Indiana Tribüne, Volume 17, Number 69, Indianapolis, Marion County, 26 November 1893 — Page 4
JndZana Tribüne i . i Erscheint füglich und Bontii&q
Die t2glic?e .Tribüne" kostri durch den Träger ÖCent3 per WocKe, die SonntagSTribüne" 6 Cent? per Woche. Belde zusammen 1! Cent od?r es Gents per Monat. Per Post ,ugesch'.?t in Vor ausbezahlung per Jahr Office : No. 18 Süd Alabama Str. Indianapolis, Ind., 2. November '93.
'heatersttdicu.
(Von Julius freund.)
)
' Alte Aufhöret
" Me Aufhorcr!
Verzeihung bitten wegen der Bildung
fcieier neuen uns crnas luynen yon
iv2 rnuB vorcr,r utu
ycge1ien iinÄ hochHefriedlgt nimmt La Röche dieselben Kassenscheine nunmehr zum zweitenmal in Empfang. Ein so kurzes Gedächtniß er übrigens auch für die Vorkommnisse des Tages hat doch schaut er mit klarem Blick in eine ferne, herrliche Vergangenheit. Unter den Strahlen der Sonne Goethes hat sich sein Talent zu früher Reise ent wickelt mit begeisterten Worten spricht er von den vcrklungenen Weimaraner Tagen. La Röche und Amalie Haizingcr beide deckt längst der Rasen, sie sind saust ausgelöscht nach vollcndctemTagcwerk, dock) ihr Gedächtniß wird sich in der Zunft der Wiener forterben von .'schlecht zu Geschlecht, oh.ie zu verlöt scheu oder zu verblassen, als unubertreffliches, klassisches Beispiel edlen und harmonisch in sich abgcschlosscncnKünstlerlcven?. So aber sehen leider nur die wenigfien aus von unsern alten Aufhörern" atz.
Turä, Eiacndünkcl lächerlich oder
hat' nach funszigfahrlger ThätigMt'yenke zum erstenmal abgesagt, die Vorstellung wird nicht gestört, das kleine Röllchen übernimmt Herr " Hier brach die Zeile ab, der gute X. sollte den Namen seine? ölcllvertreters nicht mehr erfahren. Ich aber kannte diesen Sicllvcrtrctcr, und ich sehe ihn noch klar und deutlich vor mir, den alten gebückten Mann mit den zuckenden Lippen und unstäten Auge-.:. Der war wirklich ein großer Künstler gewesen, bewundert von aller Welt, verhätschelt von den Frauen, die zerbröckelnden Kränze in seiner Dachstube waren ihm wirklich von jubelnden , Verehrern zuzeworfcn worden, die Dichter hatten Rollen für iH geschrieben, die Direktoren vor ih ezitterr er hatte den Kelch eines to rauschenden Lebens geleert bis auf d:e lUhi Aber er war ein wüster Gcfclle,
! gab stets mehr aus als er einnahm, sein
ganzes Leben war eine fortwährende Jagd nach Vorgen und Flucht vor Gläubigern. Einst als er sich nich langer,
schwerer Krankheit vom Lage? erhob
Combination, die mir für den Gegeu- - ura is : grnouinc rnui stand, über den ich sprechen will, doch : durch die Roth iinltch gemacht ji l v t.:j-'..-v r-r,;,. sa : licn. ixe an uns vorüber, einebene
Ä IZ Zmn. und ein LZÄel des sah er sich uackt, nnd.M dem Hm.'.
liil l.lll UlUt VltlUUW.l 4V..V, . . ' . - ,f c , .- 7. ottzJJi Ä.-,-,f,r ii Soottes oder eine Thräne des M
UHU.ltt6U yvtfvv o- ... . Mf.,t,tv. '
stellen. ,. Was für mannigfache widersprechende Gefühle müssen nicht die beiden ein.
suchen Worte in der Brust eines Jeden erwecken,' der auch nur einen flüchtigen Blic5in-das gecimnißvolle Halbdunkel der Konlissenwelt geworfen hat! Man glaubt aus ihnen das herzlichste Lachen harmlosester Belustigung und den wildesten Aufschrei der Verzweiflung zu höre:t, sie klingen wie die verhallende lclage fchmerzloser Resignation und wie das vergnügliche Plaudern ruhigen selbftzufricdeucn Alters je nach den Gestalten, die mit heiteren oder gramdurchfurchten Mienen an unsrem inneren Auge vorbeiziehen und die trotz ihrer Lerschiedcnhelt doch alle in ein und dieselbe &a)t gehören in die Klasse der alten Ansiedler." Da huschen gerade zwc! von ihnen durch meine Ermneruug zwei Menschen, die so recht zu den Auserkorenen des Glücks zu rechnen waren, die nach glücklicher Jugend und glänzenden Schaffensjahren ein gefegnetes Alter durchlebt und sich bis zur Stunde des Schcidens an dem herrlichen Duft ihrer unvcrwelklichen Lorbeeren erquickt ha-, ben Amalie Haizingcr und Karl la Röche. Da sitzt sie, die Großmama Haizmger, in ihrem alten Lehnstuhl hart am Fenster, adrett und zierlich bis in die Fingerspitzen, das Muster einer aristokratischen Greisin aus der guten alten Zeit. Das glatte, schwarze Seidenkleid nmfließt sie in breiten Falten, ein schneeweißes Häubchen d:ckt ihren Scheitel, sie hat eine Häkelarbeit in den Händen und während ihre geschäftigen Finger Masche an Masche reihen, plaudert sie mit ihren Besuchen, plaudert sortwährend, anregend, jugendlich und nur vom Theater! Mit wie verschiedenen Leb:nssphären sie auch in intimste Berührung gekommen ist ihr Sohn ist hoher Militär. ihre Tochter ist Gräfin sie hat
sieh durch nichts beirren, durch keine
äußeren Umstände ablenken lassen, sie lebt mit jedem Athemzuge nur für das Theat:r! Ihr einziger Wunsch ist der: noch ein einziges Mal auftreten zu Uiv nen wann dösch verflixte Asthma net wär': lö'.iut' no jede Abend mci Platz ausfülle" versichert sie mit ernst haftem Gesicht , sie fandet Ze)cm,dcr zuhören will, mit teilen Händen aus dem unerfchZpflichcn Schatze iyrcr B"chnencrinnerunaen, und als man ihr Au-
togramm für irg:nd ein Sammelwerk verlanat. areilt üt ::r n-:dcr und
schreibt: 53 i öchtvg Ja5r?n sch?:ib ich' Hier frnch nn) fröhlich nieder: MnC ich noch einmal auf die Sct, Schauspielerin würd' ich mieser
S:e hat es nicht gern, wenn ihre
Freunde allzuviel reden und erzählen, erst wenn sie selbst ans Wort kommt, fühlt sie sich in ihren: Element da
blitzt ihr Auge, ihre Züge scheinen glät
tcr zu werden, die ganze Gestalt heb:
Ilch, m:t ichaqcr Pointirnng wrt au
5cr Bühne trägt sie' die cinfachst.'u
Anekdoten in wahrhaft hinreißender
Weize vor, giebt au wohl einzeln:
humoristische Schlager auZ ihren Glanz
rollen bcztcn und M'.c.zt nicht cl
ten mit einer drolligen Selbstkritik, die
etwa in Worten, alt: Kinder, wan.i dösch das Publikum g'hört hätt'!" ibren
naiccn, Ausdruck findet.
Sie bedauert es herzlich, brjj ihr kör
perlicher Zustand es ihr nickt erlaubt,
den alten Freund und 5lollcgen La Noche von Zeit zu Zeit aufzufuchen, aber sie verkehrt mit ihm durch llciac
theilnchmcnde Brachen und unn c-3
ic) in unverwustilchem Humor nich:
verjagen, ihm als Erfay für eine.: durchgegangenen Pudel mit tief em
pfundenen Be.leids.cilen einen riesigen
Porzcllantiun) zu ubericndcn. Der glückliche Empfänger des zer
brechlichen Köters sitzt daheim, in einem
wahren L.'!u;eum seiucs Ziuhmcs, lc.zn i 1'. J. ri -. 1 1 . i -
i;crnia;c;i wcciijcicpi in Die SliilCil
.zurück, Murit Austern und trinkt Tv .kayer und scheint wenn man ihn s; . recht betrachtet den Begriff nlück
. Ziches Alter" überhaupt weit mztericller, weit realistiichcr auszufafscu, als sein.'
berühmte ttouezm.
Hierfür spricht rnch jene kleine, sirc
5pe, die den Kassenbeamten des Hvf
. . burgtheaters schon so manchen Anlaß irr Heiterkeit geboten hat. Sa Rochc
nämlich, der zntt voller Gage als ftein
alter Mann in Pension getreten ist und
pünktlich am ersten jeden Monats eine
recht oedeutende Summe erhält, hat stctc
chon am zweiten den Empfang dieser
.Summe vergezen und ruht nicht eher, als ein Eilbote an die Kasse geschickt
,2vird, um die schleunige uebermltteluna
Der Gage zu erbitten. Die treue Wirth schasterin des alten Künstlers bat besaa
:tem Bct?n natürlich die am Tage vorher 'ißthstlttnt, Sendvna , mit auf den Wea.
itleids, gegenüber. Gnrt klangvolles Or.n
das ist im Grunde genommen alles, was j war gebrochen, seme Wangen y?;l, :;it
oir für ne übrig haben.
Eine recht unangenehme SpezlcZ jmo
z.B.le.ie alten .oija)au,picier-, meicue
- von Jugend aus an derselben Äuyne
hätla sich nach und nach eine unver-
dicnleAutorität angeeignet haben. Man
nuß sie überaus vorzlchtlg und zart be
andeln. wenn man nicht Anston erre
gen will, sie vetragen nicht die leiseste Kritik, sind selbst mit den anerkanntesten Mustcrlcistungen ihrer Kollegen nie
nfric)en, iprcch:n vom ichrciendemun
d.ink der Intcndan',". wenn ibnen
gend eine mit ryren verwitterten Kit-
fcheuiungen in irajjcin Widerspruch stehende LZ olle abgenommen wird die
sie etwa seit dreißig Jahren zum steten
Aerger der Knnk in Gnrnr und Bden spielen, und bekommen .uthanfällc,
vmn da) Wiirt Pcnstomr. v mau
in z lirer Näbe aucli nur aefl. rt wird.
Wenden wir uns nun zu dem Typus
einer andern nicht minder interessanten
Gattung. Herr . ist als fehr junger Mensch ausgestattet mit geringer Bildung und noch geringerem Talent,
aber mit desto größerer Begeisterung znm Theater gegangen, und zwar U
Statist. Jahrelang hat er stch redliche Mühe gegeben durch übertrieöeneGestecz und lautes Schreien die Aufmerkfamkct der Regie zu erregen, eö ist ihm nicht
gelungen, er blieb Statizt.
Vielleicht wäre doch etwas anZ ihm
geworden, wenn er sich beizeiten los gerissen hätte und in die Provinz" ge gangen wäre, aber das ließ sich nicht machen. X. hatte eine stcinalte Mutter
und eine kranke Schwester zu ernähren, er war dadurch an die Residenz gebun
den. Nach und nach schwand in ihm
unter dem Druck widriger Verhältnisse jeder künstlerische Ehrgeiz, - er war bald nur noch darauf bedacht, durch strenge,
pedantische Vfllchtcrsullung seine Stcl lvng nach Möglichkeit zn festigen. Je dcrmann im Theater kannte? nd achtete den stillen und bescheidenen Menschen, der anspruchslos kam und gin?, so devot
grüßte und 10 vor'.-effllch über alles und jede) Auskunft zu geben wußte. Das war nämlich sein erstes Stecken
pierd. Er führte Buch über die kleinsten
Erclanlne seines Theaters. Jedes
Ncu-Eugagement, jede einzelne Auffüh
rung, zeder Erfolg oder Mißerfolg, je tcr Krankheitsfall olles stand in sei
nen Büchern verzeichnet; wenn sich die Regisseure einmal über irgend eine halb vergessenen Vorfall herumstrittcn,
hieß es immer: X. wird es wissen" und . wußte es thatfächlich immer.
Räch Jahren beichlon. man einmal den
Verbuch zu machen, ob x. wohl ne keine Dienerrolle darstellen könne. Der
Versuch gluckte und er brachte es darin
gerade zu einer Spezialität. Dabei wurde er immer älter und im mcr pedantischer. Als Mutter und Schwester gestorben waren, hatte er längst die' Pensionsberechtigung" er reicht und dachte nicht mehr im Traum daran, sein Theater" zn verlassen. Mit verdoppeltem Sammeleifer warf sich das kleine einsame Männchen ans seine Licblin.isthätic'lcit und sammelte nn)
Gestalt oebeuat.
Man hatte immer nur seine Knnst be wundert, als es damit ein Ende hatte, war ihm nichts geblieben nicht die Liebe der Kollegen, nicht die AUng der Welt. Das Hoftheater, an dem er seine ersten Triumphe gefeiert und das er dann im Virtuofenübermuth verlassen, rahm ihn mitleidig wieder auf mit kleiner Gage für kleine Rollen. Aber er ertrug den Jammer nicht lange da draußen zu stchea, hilflos, ledauert, mißachtet, er begann zu Irin l.'n, seine Gedanken verwirrten sich, und eines TageZ just wahrend der Wal l.msteinprobe erschoß er sich mit einer cauisitenvlstole.
Genua davon! Die Vlder, welche
linasam durch meine Erinnerung glel
tn, werden düsterer und düsterer
, alte Aufhöret ' dc? Wanderbühnen und k-chmieren, die mit siebcrgeröthcten Zangen, mit zusammenbrechenden Glic kern ü'oer die Bretter einer Scheunen-
bühne wanken und oft nicht wlizen, wo sie am Abend das weiße Haupt zur lZuhe legen werden.
Vielleicht erzähle ich cm andermal
r?n, deuen die am Weae sterben."
ll'.
.WWW.
Ein Jnlan'Trader.
Unter den Jndian.Traders, welche im weiten wilden Westen mit allerlei er lzubtcn und verbotenen Waaren von einer Jndiancrnicdcrlassung zur anderen ziehen und meistens einträgliches Geschäft betreiben, begegnet man gelegentlich in telligenten und höher gebildeten Leuten. ES sind Opfer harter Schicksalsschläge oder Erzichungsrcsultate. Friedrich VaZeken weiß in seinen Skizzen aus dem Westen Nordamerika's" Folgendes da rüber zu berichten: Ich kannte upter die sen Jndian-TraderS einen Menschen mir gegenüber in seinen Manieren ein Gentlemen vom Scheitel bis zur Sohle, welcher neben verschiedenen Indianer sprachen auch die spanische, deutsche, fran zösische und englische Sprache vorkommen beherrschte. Wenn ich seinen Worten Glauben schenken darf, so besaß er einst ein bedeutendes Geschäft und großes Haus in ?!cw OrleanZ. Ein Anderer War in der Llcchtswzsfenschaft ungcmcin bewandert und hat mir seiner Zeit bei der Abwickelung einer gerichtlichen Streit frage gute und wohldurchdachte Rath schlage ertheilt. Die sonderbarste Figur, welche mir während meines Aufenthaltes im Tcrri torium Wyoming unter den Jndian Traderö begegnete, war jcdcch der im Lande allgemein bekannte Old Tex." Er besaß, wie so Mancher der Abcnteu rer, welche die Sitten und Lcbcnsge wohnheiteN der Nothhäute angenommen haben, vier Frauen, und durch ihn wurde ich zueist bei den Arapahre - Indianern vorteilhaft eingeführt, bei welchem Stamme er sich eines ganz bcscndcrö freundschaftlichen Entgegenkommens zu erfreuen hatte. Old Tcx war ein wohlgenährtes Männchen mit kleinen, lebhaften brau
nvtirte, trug Material zusammen von . ncn Augen, stark ergrautem, kurze:c'ch
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Eröffnungs-Woche von ' q j ..nn mq p riRis? "lCr R 1 iP r, fvT ff II I HF II II 7k 1 J MM kiUJ JvJrl S Ik r? ( yüi 3Ks r-J v U VüMkM J " B" (isL w ' W
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November den 25. bis Dezember den 2
Die größten, schönsten und besteingerichteten Departement-Verkaufs-Hallcn im Staate Jndiana.
lzäusig koinmt die Gelegenheit etwas zu feiern, Geburtstage, Aindtaufen u. s. w. 2Nan kann die Feier verschiedenartig begehen ; durch ein gates Essen, oder durch Trinken oder mit INusik. Bei der Eröffnungsfeierlichkeit eines neuen (adens beliebt man Bildchen oder Eandy wegzugeben, ich mache es aber verständiger und lasse das für die Feier auszugebende
allen Ecken und Enden und seine Nach-
schlagcbüchcr wurden immer interessan ter, immer reichhaltiger. Wann hat Herr Z. und Frau I. gastirt?" X.
wute eS. Wann ist die und die Tra
rcnem Haar und st.uppigcm ch.ur? bart unter der rtwaS gebogenen, zerö thcten Nafe. Letzteres bewies, daß er feinen HaupthanoclZartilel, Whisky, selbst nicht verschmähte. Winter und
gödie vor undenklichen Zeiten durch-' Sommer trug er neben Lederhemd und
gefallen?" i gab Auskunft. Wie
ci:) der Dolch anZ, welchen der berühmte A. in dc:n oder jenem S'ücke getragen? X. beschrieb ihn ans's Haar! Er wax das lebendige Lexikon, er wußte alles und erinnerte sich an alle) er war dem Theater gerade', unentbehrlich gewor den. Die größte Freude seines Alters wurde ihm zu theil, als die College zur Feier seiner fünfzigjährigen Bühnen thätigkcit ihm ein großes Fei) veran stalteten. Die Intendantur überwies ihm ein großes Geldgcfchenk, die Colle gen überreichten ihm einen pracltvoll geschnitzten Schrank für seine Sammelbüchcr, das Ehorpersonal brachte Kränze und sang ein Ständchen unser gnter X. zerfloß in eitel Wsnne und Gluckse ligleit. Als sich aber hinter dem letzten Gast die Thür geschlossen hatte, sey,te er sich an den Schreibtisch, griff zur Feder und notirte alles in seine Bücher. So eingehend hatte er sich bisher in der Thcaterchronit" noch niemals mit sei ner eignen bescheidenen Person befassen dürfen. Wenige Wocn später wurde er von einem plötzlichen : Unwohlsein so heftig befallen, daß er abfagen mußte das erste Mal in seinem .Leben. Zagt ab?! Da 5 muß bedenklich sein! meinten die stuyendcn Collegen. L!asch fuhr der Theaterar?t zn dem Pa iicnten ' und' fanK einen Todten. Durch einen Her,;fchlag war .das Leben des ichwachen MSnche5 rloj)lich 'ausgelöscht worden, gerade 'q$ er "orn Schreibtisch saß und eben in eins' seiner Oefte die Worte leichrien hatte? .X.
Lcderbcinkleidern einen dicken wollenen Shawl um den Hals. An einem seiner hoben, bis zum Slnie reichenden Eticfcl saß ein mächtiger Sporn, an dem jcdoch das Rad fehlte. Sein kleiner, einst schwarz gewesener Hnt, dessen Nand vom Zahne der Zeit ausgefranst war, verließ ihn auch des NachtS, wenn er sich in seine Vüffelfclle und Decken stcts unter freiem Himmel zur Ruhe legle. Als er einst im Winter bei einer grimmigen Kälte von 23 Grad (Ncaumür) in der ?!ähe meiner Blockhütte auf dem Wege nach den Ärapahoes, deren erste Niederlasfunz etwa fünfzehn englische Meilen von mir. entfernt lag, mit' scjncn Pack Pferden Halt machte, gelana eS mir. ihn
zu überreden, in der Hütte sein Lager
cuizuchlagen, welche ein mächtiges V . M, .
iicn;r wenignens einigermaßen erwärmte. Doch nach einer Stunde war
der Alte bereits mit seinen Decken und Fellen wieder daraus verschwunden, und
als ich mich nach ihm umsah, schnarchte
er draußen im hohen Schnee. Auf meine Frage am andern Morgen, deshalb er
wahrend der Scacht nicht bei mir gcblie ben sei, antworte er er in seiner kurzen Weise : "I coulclii't slee? inside.
Sir !"
Old Tcx sprach ungern; dcch zeigte er mir stets seine Dankbarkeit für die Auf. nähme, welche ich ihm zu Theil werden ließ. Eines TageS war ich hinter mel ner Hütte mit dem Ausspannen einiger .WolfSfelle beschäftigt, als der Alte zu iir.trat, sich nicht weit von mir auf ei zum". Holzblock, niederließ und dichte .WavchwoUenaAS einer kurzen, lemern
Geld, meinen Kunden zukommen.
1 Eine.GlaS'Rugel ist mit Volmen angefüllt. Zeder Käufers
über 25c Cassa hat das Recht die Anzahl zu rathen und der jenige, welcher ain nächsten kommt, erhält den ersten, und sowei' ter bis zum 10. preis.- Das ist etwas Neues auf der
n yCit
Die
Ausstellung
der
zeyn mti ic-ca
ist im Schaufenster an der Lcke der Coburn Straße. Hier noch eine gedrängte Uebersicht meiner Departements.
?
Groceric - Departement !
Henry G. Sponsel, Supl.
Kaffee, Büchsen Gemüse, Seife, Mehl,
Baking powder.
Schuh - Departenlent !
Clias. Merz, Supt.
Vargains die 2Nenge. Ihr spart 25 proz.
Glas und Porzellan.
Alles von Theetassen bis zum Dinner-Set.
Futter- und Feldfrucht-Dept'mt. Rvkert Freund, Supt. Heu, Siroh, Hafer, Rorn zu engros preisen
Schnittwaaren-Dep'mnt ! sesevli Leller, Supt. Unerreicht in (ZZualität und billigen preisen
Pntzmacherei. 2Ii88 Iainv, Ulgr. Die feinste Putzmacher - Arbeit aber keim Putzmacher" preise.
Metzgerei. Henry Schmidt, Supt. Zn einer 2Niile Umkreis das feinste.
Ausstattungs Departement ! Travk Keller, Supt. Kinder, Knaben, Herrenkleider ohne gleichen
rm is i rs.
WeuMlM)5Swaai
en.
Ein echtes deutsches Iveihnachts-Geschäft das Ihr sehen müßt.
Also vergebt nicht vom 25. November bis einschließlich 2. Dezember bei
ISSoTbcsxrtt
HS,HIL3r
9 570 bis 578 S.Last Str.
Jnanerpfeise vlieö, trriuie er ZiesiänVlg ?wifchen seinen braunen Zähnen mit sich führte. Nack, einer geraumen Weilej fragte er vlvdlich: Teil me, Sir, what'rf that: An der Quelle saß der Knabe, Blumen wand er sich zum .ffranz?" Gin Donnerschlag bei heiterem Himmel batte mich nicht mehr in Erstaunen sehen kön nen, als es die Worte unseres Schiller in jener Umgebung und aus dem Munde des Alten thaten. Old Tex lächelte, und nun erzählte er mir auf mein beharrli ches Drängen, daß er in England gebo ren sei , n) in Stuttgart die Schule be fucht habe. Später wäre er von HauS fortgelaufen, um Abenteuer zn erleben, und nach einem längeren Aufenthalt in Texas, dem er seinen Namen ?e? zn ver danken habe, hätte ihn daS Schicksal endlicb nach Nebraska und Wyomiug Tcrri ;ory geführt, wo er nun bereit) feit drei h.g Jahren auf die mannig'altigste Art, zuletzt als Jndian-Trader, seinen Unter halt rci!c::e. Er wisse genau die Zeit, dc: n in der Nähe des Elend Pcak stünde eine alte Pcchtan; die besuchte er ein mal im Jal're, um eine Kerbe in den Baum zu schlagen; vor einigen Monatcn babe feine Art zum dreißigsten Male den Baum berührt. Mein Interesse für Old Tcx war durch dessen Mittheilungen nur noch re gcr geworden, und aufrichtig freute ich lnich stets, wc:in der Alte bei mir einkehrte. Auch cr wurde seit der Zeit ge sprachiger, uud vst berichtete er mir un aufgefordert von seinen reichhaltigen Erlcbnisscn. Einer meiner Freunde sandte mir nach der etwa CO englische Meilen von meiner Blcckbütte cntfernicn verlassenen Befestigung Old Fort MeKinney, wo sich eine Poststation befand, von der ich mo natlich meine Briefe abzuholen pflegte, außer anderen ' beliebten Zeitschristen auch ,,I!arzer's AVeekly'.'. In diesen Heften blätterte Old Tex gern. EineS Tages entdeckte er darin eine vortreffliche llebcrsctznng v?n Heinrich Heine's Lorelcy. Lächelnd bat er mich um Bleistift und Papier, nnd nun schrieb' er mit ilfe der englischen Wort.' die 'Verse reutch deinüye ohne Fehler nieder. Lange betrachtete cr, in Gedanken verloren, sein Schriftstück; dann begann er mit zitterndcr Stimme die uns so 'bekannte Weife zu singen; Ich weiß nicht, waZ soll es bedeuten, Taß ich so traurig bin; Ein Märchen aus alten Zeiten, Tas kommt mir nicht aus dem Sinn. Aber schon nach der ersten Strovbe
verstummte der Gesang des Alten. Ueber feine wetterharten, gebräunten Wangen rollte eine Thräne nach dcr anderen, und schluchzend fank sein Kopf auf die über dem Tische gekreuzten Arme nieder. Die Erinnerung an längst vergangene, vielleicht vergessene Zeiten rief das Lied in ihm noch immer wach. . Leife schlich ich mich zur Hüttehinaus, um den bedauernswertden Mm in sei
nem Schmerze nicht zn stören. Mit der Lüchse auf der Schulter durchstreifte ich die Berge. Als ich nach einigen Stunden zurückkehrte, war Old Tex fort. Schämte er sich feiner Thränen, die ihm der Ge danke an die ferne Heimath, welche er im fugendlichen Uebermuth verließ, die Erkenntttiß seines lsichtsinnig verfcherzten Daseins in die Augen drängte? Ich weiß es nicht. Niemals habe ich den 'Alten wiedergesehen. . i VI tu. ramc loeim Möbelhänd Ux): Was kostet dieser Spiegel? Händler : 20 Mark. Dame : Herr Gott ist das theuer er scheint obendrein nicht mehr ganz neu zu fein ! Händler: Was, nicht neu ? Ich kann Sie verstcbera, '5 ist noch nicht einmal hincingesehv 'HKt:n Der S t a m m b a u m. Gräfin r..: Ihr Stammbaun iß aber recht lückenhaft, ick finde Ihr Urrozmutter väterlicherie':. ga: nicht erwähnt."' Gräfin B.: .Ja wissen Bit, i:::in Urgroßvater war eben Jungfellcl Einfacher Ausweg. .D?nke:l Sie sich, lieber freund, nun hatte ich mir so einen hitbicher. Namen, SophuS, für meinen (iiUa' borenen ausgesucht und jezzi ist i eitt Wochen geworden..Nun. das ist doch sil schlimm -ii,: Nennen Sie sie einfach ,)?',i'-
JK(f TrtHI' )vl y
aller und jeder Art gehen reißend ab, denn sie sind sehr wohlfeil. Dasselbe ist der Fall mit Aebernebern.
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Wozu sollten wir die uncngenchzncn Symptome von Dyspepsie schildern? Die Ernährung des 5tt:pcrS htingt von de: Nahrung ab. Und doch mag die Nafcnint' fehlerlos, die Ernähttmg dcö öpere mangelhaft sein. DaS ist aber nn? d:r Fill. wenn die Verdauung gestört v?ird Uvd) Dyspepsie, wc.che die Funktionen
)cr VcrdüllnngScrgane und damit das all
gemeine Wohlbefinden so stark assicirt.
Das erklätt auch, warum Dyspepsie so oft auch anderweitige Krankheiten, herbeiführt. Ein unschädliches Äiittel gegen Dy'pcpsic
und qleich zeitig th wohlthuendes stärkendes Ä!i:tel für das ganze System ist I oha n n Hofs's Malzertrakt, welcher allc nährenden und stärkenden Elemente 'dcö extrahirtcn WkalzeS enthalt. Man hüte sich vor nachgeahmten Artikeln. Dcr ächte trZgt den NamenSzng Johann Hoff aus dcr HalS.Eittctte ux v Flasche. Unsere unentgeltlich versandte Broschüre ent Il'.lt interessante Mittheilungen über Wesen ürtrakt. - CiSner Jk Mendelson Co.. Az?nten, 152 und VA Franllin St., Vltw flork.
Ro. 10 Wcft Wajhingt Str,
n no 1 Mi
nn Irb i -1 u ()
SiRBS s
T. - WAAREN
in
Dry Goods Herren - Kleider iniö Rindernnziigr in größter Auwahs. : ' G k a s- Nd Porzellan-Waaren sehr biffig. Setzt ist die ZeitFrüchte für den Winter einzumachen. Kauft die Glgsff bei uns. . . Groceriecn. Fleisch.
F. J. Meyer & Co.'s Department Stores, Sfto. 408 414 3sit 2ast Sttafic.
