Indiana Tribüne, Volume 17, Number 69, Indianapolis, Marion County, 26 November 1893 — Page 7
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tttterklSrttch.
Ei scltsam eschichte. Man besprach in der kleinen Gesell , schaft ein ebenso unheimliches als rätbsel: Haftes Verbrechen, das sich in der Um. gezend tcn Paris ereignet batie. xml von dem alle Zeitungen voll Karen. SDex j , Fall war so mysteriös, daü man kaum ' hoffen dmfte, es werde den Sicherheit bebörden gelingen, Licht in dieses Dunkel M dringen und den ode? lu Schuldigen ' zu entlarven. Diese Ansit sprach auch Hcrr 5?cr.'mutier, der Untcrsuchunzsrichter, aus, , Welcher, mit dem Rücken gegen den Ma min gelehnt, einigen Damen die Eintel heilen der sensationellen Angelegenhei: , aueemandersetzte : Nai;ccnt 'ich etwa zwei Jahre lag Untersucbi'.ngsrichter in Ajaccio, dcr 'Hauptstadt von Korsika, gewesen war, , vernabm ich eines Tages, "daß ein g ländcr für mehrere Jahre eine kleine, einsam in der die Stadt umgebenden, -so genannten Goldenen Äuc" gelegene :SiiUß mielbet habe. Er hatte einen ' sranMickcn Diene? mitgebracht, den er aus der Durchreise in Dlaiseille aufgc - nouirn hitte. Bald befö aftiglc sich m der kleinen Stadt alle We!t mit dem ae dc:mnchcl!cn Fremden, der so ganz zu rü2gezoc'.en in seinem Hause lebte und ; dieo mit verließ, um zu fischen oder auf ' die Iazd ;u gehen. Er sprach -mit Niemandm, kam niemals in die Stadt und 'üble sich jeecn Merzen ein öder ?w:i S unten im Pistolen- und Vüchsenschie J ,4... Ich suchte in meiner amtlichen Eigenschafl emlge Erkunoungen über ihn einzuziehen, konnte aber nur 'in Ersah--runz bringen, daß er sich Sir John L!vloell nenne. In der Umgegend seines Landhauses ging ich einige 3)lale auf die Jagd und e gelang mir bald, eine scheinbar ganz zufällige Begegnung mit ihm herbeizuführen und einige 5Lorte mit ihm zu .wechseln. Er war cm großer, kräftiger und breitschultriger Mann mit rotbem Haar und Bart, aber von durchaus gut .müthizem Gesichtsauödruck. Äl ich eines Abends an seiner Villa vorüberkam, sah ich ihn im Garten ritt Imgs auf einem Slutt sitzen und eine Pfeife rauchen. Ich arüfete ihn, worauf er mich einlud, d?ch bcreinzukommen und ein Clas Vier mi: ihm zu trinken, toaS ich mir natürlich nicht zwei Mal sagen 'lttß. U3alb waren wir in anIelsacntlichcm 'Gespräch und ich erfuhr durch mehrere .-nicht adsicht-öos hingeworfene Fragen, 'daß er große Reisen- in Afrika, Indien mnd Amerika gemacht habe. .Ich hab? mancherlei Abenteuer erlebt, ob yes !" sagte er. Wir sprachen über die Jagd und er 'berichtete mir mancherlei höchst merkwür dige Details? über die Jazd aus ftlufc Pferde, Elefanten, Tiger und selbst auf 'Gorillas, die er mitgemacht hatte. Das ; müssen verzweifelt gefährliche Äestien sein", bemerkte ich. Er lächelte und entgcgnete: Die allergefährlichste ist doch der 'Menscht Dann ließ er ein breite?, gutmüthiges Lachen ertönen und setzte hinzu : .Ich babe euch manchmal auf Men 'schen Jagd omait." Unsere Unterhaltunz kam auf die neue ren Feuiiwasien und er ersuchte micb, mit ibm rn das Haus u treten, um mir Gewehre verschiedener Systeme zu zeigen. Der Salon, in dem wir traten, war ganz schwarz aufgeschlagen : der Stoff 'war schwarz, mt Gold gestickte Seide, von der sich grore gelbe Blumen grell leuchtend abdoben. .Es ist . ein japanesischer Stcss, er .klärte er. Inmitten , der einen Wand aber ;o.i ein seltsamer Gegenstand meine Vlie auf sicb. e:waS Schwarzes, das sich vor eii'.cm Viereck, aus rothem Sammt scharf 'abzeichnete'. Ich trat näher beran und sah jetzt, rast es eine Hand, eine mensch Gliche Hand war. Aber kein Skelett, scnkern eine getrocknete Hand, mit s)li igeln und blosigelegten Sehnen. Etwa die Hälfte des Oberarmes fafc noch da ran, und um daö Handgelenk war eine schwele Kette geschmiedet, die am anderen Ende mit einem starken Ringe an der Äauer beseitigt, war. WaS ist das" fragte ich, und der -Engländer antwortete ruhig: .Das ist ms . Haup'.feind gewesen. Die Hand stammt aus Amerika. Ich hieb sie mit dem Säbel ab und trocknete .'sie dann acht Tage. an der Sonne." Die Hand war furchtbar anzusehen - und man mußte .dabei an irgend eine wilde Rachescene .denken. Die Finger waren von ungewöhnlicher Länge und Starke, und ich bemerkte d.'.her : .Der Mensch, dem die Hand gehört Hat, .muß sehr stark.gewes? sein." 0h yes", erwiderte der Engländer .HZnz sanft; ad ich war noch starker lls . Ich habe ie Äette.angelegt, um sie festzuhalten." Ich glaubte, er fäzxt, .und entzez;rzxt 2ton, die Kette ist wohl. überflüssig, baun Sie Hand wird n.cbl entfliehen!" ,Dch, sie wollte immer herunter", sagte Sir John Rowcll bedächtig, die iUite war nöthig." Ich irtts einen raschen Blick, auf sein Gesicht, iittcrn ich fragt: Ist er verrückt oder will einen schlechten Witz machen? Aber seine Züge veränderten sich in t.iner Weise und behielten ihren ruh i gen, wohlwollenden Ausdruck. Ich sprach von etwas Anderem und bewunderte seine Gewehre. Datei bemerkte ich, daß drei geladene Nevolver auf verschiedenen Mö deln lagen, als ob dieser itilann in beständiger Furcht joor einem Angriff ge lebt hätte. Ich sich und sprach ihn tiann noch einige Male, allmäylig aber v stummten die Gerüchte über ihn ; er war den braven Bewohnern von Ajaccis gleichgültig geworden .... - ßrn Jahr darauf etwa weckte .mich cw r.es Morgens mein Dieser mit der Nach'richt, daß Sir John Novell in der ver 'gangenen Nacht ermordet worden sei. !Jch tlttdete mich in aller Eile an und ldegab mich dann mit dem Polizeikom missär und dem Gendarmeriekapitännach der Villa des Engländers. Der Diener stand vor der Thür und weinte bitterlich; ich hatte ihn zuerst in Verdacht, aber er war .durchaus unschuldig. Man' hat Auch, wie ich gleich vorher bemerke v'
niemals eine Spur des' Mörders zu ent decken vermocht. Als wir in den Salon Sir Jodn's traten, sah ich mit dem er sten Blick die Leiche inmitten des Zim uiers auf dem Rucken liegen. Sein Rock war zerrissen, der eine Äermel hing nur noch an einem Faden, und alle Zeichen wiesen darauf hm, daß hier ein surchlba rer Kampf stattgefunden l)ib:n müsse.
Der irnaländci war crrronelt worden. ! SitT Mmt r.oi irsiti fcftAf hri'itft Z . vvftfa vuvvv vyfc mviv v höchste (5nt'cyen aus ; zwischen den zu samu:cng:bissencn Zihnen iel! er etwas, und der Has, welcher fünf tiefe Ein t-rücke zeigte, war mit Alnt bedcckr. ?? Lc?ich:sarzt, der sich lnzwi'chen auch kinzefunren batte, uniersuchte lang: dise Spuren und m?in!e dann lopsschür telkd : Man könn!e fast glauben, daß ihn cn Skelett errosictr hat:e!" El?, Schauder lief mir übe: den Rücken ; ich blickte nach der Stelle an d-? Wand, wo ich die ge:rockne:e .aas gesehen hatte und fand sie leer et; ilene hing zer brechen herab. Dann bückte ich mich ;u t-em Toölen nieder und land zwischen seinen Zähnen ren Zeigesiager jener vcr jaiwunocnen Hans, der bis zum zw.'uen Giicce abgebissen war. Wi? sä) i im vz ::infnobme dc Tbt. oenanses, konnten aver nzeachtet eü! Ä!uhe nichts Verdächtiges entdecken? keine Thür, kein Fenster war erbrochen worden, keiner der beiden Hofhunde halte gebellt. Wie der Diener aussagte, war lein Gebieter seit einem Mnat sehr un ruhig gewesen ; er hatte viele Vrieze em pfangen und sie, nachdem er sie gelesen, verbrannt. M'.tunt chatte er eine Reit peit'che ergriffen und in blinder Wuih auf die Hand losgehauen, die seit dcr vorigen Nacht ' verschwunden war. Qir.Q immer spät zu Bett und riegelte sich lorgsältiz ein; -er ibatte seine Waff'.i stets be: sich und 'sprach wählend der Nacht oft lau:, als er mi: Jemandem Streit habe. In der vorigen Nacht dag?g'n war Alles ruhig geblieben und der D'.ener hatte erst cm borgen, als er TXMl oi.lß. t c u..:a In der ic!gö!,dcn ?acht hatte rch einen . jwiutuv utjuiuui lyjutii ivm, i l V -V4 X m a w t I JV t l V) V VykW kUVUll. V4 J l Vlft Geschichte, meine Damen ; ich babe wei ter nichts Hinzuzufügen. Äan Protettrte. Sis sind uns die rp. r i . . , . fK innnA fKif. Sr. i :n vseuorung iiiicig :, r:es eine cer a ; men ; ich wurde die'e Nacht nicht schla sen können, wenn Sie uns nicht sagen,! wie die unheimliche Geschichte zusammen bmg wenlgztenS was Ste darüber denZenZ" Der Untersuchungsrichter zuckte die Achseln. ,Jcd denke ganz einfach, daß der legüime Besitzer jener Hand nicht todt war, sondern gekommen iit, um mit der anderen, ihm noch gebliebenen Nache IM nehmen. Wie er das aber mögnch gemach: Yak, das weifi ich nicht der Fall lst eben, wie ich Ihnen v.roer sagten nertlarlich.: G. Äk t. tset Ztctti" (riificzilt MontljoS. ron CüKlT;:r v. reiöerz. Den Z'znmcrfchmuck kunstlinntger Da-, men bllccn jetzt vielfach die Tanagrs sigttrüen. die Büste des zu Olympia aus gegrabenen Hermes, sowie andere Gips abgüsse nach der Antike. Dadurch wurde die moderne Salonplastik mit ihren Sta tuetten au? Elfenbeinmafse oder Visquit verdrängt .::nd eine Rückkehr zur reinen Schönbeit angebahnt. Um Eine aber thut :nir'ö weh", sage ich mit Mland, um ein: cntzückend modellierte, weibliche svignr. die mit den Fußspitzen kaum ihr Biedestal 'berührt, sondern, die Arme er l'ob:n. einen Stern über den Scheitel, aufzufliegen scheint,' während ein kleiner Genius mit brennender Fackel sich an den Saum ihres Gewandes schmiegt. Diese, einst .in den Kaufläden vielfach kopierte und begebrte Lichtgöttin, ver dient: nicht, der Nunpelkammer zu ver fallen. DaS 'lebensgroße Original ging aus dem Atelier eines- französischen KunstlerZ kerv??-nd erregte auf einer Pariser Ausstellung Ende der fünfziger Jabre gerechtes Aufsehen. Die Kaiserin Eugenie verliebte sich in den Stern" und kaufte die Marmorftatue. Um den scbenen Anblick unaufhörlich p genießen, li?) sie das Bildwerk auf rem Kamin th??s !)n- und Studierz:mme: auj.teuen. Äeckts und links v?n dem etoita befanden sich zwei groe Kübel Qus chinesiscbe!:tauschic?ten Erz, t'elch: üppige Blattpflanzen entkieltcrr,; da-Z frische Grün :nd glänzende Braunr?tb der Marmvikamins bildeten einen Röchst wirkungsvollen -Hintergrund -zu den strahlenweihen, schlanken Marmorgliedern. .Wer das Zimmer betrat, war gleichsam acblendcr ucch .die Lieblingsstatue der Kaiserin. Und seltsam ! als iz-erzebn Iahe? spät:r die Kommune Brandfackeln in die Tnilerien schleuderte und der feenhaft ausgestattete Palast in Flammen aufging, als sämmtlicbe Kunstschätze und HerrlichZeiten verkohlten und zu Asche verfielen, da blieb der Stern" unversehrt, in fleckenloser Weike aus schwarzen Trümmern bcrvorlcuchtend. Es gelang, das . "r t Ti t la. W 4.Voelii.q?e unweri zu rei uno vor ver .barbarzschcn Wut der Petroleusen, diesen grauenhaften Nachfolgerinn der Strickerinnen", zu schützen. Ging es der flüchtigen Kaiserin von Frankreich nicht ähnlich ? Personlich un verlebt ging sie aus dem Untergang ihres Reichs .hervor ; zusammen aber brach tl les. was sie besessen und geliebt hatte; nicht der Thryn allein entriß ihr daS un. barmherzige Schicksal, den Gatten verlor I sie und fürchterlichste Prüfung für ihr I Mutterberz ! den einzigen, belßgelieb : tcn Sohn. Einsam, gleich ihrem gelicb icn lern, zu em iie vertrauensvoll enu poraeblickt, blieti sie im traurigen Chisel hurst, im Lande? tti Vltbtil und der Verbannung. So spielt das Schicksal ! ' Da eS von den verbrannten, spurlos ? , r rrt ' . ' m
kam. um F.n'.tcr zott'u:n, da! 2,cr. ! tk svbolischen slou anirneea großen brechen entveckt. Äwch vermoore k. j BtV in F.llnnqcn üött den Tbü. nertn Ädacyr M -au. D xem. , ' die Hofmaler Bsula?r. llchtten achforichungen iuh:ten zu kl .-... ,.. ,w. V;.
t i " t w - r , i i v fr vv -wi. w iv unbeunltaien rciuin: denn 16 wb d:e ' - . -J-
.Äch. and ,e eme Sk'ed ? Z U lstut,. Sne an . n' hinlaufen; ich wacht? au , schl.ef wleoer v, r- i-ju:.;. .,. k..Zl..?n ciangin. waiiv uareu. c;n und hatte in berfIöen Weise uoch ' !h r;fmlti t : zzcn u:tb wbnete w'.ssenhaii alle zwei 'al das gleiche Traumgesicht. Am . "se und Dokumente, die d-r , tn nagten Moraen tahtt rai rir buchenen, m.:ßc?au3n unccn. jcn Papierfcvb wars....J5 bin wie ! eine ilU. sagte sie,' die Krümchen sln v,. M.H l:n Uctye? sch.Icbenoc borgen, tuiammcnträat."
serin keinerlei Abbildungen giebt, so ist vielleicht eine kurze Beschreiöunq jener
?vume, wo sich dre bezaubernden Dekcratirmalereicn der Neuheit befanden, mcinen gezeigten Leserinnen nicht unwill kommen. Mir wurde in blutinnzen Jaören d?r v? ortbeil, außer den offiziellen Empfangssäl:n der Tuilericn auch die Zimmersucht, welche Kaiserin Euzenie nach cigenem Geschmack ausgestattet, mit Muße zu betrachten. So nücktern der Saal der Mzrsä'ällc", cr T'anzsaa! u. s. w., so marck-ln a t ud eigenartig mutheten die Jntcricn S der französierten Spanierin a.x. Kein Strafen lärm entweihte dies lsyl raffiniertester Eleganz; es lag auf ker Gartenscit?, von den Galasälen durch ein gobelinöehängtes Vestibüle getrennt. Süon da.' Vorzimmer, wo Huissiers ui'.d Lakaien sich aufhielten, machte durch seine reichen S:.:ck- und Goldverzicrungn tu?d sine Spiegclwände den besten Eindruck. Dane.-en befand sich der Wartcsaal der tslf H?fan'.cn, welche abwechselnd dienst bei der Kaiserin batten. Der Nei; aristokratischen Aufenthaltes lag nicbt allein in den Lurusmöocl'T sie t.'arc.l alle im Stile ?uü XVI. , r.ichi in den sanftabgct)nten Farbm, in Blumendcssins der vorherrschenden liobelinstosfe, nicht in ihrer scheinbar v?rwirrten und di?ch bdchst absichtlichen u-'.d geschmackvollen Ausstellung, sondern hauptsächlich in dcn Malerei: dec Wä-'de t'nd des Plafonds, wo die Frazsnards und VcucrS des neu.zchr-.ten Jahrl'undertö leuchtende Äluinenquirlanden r.:d Vögel auf blagrüncn Quud hingezaubert hatten. Den rofcnrothe?? alon betrat man ryn: einen Ausruf freudigste? Ueber? fa?ung; blickte man in die Höhe,-so glaubte man in der That ein Stückchcn illymv zn schauen: das Deckengemälde, don Chaplin in seiner einschmeichelnden llxt, mit transparenter und doch Lv'iger Zvarbe gemalt, stelle den Trium.'f der löottin der Blumen dar. Da cigk:s ;t Cü.Mfj., (rFi"d;trtsl ijlnrtftii s.-. ct. z.::,, .,(. i lyt, naa den Äuswruü) eines ivllgen Kritikers, fc. .omcrö Zeiten streut und deren im iner noch übrig :t Da? NMcb VI ?:atürlich cineI:plle: litt schönes ihnd im Gretchen-KoitülN ifragt dai LicbeZorc:!:!, indem cö iu ftert: Er liebt ich, ckiebt mich nicht" Y. s. w. Das vierte Uebcrthürstück, den Wasserlilien gewidmet, wär das boldseligstc: Nymphäa, die liebliche Jungfrau, die sich in stiller Liebe zu Herkules verzehrte und nach ihrem Tode in eine Scknlfrose Verwandelt wurde, tauchte bald aus den Fluthen, von badenden, sich kratzenden Gefährtinnen nmscher.tt. Das Veilchen, die Älume des Vo7-.a Partes, fehlte natürlich nicht, son?ern entfaltete seine Reiz? im Schatten cineZ Lorbeers Auch die Zierden der Felder, Kornblume und Mohn, zwei dralle Dirnen,. nahmen ihren Play im Prun!zi:nmer ein. Hier pflegte die Kaiserin Audienz zu geben. Seidenstickereien auf weißem und rosenrotbem Grunde .überzogen Divaus und Sessel. Doch es kam nvch eine Steigerung: der lichtblaue Salon, wo die kleinen Theegescllschaften Ihre? Majestät, der intime Cercle, bgebalten wurden. Von den seidenen, mit Silberblumcn durchwirkten Tapeten hob sicb die vielbcsprochene, vielbewunderte Schönbeitengalcrie, kostliche Oclgcmälde in geschnitzten Nahmen, ab. Auch über den Thüreinfassungen prangten die verführerischen Freun, dinncn Eugenicns. Sie waren in verschicdenen kleidsamen Nationaltrachten portraitirt. tbeils von Winterbaltcrs, theils von Cala :els Hand. Als Pracht, stück ist mir die Gräfin Walewska in s!o rentinischer Tracht, abnlich einc? Bella des itfa, erinnerlich geblieben. Die Wunderhübsche Toskaneiin hatte aus dem Herzen ihres Gatten die dämonische rin eine weise Aoje isi Eichel Dciio ibnllanter die Herzogin von Malakoff, die üppige )!e!ke hinterm Ob?, in der anda lnsischen Mantilla drapirt. Ä?ie ein Vhantasiegemälde, en?a wie Byrons Heidee, muthcte daS Portrait der Herz?in von Cadore an ein sühes, lyrisches G.'sichtchen im griechischen Fez. Die Herzogin von Mornv, 5!Mn von Geburt, an weißer Hautfarbe mit der Kaiserin rivqliNcrend, aber silbern nicht goldblond, präsentierte sich im traditionellen Diadem und Hofkleide ihrer Lands mtannin. Der klassisch schönen Herzogin von Pcrsianv war daS ideale Gewand einer griechischen Heroine znertheilt. Ein 'Prosildild der Kaiserin, jünger freilich um zwanzig Jahre als das diesem Artikel beigegebene, unlängst aufgenommene -Porrrat, schmückte in Mcdaillonform die Decke, umgeben von Nozenguirlanden, chalten von den Grazien und allegori ichen Figuren. Alle diese Schönheiten ersten NangcS wurden jedoch zur selben Zeit durch eine stolze Armide des Pariser hish-li5a ver dunkelt, .durch die verstorbene Gräsin Ca stizlisne .aus Florenz. Ihr Charakter aber war ein so schlechter, ibre Anmaßunq und Herzenshärte so sprichwörtlich, da die Kaiserin Eugenie sie nicht in ihre inimen Kreise zog und schließlich zu den 'fL.rt.-rt. '4m. r r i m yosoauen nicyr rney? einiaoen tiep. Bezeichnend für den Uebermuth der Dame ist wohl die Thatsache, da& sie iäbrlich 40,000 Fr. für Unrröcke verbrauchte ... 5 i. cm .v . f r fr ' kn ocn sinnairn ca cooe ncyerncy eine Seltenheit! ' Das eigentliche Heim der Kaiserin war das bauslich und doch genial eingerichtrte Wohnzimmer und die anstoßende Bi blioteck, welche ei reiches Privatmuseum genannt werden konnte ; über den 532 uiiiuitti vfc.wv. uvv cherregale reihten sich Büste und to tnttten beller Sronie. Mauor und
! i'i'llit? und ,a':tanrzÄ?t? ader w.7r?'.i
I N2'Vfc' VVliW t'lV V v XX.-
ragodm Machet verdrängt. Zart bis zl'.'.rranklicbkeit crs&icn die halbwüchsige Vrin.essin Anna 5l?!urnt tls Enaländi.
Tcrrecotta nebcneinand'er. ' Rechts vom
Kamin hing das Portrait Louis ?!apo lcons in schwarz?? Hsstracht von Eaba ncl, links daS Bildnis der wcißzcllcide tcn Herzogin von Älba. Eugeniens vcrstorbener Schwester, und wiederum eine Änna Murat, sebr graziös und ätherisch dargestellt von Winterhaltcr. Eines der besten. Hebert römische Wasserträgerin nen, unterbrach die Einförmigkeit der Familienbilder. Neben diesen jnnonischen Frauen der Campagne war ändert bald Jahre lang eine Stelle leer geblie ben; bei Eabancl war ci ie Ruth" be stellt, aber der verwöbnte Künstle? beeilte sich nicht, si: zu vollenden. Endlich wurde die boöe Kunstfrcundin ungeduldig; an einem Emyfangsabcnd führte die Kaiserin den Saumseligen in die Bibliotbck, wo eine qrünseidcne Kordel an der Wand heruntcrhing, be stimmt, das versprochene Gemälde zu befestigen Monsieur Cabanel" sagte lächelnd Donna Eug:nie, entw: der Sie schaffen mir bald das versprochene Bild, oder Sie werden cn dieser scidnen Schnur aufgebängt." DicS half. NutZ im blauen Fellahgewande, den schwarten Wittwenschleier um das cng:lschöne Gc sicht, hielt nicht lange darauf ihren Ein uz bei der kaiserlichen Gebieterin. Das Wonnzimmer, dem der Stern" ein artistisches Gepräge gab, batte tief arüne Seidentapeten und enthielt dunkle Mahazonicmöbcl, durch reiche Bronzebeschläge ausgelichtet; Sofas, Causcuscn. Lehnsessel und Gardinen waren aus karmoisinrothcm Scidcrrips. cylrm.vanoe aus vergolceren am buöstäöen, von Epheu umwildect, bilde4en in dem großen Raum aparte kleine Salons, Plaudcrwintcl und lauschige Ecken. Duftlose, aber wundervolle Ant inen, Orchideen, Kamelien, Azaleen füll tcn die Jardinicrcn neben dem kolossalen Echreiötifcb, dem Lesepult, den Staffe lcien. Boin Prinzen Loulou waren nur Photographien vorhanden; seine ersten Epielsächelchen und eine silberne Kinderllapve? la.en tn einem GlaS.chrank; desgleichen der Hut Louis Jcapoleons, den ein Orsiillschcr Azmbcnsplitter gesteift hatte : Ändenke:: an das erste JiUK?rai ?!'.niaturträts u. i. w. Täalich schrieb die Gemablin des dritt?n Napoleon an ihre Äuttrr, die Gräfin luiammcntragt. yre 'icdlstT: Äade- und ollettenz:mlner, wo lebensgroße Wachsfiguren die Stelle der Probiermamsells einnahmen, wurden nicht gezeigt. Die Statue des ternS" erbielt eme kbemalige Palastdame, die geistvolle Madame Sauey de Parabere, zur Erin nerung an die vom Erdboden verschwundenen Tuilerien und die glücklichen Tzge Donna Eugeniens. Eine kleine Eopie in bescheideaem Material folgte mir durch verschiedene Lcbcnspbasen und steht heute noch neben dem Tischchen, an dem ich schreibe. P e ch. Alte Jungfer (Morgen? erwachend): Du bade ich getläumt. ich hatte mich mit dem Assessor Süi).milch veilobt. . . ich habe doch immer Pech, der ist ja schon verheirathet!" Im WirtbS hau. A.: Du, unsere Frauen kennen sich ja aucd, sie haben als Äädchen zusammen einen Kochcurjus mitge macht!" Z.: Prosit Leidensgefährte.Am P o st s ch a l t e r. Fräulein: 3st ein Brief da O. 10(?" Beamter: Nein, ader O. 0. 100! Fräulein: DaS wird er wohl sein, mein Scha& stottert nämlich etwas!" Ein Glück im Unglück. Aaron: Der Isaak hat di G'schichte verschuldet und ich hab' se ausbaden müssen!" Levy: sjIo, 'S Gute daran iS, daß o u u -v.'uw uuu; 4utuii uuü uuiyity .hattest." Selbstbewußt. Vater der Vraut: Wissen Sie ldenn auch, ob meine Tochter Sie liebt, Herr Lieutenant?" Lieutenant: Schauen Sie mich einmal au, Herr Eommerzirnrath!" Bangemachen gilt nicht. Junge Wittwe (die von dem Zim rnerhcrrn zu küssen versucht wird, wie sie ihm das Essen hereinbringt): Geben Sie fort, ich lasse die Schüjlel fallen!" Zimmerherr: Nur zu, Frau Mül iler. bei Ihnen ist's ja so proper, daß man vom Boden essen kann!" Zweifel. A. : Sie waren ja wohl gestern snit Fräulein Weder angeln, nicht Vahr?" B. : Jawohl A.: Na, haben Sie etwas ge fangen?" B: Ja, als wir zurückkamen, waren wir verlobt, aber ich weig nicht, hat sie mich gefangen oder ich kielZ u arm. Herr: Was ist denn das? Gestern hatten Sie doch Krücken und heute geben Sie ganz frei?!" Bettler: Ach, lieber Herr, ich bin so arm. daß ich sie oft zu Hause lassen muß. damit sich die Krücken nicht so schnell abiiuenl" Praktische Einrichtung. Aber mein Fräulein, kann Sie den meine Erklärung garnicht rüh ren? Sie scheinen wirklich an Stelle des Herzens eine Eisfchrank zu tesißen!" . ??, X ll.iS tn siV iAaii Milii Gewlß, Sie Haben's erraiheni I m r vi t tm 't n r- i . f "ele Welse hatten sich namlifl I nonir vltt iaNO UUQl' .
L??adare tzaustine'S Diamanten. Im Empfangszimmer eines Hei nen Hauses in Mayfair saßen zwei hübsche Damen in eifriges Gespräch vertieft. - Die ältere dcr Leiden. Frau Fe therton, war bemüht, ihre jüngere Ge fährtin mit eindringlichen Worten zum Kaufe eines Diamant-Halsbandes zu bewegen, während sie, um die Unent. schlossenheit der Freundin gänzlich zu besiegen, ein Lederkästchen aus dcr Tasche zog, demselben eine prachtvolle Riviere entnahm und deren Steine, von reinstem Wasser, in verführerischem Weise vor Clara Forrest's Augen fun
keln ließ. Und das sollen falsche Edelsteine sein?" rief Clara. rta, und ich biete Dir diesen herr lichen Schmuck, der 20 Pfund werth ist, für nur 15 Pfund. Ich hab: ihn nicht gekaust, das wäre mir, die ich mir mein Geld so schwer verdiene, nicht möglich gewesen. Eine meiner Kunden, welche nicht im Stande war, mir die ganze Srnnme, die sie mir schuldete, zu bezahlen, bot mir statt des Geldes dies Halsband. Ich ließ ihr in meiner Gut müthlgkeit 20 Pfund ihrerSchuld nach und nahm statt desRestes diese Steine; nun aber in Verlegenheit um 15 Pfund, kam ich zu Dir. Mein Ge schäft rentirt sich nicht. Ich habe ungeheure Ausiagen, und Du glaubst nicht, wie schwer es ist, seine Bezahlung zu bekommen." Es thut mir leid um Dich," girrte Clara, mit dem Halsband liebäugelnd, und ich denke wahrhaftig das heißt, ich will trachten das Geld zusammen zu bringen." Du brauchst mir das Geld nicht gleich zu ceben, sondern kannst es mir morgen schicken; doch," fuhr sie in zaghaftem Tone fort, ich will Dich um etwas bitten: ich überlasse Dir das Halsband um seinen halben Werth, möchte aber, wenn mein Geschäft sich wieder hebt, den Schmuck gerne zurückkaufen, wenn auch um den Betrag von 20 Pfund." Frau Forrest runzelte wohl ein wenig die Stirn, erwiderte aber in der Ueberzeugung, die erwähnte Hebung des Geschäfts werde wohl nie eintreten: Gewiß, liebe Gusii Am besten wäre es. Du gäbest mir diese Zusage schriftlich.'" meinte Frau Fethertort. Frau Forrest trat zu ihrem Schreib tisch, bot aber ?nit den Worten: Schreibe Du selbst das Memoran dum!" der Freundin die Feder. Frau Fetherion schrieb mit fester Hand einige Worte auf ein Blättchen, welche Clara mit dem Bemerken unter zeichnete: Ich wollte, ich könnte Dir das Geld gleich geben, aber ich muß erst Jim darum bitten. Ach bct Auguste ängstlich, wenn Du Herrn Forrest unseren Handel mittheilst, so sage nichts von der kleinen Note, die Du mir ausge stellt hast." Clara versprach, Angustens Wunsch zu erfüllen; in den Grund i7)res Her. zens aber schlichen sich Gedenken über diese von der Freundin verlangte Verheimlichung der von ihr unterzeichneten Zusage und ein Vorgefühl, daß aus der Sache Unannehmlichkeiten entstehen könnten. Frau Fetherton hingegen, welche sich mit einem herzlichen Kusse verav schiedete, schien ganz unbesorgt zu sein. ' Frau Forrest, nun sich selbst über lassen, suchte die in ihrem Innern sich regenden Vorwürfe über die begangene Unklugheit durch die Vorstellung zi beschwichtigen, wie herrlich die Dm manten ihren hübschen Nacken kleiden würden. Daß dies falsche Dramant:n sind, möchte wohl Niemand glauben," dachte sie bei sich selbst. Auguste aber hat dabei auch ein ganz gutes Geschäft ge macht, sicherlich wird sie mir zumDant mein nächstes Gesellschaftslleid unenlgeltlich machen." Da die ForrestS sich keiner glänzenden Vermögensverhältnissc erfreuten, so war Clara oft gezwungen, das ganze Aufgebot ihres Erfindungsgeistes anzuwenden, um einen gewissen Anschein von Wohlhabenheit zu bewahren, ohnt in pekuniäre Bedrängniß zu gerathen war hierdurch aber auch zu derartigen Berechnungen veranlaßt. Abends theilte sie ihrem Gatten den geschlossenen Sande! mit, worauf -er ihr nach einigem Bedenken die drei Fünf-Pfund-Noten einhändigte, welch: sie Frau Fetherton gewissenhaft zu. sandte. II. Eine Woche darauf legte Madame Faustine das Verzeichniß ihrer Schul den dem Fallitengerichte vor. Dieselben beliefen sich auf einige tausend Pfund, während der Rest ihres Besitzes nur aus dem Kapital bestand, welches in ihrem in der Manillastraße befindlichen Geschäfte lag und aus einigen hundert Pfund, welche ihre Kündete ihr schuldetm. Glücklicherweise zeigten sich ihre Gläubiger zu einem Ausgleich geneigt und gaben sich mit' der Zahlung eines halben Kronthalers per Pfund zufrieden. Wie schlecht mag es doch mit der armen Gusti stehen bemerkte Frau Forrest zu ihrem Gatten, daß sie gezwungen war, solch ein werthvolles Halsband zu verkaufen." Gewiß steht es schlecht mit ihr." murmelte Herr Forrest, doch es geht nicht ihr allein so. Ach Clara, mein Kind, ich muß es Dir nur sagen, auch Dein arme? Jim ist im Augen blick in größter Bedrängniß um ein paar hundert Pfund und muß, wenn d Verhältnisse sich nicht bald bessern, die Karten hinwerfen und sich aus dem Staube machen, da Londons Luft
bald zu schwül werden durfte. Jim." rief Clara, sich mit einem Ausdruck der Verzweiflung im Jim-. i mer umsehend, Du Du meinst doch nicht, daß wir unser hübsches Hau-s und all unsere hübschen Sachen aufge-, : ben sollen!?" Ja, das meine ich." Herr Forrcst galt allgemein für e! 'j nen geschickten Mann, doch fehlte ihm j bei seinen geschäftlichen Unternehmung ! gen vielleicht die nöthige Vorsicht. ?odurch er oft in Unannehmlichkeiten rieth; er gab aber die Hoffnung, .cm-. vorzukommen , nicht aus und '.ar seiner Meinung nach immer gerade im Begriff, den richtigen Schritt zu t.'un, der zu einem fürstlichen Verm'n führen sollte. Diesen Augenblick war er fest davon überzeugt, daß der Le sitz einige? tausend Pfund ihn nicht nur aus seiner financiellen Klem:nö befreien würde, sondern es erschien ibrn dieser Leirag auch als der Kern.
für ihn
um den sich Tausende und abermals ' es ist ein armseliges Ding aus salscherr. Tausende ansetzen müßten und dann, ! Edelsteinen." wähnte er, wäre der Höhepunkt set Falsche Edelsteine? Nun natürliche nc? geschäftlichen Laufbahn erreich: ! sind es falsche Steine," erwiderte dir und er für immer von den Widerwär j erstaunte kleine Frau, die glitzernden, -tigkeiten des Geldmarktes erlöst. Steine mit weit geöffneten Augen anUm nicht durch Kundgebung ihre) . starrend, eigenen Kummers die ' Sorgen Vc,xzb . Das Halsband, das ich Dir ver" Mannes zu vermehren, zog sich Frau ! kaufte, war dreitausend Pfund, und Forrest auf ihr Zimmer zurück und ; dieser Plunder ist kaum zehn Pfundbegann, nachdem sie stch ausgeweint", werth." hatte, ihre Garderobe zu mustern, cind ! Diese mit Wuth ausgestoßene VeBeschäftigung, die stets beruhigend uj , schuldigung bestärkte Frau Forrest in ihre Nerven wirkte. der Vermuthung, daß ihre Freundin Sie war zu Lady Eglantine gela. . plötzlich wahnsinniq geworden sei den, in deren vornehmem Kreise si ! selbst ganz verwirrt vor Angst, näherte schön als möglich auszusehen, ihr sehr ' sie sich unbemerkt dem Glockenzuge, Wichtig erschien, und sie freute sich un r während sie sich bemühte, die Wahn gemein auf das Aufsehen, welches ihr sinnige durch ausweichende VemerkunHalsband hervorrufen würde. j gen zu beruhigen, als zu ihrer Erleich : Um zu prüfen, wie herrlich sich du ternng ihr Mann eintrat, glitzernden Steine an ihrem weißen Wohl erschien Jim Fahrest, als er Nacken ausnehmen würden, schob sie ' feine bleiche Gattin vor den wirrc:?den Kragen ihres Kleides zurück, legte : und bitteren Worten der schönen Frau. den Schluck um ihreu Hals und bog ! erbeben sah, im ersten Augenblicke die diesen bald nach der einen, bald nach ; Sache unverständlich, einige von 5Ha der anderen Seite, um den Lichtesfeki dame Faustine hingeworfene leidendcr Diamanten zur vollen Geltung zu fchaftliche Aeußerungen klärten ihn z" bringen. doch bald auf.
Als sie aber daZ GzschmeidL wizdcr l ablegen wollte, licu sich die Schließe nicht öffnen, und bei ihren wiederholten Versuchen, dies doch zuwege zu bringen, löste sich dieselbe von der einen Seite der Niviere los und blieb am an i . v mit.: t -o ..v i- . - - i deren Ende hängen. Da die Cache sogleich wieder in Ordnung gebracht werden mußte, 'sie aber nicht ausgehen konnte, da sie ih ren Empfangstag" hatte, so übergab sie ihrem Gemahl, der eben im Begriff war, zu? Stadt zu gehen, den Schmuck mit der Bitte, denselben im Vorübergehen zum Juwelier zu geben und später wieder abzuholen, welchen Auftrag Jim als gehorsamer Gatte, wenn auch mit einem Murren, auszuführen versprach. III. Als Jim spät Abends heimkehrte, errieth Frau Forrest aus dem sreud: gen Ausdruck seiner Züge und dem Leuchten seine? Augen, daß irgend ein günstige? Vorfall in seinen GeschäftZangelegenheiten stattgefunden habe. Nun," fragte sie, ist Dir in der Stadt Alles nach Wunsch gegangen? Du siehst aus, als ob Du endlich am Ziele wärst." Du hast es so ziemlich errathen," erwiderte Jim mit eigenthümlichem Lächeln. Ich habe wirklich einen Glücksfall gebabt. welcher meinen Finanzen aufhelfen kann." Frau Forrest war über diese Mittheilung so sehr erfreut, daß sie im Augenblick vergaß, nach ihrem Halsbande zu fragen, und ihn erst am andern Morgen bat, dasselbe mitzubrin. gen. Er versprach ihren Wunsch zu er füllen und hielt Wort; am selben Abend bekam Clara ihr Halsband zurück, und zwar in so vorzüglicher Weise hergestellt, daß Niemand vermuthet haben würde, es fei gebrochen gewe. fen. Sie trug die Riviere bei Lady Eg lantine's Gesellschaft, sowie bei vielen andern Gelegenheiten, und dieselbe erregte so viel Bewunderung und Neid, als sie erwartet hatte. In James Forrest's Verhältnissen war unterdessen eine glückliche Wendung eingetreten, sein Stern fing an. sich zu heben, und der so lange gehoffte Tag des Zum Ziele Kommens" fchien endlich zu dämmern. Auch für Madame Faustine waren bessere Tage gekommen; sie hatte sich aus ihrer Bedrängniß emporgearbeitet und ließ ihre geschäftliche Flagge mit bestem Erfolg in der Manillastraße wehen. Gegen Schluß des Jahreö war ihr Z Geschäft wieder in voller, Blüthe, und noch vor Weihnachten brachte sie dit von Clara unterschriebene Note, über gab der Freundin 20 Pfund und er hielt die Riviere zurück, welche so viele ! Monate hindurch Clara's Stolz und i Freude gewesen war. Und Du hast Dem Versprechen gehalten und Herrn Forrest hiervon nichts gesagt?" frug Frau Fetherton. das Memorandum in's Feuer schleu dernd. Ich habe ihm nie etwas davon gesagt, und er wird sich wundern, daß ich das Halsband zurückverkauf: habe." Nun magst Du ihm Alles sagen," erwiderte die Andere lächelnd, ich werde Dir für die mir erwiesene Ge fälligkeit ewig dankbar sein." Aber einige Stunden später, nachdem Madame Faustine bei einem der bekanntesten Juwelier in Bond, öreet gewesen war, malte, sich in ihren Zügen furchtbare Bestürzung, Sie rannte, das die Riviere enthal .ende Lederkästchen mit sich nehmend.
inö dem Laden, sprang in einen irr siMner und besah! dem Kutscher,
schnell als möglich zu Frau Forrest'S ftc&i3 zu fahren. Diese saß, zum Diner gekleidrt allein: ihr Gatte war in der Stadt. ausgehalten worden, weshalo das ner um eine Stunde verschoben werde. ! mußte. Ist was vorgefallen?" frug sie, al ihre Freundin gleich einem Wirbel wind in's Zimmer sauste, Ja. Clara, das ist vorgefallen, daß, Du Du, welche vorgab, meineFreundin zu sein, mich grausam vcrrathen belogen betrogen hast .Auguste!" Mein Halsband! Wo ist meirr Halsband, das ich Dir anvertraute?" Aber, Auguste, bist Du toll? Du hast vor einiqen Stunden das Hals--band von mir zurückerhalten." Das Ding da." dabei lachte siehysterisch und öffnete mit zitternder Hand das Kästchen, ja, sieh es nur cm. Wie kunstvoll wir des NekzeZ Fäden fügen enn wir versuch.-n wollen, zu betril- . gen'"' ,u dame Faustin? - wendend, und fuhr, nachdem diese iljrrt ihre Angelegenheit vorgetragen hatt? .fort: Lassen Sie nun mich die Sachezählen liebe Frau Fetherton; vor" inigen Monaten theilte meine Frau.. rnir mit, daß sie von Ihnen ein Hal. band um den Preis von fünfzehrr.Pfund gekauft habe, ohne mir fc mitzutheilen (fügte er lächelnd hinzu),, daß sie einen Vertrag mit Ihnen ge. fchlossen habe, Ihnen dasselbe zuriict zuverkaufen. Einige Taae darauf brach meineFrau die Schließe des Schmuckes und.bat mich, dieselbe reparire?i zu fassen.. Der Juwelier, dem ich das Halsband übergab, bewunderte dasselbe h'ocblich und stellte mir für dasselbe einen Ern vfangschein aus; hierüber erstaunt frug ich ihn um den Werth deS Schmuckes, den er auf 3000 Pfund angab. Erst erschien mir dies unglaubich. dann aber entsann ick mich., daß die Dame, welche es verkaufte, damals an dem Punkte war. Bankerokt pi machen, und errieth, daß besagte Dame, indem sie meine arme klein' Frau täuschte, dieselbe in den Betrug verwickelte bitte, unterbrechen Sie mich nicht. Nach einigem Ue.?rseaerr fand ich mich zu begründeten Anspril chen auf das mit meinem &?lte er laufte Halsband berechtigt. Ich sauste -tm anderes .Halsband -diesmal wirklich aus falschen Steinen und vcr kaufte das andere. Elender!" brauste Frau Fethertorr auf. . Ick verkaufte es," fubr 5err rfor rest ruhig fort, für 2000 Pfund rnib wandte mit dieser Summe nickt mn die Zerrüttung meiner Vermögens Verhältnisse ab, sondern vcrdopvette verdreifachte, vervierfachte die 200tt Pfund. Ja, Frau Fetherton. Dank der Dorr frhnen ausgeführten Täuschung ish am.es Forrest setzt ein gMachiw. Mann, er ist aber auch weder ein undankbarer noch ein unredlicher Mann. - Was ihnen gehört soll wieder Ihr Eigenthum werden, und zwar je nachIhrem Wunsche, die Diamanten ode deren Geldeswerth." ' .Das Geld das Geld!" keuchkedie Wittwe, nach den Diamanten verlangt es mich nimmerehr. Sie ziehen vermuthlich fallcke Edes stein? den echien vor wkrklick falsche Edelsteine," fubr .Herr dorrest fort Ich bitte Sie daber. nebst einer voir mir ausgestellten Anweisung auf 2000 Pfund, das Halsband von mir an ?unebmen, als ein Andenken an der? Dienst, welchen meine Frau Jbnen und welchen Sie. ohne eZ zu wissen, unSi. crwiefen hiben. Erlauben Sie aber einem in Geschäftsfachen nicht uner fahrenen Manne, Sie davor zu war nen selbst Ihren besten Freunden echte Diamanten als unechte zu dcr kaufen." Herunterqekomme n. Liese: Du hattest doch früher einen si großen Grenadier von der 1. Eompagnie, und jetzt hast Du einen llei nen Füsilier zum Schatz! 'Jtie7 Ja, weißt Du, Liese, bei meiner jetzig gen Herrschaft kann ich mir denLurnS nicht mehr gestatten; da bin ich froh wenn ich Einen von der 12. Compag nie mit durchfüttere! Leider. Nicht wahr. ClS. chen. Du wirst mich recht lieb haben wenn ich nächstens ttn Papa werdest Ach'geh! Das haben schon so. Viele: gesagt und es ist doch immer nichfQ daraus geworden!" . . ,
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