Indiana Tribüne, Volume 17, Number 65, Indianapolis, Marion County, 22 November 1893 — Page 1

4Kv & . n .-4 MV rVT o rK o ks Y MV W V V O w v k l IV W Jahrgang 17 O flce: No. 18 Süd Qlabama Straße. 65 )nd anapolis, Indiano, 2Uittwoch, öen 22. November i8M3.

eT"T -iW S'ZZ,2s--tzs

Sprechet vor bei

Boicourt. Tyner & Co., - für - M o n u rn c n t.c. in Srsntt oder VZrsr. ftätte: Ofsic Arbeit 32 ä 4 Massachusetts Ave. Telephon 998. Deutsches Thentcr. 2. Abonnsment'vorstellung ' am Donnerstag, 23. .November I fl j A ,M Urana Upara Ü0HS5. V . -OCtlTlCltP Schauspiel in 4 Akten von Ö Sudermann, Der größte Erf-lg der Saison in Mncinnati. erk.uf Kr ttftrUrtM Sitze b'ginnt morgen. - . , ., alxvlid)cv SnU des Hl . n i hm hm mi ni, 7 am 30. Noo'br, (Vanksagungstag) in der MOZART-HALLE ! Union Band. Hm und Dame 75c. Ertra Dame 25c. Da I Somit. Großer tf)tCttiCl&Ctf(lttf. " I kaufen wir von jetzt bis zum 1. Januar unseren ganzen Vorrath HerrenauSstattuNgS - Artikel und Hüte zu ' u Schleuderpreisen. R. W. Ecke Pennsylvania und Wasbington Strahe. Schiffsscheine nach Europa, 820.00 bis 9273.00. Schiffsscheine von Europa, 825.00 biö S273.00. W. Vfitterer. Dfflce: No. 7 Csl Market Straße, ' I Te lev bo n U)QQ. Geschafts-Uebertraauna ' J 1 i co ki.m4i;Mi hiermit zur Nachricht, daß ich die Wirthschaft, ' 9 -ms- wm-wwfw.w - , I RtiJi. VDrtMlslTI VlihtriUt. I .Mn; UytUlVUiun.il yuvv. lvl'"1 lvv m i Getränke und Cigarren an Hand haben, sowie feinen Lur.ch. jum Besuche ladet ein f 9 m 4 's- - I 0UtS uwier. Warum macht die The UNION TRUST CO. den' vortbetthliftesten Testamentsvollstrecker, EormunD oecc aiuu wuuicui i i l - si.. .". Vi 1 t I ten luen wacvica i . . Weil sie nie krank wd, keme Ferien an tritt oder gar stirbt. - ZLe:l ue mrt allen ge etten Beittmmun gen vertraut ist, und ein g schultiS CerpS von eamtenhat. arn:i r; (ia. im.i f nAt' -imtof W(U liv I vvw v vvf systematisch undvollstandig desorgt. W r-t 1 A X. wl.f L...JiMAi Im S. I xuni i carui- mi i vccuyiic, 4v eim?lne Personen, welche mit einem deraNi I e VertuenSamt vielleicbt nur einmal im Leben betraut werden unv nc? sann vieiiaq v M.rfA ,,,55 vnrt'h'irrfi T10 I n II nii iir i r ui 1111 neu uiuiii iu iv w v v v ttst, bedeutend vermebrt wer en. Weil sie finanziell antwom rn un : ' .,... 4.1 lichtt Aufsicht. v I " " r ------ , - I' , I ert tiitrD. Denn ne iicdi unitr uaui i Ths Union Trust Comanv XstlWirJ t: LL ? vtv. vuiai-rci v&trapc, 0l"nS Solliday. oenrY Sttel. v vraii euk. j. icrvittnrii Uddison Harri. am'lL.Look. oa meiner l.UfPt4noi. curtiar. WßOrffe Mernuanil Seichenbeftatter, Office : 26 Süd Delawareftr. C"lti 120. mim, 128, 128 Oft. Pemlftr. -tlc?Uoil Ost a und St.

örabörser.

-mr-" - - --T--y.j-3C-v- . if't.Zi frfr:tZj 5- V-Kr. t2ö&5?Ä DsA 'WÄiWM k , , ; 1 rT m . : U A ZMWM

nAv fZ vtiV A ,r -,

Lditorielles.

Seitdem Zndiana daS sögenannte Bazter Gesetz hatte, find die Temperen;- und SonntagS-Gesehe in Indianapolis nicht mit solch fanati s4i ttrnn Y u rrfi n f ii hri Ynnrhfn. Wt zur Zeit. Wohl wurde tov etwa über zehn Jahren der Versuch gemach rntt ähnlichem verrückten Fanatismus vor zugehen, aber die Sache nahm bald wieder ein Ende. Wenn die Polizei , . , , ..vr ri. Jl V am 019 zeyn lann na austuui unu Ujl CKIC ywUjC ilUUJt VUUU4 juuuuyi, sich vor dem Eingang zu einer f n ! . . Q KMt tiftvtMf aufzupflanzen, um womöglich eine Gelezenheit zu finden, einzudringen, damit sie verhindere, daß in deutschen Gesellschaften das übliche Glaö Bier verkauft werde, so ist daS, von allem antiSmuS und Uebelwollen abgesehen, durchaus nicht im Interesse der Stadt. Daß unsere politischen Parteien N'chtS lernen und nichts vergessen, ist n cyis lernen uno majie e o tief herabzesunken sind. Wenn Parteien daß eS sich u n nichts mehr bandelt. alS um Stimm:nfang zum Zwecke des Beutehas denö, braucht man sich darüber nicht 'allzu sehr zu wundern. Wenn Par seien kein vernünftiges Prinzip mehr h lben, kein Prinz'p, dessen AuSführang zur Wohlfahrt deS VolkeS dienen fo3, dann wird ihnen kein Mittel zu dämm und zu schlecht zur Erreichung ihrer Ziele. Es hat keinen Z veck, hier die 2ünden der Demokraten auszuführen. ttile 8" 9liÖCtIa9e führten, wir (i(i.m .3 t.i trtir U,irti lll tflllrt IljAVVU V V 4 1411 VW ffv 3 melcke in der Stadt am Nuder ist. nlm Ut republikanischen. Daß , . . aid Drnge thun wurde welche fru. f . .v r ? i 1 1 .us j. . v m m yer ooec ipaicr einen uiuiüu9 i belsuhren rnucn, war vorauszuleyen. d iy fie aber schon so bald damit beginn:n würden, daß sie jede Klugheit in dn Hintergrund drängen und gleich vom Ansang an einen solchen Uebermath und einen solchen Fanatismus an dsn Tag legen würden, daS hätten wir nicht.geglaubt, und daS überrascht uns. Allerdings der Tag wird kommen. an welchem die Herren Denny, Stubbs und Powell, das liebliche Trio deS Fanatismus, einsehen werden, daß sie eine riesige Dummheit begangen haben, aber eS wird dann für sie u spät sein. Die Bevölkerung einer Stadt wie InVianapoliS trägt eine solche Pascha wirthschaft nicht für die Dauer. Sie ist entwürdigend, demüthigend für die Zürger, uud am allerwenigsten wird e die auf Autoritätsglauben begrün. . t i ? .4., oere )ummyell eines 'pouzeiriqicrs lange dulden, die den Aussagen eineS Polizisten mehr Glauben schenkt, als den Aussagen eines Bürgers. Es ge. Hort ein grenzenloser Fanatismus und 3 . v eine Rdino.eroS - Bornlktbelt da;u. , t , , . . v m a. SlUi.sK ntn 11 hft.TltMs .vfc....a .... . . Q st, , . Polizeistunde ins ArbeUöhauS zu r ahtt nser Poliieirickter tbutS I 7 w i A. ?nnf, wasirs,Znli4. V tt tl V Ms seinen Mann, er kannte auch sicherlich semen Mann, als er Connor zum Mitgliede des Sicherheitsrathes machte. denselben Eonnor, der im Schulrathe de deutschen Unterricht auf's Heftigste bekämpfte. 3ohn F. White ist a!S . i rt' . I .!lu..t 1emoiral im siajciqciiöraiq niiiitiicn v. c.:-..a. .s .... cta ' iS1. ""'k wir haben für I.'Nl.znden, eer si a!ö . OI Arbeiterführer und im N nnen der Arbeiter ein Amt ergattert nicht viel . r wfr übrig, und ob er die moralische Starke . . . . mi m oener, oen Vinoeren wen'gnens im . Prinzip entgegenzutreten, daS bleibe einstweilen dahingettcllt. ' 1 u DaS aeaenwärtias Gebühren deS . und seiner Genossen ist emvö " " ' - reiD. Dor ocr 'ayl yeuazcllen ne - . 7 . M, ci!tc QttoxTc u6craU C5ePnn"n-unb Deutschen sielen in großer Zahl . . . .... x...4k daraus herein. Der deutsch . repuolirf. nrhriUtt niffir nnn ff r uai vw v " -71. r . -1 . x ? , . I solg, UM 0 groper ni ur iqn icjji oie , k.". .X. BiUMUgk, 44444 I U 6UI4V Vtv V4" V Cl V . H Si. mi A Arm I UCI UU414 V1 lnuuniU(ni livuuten 81tb8natten m t Wahl ,!u 1 M . M ä !TT icacn luB. uoi oi viniru uuna. 3ueun der deutsch - republikanische Club nicht den Muth hat, der Partei die Bedingung zu stellen, daß dieser widerliche Fanatismus aushöre, widrigenfalls der Club der Partei die Freundschaft kün digt, dann möge sich der Club nur für moralisch bankerott erklären, oder sich aus den Standpunkt stellen, daß die Aemterhascherei sein einziger Zweck ist. Inzwischen aber werden doch wohl I die deutschen Vereine sich selbst helfen

müssen. Man braucht sich nicht zu verhehlen, daß vom finanziellen Standpunkte auö d'er Bieroerkauf für die Vereine Nothwendigkeit ist, daß bei manchen die Ezistenz davon abhängt.

Einer der älteren größeren Bereine sollte, die Sache in die Hand nehmen und vorläufig eine Delegatenversamm. lung der Vereine berufen. DaS Weitere wird sich dann schon finden. N Man muß aber nicht denken, daß wir. daS Vorgehen gegen die Veuint allein für verächtlich halten. Wir halten eS ebenso für verächtlich, wenn die Polizisten sich um die Wirthschaften herumdrängen, und durch Thürspalten, Schlüssellöcher, Löcher in den Vorhänr e . ' v . gen u. f. w. iploniren uno auszuschnüffeln suchen, ob nicht irgendwo im Geheimen ein GlaS Bier verkauft wird. Ein anständiger Mensch giebt sich zu solchem Geschäfte gar nicht der. Unser Polizeichef soll, wie eS beißt. Anfangs Bedenken getragen haben, die Stelle anzunehmen, weil sie ihm gesellschastlich nicht anständig genug erschien. Man überredete ihn dadurch, daß man ihm sagte, er solle fie zu einer anstandigen machen. Gewiß eö ist kein Grund vorhanden, die Stellung eines Polizeichefs als nicht anständig anzusehen, aber eö ist nun einmal so, daß die Gesellschaft auf Polizeileute nicht mit allzu großer Achtung sieht. Da ollte aber der feinfühlige Herr Polizeichef ein Einsehen haben und seine Mannschaften geselschaftlich heben, und sie nicht zu den widerlichsten, veränlichsten Spitzeldiensten " anhalten, durch welche die &ute in der Achtung vor sich selbst und der Achtung vor ihren Mitbürgern sinken müssen. Zm Uebrigen werden die BürgereineS TageS mit dem 3,uo Denny. Slubbs und Powell Abrechnung halen. , Drahtnachrichten Inland. Wetteraus si c, ten. KühlereS, schönes Wetter heute und morgen. Die Hawaii Angelegenheit. W a s h ing t o n, 21. Nov. Lorrin Ä. Thurston, der hawaiische Gesandte veröffentlichte heute eine Entgegnung auf BlountS Darstellung der Sachlage, worin er dessen Behauptung, daß die Absetzung cer Königin und die Einetzung der provisorlschei. Regierung nur mit Hilfe der amerikanischen Truppen war, widerspricht, und behauptet, daß die Truppen nur gelandet worden seien, um daS Eigenthum amerikanischerBürger zu schütz:. (Mag sein und eS sind eben nur zufällig Amerikaner, welche die Revolution angezettelt und die provisorische Regierung gebildet haben. D. R ) Cr behauptet. es habe eine öffentliche Versammlung stattgefunden, und die Mehrheit der Bürger sei dasür gewesen, die Königin, welche eine neue Verfassung proklamiren wollte, abzusetzen. ( Die Mehrheit ? DaS waren wohl auch Amerikaner, die Eingeboren werden nicht gefragt. D. R ) Die neue Tarisvorlage. Washington, D. E., 21. Nov. Das Comite für Mittel und Wege! wird wahrscheinlich den neuen TarifEntwurf am nächsten Montag, den 27. November, verössent ichen. An dem genannten Tage wird eine Sitzung deS vollständigen Comites stattfinden, um eine formelle Abstimmung über den Entwurf vorzunehmen. Die demokratischen Mitglieder halten jetzt hau fiz Conferenzen ab, um mit Hilfe der Schatzamts - Beamten die Höhe der Summe festzustellen, welche durch die Zoll- und Steuerbetxäge aufzubringen fein wird und danach ihre Berechnungen einzurichten. Die Einkommensteuer wird ohn Zweifel angenommen werden und durch dieselbe der Unterausschuß für Inlandsteuern in den Stand gesetzt werden, von der Erhöhung der Steuer auf andere Objekte absehen zu können. Eine Ausnahme hiervon dürfte wahr scheinlich nur bei Whisky gemacht wer den, welcher, wie verlautet, um zehn Cents per Gallone höher besteuert werden soll. . Lynchjustiz. Ottunnva, 3a. 21. Nov. CTT or einem Friedensrichter sollte heute die

Voruntersuchung gegen einen Mann NamenS Gustavson stattfinden, der anklagt war, ein vierjähriges Mädchen vergewaltigt und schwer verletzt zu haben. Aber ehe dieVerhandlungen be-

gannen, drang ein Volköhaufe in daS? . , . . . ... .. in

Uokal oeö Friedensrichters, packle lyn hinaus. Außen stand die Mutter des Kindes mit einem Stricke in der Hand. Einer aus der Menge nahm ihr' den Strick ab, und der Angeklagte wurde kurze? Hand an dem Geländer tz Treppe, welche sich außen an dem Hause befand, aufgehängt. DieWeltauSstellungö-Ge. b ä u d e i m I a ck s 0 n P a r k. Chicago, Jlls.. 21. Nov. Es ist eine Möglichkeit vorhanden, daß die WeltausstellungS-Gebäude im Jackson Park noch ein Jahr lang stehen bleiben werden. Bei einer heute abgehaltenen Konferenz zwischen den. Ausstellungs Direktoren und den Mitgliedern der Park. Kommission versprachen die AuS stellungZ. Beamten eine Liste der Ge baude anfertigen zu wollen.-ivrlche sie das Recht haben, den ParkKommis. sären zu übergeben und die Park-Kom-missäre ihrerseits versprachen, in Crmä gung ziehen zu wollen, für die 3ih lunz welcher Summe sie die Ausfielluiig von allen Verpflichtungen, den Jackson Park wieder in den originalen Zustand zu bringen, entbinden würden - t Zerem iah R uök. t Virogua, Wis.. 21. Nov. Der frühre Ackerbau. Minister im Kabinet deS Präsidenten Harrison und ehema ligen Gouverneur von Wiscoisin, Gen. Jeremiah Nusk, ist heute Morgen um acht Uhr in seiner Wohnung in hiesiger Stadt gestorben. Die Nachforschungenaufgegeben. Missoula, Mont,, 21. Nov. Die Nachforschungen nach dem jungen Sohn de Generals Carlin und seinen Jagdgeführten, die in den Bitter Noot Bergen eingeschneit sind, sind von die hiefigen Militärbehörden aufgegeben worden. Es ist alles Menschenmögliche gethan worden, um die Vermißten aufzusinden, selbst auf die Gefahr hin, das Leben der mit den Nachforschungen betrauten GO Mann Soldaten zu gefährden. Der Schnee ist fest und undurchdringlich und da wo kein Schnee liegt, sind die Flüsse so arg angeschwollen, daß sie unpassirbar sind. Man fürch. tet in der That, dah die Soldaten nicht im Stande sein werden, sofort zurückzukehren, da der Lolo Fluß, den sie 33 Mal kreuzen müssen, unpassirbar ist. LluSland. Ein intern atio naler Trust. . London, 21. Nov. Die Pall Mill-Gazette meldet heute Nachmittag, daß mit Unterstützung der russischen Negierung Verhandlungen im Gange seien, um der Konkurrenz zwischen dem russischen und dem amerikanischen Petroleum ein Eade zu machen nnd einen internationalen Trust zu bilden. Eine Konferenz, in welcher die Bildung eineS solchen Trusts besprochen wurde, habe bereits in St. Petersburg stattgefunden und die gegenwärtige PreiSreduktion werde alS gznügender Grund für die Bildung eineS solchen Trusts angesehen. f Prinz Pedro noch in Wien. Pariö, 21. Nov. Die Gräfin d'Su dementirt die gestern verbreitete Nachricht, daß stch ihr Sohn, der Prinz Pedro, nach Brastlien eingeschifft habe. und erklärt, daß stch der Prinz immer noch in der Militärschule in Wien be finde. DaS Journal deS DebatS", daS gestern zuerst die Nachricht verbre! tet hatte, dementirt dieselbe heute eben sallS. m i i (Zchiffönachrichten. Angekommen in : vitto Vorr: Manitov!" von London, Norwegian" von Glasgow, Jrance" von London, Elbe" und, Dresden" von Bremen. Southampton, passirt: Lahn" von New Jork nach Bremen, - Deutschland. Vollmachten ausgestellt, Erbschaften und. Aarderuna-n ,Zn,,, 01 17 " . D- lv'U "- Oceanlinien vertreten. A. Medaer Aaenturdd Fellowö Halle.

Hiesiges. Zweierlei Maß. Gestern war eine Sitzung des repuk.

likanischen StaatSkomites zwecks Be sprechung über die nächsten Staatsund Countywahlen. Nun ist eö össentliches Geheimniß, daß der Denison Saloon nach 11 Uhr zum Wohl der durstigen Republikaner bis spät Nachts geöffnet war. Die Polizei wachte sorgsam darüber, dak kein Unberufener in die stille Klause eindringe. Bis jetzt hat man der Polizei direkt wenigstens noch keine Parteilichkeit nachweisen können, das ist jetzt anders. Damit ist aber auch die. heuchlerische Inkonsequenz der Gesellschaft gehörig gekennzeichnet. VerrotteteS Pharisäertbum durch und durch. - Polizetgericdt. Zwischen dem StaatSanwalt Holtzmann nnd unserem neuen Kadi ist jetzt ein Kamps entbrannt, der für den letzteren nicht so ganz gemüthlich ist, denn eS geht ihm an den Geldbeutel, und dann hört die Gemüthlichkeit auf. Stubbö hatte Leute zu Strafen verurlheilt, nachher aber milden Herzenö die Verdonnerten doch freigelassen. DaS geschah ein- und zweimal und Holtzmann sagte nichts, als aber das mit einer gewissen Regelmäßigkeit je. den Tag wiederkehrte, wurde ihm diese systematische Verletzung seiner Jntcr essen doch zu stark ; man muß nämlich wissen, daß eer StaatSanwalt für jeden siegreich durchgeschienen Fall eine gesetzlich bestimmte Gebühr einzieht und daß die natürlich wegfüllt, wenn einer unter verhängter Strafe entlassen wird. Holtzmann hat jetzt einen Pargra phen herausgetiftelt der ihn in seinen Interessen schützt und wird seine Gebührenvom Kadi verlangen. Nöthigenfallö will er seine Ansprüche gegen den P lizeirichter auf civilgerichtlichem Wege durchsechtcn. Stubbs hat gegen Fred. Kröckel, den Besitzer des PhönizzartenS, auf schuldig erkannt, daS Schankgesetz durch Verabreichung von Bier am letzten Sonnabend nach 11 Uhr AbendS ver. verletzt zu haben. Die Uebertretung, sagte er, sei in diesem Falle zwar keine so ernstliche gewesen, aber der betref sende Barkeeper, an den daS Bier vergeben wurde, wäre zur Z:it der Gesetzesverletzung nicht mehr im Dienste des KröckelS gewesen, sondern hätte sich schon zum Heimgang bereit gemacht, sei also alS Privatperson anzusehen. Erschmerend und entscheidend hatte auf daS Urtheil auch eingewirkt, daß Kröckel daS GlaS Bier zuerst dem Kapellmeister anbot, der eS aber abschlug, und dann erst dem Barkeeper überreichte. StubbS erkannte auf die nach seiner Meinung leickte Buße von $10 und die Kosten. Dagegen wurde sogleich an daS Kriminalgericht appellirt. Sohn McCallop sollte die farbige Lucy Fox einige Male inS Gesicht geschlagen haben. Der Richter konnte sich aber von. seiner Schuld nicht überzengen und sprach ihn frei. Frank HigginS wurde von der Anklage d.-S zu schnellen Fahren? freigesprachen. Einen saubern Burschen erwischte feie Polizei in der Person eines James McGinniS gestern Abend. Dieser hatte an der John Str. einem Manne einen Kuchenreiter ins Gesicht gehalten, mit der nachdrücklichen Alternative La rise ou la baurse, Der war aber auch nicht schreckhaft, schlug den Revolver zurück und verfolgte den jetzt Fersengeld gebenden Rinaldini biö an die Washington Straße, wo er seine VerHaftung veranlaßte. Bei seiner Durch, suchung im StationShause fand man, daß der Mann 4 Hemden, 2 UnterHemden, 2 Hosen und 3 Röcke auf sich hatte. Wegen heimlichen Wassentragens wurde er zu $500 Buße verurtheilt. John, Harri, und Otto Schopp, von 9 bis 13 Jahr, alt, hatten der Big Jour Gesellschaft 100 Pfund altes PaPier entwendet. Diese Gesellschaft, die die AuSraubung deS Publikums unter gesedlichem Schutze systematisch betreibt, schleppte die drei Kleinen, die von der Tragweite ihres Thuns kaum eine Ahnung hat en. nar den Kadi, uejl sie ü cituii lumptyn yogar.

i

WMIII

Die IP-nxs-a mn-ewilM CD, bat die höchste Anzahl von punkten des Verdienstes an jedem einzelnen Fabrikat bei der Columbischen welt-Ausstellung zuerkanni erhalten. Jedes einzelne ihrer Biere hat alle ähnlichen Biere Übertrossen, pabst ofbrüu wurde höher verzeichnet, als das Rönigl. ofbräu von München ; und das Best" Tonik erzielte die einhundert punkte der Vollkommenheit. Eine erhabene unvergleichliche höhe des Verdienstes. Sin Sieg über die ganze lvelt. bestehend Diplomen für über die zehn verschiedenen Produkte. Ein vollständiger und absoluter 5ieg, welcher in der Geschichte der Ausstellungen nicht seines Gleichen hat. Diese Anzeige des ersten und einzigen Berichtes der Schiedsrichter wurde zum ersten und einNgen Alale am Mittwoch, den 15. November 1893, Abends 5.50 Uhr, von Zohn Bod Thacher, Vorsitzender der. Preisrichter, gemacht daher sind alle früheren Behauptungen von irgend welcher Puelle mißleitend und unautorisirt. Pabsi Sreiving Ho., Indianapolis tach. W Hole sale-R er Käufer. ÜT Telephon 1291. W1I. STÜ1IPF, OTanagcr.

Papier an sich genommen hatten. Es ist die alte Geschichte von den kleinen und großen Dieben. Stubbö schickte die Kleinen aber mit einer Vermahnung nach Hause. tene Klagen. Horace Pattison gegen Zohn Boluö; MechanicS Lien. West Side Planing Mill sso. gegen Zohn Tomlinson u. A.; MechanicS Lien. Sampson Swannegan gegen P. A. Saliöbury u. A.; Schadcnersojklage. Kläger wurde in Diensten der Verklagten von fallenden Ziegelsteinen verletzt und verlangt $500 Schadeners, Julia Hamilton klagt auf (5 escheidung von 3as. Hamilton, weil ir Gatte zu ihrem und ihreö Kindes Lebenöunterdalt nichts beiträgt. ' Gleich zeitig sucht fie in der Klage um die ObHut über den dreijährigen Knaben und um die Erlaubniß nach ihren Mädchenuamen Julia Sträub wieder annehmen zu dürfen. m f Der kleine Stadtberold. Heutet verheirathet sich Herr Her mann Osterheld, der beliebte Turnlehrer deS Sozialen Turnvereins mit Frl. Lillian Hab ch, Toch er unseres deutschen Friedensrichters Habich. Die deutschen Theaterbesucher werden es mit Freude begrüßen daß aus dem Balkon außer den ersten zwei Reihen alle übrigen Plähe auf 23 Cts. ermäßigt worden find. Der erste Preis, Medaille und Diplom, für Malz-Ertrakte auf der Weltausstellung zu Chicago 18.3 wurde dem reinen Johann Hoff S Malz. Extrakte zugesprochen. Dieses ist daS stebenundflebzigste (77) Mal seit dem Jahre 1860. daß Johann Hoff'S Malz. Extrakt prämirt wurde. EZT ES verlautet, daß Stadtkämmerer TruSler klagbar gegen die früheren stadtischen Beamten werden will, deren Gehalte nach Annahme deS städtischen Freibriefes erhöht wnrden. Er ist der Ansicht, daß die GchaltZerhöhungen ungesetzlich waren und will die Rückzahlung de? Gelder erzwingen. Muiikledrer G. Levvert. No. 247 Ost MorriS Straße, empfiehlt sich für den Unterricht auf Piano und Violine. Bedingungen mäßig. Der Unterricht wird auf Wunsch ir Hausr b-r Ztü!er eUbciU.

Das

ÄÄOÖA

siegreich ! iii LJ 211 U

i&t Qamen und Kinder in jeder Groge Bargains in allen Putz-Waaren.

'y'jEiic rnnic ac5

No. 198 Virginia Ave. 41 1 1 c t r i tl k e n

0Ws Brew,

Columbia und Pale Select '(Ä) Die reinsten, bestvergohreuen Biere in der Stadt. Gekraut von der

a)mh

f7 ZtXttlm 1030.

Soeben angekommen : Springerle Mödel, Mandel Mühlen, Pfeffer Mühlen. Wegen Näße im Transport zu weniger vie Kostenpreis. Charles Mnyer unb Co. 29 und 31 West Washington Straße.

UNION BAKERS HOME, No. 135 Cst Washingtßu Str. Joliu Siessl, (genannt arnpc) Eigenthümer. Nur die besten Getränke n. Tigarren. Hier ist gut sein Kommt herein!

M H U l B. 1 1 zziusynn ? i, Neue Wirthschaft 'l30 Michigan Avenue. Sin hübsche Lokal, die besten Getränke nd Cigarren und freu blicke Bedienung. Eucb die läser u füllen. Um den Durft zu stille, Uad)t nct nie P.ainr, Drum komurt zu mir. 7 Vie?7777V. iNi4izrJs-?Rk

I

nnnniü 1 M M L

a

mwim

co.

: :

r. A I: J