Indiana Tribüne, Volume 17, Number 103, Indianapolis, Marion County, 31 December 1893 — Page 4
Andiana Tribüne. Erscheint AÄgltch und Sonntngs.
l'le tZgliche.Triba-kostet durch den TrZge, 13 (Zenit er Joche, die Gonniaßlw2riofineCent per Woche. Seide ,usammen IS Senk oder M Cents per Monat. Per Post zugeschickt in Vor auöbezahlung Vptx Jahr. Office : No. 18 Süd Alabama Str. Indianapolis, 3nd.,31 Dezember '93. DaS billige Nachtmahl. Die Stcrzmzerischm saßen um den Jausentisch herum und jedes der Fami !lenmitgll:der zog die Bilanz des sching. Die Nesi und die Toni, Vetdt über die ersten Zwanzig hinaus, wußten Erstaunliches über die Verheerungen zu berichten, welche sie durch ihr Erscheinen auf tiestm und jene Balle umer dem Männervclk in Frack und Uniform an gerichtet hatten. Da war der Herr Offi zial Cchlotterer, der sich fast au schließ lich mit der Rsi befaßt, und da der ver Kit vete Spälermeister Klimxsinger, welcher der Tont seine Huldigungen dur gebracht hatte. 9Jicin Gott, so ein Ossizial schon an die Fünfzig, der ii nit viel mehr wie a Tiurnist mit Börteln und die Witiber, die mu man nur kennen, die sind ötter weis größere Hallodri als die jüngsten C'.udeinen. I kenn' mi au.- So qualisizirte mit unbestechlicher Objektiv: tät Mama Stcrzinger die ehrbaren An Näherung, n an ,hre Töchter, wobei aller diagZ der Umstand. nicht ganz unbeachtet bleiben konnie, daß weder der gering ge schätzte Herr Osfizial noch der Herr Spanglermeistcr die geringste Ändeu tunz über die mit N:cht so sehe ge schay'.en reellen Assichtcn-. gemacht hatten. .UebtigknS hat auch der VLckermeister vcm Zueiundzmanzlgtt'HauS sehr deut lich zu tasteten gegeben ;Ünb der Fran;l vom Selcher hat mir Saen gesagt, Sachen!" ,td ja das wär' eher ein Nvwero. Mtt'n üreßz'ich sl kommt Sincr deu tingtäz; noa) am ehesten auf. Mann r.L? die Manner net gar so tramhaprr wären; 's wär' eh'' nöthig, daß man ,in Jeden die Liebeserklärung portorane ins Haus schickt." Auch der Herr Sterzingen junior, ein Jüngling in den . besten Ft. geljahren, tischte nun seine Fafchingibilanz auf. Er hatte eZ endlich dahin gebracht, dcn Sechstrüt zu erlernen und sogar beim Anfang, wo er bislang roch immer nicht d.'rcinlomn-.en". konnte, hatte er keinen einz-gen Fchltritt gemcchk. ($oix den Fehltritten schwieg der Schlankl.) Nun waren itin die höchst Erjolze sicher, nun- mußte er binnen Kurzem einer der gefrrch:elsten Löwen des TanzcaS werter. Wenn nur oer Fasching net immer gar so kurz war l" Die" Stoßseufzer veranlaßte Papa Sterlinge?, welcher sinnend eine ßaiur semmel in den Kcffee gebrockt hatte, aus seiner Reserve bervorzulreten. .Na sei so gut ! Zu kur, dai wär' mir noch abgegangen. Mir war Uz Fasching g'raV um zwei Wochen zn lang."' So ? Die Gattin var's, die theure, deiche langgedehnt d.ese inhaltsreiche Frage stellle. . (3'rab zwei Wochen sag' ich fuhr Herr Stkr,mger fort .de m genau für vierzehn Tag fel)lt mi? jetzt Kleber das Eelr...Mann Du hast mehr verbraucht, als un er Pitichäh vertragt?" .Warum tast denn um daö Pitschzh net fiüher g'iragt, wie die Madeln Schuh und leider für'n Ball gebraucht haben?" So? Also net am.'l da; soll man sich mehr vergunnen dürfen? Rabenvater! 'S waren eh die billiast:n Fakndln und in Holzpn o7eln las,' i unsi Madcln r.et tanzen, i r.et l" Aber i sag' sa gar nix. Weiber!, ich nein r.ur, ein D.fizlt U da eS bleib nir. kbr g, toli müsZen. unS .halt a bi,sl em chranlen." Mama St-rzmger schien sehr geneigt, die Letaüe in schärfn Tcnart fortz. führen. Aber ei waren ia die Kind? da der (Her) Gemahl-hatte den Z:ichun!t der Budgetdebatte rn;t u?.ver tcnnbarem, s r iegischem Cck ar blick ge wihlt. Di- -ma zwang siq also jur Ruhe, inUn: sie sich eine zweite Tasse '"rß. (jneiiüoljl klang eine starke 0 eiztheit durch, als sie bcmeitV : mQmi taten das it afo a g's.traufte Red'. AIS ob wir'S ffiefo sacke w: 6 beim Fenster 'nauöscha-eiy'n lhuen. Ein schranken w.e scll n wir Uni denn noch einschränken V Wan könnt' vieeicht am Ess:n spa r;n." .Ss ? Am E??en ? Also i? 'S Dir viel alle Wcchen zwei Mal einen 3?m!u? Od? willst zum Kaffee ein Bosniak.n essen sta:t der Kai'ersemmel t Gut, s mach' ,ch balr ka Mhispeiimh? zu Mlk tag die Eler sino eh net mehr, zu er' schwinvn." ' Te5 af den Vada Sterunner .mitten ins Herz.'. Die Mehlspeisen, namentlich. l, . m r iubcn, nuren emc (t0,pe sen. .Am Mit'aaessen laßt sich nix ab zw ckeik, das sh' ich ein cill-ric ee daher f miaut. ,Als,roo denn?..CinsckrZnken Du mufc roa2 . gedacht Haien daWeit. Alteich hab' mir so gedaöt.. tmfv tTnffs rf -ii. mir'Tl'. m , ".W. iw.tivil'tl .bv C lUv stanicS wie tcr Dsitor imm.r sagt wir toben immer waS Warmei uns der Kuchelirampek,. dir. Mali,' kri'gt era noch ein' Zwannger Nachtmalz.ld. Nun schav, wie w r's denn, wenn -wir so h?e und da'a raar Mal. in der W en, eia? kallm Al s ch u:t h t e7.'oder so eiwai eS km' doch billiaer." Wannst meinst no, dir klnnen'S ja probilen." r- : : . m(t t, Alte? Schtni, ' ra neulich, am Ta. l.cch'n Ball, da 'avr die a Jed'S in Russen geges en. d?S iS in der beuti am Zeit serr r.ülich" dieser Wi$ ver ftnz gar nicht'ündnS:erzmzer. lenkte daher sehr rasch tri. der ein ich mein', ich wellt' sazm. dl mal därm dir Allt ssnj satt, die VlaM ist Sfcii3 ä'tt.
rurzum,- pc z ?raqrmal y reine fünfzig Kreuz lost l" ,Eut. We, n'S fein muß und wenn schon gespart werden soll, so geht'S beim 'achtmal n ch am ehesten. Atso heut' koch' ich Ai erds n-x und Tu bringst a Kleinigkeit mit. IS 'i Dir so recht?" err Slerzmger da? gerLytt. C? gab seiner Alten einen herzhaften Schmatz und ging gaiz glückselig seine Geschähen nach. Qt war doch recht gut daran mit seinerFrau. Ein so einsichtiges, n?chziebiS Weibchen, das konnte man suchen weit und breit. DeS Abends um Sieben, als er heim därtS schritt, b tte er beinahe vergessen, daß es heule an ihm war, die Atzung für seine Lieben heimzubringen. Zu rechter Zeit noch erinnerte ihn der AuS lagekasten einer Delikatessenhandlung an seine kulinarische Mission. Er trat also ein. Wünschen?" näselte der schöne, tlondgelockie Kommis. , ,A Kleinigkeit geben S' mir halt zum Nachtmahl." Und der Herr Ster zinger gustirte. .Russen kann man ja doch nicht alle Tage essen, so weit kann te polnische Leivenschalt nicht gehen. Auch Heringe sind nach dem Ascher mittwoch ein überwundener Standpunkt. Älber mirinirter Aal den ß daö Weiber! für? Leben gern, also gut Äal. Sapperment, das ist wenig für dreißig Kreuzer, die Meln wollen doch auch etvaS baben davon, also noch ein Zlückchen.,.Und dann ein Stückchen ""stiosen Mortadellawurst wäre nicht übel. iji?sse'cht gemischt mit Pariser und Salami ? .Üdt. Aber nöt viel. A paaa Spa'kerln Mo." Auch ein Käs gefällig sehr guter ai onatkaS blos zwanzig Kreuzers Das war beinahe geschenkt und natio. ii "ch nock alio mamen dir Wtt madige Modi mit Und dann nein. Nichts mehr, ti wird genügen. Der vw ogelockte, h.nreißend schöne KommiS lleß noch zwci Aepfelwangen verführe rijch glänzen und Eterzinger war Asam genüg, der Versuchung zu erlieaen.
'erauf sch ieb der Berfübrer ein tier licheS, rosafarbenes Blättchen, und wies Herrn Sterz'nger an die Kassa, wo eine elegant frifirte Dame mit herzgewinnen dem Lächeln das Zeitlichen entgegen nahm und Zlazhaft flüsterte: .Liaen Gulden Fünf iz.- -Wa ai?" Grimmig zablte H?rr S!er',Znqn und lief davon. Sapperlot da hatte er sich schön tin?inreiten lassen; Übrigens, das erste Mal dlrf:e man die neue Ein richtunq des billigen Nachtmahles nicht allzu streng durchführen, das r ü'te ja devrimlr.nd wirken. Aber das nächste Mal gewiß, daS nächste Mal wieder Russen. Daheim war d?r Abendtisch sbön säuberlich gedeckt und mitten auf demsel ben stand eine Schüssel mit Schinken und Aspik. .Du hast. Alte ? .Mein Gott, die Kinder müssen essen. Der Fritz iS noch im Wachsen. Und von den vier Russen, die Du bringst Schweigend breitete Papa Sterztngn seine Sch tze aus. Fritz, der ewig hun grige, stieß ein Triumvhaechrei auS und die Rest und die Mali setzten sich mit einem freudigen : .Ach oaS ist appe titt'ich- an den Tisch. Nur die Mama zr die Augenbrauen sehr hoch 'empor u. sprach mit ernstem Tonfall - der St. me : .,cann das kostet ja veuigstenS sechzig Kreuzer .Aber Kind, waS f'llt Dir ein! Der Herr Papa befaßte sich hierauf sehr gelegentlich mit seinem Mortadella. .Und kein Bier?" fragte Ftitz, der ewiz Durstige. Qi ist wahr, die scharfen Sachen machen Durst." Also meinethalben, . di Mali soll Vier brinaen." Und Mali braute Bier, über Ne 'setzte den Krug mürri'ch auf den Tisch . V . F . mi , r r . u o an tiii oic KDiatx vouicyanne, mußte er mit ti.'fem Seelenschmerz kon statlren. d,y eZ der vure Hansel- war, tt:S die Mali gebraht. katte. Mama Sterzinger lanpfte wie ein rammendes Schlachtschiff in die Küche hinaus und es kam zu e.nem heftig; Wortgefecht, dessen 2rn bis ii Zimmer drang. Ma konnte hzrcn, wie Vt Mali heftig er klär:e dak ihr mit eine Schinkenblattl und Butterbroo nicht gedient sei, sie bean soruche ihren normalen Zwanziger Nacht malgeld, denn auf demselben sei das yanze, überaus glückliche Behältniß mit threm Hu'arenkorporal basirt.man konnte ferner hören, wie Mama S:erunzer re plicirte, eine so unverschämte Person sei ihr noch nicht vorgekommen, und man konnte hören, wie endlich Mali den Fa den der interessanten Auseinandersetzung mit den Worten abichnttt : Ich mach meine v webn T g und geh'.- Indessen war der Aal, der Wurstausschnitt, der Schinken und d.'r Käse spu.loS versbwunden. daZ Bier auetrunken wor den und Fritzl sprach ein tte, sinniges Re sume. ' " - Eiqentliö. seqte er, hätt ich noch ein Appetit. Di.ses Fisä. und Wurstzeug macht net amal erdenklich satt. , Da hob der-Herr S erzinaer du Tafel auf und sich mit seiner Zeitung und seiner V eise in daö Schlafzimmer zurück. Erst nach , peraumer Zeit folgte Mama S:erzinger ibm nach. Sie halte noch eine groxe Konferenz mit ihren Mädeln gebabt, wonach die Mali, die sonst über aus ver ven)bar war, in Dienste zu be lassen und ihr das liebespendende Nacht malrelutüm auch fürkerhin auizubezahlm sei. Hast Recht, Alte-, meinte ttübsinn! der Herr Gemahl, als ihm das Ergebnis der Konferenz mitgetheilt wurde, .eS schaut nrx heraus bei dem eviaen Oech ein. Und waS daS Einschränken anbe langt, i, der Wirthschaft geht's wirklich net. da seh ich ein, ich w-rd 'S halt im Geschäft hereinbringen. Um Himmels Wille nur kein so billiges Nachtmal meh S. Drab5Ft Die blauen Noseu. r H. up,b5, Draußen, wo die letzten Häuser der Stadt schüchtern sich in kleine Gruppen zusmndr4r?. M cd Ls L
wußZsein Ihrer ''HmsalliLlett 'und "ihres vernachlässigten Aeußeren vor den großen stolzen Stadthäusern schämten, dort drau tzen, im schlechtesten dieser Häuser, sitzt in einem trostlos öden Tachkämmerlem ein Greis. Er merkt es nicht, dak der goldige Frühling längst eingebogen ist. daß Wald und Feld umher im schönsten Grün pratt gen, daß die Blumen duften und die PS gel singen; nein, er weiß dies AlleS nicht, rbwobl er vom frühen Morgen bis zum späten Abend am Fenster sitzt, denn all seine Aufmerksamkeit ist auf die Arbeit vor ihm gerichtet : er stickt. Ein vom Zahne der Zeit schon sehr benagteS Stickmuster dient ihm als Vor läge, einen Slrauß Rosen vorstellend, doch nicht rother, sondern blauer Rosen mit braunem Laube. Emsig arbeitet der Alte, als gälte es, Versäumtes nachzu holen, und ein monotones Lächeln schw-rbt beständig auf seinen bleichen Zügen. Diese blauen Rosen" aber haben ihre Geschichte. Der GreiS war vor vielen Jahren ein wohlhabender junger Kauf mann gewesen. Als solcher wandelte er, am Arme sein junges Weib führend) im Garten und Beide ergötzten sich an dem herrlichen Rosenflor, den ihr Gärtner mit großem Fleiße erzielt hatte. Sie erfreuten sich des herrlichen Duf teö und bewunderen die unendlichen Farbenabstufungen vom reinsten Weiß bis zum tiefsten purpurnen Blauroth. Und damals war es, als die junge Frau ihr Bedauern auSsprach, daß gerade ihre Lieblingfarbe, blau, unter den Rosen, die sie so sehr liebteuicht vorkomme, und dieses Bedauern war dem liebenden Ge mahl der Sporn, mit seinem Gärtner lange geheime Berathungen zu Pflegen,
ganze Bibliotheken über Rosenzucht zu studtren, von 'den entlegensten Geaenden vrrschiedene Erdarten zu beziehen und alle noch nicht in seinem Garten vertretenen Rosenarten von der einfachen wilden Rose biS zur stolzcsten Centifolie zn pflan tcn, denn eS war ihm, als müsse er den Lieblingswunsch semeS Weibchens erfül len, als müsse er den Traum von der blauen Rose zur Thatsache machen. Zwar verschlangen seine Versuche viel Geld, doch waS lag daran? Hatte er jemals diesen Faktor tu Betracht gezogen. wenn es sie darum bandelte, ibr eine Freude im bereiten, Und zuem ging ein i44V9 IfyUUVV V4UW IV TS4U VV VU Draht, der so viel freudige und noch viel N.s.4,,.k h,tor,ri O- ? djA4fj fjflrti4i .MMt.V WW.IWMI.V. t 1s . -anz unerwartete Nachricht von dem Zu 1 r . ' . V. ammenbruche eines Geschä tsbau es, bei Lf,m r fr ttk kk,ikit 5fl m ein bart Sckla. ab n lie r; w :k ... v.. s Ik-tf .wy . M vv W.M v. . - ' - . . mußte sich eben em wenig einichränk.m, die Dienerschaft vermindern und was ihn am meisten betrübte - den theuern Värtner entlassen. Doch, wie es zu gehen rflegt. ein Unglück kommt selten allein, 1 1 . und so gmg es auch diesmal. IM tarn tarj urplötzlich ein? böse Zeit für alle Keschäftsleute, wo silbst s?gen. ewige rn wanken be. ann?n. und da Machte sichrer schon erltttene Verlust teuria iüblbar. ISA krackte" an aüen enden, und eines orzcns bltcd daZ lz?e schast geschlossen, es kamen ernste Männer mit Federn und Dokumenten und legten Siegel an, indessen ver bisherige Besitzer neben dem -bztit des geliebten Weibes saß und allen Kummer beim Anblick des fcsSi wden 5 Ä ffiSSÄl t. "ii v:. nt Tr- v '- r! kuci, t,cv ty mk... r :. ?s.,... :.s. k.... iLktei. d vliubigcr gtlassen. und nun Zoulen ne ism i vv aufwachsende öchterchkn. dann aber eilte er zu semen No,en. icoer aoer gi,ss daS 'unbarmherzige Geschick mit kalter Hand in sein Herz. Die treue Gefährtin seines Leben, die bisher sich mit il)m des Lebens erfteut und dann standhaft und schweigend sein Unglück getragen, sie sanr aus'Sranreniazer uno nac? tangem Leiden verließ die starke Seele den ge t. i.r!2 fl,:i !L. ...w (.!. Al.k i...rt. brechlichen Leib, ihn und sein Kind tröst lös zurücklassend in diesen Thale der Thränen. Die lindernde Zeit goß Aal kam auch in diese Wunde. Doch die lange Krankheit seines Weibes hatte ihn oft vom Amte ferngehalten, er konnte in der ersten Zeit nach ihrem Tode seine Pflichten nicht vcll erfüllen, und so ward ihm auch dieS Stückchen Brod genommen. : Zu seinem Trost war sein Töchterchen bereits so weit herangewachsen daß sie die bescheidene Wirthschaft besorgen konnte, und schließlich' errang er einigen Ver dienst als Abschreiber bei verschiedenen Advokaten, indessen sein Kind fl:ikig die Nadel führte und durch ihre Snckcrcien einen Beitrag zur Bestreitung der &bert b.dürfnisse verdiente. Doch Kummer und Sorgen bezwingen ein jnriges, armeS Menschenherz leicher als em im Kampf erstarkteS. Wahrend der alternde Vater vcn Tag zu Tag, von Frühling zu Ftüh ling nach dcn schon schwach bläulich schimmernden Rosen blickte, Übersah er, da die Rosen auf den Wangen seines TöchterchenS langsam dahinschwanden, erst einer fahlen Bloss: w.chen und e.id lich grellrothe, scharf begrenzte Klecksn den Auebruch eines unhe,löarcn Lungen leidenS prophezeiten. Uns j-tzt hol:e das Schicksal zum letzten schwerst-n Schlage nach ihm auS. ,Wie sein Weib sank nun auch sein Kind aufs Krankenlager Uid bald hatte der unerbittliche To) i.-m seine leyte Stütze genommen. I., ramlolem Jammer war er an ihcr Leiche z'isam m.'ng.sanke, und a:S die schwarten Männer sie hinaustrugen, hatte er nicht die Kraft ihrem Sarge yi folgen ; ohn mächtig brach er im Stäbchen zusammen. Nur langsam holte er sich wieder. Die gutherz'gen Leute, bei denen er wohnte, pfl'-gten ih.i mit herzliche? Theilnahme, und da er in seinen Jieberpbantasie nur von Weib, Kind und seinen Rosen sprach, bartrn sie auch an d.ese nicht vergessen, sondern dafür .gesorgt, daß sie nicht zu Grunde gingen. Als nun der Schnee verschwand, die Sonne agmälig wärmere 1 ( f f k. . . . 4. rr . mm r
Geschäft ja vonüalich. Doch die naym er ie ieyien emer. ym o roeurrn
lt ist runö und das Glück auch, dlozenzloae uno rrug vtnaus zu en
Duelle neuen Neichtdums werden, denn ,niß dort statt, doch als 'er näher er war überzeugt, laß er semem Ziele bi; t0t mcht mehr ferne stand. :n.n .fciy kk.'-b wi, ,,;
Kam er Abends au? dem Amte, wo er stehen ob de? Anblickes, der sich ibm bot:
für karge Besoldung viel lösten mußte, bann aber stürzt er mit einem gräßlichen so begrüßte er sein We,b und daS lieblich Scbrei vorwärts : die Rolen waren alle
sa9icn jennano, oann et MXtt iQ r.it neue Grün kleidete und für dea d?z tzzi & V
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vand welche Wieg' schaukelt, regiert Die Wahrheit dieser Sentenz wird all gemein zugegeben. Warum sie bestreiten Eine andere Frage ist : Wird nicht den Kind zu viel, der Mutter zu wenig Aus. mcrksaiukeit geschenkt ? Eine Mnttcr vergißt sich selbst in ihm Liebe zum Kinde. In ihrer mütterlicher. Sorgsalt schädigt sie ihre Gesundheit. Thöricht und doch so natürlich ! Die Gesundheit einer Mutter mutz erhalten werden. Johann Hoff'c Malzextrakt hilft dazu. Er ist zuträglich, nahrhaft und schmack haft. Ein Dutzend Flaschen davon gcwah ren eben so viel Kraft und Nahrirng wie ei. Faß Ale oder Porter, ohne berauschet oder kostspielig zu sein. Er regt die Lebeuö thätigkcit an, ist nahrhaft,' reizt den Appe tit uud hilft zur Verdauung. Es wird überall verkauft.- Man hüte pck. vor Fälschungen und achte , darauf, daß bei Name Johann Soff- auf der Etikcttc am Katte ieder Masse üebt. Beüebt daraus . dm achten Malzextrakt von Johann Hoff zu erhalten. Acin iidercr ist .gerade so gut.EiSner & Mendelson Co., Aaertten, 152 und 151 grannin St., New )oit. wen v.erg wellt, 'vag er vagen bnrste, wieder ins Freie zu geben. Sein erster Wez führt zum Friedhofe, wo man ibm das Grab seines Kindes I zeigte, daö sich neben dem der Mutter be ' fand. Tätlich mn, wenn es die Witte i runa erlaubte, wankte er hinaus und saß I . . je i e 4- w ! skummem cymerze aus oem tittnen 'Hügel. Und sobald eS warmer wurde. . . . . . . t die Töpfe und pflanzte .die Rosm um den Grabhügel, denn was sollten sie , . Q - - , , M y . 'hm Wetter , gut ihn gab es keine k5reuoe mmI m.ti Mutk .k R. ' vj v" schick bisher den Lohn ,emer unendlichen Mühe vorenthalten, jetzt . wollte' er ihn' nicht mehr, letzt verachtete er auf die Er. , m t t ' (AIIiim. " trtnr.lnA.n tr.ttjnl -:.-. j-y- v,,"cien,gen, um oereniivmen er ge lebt und geruldetgehont und gekampst, wf unter der Erde lagen und nicht mehr teilen konnten mit ihm denaUsäll.gen hift. h.ri.ntn IVs.VMttirt I Vt( ""1H,f! W.V 5n wollte er seine t.sherigen Lieblinge, "Se es 'h möglich wäre, denn schon hatten sie reich lche Knospen anzesep und die Geister wner en sollen l" "u" Leib war schwach und ein böser Regen, der ihn ganz durchnäßt, hatte ihn auj's Krankenbett geworfen, von dem er sich erst nach längerer Zeit wieder erheben konnte. Es war ein herrlicher Sommertag, als f?, Ssrm VtntotM s :säm bie Herrlichkeit. Auf einenSlock gestützt, eilte er dem Ziele seiner Wanderung u. er wieder zum Friedhofe wanderte. Die rr. rwjttrthnr h rrtttar ftn umici?s c ucuwuttai nans bcit offen un cirn gb Msch.nme,. fc lje atitetf w'lche n beluchc welche e? besuch blüht und prangten im herrlichst Blau! Er wart sich tn sinnloser Wuth darauf und ehe es noch die Umstehenden verhindern konnten, batte er die armen Blumen mit den Wurzeln ausgerissen und erbarmungslos zertreten. Dann stieß er ein gellendes Gelächter aus und sank den Nächsten in die Arme. l Wohl beeilten sich viele der Umstehenden, I l v ' fr . a i,. ' rn. . ... . .. die mißhandelten Rosen aufzulesen und sofort wieder einzusetzen, doch vergebens, sie erholten sich nicht mehr, welkten dahin und bis zur Stunde gibt es keine blauen Rosen 1 Seit dieser Zeit ist der Gcist des alten ManneS umnachtet.' Er ist für seine Umg?bung verloren und seine ganze Unterhaltung besteht in den Worten: -Blaue Rosen.- Ein Fremder, der von siinem Schicksale tief ergriffen war, schekkt ihm einst jenes St.ckmuster mit dem Strauße blauer Ro sen und der arme Greis sitzt nun vom Morgen bis zum Abend und stickt mit rührender UnVerdrossenheit, sogleich von Neuem beginnend, venn er eines vollen det. Seme armen und gutmüthigen Wirthsleute verkaufn dann diese Sticke xeicn und von dem Erlöse werden die wenigen Bedürfnissi des Alten b stritten, der für nichts Sinn und Verständniß hat, als für die '.blauen Rosen", die fük ihn so verhängNtßvoll urden. ttathederw.tSyelt. In der Seeunda des Gymnasiums wird der Virgil gelesen, und eS kommt tabei unter Andeirs eme Stelle vor. bei der von einer Sau die Rede ist, die elf Ferkel geworfen hat. Meher : Adel, Herr Professor, das ist doch ganz unmöglich, daß eme Sau elf Ferkel werfen kann ! . - ' Professor: Setzen Sie sich, Sie sind ein Unverschämter l Aber ich werde mich danach erkundigen. Professor (am nächsten Markttag? zu einem Bauern): ' .Sagen Sie 'mal. mein Lieber, ist ö dohl möglich, daß eine Sau Sei eine Wurf elf Ferkel zur Welt bringen tannl Bauer: Gnt' Herr! Zehn hab' ich schon selber erlibt, aber elfe weiß ich Nicht.- . Professor (in der nächsten Virgik stunde) : .Mezei ! , Zehn Ferk-l kann e ne Sau wohl weefen, aber das elfte ist einepoetiscte Liee nz5 . , ? Meerschaumpieifen, sänge deutsche Pfeifen. Cigrrenspihen':e.' bei 'Da. Npgo, zp? OJfCltoji'Ciyi-
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