Indiana Tribüne, Volume 17, Number 83, Indianapolis, Marion County, 10 December 1893 — Page 4
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ES ist ein seltener gaß, daß ich die LLkalspalten der 'Wechselblätter lese. interessirt mich im Allgemeinen der hiesige Etadtklats nicht viel, wie viel weniger erst der anderer Städte. i und da ia sirt eZ aber doch, daß mein Auge über Die Stadtneuigkeiten ande rer Blätter gleitet, und bei einer solchen Gelegenheit fand ich in der EvanSoiller Germania" Folgendes: Wir haben nicht Zeit genug und ehrlich gestanden auch nickt Lust, jedesmal unsere Abonnenten-Listen aufzu schlagen, ob auch je Dieser oder Jener, der im Plizeigericht bestraft wird, ein Abonnent der Germania" ist, unk dann einen Srna-Neporter zu ihm zu schicken, um idm Probebogen zur gü tigen Durchsicht" vorzulegen, ehe die Zeitung gedruckt wird. Wir bringen die Neuigkeiten, und wenn einer im Polieigericht bestraft wird, so ist daS eine Neuigkeit. Rückte unS da wieder heute so ein junger Mann aus die Bude, "red hot
and ready to whip anybody", weil wir lm (Segeniag zum oeulscyen vjcov genblatt, daS Heute nur eine Zeile von der Bestrafung brachte, gestern gewagt Hatten, dem fall 12 Zeilen (!) zu widmen. Schrecklich, aber wahr ! Der Mann schwor beim Barte seiner Großmutter. er würde der Germania" sei nen Cent mehr zuwenden, .und Allee thun, unS für die begangene Majestätö'Beleidigung büßen zu lassen l ! Werden denn die Leute nicht lernen, daß ein ZeitungsherauSgeber nicht jede Zeile lesen kann, ehe sein Blatt ge ! druckt wird? Und weshalb gehen denn die Deutschen nicht auch in die enlischen ZeitungsossiceS, wenn ihnen etwaS am oder im Blatte nicht gefällt ? ; Gott bewahre ! Da sagt kein Mensch j ein Wort. Aber wenn so eine Unglück liche deutsche Zeitung einem aus die Zehen tritt, dann Zeter und Mordio ! j Als ob der Abonnementspreis, den ein Deutscher bezahlt, ihm auch daS Recht gäbe, die Tendenz der Zeitung nach seinem Willen zu beitlmmen. Dles zur Abfertigung für junge und alte vltzkopse !" Ah, lieber College, wir kennen die Melooie, und ie müssen sich damit trösten, baß andere deutsche Zeitungen dieselbe Erfahrung machen. Da geht der Reporter Bormlttag ms Polizeigericht und berichtet getreulich was da vorgeht. Der Redaktenc liest eö erst, wenn Die Zeitung fertig ist. Sollte eS aber der Zufall wollen, daß da von einem Leser der Zeitung berichtet wird. dann giebt S einen Mordspektakel Der Minn denkt sich man müsse doch in der Ofsice wissen, daß er ifefer ist. Selber in die Redaktion zu gehen und darum zu bitten, die Sache wegzulas sen, fällt ihm gar nicht ein. Richtig ist es auch, daß der Mann sich ärgert, daß die Geschichte in der deutschen Zeitung steht, während ee ihn sehr kalt läßt, daß eZ auch in der englischen Zeitung zu lesen ist. Und : dasur ni er eigentlich nicht zu tadeln Denn trotz des geschäftlichen gegensei tigen BerkehrS leben Deutsche und Amerikaner geselllchastlich ganz getrennt und eö ist vielfach so, als ob sie nicht in einer Stadi beisammen, son dern durch einen Ozean getrennt in verschiedenen Welttheilen leben wur den. Da kommt es dem Deutschen gar oft o vor, als seien seine amenkan. schen Mitbürger vollständig Fremde für ihn, die ihn nichts angehen, und deren Meinung über ihn ihm voll ständig gleichgiltig ist. Die gute Meinung seiner deutschen Mitgürger aber, unter denen er täglich und stund lich in der Kirche, in Verein, im Wirthshause, in der Loge u. s. w. verkehrt, die ist ihm werthvoll und daher kommt eS. daß der Deutsche mehr Gewicht auf daS legt, waSin derdeutschen Zeit steht, als aus daS waS in der englischen tteht. Dagegen ist eS leider war, daß der Deutsche gegen die deutschen Zeitungen eine Intoleranz an den Tag legt, welche der Amerikaner seiner Presse ge genüber nicht kennt. ES kommt leider gar zu oft vor, daß wenn ein Deutscher in der Zeitung etaS ließ, daS ihm nicht gefällt, oder worüber er sich ärgert er sofort die Zeitung abbestellt. Da? thut der Amerikaner fast niemals Eine Zeitung abbestellen, wenn sie die Tendenz wechselt, oder wenn sie fortanest eine unbefriedigende Haltun einnimmt, dagegen läßt sich ja nichte sagen, aber v-egen eineS Artikels oder wegen einer Aeußerung dS zu thun. ist eine Intoleranz welche nicht zu rechtfertigen ist. und in dieser Beziehung könnten die Deutschen Manches von den Amerikaner lernen. DerPlauderer. Skckerlicb leset Jbr die in dieser Zeitung veröffentlichten Zeugniße betreffs Hood'S Sarsaparilla Sie bestatigon über jeden Zweifel hin aus, daß Hood'S kurirt. , Verstopfung und alle Leberleider werden durch H o o d's P i l l.e n geheilt. t
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812.50. -InKrankheitsfall; n verlängern wir den Zahltermin. Zur Naturgeschichte dtS HauS schwetuS. Daß die Hausschmeine gelehrige Thiere sind, ist in neuerer Zeit durch öffentliche Vorstellungen abgerichteter Schweine aezeiat roordcn. Nach einer Mittheilung in Wood'S Naturge schichte hatten einige Engländer ein Schwein zur Jagd abgerichtet, und eS lcistete Vorzügliches. Club, wie daS Thier genannt wurde, war ein großer Freund von der Jagd und gesellte sich augenblicklich zu jedem Jäger. ES eignete sich für alle.Arten der Jagd, mit Ausnahme der auf Hasen, welche eS gar nicht zu beachten schien. Ob gleich es sich sehr gut mit den Hunden vertrug, waren diese doch sehr ärger lich über solchen Jagdgenossen. daß sie ihre Dienste zu thun verweigerten, wenn das Schwein irgend ein Wild vor ihnen aufgespürt hatte, und schlieklich 'innre man die Hunde gar nicht mehr mitnehmen, sondern mutzte den Slud allein gebrauchen. Seine Nase war so fein, daß er einen Vogel schon in einer Entfernung von vier zig Ellen wahrnahm. Wenn derselbe sich erhob und wegflog, ging eS ge wöhnlich zu dem Platze, wo er ge festen hatte, und wühlte dort die Erde cuf, um den Jägern diesen Ort ge hörig anzuzeigen. Lief aber der Vo gel weg. ohne sich zu erheben, so folgte ibm Slud langsam nach und stellte ihn, ganz nach Art eines guten Vorstehhundes. Man gebrauchte Slud mehrere Jahre., mußte das Schwein aber zuleKt tödten, weil eS die Schafe nicht leiden konnte und unter den Heerden viel Schrecken ver ursachte. Sonderbar ist die Thatsache, daß die Schweine einen großen Abscheu gegen Hunde zeigen. Wilde und zame Schweine machen sich kein Ge willen daraus, unter Umständen Aas zu fressen, niemals aber gehen sie Hundefleisch an. In dem bei stfibürg gelegenen Saugarten.- sagt Lenz, .werden den Wildschweinen oft todte Pferde vorgeworfen, welche sie ohne Umstände gierig auffressen; wird aber ein todter Hund hingelegt, so genießen sie keinen Bissen davon. Viele ungarische Schweineheerden werden ohne Hunde von den Hirten gelenkt und zerreißen jeden Hund, der unter sie kommt. Im Jahre 1843 hatte einer meiner Verwandten auf der dem Baron Sina gehörigen Pußta, Also Besuyö bei Erczin einen Hund, den er loS sein, aber nicht gern selbst tödten wollte. Ta erbot sich der Schweinehirt, die Hinrichtung zu übernehmen, band den Hund an einem Stricke fest und führte ihn zu seiner Heerde. Tiefe übersiel ihn sogleich mit lautem und grimmigen Grunzen, riß und biß ihn nieder, de arbeitete ihn. bis er wie eine Wurst aussah, sraß ab:r keinen Bissen da, von. Nun wurden die Schweine weggetrieben, als sie aber nach einer Stunde wiederkamen, fielen sie noch malZ mit gleicher Wuth über den Hund her, fraßen jedoch wieder nichts von ihm.Uebereinstimmung. Vater (zum Sohn, nachdem dieser zum dritten Mal im Excmen durch gefallen ist): Jch hätte wohl bester gethan. Dich ein Handwerk lernen zu lassen Schlosser oder dergleichen!i?ohn: .Ja, lieber Papa, das habe ich mir auch manchmal gewünscht, wenn ich AbendS den HanSfchlüsil vergeben hatte'-
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0 Neue Entdeckungen. Obgleich manche neue und wichtige Entdeckungen in den verschiedenen Wis senschasten in jüngster Zeit gemacht wurden, so ist doch keine derselben von größerer Wichtigkeit für das Publikum, als die Entdeckung, welche kürzlich durch Herrn Dr. Schoop gemacht wurde und welche die Aufmerksamkeit von Aerzten, sowie Laien in allen Ländern auf sich gelenkt hat und welches die Entdeckung der Ursache von chronischen Krankheiten des Magens, der Leber, der Nieren und anderen inneren Organe ein schließt. Dieser Arzt fand, daß die Ursache in gewissen Nerven, welche diese Organe kontrolliren, liegt und durch die Verordnung von Dr. Schoop's 'Wiederhersteller, eine Arznei, welche er speciell für die Behandlung dieser Ner ven herstellt, wird die Ursache und mit derselben die Krankheit entfernt. (in deutsches Buch, die Entdeckung beschrei bend nebst Proben, wird an jeden Leser nach Empfang einer Briefmarke frei versandt. Agenten gegen Salair und Commisson ver langt. Man schreibe an Dr. Schoop, Racine, WiS." Ein genähter Schuh nach Maß 52.50 in 79 Ost Washington Straße. Deutsche Arbeiter. Meerschaumpfeifen, lange deutsche Pfeifen, Eigarrenspitzen ,c. bei.Wm. Mucho, 199 Oft Vashingtou Otr.
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