Indiana Tribüne, Volume 17, Number 93, Indianapolis, Marion County, 20 December 1893 — Page 3

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Der Amtinann.

Roman von Hermann Heiberg. (Fortsetzung.) Sie antwJrtete nicht. Die Spitze des Sonnenschirms in den Sand bohrend, die Augen gesenkt, schritt sie, immer nur zuhörend, neben ihm her. Endlich, sie traten eben durch eine wundervolle Lichtung in den tieferen Wald, nahm sie das Wort und sagte : Angenommen, Herr Graf, da& Sie Alles ehrlich meinen und empfinden, auch angenommen, mein Bruder könne ! r jr , r"c r rr v rn jity üetu:;ncii iatii unu ujuniiucii was ich allerdings nach dem Ueberraschenken und Traurigen, was Sie mir eben bezüglich seines Vorg'hens gegen Ihren Herrn Vater mitgetheilt haben, sür ganz unmöglich halte wie denken Sie sich unser künftiges Leben ? Ich besitze nichts, als meine Hände, und wenn Sie auch qern arbeiten, dermögen Sie doch nichts irgendwie Beträchtliches zu erwerben. Sie haben, so viel ich weiß, weder eine Stellung, noch einen Erwerb. Ich sehe nur Aus sichtsloses vor mir, und da meine ich. Sie thäten wirklich am besten, sich des Gedankens an mich vi entschlafen und diese Laune es ist ja doch nichts Anderes, als eine Laune, Herr Gras von sich zu werfen. Ich müßte ja nicht menschlich geartet sein, wenn es nicht Eindruck auf mich machte, daß Sie so ausdauernd um mich werben. Aber was kann es nützen ? Ich frage Sie ! Ion der Luft können wir nicht leben, und von meinem Vruder" Anna sprach die letzten Säne berechnend, um die Wirkung auf den Mann zu beobachten habe ich nichts, gar nichts zu erwarten. Die Gerüchte, welche die Leute über seinen Reichthum und seine Absichten für mich ausgesprengt huben, sind durchaus übertrieben. Er hat etwas gewonnen, aber auch wieder der loren. und mir wird er, falls ich Ihnen die Hand reichen würde ich wiederhole es, keinen Thaler geben ! Das Einzige, was sich vielleicht erreichen ließe, wäre : daß er seinen Widerspruch so weit ermäßigte, daß er erklärte : Tbue, was Du nicht lassen kannst ! Aber wir sind geschiedene Leute !" Zu alledem kommen noch di? vorhandenen Standesunterschiede und die Scheu, die ich selbst empfinde, in eine Familie zu treten, durch die uns sei's auch nur durch einen unglücklichen Zufall so Trauriges widerfahren ! Ich bitte Sie also, machen Sie mir das Herz nicht unnöthig schwer. Ich vergehe vor Angst und Unruhe bei diesen fortwährenden AnNäherungen Ihrerseits. Schon gab es sehr erregte Szenen mit meiner Mutter darüber, daß ich Ihnen eine Zusammenkunst gewahrt habe. Wußt: sie, daß ich heute abermals mit Ihnen hier auf und ab gehe, würde sie mich aus dem Hause stoszen. lasas yaden Sie auch an mir? Was bin ich? Das Unglück von damals hat mich sehr ernst gemacht. Wenn ich Ihnen das erste Mal nachgab, so geschah's, weil ich der Einförmigkeit und Oede einmal zu entfliehen trachtete, nicht weil ich besondere Freude an Heimlichkeiten fand. Was hat ein junqes Mädchen, das doch auch Fleisch und Blut und Sinne besitzt ? Die Menschen mögen wohl reden ! Die Tugend, immer mit niedergeschlagenen Augen an dem anderen Geschlecht vorüberzugeben. ist bei Allen eine gezwungene. Auch gibt's doch Unterschiede ! Man ist noch nicht schlecht, wenn man einmal seinem Herzer, folgt " So redete Anna , halb geleitet von Vernunft und Zurückhaltung, halb im Kampf mit ihrem H?rzen. Aber gerade ihre freimüthiae Art ge fiel dem Manne außerordentlich. Je mehr er in ihr Inneres sah. desto mehr ernannte er ihren Werth, und wenn sie, nicht entmuthiqende Enthüllungen über Alfons' Vermcgensverhältnisse gemacht hatte, wurde er, fortgerissen von ihrem ehrlichen Wesen und ihrer Schönheit, ihr jetzt gleich zu Füßen gefallen sein. Seit Langem gingen auch einmal wieder beffer? N?qunq?n durch seine Seele. Das Be'sviel bleibt des Lebens größ-. ter Lehrmeister ; es wirkte auch auf ihn. Aber wenn er das Resultat aus dieser Unterredung aaq, so mußte er sich saaen, daß ein Rückzug geboten sei. Besaß Alfons nicht viel, dann war auch die Hoffnuna. ihn eines Besseren zu belehren, werthlos. Mit gutem Willen war Rudolf von Kr:ge nicht gedient. Er brauchte eine reiche Frau ! Doch war er zu klug und auch be! der gegenwärtigen Weichheit seiner Seele zu feinfühlend, um, was ihn zum Rückzug bewog, in den Vordergrund treten zu lassen. Er eröffnete dem Mädchen vielmehr, welche Pläne er mit Hilfe von Dover in's Werk zu setzen gehofft, daß er mit seinem Vater bereits gesprochen habe, und betheuerte, es werde ihm namenlos schwer, sie ilnd seine Heimath zu verlassen. Ich hatte vorausgesetzt. Sie würden mir helfen wollen und können," schloß er und ging nach diesen in schwermüthigem Tone vorgebrachten Worten stumm neben ihr her. Und das wirkte nun wieder aus sie. und als er e3 merkte und in der Qual des Verzichtes einige Mal tief aufseufzte, wagte er es, ihre weiche Stim mung benutzend, sie sanft zu umschlingen und ihre Wangen zu berühren. .Anna, meine Anna !" flüsterte der Mann, halb von Rührung ergriffen und halb berauscht, dies schöne Geschöpf durch die Ausdauer und dur die !?walt Wes?5 5,!vU"7i zu haben. Und' sie für Augenblicke besinnungslos ließ Z geschehen, daß er sie stürmisch umfaßte und mit Lieb kosungen überhäufte. Aber nachdem das geschahen, kehrte ihre Besinnung um so kräftiger zurück. ' Eine namenlose Angst und Neue ergriff sie.' ! Was hatte ein Mädchen, wie sie'ts war? Doch nichts, als ihre Tugend und Ehre. Und nun schien ihr schon ein Theil verloren, nun kam sie sich schon wie eine Verworfene vqr.

.Nein ! Mein ! Ich will nicht! Lassen Sie mich !" rief sie, sich stürmisch von ihm losreißend. Und als er sie dann doch wieder an sich zu ziehen suchte, warf sie den Kopf zurück, und mit jenem kalt abstoßenden Wesen, das ihn bereits bei der ersten

Begegnung so stark ernüchtert hatte, schloß sie : .Sie begehen ein schweres Unrecht, die Situation so auszunützen. Herr Graf. Was ichür Sie empfinde, erlischt dadurch, und ich ersuche Sie auf's Dringendste, nun Ihren Weg sür sich zu nehmen. Gehen Sie dort, ich gehe hie: ! Drüben nahen sich Men schen. Ich will nicht ohne Verschulden durch Sie in den Mund der Leute kommen !" Und ohne auf seine Einwände zu hören, entwich sie und ließ den vor Leidenschaft bebenden und von Zweifeln gepciniaten Mann stehen. Er blieb auch noch längere Zeit im Walde, lehnte sich grübelnd an einen Baumstamm, oder schritt, des Weges nicht achtend, wie ein Träumender dahin. Dann aber legte sich plötzlich wieder der alte zynische Ausdruck um seine Livpen. ..Na, denn mach's wie Du willstthorichtes Geschöpf !" murmelte er, richtete sich empor und eilte, sich d .Sache" ein für allemal aus dem Kopf schlagend, auf dem nächsten Wege in die Stadt. Er beschloß, mit dem letzten Reste Geld, das er noch besaß, eine Flasche Portwein bei Anker im Laubenwirthshaus zu trinken. Es war bald Tischzeit, aber er brauchte eines Reizmittels, um die Nachwirkungen der starken Erregung niederzuschlagen. .. Inzwischen war Anna in raschem Schritt der Stadt zugeeilt, nahm jedoch von neuen kräftigen Entschlüssen erfaßt nicht den Weg nach Hause, sondern in die Thorstraße, wo die Wohnung des alten Plüsch sich befand. Nun. da die Sache mit Rudolf für sie so entschied sie ein Ende genommen, wollte sie völlige Klarheit haben, und um das zu. erreichen, brauchte sie die Mitwirkung von Heinrich. : Sie wollte ein offenes Wort mit ihm sprechen und ihn veranlassen,, was ein falsches Licht auf sie hätte werfen können, aus dem Wege zu räumen. Tischler Plüsch stand, als Anna die nach hinten gelegene Werkstätte betrat, gebückt und den Rücken ihr zugewandt, in der Nähe Yt nach einem winzigen Garten schaueoen Fensters und leimte einen Stuhl zusammen. Es roch in der Werkstätte scharf nach knochenduftendem Leim. Beize und Hobelspähnen. Zur Rechten lagen solche hoch aufgehäuft, daneben -unbehobelte Bretter, und an. den Wänden standen sowohl zur Reparatur eingelieferte Gegenstände als auch neue oder halbfertige Stühle und Schränke. Auch Hobel bänke, Sägen, , Hämmer, Nagelkasten und sonstiges Handwerkzeug zeigten sich dem Blick. - In seine Arbeit vertieft, hörte der Alte nicht, daß Jemand den Raum betreten hatte ; er ließ erst ein zischend pfeifendes Geräusch zwischen den Zähnen ertönen, und stieß dann, den Stuhl in eine andere Lage bringend, ein ungeduldiges : .Na, weet de Düvel, dtf de Kram nich sitten will !" heraus. Aber ein anderes lebendes Wesen, nämlich Pries von drüben, der es sich in einer Ecke b?quem gemacht hatte, erhob sich und bellte, und nun wandte sich Plüsch, den' .verflixten", aber heute mal wieder geduldeten Eindringling zur Ruhe verweisend, rasch um. .Ah, Fräulein Anna!" sagte er gutmüthig breit, stellte den geleimten Stuhl vorsichtig an die Seitenwand eines kleinen, glatt abgehobelten Küchenschrankes und trat auf Anna zu. Auch bot er ihr, vorher mit der Linken sich den Mund wischend, die rauh:, verarbeitete, !e Hand. .Nach ayerl?? freundlichen Reden und gegenseitigen Erkundigungen , erklärte Anna, daß sie gern Heinrich sprechen möchte ; ob er da sei ? Ja,.he-is baben! Enen Ogenblick !" nickte der Alte, schob sich durch die Werkstätte unter der . Entschuldigung : ' Dat süht hier man wat siecht ut, Fraulein - Anna ! Jk.harr keen Tid, en beten reine Kant to maken " bis an die Ecke und kletterte eine zu einer Bodenluke führende Treppe hin auf. Rufen nützte ja nichts. . : Und dann hörte Anna über sich poltern und sprechen,' und wenig später erschien zuerst der Alte, der sich sofort wieder an seine Arbeit machte, und gleich hinter ihm Heinrich Plüsch. ' Statt zu sprechen, machte Anna vorläusig Zeichen, daß sie vorn allein mit ihm zu reden wünsche, und Heinrich, ein hübsch gewachsener junger Mensch mit einem Vollbart und äußerst sympathischen Gesschtszüqen, bat sie, etwas verlegen an snnenHemdärmeln zupfend, voranzutreten. r ' Die Zimmer, ein Wohngemach und ein Schlafraum, die . Heinrich beim Eintreten fchloß. sahen sehr reinlich und ordentlich aus, obschon hier nur Mänuer wohnten und hantirten. .Da? Mittagessen. erhielten sie aus dem Vorderhaus ; Frühstück . und Alles, waZ sonst Erforderlich, besorgten sie selbst. ; . Als sie sich gesetzt hatten und Hcin rich rasch mit de? Hand einige liegen gebliebene Brotkrumen von dem runden Sofatisch weggewischt, sagte .Anna. , langsam und : deutlich sprechend, . weil er nur so ihr die Worte von den Lippen lesen konnte : .Ich wollte Sie fragen,. waS Sie : über.ruich an AlfonS geschrieben haben. Heinrich. Ich will nicht, daß er etwaS Verkehrtes von mir denkt. Ich muß annehmen, daß er Sie gebeten hat, mich ' zu', beobachten. Ich thue aber weder etwas Unrechtes, noch will ich überwacht .werden !" : ... - . : . Ueber des Tauben Gesicht fluthete ein tiefes Roth. Dann aber , sagte er mit ehrlichem Freimuth: ihr begegnen und wie ein Mann der. guten Gesellschaft sprechend X AlfonS hat mich gebeten, ihm ab -j und zu über die hiesigen Vorfälle zu schrei ben, und da habe ich auch Ihrer erwähnt." . ' . , : Ja e.ben. Heinrich ! . Und da hahen

M etwas von metner, Zusammenkunft

nit einem Herrn berichtet. Ich will Ihnen Alles der Wahrheit gemäß mittheilen. Der junge Graf von drüben hat mir, nachdem er mit seinem Vater gesprochen, einen ernsthaften Antrag gemacht. So ist's, und deshalb sahen Sie mich mit ihm !" Ein förmliches Entsetzen malte sich auf Heinrichs Antli', b; '-s'n or ken. Er wußte, wie glühend AlfonS die Kreges haßte. Nun trat der ver- . kommene Rudolf mit solchen Anträgen ! an seine Schwester heran ! Daß es ' ihm einzig und allein darum zu thun war, seinen Launen zu frohnen. war Heinrich zweifellos, daß ferner dieser Mensch Anna hatte einbilden können, daß es ihm ernst sei, bewies Heinrich, welche rafflNlrten Künste er angewen det haben mußte. .Glauben Sie eS nicht, glauben Sie es nicht, Fraulem Anna!" stieß er heraus. .Und Wenn's doch Wahrheit, bitte, bitte, lassen Sie davon ab. Wenn Alfons davon erfährt, gibts ein großes Unglück. In edem Falle ist es aber ein Unglück ! Er ist kein Mann für Sie ; er ist mcht werth, daß er Ihnen die Schuhriemen löst, Fräulein Anna." Mit der etwas überlauten Stimme, die den Tauben eigen, sprach er die Worte. Sie bewegten Anna um so mehr, als bei dem letzten Satz sich sein Gesicht in rührender Wei e veränderte. Zärtlich flehend richteten ich seine Aune Seele litt, gen auf sie. Man sah, sei und plötzlich kam's über Anna, daß Heinrich sie am Ende liebe !" Eine Pause peinlichster Verlegenheit entstand. Anna senkte unwillkürlich das Haupt, und ihr Auge blieb auf einer kleinen, zwischen den Fenstern stehenden Kommode haften. Da lagen Eichndorffs Gedichte, ein Band aus Bernsteins naturwissenschaftlichen Volksbüchern und Freitags Soll und Haben. Das war seine, des Handwerkers Lektüre nach der Tages arbeit ! Zum ersten Mal erschien er ihr in einem völlig anderen Licht. Zwar hatte sie ihn von Alfons immer über die Maßen rühmen hören : er sei der beste Mensch auf Gottes Erdboden, dabei lernbegierig, klug, äußerst unterrichtet und in seinem Handwerk sehr geschickt. Aber sie hatte das mehr als eine absichtliche Uebertreibung angesehen. Sie war seit ihrer Kinderzeit gewohnt geWesen, Heinrich als einen Bedauernswerthen, halb Ausgeftoßenen zu betrachten, dem sie mit geschwisterlichen Gefühlen gegenüberstand. Nun raffte sie sich empor. Sie war gekommen, ihm zu erklären, daß es mit Rudolf von Krege nichts sei ; sie hatte ihn bitten wollen, an Alfons zu schreiben, es sei kein Grund, ihr zu mißtrauen. Indem sie Ersteres that, nahm sie ihm ja auch seine Befürchtungen. .Nicht wahr, Heinrich." hub sie an, .Sie haben Alfons vom Grafen Krege nichts geschrieben ?" Er schüttelte energisch den Kopf. .Ich danke Ihnen, Heinrich. Und nun hören Sie : Ich habe den Grafen heute zum letzten Mal gesehen. Ich habe mich ganz mit ihm auseinandergesetzt. Sie können also meinem Bruder, der davon gar nichts zu wissen braucht, mittheilen, ich sei das, was ich ihm versprocken habe, zu sein. Ich bitte Sie. rühren Sie nicht . unnöthig etwas auf. was ich wiederhole es Ihnen feierlich nichts ist. Es hätte vielleicht etwas werden können, aber mit heute ist Alles vorbei." .Ja, ick verspreche es Ihnen !" bestätigte Heinrich mit treuhvzigem Geficht. Dann aber veränderten sich seine Mienen . und mit wehmüthiger BeiMischung stieß er heraus : .Sie hatten ihn wohl sehr lieb, Fräulein Anna ?" Sie blickte zu Boden und sagte nichts. Die Erinnerung an Rudolf ergriff fie, und ein Seufzer der Bedrückung entrang sich ihrer Brust. Als sie emporschaute, hatte er sich, nicht Her? seiner Empfindungen, abge wendet. Ihr entging nicht, wie er litt. Und da dem so war, und weil es sie schmerzte, griff sie nach seiner Hand, drückte sie sanft und sagtet .Haben Sie Dank, tausend Dank, Heinrich. Sie sind ein edler.- guter Mensch ! Leben Sie wohl, und auf baldiges Wiedersehen." , Er sah sie an mit einem zärtlichen Blick. - Sie aber eilte nun rasch , und ohne sich umzusehen, durch, den schmalen Gang aus die Gasse. lftortiegung folgt.) Der Anna Wagner Prozeß. Die Angeklagte auf dem Zeugenstqnd. Ihr Srenzverbör. Gestrige ?! a ch ,n i t t a g ssihung. Die Menge, meistens Frauen ist womöglich noch größer als gestern. - Die Angeklagte geht wieder auf den Zeugenstand und beantwortet die Fragen ihreö Anwalts. Sie, die Ange klagte, wollte die Todte nicht ankleiden helfen weil sie sich vor Todten furch' tete, und nicht weil sie sie vergiftet hatte. - Deshalb wollte sie auch die Todte nichtnilt in den Sarg legen und auch dieselbe nichtherührkn. Sie hat sich von Kindheit, auf vor. Todten gefürchtet. Sie hörte den Hund die Treppe heraukkomln,?n und fürchtete sich sehr, bis sie sich vergewisserte, dah eS nur der Hund war. Sie war damalS allein zu Hause, mit dem Leich nam. ES ist möglich, daß sie der rau Schmidt crjälte, ha sie damals

rfT W 3 1 Ein feineS 2 Sin feines . 3 Ein seines 4 Ein seines 6 Ein feines 5 Ein seines 7 Eine feine 8 Ein feines 9 Ein feines . 10 Ein feiner ,11 Ein seines 12 Ein feines , 13 Ein seines co Wir sind daS &2 (20 sagte, der Geist der alten Frau komme heraus. Sie war sehr' abgespannt, denn sie war die ganze Ncht .hindurch i mach. Sie legte sich etwas al'f das Sophi, schlief aber vor lauter.' Furcht nicht ein, da sie sich allein im Zimmer befand. .. . . .. ' Sie war an dem Morgen nicht in Borsis Apotheke, sie war an dem Tage in keinem andern Hause gewesen, als dem der Frau Honig, der Frau Oh lcyer und des Fleischers Uhl. Äurj vor. Weihnachten hatten ihr die Mäuse ihren besten Hut ruinirt und ihre Kuchen angefressen. . . Sie ging an einem Donnerstag (ihrem Aus gehtage) des Abends zu ihrer Schwester und holte daS Rattengift., Sie brauchte eS aber überhaupt nicht, da der alte KösterS die Mäuse mit der Falle sing, sie öffnete selbst die Schachtel nicht, stellte sie weg und weiß gar nicht, wie daS Pulver, aussieht, denn sie sah nie in die Schachtel hinein und I'gte sie in den Wandschrank. Sie vergaß dann ganz und gar, daß sie daS Ä.ft hatte und sah eS. erst. wieder, als es Dr. Beck,ihr zeigte. .... AlS Dr. Beck, Spiann und Blodgett HauS kam, war sie mit Aufwaschen beschäftigt, sie hatte dabei daS blaue attunkleid von Montag an. Sie verstand sie. nichts da sie Englisch spra chen, sie dachte, sie seien Leute, die die Erbschaft reguliren ' wollten. Sie fragte ChaS..österS, den sie Papa" ajuief, weil die Kinder im. Laden a ren, ob . sie - die; Herren heraus me sei solte. Keiner derselben trug Uniform Sie zeigte ihnen die Zimmer' im oderen Stockwerk und da fragte man sie nach Gift, daS - ßeam Montag', bei Vorst gekauft häben sollte. Sie der neinit etwa.5... dort gekauft zu haben, außer vor 23 Wochen, und sie brachte ihnen da Insektenpulver, weil sie nach Gift fragten. und.ße. sich deS.'anderen nicht mehr erinnerte. Dann hieß man sie sich umziehen und sie vertauschte ihr blaueS mit ei. nem schwarzen Kleide und dann nahm man sie mit zu Borst. Dort sprachen sie zuerst Englisch und , dann . fragte Borst sie, ob sie nicht an dem Montag in einem blauen Kleide, bei ihm grvesen und Rattenpulver geholt, habe. Worauf sie entgegnete, daß er sich irren müsse, und auch habe sie weder Aepfel noch Ratten im Hause. Sie sagte den Leuten aus ihre Frage, daß alle ihre Kattunkleider blau seien. Er fragte nach Kalikokleidern, sie wußte nicht, daß sialiko.Kattun ist, sie glaubte, daß eS gleich Singham fei. Keiner erklärte ihr den Zweck. deS Vorgangs unh sie wußte nicht, wozu daS alles geschah. Von dart brachte man sie zunächst nach dem KösterS' schen. Hause, und zwar der große, fette Mann (Splann), und er n.ahnH sie mit- aus ' ihr Zimmer und durchsuchte den'Reisekorb, den sie mit von Deutschland brachte, und nahm ihre blauen Kattunkleider, hie an der Wand hingen, an sich. Sie sollte ihm daS Rattengift zeigen, daS sie doch nicht hattc. Dann teci Hr. Beck hinanf

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TPj&JUJTÜ Lock Box 1333. und sie sagte, daß eS ihre Schwester ihr gegeben habe und daß sie nur wußte, daß eS für die Ratten fei, den Namen wußte sie damals nicht. Bis dahin hatte niemand ihr gesagt, weshalb sie arretirt wurde. -AlS sie hinausging, sagte ChaS. KSsterS zu ihr : Anna, Anna ! die kleine Mamie ist so krank gewesen." Darauf antortete sie : WaS ist denn loS, ich weiß ja von garnicht?, ich konnte ihr doch nicht helfen und bin unschu'dig " Auch Frau Ohleyer kam herzu und versuchte mit ihr zu sprechen, aber Splann trat dazwischen mit einem Vorwärts", wie baben keine Ze t, hier zu stehen und zu sprechen." ; Im Stationshause sagte Janitor StephenS ihr dann in deutsch, weöhalb sie verhaftet worden sei. Daselbst blieb sie bis zum nächsten Morgen. - . Hier protestirt der Staat gegen die Beantwortung der Fragen, die Bürgschaftöentlassung der Gefangenen betreffend. Doch gestattet der Richter dieselben. . . Die spitzen Bemerkungen der gegnerischen Anwälte entfesseln die Lachlust etlicher Männer auf der Gallerie. Der Richter droht, den Olymp räumen zu lassen und richtet seine Vermahnun. gen zum', zwanzigsten Male an das Publikum, da. o, Frechheit ! lachen im Zimmer ganz hinten, einige ganz. laut heraus. Cox droht, dieselben fofoit durch den Baillss in den Arrest absühren zu lassen. Doch der Geist ist willig, daS Fleisch ab:r schwach und da eS unmöglich ist, die Nebelthäter herauS;ulesen, bleibt'S beim Alten. . (Fortsezung auf der 4. Seite.)

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