Indiana Tribüne, Volume 17, Number 59, Indianapolis, Marion County, 16 November 1893 — Page 1

H K rfC Alr rN XV? A ks s A 0 l i w V w s Jahrgang 17 Office : No. 18 Süd Alabama Straße. N. 50 Indianapolis, Zndiana, Donnerstag, den 16. November 1893.

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Bericht

Bank.

den 3. Oktober 1893. Editorielles. Den Herren Einbrechern wird die Arbeit erleichtert. Nach elf Uhr kann ungenirt eingebrochen werden, denn um die Zeit ist kein Polizist auf der Straße mehr zu sehen, dagegen findet man sie in den Wirthschaften und Vereinölokalen im Interesse der Moral. Gestern Abend wurde in Schrader'ö Porzellan Geschäft eingebrochen, während in den benachbarten SaloonS" die Augen deS Gesetzes" herumfaulenzten. Unsere amerikanischen Chauvi nisten sind in heller Verzweiflung. (5leL5land will nicht nur Hawaii nicht annektiren, sondern sogar die frühere Königin wieder in ihre Rechte einsetzen. Daß in dem Wunsche Hawaii zu annektiren, lediglich ein Stück Größen wahn steckt, die einfältige Absicht eö den europäischen Regierungen in der Annexion ausländischer Gebiete gleich z ithun, und selbstverständlich auch die Idee die Inseln kapitalistisch auSzubeuten, ist selbstverständlich. Die Absetzung der Königin wäre rt e p t p r oine etc AuösHissllNg ameriranliqer Marinesoloaten nicht möglich gewesen, und der Präsident hat ganz Recht, hfn 5., ub,.l,ss,n IW VVWW W W nid. in thun, wie ihn-n beliebt. Die provisorische Regierung hört auf zu Rechte zu begehen, sobald die Ver. Staaten beschlossen haben, die ln nicht ZU annektiren. Welcher ni.i 1. c t an 01c permanente Regierung cin wird, bleibt abzuwarten. ES liegt in der Macht der Ver Staaten die Königin wieder einzusetzen, ob eS ohne Hilfe der Ver. Staaten möglich sein wird, ist schwer zu entscheiden. Aber die Wie dereinführung deS Status quo, wie er vor der Landung amerikanischer Truppen bestand, ist daö Richtige, wa5 un sere Regierung zu thun hat, und die Administration verdient Anerkennung, wenn sie diesen Schritt thut, trotz deS Geheuls der Chauvinisten. Der Auöspruch deö Gen. Hancock, der Tarif sei eine lokale Frage, scheint sich bei vielen Mitgliedern deS HaufeS zu bestätigen. 3m Prinzip sind sie Freihändler, wenn aber eine besondere Industrie ihres eigenen Be zirkS in Frage kommt, da plaidiren sie für Beibehaltung deS Schutzes. O rühret, rühret nicht daran ! Vorstehendes schreibt der Milwau kHld".I, ob daran etmai Neue, M A AM A A K W Mi i A IU AkILM routc. uzi aincruani rar vsc cuucucr, der immer Politiker ist, hat vor Allem 0flj Prinzip, wieder gewählt zu werI den, oder auf der politischen Leiter mtittz empor zu küinnür. Und da er nur in seinem eigenen Distrikt gewählt werden kann, so liegen ihm zunächst die Wünsche seines Distrikts nahe. DaZ Land selbst, daS allgemeine politische oder wlrthsqastllqe nterejje kommen b:i ihm erst in zweiter oder dritter Reihe. Die ersten Ansprüche an ihn haben seine Constituenten. Wenn die mit ihm zufrieden sind, kann daS ganze Land darüber zu Grunde gehen. Er 11 für Die da, welche seine Wiederai in Handen haben, welche seine oen rönnen, varum rann einer tfceiauS Prinzip und Schutzzöllner I . t . I sur praliqe J-veae o?er umzereqrl f.; Kr kann liberal. 9lns - -m-mwmwm I Mf M H H 11 W It auksprechen und für Temperenzgesetz-

gebung stimmen. Er kann am Sonntag in die Kneipe gehen und die strengsten SonntagSgesetze befürworten. Die Hauptsache bleibt immer der Wunsch seiner Wähler. AlleS Andere ist ohne Bedeutung. Auf diese Weise entstehen unsere Gesetze.

- Drahtnachrichten Inland. Wetieraussiöten. WärmereS, schönes Wetter heute und morgen Streit unter den KnightS o f L a b o r. Philadelphia, 15. Nov. Zn der heutigen Sitzung der Convention der KnightS of Labor kam der Streit zwischen der Faktion PowderlyS und der Faktion HayeS' zum Auöbruch. Schatzmeister HayeS beschuldigte die Executive deS Ordens, Gelder, welche für die Homesteader Streiker eingegangen waren zu anderen Zwecken verabreicht zu haben. Darüber entstand zwischen den beiden Faktionen ein sehr heftiger Streit, der noch nicht zu Ende ist. Schatzmeister HayeS berichtete, daß für die Streiker in Homestead und Coeur d'Alcne $3016 und für die Verthcidigung von Dempsey $190 eingegangen seien. Dagegen wurden an die Streiker bloß 5307 ausbezahlt. Die Einnahmen des OrdenS für daS Fiskaljahr beliefen sich auf $51,817, die Ausgaben aus $52,560. Der Kassebestand beträgt $ 126' . Verhaftete EisenbahnRäuber. Lincoln, 3ll., 15. Nov. Die hiesige Polizei hat die Banditen verhaftet, welche vor einiger Zeit den Versuch gemacht haben, einen Zug der Peoria, Decatur & Evanöville Eisenbahn zu berauben und dabei den Bremser Trott lebensgefährlich verwundet haben. Am 9. November war in dem benachbarten Städtchen Clinton ein Kleidergefchäst um eine ganze Wagenla dung Waaren aller Art bestohlen worden und bei dem Suchen nach diesen Waaren sind dem Polizeichef Mitchell die Räuber in die Hände gefallen. Die Namen der verhafteten Räuber find Edward Van Meter, Clarence Howe und Wm. ShelleS. Der letztere hatte mehrere Töchter und diese fingen nun ganz plötzlich an, Glacehandschuhe, seidene Halstücher, Schmucksachen :c. zu tragen, waö sofort die Aufmerksamkeit der übrigen, weniger begünstigten EvaStöchter erregte und dann auch bald der Polizei zu Ohren kam, die sofort die Angelegenheit in aller Stille untersuchte. Es stellte sich dann heraus, das die von den vielgesuchten Cisenbahnraubern gelieferte Beschreibung ganz genau auf ShelleS und zwei Fremde paßte, die sich seit einiger Zeit in seinem Hause versteckt hatten, auf der Straße aber nie angetroffen werden konnten. Der Polizeichef beschloß nun letzte Nacht, die Männer in der Höhle zu verhaften und nahm zu diesem Zwecke die besten seiner Polizisten mit. Die Thüre wurde ganz plötzlich eingebro chen und die Männer, die alle drei im Bette lagen, sahen die Mündungen ei ner Anzahl Revolver auf ihre Köpfe gerichtet, ehe sie Gelegenheit hatten, Widerstand zu leisten. Die Männer wurden sofort nach der Polizeistation gebracht und dann daS Haus durchsucht, bei welcher Gelegen heit auch die sämmtlichen in Clinton gestohlenen Gegenstände gefunden wurden. Die älteste Tochter ShelleS', die als Mann verkleidet an dem versuchten Eiseabahnraub theilgenommen haben soll, wird wahrscheinlich als Staats zeugin auftreten. Ausland. AusDeutschland. B erlin, 15. Nov. ES verlautet, M m mV ' öic Negieruna weroe loiorr einen Handelsattache für Washington ernennen. Derselbe wird angewiesen w?rden, deutsche Fabrikanten bezüglich der Bedürfnisse deS amerikanischen GeschäftS auf dem Lausenden zu halten. Der preußische Fabrikinspektor Haller soll zu diesem Posten ernannt werden. DaS Auswärtige Amt hat endlich von den in den Hamburger Nachrichten", dem bekannten BiSmarck-Vlat,te, 4

unablässig gebrachten Andeukungen Notiz genommen, daß Italien einen geheimen Vertrag mit Rußland abgeschlössen habe. DaS Auswärtige Amt stellt jene Behauptung mit aller Entschiedenheit in Abrede. Der sozialistische Agitator Voight in Dortmund ist zu einem Jahre Gefängniß wegen Verleumdung verurtheilt worden. .Er hatte in einer Schrift Fürst Biömarck beschuldigt, die bekannte Cmserdexesche gefälscht zu haben.

Unzufriedene Sozialisten. B e rli n, 15. Nov. In einer beute ln Kiel avgeyalkenen Zberjammlung von Sozialdemokraten machte sich eine 'tarke Opposition gegen die Fükrer Bcbel, Auer und Singer bemerkbar. Die Redner verdammten die zahme und ziellose Agitation der Führer, die sie beschuldigten, nur politische Agitatoren zu sein, die mit dem gewünschten Umturz der sozialen Verhältnisse nicht warten könnten, bis die Partei eine Majorität im Reichstag habe. Die Redner befürworteten vor Allem eine energischere Kampagne. Zwei Berliner Delegaten versuchten umsonst, die erwähnten Führer zu vertheidigen. . Der neue S p i e l er - P r o ; e . Berlin, 15. Nov. Der neue hannoverische Spieler-Proze, der eine Folge deö erst vor Kurzem erledigten Prozesses ist, hat heute Morgen seinen Anfang genommen. Fünf Personen haben sich uf die Anklage deS gewerbömäßigen Wuchers zu verantworten, nämlich ein Mann Namens Krain auS Berlin; eine verheirathete Frau NamenS Gnehl, ebenfalls auS Berlin; eine Wittwe NamenS Schweitzer und Hollmann und Hirsch, die bloß als Agenten der Frau Schweitzer bczeichnet werden. Die Interview'S mit Dr. Peters. Antwerpen, 15. Nov. Dr. Carl PeterS, der deutsche Forscher, ist kier von den Ver. Staaten angekommen. Herr PeterS ist ganz ertrüstet über die angeblichen Interviews mit ihm, die in amerikanischen Zeitungen erschieren sind. AlleS waS er gesagt habe, erklcrt Herr Peters, sei in abscheulicher Weise entstellt worden und er wünscht canz besonders zu betonen, daß er niemals die ihm zugeschriebene Bemerkung gemacht habe, Neger todtzuschießcn, sei ein angenehmer Zeitvertreib. Ich bin weder so brutal noch so unverständig, eine solche lächerliche oder dumme Bemerkung machen zu können", fügte Herr PeterS hinzu. Bomben in Barcelona. B a r c e l o n a, 15. Nov. Weitere Dynamitverbrechen scheinen hier an der Tagesordnung zu sein. DaS Portal der Kaserne von Villanueva bei kiesiger Stadt, ist letzte Nacht mit Dynamit zerstört worden und die Mauern der Kaserne haben erheblich gelitten, eS ist aber Niemand dabei verletzt worden. Sin anderes Bombenattentat ist nur durch die Geistesgegenwart und den Muth eines Arbeiters verhindert worden. AlS gestern Nachmittag ein Ba taillon Soldaten durch belebte Straßen nach dem Hafen marschirte, um sich dort nach Melilla einzuschiffen, bemerkte ein an einem Neubau beschäftigter Arbeiter, auf einem Balkon deS nächsten HauseS liegend, eine Dynamitbombe mit brennendem Zünder. Die Bombe war derart placirt worden, daß bei ihrer Ezplosion eine Anzahl der gerade vorbeimarschirenden Soldaten getodtet worden wäre. Der Mann erkletterte schnell den Balkon, löschte den Zünder und benachrichtigte die Behörden. OchissSnachrkchten. Angekommen in : - NewI ork: Teutonic" von Liver Pool, Peruvian" von Glasgow und Havel" von Southampton. Southampton: Spree" von New Jork. Bremeryaven: Saale" von New Ssrk. London, Signalisirt die Dampfer: Majestic" von New Jork nach LiverPool, Paris" von New Jark nach Southampton. Liverpool: Majestic". von Äew Jork. Southampton: Paris" voq New 2ork. '

Hiesiges.

Einbruch. Gestern Abend zwischen 7 und 8 Uhr drangen Diebe in den Porzellanladen deS Herrn Schrader, 74 Ost Washington Str und erbrachen den Geldschrank. Sie erbeuteten sehr wenig, da Herr Schrader daS Geld bis auf wenige Dollars in Scheidemünzen in die Tasche gesteckt hatte, aber eö wird etwa $iO kosten, den Geldschrank zu repariren. ' ES war 1 vor 7 Uhr als Herr Schrader den Laden schloß, um später wieder zurückzukehren, um nöthige Geschäfte zu erledigen. Als er um 8 Uhr zurückkam, fand er den Geldschrank offen und die Papiere auf dem Boden zerstreut. Die Diebe waren durch ein Oberlicht eingedrungen. Hochscvule No. 2 Gestern Abend fand in der Fletcher Place Kirche eine Unterhaltung zu Gunsten deö Bibliothek - Fonds der Hochschule No. 2 statt. Der Abend war durch Herrn Pros. Emmerich arrangirt worden, dessen Bemühungen von Erfolg gekrönt waren, denn die Kirche war bis zum letzten Platze besetzt. Die verschiedenen Vokal- und 2n-strumental-Vorträge fanden allgemeinen Beifall. Der zweite Theil der Unterhaltung bestand auS der Vorlesung deS Herrn Or. Henry A. Buchtel, der sich mit seinem Thema : Paris" in geschicktester Weise abfand. Inkorporationen. Gestern wurden folgende Gesellschafken inkorporirt: Die O. M. Lockrum Co. von Oakland City; dieselbe will einen großen Oetailladen eröffnen mit einem Kapital von $4000. Die American Press Ass. von 3ndiana mit einem Kapital von 510,000; wird fortan ,hr HauptgeschästSzimmer hier in Indianapolis haben. Direktoren sind Wm. McClevy. John Romland und 3ohn Parrington. Die ManufacturerS Pipe Line Co. vin Kokomo mit einem Kapital von $1000. Die Indianapolis Medicine Co. ; wird Heilmittel herstellen und hat ein Kapital von $5000 mit den Direktoren : P. H. und N. Fikgerald und Dr. I. W. Stone. ..- Plaza Nestaurant. In No. 1820 Circle Straße, dem ehemaligen Brunswick Hotel hat Frau A. Zell ein deutsches Restaurant eröffnet. Man erhält daselbst für 25 cnlS eine vorzügliche Mahlzeit und wer seine sammtlicken Mahlzeiten da nimmt, erhält sie für $4 die Woche. Die Speisen sind gut und schmackhaft zubereitet und die Bedienung eine aufmerksame. Deutsches Tbeater. Donnerstag, den 23. November, sindet die zweite Abonnements - Vorfiellung der deutschen Theater-Gesellschast von Cincinnati im Grand Opernhaus statt. Zur Aufführung gelangt Die Heimath", Schauspiel in 4 Akten von Sudermann, daö sicherlich nicht verfeh len wird, daö Grand Opernhauö bis auf den letzten Platz zu füllen. Um jedoch daö Unternehmen der deutschen Theater - Gesellschaft zu sichern, werden außer den einzelnen Billetten auch Abonnementö-Biette, Orchester-Sitze für $3.50, Balkon Sitze für den Preis von $2.50 für die folgenden fünf Vorstellungen verkauft. Diese Billette berechtigen den Inhaber, irgend einen Sitz für sämmtliche Vor stellungen zu wählen, sodaß er nicht erst bei jeder Vorstellung Sitze zu kau fen braucht. Abonnementö-Billette können in der Office deS Telegraph" und der Tri büne" gesichert werden. Der Unabhängige Turnverein wird am Mittwoch, den 29. November seine dritte monatliche Unterhaltung stattfinden lassen. ßCT Heute Mo?gen früh starb Herr Petss Carson, County-Recorder, in seinem Haüs.134 Süd Tennessee Str. Herr Carson litt an Epilepsie (5.r wurde vor zwei Jahren von den Demokraten als Candidat für County ' Pecrder aufgestellt und erwählt.

Vottzetgericht

Lee Watson hatte mit Teppichen hausirt, ohne einen Gewerbeschein zu bentzen. Die Thatsache wurde von dem Vertheidiger zugegeben, wegen Formfehler'in der Abfassung der Anklage aber Freisprechung beantragt. StubbS belegte ihn aber mit einer Strafe von $5 und den Kosten. Der Fall wurde appellirt. Etliche durstige Seelen wurden bald zu $1, bald zu $5 Buße verurtheilt. Frank Henley war angeklagt, den Henry Hudson auf der Straße angegriffen und geschlagen zu haben. Hudson sagte auS, daß er am vorigen Sonnabend Abend gegen 11 Uhr an der Ecke 7. Str. und Cornell Ave. von zwei Männern, der eine war Henley, angefallen und aufgefordert worden ei, sein Geld herzugeben. " Da Hudon aber nichts bei sich hatte, konnten sie ihm nichts nehmen, und auS Aerger darüber schlug Henley, als Hudson ihm agte, er kenne ihn sehr wohl, demelben heftig auf die Nase. Dann nahmen Beide ReißauS. Der Vorfall war allerdings von Niemandem beobachtet worden, aber Frank Crail identisizirte Henley als denselben Mann, der ihn am selbigen Samstag Abend in Gemeinschaft mit einem Unbekannten anpackte und sein Geld verlangte. Der Versuch HenleyS, durch Zeugen sein Alibi zu beweisen, war verfehlt. StubbS bestraste ihn dann mit $2!. Buße und 30 Tagen Arbeitshaus, da er den Fall für klar erwiesen hielt. Er bedauerte nur, daß die Anklage keine Ueberführung an die Grand Jury zulasse, da offenbar ein Raubanfall vorliege. Henley, der 25 Jahre alt und wegen Einbruchs vorbestraft ist, hat appellirt. Die 12 Bananen- und Candyhausierer, meist Italiener, aber auch einige Griechen und Ebräer, wurden wegen Verletzung der Hausierverordnung, nachdem jeder wohl ein Falles dutzend mal im Gericht gewesen und immer freigelassen wurde, weil der Richter hre Sprach- und Gesetzunkenntnis in Rechnung zog, zu je $5 Buße und den Kosten verurtheilt. Der Gedulkö'aden war endlich gerissen. - Skene Klagen. Gestern begann Julia Miller ein HabeaS CorpuS Verfahren gegen Geo Edenharter, den Direktor deS IrrenHauseS, um die Entlassung on Samuel A. Meowan aus dem Zrrenasyl durchzusetzen. Daisey Postle ist seit Oktober 1892 mit Ezra Postle verheirathet. Sie verlangt Scheidung von ihm, weil er sie mehrmals aus dem Hause geworfen und kürzlich noch" mit einer etlichen venerischen Krankheit, die er sich im Ehebruch zugezogen, infi;irt habe. m ., m Austräge sur die weltberühmten Pabst Milwaukee Biere in Flaschen und Gebinden werden in der Branch-Ofsie', o. 224240 Sud Delaware Straße. ntgeaengenommen Televdon 1S81. 2 t u m v f. Ma.aaer. C7 DaS Finanzcomite deS Stadt raths wird in der nächsten Stadtraths, sitzung die Annahme der Pfandleiterizens - Ordinanz befürworten. Die Apotheker und Bierbrauer werden noch nicht an die Reihe kommen. Ein auS den Apothekern ChaS. Eichrodt, A. Timberlake und I. R. HeimS bestehendeS Comite konferirte mit dem Finanzcomite, aber eS gelang dem Apothekercomite noch nicht, die Stadtväter von der Ungerechtigkeit einer derartigen Li;en5 zu überzeugen. tBQ" Diebe brachen gestern Nacht in die Wirthschaft deS Herrn Stiege!meier an der Ost Washington Straße, gegenüber dem Courthause ein und halfen sich zu einer Quantität Cigarren. Sie zerbrachen zuerst einige Scheiben an der Hinterthüre, aber sanden, daß daS Eindringen auf dieser Seite nicht so leicht war. Mit dem Räumlichkeiten schienen sie vertraut gewesen zu sein, denn sie wandten sich dann dem HauSeingang zu und erbrachen die Seitentbüre, Der Ein bruch muß längere. Zeit nach 11 Uhr verübt worden sein, nachdem die Polizisten keine verspätete durstige Seele in der Nachbarschaft vermutheten, aber ohne einen kräftigen Trunk wird eS wohl nicht abgegangen sein. Muftkledrer G. Leppert, No. 247 Ost MorriS Straße, empfiehlt sich für den Unterricht auf Piano und Violine. Bedingungen mäßig. Der ttnterricht wird auf Wunsch im Hause d:r C&ttltt ttttwu.

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