Indiana Tribüne, Volume 17, Number 116, Indianapolis, Marion County, 14 January 1894 — Page 4
Sndiana Tribüne. erscheint -sAgltch und Sonnt n ss SietSsUiio'rrttur.croM durch den Träge? aCcntd per 12o4c, die SonntagSTrtbüne" Tcni perWoae. Lk'.de jufanmtr. ISTentk sbfi 55Ccnt3 perMonat. ?cr Po2 jischi5t tr. L suöbczadluns $' per Jahr.
O''st c - d. 18 Süd Warewa Str 3n icrapoüß, Snd., 14 Januar 9i Litte JttULZesslli'n und alte Mäd Äjein $m rief:ajtcrt einer europäischem Zci im si..d jroei rschlage für die Frazeiafc berichtet, die von einer geschätzten Leserin erstattet worden Dieselbcn lau tc:e : 1. In welchen Jahre beginnt ein Mädchen alit Jungfer zu werden? 2. 23arun wirö nur über alte Jung fer.i und nicht auch über alte Junggesellen gelacht AuS den der Zeitung zugegangenen Zuschriften, folgen nun diej?nigen, die j;ch mit den beiöen Themata am ernstesten beschäftigen. A)n Jnteresie ist die That sache, dap die Härtesren und ungerechtesten Unheile über di: alten Mädchen von Frauen stammen. Nicht unter allen Umständen lacht man übe? die alte Jungfer; Gott behüte! Nur ihr von der gewöhnlichen Art, sich ju ßebrc; verschiedenes Auftreten ist zumeist die Ursache dieser Heiterkeit. Die Weibiies : Hinneigung entwickelt sich, wenn daZ Sueben umsonst war, ein Heim zu grün den leicht zur H.rzensverhärtung und zur Feindschaft siegen die Welt und ihre Ge sellschaft. Qie Abneigung gegen dieselbe wir) manchmal so stark, daß sich nur ich? der Rosenkranz und . eine Schaar Hauskatzen ins Herz der Jungfer theilen.' Doch eö gibt ruhmenswerthe Aufnahmen, alternde Mädchen, die muthig die innere xecr: tragen, und die, da iic für keme Angehörigen zu schassen' haben, sich in der aufopferndsten Hingebung an die .leidende Menschheit über ihr Schicksal hinwegtäuschen. Hut ab vor Solchen ! . II. Ist eine alte Jungfer lächerlich ? Nein, sgewiß nicht ; aber sie macht sich oft läche? Uä X ch zumeist durch ihre unausstehliche Ziererei und Gefallsucht der Männerwelt gegenüber ; sie bietet alles Denkbare auf, um den leider nur zu bald vergehenden, unviiederbringlichen Reiz der goldenen . 'u.end heraufzubeschwören; sie lleidet sich nach der neuesten Mode, ob es ihr nun gut steht oder nicht ; sie ist on über iricbener Heiterkeit, hüpft und schwebt mel'r als sie geht, um die Elasticität ihrer ältlichen jungen G'.ieder zu zeigen, zählt und mischt sich am liebsten unter junge Mäochen, arranuirt mit Vorliebe . Pfän derspiele (natürlich mit icujj), ja, sie läßt sich sogar bei Haustheatern die Nolle eines GrktchenS zutheilen kurz, sie vergißt im mer, daß Dasjenige, was man zuerst an ihr erblickt alt ist das Gesicht ! Hat sie nun trotz der Anwendung dieser Kü.iste ihr: Absich:, sich einen Mann zu erobern, nicht erreicht, so löst sich die gute Meinung, welche sie bisher noch von den Männern hatte in Zorn auf, und, o Schrecken sie wird eine Äkännerfeindin ! Da sich nun Niemand in der von ihr erwünschten Weise um sie bekümmert, so kümmert sie sich dagegen umsomehr um Dinge, die sie meistmS gar nicht! angehen, mengt sich :n Alles, und die Verarbeitung der Fehler ihrer Nebenmenschen bildet jetzt eine ihrer Hauvt' und Lieblingsbeschäftigungen. Nach der Schilderung dieser Class: der alten Jungfern gewährtes eine wahre Genugthuu ig, auch einer anderen Kate gari: derselben zu gedenken. Nie geahnte uns nicht erwiderte, ja vielleicht sogar verschmähte - Liebe, Täuschung Verrath und wie die nur zu lnge Scala des H:rz:nselends sich immer alledern mag, 'l)ab?., diese Mädchen gleichfalls zu alten Jungfern gemacht was Wunder, wenn i.i dem Hebest einer solchen Dulderin zumeist nur elegisch: Accorde nachklingen? jjur ein weibliches Gemüth wird au das Leid zu fassen im Stande sei::, unter welchem die' Aermst: zur alten Jungser wurde. Diese wird wolh niemals Ggen stand cc3 Spottes sein, gerade so wenig wie Jene, die, unter sonstigem Drucke ihrer Verhältnisse zu ihrem Endziele nicht 'gelangend, gleichfalls zu alten Jungfer:, wurden. Die alten Junggesellen, snde ich, un terscheidn sich dorij wesentlich von den lten Mädchen. Es fällt schon jener 'Punkt bei ihnen weg, der die alte Jung fe? lächerlich erscbeinen läjji die Gefall sucht. Daß ein Mann ledig bleibt, kommt wenig li Betracht ; er hat es so gewollt und sich seine verloren gegangene Rippe eben nicht gesucht; n es aus den Grunde sein, daß er entweder gleichfalls enttäuscht wurde, oder seiner Meinung nach nicht die Rechte" gefunden hat. ja " sogar aus Anlaß einer vorgefaßten Mei ' nung gegen die Ehe; da ihm nun die An nehmlichkeiten einer glücklichen Häuslich . seit versagt sind, so wird er griesgrämig, ' pedantisch unzugänglich, bisweilen sogar herzlos! Der alte Junggeselle ist härm loö und. weitaus nicht so gefährlich wie eine alte Jungfer, überhaupt sind seine Fehler vegrü.ideter und erträglicher. . III. ... . Ein Mädchen ist meiner Ansicht nach w" ''rüber", wenn e5 naiv zu werden be ginnt.. Warum ma?. nicht auch über die alten Junggt sellen spottet? Ei nun! Zwischen der alttn Jungfer und jenem ist doch -was das Heirathea betrifft ein gcwalti ger Unterschied : Jener kann heiretben und . will nicht Diese will bcirathen und.jänn .-nicht! v ' J ' ' ' IV. Sie thun einem bitter leid, als die glichen Mädchen, - denen dieSvott -Aitcht so nahe tritt ; ihr Loos ist noch ein weit schlimmeres, als das der Schwicger ntutter, die auch nur äußerst selttn auf Velicbjheit rechnen kann. Alt: Jung fer" in dcS Wortes hämischer Bedeutung braucht gar kein Mädchen genannt zu weiden wie alt eS immer sein mag.... Mim Lede hemübt wä. die its
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erblühenden jungen Geschöpfe mit nach sichtiger Liebe zu behandeln, anstatt sie mit J?id zu betrachten, so wäre das qe.ensl itige Verhältniß ein harmonisches. &in kann zwzr leider nicht jung bleiben, aOer turch warme Theilnahme an Leid und Freud der Jugend eine Art von innern Jugendlichkeit behalten, die den mit un verkehrenden jungen Wesen Liebe und Hochachtung abverlangt. Ein Haupt fehler älterer, levigcr Damen besteht nur zu oft in der Faroenglle ihrer Teilet tcnwal. Nach dem dreißigsten Lebens jähre ist es jedem Fräulein (außer es irnre eine gcttbegabte Schönheit) drin gend zu npfehlen, ruhige Farben, sowie anspruchlose Gewänder und Hüte zu ste tcm Gebrauch zu nehmen. Da ich selbst unvcrheirathet bin, so darf ich keinen Stein nach den alten Junggesellen wer fen, aber ich will r.ur sagen, daß solch ein alter Junggeselle tausendmal bejammerns werther izt und mir kläglicher dünkt, als wir Mädchen. Ein Ä!ann ist, wie eZ scheint, stns in den besten Jahren- und bort es sehr ungern, wenn er vor seinem sü.ifundsechzizsten Jahre als alter Herr" bezeichnet, wird ! Ueber Hagestolze wird weniger gelacht, weil ein Marni sich gegen Schimpf und Spott wehren kann, wäbrend wir armen Mädchen schütz und hilflos sind.' V. In welchem Jahre ein Mädchen alte Jungfer zu werden beginnt? Dies hangt von ihrer Mitgift ab. Je größer dieselbe ist, umso weiter schiebt sich dieser verhäng nißvolle Termin hinaus. Wenn ein Mäd chen recht reich ist, hat eS selbst im vor gcrücktcsten Alter noch die schönsten Aus sichten die heiße Liebe eineS wackeren Marnres zu gewinnen. Der alternde Jungaeselle stellt im so cialen Leben gewohnlich etwas vor. Er hat einen Beruf, der ihn ausfüllt ; aller lei Liebhabereien, die ibn anaenebm be aamaen. vsr Nuem aver die znelyen. zu thun und zu lassen, was ihm behagt, j r 7 . . u w I er vraucyr icin noen mqi inner oen ours tiqen Erzeugnissen tiner monotonen Hausmannskost zu vertrauern, sondern kann in der leider so sehr vernachlässig ten lvunst, zu essen, zu hoher Vollkommen heit emporklimmen, ür weiß überdies, daß er. so alt er immir sein maa, nur. den kleinen Zvinaer auszustrecken braucht um eine Frau zu bekommen. Einen sol m - . , . rr cyen ungzezeuen, oer verneyr, auen Fallstricken, mit denen die 'Wege der Männer besäet sind, zu entgehen und sich seine köstliche Unabhängigkeit zu erhalten, kann man nicht belächeln, sondern nur bewundern und beneiden VI. ' Ich sollte der Redaction der Schönen blauen Donau" eigentlich zürnen, , weil mich dieselbe jüngst der Gefahr ausgesetzt hat, von zorniczen Mänaden zerrissen zu werden. Allem ich tröste mich mit der Erfahrung, daß die Wahrheit ein Wind ist, der über die Erde webt und der, wenn hie und da eine Fensterscheibe zerbricht, doch auch viele Mühlen treibt und das Korn der Erkenntniß mahlen hilft. - Ich kämpfe resignirt für das, was ich fr recht halte, und zähle mich unter die Märtyrer der Wahrheit, die zu allen Zei ten abseits vom großen Haufen verein samt ihre Wege wandern. Das Capitol ist wieder einmal gerettet worden. ' Gut l Der Angriff wurde abgeschlagen. . Aber eines Tages ist das große Römerreich dennoch ' rechtschaffen zu Grunde gegan gen. . ' . ' In der Frage der alternden Mädchen muß ich wohl oder übel das Wort'ergrei fen, und sei eS auch nur, um betheuern zu können, wie aufrichtig und innig das MitgeZuhl ist, das tch diesen armen We sen widme. Wer hätte begründeteren Anspruch auf die ritterliche Achtung der Männer und die tactvolle Geduld der Frauen, als diese bedauernswcrthen Opfer unserer socialen Verhältnisse l Aller am mer deS Sklave.-.lebenS unserer Civilist tio.t thut sich auf, wenn man das Schick sal dieser MäZchen betrachtet. Keines von ih.ien hat freiwillig auf daS Glück der Ebe, der Familie, der Ausübung eines natürlichen Berufes verzichtet, vorauSze setzt, daß eS sich im B.sitze feiner geistigen Dispositions-Zähigkeit befunden hätte. Diese Mädchen sind wie ihre glüZlicheren Mitschwestern auf dem Markte gestanden und haben des Känfers gewartet, und während Leichtsinn, Thorheit und so häu sig auch UnWürdigkeit reißenden Absatz fanden, haben viele von diesen armen We sen einen reichen Schatz von Liebe, die köstlichsten. Vorzüge, die trefflichsten Ei genschaften vergebens feilgeboten. Und das Schlimmste ist, da? sie in der Regel für die Fehler Änderer büßen müssen. Man kann sagen, jede Frau, die ihr Ge schlecht in den Augen der Männer herab setzt, indem sie durch eigenes Verschulden, durch die Mängel ihrer Erziehung oder Charakters die Schatten der ehelichen Ge meinschüft fremden Alicen preisgibt, hilft die Zahl Derer vermehren, die zur Ehlo figkeit verurthcilt sind. Ich bin, wie ich dies in diesen Blättern wiederholt bereits ausgeführt, Ju.,ggeselle aus Uebereu gung; was sage ich: Ueberzeugung? au Begeisterung, aus Fanatismus, auS Ekstase aber doch vor Allem auS Noth wendigkcit. Auch ich bin ein Opfer der Verhältnisse, aber ich fühle mich verhält nißmäßig ganz wohl dabei, und deßhalb kann ich niemals einem alternden Mäd chen begegnen, ohne die Ungerechtigkeit seines Geschickes auf'S Tiefste zu empsin den, die diesem beklagenswerthen Geschö pfe-daS thränenreiche Herzeleid eines lee ren, verfehlten und vereinsamte LebenS zuweist. '; :: vil Ich bin genöthigt, heute auS meiner Passivität herauszutreten, weil ich gerade das heftige Mitleid, welches Sie in Ihrer letzten Darlegung (möglicherweise in der besten Absicht) uns alten Jungfern zol len, für daö beste Mittel halte, unseren jungen Mädchen die thörichtesten Gedan ten in den Kopf zu pflanzen. Oder ist es nicht natürlich, wenn das heranwachsende Kadchen, das schon als Kind von alten Mädchen nicht anders als in spöttischer oder bedauernder Weise sprechen hört und dem cö selbst von den Eltern als Unglück, ja sogar als Schande dargestellt wird, unx vttbt'ratbet zu bleiben, in es nickt natür liey, frage ,ey, wenn daS arme Ding'W f.a tiCki.. .. . w:r n r.-. ... a 1v i4 um vicicm ungiua ju taj Ds öe bei emiin Schlanbkbr
öald laraus kommen wird, daß nnPilles und zuri'lckgezogencS Vkädchen die meisten Chancen zum Sitzenbleiben hat, so wird sie sich diejenigen als Beispie! wäh len, die durch Koketterie, Toilettenau? wand und andere Kindereien die Aufmerk samkeit der Männer auf sich zu ziehen su chen, um sich um jeden Preis einen Mann
u verschaffen. Kommt dann die Enttauchung, und sie wird kommen, ob sie ,ctzt beirathct oder nickt, dann erst wird
ihr die Tborbeir ihres Bestrebens klar werden, und sie wird jenes bittere Geüfhl der Leere cmpsinden, das Jedem bcschieden ist, der die beste Zeit seines 'Lebens einem Phantom nachgejagt. Fern sei es von mir, zu leugnen, daß auch ich es für ein namenloses Glü t gehalten hätte, an der Seite eines geliebten Mannes und Hand in Hand mit ihm mich durch daö Dasein zu kämpfen, doch wohlgemerkt! nur mit diesem Einen ! Aber dieses Glück läßt sich nicht erzwingen, und alle unsere Bemühungen würden, wenn auch scheinbar von Erfolg gekrönt, uns nur den Schatten von dem einbringen, was wir gesucht. Und darum erziehe man seine Töchter nicht, um den Bequemlich kcits-Bedürfnissen armer Junggesellen zu entsprechen, sondern zu tüchtigen Men sehen, die im Stande sind, auf eigenen Füßen zu stehen und deren Höchstes die Menschenliebe ist. Wohl Denen, denen es vergönnt ist, der letzteren nach Her zenslust fröhnen zu können. Wenn Sie, was ich, beiläufig gesagt. bezweifle, die Geduld gehabt, bis hierher zu lefen, so mögen Sie zuletzt noch ersah ren, waS mich freilich allen Pfeilen ioreS WitzcS bloßstellt, aber zugleich als 6nt schulöigung für etwaige Fehler, die ich in meiner Epistel gemacht, gelten kann, denn mir war es leiser nicht gegönnt, viel zu lernen, und ich brn auch nichts Wetter ge worden, als eine Schneiderin, trotz alledem aber keineswegs zu bedauern. Interessante Mittheilungen über die Gaunersprache. ES ist unter den Criminalbeamten eine bekannte Thatsache, daß die Eaunermelt eine Sprache unter sich hat. deren Zeichen öfters an Zäunen, Mauern und Häusern entdeckt wer den. Der Jargon" ist ferner kein Geheimniß mehr. (ßin deutscher Professor hat neuer dings ein illustrirtes Werk über die Gaunersprache veröffentlicht, in wel chem er nachweist, daß dieselbe schon alten Ursprunges ist und sich seit Jahr Hunderten erhalten hat. Die Sprache ist fernerhin dieselbe über alle Lande, wie das Verbrechen ja auch einen in ternationalen Charakter hat. Der Verfasser, Prof. AveLallemenk. zeigt, daß die Gaunersprache der deutschen, englischen, französischen, schwedischen, dänischen, spanischen, russischen und der Zigeunersprache entnommen ist. Sie entstand durch die Soldaten deS dreißigjährigen Krieges. Tieserttrieg bezogseine Rekruten aus allen Ländern der Welt. Die Landsknechte wurden zu Räubern und Vagabunden, wie eS eben die Umstünde mit sich brach ten. denn der Sold ließ oft lange auf sich warten und war überhaupt -s IM ( Vna? 0 unsicher. Nach dem Frieden im ' Jahre 1643 wurden die Landsknechte ! & I - s? . ja- it. orr - t , eiililllieli, ive.qe iyr zanoerleoen aber fcrtsetzten und raubten und stahlen, was ihnen in den Weg kam. Räuberbanden bildeten sich, anderen Spitzen die ehemzlizelt. Offiziere stän den. Die meisten der Leute kehrten nach und nach in ihre Heimath zurück, und so kam es, daß die fremden Brocken sich in die verschiedenen Sprachen .mischten. Die Gauner und Vaga bundenzunst fand Gefallen an den fremdartigen Ausdrücken und eignete sich dieselben schnell an. Sie erkann ten die Vortheile eines Vertehrmit tcls, welches von den Behörden nicht verstanden wurde. Der Jargon ist seiner Natur nach hauptsächlich deutsch, da er ja auf deutschem Boden entstanden ist. Die Bilderschrift der Gauner trägt eben, falls den deutschen Charakter. Wir wollen einige der Zeichen beschreiben und näher erläutern. Die Zeichen der ersten Figur wurden an einer einsamen Waldkapelle im Thüring' scheu entdeckt. Sie waren auf der Innenseite der Holzthüre eingeschnit ten und wahrscheinlich über hundert Jahre alt. Aber heute noch wird ihre Bedeutung von den Gaunern ver standen und lautet also: .Folgt der Richtung deS Pfeils 'bis zum vierten Haus, in welches in der Nacht des nächsten Mondviertels eingebrochen werden soll. " Soweit die erste Zeile, dann siebt man ferner einen Vogel, einen Würfel, sowie Schlüssel. Krug und Kette. Alles das bedeutet, daß hier fünf vogelfreie Einbrecher uid durstige Brüder vorübergezogen sind, denen eS selbst auf einen Mord nicht ankommt. Im Zeichen deS Schlüssels von ei nem Pfeil gekreuzt, steht der Cinbre cher. Sieht man dieses Zeichen an einem Hause. Zaune oder einer Mauer, so bedeutet das. daß hier ein Ejnbr.ki.er Ort usp Stelle für einen
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. Ich will c-j versuchen Äle nnd Bier enthalten ein nahrhaftel Element, aber in geringem Quantuni, vn! serucr das berauschende Prinzip. Das is -in fetter. Es gibt aber eine andere F lüssig keif, welche das nährende und stärkende Prin;iv dcö Malzcö enthält, I ohannHoff'c Mülzertrakt. Ein Dutzend Flaschen davon ?nth.'.l:cn eben so viel Nährstoff wie ein großes Faß Ale oder Bier. Das ist der eine Vorzug davon, der andere, daß er nicht berauschend wirkt lvie jene. Er hilff zur Verdauung, befördert den Stoffwechsel, rcgt den Appetit an und macht Schwache stark und gesund. Nur muß man darauf achten, den ächten" zu erhalten. Man sehe darauf, daß der NamenSzug 3 o hin Hoff- sich auf der Etikette am Halse jcdrr Flasche befindet ; sonst ist er nicht ücy?. EiSner A Mendelson Co., Agenten, 152 und 151 Zranklin St., New Jork. Clnbruch günstig befunden und einen Spießgesellen verlangt, der in der Nacht 'sich in der Nähe des Zeichens einstellen soll. Zwei gekreuzte Schwerter mit einem Pseil bedeuten , die Richtung, welche eine bewaffnete Bande mit einem Anführer genommen hat. Spiel karten mit einem Pfeil zeigen an. daß hier ein Nitter vom grünen Tisch vorüberzog und seine Nachfolge? warnt, nicht in' die Hände der von ihm Gerupften zu fallen. Häufigst das Datum angeführt, an welchem der Ritter vorüberzog. Die Zeichen sind in die Baumstämme der Land straße eingeschnitten. , , Die fünfte Illustration ist daö Zeichen einer Zigeunerbande, welches die Richtung angibt, in welcher sie weiterzog und daS Datum, an wel chem sie den Ort pafsirte. Die Nul len bedeuten die Zahl der Kinder und die Striche di? Zahl der Männer. Ein kurzer Strich bedeutet, daß sich eine Frau. unter der Bande befindet. Die gebogene Pfeillinie zeigt, daß die Gesellschaft zu Fuße reist. Eine ge rade Linie würde einen Wagen be deuten. In Hannover entdeckte die Polizei daS Bildchen No. 6 an einem Baume im Felde. Die Zeichen waren einem Buche über Ciminalsälle entnommen und zeigten da Versteck eines Diebes an. Da die Behörden die Zeichen zu deuten vermochten, so saß der Mann in kurzer Zeit hinter Schloß und Rie gel. Die Gauster ' nehmen häufig einen Namen an. der mit ihrer Be schäftigung im Einklang steht. So lebte am Rhein ein Gauner, der früher ein Bretzelbäcker war und sein Wappen, wie in Figur 7 angezeigt, an den Mauern anbrachte, wenn er einen Einbruch verüben wollte und eines Helfershelfers bedürfte. Die Zahlen neben den Pfeilen bedeuten: Ich war am 5. November hier unl kehre am 20. Dezember 1872 miedei zurück." Ein berühmter Einbrecher Pe&V genannt, welcher in Oesterreich sein Handmerk betrieb, erhielt diesen Spißnamen, weil er mehrere' Spra chen verstand. Er eignete sich -die Figur eines Papageis als sein Ze chen an. Die Behörden entdeckten nachstehende Zeichnung an einer Kir chenthüre in der Nähe von Gratz und be, chloren, dannach zu handeln. Tle Zeichen aber lauteten: .Polly- wird am 26. Dezember hier eindiechen und erwartet Kameraden am 25. Dezem der. Das Wickelkind unter der Kirche bedeutet den WeihnachtStag, während mit den drei Steinen der St. Ste phanstag. oder 26. December beieich net wird. Der heilige Stephan wurde bekanntlich gesteinigt. Ez stellten sich richtig vier Gesellen ein. die festge nommen und später gehängt wurden. Auch in den Gefängnissen wissen die ff - w' j. ry ' t Gauner ourcy Jeiazen gegenieilig zu correivondiren. Hiebet benutzen st, manchmal laute Gebete und Ausrufe oder sie verkehren mit einander durch itlopten gegen die Eefängnigmauern. schlttbllch noch einige Worte über die Gaunersprache. - Die Kenntniß derselben ist nicht nur für den Kriminal'sten von großem praktischen Werth:, sondern" bietet -auch dem Ethnologen und Sprachforscher ein hohes'Jnteresse dar. Dr. Groß.ln Graz hat sich 'dre Mühe nicht verdrießen lassen, !n elnein Werke ein Vokahulan dieser' Sprache zusammenzustellen, daS mehx als drfl? tausend Ausdrücke umsaßt und den? noch nicht auf Vollständtgkeit Anspruch machen kann. Wenn wir dasselbe gena durchsehea. sa jutdcn v!r.2L
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