grant Land gesammelt und rhre Kustenllnle ist ziemlich genau festgestellt worden. allein Ellesmere Land noch gar nicht erforscht, obgleich dieses sudlicher liegt und leichter zugänglich ist: wir wissen von diesem Lande so viel wie Nichts und was über dasselbe bekannt ist, wurde nur so nebenher bei der Erforschung der Vaffin's Bai und des Jones Sund ermittelt. Daß Ellesmere Land bei ben Forschungsrersenden so geringe Aufmerk samkeit gefunden hat, erscheint befrem dend, da Walfischfänger in teuern Jahr in Sicht fern südlichen uste kommen und in jeder Jahreszeit an letzteres Vorrathe ohne Gefahr ausgeschifft w?r den können. Der kurze Jones Sund, welcher Ellesmere Land von Nord Devon trennt, führt direct in die nördlich von den Parry Inseln belegenen unerforschten Meere. Die ganze Polarse? nordlich vom Jones Sund 'bietet noch ein unerforschtes Geheimniß, ausgenommen auf der europäischen und asia tischen Seite. Daß der Jones Sund als offene Einfahrt zu jenen Regionen Nicht früher zur Basis von Forschungs reisen gemacht worden ist, erscheint befremdenid. Von dort aus lassen sich die westlichen Grenzen des Ellesmere Land. d Ausdehnung des Parry Archivelagus nach Norden feststellen und die Losung der Hayes Sund-Frage er möglichen. Herr Robert Stein, der seit neun Jahren rn dem Bureau der geologischen Vermessungen der Bundesregierung thätig ist, hat die Erforschung jener Regionen zu dem ersten Theile eines umfangreichen Programmes arktischer Studien gemacht und will 'in Begleltung einer kleinen Schaar im nächsten Sommer die erste Reise dorthin antreten. Eine Walfängerfirma will Herrn Stein und seine Begleiter nach Eap Tennyson, Ellesmere Land, brin gen und sie im Herbst 'wieder in die Heimath zurückbefördern. Sobald er 'das genannte Cap erreicht 'hat, will Herr Stern dortselbst ein Haus errrchten und in einem Boot eine Expedition von acht oder neun Wochen Dauer längs derWestküste von Ellesmere Land antreten, um die See bis zum Hayes Sund zu durchforschen. . Nach den Berichten der Ekimos wird die Westseite dieses Landes von einem Stamme bewohnt, den noch kein Weißer gesehen 'hat. Spuren von Jägern siri) dort vorgefunden, allein weder Forscher noch Waljäger sind jemals auf dort ansässige Eskimos gestoßen. Die EskimoS nennen Ellesmere Land das 'Land deS Moschusochsen, aber allen Anzeichen nach sind diese Thiere dort längst vertilgt und die Wahrscheinlichkeit liegt nahe, daß auS diesem Grunde d'?e Eingeborenen jenes Land verlassen haben. Trotzdem 'hofft Herr Stem. an der Westküste auf Eskimos. die noch nie mit Weißen in Berührung gekommen sind, zu stoße, und erwartet, dieKenntnisse über diese interessante Race zu erweitern. Die Mehrzahl von Herrn Steins Begleitern wird hn Herbst, die Heimreise

antreten, für den genannten Forscher selbst bleutet die Ausführung der für den Sommer geplanten Reise jedoch nur das Anfangs stadiirm seines Uniernchmens. Das Haus auf Ellesmere Land wird die erste Station, die Ba-

sis aller werteren Operationen bilden. von wo aus diecivilisirte Welt in jedem Jahre leicht erelcht werden kann. Hrlsstatwnen werden ca. 100 Mnlen von einan'der, nach und nach weiter nördlich etablirt unk mit Provisionen, Booten. Zueldern, Waffen u. f. w. ausgestattet werden. In keiner Hilfsstation. werden mehr als fünf sorgfältig trainlrte Männer placirt werden. Herr Stein hofft, das Franz Josef's Land zu erreichen und welter vorzudringen; er will nicht nur geologische Aufnahmen aller Inseln ausführen, sondern ausge dehnte Pendelbe0bachtungen anstellen und die arktische Meteorologie, Flora und Fauna auf das Eingehendste studiren, auch, wenn möglich, neue Jr grun'oe für die Walfanger erforschen. Daß vit Plane des Herrn Stern ausführbar sind, erhellt aus der Thatache. daß die Nationale Geographische Gesellschaft, welcher die meisten Nord-pol-Forscher angehören, dieselben rückhaltlos billigt und von dem Unternrhmen reiche Fruchte erwartet, bei mäßigen Kosten und fast ohne Gefahr. Englische Autoritäten wie Sir George Nares und Andere halten das Project ebenfalls für versprechend. M , Seiu Schmerz. Ein redegewandter berufsmäßiger Vertheidiger hätte nicht so. warm für den Angeklagten eintreten können, wie der schlichte Herr Stanislaus Wilczeck dies that derselbe Herr Wilczeck, der von ihm so jämmerlich geprügelt worden ist und dies nun unter seinem Eide zu bekräftigen hatte. Die Thatsache ist folgende. Der Schlosserqeselle Hugo Neumann ging eines Abends die Köpenickerstraße enU j lang, als er mit großem Unwillen wahrnahm, daß ein vor ihm hergehen der Mann, der Arbeiter Wilczeck, einen Herrn anrempelte. Sem gekränktes Ordnunqsaefühl befahl ihm, den Herrn Wilczeck hierfür durchzuprügeln eine Handlung, deren einzelne Phasen der angerempelte Herr mit ossenbarem Wohlgefallen verfolgte. Dann änderte sich plötzlich die Scene. Neumann ließ von seinem schmerzlich stöhnenden Opfer ab und stürzte sich mit einem Wuthgeheul auf den behaglich lächelnden Zuschauer, dessen Interessen er bis dahin in so energischer Weise wahrge nommen hatte. Die Zeugen des Austrltts konnten sich den rathselhaften Stimmungswechsel nicht erklären und dachten nicht anders, als daß Neumann plötzlich verrückt geworden sei eine Ansicht, die später durch die Thatsache bekräftigt wurde, daß er nach Beendigung des Kampfes den zuerst geprügelten Herrn Wilczeck stürmisch um. armte und ihn seiner ewigen Freund schaft versicherte. Neumann ist nun wegen Korperver letzung, verübt gegen den Hauseigenthümer P. und den Arbeiter Wilczeck, angeklagt. Er macht den Eindruck eines gebeugten Mannes, der große Seelenqualen versicherte. Vorsitzender: Sagen Sie nur, Angeklagter, wie kamen Sie zu Ihrem eigenthümlichen Verhalten? Angeklagter: Ja, sehen Se, Herr Jerichtshof, det ick den Wilczeck vertobackt habe, dafor könnte ick mir selbst bei Eisbeene un Jilka nach Sibirien verbannen. So'n Ehrenmann, wie der is,. können Sie mit die Laterne suchen, der müßte mit det Tapserkeits Medaillon dekolletirt werden, dafor, det er den Hauspascha anjerempeü hat. Det ick so'n Mann verhauen habe, der kann ick mir in meinem Leben nich verzeihen. Vors.: Wie kamen Sie aber dazu, ihn zu mißhandeln? Angekl.: Weil ick mit Blindheit jeschlagen war, Herr Jerichtshof, weil der Deibel sein Spiel mang hatte. Wie hätte ick denn sonst eenen Mann,' der mein Wohlthäter is, den ick jetzt als Freind hoch verehre eenen Mann, der meinen Hauswirth anjerempelt hat.' det er beinahe in die Josse je. schliddert wäre wie hätte ick an so'n Mann Hand jelegt, wenn ick nich reen vernagelt jewesen wäre? . Vors.: So war also der Zeuge P.. der von Wilczeck angerempelt worden ist, Ihr Hauswirth? Angekl.: Ja doch, mein Hauswirth. der mir exmittirt hatte und den ick bei die erste beste Jelegenheit derbe der wammsen wollte. Un da kommt nu so'n biederer Polacke, um meinen Feind anzurempeln und zu vertobacken, un ick ick Unglücksmensch mutz ihn davon abhalten, indem ick mit Blindheit jeschlagen war un den Haustyrannen nich jleich erkannte.. Herr Jerichts. hos. wenn det keen schwerer Schlag for mir war, denn weh ich nich. Wenn ick mir vorstelle, wie der stramme Pole ihm verbimmst hätte, un det ick ihm nur daran .verhindert habe, dann könnte ick weenen, Herr Jerichtshof. Vors.: Sie legen ja eine eigenthümliche Art vonltae an den Tag. .Sie bedauern also nur, den- Zeugen Wilczeck geschlagen zu haben, während Sie über die Mißhandlung des Zeugen P. noch Genugthuung empfinden. Angekl.: Herr Jerichtshof, wer kann for seine Jefühle. Ick war nadierlich wüthend, wie ick meinen Irrthum er kannte, un dann habe ich nadierlich dem Hauspzscha Eens ausjewischt. Der Zeuge Wilczeck erklärt: Ues sich Ehrenmann, mein Freund Neumann, un war sehre gutt, daß er Hauswirth semlges, was auch ist' Hauswirth meiniges, verhauen hat. Vors.: Er hat Sie aber doch auch geschlagen. Zeuge: Ues nicht schlimm, Herr Rath, soll er dafür nicht bestraft wer. den, sondern hat mir Freude gemacht, ihn kennen zu lernen.' Ues sich sehre brave Mann. ' ' 7 Der Zeuge P. vermag in diesen begeisterten Ton nicht einzustimmen; er erzählt wehmüthig, daß er für die BeHandlung der Verletzungen, die dtf

vrngerragre jrn; oeigenach! hat, 30 Mark ärztliches Honorar habe bezahlen müssen. Neumann wird zu acht Tagen Gefängniß verurtheilt.

Zur Geschichte deö Taschentuchs. Auch das Taschentuch hat seine Geschichte, vom unscheinbarsten Leinenlappen wurde es zum feinsten Spitzentuch erhoben, welches oft als kostbarer Gegenstand in den Wäscheschränken der Damen ruht. Schon im dreizehnten Jahrhundert findet man, daß Kaiser Friedrich der Zweite (1215) dem Taschentuche seine Aufmerksamkeit zuwendete. Er befahl nämlich, daß die weibliche Dienerschaft und die Kinder auf feinen Besitzungen in Sizilien mit je zwei Faccolos de pano lineo" (Taschentücher) zum Reinigen der Nase betheilt werden. Bis zum sechszehnten Jahrhundert gebrauchten' die Deutschen das dem Italienischen entnommene Wort Faccolo, Fatzelin oder Fatzenlein für Taschentuch; es wird daher allgemein angenommen, daß das Taschentuch überhaupt aus Italien eingeführt wurde. Selbst heute noch hat man in einigen Gegenden Oberösterreichs und Bayerns kein anderes Wort hiefür als Fatzenlein.. Im sechzehnten Jahrhundert war das Taschentuch noch nicht im allgemeinen Gebrauche, denn der um diese Zeit lebende Erasmus von Rotterdam schrieb in seiner dem Prinzen von Burgund gewidmeten Schrift . Anleitung zur Wohlanständigkeit": Die Nase soll stets rein sein wie ein sauber Geschirr und nie mals soll mit dem Parrett oder dem Rocke gepußt werden, sondern mit dem Facolettlein." Das Privilegium, die Taschentücher zum Luxusgegenstande erhoben zu haben, kann Frankreich für sich reklamiren. Gegen Ende des voriam Jahrhunderts galt das Wort .Taschentuch" in der Gesellschaft als verpönt; ebensowenig durfte auf den Brettern, welche die Welt bedeuten, dasselbe ausgesprochen werden. Ein französischer Schauspieler, der es dennoch gewagt hatte, statt des Wortes Gewebe" .Taschentuch- zu sagen, wurde derart ausgezischt, daß er nicht nur die Bühne, sondern auch die Stadt verlassen mußte. Selbst daS bloße sichtbare Tragen des Taschen tuches war in den besseren Kreisen gegen die herrschende Etikette. Erst der Kaiserin Josephine blieb eS vorbehal ten, dem Taschentuche daS Oeffent lichkeitsrecht zu erwerben. Kaiserin Josephme benutzte nämlich beimSpre chen stets ein feines Spitzentaschentuch, welches sie zu den Lippen führte, um damit ihre schlechten Zähne zu verdecken. Kaum war dies bekannt geworden, als sich die Pariser Damen beeilten, ihre Garderobe mit den feinsten Taschentüchern zu completiren. Auf allen Boulevards, in allen Salons sah man die Damen mij den Taschentüchern in den Händen oder dieselben zumindest sichtbar tragen. Auf diese Weise erklärt es sich, daß das Taschentuch immer luxuriöser ausgestattet wurde und dieses einst in den tiefsten Falten verborgen gehaltene Toilettestllck zu hohen Ehren gelangte. Dies hat Kaiserin Josephine gethan, und schuld daran waren die Zahnärzte jener Zeit; denn hätte es Dentisten gegeben, würde die Kaiserin es nicht nothig gehabt haben, ihre schlech ten Zähne mit dem Taschentuche beim Sprechen zu verdecken.. Vom Jnlande. Der Villard - Künstler Jacob Schäfer wird Schauspieler. Er hat mit den Comödianten Ward und Vokes sich associirt um in der nächsten Saison in einem Lustspiel sich zu produziren. . Der Contract spricht Schäfer eine Vergütung von 5250 pro Woche zu. Seine Rolle soll hauptsächlich in der Ausführung emes Billardspiels mit einem Rivalen im dritten Act bestehen. NeulichA'bend wurde der Farmer W. C. Hill aus der Umgegend von sdalla in Missouri von emem serner Pferde im buchstablichen Wort sinne skalpirt. Er hörte, 'daß zwei sei ner Pferde im Stalle einander bissen; er bemühte sich, sie zu trennen, wurde aber dabei von einem der Pferde an dem. Schöpfe erfaßt und es wurde ihm gerade über dem linken Auge bis an den Wirbel. ein tellergroßeSStuck Kops haut fo glatt abgerissen, als sei es mit 'oem Skalpirmesser abgetrennt worden. Die Wunde ist äußerst schmerzlich, im Uebrigen aber ist der Verletzte nicht weiter erkrankt. ,. I n V a l P a r i s o i n I n d i a n a n.zchte an einem der letzten Abende der Studirende der Rechtswissenschaft A. Flanagan von Illinois einen allerdings mißglückten ' Selbstmordversuch. - Er war -mit einer Schülerin des Normal College verlobt. ..Diese litt an hestigem. Kopfweh, und gebrauchte dagegen auf den Rath einer, Mitschülerin Aether, nahm aber aus Versehen im Uebermaß davon, wonach sie so- heftig erkrankte, 'tdaß ihre Wiederherstellung zweifelhaft wurde. Flanagan, den die Befürchtung, daß sie sterben könnte, zur Verzwerfkung trieb, verschaffte sich eine Flasche' Laudanum, nahm von ihr in ihrem Zimmer -unter lekdenschaftlichen Gefühlsergüssen ' Abschied .nd 'verschluckte -den Inhalt des Fläschchens. Sofort wurde, ärztliche Hilfe herbeigerufen 'und Flanagan außer Lebensgefahr gebracht.'"' , - Ganz ohne Folgen ist die kleine Check-Affaire, welche sich zwischen Geo. I. Gyuld.und der schönen, seitber verdufteten. Zella Nicolaus nach der Aussage der letzteren im Lause de? vorigen Sommers abspielte,' denn' doch nicht für den Millioneser geblieben. Er übertrug nämlich seiner Gattin. Frau Edith Kingdom Gould, .seine Stadtresidenz, No. 837 5. Ave... und zwar hatte Frau Gould' für diesen Vermögenszuwach?, wie es in der beim Reawrar eingereichtenUrkunde lautet,keinen. höheren Preis als ihre natürlich

Liebe und Zuneigung und' einen Döllar" zu zahlen. Die böse Welt will aber wissen, daß es seine eigene Bewandtniß mit der Uebertragung hat

!und der gute George sich überhaupt !nur dazu herbeiließ, um die Gattin, welche seit der Zella-Eskapcde ; schmollte, wieder zu versöhnen. Nach der Ansicht der Polim in Racine in Wisconsin ist dort im 'westlichen Theile der Stadt ein Mord c. i ..v v: o v. ? csvi?2 im ÜCIUUI Uli'Ü ÜIC -CCIUC ues im Walde verscharrt worden. Der Knabe Phillip Herrick beobachtete aus fernem Heimwege auf der 12. Straße einen Mann, der sich befremdlich gebehrdete. Einige Augenblicke spater 'horte er eine Frauensperson dreimal nach einander laut aufschreien. Bei einer angestellten Nachforschung wurden aus dem Bürgersteige eme große Blutlache und Gehirntheile vorgefunden und eine Blutspur führte von dort eine 'halbe Meile weit in ein westlich belegenes Gehölz. Ferner waren auch Spuren davon vorHanden, daß ein Wagen auf dem Bürgersteig bis mcht an die Blutlache gefahren war. Ein Arzt untersuchte das jBlut und die Gehirntheile und gab sein Urtheil dahin ab, daß sie von emem menschlichen Körper herrührten. Die Polizei befaßt sich mit dem Falle, hat aber noch keinen Beweis dafür erbringen köimen,.,daß in Wirklichkeit ein Mord verübt worden ist. Der Redacteur des Blattes Bazoo" in Sedalra in Missouri, I. West 'Goodwin, ist wieder einmal und zwar zum dritten Male durchgepeitscht worden. Er hatte rn fernem Blatte in der ihm eigenthümlichen Schreibweise den Dr. W. H. Woöd. den E'rgenthümer von Woods Opera House beschuldigt, am Abend zuvor die drei Tänzer der Mora Burlesque Company dazu angestiftet zu haben, ihn durchzu prügeln. In dem Blatte behandelten etwa zwölf Wurstzipfel die Sache und es wurde sofort nach seinem Erscheinen vorausgesagt, daß eö Spektakel geben werde. Am Donnerstag Mittag stand Goodwin im Gespräche mit Richter Shick und I. H. Bothwell auf der n M wilrane, aia Wr. xuooy an Jie.'&t, anrrar. mxre tin Wort zu sagen Gool wkn niederschlug, dessen Kopf mehrere Male auf dem Bügersttig aufschlug und ihm in der Rippengegend Fußtritte versetzte. Niemand mischte sich darern und Wood ging seinen Geschäften nach, während Zuschauer Goodwin in den Straßenbahnwagen geleiteten, der ihn bis an seine Wohnung brachte, l . 1 " if'jt. r -ir rw r wu et uou arziiicye Hiise IN ÄNlprucy naym. Wie schlimm das verflosr Vt er. - c . - sri r n , ' jene .sayr sllr oas eicyaflSieoen ge wesen, erhellt am besten aus der Ban kerottstatistik. Nach sorgfältigen Zusammenstellungen der Bradstreat'schen Agentur ereigneten sich nicht weniger als 15.560 Bankerotte in den Ver. Staaten mit 5402.427,818 Verbindllchkeiten und S262.415.851 Bestän den gegen 10,270 Bankerotte mit 5103.595.233 Verbindlichkeiten und $54.774.106 Beständen in 1892. Es ergeben sich daraus $140.011.967 Verluste der Gläubiger für 1893, gegen $53.821,127 im Vorjahre, doch stellt sich das Verhältniß zu den Verbindlichkeiten für das verflossene Jahr gunstiger als ,m Vorjahre, in dem es sich auf 65 Prozent stellte, ge aen nur 50 in 1892. Die Zahl der Bankerotte nahm um mehr als 51 Prozent zu. während sie in 1892 um 17 Prozent gegen das Vorjahr abqe nommen hatte; die Zunahme ist die größte je dagewesene. Das Verhältniß der Bankerotte zu der Zahl der Geschäftstreibenden beläuft sich auf 1.5 Prozent, gegen I Prozent in 1892 und 1.32 Prozent m Pamkjahre 1884. Daß das Verhältniß der Be stände zu den Verbindlichkeiten gün stiger ist. als im Vorjahre, erklärt sich hauptsächlich daraus, daß viele Geschäftsleute, obgleich eigentlich nicht zahlungsfähig, doch infolge der. Geld knappheit und des erschütterten Ver trauens zur Zahlungseinstellung ge zwungen. wurden. Die größte Zu nähme der Bankerotte weisen die West lichen Staaten auf, nämlich nahezu Verdoppelung. In den Mittelstaaten war die Zunahme der Bankerotte etwas mehr als em Drittel, die Zunähme in der Höhe der Verbindlich, keiten dagegen mehr als 400 Prozent, in den nordwestlichen Staaten aber sogar 600 Prozent. um . . Vom Auslande. Eine seltene Tauffeiet beging kürzlich eine Familie in dem Städtchen Erlau bei Mittweida. Bei dem Fest waren -nämlich die Ururgroßmutter, die zwei Urgroßväter, eine Urgroßmutter, beide Großeltern, sowie die Eltern des Täuflings, also fünf Generationen zugegen. Alle ohne Ausnahme erfreuen sich voller geistigsr und' körperlicher Frische und Kraft. Im Jahre 1892 hat der in Frankfurt a. O. verstorbene Rentner Karl August Miethe sein ungefähr 90,000 M. betragendes Vermögen zum weitaus größten Theile dein Kaifer vermacht.' Die nächsten Verwandten, vier Neffen und Nichten, waren nicht bedacht worden, darunter der. Einwohner Gottlieb Miethe in Liebenau; sie wandten sich deshalb mit Bittgesuchen an den 'Kaiser. 'Vor einigen Tagen nun wurde 'M iethe durch ein Schreiben des königl. 'Hausministeriums denachrichtigt, 'saß ihm vom Kaiser 10.000 M. aus dem Nachlasse seines Onkels als Gnadengeschenk überwiesen sind. Einen werth vollen Fund hat im.Masowschen Kreise des rufstschen Gouvernements Wjatkä ein Bauer geMÄcht.' In - der Nähe des Flusses Kama .fand er beim Urbarmach? von Ackerland, elne, Anzahl alterthümlicher Silbergegenstände, die in die Zeit der Sassaniden zurückreichen.' 'Der Fund besteht aus 'Schüsseln, '4 Bechern und 6 geflochtenen Halsketjen. , Auf einer der Schüsseln 'ist - eine Frauengestalt dargestellt, die auf einem geflügelten Greife sitzt und auf einer Flöte bläst. Vaneben 'ist ein Fluß. dargestellt.. dessen

schäumende Welle und Inh'm'schwTInmende Fische deutlich ausgeführt sind. Auf der Rückseite der Schüssel befinden sich Inschriften. Im Medaillon der zweiten Schüssel sieht man einen dahinjagenden Ziegenbock, von dessen Halse ein Strick an der Erde 'schleist. Die dritte Schüssel ist groß, flach und enthält verschiösene byzantinisch: Aerzterunaen mit einem Stempel. Die Be-

ch:r sind tief und bauchig, haben an der Seite einen Henkel und stehen auf verhältnißmäßig hohen Postam:nten. Sie sind reich verziert m:t Ornamenten von Pflanzen. Vögeln und Schlangen. Auf dem Henkel d:s einen Bechers sieht man das Brustbild eines pelzbekleieten Mannes, der in ein Horn blast. Bon den Halsketten ist ein Theil leider zerbrochen. Die russische kaiserliche archä. ologlsche Commtjilon hat 12c0 Rubel dem ffinder ausgesetzt, der Schatz selbst wird in der Eremitage zu Petersburg aufgestellt werden. 'Ein abenteuerliches Unternehmen hat der Österreich. Rittmeister Feodor Zubovics begonnen. Er bat sick aam allein aus den Wea nach Kairo ausgemacht, um sich von dort in das Innere Afrikas zu begeben, woselbst er zwei Gefangene aus den Han den des Mahdi befreien will. Es sind dies der Oberst in der egyptischen Armee Szlatin Bey. ein alter Kamerad Zubovics', und Jgnaz Neufeld, ein Tiroler, der bei der egyptischen Armee Kantineur war. Die Genannten geriechen in Gemeinschaft mit einem österreichifchen Geistlichen Namens Josef Oberwalder vor zehn Jahren in der Schlacht bei Ähartum in die Gefangenschaft des Mahdi und theilen dieselbe noch 'heute mit anderen achthundert Leidensaefäbrten. Nachdem es Oberwalder und zwei ebenfalls gefangenen Nonnen gelungen war zu entfachen, scbrieb er Qerrn Zubovics. Szlatin und Neufekd ließen ihn bitten, sie zu befreien. Zubovics antwortete OberWälder Mich Kairo Folgendes: Ich komme. Hole Dich der T ; 'hattest Du nicht eher Szlatin und Neufeld entführen sollen, als die zwei Nonnen?" Nachdem Oberwalder bm bekannr gegeben, daß beim Mahdi mit Geld nlichts auszurichten ist und nur die Flucht helfen könne, hat Zubovic sich einen Plan zurechtgelegt und will v:. rn.c iv. ri r v oie esreluiig ner vefangencn aucin v 4p f YT j . vttvfct iiuiym. Ueberein sici lianisches Eifersuchtsdrama wird aus Palermo das Folgende geschrieben: In unserem Nachbardorse Campofelice de Fitalia wohnte das Ehepaar Bramante, begu terte Bauersleute, die im Dienste deö Gutsherrn standen. Neulich Abends holte Bramante nach beendigter Tages arbeit seine bildschöne, einundzwanzig Jahre alte Frau aus dem Hause fernes Gevatters Loria ab, bei welchem sie berde zum Abendbrod eingeladen wa ren. Als Johanna ihren Gatten kom men sah, sagte sie, daß sie sich nicht wohl fühle, und ließ sich nach Hause führen. Da Vramante auch, während der Nacht auf dem Gutshofe zu thun hatte, verließ er, als ihm schien, daß sein Weib von der leichten Unpäßlichkeit sich wieder erholt habe, sein Haus -und ging seinen Geschäften nach. Aber er mußte immer an seine Frau denken, und in der Besorgniß, daß sie kränker geworden sein könnte, kehrte er nach einer Stunde nach Hause zurück. Er 'öffnete die Thür und zündete, 'da es im Zimmer dunkel war, ein SchwefelHölzchen an Johanna stand zitternd 'und bebend am Bettfuße. Sie war angekleidet. Wie geht's?- fragte sie der bereits mißtrauisch gewordene Bauer. Das Weib beantwortete dle Frage wie geistesabwesend mit stocken der Stimme. Unterdessen hatte Bramante das Licht angezündet und sah am Kopfende des Bettes einen Mann zam Boden kauern. Es war ein junger Carabinieri-Officier. Dieser zog sofort einen kleinen Revolver . aus der Tasche und feuerte eine Kugel gegen Vramante ab, die den Bauer schwer am -Arm verwundete. Trotz der Wunde, die ihm den Arm lähmte. warf sich Bramante wie ein Verzweifelter auf den Schänder seiner Hausehre. Es gelang .ihm, 'den 'Lieutenant zu entwaffnen, lind schon legte er an, um den Officier 'mit seiner eigenen Waffe niederzuschießen, als Johanna ihm entschlossen mit .einem geschickten, von hinte auSzeführten Griff den Revolver entriß und 'ihn mit dem Worte: Ammazzalo!" (Tödte ihn) dem GeNeöten zurückgab. Darauf fügte sie im Fl'lstertone. hinzu: Carmrnu, tödte ihn ans der' Stelle, sonst sind wir verloren!" Der Lieute.nant ließ 'sich das nicht zweimal sagen und streckte durch einen wohlaezielten Schuß den Gatten seiner ehebrecheri .schen Geliebten zu Boden. ' Am nachsten Abend wurde das Liebespaar verhaftete Der Carabinüeriofficier, der das Verbrechen 'begangen hat,, heißt Carmelo Gentile und ist der Sohn des Gutsherrn von Eampofelice, bei welchem der erschossene Bramante bedien stet war. Er befand - sich seit sechs Tagen in seiner Hermath und hatte, den Urlaub benutzt, um abgebrochene BeZiehungen zu der, schönen Johanna Bramante wieder anzuknüpfen; er hatte ihr schon mit Erfolg, den Hof gemacht, als sie noch unverheirathet war. .Respektvoll. Graf: Jo, hann, Du hast mir Cigarren genöm men! Wie heißt das siebente Gebot!'' Johann: .Du sollst.... der gnaV dige Herr Graf sollen nicht stehlen! Aus de r Schule. Lehrer: Wer brav ist und Gutes thut, der kommt in den Himmel. Was geschieht aber mit dem, der Böses thut?Advokaten - Söhnchen: Den vertheidigt mein Vater!- ' . Aus der Rolle gefallen.. Die geizige Frau Geheimräthin giebt einen Abendthee. ' Lieber Freund sagt beim Abschied einer der Gaste zum andern, ich habe' schändsich Hunger;" gehen wir doch noch zu sammen hinüber in's Restaurant! Geheimrath (leise): Wenn die Hers im gestatten, geh' ich auch mit!"

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